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HIRNTUMOR DURCH MOBILTELEFON? Wie gefährlich - AlphaMed

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T
KER
Ausgabe 9 / Februar 2010
HIRNTUMOR DURCH
MOBILTELEFON?
KOMPLETTES SORTIMENT VORHANDEN:
®
Wodurch das AJS -Hüftsys tem am Markt überzeugt.
Seite 3
Wie gefährlich die Strahlung wirklich ist.
Seite 2
Der
„…GOLD IN DER HAND“
Worauf implantcast
BeNeLux besonders stolz
ist.
Seite 6
Orthopäde
als Designer
Jens Saß
Geschäftsführer implantcast
wie sieht Ihr Terminkalender
aus? Haben Sie auch das neue
Jahr schon restlos durchgeplant? Bei den meisten wird es
so sein. Freie Tage? Fehlanzeige. Planung muss sein. Projekte
wollen angeschoben und Ideen
rechtzeitig umgesetzt werden.
Genau so wichtig wie der Blick
nach vorn ist aber auch der
Blick zurück. Denn die nächste
Zukunft kann nur gestalten, wer
die jüngste Vergangenheit verarbeitet hat. Für implantcast ist
das alte Jahr mit vielen Neuerungen zu Ende gegangen: So
haben wir ganz neu Vertriebs partnerschaften mit den USA,
Kanada, Australien, Neuseeland, Indien und Brasilien ge schlossen. Damit sind implantcast-Produkte weltweit in 42
Ländern auf dem Markt. In dieser Ausgabe stellen wir unser
BeNeLux-Team vor (S. 6).
Manche alte Frage wird auch im
neuen Jahr gestellt: Wie geht
die Diskussion um den Hüftober flächen-Ersatz weiter? Der
implant-ticker fragt, ob auf die
bewährte Endoprothetik zurückgegriffen werden sollte (S. 4).
Das Schwerpunkt-Thema ist
diesmal die „Primäre Hüftendoprothetik“: Dr. Jürgen Schmitz
(S. 1/2), hat mit implantcast das
AJS®-Hüftsystem entwickelt.
Die Zahl der mittelständischen
Unternehmen unserer Branche
wird geringer, so wurde aktuell
das britische Unternehmen
Finsbury von DePuy geschluckt
und ESKA Implants aus Nord deutschland meldete Insolvenz
an. Gegen diesen Trend schauen wir dank Ihres Vertrauens
positiv in das Jahr 2010.
Ihr
Jens Saß
„Für Knochen und Knie würde ich ins Evangelische Krankenhaus gehen… Der Dr. Schmitz, dat is ‘ne Koryphäe, der ist über
die Grenzen hinaus bekannt.“, sagt die Dame vom Taxi Nummer
8. Und so kommen rund zwei Drittel der Patienten mit orthopädischen Anliegen in das Evangelische Krankenhaus: Aus
Duisburg oder Essen, aber in jüngster Zeit auch vermehrt aus
Holland und England.
Hier erwartet sie der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie Chefarzt Dr. Jürgen Schmitz und sein Team: fünf Oberärzte,
ein Funktionsoberarzt und neun Assistenzärzte. Sie operieren
allein bis zu fünf Hüftprothesen am Tag. Im Jahr sind es rund
400. Aber auch die Knie-, Schulter-, Sprung- und Ellbogengelenks-Endoprothetik ist bei ihnen in bester Hand.
Ein Chef, der Wert legt auf einen menschlichen Ton. In seiner
Abteilung werde viel gelacht und hart gearbeitet. Auch auf den
Ausbildungsstand junger Kollegen achte er sehr genau: „Der
medizinische Nachwuchs hat hier weit vor der Zeit seinen
Katalog voll“, sagt Schmitz.
TICKER: Wo liegt für Sie der entscheidende Unterschied zwischen
einem anatomischen Schaft und
einem Geradschaft?
Schmitz: Der anatomische Schaft
passt sich dem Knochen an. Der
Geradschaft hat nur eine DreiPunkte-Abstützung. Der anatomische Schaft dagegen stützt sich zirkulär ab und ist daher biomechanisch besser geeignet zur Integrierung in den Knochen als der Geradschaft. Insbesondere bei der zementfreien Versorgung.
TICKER: Ist der kragenlose Schaft
generell im Vorteil gegenüber
einem Schaft mit Kragen?
Schmitz: Es hat sich herausgestellt, dass der Kragen bei der Abstützung kaum eine Funktion hat.
Nach wenigen Jahren ist der Knochen unter dem Kragen resorbiert.
Er ist also nutzlos. Deswegen bevorzugen wir kragenlose Prothesen.
„Es hat sich herausgestellt, dass der Kragen bei
der Abstützung kaum
eine Funktion hat. Nach
wenigen Jahren ist der
Knochen unter dem
Kragen resorbiert. Er ist
also nutzlos.“
TICKER: Für welche Patienten verwenden Sie welchen Schaft?
Dr. Jürgen Schmitz
Schmitz: Wenn unsere Patienten in
die Klinik kommen, dann haben sie
zu 60 bis 70 Prozent eine schwerste Dysplasie-Coxarthrose – eine zu
kleine Überdachung für einen zu
großen Kopf – das heißt, ihre Hüfte
ist nicht mehr zu retten und muss
ersetzt werden. Abhängig vom biologischen Alter werden sie dann
zementiert oder zementfrei versorgt
mit dem anatomischen AJS-Schaft.
Damit komme ich in 90 Prozent der
Fälle zurecht. Geradschäfte haben
wir bis auf ganz wenige Ausnahmen eliminiert. Ich brauche auch
mal einen Lateralisationsschaft,
den ich modular durch ein anderes
System vorhalte. Dann baue ich die
Hüfte genau so, wie der Patient sie
braucht.
