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Betr.: Altspülfeld Kirchsteinbek – Fragen vom AK Schlick • Wie steht

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Betr.: Altspülfeld Kirchsteinbek – Fragen vom AK Schlick
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Wie steht die Umweltbehörde zu der geplanten Schlickdeponie in Kirchsteinbek?
Sämtliche Umweltauswirkungen, die bei einer Nachnutzung der Fläche als Schlickdeponie
entstehen würden, müssten und werden im Rahmen eines Planfeststellungsverfahrens
geprüft werden. Erst nach Prüfung aller vom Antragsteller (HPA) beigebrachten Nachweise
und Prognosen kann die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt eine Stellungnahme zur
Gesamtmaßnahme abgeben. Generell muss eine solche Nutzung der Fläche
umweltverträglich sein; die BSU wird sich dafür einsetzen, dass der Ist-Zustand im Hinblick
auf die benachbarte Bevölkerung und die Umwelt verbessert wird.
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Um auf dem jetzigen Spülfeld eine Schlickdeponie zu errichten, müsste das Altspülfeld
saniert werden. Wie stellt sich die Umweltbehörde das vor?
Um eine Schlickdeponie zu errichten, müssten gegebenenfalls Maßnahmen wie eine
Entwässerung der Fläche im Hinblick auf die Standfestigkeit erfolgen. Eine Sanierung im
Sinne des Bundes-Bodenschutzgesetzes wäre nur erforderlich, wenn auf der Fläche eine
sensiblere Nutzung (z.B. Naherholung) realisiert werden soll. Dann wären auf der jetzt
anstehenden Oberfläche aufgrund der Oberbodenbelastung weitere Sanierungsmaßnahmen
(Dekontamination oder Sicherung) zur Vermeidung eines direkten Kontaktes erforderlich;
Gebäude müssten gegen das Eindringen von Spülfeldgasen geschützt werden.
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Der Untergrund, also das Altspülfeld besteht aus Schlick, Umweltabfällen, Filterstaub,
Schwermetallen usw. Auf diese wabbelige Masse sollen ca. 3 Mio Tonnen Schlick
aufgeschüttet werden. Wie soll der Untergrund dies aushalten? In unmittelbarer Nähe
sind Wasser- und Naturschutzgebiete.
Auch diese Fragen, wie z.B. die Standsicherheit des zukünftigen Schlickhügels würden
detailliert im Rahmen eines Planfeststellungsverfahrens geprüft und bewertet werden (siehe
oben). Auch hier werden wir uns dafür einsetzen, dass der Ist-Zustand im Hinblick auf die
benachbarte Bevölkerung und die Umwelt verbessert wird.
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Die Einleitungen aus dem Altspülfeld in die Glinder Au liegen in vielen Bereichen deutlich
über dem Richtwert der Wasserrechtlichen Erlaubnis, so z.B. bei Zink, Kupfer Cadmium,
Sulfat. Selbst Arsen ist dabei. Wie wollen Sie diese Einleitungen verbessern oder sollen
diese weiterhin unsere Oberflächen-Gewässer weiter verschmutzen. Denken Sie dabei
auch an die EU-Wasserrichtlinie für Oberflächenwasser.
Zur Erarbeitung von Lösungsmöglichkeiten für dieses bekannte Problem sind Gespräche
zwischen den zuständigen Dienststellen von Bezirk, Fachbehörde und HPA aufgenommen
worden.
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Die Lärmbelästigung am Havighorster Redder, der Steinbeker Hauptstrasse und am
Steinbeker Weg liegt zurzeit tagsüber bereits bei 75 dba, in der Nacht bei 55 dba. Dies
wird durch den zusätzlichen Verkehr zur Schlickdeponie bestimmt erhöht. Ist dies noch
zumutbar?
Derzeit gibt es noch keine Verkehrsbelastung verursacht durch die Schlickdeponie.
Zumindest liegen unserem Haus keine Hinweise darüber vor. Im Rahmen eines
Planfeststellungsverfahrens werden wir auch dieses berücksichtigen.
-2-
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Welche Alternativen sieht die Umweltbehörde zu dem geplanten Standort?
Eine mögliche Alternativenplanung liegt in der Zuständigkeit der Behörde für Wirtschaft und
Arbeit bzw. der Hamburg Port Authority.
• Warum kann der Schlick nicht im Hafen bleiben und zur Verschüttung stillgelegter
Kanäle benutzt werden? Muss man hierzu Bauschutt aus ganz Deutschland aufkaufen?
Auch hier ist die HPA zu befragen.
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Seele and Geist
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