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Golfen wie Tennis spielen - drgolf.de

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Mit
Golfen wie Tennis
spielen
Der Weg zum intuitiven Golf
Eine Revolution im Golflernen, denn es kann so einfach sein !
Golfen wie Tennis spielen 1
Inhalt
Vorwort
3
Einleitung
5
Wissenschaftlicher Hintergrund
8
Die Lehrmethode vom Kurzen zum Langen Schlag
12
Mentales Spiel
Wohlbefinden
Motivation
Planen
Emotionen
Konzentration
Selbstvertrauen
Angst
Zusammenspiel
Gewinnen
Loslassen
14
14
14
17
19
21
22
24
25
26
29
Info bevor es los geht: Für den Einsteiger
Ausrüstung
Lernstil Test
Spieler oder Systematiker
30
30
33
35
Golfen wie Tennis spielen für den Einsteiger
Auf dem Grün
Häufige Fehler beim Putten
Annährungsschlag
Häufige Fehler beim Pitch-Schlag
Grundschlag für die langen Schläge
Häufige Fehler bei den langen Schlägen
Spiel auf dem Platz
36
37
39
40
42
43
46
47
Golfen wie Tennis spielen 2
Info bevor es los geht: Für den Aufsteiger
56
Der Slice - Schlag
59
Der Topspin oder Hook - Schlag
63
Golf Fitness
Dr.Golf Fitness Test
Flexibilitäts - Routine
Golfspezifische Kräftigungsübungen
Krafttraining
Ausdauer - Routine
67
67
73
75
77
79
Ernährung für den Golfer
81
Schlussworte
Golfsprache von A - Z
Lebenslauf des Verfassers
84
85
92
Mit dieser Methode können Sie sofort Golf spielen !
Golfen wie Tennis spielen 3
Vorwort
Damit auch Sie den Weg in
das Golfmekka finden !
Durch wissenschaftliche
Untersuchungen konnte
Dr.
Volker
Bernhardt
feststellen, dass Personen
mit Tennis-Vorerfahrungen
schneller Golf spielen
lernen. Diesem Phänomen
wurde
weiter
nachgeforscht, woraus die
folgende
Lehrmethode
entstanden ist.
Die
umfangreichen
Bewegungserfahrungen der Tennisspieler werden durch den Transfer direkt in
Golfbewegungen umgewandelt, so dass der Tennisspieler sofort unglaubliche Golfschläge
ausführen kann.
Golf ist ein Spiel und deshalb wird hier auch spielerisch gelernt. Es werden Ihre natürlichen
Intuitionen gefördert und aufgeweckt. Sie werden sich spielerisch wie Kinder verhalten
können. Hier geht es nicht um das bewusste Nachvollziehen von jeder einzelnen
Schwungphase, was sowieso nur zu unnötigen Verkrampfungen führt und wie Sie wissen aus
Krampf kann nur Krampf entstehen. Nur kurze Bewegungshinweise, die Bezug zu den
bekannten Tennisschlägen nehmen und teilweise nochmals mit ähnlichen
Alltagsbewegungen verdeutlicht werden, kann mit diesen visuellen Hilfen und dem
Bewegungsgefühl der gewünschte Transfer zum Golfspielen erreicht werden. Hier soll
gefühlt werden und wie im Tennis aus Bewegung agiert werden, wodurch die unnötige
Verkrampfung, einen ruhig daliegenden Golfball schlagen zu müssen, aufgehoben wird.
Wie im Tennis spielt sich Golf aber auch im Kopf ab. Beim Golfen scheint dieses
Kopfproblem sogar noch etwas ausgeprägter zu sein, denn durch den zunächst regungslosen
Ball kann viel nachgedacht werden. Damit Sie richtig golfbezogen denken lernen, werden
Ihnen unter dem Mental-Kapitel Denk- und Verhaltensstrategien aufgezeigt. Mit diesen
Strategien werden Sie schneller Golf lernen und dieses Spiel erfolgreich spielen können.
