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- 1 - WIE AUSSEN SO INNEN Dieses Format soll Dich unterstützen

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WIE AUSSEN SO INNEN
Dieses Format soll Dich unterstützen, eigene Anteile an Problemen mit Mitmenschen
herauszufiltern und diese Probleme als Wachstumschance zu begreifen.
Ausgangssituation
Der Kunde hat ein Problem mit Person XY
Annahmen:
•
Das, was mir passiert, hat immer auch etwas mit mir zu tun
•
Meine Wirklichkeit ist ein Spiegel meiner selbst
•
Meine Wirklichkeit kreiere ich selber, habe ich immer einen Anteil
•
Probleme stellen sich, um daran zu wachsen
•
Herausforderungen kommen immer wieder bis ich eine Lösung, neue
Einstellung dazu bekommen habe.
•
Das, was ich an einer anderen Person wahrnehme, davon nehme ich auch
etwas
an mir wahr
•
Was ich zu einer Person sage, sage ich immer auch zu mir
Joachim Schaffer-Suchomel, ein Persönlichkeitscoach mit reichem Erfahrungsschatz, bringt
es so auf den Punkt:
"Wir müssen lernen, Fragen aus der Fülle zu stellen. Eine typische Mangelfrage ist:
Warum gerade ich? Eine Frage aus der Fülle wäre: Was kann ich dadurch lernen,
dass mir dieses und jenes passiert".
"Wir haben Ohren, die gehen nach innen. Deshalb können wir uns selbst hören.
Wir haben Augen, die gehen nach aussen und deshalb brauchen wir einen Spiegel, um uns zu
sehen.
Dieser Spiegel können andere Menschen sein, die auf unser Verhalten reagieren.
So können wir unsere Fehler leichter bei anderen Menschen sehen als bei uns selbst.
Wirklicher persönlicher Fortschritt ist, wenn wir die Gründe in uns suchen, nicht im Umfeld.
Viele Menschen neigen dazu, immer nur im Umfeld zu suchen warum etwas nicht geht.
Alles liegt in uns. Darum geht es. Wenn wir an uns arbeiten, können wir einen persönlichen
Fortschritt erreichen."
Günther Baudenbacher
-1-
Der Fragebogen zu " The Work " von Byron Katie
Beurteile deinen nächsten, schreibe es auf.
Nimm eine vergangene oder gegenwärtige Situation deines Lebens, die du als
ungelöst erlebst. Schreibe in Form einer Feststellung auf, was dich ärgert. Schreibe
zunächst nicht über dich selbst! verurteile hemmungslos, zensiere nicht, sei
bewusst unfreundlich. Versuche nicht höflich oder spirituell zu erscheinen. Jahrelang
hat man uns gelehrt, dass wir nicht über andere urteilen sollen, aber es ist immer
noch das, was wir am besten beherrschen. Gib deinem Ego die Gelegenheit, sich
selbst schriftlich auszudrücken.
Schreibe kurze, einfache Sätze.
1. Wen oder was magst du nicht? Wer sollte auf dich hören?
Wer oder was irritiert dich? Wer oder was macht dich traurig oder enttäuscht
dich?
Ich mag .......... nicht, oder ich bin ärgerlich oder traurig über oder enttäuscht von X
weil, ………..
2. Wie soll …X.. sich ändern? Was soll ..X... deiner Meinung nach machen?
Zähle auf, was du dir in dieser Situation wünschst.
Ich will, dass..................................................................................................................
3. Was sollte …X.... tun oder nicht tun, sein, denken oder fühlen?
........................................................................................................................................
4. Brauchst du etwas von...........................?
Was muss ........X............. dir geben oder tun, um dir zu gefallen?
5. Was denkst du über ............X.............? Mache eine Liste.
6. Was willst du mit dieser Person, dieser Sache oder in dieser Situation nicht
wieder erleben?
Ich will nicht wieder erleben, dass........................................................................
-2-
Willst Du die Wahrheit wirklich wissen?
Wir laden dich jetzt ein, deine niedergeschrieben Aussagen nacheinander einzeln
anzuschauen und die vier Fragen und die Umkehrungen zu jeder Aussage zu
erfahren.