Fortsetzung Seite 2
Einen schönen guten Tag,
T
KER
Seite 2
Fortsetzung Seite 1
TICKER: Sämtliche Schäfte werden zementfrei oder zementiert
angeboten. Für welche Patienten
empfehlen Sie welche Variante?
Schmitz: Das ist abhängig von der
Biologie des Knochens und des
Patienten. Wenn der Patient beispielsweise eine schwere Wirbelsäulen-Vorschädigung hat oder
eine schlechte Mobilisation und
einen schlecht durchbluteten Kno chen, dann nimmt man die zemen-
TICKER: Wieso haben Sie sich entschieden, an der Entwicklung eines
anatomischen Schafts mitzuarbeiten?
Schmitz: Ich habe jahrelang anatomische Schäfte ausprobiert. Von
verschiedenen Firmen. Und bei
allen Prothesen musste man den
Knochen der Prothese anpassen:
fräsen, bohren und relativ viel Arbeit
investieren, um den Knochen für
die Prothese gängig zu machen.
Das habe ich nicht eingesehen. Es
…
tierte Form. Hat der Patient einen
gut durchbluteten Knochen und ist
mobilisierbar, dann wähle ich die
zementfreie Form.
TICKER: Bei zementierten Schäf ten wird das Form-fit durch Knochenzement erreicht, welchen Sinn
haben zementierte anatomische
Schäfte?
Schmitz: Letztlich ist die Form
durch den Zement gegeben, das ist
korrekt, aber sie haben dann zirkulär um die Prothese eine symmetrischere Form. Das ist bei einer
Wechseloperation wesentlich, weil
sich dann nicht auf einer Seite viel
und auf der anderen Seite gar kein
Zement befindet. Die anatomische
Form gewährleistet am ehesten,
eine zirkulär gleiche Schichtdicke
an Zement.
wurden zwei Jahre Röntgenbilder
und CTs vermessen. Heraus kam
die AJS-Prothese. Die Besonderheit
der AJS-Prothese ist der Grad der
Abwinklung des unteren Stiels im
Verhältnis zur Schulter. Der gewährleistet, dass die Prothese zentral
unter dem Becken steht und dass
die Schmerzen am großen Rollhügel kleiner sind. Die normalen anatomischen Prothesen stehen zu
weit nach außen und verursachen
ständig Beschwerden am Trochanter.
TICKER: Konnten Sie Ihre Ideen
dann auch umsetzen?
Schmitz: Ja, das ging mit der Firma
implantcast ganz schnell. Ich bin
hingefahren und habe den Mitarbeitern eine CAD-Berechnung gegeben und alle Schäfte in Original-
Zeichnung. Ein guter Freund ist
technischer Zeichner und Bauingenieur, der hat mir alle Schäfte ge zeichnet – und dann hat implantcast die Vorschläge in nicht ganz
einem Jahr umgesetzt. Etwas länger dauerte dann das Patent.
TICKER: Wie ändert sich das
Heilungsverhalten durch ein HAbeschichtetes Implantat?
Schmitz: Der Knochen wächst
durch die Standard-Beschichtung
von 90 µm Dicke schneller ein.
Abhängig von der Operabilität des
Knochens entscheidet der Operateur - wenn die Prothese optimal
passt - ob der Patient sofort unter
Vollbelastung laufen kann. Wenn
wir in seltenen Fällen ein Spannungsfeld entdecken oder sehen,
dass der Knochen Ruhe braucht,
dann sollte der Patient vier Wochen
teilbelasten. Allgemein sind die
Prothesen nach vier Wochen eingeheilt.
„Die Besonderheit der
AJS-Prothese ist der Grad
der Abwinklung des unteren Stiels im Verhältnis
zur Schulter. Der gewährleistet, dass die Prothese
zentral unter dem Becken
steht und dass die
Schmerzen am großen
Rollhügel kleiner sind. Die
normalen anatomischen
Prothesen stehen zu weit
nach außen und verursachen ständig Beschwer den am Trochanter.“
TICKER: Unterscheiden sich die
gängigen Schäfte in den Operationszeiten?
Schmitz: Die Operationszeit ist
beim AJS-Hüftsystem wesentlich
kürzer, weil sich der Schaft optimal
anpasst. Es muss nicht aufgebohrt,
sondern nur geraffelt werden. Nicht
einmal zehn Minuten. Die Proberaffel entspricht exakt der Größe
der späteren Prothese. Das heißt,
ich kann mit einem Probekopf reponieren und sehe genau die Kopfoder Halslänge. Dann setze ich das
Original ein, Kopf drauf, fertig.
Schmitz: Wir nähern uns meiner
Meinung nach einem Optimum.
Natürlich ist jede Schaftform
anders. Wir stellen Implantate nach
der Gaußschen Verteilung her,
damit kommen wir meistens zurecht. Wenn der Schaft lateralisiert
werden muss, weichen wir aus auf
einen anatomischen modularen
Schaft.
TICKER: Was würden Sie beim
AJS-Schaft noch verändern?
„Die Proberaffel entspricht exakt der Größe
der späteren Prothese.
Das heißt, ich kann mit
einem Probekopf reponieren und sehe genau die
Kopf- oder Halslänge.
Dann setze ich das
Original ein, Kopf drauf,
fertig.“
Schmitz: Ich würde den Bereich
der Revisions-Endoprothetik mit
diesem Schaft noch ausbauen,
denn es kommen in Zukunft mehr
Revisionen auf uns zu. Die Leute
werden älter und die Standzeiten
sind gerade bei der zementierten
Form begrenzt. Da erscheint mir
eine zementfreie Endoprothetik
sinnvoll.
