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Für Salzstetten läufts wie verhext

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LOKALSPORT
Fußball
■ LANDESLIGA, STAFFEL 3
SV Nehren – VfL Sindelfingen
FV 08 Rottweil – FC Rottenburg
VfL Pfullingen – Spvgg Freudenstadt
Spvgg Holzgerlingen – TuS Metzingen
SF Salzstetten – FC Gärtringen
VfL Nagold – VfL Mühlheim
TSG Tübingen – SV Zimmern
Spvgg 08 Schramberg – Spvgg Mössingen
1:1
3:4
0:0
3:2
2:3
4:1
1:3
5:2
1. Nagold
2. Zimmern
3. Sindelfingen
4. Gärtringen
5. Nehren
6. Schramberg
7. Metzingen
8. Holzgerlingen
9. Mössingen
10. Tübingen
11. Rottenburg
12. Rottweil
13. Mühlheim
14. Freudenstadt
15. Pfullingen
16. Salzstetten
31
29
28
25
24
24
22
21
20
19
15
15
15
15
13
5
15 10
14 9
14 8
14 7
14 7
15 7
15 7
14 6
14 6
14 6
15 4
14 4
14 4
14 4
14 3
14 1
1 4
2 3
4 2
4 3
3 4
3 5
1 7
3 5
2 6
1 7
3 8
3 7
3 7
3 7
4 7
2 11
33:15
32:19
34:17
27:21
32:17
32:35
29:30
25:23
21:21
31:27
29:30
22:25
26:36
17:31
22:38
18:45
Quelle: DFBnet
Montag, 26. November 2012
Für Salzstetten läuft‘s wie verhext
Fußball-Landesliga: Eigentor, unberechtigter Elfmeter und 2:3-Niederlage in letzter Sekunde
Die Pleiten-, Pech- und Pannenserie der Sportfreunde Salzstetten geht weiter. Am letzten
Vorrundenspieltag waren die
Salzstetter dicht vor dem ersten
Heimsieg, verspielten diesen
dann durch ein Eigentor und
kassierten in letzter Sekunde
sogar den Treffer zur mehr als
unglücklichen 2:3 Niederlage.
Wie schon in der Vorwoche
wurde der Aufsteiger beim 2:3
gegen Gärtringen auch diesmal
erheblich benachteiligt.
JÜRGEN A. KLEMENZ
LA ND ESL IG A-STENO
SV Nehren – VfL Sindelfingen 1:1 (0:0).
Tore: 1:0 (53.) Buchholz, 1:1 (74.) Kniesel.
Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote
Karte für Frank (Nehren/84.).
Zuschauer: 200.
FV 08 Rottweil – FC Rottenburg 3:4
(0:2).
Tore: 0:1, 0:2 (3., 38.) beide Basar, 1:2
(56.) Friedrich, 1:3 (65.) Grammer, 2:3
(74.) Friedrich, 3:3 (76., Foulelfmeter)
Scheidel, 3:4 (80.) Calderaro.
Zuschauer: 150.
VfL Pfullingen – Spvgg Freudenstadt 0:0.
Tore: Fehlanzeige.
Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote
Karte für Remmel (48./Freudenstadt).
Zuschauer: 70.
Spvgg Holzgerlingen – TuS Metzingen 3:2 (2:2).
Tore: 0:1 (2., Foulelfmeter) Reitter, 1:1
(7.) Ewald, 2:1 (20.) Hoff, 2:2 (27.) Bajorat, 3:2 (78.) Jaha.
Zuschauer: 150.
SF Salzstetten – FC Gärtringen 2:3
(1:1).
Tore: 1:0 (36.) Trick, 1:1 (40., Handelfmeter) Hanjo Kemmler, 2:1 (56.)
Hämmerle, 2:2 (67.) Spohn (Eigentor),
2:3 (90.) Prokopp.
Zuschauer: 120.
VfL Nagold – VfL Mühlheim 4:1 (2:1).
