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Akersloot, Han (MSa 31/2003)
144
Spass und Spiele
an Akersloot nahm das RennfahrerleH
ben so wie es gerade kam: Siege nicht
um jeden Preis, Spass auf jeden Fall. Im
Verbund mit Ford-Weggefährte Ernst Berg
und Manager Frans Lubin funktionierte der
vierfache holländische TourenwagenChampion (1970 im Alfa GTA, 71/72/73 in
Ford Escort und Capri RS) jedes Fahrerlager in eine «Spass- und Spiele-Arena» um.
Während sich die erfolgsbesessene Konkurrenz mit Fitness abmühte und früh zu
Bett ging, liess es die holländische SpassFraktion erst richtig krachen. Im Nobelclub «Jimmy’z» in Monaco galten sie als
die wildesten und besten Tänzer, keine
Disco war vor ihnen sicher. «Wir hatten
eine wunderbare Zeit», erinnert sich der
fröhliche Blondschopf. «Vor allem die Rennen mit Ford waren ein Traum.»
Trotz aller Blödeleien stand Akersloot
jedoch immer seinen Mann, wenns auf der
Piste ernst wurde. In der Tourenwagen-EM
der 70er-Jahre teilte er sich das Cockpit
bisweilen mit Top-Partnern wie John Fitzpatrick, Tom Walkinshaw oder Gerry Birrell. Werkseinsätze mit Teamchefs wie Carlo Chiti (Alfa) oder Jochen Neerpasch und
Mike Kranefuss (Ford) genoss er ebenso
wie die Starts im holländischen FramiTeam. Für das Ende seiner Laufbahn sorgten 1975 die Hochzeit mit Corinna sowie
das Angebot, Marketing- und Sportdirektor von Renault Holland zu werden.
Zwölf Jahre blieb er bei Renault, erlebte die verrückten R5-Pokal-Jahre, freute
sich über eine starke Holland-Equipe im
Europacup und dirigierte Jan Lammers
trickreich zu zwei Titelgewinnen. Und gelegentlich durfte er auch noch seinen alten Kumpel Berg, inzwischen auch im R5Cup gelandet, nach dessen nächtlichen Eskapaden bei der monegassischen Polizei
auslösen. Einem siebenjährigen Intermezzo bei Lancia folgte der Ruf von Alfa Romeo Holland, wo er seit 1993 als Verkaufsdirektor amtiert.
Mehr als Rennsport interessieren den
mittlerweile 58-Jährigen aus Aerdenhout
vor den Toren Zandvoorts heute vor allem
Golf (Handicap 15) und Fussball («ich bin
ein grosser Fan von Ajax Amsterdam»).
Sein 19-jähriger Sohn ist auf dem Weg zum
Golf-Profi, während die beiden Töchter
(25, 22) Medizin und Jura studieren. Gelegentlich fährt der ehemalige Tourenwagen-Star noch historische Rallyes mit seinem 58er-Alfa Spider oder ist Instruktor
bei Fahrerlehrgängen für Alfa-Kunden.
Für die Zukunft hat sich Akersloot vorgenommen, «möglichst viele junge Leute
zum Golfsport zu bringen und sie als Promoter zu unterstützen».
Siege mit Ford: Akersloot 1971
Spass mit Golf: Akersloot heute
Auf Titelkurs: Akersloot im rechtsgesteuerten Escort 1972 in Zandvoort
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