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Energiewende – aber wie?« - Wirtschaftsclub Bad Oeynhausen

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Bad Oeynhausener
»Energiewende – aber wie?«
Mittwoch
25.
Heimische Experten diskutieren auf Einladung des Wirtschaftsclubs Bad Oeynhausen in der Wandelhalle
Mai
02:05 Uhr
13:47 Uhr
Neumond erstes Viertel Vollmond letztes Viertel
01.06.
09.06.
15.06.
23.06.
Guten Morgen
Verflogen
Constantin ist ein Vielflieger. Vor
allem die Strecke Düsseldorf –
London und zurück fliegt er ein paar
Mal im Jahr. Neulich war es mal
wieder soweit: Er verabschiedet
sich von Cornelia und verspricht,
sich nach seiner Ankunft zu melden.
Doch am nächsten Tag hört sie
nichts von ihm und auch am
übernächsten nicht. Das macht sie
doch ein wenig stutzig. Schließlich
ruft sie ihn an und muss feststellen:
Er ist noch gar nicht weg. Constantin hatte den Abend vor seinem Flug
noch einmal auf das Ticket geschaut. Statt der Strecke Düsseldorf
– London hatte er versehentlich die
Strecke London – Düsseldorf gebucht. Da wollte er wohl lieber doch
noch etwas länger in der Heimat
bleiben.
Nina S t r a k e l j a h n
Kollision
unter Drogen
Bad Oeynhausen (WB). Ein
34-jähriger Löhner ist am Montag
gegen 15.30 Uhr mit seinem Mofa
auf dem Parkplatz des WerreParks unterwegs gewesen. Als er
einen Fußweg in Richtung Kino
überquerte, kam es nach Angaben
der Polizei zur Kollision mit einem
Fiat, dessen 55-jährige Fahrerin
nicht mit dem von rechts kommenden Mofafahrer gerechnet hatte.
Durch den Unfall erlitt der 34-Jährige leichte Verletzungen. Ein Rettungswagen brachte ihn zur ambulanten Behandlung ins Bad
Oeynhausener Krankenhaus. Die
Höhe des Sachschaden beträgt
nach Einschätzung der Polizei insgesamt etwa 1500 Euro. Bei der
Unfallaufnahme entstand der Eindruck, dass der Biker unter Drogeneinfluss stehen könnte. Ein
Schnelltest bestätigte die Vermutung der Beamten, die zur Beweissicherung die Entnahme einer
Blutprobe veranlassten. Das Führen von führerscheinpflichtigen
Fahrzeugen wurde dem 34-Jährigen daraufhin untersagt.
Einer geht
durch die Stadt
. . . und sieht, dass der Landesbetrieb Straßen NRW an der Einmündung Mindener Straße / Dehmer Straße eine Baustelle eingerichtet hat. Hier soll eine neue
Ampel mit zusätzlicher Blinkanlage installiert werden. Das Ziel ist
mehr Sicherheit für die Autofahrer
beim Abbiegen, weiß
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@
im Klimaschutzkonzept festgehalten. Um die Attraktivität des Energiesparens für Jugendliche zu steigern, müsse es »stylisch sein und
Spaß machen«, beschrieb der Experte seine eigenen Beobachtungen. Als Beispiel nannte er den
Einsatz von Pedalecs. Die Fahrräder mit Elektroantrieb seien nicht
nur etwas für Gehbehinderte.
Von Malte S a m t e n s c h n i e d e r
145. Tag des Jahres
220 Tage bis Jahresende
Kalenderwoche 21
05:19 Uhr
21:28 Uhr
Zeitung
www.westfalen-blatt.de
B a d O e y n h a u s e n (WB).
Die Atomkatastrophe im japanischen Fukushima hat die
Menschen weltweit aufgerüttelt. Auch in Bad Oeynhausen.
Zur Diskussion über neue Wege in der Energiepolitik hat der
Wirtschaftsclub am Montagabend mehr als 70 Zuhörer in
der Wandelhalle begrüßt. Das
Podium war mit heimischen
Experten hochkarätig besetzt.
Biogas senkt CO2-Ausstoß
Als wichtigen Teil der Energiewende in Bad Oeynhausen stellte
Rainer Meyer den Bau einer Biogasanlage am Hüffer Brink in
Rehme heraus. Dieses Projekt realisiert der Landwirt mit seinem
Partner Heinz-Wilhelm Reker. Mit
der Anlage ließen sich 3500 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Betrieben werde sie mit einer Mischung aus nachwachsenden Rohstoffen wie Mais und tierischen
Exkrementen in Form von Gülle.
»Die Leistung der Biogasanlage
liegt bei zwei Millionen Kubikmetern Biogas pro Jahr«, erklärte
Rainer Meyer. Mit Hilfe eines
Verbrennungsmotors, der wiederum einen Generator antreibt,
würden daraus pro Jahr 4,1 Millionen Kilowattstunden Strom und
4,6 Millionen Kilowattstunden
Wärme gewonnen. Die elektrische
Energie reiche für 1000 Haushalte. Die Wärme entspreche der
Heizmenge von 460 000 Litern Öl.
