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Alles soll besser werden – nur wie? - Medicoreha

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D 10
MONTAG 31. DEZEMBER 2007
U MF RAGE G U T E VO R SÄT Z E F Ü R S N E U E JA H R
➔ HINTERGRUND
Mehr Bewegung, mehr Entspannung, weniger Rauchen
Phantasie
als Treibstoff
des Gehirns
NGZ AKTIV
➔ SPEZIAL
Das Wort
„nicht“ ist tabu
W
er kennt sie nicht, die guten
Vorsätze für das neue Jahr: Weniger rauchen, mehr Sport treiben,
abnehmen und am besten gleich alles auf einmal? Tatsächlich werden
jedoch nur ein bis sechs Prozent der
Sylvesterentschlüsse langfristig umgesetzt. Damit die Chance steigt, einen Vorsatz einzuhalten, ist es sinnvoll, bereits bei der Formulierung
des Zieles einiges zu berücksichtigen: Ein Vorsatz sollte in erster Linie
realistisch sein. In einer Woche zum
Beispiel 10 Kilogramm abnehmen
zu wollen, ist ein nachvollziehbarer
Wunsch, aber nicht umsetzbar.
Hans Ennen hat sich mit Blick auf sein
fast noch unbenutztes Fahrrad ein
klares Ziel gesetzt. Im neuen Jahr
will der 50 Jahre alte kommissarische Leiter der Alten Post regelmäßig mit dem Drahtesel zur Arbeit
fahren. „Das hatte ich mir eigentlich
schon für 2007 vorgenommen“, verrät Ennen, der dann aber doch immer den Bus bevorzugt hat. Dabei ist
die Strecke von Selikum in die Neusser Innenstadt eigentlich gut zu bewältigen. „Ich werde das angehen,
um zusätzliche Bewegung zu bekommen und Stress abzubauen. Es
ist wie bei so vielen Sachen. Man
muss es einfach nur machen.“
Inge Schulz denkt bei den Vorsätzen
fürs neue Jahr nicht nur an sich
selbst, als 2. Vorsitzende des Korschenbroicher Vereins „Sport ältere
Generation“ hat sie sich vorgenommen möglichst viele Menschen
durch diverse sportliche und kulturelle Aktivitäten aus der Einsamkeit
zu holen. Doch sie ist sich bewusst,
dass sie das noch besser kann, wenn
sie auch mehr für sich tut. „Nur
wenn ich mich gut fühle, kann ich
anderen Kraft geben“, lautet ihr Credo. Nach dem Umzug in eine neue
Wohnung will sich die 68-Jährige
mehr Zeit nehmen zu lesen und
schöne Musik zu hören.
André Bönewitz will im neuen Jahr
das Rauchen aufgeben. Ein eher ungewöhnlicher Vorsatz für einen 20Jährigen. Doch er träumt von einer
Gesangskarriere, nimmt Unterricht
in einer Kaarster Musikschule und
hat gemerkt, dass der blaue Dunst
seiner Stimme schadet. „Ich habe
schon häufiger probiert aufzuhören.
Deswegen will ich jetzt einen Schnitt
machen“, meint Bönewitz. Mit Nikotinkaugummis hat er schon einen
Reinfall erlebt, jetzt will er für viel
Ablenkung sorgen. „Wenn ich in Versuchung komme, werde ich es beispielsweise mit viel Musik probieren.“
Silke Bruch hat 2007 gezeigt, wie sich
gute Vorsätze in die Tat umsetzen
lassen. Sie hatte sich vorgenommen,
mehr für Fitness und Gesundheit zu
tun und startete voll durch. Sie beteiligte sich an der NGZ-Aktion
Asics-Roadrunner und bekam einen
persönlichen Trainingsplan von
Olympiasieger Dieter Baumann. Die
Wevelinghovenerin lief bis zu fünf
Mal die Woche und verbesserte sich
enorm. Die ganze Familie musste
mitziehen, damit die 39-Jährige ihr
Trainingspensum schaffte. „Allen
voran mein Göttergatte Kai-Ivar, der
ohne Murren für die Kinder da war,
wenn ich die Laufschuhe schnürte.“
Rolf Zehle hat schon drei Bandscheiben-Operationen hinter sich, 2007
kam noch eine Leisten-OP dazu.
