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Ebenso wie die Pflanzen trägt auch die - Random House

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Ebenso wie die Pflanzen trägt auch die Einfassung
durch Material und Optik zum Bild Ihres Mini-Gartens
bei. Während sich mit dem Ambiente eines Bauerngartens Rosen wie Rosa ‘New Dawn’ (siehe Bild) und
ein weißer Staketenzaun verbinden, entfalten Eisenstäbe eine imposant formalere Wirkung. Im Kräutergärtchen lässt sich der Lattenzaun dekorativ auf die
Farben der Bepflanzung abstimmen.
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Rechte Seite Ein großer, an der Mauer angebrachter Spiegel
reflektiert den winzigen formalen Garten in dem mit Fliesen
ausgelegten Innenhof und verrät eine bis ins kleinste Detail
liebevolle Gestaltung.
Unten links Die verschiedenen Oberflächenmaterialien –
Metallgitter und Holzdeck – grenzen in diesem winzigen Garten die einzelnen Bereiche klar voneinander ab. Die speerförmigen Blätter von Astelia chathamica und das markante,
ausladend gefiederte Laub des Honigstrauchs (Melianthus
major) tragen mit ihren Konturen zum abwechslungsreichen
Bild der Bepflanzung bei.
Unten rechts Der naturnah anmutende Charakter der Polygonalplatten verbindet sich mit der zwanglos lockeren Bepflanzung und dem kleinen Wasserelement zu einer Oase
der Ruhe inmitten der Stadt.
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SCHATTENPLÄT ZE
ie Reihe der Pflanzen, die sich in einem
schattigen Garten ziehen lässt, hängt immer
auch von der Feuchtigkeit oder Trockenheit
des Bodens und der Dichte des Schattens
ab. Die Erde im Umkreis von Bäumen und an der Basis
von nach Norden oder Osten gehenden Mauern ist
meist sehr trocken, während andere Schattenbereiche,
an denen die Sonne den Boden nicht abtrocknet, sehr
feucht sein können. Manchmal liegt der Boden unter
Bäumen im Streuschatten, wobei Bereiche, die im Winter im Schatten liegen, bei höher stehender Sonne im
Sommer zumindest für einige Stunden Sonne erhalten.
Boden im trockenen Schatten sollte vor dem Pflanzen mit organischem Material angereichert und mindestens einmal im Jahr mit einer Mulchschicht abgedeckt
werden. Wässern Sie die jungen Sämlinge gründlich.
Durch ein 30 Zentimeter hohes Hochbeet, das in etwa
60 Zentimeter Entfernung zum nächsten Baum angelegt wird, lässt sich die Auswahl an Pflanzen beträchtlich erweitern, denn obwohl auch dieser Bereich im
Schatten liegen dürfte, enthält der Boden im Hochbeet
Nährstoffe, die der Baum längst für sich beansprucht
hätte. Buchs, Efeu, Euphorbien, Taubnesseln und Immergrün überleben alle im trockenen Schatten. Farne,
Fingerhüte, Schneeglöckchen, Mahonien und Funkien
hingegen benötigen feuchteren Boden, um zu gedeihen. Viele Schatten liebende Pflanzen haben große,
dünne und dunkle Blätter, die sich optimal an den spärlichen Lichteinfall angepasst haben. Falls Ihr Garten also
nur wenig Licht bekommt, können Sie panaschierte
Pflanzen ziehen, die den Bereich im Gegenzug heller erscheinen lassen. Viele Efeuarten – Hedera helix ‘Adam’
(mit rosa-weißer Panaschierung), H. h. ‘Glacier’ (weiß),
H. h. ‘Oro di Bogliasco’ (syn. H. h. ‘Goldheart’) (gelb) –,
Immergrün (Vinca) und Spindelstrauch (Euonymus) bewahren ihre gescheckte Zeichnung auch angesichts
karger Lichtverhältnisse. Auch Pflanzen mit hellen Laubfarben können einen dunklen Bereich aufhellen, wie
Unten links Dieser im tiefen Schatten liegende Garten
profitiert von einem mit Efeu umrankten Spalier, das hier als
preisgünstiger Ersatz für eine Mauer oder Umzäunung dient.