Offene Fragen klären
»Heute gibt es die erste von
mehreren Informationsveranstaltungen, die der Wirtschaftsclub
Bad Oeynhausen zur Energiepolitik plant«, sagte Vorsitzender Alfred Dalpke in seiner Einführung.
Anfang 2012 sei der nächste Diskussionsabend geplant. Nicht zuletzt wegen der Debatte über einen
kompletten Atomausstieg Deutschlands sei das Thema »Energiewende« derzeit in aller Munde. Es
gebe in diesem Zusammenhang
viele Sorgen und Ängste. Alfred
Dalpke: »Ich hoffe, dass die Experten heute zumindest einen Teil der
offenen Fragen klären können.«
Gas ist Brückentechnologie
»Der Ausstieg aus der Atomenergie ist beschlossene Sache –
offen ist jedoch wann und in
welcher Reihenfolge«, sagte KayUwe Schneider, Geschäftsführer
des Energieversorgers Westfalica.
Auch das Thema Energiewende
sei nicht neu, sondern beschäftige
die Branche schon seit Jahrzehnten. »Veränderung ist für uns
etwas Alltägliches. Wer sich nicht
verändert, macht Rückschritte.«
Als Zielvorgabe für Deutschland
für die nächsten zehn Jahre nannte Kay-Uwe Schneider die Verdopplung des Anteils regenerativer Energien auf etwa 35 Prozent.
»Auf diesem Weg ist Gas eine
wichtige Brückentechnologie«, betonte der Experte. Neben Photovoltaik und Biogas sieht der Westfalica-Geschäftsführer großes Po-
Kay-Uwe Schneider
(Westfalica-Chef)
Stadtwerke selbst aktiv
Kaum ein Verbraucher macht sich ernsthaft Gedanken darüber, wie die elektrische Energie, die er zu
tenzial in der Windenergie »als
regenerativer Energieträger der
Zukunft«. Bereits heute gebe es
Windkraftanlagen mit einer Energieproduktion, die vor zehn Jahren noch unvorstellbar gewesen
sei. Kay-Uwe Schneider charakterisierte die Energieversorgung der
Wolfram Schlingmann
(Energieberater)
Hause an der Steckdose abzapft, überhaupt produziert worden ist.
Foto: Andreas Morlok / pixelio.de
Zukunft mit sechs Adjektiven: regenerativ, dezentral, effizient, intelligent, chancenreich aber auch
teurer. Hohes Potenzial für die
Privathaushalte in Bad Oeynhausen sieht er neben Photovoltaik
und Solar bei Gaswärmepumpen
und der Kraft-Wärme-Kopplung.
Rainer Meyer
(Biogasanlagenbetreiber)
Christoph Dörr
(Stadtwerke-Chef)
»Klimaschutz macht Spaß«
»Die Energiewende ist eine Notwendigkeit, die unweigerlich auf
uns zukommt«, sagte Wolfram
Schlingmann, Energieberater der
Stadt Bad Oeynhausen. Parallel
spreche er gerne von Klimaschutz,
der gleiche Ziele verfolge. Letzterer wiederum sei auch regionale
Wirtschaftsförderung. Die CO2-Bilanz der Stadt Bad Oeynhausen für
die Jahre 1990 bis 2007 weise
einen Rückgang um 43 Prozent
aus. Wolfram Schlingmann: »Das
entspricht einer Einsparung von
einer Million Euro pro Jahr.«
Auch die Kommunalpolitik habe
durch verschiedene Beschlüsse die
Weichen für die Zukunft gestellt.
Es sei erklärter Wille Bad Oeynhausens, sich als umweltfreundliche Stadt weiterzuentwickeln und
den Klima- und Hochwasserschutz
voranzutreiben, erläuterte Wolfram Schlingmann. Genaueres sei
»Wir erleben derzeit vielerorts
eine Renaissance der Stadtwerke«,
sagte Christoph Dörr, Vorstand der
Stadtwerke
Bad
Oeynhausen
(SBO). Noch nicht lange sei es
Unternehmen wie dem seinen in
NRW erlaubt, sich im Bereich der
Energiewirtschaft zu tummeln.
Deshalb stünden die SBO in Sachen Strom, Gas und Wärme noch
ziemlich am Anfang. Das solle sich
aber bald ändern. Christoph Dörr:
»Denn endlich dürfen wir das tun,
was wir können.«
Die Zukunft der Stadtwerke Bad
Oeynhausen sieht der Vorstand als
integrierter
Infrastrukturdienstleister und Versorger. Zu den
bisherigen Aufgaben würden im
Energiesektor neue in den Bereichen Erzeugung, Netze sowie Beschaffung und Vertrieb hinzukommen. »Wir werden unsere Chancen ergreifen, dabei allerdings
auch die Risiken begreifen«, sagte
Christoph Dörr.