TICKER: Herr Dr. Schmitz, herzlichen Dank für das Gespräch.
TICKER: Für Patienten noch wichtiger ist die Funktionalität, wann steht
der Hüftimplantierte wieder voll im
Leben?
Schmitz: Unsere Patienten stehen
meistens am Folgetag der Opera tion, spätestens aber am zweiten
Tag auf, gehen am zehnten Tag in
die Reha und haben nach acht bis
zwölf Wochen wieder eine gute
Funktion der Hüfte.
TICKER: Wie verhält sich ein anatomischer Schaft im Revisionsfall im
Vergleich zu einem Geradschaft?
Schmitz: Wir haben sehr wenige
Revisionen. Es gibt sie bei Stürzen:
Dann ist die Prothese aber meistens komplett ausgebrochen. Und
bei Trümmerfrakturen setzen wir
einen Revisions-Langschaft ein.
TICKER: Bestehen im Design des
anatomischen Schafts noch Verbesserungsmöglichkeiten?
Dr. Jürgen Schmitz
1959 geboren, verheiratet, 2 Kinder
1984
• Abschluss Medizinstudium
Universität Düsseldorf
• Assistenzarzt Evangelisches
Krankenhaus Dinslaken
1990 – 1993
• Bergmannsheil Bochum (Prof. Dr.
Muhr/ Dr. Bötel)
1993
• leitender Oberarzt der Unfallchirurgie
und Orthopädie im Evangelischen
Krankenhaus Dinslaken
Seit 01.01.1999
• Chefarzt Unfallchirurgie und
Orthopädie Evangelisches
Krankenhaus Dinslaken
NEWSTICKER +++ NEWSTICKER +++ NEWSTICKER +++ NEWSTICKER +++ NEWSTICKER +++ NEWSTICKER +++ NEWSTICKER +++ NEWSTICKER +++ NEWSTICKER
KEIN HIRNTUMOR DURCH MOBILTELEFON
Seit Mitte der 90er Jahre telefonieren immer mehr Menschen mobil.
Gleichzeitig hat eine Angst um sich
gegriffen: Elektromagnetische Felder, die von Mobiltelefonen ausgehen, schaden dem Gehirn. Doch
dafür gibt es keine Belege. Zu diesem Ergebnis kommt Isabelle
Deltour von der Dänischen Krebsgesellschaft in Kopenhagen. Die
Wissenschaftlerin hat dazu die
neuesten Zahlen aus den skandinavischen Ländern ausgewertet.
PLASMA-REAKTOR ALS STERILISATOR
Bereits seit Mitte der 70er-Jahre
nimmt die Anzahl der Erkrankung
an Gliomen bei Männern jährlich
um 0,5 Prozent zu. Bei Frauen sind
es 0,2 Prozent. Die Ursachen dafür
sind nach wie vor nicht bekannt.
Mobiltelefone scheinen aber nicht
dazu zu zählen, da sich die
Tendenz im „Handy-Zeitalter“ seit
Mitte der 90er-Jahre nicht verändert
hat.
Quelle: Ärzteblatt
Forscher des „Center for Plasma
Science and Technology“ (CPST)
der Ruhr-Universität Bochum (RUB)
haben einen weltweit einzigartigen
Plasma-Reaktor vorgestellt: Er kann
Bakterien und Biomoleküle wie
etwa Prionen dekontaminieren und
somit beispielsweise medizinische
Instrumente oder Implantate sterilisieren. Außerdem können die Wissenschaftler damit die Wechselwirkung von Plasma mit biologischen Systemen erforschen.
Entstanden ist der Reaktor in enger
Zusammenarbeit der Fakultät für
Physik und Astronomie mit der
Fakultät für Elektrotechnik und
Informationstechnik an der RUB.
Nach Angaben der Wissenschaftler
ist der Plasma-Reaktor ein robustes
und fehlertolerantes Forschungsinstrument: Ingenieure, Biologen
und Mediziner können es gleichermaßen einfach bedienen.
Quelle idw-RUB
T
Seite 3
KER
® Komplettes
AJS
Sortiment vorhanden
Die Hydroxylapatit-Beschichtung
(HA-Beschichtung) von 90 µm
Dicke auf dem proximalen Prothesenanteil garantiert eine schnelle
Sekundärstabilität durch rasche
biologische Fixation.
Die Prothesenschulter ist so gestaltet, dass der Markraum optimal ausgefüllt ist und der Blutverlust minimiert wird. Der CCD-Winkel beträgt
132°.
Das mit Dr. Jürgen Schmitz (S. 1/2)
entwickelte Primäre Hüftsystem ist
die konsequente Weiterentwicklung
und Optimierung klinisch erfolgreicher anatomischer Systeme:
Das AJS®-Hüftsystem umfasst zementfreie und zementpflichtige
Hüftschaftimplantate für die Primär versorgung. Der AJS®-Schaft passt
sich der Anatomie des proximalen
Femur europäischer Patienten optimal an. Die Form des proximalen
Schafts gewährleistet eine hervorragende Primärstabilitat mit sofortigem festem Sitz.
Durch die Begrenzung der HABeschichtung des zementfreien
Schafts, bzw. durch die Begrenzung des mattierten Bereichs des
zementpflichtigen Schafts, lässt
sich die Implantationstiefe sehr
leicht kontrollieren.
Der sich verjüngende hochpolierte
körperferne Anteil der Prothese
ermöglicht ein optimales biomechanisches Ausschwingen der Prothese und vermindert die Gefahr von
Stress-Shielding. Ein Aufbohren
des Femurs ist normalerweise nicht
erforderlich.