Tore: 1:0 (3.) Zug, 1:1 (4.) Drössel, 2:1
(44.) Alle, 3:1, 4:1 (65., 90.) beide Nils
Schuon.
Zuschauer: 150.
TSG Tübingen – SV Zimmern 1:3
(1:1) Tore: 0:1 (9.) Schmid, 1:1 (15.,
Handelfmeter) Birgel, 1:2 (56.) Seemann, 1:3 (79.) Rumpel.
Zuschauer: 100.
Spvgg 08 Schramberg – Spvgg Mössingen 5:2 (2:0).
Tore: 1:0 (26.) Rall, 2:0 (29., Foulelfmeter) Braun, 3:0 (47.) Schondelmaier, 4:0 (54.) Braun, 4:1 (52.) Bauer, 4:2
(64.) Stopper, 5:2 (90.) Wercinski.
Zuschauer: 200.
Rottenburg mit
nächstem Coup
Fußball-Landesliga:
Reichlich turbulent ging’s am
Samstag in Rottweil zu, wo
der FC Rottenburg doch etwas überraschend die drei
Punkte entführte. Mit 4:3
(2:0), hatten die Schützlinge
von Erol Türkoglu das bessere Ende für sich.
Rottweil. Geschafft: Erstmals in
dieser Saison hat der FC Rottenburg die Abstiegsplätze in der Fußball-Landesliga verlassen. Dank eines turbulenten 4:3-(2:0)-Siegs
beim FV 08 Rottweil. Vor ein paar
Wochen, so sinnierte Rottenburgs
Spielertrainer Erol Türkoglu, „da
wäre so ein Schuss wie der von Fabi Grammer noch in Richtung Autobahn gegangen“. In Rottweil landete eben jener Dropkick von
Grammer im Tor zum zwischenzeitlichen 3:1 (70.).
Worüber die Rottweiler sich allerdings echauffierten war die vorangegangene Szene, als der FV-Innenverteidiger nach einem Zweikampf mit Marco Calderaro zu Fall
gegangen war. Doch Schiedsrichter
Marc List ließ aber weiterlaufen.
Nicht die einzige umstrittene Szene: Nach einer souveränen ersten
Hälfte des FCR mit 2:0-Führung
(Tore: Grammer (4.) und Halil Kaya
Basar (38.)) kam Rottweil offensiver und stärker aus der Pause,
schaffte durch Hannes Friedrich
zwei Mal (56., 74.) den Anschlusstreffer – und erhielt sogar einen
fragwürdigen Strafstoß nach einem
Foul von Steffen Reichert. „Das
war aber ein Meter außerhalb des
Strafraums“, sagte Türkoglu. Yannick Scheidel traf zum 3:3. Doch
nach einer Einzelaktion traf Marco
Calderaro (81.) doch noch zum
FCR-Sieg, womit der FC seine
Gastgeber vom Samstag in der Tabelle überflügelte und auf Platz 11
kletterte.
ST
FC Rottenburg: Geiger; Hirschka (80.
Baur), Kaya Basar, Kopp, Türkoglu, Engraf, Straub, Calderaro, Esser (57. Canpolat), Weber (73. Reichert), Grammer.
Salzstetten.
Der Empfinger
„Schorsch“ Saier, ein langjähriger
Beobachter der Landesliga, hat es
schon immer gewusst. „Die Nordschwarzwälder werden massiv benachteiligt. Dass hat man heute
wieder klar sehen können,“
schimpfte Saier schon zur Pause
beim Salzstetter Heimspiel gegen
den FC Gärtringen. Und Saier war
mit dieser Meinung beileibe nicht
allein, denn der junge Schiedsrichter Christian Schurr aus dem badischen Kappelrodeck lag bei den
spielentscheidenden Szenen meist
daneben – und zwar zu Ungunsten
der Kicker des Schlusslichts Salzstetten. Entsprechend sauer war
zum Beispiel SF-Vorsitzender Holger Kreidler. „Das gibt‘s ja schon
bald nicht mehr. So brauchen wir
gar nicht mehr antreten.“
Anlass war in erster Linie der von
Schnurr auf Gärtringer Zuruf mit
fünf Sekunden Verspätung gepfiffener Handelfmeter, der zum 1:1
führte. Im Gedränge war ein aufspringender Ball Ahmed Kaya von
unten an die Hand gesprungen.