Obwohl wir von Tennisspielern schon ein gutes Fitnesslevel annehmen dürfen, sollten Sie
trotzdem den "Dr.Golf Fitnesstest" durchführen. Finden Sie Schwächen, dann können Sie
diese mit den golfspezifischen Fitness-Übungen aufarbeiten.
Dieses Buch hat den Ansatz für den Tennisspieler, wird aber durch die Vielseitigkeit
bezügliche der Hauptdimensionen: Mental - Technik - Fitness für "jedermann" wertvolle
Golfen wie Tennis spielen 4
Hilfe, für die Weiterentwicklung des eigenen Spiels, bieten. "Jedermann" bedeutet neben
Mann aber auch Frauen und besonders Kinder, Senioren und Seniorinnen haben
erstaunliche Lernerfolge mit der hier aufgeführten Lernmethode gezeigt.
Dr. Volker Bernhardt gehört zu den ganz außergewöhnlichen
Golfprofis dieser Zeit. Er ist nicht nur Praktiker, sonder sucht
schon seit erstem Golfkontakt immer wieder nach
Möglichkeiten, das eigene und das Spiel anderer zu
verbessern.
Nachdem Volker die Deutsche Golf-Juniorenmeisterschaft
1974 gewonnen hatte und für die deutsche
Nationalmannschaft spielte, war sein Lebensweg auf Golf
eingestellt.
Als
Profi
spielte
er
neben den
Weltstars
wie Bernhard
Langer, Nick Price, David Frost, Gary Player
etc. auf der Professional-Tour.
Volker hat ein Sport- und Golflehrer-Diplom
und ist seit über 30 Jahren Mitglied der PGA
of Germany.
Während seines neunjährigen Aufenthaltes
in Südafrika trainierte der weltklasse
Golflehrer nicht nur erfolgreiche Amateure
sondern auch Golfprofis, die durch das
Golfspielen ihr Geld verdienen.
Aufgrund der akademischen Ausbildungen
und golfpraktischer Erfahrungen wurde
Volker 1990 von der Golflegende Gary Player
angeheuert, um das Trainingsprogramm der
Gary Player Academy zu entwickeln, welches
nun weltweit praktiziert wird.
1995
begann
Volker
mit
einem
Promotionsstudium.
Grundlage
seiner
Dissertation wurde eine groß angelegte
Untersuchungsreihe
innerhalb
des
Golfsports.
Als Dr. phil. hat der Golfdoktor Volker
Bernhardt ein umfangreiches Golf-LehrLernprogramm entwickelt, welches sich
primär mit den mentalen, technischen und
physischen Bereichen des Golfsports
auseinandersetzt.
Jetzt wird es Zeit, dass auch Sie zuschlagen !
Golfen wie Tennis spielen 5
Einleitung
Werden Sie Teil der Golf-Revolution
Sie sind wahrscheinlich Tennis-Spieler und wollen zum Golf umsteigen? Ein toller Schritt! Sie
werden in gewohnter Gesellschaft bleiben, denn aus dem Tennis-Lager kommen die meisten
Golf-Novizen. Sie, als Tennis-Spieler, sind für mich die große Hoffnung Golf anders zu lernen und
zu spielen als wir es bisher hauptsächlich kennen. Ja, mit Ihnen kann man Golf wenigstens in
spielerischer Hinsicht revolutionieren. Sie haben erfahren einen schnell anfliegenden Ball,
manchmal sogar mit unerwartetem Drall, blitzschnell in gewünschte Richtung und sogar mit
gewollter Flugbahn in das gegnerische Feld zu schlagen. Wenn Sie nur annährend so schnell Golf
spielen werden, dann haben wir die Revolution geschafft. Sie werden schneller und
erfolgreicher spielen. Was für ein Segen für die Golfwelt, denn diese wächst täglich und um alle
Interessenten auf den Golf-Plätzen unterzubringen brauchen wir genau die vorliegende Lernund Spielmethode.