Diese Arbeit ist eine Meditation. Gehe zurück zu den von dir aufgeschriebenen
Aussagen des Fragebogens, lies einen Satz nach dem anderen, und stelle dir die
vier unteren Fragen. Lass den Verstand fragen und das Herz antworten.
1.) Ist es wahr?
2.) Kann ich wirklich wissen, dass das wahr ist?
3.) Wie reagiere ich, wenn ich an dieser Überzeugung festhalte?
a) Gibt es einen Grund, diese Überzeugung loszulassen? (Und ich werde nicht
gebeten, sie loszulassen)
b) Gibt es einen Grund, der mir keinen Stress verursacht, an dieser
Überzeugung festzuhalten?
4.) Wer wäre ich, wie ginge es mir ohne diese Überzeugung?
Ich kehre meine Aussage folgendermassen um.
........................................................................................................................................
z.B.: " ich bin wütend auf Paul, weil er mich nicht versteht" wird umgekehrt zu: " Ich
bin wütend auf mich, weil ich Paul nicht verstehe." Nochmals umgekehrt heisst es: "
Ich bin wütend auf mich, weil ich mich (manchmal) nicht verstehe."
oder noch einen Schritt weiter Nr. 6 bei the WORK
"Ich bin bereit, wieder zu erleben, dass ich wütend werde wenn Paul mich nicht
versteht" und " Ich freue mich darauf, wieder zu erleben, dass ich wütend auf mich
werde, wenn ich mich (manchmal) nicht verstehe.
-3-
Hier ist ein Beispiel dafür, wie die vier Fragen auf die Aussage: „Paul sollte
mich verstehen” angewendet werden könnten.
1. Ist das wahr?
Ist es wahr, dass er Sie verstehen sollte?
•
•
Werden Sie ganz still.
Warten Sie auf die Antwort aus Ihrem Herzen.
2. Können Sie mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist?
•
•
Können Sie letztendlich wirklich wissen, was er verstehen oder nicht
verstehen sollte?
Können Sie absolut sicher wissen, was für ihn am besten ist?
3. Wie reagieren Sie, wenn Sie diesen Gedanken denken?
•
•
•
•
Was passiert, wenn Sie denken: „Paul sollte mich verstehen“, und er tut es
nicht?
Empfinden Sie Wut, Stress, Frustration? Werfen Sie ihm 'diesen Blick' zu?
Versuchen Sie in irgendeiner Form, ihn zu ändern? Wie fühlen sich diese
Reaktionen an?
Bringt dieser Gedanke Stress oder Frieden in Ihr Leben? Lauschen Sie in
Stille nach innen.
4. Wer wären Sie ohne diesen Gedanken?
•
•
Schliessen Sie die Augen. Sehen Sie sich in der Gegenwart der Person, die
Sie verstehen sollte.
Nun stellen Sie sich vor, dass Sie diesen Menschen, für nur einen Moment,
ohne den Gedanken: „Ich will, dass er mich versteht“ anschauen. Was sehen
Sie? Wie würde Ihr Leben ohne diesen Gedanken aussehen?
Die Umkehrung
Kehre nun Deine Aussage um. Die Umkehrungen sind eine Gelegenheit, das
Gegenteil von dem, was Du für wahr hältst, in Betracht zu ziehen. Es mag sein, dass
Du mehrere Umkehrungen findest.
Zum Beispiel: „Paul sollte mich verstehen” wird umgekehrt zu:
• Paul sollte mich nicht verstehen. (Entspricht das nicht manchmal der Realität?)
• Ich sollte mich verstehen. (Es ist meine Aufgabe – nicht seine.)
• Ich sollte Paul verstehen. (Kann ich verstehen, dass er mich nicht versteht?)
-4-
Erlaube Dir, die Umkehrungen wirklich zu spüren. Frage Dich jedes Mal: „Ist das
genauso wahr oder wahrer?” Es geht hier nicht darum, sich selbst zu bezichtigen
oder sich schuldig zu fühlen. Es geht darum, Alternativen zu entdecken, die Dir
Frieden bringen können.