Zweite strittige Szene war ein übles
Foul von Gärtringens Keeper Wolfgang Brodbeck. Dieser konnte einen eher harmlosen 35-MeterSchuss von Steffen Kübler nicht
festhalten. Mario Kreidler setzte
nach und Brodbeck senste mit beiden Beinen voraus Kreidler um.
Der musste mit einer Schienbeinverletzung vom Platz gebracht werden. Allein schon das Foul war eine
rote Karte, für die Verhinderung ei-
Zwei der auffälligsten Akteure beim Gärtringer 3:2-Erfolg in Salzstetten. Der Talheimer Andy Stäb (links) im Trikot des FC
und Mario Kreidler, der nach einem Foul des Gärtringer Keepers Wolfgang Brodbeck vom Platz musste.
Bild: radi
ner klaren Torchance hätte es eigentlich gleich noch eineobendrauf geben müssen. Doch Brodbeck kam mit einer „Gelben“ davon. Und schließlich war bei einem
angeblichen Foul von Thomas
Zimmermann, in dessen Folge der
Gärtringer Siegtreffer in der
Schlussminute fiel, der Salzstetter
einen Tick vor seinem Gärtringer
Gegenspieler am Ball. Ins Bild
passte es zudem, dass sich die
Salzstetter auch das 2:2 selbst ins
Netz legten. Der lange Innenverteidiger Pascal Spohn köpfte eine
Flanke an Keeper Johannes Günter
vorbei in die eigenen Maschen.
„Blöder kann man nicht mehr
verlieren“, sagte SF-Trainer Andy
Hug nach der Partie, während FC-
Coach Jörg Wieland von einem
„sehr, sehr glücklichen Sieg für
uns“ sprach, den in der 90. Minute
Timo Prokopp nach dem Freistoß
von Eddy Cakaj sicherte. „Salzstetten hätte einen Punkt verdient gehabt“, zeigte Wieland ein gewisses
Mitgefühl, während er sich zur
Leistung seines Keepers, der letzte
Woche schon bei allen drei Nagolder Toren maßgeblich beteiligt
war, gar nicht erst äußern wollte.
Dem 1:0 für das Schlusslicht ging
ein 60-Meter-Freistoß von Pascal
Spohn voraus. Der Ball hüpfte
zweimal auf, Salzstettens Pascal
Trick versuchte einen Kopfball,
doch weder er noch Brodbeck kamen an das Leder. Der Ball hoppelte ins Netz (36.). Zu diesem Zeit-
Betz hält den Punkt fest
Pfullingen. Während Pfullingens Interimscoach Andreas Schrade vor allem mit den vergebenen Möglichkeiten in der zweiten Halbzeit haderte, war Freudenstadts Trainer
Jens Bertiller in puncto Einsatz der
zweiten Halbzeit zufrieden: „Da haben wir zusammengehalten und um
den Punkt gekämpft.“ In der ersten
Halbzeit hatte Freudenstadt auf dem
ungewohnten Hartplatz in Pfullingen die besseren Spielanteile und
Einschussmöglichkeiten auf seiner
Seite. Pfullingen merkte man die
Verunsicherung aus den letzten verlorenen Spielen an. Gerade fünf Minuten waren gespielt, da gab’s schon
die erste Doppelchance für Freudenstadt. Umit Dagistan versuchte
es aus der Drehung, Torwart Markus
Hirrlinger wehrte zur Ecke ab. Nach
dem Eckball war Sebastian Braun
zur Stelle, erneut war Hirrlinger auf
dem Posten und lenkte den BraunSchuss mit einer Hand übers Tor.
Pfullingen agierte meist mit hohen
und weit gespielten Flugbällen auf
Stürmer Dominik Grauer.