Diese Lern und Spiel-Methode ist eigentlich auch eine Revolution, denn bisher wird noch nicht
so gelehrt und gespielt. Die Zauberformel heißt: Antizipation. Ihre Ansprechhaltung zum
Schlagen des Balles ist eigentlich schon so wie Ihre Treffposition: linker Fuß vor dem Rechten die Ferse des rechten Fußes hat keinen Bodenkontakt - Gewicht ist mehr auf den Fußballen.
Durch diese Ansprechhaltung werden Ihnen die Hauptfehler des Golfspiels erspart bleiben: Ball
slicen (Längenverlust) - Ball toppen (Ball rollt nur am Boden) - fett geschlagener Ball (Schläger
trifft vor dem Ball in den Boden).
Die eingefleischten Golfer zaudern? Aber wie war das denn noch mit der Welt, die eine Scheibe
sein sollte oder mit Herrn Fosbury, der als erster beim Hochsprung rückwärts über die Latte
gefloppt ist? Ich bin mir sicher, dass die hier aufgeführte Methode ebenfalls das Golfspiel
revolutionieren wird, denn mit Ihr habe ich bisher jedem Golfer und Golferinnen zu mehr Länge
und Genauigkeit verholfen.
Das größte Handicap beim Golf ist einen ruhenden Ball schlagen zu müssen!
Zu langes Stehen am Ball führt zu:
 Verlust des intuitiven Verhaltens
 übermäßigen Anspannungen, aus denen kein fließender Rückschwung entstehen
kann.
 Konzentrationsverlust bezüglich der wesentlichen Schlüsselgedanken für die
Schlagausführung
 Negative Gedanken und Zweifel an der Richtigkeit der geplanten Aktion
 langsames Verhalten bringt Sie und andere Spieler aus dem Spielrhythmus
Der Sieg über das Golf-Handicap heißt intuitives Verhalten, wie es beim Tennis üblich
ist.
Wenn Sie Ihrem Tennis-Partner einen Ball zu werfen oder zurollen, denken Sie dann über Ihre
Bewegung nach oder tun Sie diese Aktionen ganz nach Blickkontakt - Gefühl - Intuition? Denken
Sie beim Gehen darüber nach wie Sie einen Fuß vor den anderen setzen müssen und wie sich zu
dieser Bewegung auch noch die Arme zu bewegen haben? Versuchen Sie es mal und ich bin
Golfen wie Tennis spielen 6
sicher Sie werden nicht nur komisch dabei aussehen, sondern auch echte
Koordinierungsprobleme haben. Die meisten Golfer werden über diese Art von Instruktionen
zum Golfspiel gebracht. Dieses Buch möchte Ihnen dieses chaotische Lernen ersparen und Ihnen
einen Weg aufzeigen, bei dem Sie Ihre Vielzahl an Bewegungserfahrungen einfließen lassen
können, sofort tolle Golfschläge ausführen werden, spielerisch Golfen wie Kinder und einfach
Spaß am Schlagen des kleinen weißen Balles mit dem Schläger haben, genauso als würden Sie
Ihren Tennisball geschickt über das Netz spielen.
Golfen ist eigentlich gar nicht so schwer, wenn Bewegung fließt und nicht durch viele Gedanken
gehemmt wird. Das Phänomen des zweiten Balles von gleicher Stelle bestätigt, dass bei einem
verpatzten Schlag die meisten Golfer schnell ohne zu denken einen zweiten Ball hinterher
schlagen und siehe da, mit dem gewünschten Ergebnis. Schlagen Sie den Golfball mal im
Vorbeigehen und Sie werden gerade im kurzen Spiel (Putten und Annährungsschläge) sehen, wie
gut Sie sind. Und warum? Weil Sie nicht verkrampfen und Ihre Intuition zum Einsatz kommt. Also
lernen Sie mit diesem Buch kurz zu denken, dann zu fühlen um somit gleich den ersten Ball
erfolgreich schlagen zu können.