Für die zementfreie Versorgung stehen je neun, für die zementpflichtige Technik je sieben Größen zur
Verfügung.
Die zementfreien Implantate bestehen aus einer implatan® TiAl6V4Schmiedelegierung, die zement pflichtigen Komponenten aus einer
implavit® CoCrMo-Gusslegierung.
Der Konus der Prothesen entspricht
dem
12/14
mm
EuroStandardkonus und garantiert jedem Operateur weitestgehende
Flexibilität und Revisionsoptionen.
AJS®-Operationstechnik
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4
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9
2
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ROTES LICHT VERBESSERT GESCHMACK
IMMUNZELLEN BESITZEN INNERE UHR
Der Genuss von Wein wird von der
jeweiligen Beleuchtung in einem
Raum beeinflusst. Das ist das
Ergebnis einer Studie des Psycho logischen Instituts der Uni Mainz.
Danach kommt ein und derselbe
Wein bei rotem oder blauem Umgebungslicht besser an als bei grünem oder weißem Licht. Die rund
500 Versuchspersonen waren
sogar bereit, für die Flasche Ries ling über einen Euro mehr zu
bezahlen, wenn er bei rotem statt
Makrophagen besitzen eine zeitliche Steuerung, die für Entzündungs-Reaktionen zuständig ist.
Das hat das Team um Professor
Achim Kramer vom Institut für
Medizinische Immunologie der
Charité in Berlin herausgefunden.
Sie statteten dazu die Fresszellen
(Makrophagen) aus Milz und
Lymphknoten von Mäusen gentechnisch mit dem Leuchtkäfer-Enzym
Luciferase aus. Dabei schwankte
die Helligkeit der Gene je nach
grünem Licht angeboten wurde.
Auch ergab die Studie, dass der
Test-Wein unter rotem Licht 1,5 mal
süßer schmeckte als unter weißem
oder grünem Licht. Auch die
Fruchtigkeit wurde bei rotem Licht
am höchsten eingestuft.
Fazit: Die Farbe des Umgebungs lichts beeinflusst den Geschmack
von Wein, selbst wenn dadurch die
Farbe des Getränks nicht beeinflusst wird.
Quelle: Journal of Sensory Studies
Aktivität. Es zeigte sich, das unterschiedliche Gene zu unterschiedlichen Tageszeiten besonders aktiv
sind. Durch solche Rhythmen
schwanken die Beschwerden von
Patienten mit Rheuma oder Asthma
während des Tages. Jetzt sollen
Medikamente gezielt zu den
Tageszeiten eingesetzt werden, an
denen sie am besten wirken und
die wenigsten Nebenwirkungen
haben.
Quelle: PNAS
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Seite 4
Dr. med. Christian Paul
Chefarzt der Abteilung für Orthopädie und
Unfallchirurgie,
Evangelisches Waldkrankenhaus Bonn
FRAGE
ANTWORT
PD Dr. med. Torsten Mumme
Dipl.-Ges. oec. (BA)
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie,
Orthopädische Praxisklinik Neuss
Wir stellen in dieser Ausgabe ein Primäres Hüftsystem (HTEP) vor. Wie grenzen Sie die
Indikation zum aktuell kritisch diskutierten Hüftoberflächenersatz (HOE) ab?
Wir stehen dem HOE sehr kritisch gegenüber,
was durch die aktuellen wissenschaftlichen
Veröffentlichungen, wie zum Beispiel dem australischen Hüftregister, unterstützt wird. Der einzelne
Patient mit HOE zeigt bei uns zwar gute kurzfristige und mittelfristige Ergebnisse, bleibt aber die
Ausnahme bei der Indikation. Wir operieren ca.
15 Patienten pro Jahr mit HOE. Im Rahmen der
Indikationssprechstunde werden alle möglichen
Verfahren kurz erläutert. Der HOE kommt nur auf
Nachfrage des Patienten zum Einsatz und auch
dann nur, wenn nach umfassender Aufklärung
der Wunsch dazu besteht und die Indikation
stimmt. Hier beeinflussen die pseudomedizinischen Veröffentlichungen in Apothekenumschauen und die Internetforen die Patientenmeinung mittlerweile erheblich.
Die Indikationen des HOE sind klinisch streng
definiert und damit die Abgrenzung zur „konventionellen“ zementfreien HTEP ausreichend
bekannt. Bei per definitionem bestehenden
Kontraindikationen, wie z. B. bestehender Hüftkopfnekrose, großen femuralen Zysten (> 1 cm),
posttraumatischer Coxarthrose und ggf. Coxa
vara ist mit dem Patienten kritisch über die
Versorgung der HOE zu diskutieren. Hier
wünscht sich der behandelnde Operateur eine
Alternativversorgung. Diese sollte ebenfalls den
aktiven Ansprüchen des jüngeren Patienten
gerecht werden, was das Vermeiden eines coxalen, femuralen Stress-Shieldings, eine hohe
Luxationssicherheit bei großem Bewegungsumfang (Range of Motion) sowie einen geringen
Abrieb beinhaltet. Hier würde ich mir eine
Kurzschaftprothese mit einem maximalen Kopfdurchmesser (> 40 mm) und einem modularen
Pfannensystem bei einer Metallkeramik-Metallkeramik-Gleitpaarung wünschen.
Welche Vorteile/Risiken sehen Sie beim HOE, insbesondere in Bezug
auf die Lebensdauer des Implantats?
Die eigenen Erfahrungen mit dem HOE sind gut.
Wir haben erst eine Prothese wegen technischer
Probleme der steil stehenden Pfanne revidiert.