Gepflegter Fußball war auf diesem
Untergrund übrigens nur ganz selten von beiden Teams zu sehen. Ab
Mitte der ersten Hälfte kam auch
Pfullingen zu ersten Strafraumaktionen. Metecan Ünal kam zum
Schuss, doch Pascal Fahrner warf
sich mutig in den Ball und fälschte
diesen kurz vor dem Tor zur Ecke ab.
Dann war aber wieder Freudenstadt
an der Reihe, in dieser Phase lag der
Führungstreffer für die Bertiller-Elf
gleich drei Mal in der Luft. Lukas
Wuzik verpasste mit Kopfball, Keeper Hirrlinger wehrte den Flachschuss von Braun zur Ecke ab. Aller
guten Dinge sind drei, Dagistan bediente Rico Finkbeiner mit Zuckerpass, Finkbeiner scheiterte zunächst
an Hirrlinger, seinen Nachschuss
schlug Florian Gekeler vor der Torlinie ins Feld. „Mit diesen klaren
Chancen hätten wir unbedingt in
Führung gehen müssen“, klagte Bertiller. Und Pfullingens Coach Andreas Schrade lobte schon mal: „Es war
wichtig, dass wir mal wieder die Null
hielten.“
Zur Pause wechselte Bertiller in
Dominik Graf einen weiteren Stürmer ein und wollte den Druck verschärfen. Diese angedachte Taktik
verlief schnell im Sand, denn es waren gerade drei Minuten gespielt, da
musste Eugen Remmel mit gelb-rot
vom Feld. Bertiller musste alles wieder über den Haufen werfen und auf
einen Stürmer umstellen. Pfullingen
spielte Doppelpass zwischen Grauer
und Sven Bahnmüller, letzteren holte Remmel kurz vor dem Strafraum
von den Beinen und kassierte dafür
die Gelbe Karte. Da Remmel in glei-
Fußball-Landesliga: 4:1 gegen Mühlheim
chem Zug noch den Ball wegschlug
erhielt er vom konsequent leitenden
Schiri Jan Pesch aus Weiler /Rems
die Ampelkarte.
In Überzahl konnte sich Pfullingen in der Folge immer wieder Tormöglichkeiten raus spielen. Immer
mehr geriet Spvg-Torwart Lukas
Betz in den Mittelpunkt und konnte
sich mehrfach mit tollen Reaktionen
auszeichnen. Christopher Leuze
stand plötzlich allein vor Betz (66.),
er wehrte den strammen Schuss ab.
Wenige Minuten später wieder Betz,
diesmal mit Fußabwehr im gleichen
Duell mit Leuze. Und Betz zeigte seine Klasse nochmals, in der 85. und
86. Minute blieb er jeweils Sieger gegen Dominik Grauer. Bei einem der
wenigen Angriffe von Freudenstadt
in den zweiten 45 Minuten, versemmelte Patrick Möhrle den Ball, statt
einen Querpass zum freistehenden
Graf zu wählen, blieb er in der VfLAbwehr hängen. „Da muss ein Abspiel kommen“, schimpfte Bertiller.
So blieb es beim 0:0. Ein Ergebnis
das beiden Teams nicht so richtig
hilft.
mak
Spvgg Freudenstadt: Betz, Daglar, Fahrner, Melewzik, Braun (64. Wittich), Dagistan, Möhrle, Wuzik (76. D’Angelo), Finkbeiner (46. Graf), Remmel, Matanovic.
Kämpferisch: Freudenstadts „Mucki“ Braun (links) in Pfullingen.
SF Salzstetten: Günter, Neuchel (72.
Steimle), Spohn, Wehle, Naim, Zimmermann, Küblerr, Kaya, Trick (78. Seeyangnok), Hämmerle, Kreidler (57. Piechotta.)
