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Seite 10
Leipziger Kommunikationsforscher wird
in New York ausgezeichnet
Prof. Dr. Ansgar Zerfaß erhält „Pathfinder Award“
n Der Professor für Strategische Kommunikation an der Universität Leipzig,
Ansgar Zerfaß, erhielt Mitte November
den „Pathfinder Award“ des US-amerikanischen Instituts für Public Relations
(IPR). Die international renommierteste Auszeichnung für Forscher im Bereich Unternehmenskommunikation
und Public Relations wurde im Yale
Club in New York City erstmals überhaupt an einen deutschsprachigen
Wissenschaftler vergeben. „Der Preis
unterstreicht sowohl die herausragenden Leistungen von Professor Zerfaß
als auch die internationale Leistungsund Strahlkraft unseres Instituts für
Kommunikations- und Medienwissenschaft“, sagt die Rektorin der Universität Leipzig, Prof. Dr. Beate Schücking.
Die Preisverleihung fand im Rahmen eines
wissenschaftlichen Symposiums des IPR
statt. Das IPR ist eine unabhängige wissenschaftliche Stiftung, die sich auf Forschung
konzentriert, die in der Kommunikationspraxis anwendbar ist.
Mit dem Preis wird Zerfaß insbesondere
für seine Arbeit im Bereich Unternehmenskommunikationsforschung geehrt.
Der 49-Jährige hat mehrere Standardwerke der Disziplin verfasst und unter anderem den European Communication Monitor gegründet, die größte Studie für
strategische Kommunikation weltweit. Ein
Verbund aus elf europäischen Universitäten befragt jährlich unter Leitung des
Leipziger Professors über 2500 Kommunikationsfachleute in 42 Ländern zu Strukturmerkmalen, Entwicklungstrends und
Exzellenzfaktoren des Kommunikationsmanagements.
Zerfaß ist ebenfalls wissenschaftlicher Leiter der im Stifterverband für die Deutsche
Wissenschaft verankerten Akademischen
Gesellschaft für Unternehmensführung &
Kommunikation, einer unternehmensund hochschulübergreifenden Initiative,
die Wissenschaft und Wirtschaft im Bereich des Kommunikationsmanagements
miteinander vernetzt und so die Zukunft
der Unternehmenskommunikation in
Deutschland aktiv mitgestaltet. Seit ihrer
Gründung im Jahr 2010 verfolgt die Initiative – angelehnt an vergleichbare Plattformen in den Vereinigten Staaten – unter
anderem das Ziel, Strukturdefizite im Verhältnis von unternehmerischer Praxis und
Forschung zu überwinden. Dabei arbeiten
verschiedene Hochschulen mit mehr als
30 global agierenden Unternehmen zusammen.
Der Wissenschaftler Zerfaß, der nach betriebswirtschaftlicher Promotion, Habilitation für Kommunikationswissenschaft
und zehnjähriger Berufspraxis in Managementfunktionen seit 2006 Universitätsprofessor in Leipzig ist, bekleidet das Amt des
Präsidenten der in Brüssel ansässigen Eu-
Prof. Dr. Ansgar Zerfaß.
ropean Public Relations Education and
Research Association (EUPRERA). Er ist
unter anderem Herausgeber des International Journal of Strategic Communication und Vorsitzender der Jury des Internationalen Deutschen PR-Preises sowie
Autor und Herausgeber von bislang 30
Büchern, zahlreichen empirischen Studien
und mehr als 200 Fachbeiträgen zu den
Wie man Eiweißmolekülen
in die Taschen schauen kann
Forschergruppe gelingt Blick in die Funktionsweise von „molekularen Maschinen“
n Wissenschaftlern der Arbeitsgruppe Medizinische Chemie um Jörg Rademann, Professor für Pharmazie der
Freien Universität Berlin, sowie der
Universität Leipzig ist ein neuer Einblick in sogenannte Taschen von Proteinen gelungen. Diese Vertiefungen
und Gräben auf der Oberfläche von
Eiweißmolekülen sind für deren korrektes Funktionieren verantwortlich.
Arzneistoffe entfalten ihre Wirkung,
indem sie sich an diese Unebenheiten binden und dadurch krankheitsrelevante Eiweißmoleküle ausschalten können. Die neuen Erkenntnisse
helfen, die Wirkmechanismen von
bereits etablierten Medikamenten
besser zu verstehen, etwa bei der
Prophylaxe von Herzinfarkten.
Die Wissenschaftler arbeiten zukünftig
daran, bislang noch nicht untersuchte
Proteintaschen mithilfe der neuen Methode zu erforschen und dadurch innovative
Wirkstoffe zu entwickeln. Die Ergebnisse
wurden in der November-Ausgabe des
Fachjournals „Nature Communications“
veröffentlicht.
Eiweiße sind molekulare Maschinen, die
LieBigStrASSe AktueLL
|
jede Funktion des Körpers sowie jeder
einzelnen Zelle steuern und ausführen.
Die Bindung von Wirkstoffen an die Taschen der Proteine ist daher von großer
Bedeutung für die pharmazeutische Behandlung von Krankheiten: Je angepasster Eiweiß-bindende Moleküle an die Taschen sind, umso fester ist die Bindung
– und umso effizienter die Arznei.
Die Eiweiß-bindenden Moleküle können
dadurch identifiziert werden, dass sie eine
chemische Reaktion auf der Oberfläche
der Proteine auslösen. Dabei lenkt das
Molekül in der Eiweißtasche einen Farbstoff zu der Proteinoberfläche, an der
dann eine enzymatische Reaktion gestartet wird: Der Farbstoff wird gespalten,
und ein Leuchtsignal wird freigesetzt.
„Wir schlagen dabei zwei Fliegen mit einer Klappe“, sagt Jörg Rademann. „Durch
das Leuchtsignal können wir aus tausenden Testmolekülen diejenigen herausfiltern, die sich in einer bestimmten Proteintasche einlagern. Dabei erhalten wir
wertvolle Informationen über die Reaktivität der Eiweißoberfläche, die ebenfalls
für die Entwicklung von neuen Wirkstoffmolekülen genutzt werden können.“
Susann Huster, Foto: dpa
Foto: Franziska Clauß / Universität Leipzig
Forschungsfeldern Kommunikationsmanagement, Unternehmenskommunikation, Public Relations und Innovationskommunikation. Für seine Forschungsprojekte
und Kommunikationskampagnen wurde
er bereits mehrfach ausgezeichnet. Im
Ranking der deutschsprachigen PR-Professoren belegte er im Jahr 2010 den ersten
Katrin Henneberg
Platz.
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