Eine Hortensie (Hydrangea) hellt den Eingangsbereich auf,
während der Eisenhut (Aconitum) geradezu lauernd im
düsteren Hintergrund aufscheint.
Unten rechts Rosaviolett blühende Funkien (Hosta), weiße
Bauernhortensien (Hydrangea) und weiße Lilien (Lilium)
finden in diesem schattigen Garten hinter dem Haus ideale
Wachstumsbedingungen.
D
etwa die Mexikanische Orangenblume Choisya ternata
‘Sundance’, das Pfennigkraut (Lysimachia nummularia
‘Aurea’), Tabak (Nicotiana ‘Lime Green’) und die Gelbe
Gauklerblume (Mimulus luteus). Das Gros der panaschierten Pflanzen bevorzugt Streuschatten; in extrem
tiefem Schatten bilden einige Arten nur noch eine einzige Farbe aus. Silber- und blaulaubige Pflanzen erfordern Sonne ebenso wie Rasen, der im Schatten
fleckig wird und vermoost. An Kräutern gedeihen im
Schatten lediglich Petersilie, Schnittlauch und Minze.
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Die panaschierten Blätter von Pflanzen wie Funkien (Hosta crispula) – hier im Vordergrund des Schildblatts (Darmera peltata) –,
über denen die gelben Blütenähren des Kreuzkrauts (Ligularia
przewalskii) aufsteigen, beleben jeden noch so düsteren Bereich.
Im Uhrzeigersinn, von oben rechts Pflanzen für Schattengärten:
Nieswurz (Helleborus foetidus) Salomonssiegel (Polygonatum) und
Farne wie Wald-Frauenfarn (Athyrium filix-femina).
TIEFER SCHATTEN
Bäume und Sträucher
Koniferen
Forsythia suspensa (Forsythie)
Fuchsia (Fuchsie)
Hedera (Efeu)
Hydrangea (Hortensie)
Kerria japonica ‘Pleniflora’
(Ranunkelstrauch)
Pieris (Bitterkraut)
Rosa (bestimmte Sorten)
Vinca (Immergrün)
Stauden und Zweijährige
Aconitum (Eisenhut)
Anemone japonicum
(Japan-Anemone)
Aquilegia (Akelei)
Astrantia (Sterndolde)
Farne
Geranium (Storchschnabel)
Helleborus (Nieswurz)
Hosta (Funkie)
Polygonatum
(Solomonssiegel)
Einjährige und Zwiebelblumen
Eranthis (Winterling)
Impatiens
(Fleißiges Lieschen)
Lilium (manche Sorten)
Lunaria annua (Silberblatt)
Myosotis (Vergissmeinnicht)
Nicotiana (Tabak)
Primula (Primel)
Viola (Hornveilchen)
PANASCHIERTES/
HELLES BLATTWERK
Achten Sie auf die
folgenden lateinischen
Artbezeichnungen:
aureus (golden); albopictus (weiß
gezeichnet); aureomarginata
(golden gerändert); maculatus
(gefleckt); marginata (gerändert);
punctatus (gepunktet); variegata
(panaschiert).