Aber es fehlen uns noch eigene mittel- und langfristige Ergebnisse. Die Vorteile liegen auf der
Hand, die Prothese ist biomechanisch nahe am
natürlichen Gelenk und die Revision ist auf der
Schaftseite denkbar einfach. Bei den Risiken ist
sicher die Abriebproblematik der Metallgleitpaarung und die im Vergleich große Pfanne anzufüh-
ren. Die Probleme mit Position und Fraktur sind
op-technischer Natur und sollten nicht dem
System angelastet werden. Erfahrung, Sorgfalt
und Navigation können dabei sicher die Komplikationsrate positiv beeinflussen. Die Lebensdauer wird zudem, vertraut man den wissenschaftlichen Untersuchungen, auch durch die
Auswahl der Prothese und der Art der Oberfläche
beeinflusst.
Vergleicht man die Daten des Schwedenregisters
der HOE-Patienten (< 60 Jahren) mit denen der
zementfreien HTEP-Patienten (< 60 Jahren), so ist
die Standzeit des HOE gleichwertig oder besser.
Die Vorteile für den aktiven, jüngeren Patienten
sind weiterhin die zumindest femural verbesserte
Ausgangssituation im Revisionsfall. Hier liegt das
Risiko in der Schenkelhalsfraktur und dem ebenfalls bekannten, schlussendlich aber klinisch
noch nicht geklärten Schenkelhals-Thinning.
Dieses gilt es, dem Patienten im präoperativen
Aufklärungsgespräch zu erörtern, inklusive Revisionsoptionen. Wie im Revisionsfall bei knöchern
fest integrierter Monoblockpfanne zu verfahren
ist, gilt es im Pro/Contra, gerade auch aus forensischer Sicht, ebenfalls ausführlich mit dem
Patienten zu klären.
Wie unterscheiden sich Patienten, die eine TEP bzw. eine HOE erhalten
bezüglich der Funktion des Hüftgelenkes nach der Operation?
AJS
®
Ansatzes der glutealen Muskulatur notwendig ist.
Die größere Exposition des Schenkelhalses beim
HOE ist notwendig, um die korrekte Position der
Prothesekomponenten sicherzustellen. Mittelfristig macht das aber auch keinen Unterschied in
unseren Nachuntersuchungen. Die Luxationsrate
ist bei den Systemen vergleichbar niedrig, da
auch bei den sonstigen primären Hüftsystemen
bei uns große Köpfe bevorzugt werden (36 mm).
Vorausgesetzt die Patienten sind im vergleichbaren Lebensalter und Körperkonstitution, so
besteht im unmittelbaren postoperativ klinischen
Verlauf kein funktioneller Unterschied. Nach
Freigabe des Bewegungsspiels mit Flexion > 90°
nach der 6. postoperativen Woche, kann es allerdings im Falle des HOE zu einem femuralen-acetabulären Impingement (FAI) kommen. Dieses ist
bedingt durch den zentralen „press-fit“-Sitz der
Femurkappe auf dem Schenkelhals. Um dieses
FAI unter den jeweils individuellen anatomischen
Gegebenheiten intraoperativ möglichst zu umgehen, gilt es, die Femurkappe anterior und die
Pfannenkomponente in vermehrter Anteversion
zu positionieren. Bei einer zementfreien Schaftprothese mit Eurokonus und Großkopfsystem besteht die Gefahr eines FAI nicht.
Welche Berechtigung haben beide Versorgungsarten?
Der HOE ist sicher eine Versorgungsart, die ihre
Berechtigung und Vorteile durch den Erhalt von
Knochengewebe hat. Die biomechanischen
Vorteile sind noch nicht in vollem Umfang bewiesen, scheinen uns aber nachvollziehbar. Die
Probleme mit Abrieb und höherem technischen
Aufwand sind nur teilweise gelöst, hier sind noch
Nachjustierungen an den Oberflächen und bei
der Sicherheit beim Implantieren notwendig.
Letztendlich wird man die Langzeitergebnisse
und den technischen Fortschritt abwarten müssen, ob sich der HOE langfristig neben den vermeintlich sichereren Verfahren etablieren kann.
Beide Versorgungsarten, der HOE und die
zementfreie HTEP, hier aber die Kurzschaftprothese mit Großkopfsystem, ergänzen sich.
Hier schließt letztgenannte im Falle von bestehenden Kontraindikationen für den HOE die Lücke
zur konventionellen zementfreien „Geradschaftprothese“. Die Indikation für die konventionelle
zementfreie HTEP (Geradschaft) besteht für den
inaktiveren, älteren Patienten. Die Indikationen
gilt es, patienten-individuell zu erarbeiten.
Welche Gleitpaarungen favorisieren Sie bei der Implantation eines
primären Hüftsystems?
Wir haben zwei Systeme im Einsatz: Die KeramikKeramik und die Keramik- PE-Gleitpaarung. Beim
primären Ersatz setzen wir keine Metall PE
Gleitpaarung mehr ein, da die Nachteile bezüglich Abrieb zu offensichtlich sind und die
Mehrkosten beim Implantat, dank guter
Einkaufkonditionen, überschaubar bleiben. Bei
noch aktiven Patienten verwenden wir, wegen der
besseren Beweglichkeit, der geringen Luxationsrate und den Vorteilen beim Abrieb die 36 mm
Keramik-Keramik-Gleitpaarung. Dabei ist der aktive Patient biologisch und nicht nach Alter klassifiziert.
Ich favorisiere eine maximale Luxationssicherheit
bei maximaler ROM. Entsprechend implantiere
ich überwiegend Großkopfsysteme (> 40 mm).
