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Jahresbericht 2006 Wenn wir wollen, dass alles so bleibt, wie es ist

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Jahresbericht 2006
Wenn wir wollen, dass alles so bleibt, wie es ist, müssen wir zulassen,
dass sich alles verändert.
Giuseppe Tomasi di Lampedusa (1896-1957),
ital. Schriftsteller
Dieses Zitat habe ich in den letzten Monaten oft und bei verschiedenen
Gelegenheiten verwendet, weil es die Arbeit des SGK-Vorstandes der letzten Jahre geprägt hat. Wir wollen nicht, dass alles so bleibt wie es ist, wir
wollen aber auch nicht, dass sich alles verändert. Wir wollen Bewährtes
erhalten und uns vor Neuem nicht verschliessen. Unser Ziel ist es, einen
modernen und zukunftsgerichteten Verband zu gestalten. Dies ist aber nur
möglich, wenn unsere Mitglieder unsere Arbeit und unsere Ziele untersützen. In den letzten Jahren taten sie dies in hohem Masse.
Delegiertenversammlung in Lenzerheide
Die Organisation durch unsere Bündner Freunde hat ausgezeichnet geklappt, und wir erlebten eine sehr schöne Delegiertenversammlung. 321
Delegierte mit 1'078 Stimmkarten durfte ich zur Versammlung begrüssen.
Als Gäste nahmen Regierungsrat Hansjörg Trachsler, Kantonstierarzt Kasper Jörger, Gemeinderatspräsident Urs Häussermann und Gemeindepräsident Markus Gschwend an der Versammlung teil. Grosse Spannung
herrschte bei der Diskussion der vier Anträge. Der Antrag des Schweizerischen Französisch Widderklubs, der eine Mindestsperre von einem Jahr bei
Manipulationen am Tier forderte, wurde zugunsten des Gegenantrages des
SGK-Vorstandes zurückgezogen und mit grossem Mehr angenommen.
Mehr zu reden gab der Antrag des Verbandes Solothurnischer Kleintierzüchter VSK, der eine jährliche Auszahlung an die Kantonalverbände von
10% des Tierwelterträgnisses, mindestens aber Fr. 100’000 forderte. Der
Antrag wurde aber klar abgelehnt. Klar angenommen wurde indessen der
Antrag des Verbandes Bernischer Ornithologen und Kleintierzüchter VBOK,
Jahresbericht 2006
der ein gemeinsames Jahrbuch für alle Fachverbände forderte. Eher überraschend kam auch die klare Zustimmung zur viel diskutierten und im
Vorfeld der Delegiertenversammlung stark kritisierten Zertifizierung für
vorbildliche Kleintierhaltung. Mit Ferdi Eugster, Erwin Keusen, Alois Kirchhofer, Rolf Hoffmann, Hans Gresch und Verena Burth gab es sechs neue
Ehrenmitglieder. Kassierin Verena Burth wurde nach 15 Jahren Vorstandstätigkeit mit einer "standing ovation" verabschiedet und Heidi Spitzli, Tägerwilen, als neue Kassierin gewählt. Heinz Fröhlich ist neuer Präsident
und Eric Gyger neues Ersatzmitglied im Verbandsgericht.
Vorstand
Wiederum waren sieben Tages- und eine Zweitagesitzung nötig, um die
Verbandsgeschäfte erledigen zu können. Dazu kamen die zweitägige Klausur, die Vorständekonferenz sowie die Zofinger Tagung. An den Sitzungen
galt es meist mehr als 20 Traktanden zu behandeln, was den Vorstand
stark forderte. Wesentlich umfangreicher war aber noch die Arbeit in den
Kommissionen und Projektgruppen. Dazu kamen noch viele Delegationen
an Versammlungen, Ausstellungen und Jubiläen. Ich danke meiner Vorstandkollegin und meine Vorstandskollegen ganz herzlich für ihren riesigen Einsatz. Vorbildlich, was sie alles leisteten.
Tierwelt und Tierweltkommission
Fast vor jeder Vorstandssitzung fand eine Sitzung der Tierweltkommission
statt. Da wir am Kiosk und bei den Inseraten weiterhin an Boden verlieren, gilt es, verstärkt Marketingmassnahmen einzuleiten. Wohl haben wir
392 Seiten (118 Vorjahr) weniger gedruckt und 75 Seiten weniger Text
veröffentlicht, wir haben aber auch 317 Seiten Inserate verloren, rund vier
Seiten pro Ausgabe. Mit einer Inseratekampagne haben wir für die Vierfarbigkeit der Tierwelt geworben, diese wurde Mitte August Tatsache.
Nach 115 Jahren erscheint die Tierwelt seither durchgehend vierfarbig –
und das ohne jeglichen Preisaufschlag. „Man stelle sich vor, jedes unserer
26'000 Mitglieder würde jährlich einen neuen Tierwelt-Abonnenten gewinSeite 2 von 7
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nen…“, habe ich in meinem letzen Jahresbericht geschrieben – das gilt
heute immer noch!