»Es geht überall voran«
Zur lebhaften Podiumsdiskussion mit den Besuchern leitete Klaus
Mueller-Zahlmann über. Ihm persönlich liege die Energiewende
sehr am Herzen, erklärte der
Bürgermeister. »Deshalb finde ich
es toll, dass es auf die von den
Experten geschilderte Weise überall vorangeht in der Stadt.«
Ein klares »Nein« zu Alkohol am Vatertag
Schulsanitäter informieren Gleichaltrige während großer Pause in der Gesamtschule Bad Oeynhausen
Von Malte S a m t e n s c h n i e d e r
Bad Oeynhausen-Eid i n g h a u s e n (WB). Bereits
für zahlreiche junge Menschen
ist das Begehen des Vatertags
untrennbar mit übermäßigem
Alkoholkonsum
verbunden.
Um über die Folgen aufzuklären, hat es gestern eine Informationsveranstaltung im Foyer
der Gesamtschule gegeben.
Federführend hatten die Schulsanitäter Fabian (15), Marc André
(16), Friedhelm (17) und Hendrik
(15) die in der großen Pause
durchgeführte Aktion vorbereitet.
Dabei stand ihnen außer Schulsozialarbeiterin Claudia Jungmann
auch Jürgen Münch von der städtischen Jugendförderung zur Seite.
Der Erfolg gab den Organisatoren Recht. Bereits kurz nach dem
Pausengong war ihr Stand dicht
umlagert. Nicht nur, dass sich die
Schüler mit Informationsbroschüren eindeckten. Besonders große
Aufmerksamkeit zog auch ein Quiz
über die Auswirkungen ungezügelten Alkoholkonsums auf sich. Als
betonte der 15-Jährige. Unter AlHauptpreis können Schüler, die
koholeinfluss steige unter andesich bis Ende dieser Woche daran
rem die Gewaltbereitschaft. Häufig
beteiligen, eine Jahreskarte für
fingen die Leute dann an, ohne
das Sielbad gewinnen.
Grund zu randalieren. »Ich finde
Die Chance auf den Hauptgees gut, dass wir diese Aktion heute
winn haben nicht nur die etwa
anbieten«, ergänzte Friedhelm. Er
1000 Jugendlichen an der Gesamtsei stolz darauf, Gleichaltrige über
schule. Claudia Jungmann: »An
Konsequenzen von Alkoholmissdiesem Donnerstag sind wir mit
brauch aufzuklären, die ihnen
dem Informationsstand in der
selbst dann erspart blieben.
Hauptschule, am Freitag in der
Auch auf Alternativen zu einem
Realschule Nord und am Montag
Vatertagsausflug in
schließlich noch in
den Sielpark wiesen
der Bernart-Schule.«
»Man kann auch
die Initiatoren des
Die Motive der vier
ohne Alkohol am
InformationsangeboSchulsanitäter, waVatertag richtig
tes die Jugendlichen
rum sie ihre Mithin. Im Jugendcafé
schüler über die WirSpaß haben.«
Sonderfahrt an der
kung von Alkohol inFabian (15) Weserstraße ist am
formieren, sind unDonnerstag, 2. Juni,
terschiedlich. »Mir
von 9.30 bis 17 Uhr
ist es wichtig, auf die
ein Aktionstag mit vielfältigen Anschlimmen Folgen einer Alkoholgeboten geplant. Höhepunkt wird
vergiftung aufmerksam zu maein Waveboard-Contest mit attrakchen«, sagte Marc André. Hendrik
tiven Preisen sein.
dagegen erklärte, dass es für ihn
Das Haus der Jugend stellt
durchaus Alternativen dazu gibt,
dagegen einen Fußball-Aktionstag
sich am Vatertag unkontrolliert zu
auf die Beine. Hierzu sind am
betrinken. »Ich werde alternativ
Donnerstag, 2. Juni, von 11 bis 15
eine Wanderung unternehmen«,
Uhr alle Interessierten auf dem
sagte der 15-Jährige.
Gummiplatz am Schulzentrum Süd
Ähnlich sieht das sein Mitschüwillkommen. Auf dem Programm
ler Fabian. »Man kann auch ohne
stehen verschiedene GeschicklichAlkohol am Vatertag Spaß haben«,
Haben in der Gesamtschule auf die Folgen von zu großem Alkoholkonsum
aufmerksam gemacht (von links): die Schulsanitäter Fabian (15), Hendrik
(15), Friedhelm (17) und Marc André (16).
Foto: Malte Samtenschnieder
keitstests und Wettkämpfe rund
um das Thema Fußball.
»Wir hoffen, dass wir mit diesen
beiden Angeboten viele Jugendliche erreichen können«, sagte Jür-
gen Münch dem WESTFALENBLATT. Denn immer früher werde
Alkohol ein Thema. Jürgen
Münch: »Unsere Zielgruppe reicht
herunter bis zu den 13-Jährigen.«
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