Aucuba japonica ‘Crotonifolia’
(buntscheckige Aukube)
Berberis thunbergii ‘Rose Glow’
(Thunbergs Berberitze)
Carex oshimensis ‘Evergold’
(Segge)
Choisya ternata ‘Sundance’
(Mexikanische Orangenblume)
Elaeagnus x ebbingei ‘Gilt Edge’
(Wintergrüne Ölweide)
Euonymus fortunei ‘Silver
Queen’ (Spindelstrauch)
Hebe x franciscana ‘Variegata’
Hosta (viele panaschierte
Funkiensorten)
Ilex aquifolium ‘Silver Queen’
(Stechpalme)
Ligustrum ovalifolium ‘Auruem’
(Goldliguster)
Pachysandra terminalis
‘Variegata’ (Ysander)
Phormium tenax ‘Dazzler’
(Neuseeländer Flachs)
Vinca minor ‘Variegata’
(Immergrün)
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BELASTETE STA NDORTE
elbst ein noch so kleiner Garten kann dazu
beitragen, die schädlichen Einflüsse durch
Luftverschmutzung und Lärm in den Städten
abzumildern. Die Blätter von Bäumen und
Sträuchern filtern Abgase und Staub und verbessern
die Luftqualität, indem sie Kohlendioxid absorbieren
und Sauerstoff produzieren. Schon ein einziger kleiner
Baum wie der Palmstrauch-Weißdorn (Crataegus
laevigata ‘Paul’s Scarlet’) oder eine Stechpalme (Ilex)
wird die Luft in Ihrem Garten nachhaltig verbessern.
Bis zu einem gewissen Grad kann Laub auch den
Lärmpegel dämpfen. Lärm lässt sich aber auch durch
angenehme Laute wie das Plätschern des Wassers
oder das Rascheln von Gräserhorsten im Wind übertönen.
Allgemein gilt, dass sich von Natur aus starkwüchsige und robuste Pflanzen von schädlichen Umwelteinflüssen weniger beeinträchtigen lassen – ein Grund,
warum man Sträucher wie den Sommerflieder häufig
an Straßen und Bahndämmen sieht. Auch Pflanzen
mit glänzenden, ledrigen oder zähen Blättern wie die
Stechpalme oder Kamelie trotzen derart widrigen
Bedingungen, indem sie den Schmutzpartikeln aus der
Luft jegliches Eindringen verwehren.
Wer also an einer belebten Straße wohnt, sollte
abgasresistente Bäume und Sträucher, wie sie im
Kasten auf der gegenüberliegenden Seite aufgeführt
sind, in Betracht ziehen. Die einzelnen Spezies lassen
sich als Solitairpflanzen oder zu mehreren als wirksamer Schutz gegen Lärm und Abgase einsetzen.
S
Unten links, im Uhrzeigersinn Abgasresistente Pflanzen:
Hortensie (Hydrangea macrophylla), Geißblatt (Lonicera periclymenum) und Magnolie (Magnolia wilsonii).
ABGASRESISTENTE PFLANZEN
Bäume
Acer (Ahorn)
Cercis siliquastrum (Judasbaum)
Ilex (Stechpalme)
Magnolia (Magnolie)
Malus (Crab-, Holzapfel)
Prunus (Pflaume/Zierkirsche)
Pyrus (Zierbirne)
Taxus baccata (Eibe)
Sträucher
Berberis (Berberitze)
Buddleja (Schmetterlingsstrauch)
Camellia (Kamelie)
Campsis radicans (Trompetenblume)
Ceratostigma (Bleiwurz)
Clematis (fast alle Waldreben)
Cytisus (Geißklee)
Escallonia
Forsythia (Forsythie)
Hebe
Hibiscus (Eibisch)
Hydrangea (Hortensie)
Lonicera (Geißblatt)
Pyracantha (Feuerdorn)
Rosa (fast alle Rosensorten)
Rosmarinus officinalis (Rosmarin)
Sarcococca
Skimmia (Skimmie)
Syringa vulgaris (Flieder)
Viburnum (Schneeball)
Unverkäufliche Leseprobe aus
Jane McMorland Hunter
Mini-GÄRTEN
Originaltitel: The Tiny Garden
Originalverlag: Frances Lincoln Ltd, London
Aus dem Englischen von Maria Gurlitt-Sartori
Gebundenes Buch, 144 Seiten, 19,2x24,5
Mit ca. 135 Farbabbildungen
ISBN: 978-3-421-03571-4
DVA Architektur
Erscheinungstermin: Januar 2007
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Weitere ausgewählte DVA-Bücher zum Thema Gärten finden Sie unter
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