Somit ist für mich unter den aktuellen von der
Industrie bereitgestellten Möglichkeiten die
Metallkeramik-Metallkeramik-Gleitpaarung die
bestmögliche Versorgung. Hier wäre allerdings
eine Modularität der Pfannenkomponente, gerade für den Revisionsfall, in Zukunft wünschenswert.
Das AJS®-Hüftsystem umfasst anatomische Schäfte. Welchen Vorteil sehen Sie in der Verwendung
eines anatomischen Hüftsystems im Vergleich zu einem Kurzschaft-/Geradschaft-System?
prothesen in Frage kommen, auch umfassend
aufgeklärt, denn auch hier sind langfristige
Ergebnisse noch ausstehend, wenn auch die
ersten Berichte vielversprechend sind. Damit liegt
ein Teil der Entscheidung auch beim Patienten,
der sich kundig gemacht hat. Die Indikation ist oft
auch vom Gefühl mitbestimmt und basiert auf
weichen Kriterien, die wir alle im Laufe unseres
Berufslebens entwickelt haben.
Hier sehe ich keinen Vorteil.
®
Wir verwenden beide Systeme bei uns. Die
Abgrenzung ist die Schablone, die wir bei der
Indikationsstellung und OP Planung auf das
Röntgenbild legen und dabei einfach nachsehen,
was besser passt. Beim sehr schmalen
Schaftübergang sowie bei der Varus- und
Valgusvariante halte ich einen anatomischen
Schaft für die technisch sicherere Methode.
Zudem werden die Patienten, die für Kurzschaft -
AJS
Ich sehe keinen Unterschied in der Funktion,
wenn ich Patienten der gleichen Altersklasse und
bei vergleichbarer Vorgeschichte, sehe. Wir verwenden seit Jahren Kurzschaftprothesen verschiedener Hersteller und gerade im Vergleich
dazu, sehen wir eher einen Vorteil durch die OPTechnik. Die Kurzschaftprothesen sind meines
Erachtens am besten für eine wirkliche minimal
invasive Operationstechnik geeignet, bedingt dadurch, dass kaum eine Exposition im Bereich des
NEWSTICKER +++ NEWSTICKER +++ NEWSTICKER +++ NEWSTICKER +++ NEWSTICKER +++ NEWSTICKER +++ NEWSTICKER +++ NEWSTICKER +++ NEWSTICKER
PHARAO HATTE ARTERIOSKLEROSE
Das zeigt die Untersuchung der
Mumie von Pharao Merenptah
(Regierungszeit von 1213 – 1204
v. Chr.). Er starb im Alter von etwa
60 Jahren. Merenptah litt unter
Arteriosklerose und war damit kein
Einzelfall, wie neue Untersuchun gen belegen: Wissenschaftler der
Uni von Kalifornien in Irvine scannten 20 Mumien aus dem Bestand
AMEISENLÖWE GEWINNT AUSZEICHNUNG
des Ägyptischen Museums in Kairo
mit einem Computertomographen.
Das Ergebnis: Neun der 16 einbalsamierten Leichen, bei denen noch
Herz und Arterien zu erkennen
waren, litten an Verkalkung der
Blutbahnen, Frauen wie Männer
gleichermaßen. Arteriosklerose hatten sieben von acht Toten, die mit
über 45 Jahren gestorben waren.
Bei Hof war eine fleisch- und fettreiche Kost üblich, sagen Ägyptologen.
Quelle: JAMA
Ein Kuratorium hat den Myrmeleon
formicarius zum Insekt des Jahres
2010 gewählt. Der Ameisenlöwe ist
eine bis zu 17 Millimeter große
Larve die nach zwei Jahren zur
Ameisenjungfer (ähnlich einer
Libelle) schlüpft. Um sich zu ernähren baut er im sandigen Boden
Trichter. Wenn seine Beute dort hineinläuft, kommt sie nicht wieder
heraus, weil sie mit dem lockeren
Sand zum Trichtergrund rutscht.
Dort greift der Ameisenlöwe die
Beute mit seinen Zangen und injiziert ein lähmendes Gift. Von den
weltweit etwa 2.000 AmeisenlöwenArten leben neun in Mitteleuropa.
Sie sind alle in ihrem Bestand
gefährdet. Quelle: idw- Julius-Kühn-Institut
T
Seite 5
2. Charity-Konzert
KER
Gelungene Premiere
der AXIS-Forschungsstiftung
Etwas Gutes tun und gleichzeitig
Kunst genießen und Leute treffen.
Das können auch Sie am
Sonntag, 28.02.2010, von 15.30
bis 19.00 Uhr im AUDI-max I der
TU-Hamburg-Harburg. Die AXISForschungsstiftung Hamburg lädt
Sie ganz herzlich ein:
und Pläne für die Zukunft
Das erste sogenannte „Small
joints academic training“ fand
vom 04. bis 06. Dezember 2009
in Buxtehude statt. Die Idee
dahinter: implantcast will die eigenen Mitarbeiter und die Vertriebsmitarbeiter der internationalen
Partner firmen aus- und weiterbilden. Geplant sind Schulungen im
dreimonatigen Rhythmus an allen
endoprothetischen Versorgungen
des implantcast-Produktspektrums.
Zum ersten Training, kamen 17
Vertriebsmitarbeiter aus Brasilien,
Polen, Großbritannien, Ägypten,
den Niederlanden und der Türkei.
Sie wurden auf den Gebieten
Sprunggelenk-, Hand-, Ellenbogen-, Schulter- und Wirbelsäulenchirurgie geschult.
Die zwei Tage haben sich gelohnt,
so die einhellige Meinung der
internationalen Gäste. Motiviert
durch den vollen Erfolg der internen Schulung will implantcast
2010 auch Schulungen für OPPersonal und Ärzte am Standort
Buxtehude durchführen.