Mitgliederverwaltung und Website
Im vergangenen Jahr wurden dem Tierwelt-Shop rund 10'000 Mitgliedermutationen gemeldet, das heisst, dass fast 40% aller Adressen geändert,
gelöscht oder neu erfasst werden mussten, durchschnittlich pro Arbeitstag
rund 45 Mutationen! Wenn man pro Mutation bescheidene drei Minuten
rechnet, dann müssen im Shop täglich rund 2 ½ Stunden für Mutationen
aufgewendet werden. Und noch immer gibt es Vereine, die seit Jahren
keine Mutationen mehr gemeldet haben und sich dann nach der Anforderung einer Mitgliederliste beschweren, da hätte es noch Namen von längst
Verstorbenen drin…
Die nachstehende Aufstellung zeigt, in welchem Masse unsere Website in
den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen hat (Vergleichsmonat April):
Besucher
Anzahl Klicks
2005
18’000
450’000
2006
31’000
520’000
2007
53’000
620’000
Täglich gibt es neue Internetbenutzerinnen und -benutzer aus unseren
Kreisen, und die Website wird auch von vielen Nicht-SGK-Mitgliedern besucht. Sie ist also eine ausgezeichnete Informations- und Werbeplattform
für die SGK.
Kommissionen und Arbeitsgruppen
Die Arbeitsgruppe Nachwuchsförderung hat einmal mehr ein erfolgreiches
Jugendlager durchgeführt. Schade, dass der langjährige OK-Präsident Dani Bader und einige seines Teams nun aus dem OK ausgeschieden sind.
Ihnen allen danke ich ganz herzlich für die grosse Arbeit zugunsten unserer Jugend. Wiederum wurde auch der Informationstag mit allen NachSeite 3 von 7
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wuchsförderern aus den Fachveränden und den Kantonen durchgeführt.
Im Herbst konnte der erste Kurs für SGK-Nachwuchsförderinnen und
Nachwuchsförderer erfolgreich abgeschlossen werden.
Die Finanzkommission beschäftigte sich mit der Rechnung und dem Budget sowie der Vierjahresplanung. Auch ihr bereitet die Entwicklung der
Tierwelt einige Sorgen.
Die neu gegründete Zertifizierungskommission hat alle Vorbereitungen für
die Zertifizierung für vorbildliche Kleintierhaltung abgeschlossen.
Eine Arbeitsgruppe „Nationaler Tag der Kleintiere“ hat ein Konzept erarbeitet, das an der Delegiertenversammlung zur Abstimmung gelangen
soll.
Die Arbeitsgruppe Museum hat im Freilichtmuseum Ballenberg nicht nur
ein schmuckes, kleines Museum eingerichtet, sie hat auch die Vitrinen im
Treppenhaus der Geschäftsstelle mit antiken Gegenständen geschmückt
und das Treppenhaus mit alten Bildern belebt. Den aus der Arbeitsgruppe
ausgeschiedenen Mitgliedern Karl Stauber, Walter Dennler und Otto
Schertenleib danke ich ganz herzlich für ihre wertvolle Arbeit in dieser Arbeitsgruppe.
Die Marketingkommission beschäftigte sich vor allem mit der Vermarktung
der Tierwelt. Diese ist nun auch vollständig als „e-paper“ auf dem Internet
erhältlich. Als Novum im gesamten Schweizer Blätterwald kann man auch
„My Tierwelt“ bestellen, eine Online-Ausgabe, die nur jene Rubriken enthält, die den Einzelnen interessieren.
Weiterbildung
Das Weiterbildungsangebot wird leider immer noch zu wenig genutzt.
Kaum zu glauben auch, dass die meisten Kantonalverbände nicht vom Angebot Gebrauch machen, einen Kurs in ihrem Verbandsgebiet völlig gratis
durchzuführen. Allüberall wird heute erwartet, ja verlangt, dass sich die
Leute weiterbilden. Die SGK bietet Kurse an, von denen man auch im privaten und beruflichen Bereich profitieren könnte.
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All jene, die ihre Tierhaltung zertifizieren lassen möchten, werden den Sozialzeitausweis vorlegen müssen, auf dem dokumentiert wird, welche Weiterbildungen besucht wurden. Dies wird allenfalls Anreiz sein, den einen
oder anderen Weiterbildungskurs zu besuchen.