Nagold in der Spur
Fußball-Landesliga: Freudenstädter 0:0 in Pfullingen
Ein hartes Stück Arbeit bewältigte die Spvgg Freudenstadt vor allem in der zweiten Halbzeit beim
Kellerduell in Pfullingen. Hier
hatte es die Spvgg vor allem einem glänzend aufgelegten Torspieler Lukas Betz zu verdanken,
dass die Partie vor 70 Zuschauern
mit 0:0 endete. Fast eine komplette Halbzeit spielte das Team
von Trainer Jens Bertiller in Unterzahl, da Innenverteidiger Eugen Remmel mit der Ampelkarte
vom Platz musste.
punkt kam die Salzstetter Führung
nicht überraschend, denn nachdem der Tabellenfünfte die ersten
20 Minuten dominiert hatte, kamen
die Gastgeber danach immer besser
ins Spiel und erarbeiteten sich ein
Übergewicht. Schon in der 31. Minute hatten die Salzstetter Fans den
Torschrei auf den Lippen, als sich
Daniel Hämmerle über links durchsetzte und nach innen flankte, wo
Pascal Trick das Leder direkt nahm,
es aber an den Pfosten setzen. In
der 36. Minute erzielte Hanjo
Kemmler mit dem geschilderten
Handelfmeter das 1:1, so ging es
auch in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel war zunächst erneut Gärtringen dominierend, wo im Mittelfeld der Tal-
heimer Andy Stäb die Fäden zog
und der schnelle Dominik Stikel
immer wieder für Gefahr sorgte. Etwas überraschend gingen dann die
Sportfreunde durch den von Daniel
Hämmerle nach der Brodbeck-Attacke an Kreidler verhängten Foulelfmeter mit 2:1 in Führung (56.).
Für den verletzten Kreidler kam Nico Piechotta in die Partie.
Zehn Minuten nach der erneuten
Führung mussten die Salzstetter
aber wieder den Ausgleich hinnehmen. Nach einer Flanke von der linken Seite beförderte Pascal Spohn,
der ansonsten zusammen mit Steffen Kübler die Lufthoheit im Salzstetter Strafraum hatte, den Ball ins
eigene Netz. Der Schock saß tief
nach diesem 2:2. Gärtringen übernahm nun vollends die Initiative.
Zwar setzte der Salzstetter Ahmet
Kaya nach einem klugen Pass von
Piechotta die Kugel ans Gärtringer
Außennetz, die besseren Chancen
hatten aber die Gäste, die nun vehement angriffen. Salzstettens Kapitän
Steffen Kübler rettet nach einem abgefälschten Freistoß und reichlich
Durcheinander im SF-Strafraum auf
der Linie (74.). Als sich schon alles
auf ein durchaus gerechtes 2:2 einstellte, schlugen die Gäste nach dem
Cakaj-Freistoß in letzter Minute
doch noch zu. Timo Prokopp beförderte den gut getimten Ball mit dem
Kopf zum 3:2 ins Salzstetter Netz.
Kuriose Tore in einem Spiel auf
Bezirksliga-Niveau“, sagte Jörg
Wieland, der die Leistung seiner
Mannen als „erbärmlich“ bezeichnete. Andy Hug lobte seinen Mannen für ihre kämpferische Leistung: „Wir haben gut gespielt, aber
kriegen immer wieder solche Tore.
Kein Wunder, dass da die Moral
dahin ist.“ Das Schlusswort sprach
der Talheimer Andy Stäb zu Hug:
„Wir haben glücklich gewonnen
und ihr gar wisst nicht, warum ihr
verloren habt.“ Pech hatte der ExNagolder Dominik Stikel, der nach
einem Luftkampf mit Piechotta mit
einer Gehirnerschütterung und einer Brustquetschung ausgewechselt werden musste.
Bild: Ulmer
Am letzten Vorrundenspieltag
gewann der VfL Nagold gegen
den Aufsteiger aus Mühlheim
unterm Strich deutlich mit 4:1
(2:1) und festigte seinen ersten
Platz. Herbstmeister sind die
Nagolder freilich noch nicht,
denn von der Konkurrenz könnten noch Zimmern und Sindelfinger in deren Nachholspielen
am 8./9. Dezember zu den Nagoldern aufschließen oder an
diesen vorbeiziehen.