Bitte teilen Sie uns hierzu gerne
Ihre Wünsche und Anregungen
mit. Danke!
Sprunggelenk-Workshop
Schultersysteme
im Trainings-Test
Der 4. CoST OP-Kurs Schulterprothetik hatte dazu vom 20. bis 21.
November 2009 ins Institut der
Anatomie Münster eingeladen.
Die über 20 Teilnehmer nahmen
die Schultersysteme der anwesenden Hersteller genauer unter
die Lupe. Ziel des zweitägigen
Kurses war, an den anatomischen
Präparaten Erfahrungen zu sammeln. implantcast stellte zusam-
men mit dem Referenten Dr. OliverMax Potrett aus Neuss den Capica®
Ober flächenersatz vor. Der nächste
Anatomiekurs zum Thema Sprunggelenk beginnt am 20. Februar
2010 in der Anatomie Essen. Grund
für den Ortswechsel sind die
Umbaumaßnahmen der Anatomie
Münster. Anmeldungen nimmt
implantcast bzw. Prosympos
www.prosympos.de entgegen.
implantcast-Kongresskalender
APRIL
04.04.2010
20. OP-Symposium, Bad Düben
Sie treffen uns im Jahr 2010 auf
folgenden Kongressen:
FEBRUAR
24. - 27.02.2010
8. APMSTS Meeting
Cebu, Philippinen
26. - 27.02. 2010
Bonner Orthopädie- und
Unfalltage 2010
Bonn
09./10.04.2010
16. DAF Jahrestagung
Frankfurt/Main
29.04. - 02.05.2010
Süddeutscher Orthopädenkongress, Baden-Baden
MAI
05. - 07.05.2010
23. EMSOS Meeting
Birmingham, England
MÄRZ
05. - 06.03.2010
4. Fokus Schulter, Anatomiekurs, Dresden
07. - 08.05.2010
17. DVSE Kongress
Rosenheim
06.03.2010
2. Leipziger Gelenksymposium
Parkkrankenhaus, Leipzig
27. - 28.05.2010
7. Videosymposium OrthoTraum-OP-Update, Hannover
JUNI
02. - 05.06.2010
11. EFORT Kongress
Madrid, Spanien
09. - 12.06.2010
14. ESSKA
Olso, Norwegen
17. - 19.06.2010
59. Jahrestagung der Norddeutschen Orthopäden
Hamburg
SEPTEMBER
02. - 04.09.2010
29. Meeting of European &
Joint Infection Society
Heidelberg
OKTOBER
26. - 29.10.2010
Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie
Berlin
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RHEUMATOIDE ARTHRITIS ENTSCHLÜSSELT
Einem internationalen Forscher team um die Gießener Wissen schaftler Dr. Elena Neumann und
Prof. Ulf Müller-Ladner ist es gelungen, die Ausbreitung der rheumatoiden Arthritis (RA) zwischen verschiedenen Gelenken teilweise zu
erklären. Versuche zeigten, dass
aktivierte synoviale Fibroplasten in
der Gelenkinnenhaut in der Lage
sind, aktiv über weite Strecken zu
wandern. Sowohl unter Kulturbe dingungen als auch im Tiermodell
GESCHMACKSREZEPTOR „BITTER“ FÜR CHAMPAGNER
fand die Migration über das
Blutgefäße-System statt. Ist die
Knorpelmatrix eines Gelenks durch
kleine Knorpelschäden zugänglich,
können die Fibroplasten aktiv zum
Knorpel wandern und ihn abbauen.
Jetzt arbeiten die Forscher an einer
Therapie um die Ausbreitung der
rheumatoiden Arthritis auf nicht
betroffene Gelenke zu verhindern.
Quelle: Nature Medicine
Am Howard Hughes Medical
Institute in San Diego ist es gelungen nachzuweisen, dass Kohlensäure mit den Geschmacksknos-
pen der Note „bitter“ wahrgenommen wird. Das ergaben Tests mit
Mäusen, bei denen die Forscher
jeweils die Weiterleitung der
Impulse der Rezeptoren für „süß“,
„sauer“, „salzig“ und „umami“ blockiert hatten. Champagner verdankt seine Geschmacksnote dem
perlenden Kohlendioxid, das auf
der Zunge ein angenehmes Pri ckeln entwickelt. Dazu katalysiert
das Enzym Carboanhydrase 4 die
Umwandlung von Kohlenstoffdioxid
zu Kohlensäure. Versuchstiere,
denen dieses Enzym fehlt, zeigten
keine Reizleitung nach dem Trinken
einer Brause.
Quelle: Ärzteblatt
T
KER
Seite 6
Boerenkool
stamppot met worst
Grünkohl…mal holländisch
Alkmaar
Nordholland
Land der 1.000 Inseln
Noord Scharwoude liegt im NordWesten der Niederlande, fast an
der Nordseeküste. Nord-Holland
ist bekannt für seine anmutigen
Dörfer. Touristen kommen immer
wieder in die Gegend zwischen
Dünen und Polderlandschaft.
Besonders attraktiv sind die kleinen Seen, die Heide- und Wald gebiete.
Gleiches gilt für das Künstlerdorf
Bergen: Seit 100 Jahren stehen
hier Skulpturen namhafter Künstler
in den schattigen Alleen. Das
Museum
Kranenburgh
zeigt
Gemälde aus der Bergener Schule.
Die Gruppe entstand 1915 als
Reaktion auf den Impressionismus
(Vertreter: Leo Gestel, Matthieu
Wiegman, Charley Toorop).