„Ich bin schon sehr aktiv, aber ich
habe mir vorgenommen, mich noch
mehr zu bewegen, noch ein bisschen abzunehmen und viele Dinge
gelassener zu sehen“, sagt der 63Jährige, der in seiner Freizeit auch
als Teammanager beim TischtennisOberligisten DJK Osterath ehrenamtlich tätig ist. Wie er mehr Bewegung erreichen will, weiß er auch
schon: „Sobald die Sonne scheint,
setzen sich meine Frau und ich aufs
Fahrrad. Wichtig ist aber auch, es
nicht zu übertreiben.“
Beate Radtke schaffte im vergangenen Jahr den Nikotinentzug in Teilen. Die begeisterte Tennisspielerin
hatte schon mehrfach den guten
Vorsatz, mit dem Rauchen aufzuhören. „Rauchen ist teuer, stinkt und ist
ungesund“, weiß die Mutter von
zwei Töchtern schon seit Jahren. Allein der Wille reichte nicht. Durch
Hypnose schaffte es die Neuenhausenerin im Februar, endlich vom
Glimmstengel loszukommen. Allerdings nur für begrenzte Zeit. „Im Oktober wurde ich rückfällig. Aber ab
Januar ist wirklich Schluss mit Rauchen, ohne Hypnose und diesmal
endgültig“, meint Radtke.
Reinhard Hauschild hat mit seiner Frau
Marlis fürs neue Jahr eine Radtour
von Passau nach Wien geplant. Aber
der ehemalige Bürgermeister der
Stadt Dormagen betont: „Ich brauche den Jahreswechsel nicht, um
mich zu motivieren. Wenn ich weiß,
dass ich etwas will, dann steige ich in
die Planung ein.“ Hauschild war
schon immer sportlich aktiv, doch
Anfang 2005 warf ihn eine Krebserkrankung weit zurück. Doch als die
Ärzte grünes Licht gaben, verhalf
ihm der Sport zu neuem Selbstvertrauen. Im April fuhr er mit dem
Sitzrad 3000 Kilometer von Dormagen nach Santiago de Compostela.
Raphael Wilke stört es, dass sein
Rennrad jetzt schon mehrere Monate ungenutzt ist. Im Sommer hat es
zu viel geregnet, dann war er viel unterwegs und ab Oktober wurde es
ihm zu kalt. „Im neuen Jahr will ich
unbedingt wieder mehr fahren“,
meint 16-Jährige aus Oekhoven. Da
passt es gut, dass im Sportunterricht
gerade Trainingslehre durchgenommen wird. Das neue Wissen will der
Schüler des Pascal-Gymnasiums
nutzen, um mit Plan zu trainieren.
Die neu gewonnene Ausdauer ist
dann sicher auch nützlich, wenn er
mit der Jugend des Roten Kreuzes an
Fußballturnieren teilnimmt.
Ziele konkret formulieren
Ein Ziel sollte konkret formuliert
werden. Es reicht nicht zu sagen:
„Ich möchte gesünder leben.“ Besser ist es, genau zu beschreiben, was
geändert werden soll. Möchte ich
mehr entspannen können, mich öfter bewegen oder meine Ernährung
umstellen und in welchem Maße?
Zudem sollte ein Ziel positiv, das
heißt ohne das Wort „nicht“, formuliert sein. Hier ein Beispiel dazu:
Denken Sie nicht an Himbeereis mit
Sahne und an eine leckere Waffel.
Achtung: Nicht daran denken! Was
passiert? Das Gehirn ist kaum in der
Lage, das Wort „nicht“ in die Gedankenbildung mit aufzunehmen und
dementsprechend drängt sich der
Gedanke förmlich auf. Das Ziel „Ich
will nicht mehr so dick sein“ bewirkt
folglich, dass „so dick“ mit allen seinen negativen Gedankenverknüpfungen übrig bleibt. Positiv formuliert könnte das Ziel heißen „Ich
möchte kommendes Jahr zehn Kilo
schlanker werden“. Leichter erreichbar wird ein Ziel, wenn Teiletappen
festgelegt werden und Belohnungen
für bisher Erreichtes erfolgen. So
kann der gute Vorsatz im kommenden Jahr zehn abzunehmen, in vier
Etappen à 2,5 Kilo eingeteilt werden.
Zusammengefasst heißt dies: Ein ein
guter Vorsatz sollte realistisch, konkret sowie positiv formuliert werden
und in erreichbare Zwischenziele
aufgeteilt sein.
Brainstorming
Anschließend können mittels
Brainstorming Ideen zur Umsetzung gesammelt werden. Brainstorming bedeutet ein freies Sammeln
von möglichen Lösungen für ein
Problem, ganz egal wie absurd die
Ideen zunächst scheinen mögen.