Projekte und Anlässe
Projekte und wichtige Beschlüsse:
a) Tierwelt
„ Kreation von neuen Füllerinseraten, die auch als Grossplakate erhältlich sind
„ „e-Paper“ und „My Tierwelt“
„ Neue Rubrik „Aquaristik – Terraristik“ ab 01.01.2007
„ Inserate im Textteil und auf der zweiten Seite
„ Verzicht auf Protokolle von Vereinen und regionalen Klubs ab
01.07.2007
„ Einladung in die TV-Sendung „Hopp de Bäse“ wahrgenommen
b) SGK
„ Neues CD-Manuals (Richtlinien für das Erscheinungsbild der SGK)
erarbeitet
„ Beiträge an die Nachwuchsförderung angepasst bzw. erhöht
„ Gespräche KAG-Freiland über Freilandkaninchenhaltung geführt
„ Enger Kontakt und an mehreren Sitzungen mit dem BVET über
Massnahmen gegen die Vogelgrippe teilgenommen
„ Vernehmlassung zur neuen Tierschutzverordnung eingereicht
„ Mehrere Gespräche mit unserem Juristen und Nationalrat Ruedi Joder über die neue Raumplanungsverordnung des Bundes geführt
„ Angebot für ein freiwilliges, günstigeres Versicherungsangebot für
unsere Mitglieder konkretisiert
„ Verschiedene neue Verkaufsartikel für den Shop angeschafft
„ Erstes Gespräch mit dem Präsidenten der Kantonstierärzte über einheitliche Handhabung der Gesetze und Verordnungen bei unseren
Mitglieder geführt
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Jahresbericht 2006
„ Tierwelt-Preis erstmals verliehen
„ Konzept „Tag der Kleintiere“ erstellt
„ Vorarbeiten für die Zertifizierungen abgeschlossen
Geschäftsstelle
Die Einführung der Geschäftsstelle darf als weitgehend abgeschlossen bezeichnet werden. Sie hat für alle grosse Entlastungen gebracht, denken
wir nur an die verschiedenen Versände der Fachverbände, die jetzt in Zofingen bearbeitet werden. Unzählige Aufträge sind seit Beginn dazu gekommen, so dass ich mich oft frage: „Wie ging das früher?“
Im Shop wurden letztes Jahr rund 6'000 Pakete und 1'300 Briefe versandt, 5'000 Rechnungen und Quittungen erstellt, 600 Barverkäufe getätigt, 4'000 Anrufe beantwortet und 350 Pakete mit Werbematerial an Ausstellungen versandt – eindrückliche Zahlen. Die Geschäftsstelle ist auf
dem Weg zum „nationalen Kompetenzzentrum in allen Fragen rund um die
Kleintierzucht und Kleintierhaltung“ – das war unser Ziel, dem wir immer
näher kommen. Geschäftsführer Heinz Wyss und seinem Team danke ich
ganz herzlich für die riesige Arbeit, die sie täglich für uns erledigen.
Schlussbetrachtung – Ausblick
Verschiedentlich wurde uns schon vorgeworfen, wir würden zu viele Projekte lancieren, und es gehe einfach alles viel zu schnell. Ich muss zugeben, dass wir in den letzten Jahren sehr viel Neues gebracht haben und
dass das Tempo hoch war. Das hat nicht nur den Vorstand, sondern auch
die Delegierten gefordert. An der kommenden Delegiertenversammlung
werden wir nun den Delegierten unsere letzten Projekte vorlegen:
„ Mit den Statuten und Reglementen soll die Umstrukturierung der SGK
abgeschlossen werden.
„ Wir möchten unsere Öffnung gegen aussen mit einem neuen Namen
„Kleintiere Schweiz“ zeigen und das für die meisten Leute unverständliche „SGK“ ersetzen.
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„ Ein nationaler „Tag der Kleintiere“ soll uns zu vermehrter Akzeptanz in
der Öffentlichkeit und grosser Medienpräsenz verhelfen.
Natürlich hoffen wir auf die Zustimmung der Delegierten zu diesen Projekten. Dann gilt es, mit den neuen Werkzeugen zu arbeiten, die Projekte
sauber zu Ende zu führen oder zu konsolidieren. Es sind deshalb kein neuen Projekte geplant.
An der Delegiertenversammlung werden Urs Freiburghaus (19 Jahre SGKVorstand) und Cyrill Weber (7 Jahre) zurücktreten. Beiden danke ich ganz
herzlich für ihre grosse Arbeit und ihre Kameradschaft. Wie den meisten
wohl bekannt, werde ich mich für maximal zwei weitere Jahre zur Wahl
stellen. Dann sollten gleich zwei Kandidaten soweit sein, dass sie meine
Nachfolge antreten könnten.
Allen, die sich auch im vergangenen Jahr für unsere gute Sache eingesetzt
haben, ein herzliches „Dankeschön“. Wenn wir uns auch in Zukunft gemeinsam für unsere gute Sache einsetzen, muss es uns um unseren Verband nicht bange sein.
Birmensdorf, im Mai 2007
Gion P. Gross
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Seele and Geist
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