Die Stadt Alkmaar wirbt mit dem
Slogan Käse, Küste und Kultur.
Doch nicht nur der Käsemarkt (freitags von 10 bis 12.30 Uhr vom
ersten Freitag im April bis ersten
Freitag im September) zieht die
Besucher in seinen Bann: Auch
die Ringgräben und Grachten mit
ihren charakteristischen Zugbrücken, die stilvollen Höfe, die alten
Fassaden und schmalen Einkaufsstraßen verleihen der Innenstadt eine ganz besondere
Atmosphäre.
Nord-Holland – mehr als eine
Reise wert!
ZUTATEN
für 6 Personen
• 2,5 kg Kartoffeln
• 1,5 kg Grünkohl
• Fleischwurst
(oder Rookworst aus Holland)
• 80 g Butter
• Salz, Pfeffer
• Muskat
• Essig
• 1,5 Liter Milch
In Holland wird sehr viel Wert auf
Gemüse gelegt. Die Speisekarte ist
umfangreich und vielfältig. Noch
immer sind Eintöpfe beliebt und
werden in den Wintermonaten oft
serviert.
Auf dem Käsemarkt in Alkmaar
Kartoffeln schälen, vierteln und
gar kochen. Grünkohl klein
schneiden und in einem weiteren
Topf mit Wasser bedeckt gar
kochen. Wurst in Wasser erwärmen. Aus den Kartoffeln und der
Milch Kartoffelbrei zubereiten und
unter den abgetropften Grünkohl
mischen, vermengen und mit den
übrigen Gewürzen und der Butter
verrühren. Beim Anrichten einen
halben oder viertel Ring Fleischwurst auf den "Berg" GrünkohlKartoffelbrei legen, anschließend
eine kleine Mulde in die Masse
drücken und ein kleines Stück
Butter hineinlegen.
Eet smakelijk! (Guten Appetit!)
„…Gold in der Hand“
Nach drei Jahren ganz vorne
Erst drei Jahre ist implantcast
BeNeLux auf dem orthopädischen Markt aktiv und spielt
schon ganz oben mit. Gegründet
wurde das implantcast-Tochter unternehmen am 19. Dezember
2006 im niederländischen Noord
Scharwoude. In den zurückliegenden drei Jahren konnte sich
das Unternehmen etablieren. Als
Gründe führt der Geschäftsführer
vom implantcast BeNeLux, Nico
Kampman, das hohe Qualitäts -
niveau und die Flexibilität an: „Wir
reagieren schnell auf die Wünsche
unserer Kunden und die liefern
pünktlich aus unserem Zentrallager
in Buxtehude.“
Die Nummer drei nach den Gründungen in Italien und Polen öffnet
sich mit einem innovativen Produkt portfolio die Nischensegmente des
BeNeLux-Markts. Mit speziellen Beschichtungen (Silber, TiN & TiNbN)
verbessern sich die Eigenschaften
von Endoprothesen.
Besonders stolz ist implantcast
BeNeLux auf die niederländischdeutsche Entwicklung ACCIS®,
ein Metall-Metall-Oberflächenersatz und die Großkopfversorgung.
Nico Kampman: „Mit dieser Entwicklung haben wir Gold in der
Hand. ACCIS® ist aufgrund der
keramischen Beschichtung die
erste Metall-Metall-Paarung bei
der über einen Zeitraum von zwei
bis sieben Jahren keine erhöhte
Metallionen-Konzentration im Blut
nachgewiesen werden konnte.“
Geschäftsführer ic Benelux Nico Kampman (links)
mit seinem Mitarbeiter Emile van Bruggen (rechts)
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INFRAROTLICHT ZEIGT RHEUMA
Die Physikalisch Technische Bun desanstalt (PTB) in Braunschweig
hat ein optisches Rheuma-Bild gebungsverfahren entwickelt, um
Rheumaherde frühzeitig zu entde cken. Dazu injizierten die Wissen schaftler den Patienten einen
Fluoreszenz-Farbstoff. Dieser verrät
die Rheumaherde, weil sie stärker
als das übrige Gewebe durchblutet
sind. Das Nahinfrarotlicht lässt
diese Bereiche besonders hell aufleuchten. Nach Angaben der
IMPLANTCAST TROTZT DER KRISE
Forscher kann Rheuma mit diesem
Verfahren früher als mit einem
Röntgengerät und preiswerter als
mit einem Kernspintomographen
entdeckt werden. Vertreter der
Gesetzlichen Krankenversicherung
hätten bereits ihr Interesse an dem
Verfahren bekundet.
Quelle: PTB
Die Nachfrage an Implantaten ist
auch im vergangenen Jahr weiter
gestiegen, so dass implantcast
seine Produktionsfläche zum sech-
sten Mal innerhalb der vergangenen zehn Jahre vergrößern musste.
2009 wurde sie im Vergleich zum
Vorjahr um 20 Prozent auf 4.837
Quadratmeter erhöht. Auf den neu
geschaffenen 800 Quadratmetern
kann die Guss- und CNC-Fertigung
weiter ausgebaut werden. Seit 1999
hat sich somit die Produktionsfläche des Implantat-Produzenten aus
Buxtehude vervierfacht. Aktuell
zählt implantcast 228 Mitarbeite rinnen und Mitarbeiter.
implantcast GmbH
Lüneburger Schanze 26
D-21614 Buxtehude
Telefon:
+ 49 4161 744-0
Fax:
+ 49 4161 744-200
E-mail:
info@implantcast.de
www.implantcast.de
Geschäftsleitung: Jens Saß
HRB:
120629, Tostedt
USt-IdNr.: DE 116463957
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Seele and Geist
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