Alles ist erlaubt und wird schriftlich
festgehalten. Diese Methode dient
dazu, den eigenen Horizont zu erweitern und auch ungewöhnliche
Ideen zu berücksichtigen. Danach
werden die einzelnen Punkte
durchgegangen, noch einmal überprüft und Unpassendes weggestrichen. Nach und nach kann somit
eine Reihenfolge oder eine „TopTen“ Liste erstellt werden. Im
nächsten Schritt wird ein praktischer Umsetzungsplan erstellt. Zunächst können dabei Fragewörter,
die mit einem W anfangen, notiert
werden: Wann, Wie, Wo und Wer
und so weiter. Die Fragen werden
für das ausgewählte Ziel durchgegangen und konkrete, verbindliche
Antworten gesucht. Für den guten
Vorsatz „Ich möchte kommendes
Jahr zehn Kilo schlanker werden“
könnte das beispielsweise bedeuten: „Ich beginne am 12.01.2008 um
17 Uhr (Wann) einen Sportkurs X
(Wie) im Gesundheitszentrum Y
(Wo) zusammen mit Person Z (mit
Wem)“.
Alles soll besser werden – nur wie?
➔ TIPPS Aktivitäten, mit deren Hilfe sich die guten Vorsätze fürs neue Jahr in die Tat umsetzen lassen
Weihnachten ist vorbei: Es wurde
viel gefeiert, gut und reichlich gegessen und die Zeit mit der Familie verbracht. Langsam wird es ruhiger und
das alte Jahr neigt sich dem Ende zu.
Die Silvesternacht ist ein beliebter
Zeitpunkt für persönliche oder berufliche Vorsätze für das folgende
Jahr. Alles soll besser werden! Themen, wie gesunde Ernährung, Sport
treiben, Zeit für die Familie, weniger
arbeiten oder mit dem Rauchen aufhören sind immer wiederkehrend
aktuell. Wer bei den guten Vorsätzen
ein paar Grundsätze befolgt, hat auf
jeden Fall größere Chancen, sie auch
in die Tat umzusetzen.
Mehr Bewegung Wer kennt das
nicht: Bei der Arbeit viele Stunden
gesessen, vom Schreibtisch in die
Kantine, dann in die Konferenz und
endlich Feierabend. Die Couch lacht
einen nach dem Abendessen an,
ganz besonders, wenn es draußen
dunkel und ungemütlich ist. Da verbringt man den Abend öfter vor dem
Fernseher oder mit Freunden in der
Kneipe. Dabei empfiehlt es sich, den
Alltag aufzulockern, beginnend auf
dem Weg zur Arbeit. Nutzen Sie, falls
möglich, das Fahrrad, um zu Ihrer
Arbeitsstelle zu gelangen. Wenn Sie
mit dem Bus unterwegs sind, steigen
Sie einfach ein oder zwei Haltestellen früher aus und gehen das letzte
Stück zu Fuß. Nutzen Sie bei der
Kontaktaufnahme mit den Kollegen
nicht das Telefon oder E-Mail, sondern wählen Sie aktiv den Weg in das
entsprechende Büro. Dieser Schritt
fördert nicht nur Ihre Gesundheit,
sondern auch die Kommunikation
untereinander. Ebenfalls kann die
Pause an der frischen Luft verbracht
werden, soweit das Wetter es zulässt.
Mit Ausrutscher rechnen
Ein kleiner Tipp zum Schluss: Viele unserer Verhaltensmuster haben
sich über lange Zeiträume entwickelt. Es ist nicht einfach, Änderungen sofortig und mit bleibendem Erfolg umzusetzen. Meist kommt es zu
Rückfällen in gewohnte Verhaltensweisen. Mit Ausrutschern sollte daher gerechnet und bereits vorab ein
Plan erstellt werden, wie an das gesetzte Ziel wieder angeknüpft werden kann.
Lydia Bauer ist Diplom- Psychologin und
psychologische Psychotherapeutin
Ein Salat zu Beginn jeder warmen Mahlzeiten bremst den Appetit.
Der Körper regeneriert sich effektiver und neue Kraftreserven werden
getankt. Kleine Bewegungsübungen,
wie zum Beispiel das Kreisen von Armen und Schultern oder der
Sprunggelenke, können einseitige
Haltungen, bedingt durch längere
Sitzphasen, auflockern. Um seinen
Körper wieder aus dem Winterschlaf
zu locken, empfehlen sich Ausdauersportarten, wie Fahrradfahren,
Walken, Joggen oder Schwimmen.