Nagold. Freilich interessiert der
Herbstmeistertitel Nagolds Trainer
Thomas Schwarz auch nur am
Rande. Wichtiger für ihn war, dass
seine Schützlinge die Negativspirale von vor drei Wochen beendet
hat. „Nach drei Siegen zuletzt sind
wir wieder in der Spur“, stellte
Schwarz nach dem 4:1 gegen den
Aufsteiger aus Mühlheim zufrieden
fest. Auf tiefem Untergrund, die
Nagolder spielten in der Tat auf
dem größeren Rasenplatz, taten
sich beide Mannschaften doch
recht schwer. Mühlheim stand sehr
tief, wurde aber schon in der 3. Minute durch das 1:0 überrascht. Eine schnelle Kombination vor dem
Strafraum durch die beiden Stürmer Marc Alle und Daniel Schachtschneider, der auf Manuel Zug
passte, führte durch dessen satten
Schuss aus 13 Meter Entfernung
zum frühen 1:0. Doch die Nagolder
hatten kaum ausgejubelt, da stand
es schon 1:1, was Schwarz ziemlich
auf die Palme brachte. Außenverteidiger Marc Böttinger unterlief
ein Stellungsfehler und ausgerechnet Max Drössel, dessen Vorstöße
über die rechte Seite sich mittlerweile rumgesprochen haben dürften, machte nur 60 Sekunden nach
der Nagolder Führung den Ausgleich zum 1:1. „Dabei hab ich ausdrücklich darauf hingewiesen, dass
der Drössel brandgefährlich ist“,
ärgerte sich Schwarz schwarz.
In der Folge tat sich der VfL et-
was schwer, knackte aber in der
ersten Halbzeit doch noch das
Mühlheimer Bollwerk zum zweiten
Mal, und zwar zum psychologisch
wichtigen Zeitpunkt unmittelbar
vor der Pause. Mit einen traumhaften „no-look-Pass“ bediente Manuel Zug Torjäger Marc Alle, und
der ließ sich nicht zweimal bitten
und traf zur 2:1-Pausenführung.
In der zweiten Halbzeit wurde
Nagold stärker und bei Mühlheim
machten sich dann doch konditionelle Verschleißerscheinungen bemerkbar. Das ständige Hinterherlaufen auf tiefem Boden forderte
seinen Tribut. Zumal der VfL mit
dem dritten Tor den Gästen den
Zahn vollends zog. Nils Schuon zog
von der rechten Seite nach innen
und setzte das Leder zum 3:1 ins
Netz (65.). Danach gingen bei den
Mühlheimern die Köpfe sichtbar
nach unten, Nagold dominierte
nun eindeutig und hatte weitere
gute Möglichkeiten. Ein Foul im
Strafraum an Marc Alle führte
dann zum 4:1, denn der Elfmeterschütze vom Dienst, Nils Schuon,
verwandelte den Strafstoß in der
Schlussminute ganz sicher. Zuvor
hätte Marc Alle bei zwei ganz dicken Möglichkeiten sein Trefferkonto noch weiter erhöhen können.
Bei Nagold zahlte sich aus, dass
nach der Rückkehr nach seiner
Rotsperre Julian Sieber wieder zur
Verfügung stand. Zunächst saß er
auf der Bank, wurde aber schon in
der 32. Minute für Marc Böttinger
eingewechselt, der mit Max Drössel doch große Probleme hatte.
Trotz der schwierigen Bodenverhältnisse war Schwarz froh, auf
dem großen Rasenplatz ausgewichen zu sein. „Wir brauchen bei so
tief stehenden Gegnern einfach die
Räume. Da war das gut, dass das
Wetter mitmachte und wir im Stadion spielen konnten.“
enz
VfL Nagold: Gusenbauer, Glemser, Link,
Asch, Böttinger (32. Sieber), Schoun,
Quiskamp, Dengler, Zug, Schachtschneider (83. Koesling), Alle.
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