Die Umkehrung der Nummer 6
Die Umkehrung für die Aussage Nummer 6 ist ein wenig anders:
„ Ich will nie wieder erleben, dass Paul und ich uns streiten” wird umgekehrt zu:
Ich bin bereit wieder zu erleben, dass Paul und ich uns streiten und Ich freue mich
darauf wieder zu erleben, dass Paul und ich uns streiten.
Bei der Nummer 6 geht es darum, alle Deine Gedanken und Erfahrungen mit
Offenheit willkommen zu heissen. Falls Du gegen irgendeinen Gedanken Widerstand
verspürst, ist Deine Arbeit noch nicht getan. Wenn Du dich ehrlich auf unangenehme
Erfahrungen freuen kannst, gibt es nichts mehr im Leben zu fürchten – Du siehst
dann alles als ein Geschenk an, das Dir Selbsterkenntnis bringen kann
-5-
DAS SELBSTHILFE-BLATT
Überzeugung:
_______________________________________________________
Schreibe die Antworten auf folgende Fragen:
1. Ist es wahr?
Mögliche Unterfragen:
•
Was ist die Realität davon? Ist es geschehen?
2. Kannst Du Dir absolut sicher sein, dass es wahr ist?
Mögliche Unterfragen:
•
•
Kannst Du wirklich wissen was am Besten für seinen/ihren/Deinen Weg ist?
Kannst Du absolut sicher sein, dass Du nun glücklicher wärst, wenn....?
3. Wie reagierst Du, wenn Du diesen Gedanken denkst?
Mögliche Unterfragen:
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Wie fühlt es sich physisch in Dir an, wenn Du diesen Gedanken denkst?
Wo fühlst Du es im Körper? Beachte wie sich das anfühlt.
Wie behandelst Du andere, wenn Du diesen Gedanken glaubst?
Mache eine Liste was Du sagst und tust.
Wie behandelst Du Dich, wenn Du diesen Gedanken glaubst?
Wie hast Du Dein Leben gelebt, weil Du diesen Gedanken geglaubt hast? Sei
genau.
Wohin wandert Dein Verstand, wenn Du diesem Gedanken anhaftest? (Liste
jeden darunter liegenden Glaubenssatz auf, der hochsteigt und hinterfrage
ihn später)
In wessen Angelegenheit bist Du, wenn Du diesen Gedanken denkst?
Bringt dieser Gedanke Frieden oder Spannung/Stress in Dein Leben?
Wenn Du an diesem Glauben festhältst – was bekommst Du daraus?
Kannst Du einen Grund erkennen den Gedanken aufzugeben (und bitte
versuche
nicht ihn aufzugeben)?
Siehst Du einen stressfreien Grund diesen Gedanken zu halten? Sind diese
Gründe wirklich stressfrei? Wie beeinflusst der Stress Dein Leben und Deine
Arbeit?
-6-
4. Wer würdest Du ohne diesen Gedanken sein?
Mögliche Unterfragen:
• Wer würdest Du in derselben Situation sein ohne diesen Gedanken?
• Schliesse Deine Augen und stelle Dir die Situation mit dieser Person
vor ohne diesen Glaubenssatz. Wie fühlt sich das an? Was siehst Du?
• Wie würdest Du hier sitzen – gerade jetzt - ohne die Fähigkeit diesen
Gedanken denken zu können?
• Wie würdest Du Dein Leben gestalten ohne diesen Gedanken?
• Wie wärst Du in .................’s Anwesenheit, wenn Du das nicht glauben würdest?
• Wie würdest Du Andere anders behandeln ohne diesen Gedanken?
• Wie anders wäre Dein Leben ohne diesen Gedanken?
Dreh den Gedanken um.
(Vorstellungen können umgedreht werden auf Dich, auf den Anderen und ins
Gegenteil, wo immer es sich wahrer anfühlt, oder wahrer für Dich.)
Mögliche Unterfragen:
• Ist diese Umkehrung wahr oder wahrer als die ursprüngliche Behauptung?
• Wo erfährst Du diese Umkehrung jetzt in Deinem Leben?
• Wenn Du diese Umkehrung leben würdest, was würdest Du anders machen?
• Siehst Du noch andere Umkehrungen, die ebenso wahr oder noch wahrer
erscheinen?
-7-
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Seele and Geist
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