Wer nicht gerne allein aktiv sein
möchte, könnte sich mit Kollegen
zusammenschließen. Oder Sie eröffnen mit Freunden Ihre eigene kleine
Sportgruppe. Vor allem im Winter
eignen sich hier Ballsportarten, wie
Fußball oder Tennis, die in der Halle
gespielt werden können. Am besten
definieren Sie feste Termine, damit
nichts dazwischen kommt.
Informieren Sie sich über Gesundheitszentren in Ihrer Nähe und lassen Sie sich von qualifizierten Sportlehrern oder Sportphysiotherapeuten über Gesundheits- und Bewegungsangebote, einzeln oder in der
Gruppe, beraten.
Ernährungsgewohnheiten Beim
althergebrachten Weihnachtsessen
werden etwa 1500 bis 2000 Kilokalorien pro Person vertilgt. Ausgedehnte Frühstücksbuffets, Mittagessen
und Weihnachtsplätzchen sorgen
für zusätzliche Kalorien. Der Gang
auf die Waage nach den Feiertagen
verführt viele Menschen zu wilden
Spekulationen und Vorsätzen für
das nächste Jahr. Kleine Veränderungen mit großer Wirkung: Nehmen Sie sich vor, jede warme Mahlzeit mit einem frischen Salat zu beginnen. Dieser bremst den Appetit
und füllt den Magen. Auch bei der
Reduzierung von Fruchtsäften oder
Alkohol können einige Kalorien eingespart werden. Greifen Sie lieber zu
Saftschorlen und Mineralwasser.
Raucherentwöhnung Sie sind Raucher und wollen etwas für Ihre Gesundheit tun? Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt einen Raucherentwöhnungskurs zu besuchen. Hier
werden Ihnen Wege aufgezeigt, die
Nikotinsucht wirkungsvoll zu bekämpfen. Gemeinsam in der Gruppe erarbeiten Sie unter der Anleitung einer Diplom-Psychologin Alternativen zur lästigen beziehungsweise lieb gewonnenen Gewohnheit. Neben der Erweiterung bishe-
Ein sanfter Einstieg in eine Zukunft mit mehr Bewegung: Walking- und Nordic Walking-Kurse
NGZ-ARCHIVFOTO: H. JAZYK
werden inzwischen in fast jedem Sportverein angeboten.
riger Handlungskompetenzen soll
eine fundierte Rückfallprophylaxe
im Zentrum stehen, so dass Sie langfristig Nichtraucher bleiben! Auch
hier empfiehlt es sich, Freunde oder
Kollegen mit ins Boot zu holen. Gemeinsam im Team ist man stark.
Achten Sie bei der Wahl des Raucherentwöhnungskurses auf die
fachkundige Anleitung durch Diplom-Psychologen mit entsprechender Zusatzqualifikation.
Ausflüge Endlich Wochenende:
Noch schnell den Hausputz gemacht und dann die Füße hochlegen! Dabei können regelmäßige
Ausflüge mit Freunden oder der Familie die Energie in den Körper zurückbringen. Fahrradtouren, Wanderungen oder ein Besuch auf dem
Sportplatz bringen Aktivität in den
Alltag. Bei Freizeitaktivitäten steigern Sie nicht nur Ihr körperliches
Wohlbefinden, sondern fördern
auch die Kommunikation und den
Zusammenhalt in der Familie oder
unter Freunden. Der Winter ist die
Zeit der Skiausflüge. Denken Sie jedoch an die Vorbereitung mit regelmäßiger Gymnastik, die mindestens
sechs Wochen vorher beginnen sollten. Das volle Fahrvergnügen genießt nur der, der seine Muskeln gut
trainiert hat und beweglich ist. Die
vorhandene Muskulatur sollte allerdings auch gepflegt werden, denn
schon nach wenigen Wochen ohne
Training erschlafft die Muskulatur.
Dies gilt natürlich nicht nur für Skiläufer. Jeder Ausflug bringt mehr
Genuss und Lebensqualität, wenn
sich der Körper in einer guten Form
befindet. Denken Sie daran, dass Sie
nicht alleine durch Ihre guten Vorsätze gehen müssen. Suchen Sie sich
qualifizierte Fachkräfte, die Sie dabei unterstützen.
Strukturen schaffen Jeder Mensch
hat seine lieb gewonnenen Gewohnheiten, die sehr schwer zu verändern
sind. Neue Strukturen helfen uns,
die guten Vorsätze in die Tat umzusetzen oder mit frischem Wind das
neue Jahr zu starten. Planen Sie
schon zum Jahreswechsel Aktivitäten für definierte Zeiträume, damit
Sie diese nicht verschieben.
Autorin Katrin Bötcher ist DiplomSportlehrerin bei der medicoreha Neuss
Heike Köpping sieht den Jahreswechsel als
gute Gelegenheit zur Selbstreflexion.
D
as neue Jahr steht vor der Tür,
da sind gute Vorsätze schnell
gefasst. Gehen Sie dabei achtsam
mit sich um. Anstatt neue Ziele einfach oben auf die Liste der zu erledigenden Angelegenheiten aufzusatteln, ist es klug, einen genauen Blick
auf die Sammlung von Zielen, Wünschen und Anforderungen zu werfen. Entscheiden Sie bewusst, was
Ihnen wirklich wichtig ist und setzten Sie Prioritäten.
Der Jahreswechsel bietet hierfür
eine wunderbare Gelegenheit. Lassen Sie das Jahr noch einmal in Ruhe
Revue passieren und gehen Sie in die
Selbstreflexion. Was war Ihnen
wichtig? Haben Sie erreicht, was Sie
wollten? Was waren mögliche Gründe für das Nichterreichen? Und vor
allem, was waren die Gründe für das
Gelingen? Schöpfen Sie Kraft aus der
Vergangenheit für Ihre Zukunft.
Denn entscheidend für eine erfolgreiche Umsetzung der beruflichen,
privaten oder gesundheitsbezogenen Ziele ist ein gesundes Selbstvertrauen. Die eigenen Stärken, Fähigkeiten und Talente kennen und richtig einzuschätzen, fördert den Glauben an sich selbst. Eine große Portion Selbstbewusstsein und die damit
einhergehende Fähigkeit, sich den
Erfolg bildhaft vorstellen zu können,
ist eine wichtige Voraussetzung für
das Erreichen eines Ziels. So ist bei
einem Spitzensportler dem das „innere Finalbild“ seines zukünftigen
Erfolges fehlt, das Scheitern programmiert. Unsere Vorstellungskraft ist der nötige Treibstoff unseres
Gehirns.
Unternehmensberater
Klaus Kobjoll formuliert es auf Englisch so: „If you can dream it – you
can get it!“ (Wenn Du davon träumen kannst, kannst Du es auch erreichen.)
Darüber hinaus gilt es, Ziele und
deren Verwirklichung im Kontext
der jeweiligen Person zu sehen und
Ihre Persönlichkeit zu berücksichtigen. Jeder Mensch ist einzigartig
und individuell. Während der eine
gerne beim Joggen seine Kalorien
verbrennt, vergnügt ein anderer sich
lieber beim Training mit guter Musik
in einer Gruppe von Gleichgesinnten. Ebenso ist es unerlässlich, die
aktuelle Lebenssituation, in der sich
jemand befindet, bei der Bestimmung von Zielen zu beachten. Jede
Phase hat ihre ganz eigenen An- und
Herausforderungen. Sie beeinflusst
die zur Verfügung stehenden Ressourcen und Gestaltungsmöglichkeiten. Bei der Realisierung von Zielen ist neben einem guten Zeit- und
Selbstmanagement ein Blick auf
eine ausgewogene Energiebalance
sinnvoll. Prüfen Sie, ob das Ziel oder
eine Tätigkeit Ihnen Kraft und Energie schenkt oder eher nimmt. Der
Öko-Check im Sinne einer KostenNutzen-Rechnung hilft zu entscheiden, ob sich das Ziel und die damit
verbundenen Mühen wirklich für
Sie lohnen. So treffen inzwischen
immer mehr Menschen die Entscheidung gegen den nächsten Karriereschritt für mehr Freizeit und
Raum zur Selbstverwirklichung.
Und bei alle dem bleiben Sie großzügig im Umgang mit sich selbst.
Scheitern und ein zweiter Anlauf
sind erlaubt, Rückschritte sind möglich und bieten eine Chance, Ihr Ziel
anzupassen und gegebenenfalls zu
korrigieren. In den meisten dieser
Fälle ist das Ziel passend und nur
das Zeitfenster zu eng gewählt.
Heike Köpping ist Diplom-Sportlehrerin
und Kommunikationstrainerin bei der
medicoreha Neuss
G UT ZU W I SSEN
Den richtigen Verein
finden mit Hilfe des KSB
(NGZ) Wenn es darum geht, sich im
neuen Jahr mehr zu bewegen, sind die
vielen Sportvereine im Rhein-Kreis
Neuss ein guter Ansprechpartner. Dachorganisation ist der Kreissportbund, der
auf seiner Internetseite einen hilfreichen Überblick über das Sportangebot
gibt – sortiert nach Kommunen und
Sportarten: www.ksbneuss.de
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