Golf ist wie Tennis ein Spiel mehrerer Dimensionen
Technik: Viel Feinkoordination ist notwendig, damit die Schlagfläche mit umfangreicher
Bewegung wieder rechtwinkelig zum Ball zurück findet. Zieht man alle Schlagvariationen in
Betracht, dann scheint der Lernprozess eine niemals endende Geschichte zu sein, was nichts
anderes bedeutet, dass Golf lernen und spielen nicht langweilig werden kann. Sie werden mit
den aufgezeigten Methoden schnellst möglich Golf erfolgreich lernen.
Mental : Der Denkprozess zeigt meist direkte Rückwirkung auf das physische Verhalten. Der
Körper führt also nur das aus, was die Gedanken vorgegeben haben. Es gilt daher die Gedanken
so für Golf zu strukturieren, dass erfolgreiche Schlagausführungen erzielt werden.
Gedankenbereiche, die den Lern- und Spiel-Prozess beeinflussen sind: Motivation,
Konzentration, Selbstvertrauen, Kontrolle der Emotionen und Spielstrategie. Für diese mentalen
Konzepte werden Ihnen Wege und Rezepte aufgezeigt, die Sie zum richtigen Denken und
erfolgreichen Verhalten veranlassen.
Fitness : Schon allein die Tatsache, dass Sie ca. fünf Stunden für 18 Löcher auf dem Golfplatz
gehen, mit den Probeschwüngen ca. 200 Mal einen Golfschläger schwingen und möglichst vor
dem Spiel noch Aufwärm- Übungen und Schläge praktizieren, zeigt, dass für erfolgreiches Spiel
eine gute Fitness erforderlich ist. Bei geringem Fitnessniveau stellt sich frühzeitig Müdigkeit ein,
was reduzierte Koordination zur Folge hat und wodurch dann schlechte Golfschläge resultieren.
Außerdem ist für gutes Golf eine solide Grundlänge der langen Schläge erforderlich, welche nur
durch golfspezifische Flexibilität und Kraft erreicht werden kann. Über einen eigens entwickelten
Golf-Fitness-Test können Sie herausfinden, wo Ihre golfspezifischen Schwächen liegen. Die
nachfolgenden Übungen bezüglich Flexibilität, Kraft und Ausdauer werden Sie zur gewünschten
Golf-Fitness-Form führen.
Ernährung: Die richtige Nahrungsaufnahme vor, während oder nach dem Spiel kann ebenfalls
die Leistung beeinflussen. Es gilt auch hier das Sprichwort: Gibst Du schlechten Kraftstoff hinein,
wird mit schlechterer Leistung zu rechnen sein!
Ausrüstung: Das Golfmaterial, welches Sie benutzen, sollte zu ihnen passen, so dass es
unterstützend wirkt und nicht ihr Potential limitiert. Die Golfindustrie bietet eine umfangreiche
Palette von Golfmaterialien an, die es richtig ein zu ordnen gilt.
Golfen wie Tennis spielen 7
Wieso ist dieses Buch für Sie so wertvoll ?
Dieses Buch wird Ihnen Wege aufzeigen, wie Sie Ihre Vielzahl an Bewegungserfahrungen vom
Tennisspielen in das Golfspiel einfließen lassen können und unglaublich schnell zum Erfolg
finden.
Die aufgezeigte Methode ist der richtige Einstieg für den Golfnovizen, kann aber auch dem
fortgeschrittenen Golfer zu Höchstleistungen verhelfen.
Mit der aufgeführten Lernmethode können Sie jedenfalls folgendes Erreichen:
 Sie lernen schnell Golf spielen und erreichen schnellst möglich die Platzerlaubnis
 Die Bewegungen sind einfach auszuführen
 Sofortiger Erfolg ist messbar (mehr Schlagweite und Genauigkeit)
 Sie machen innerhalb weniger Minuten schon Schläge wie Profis
 Der Hook: Traumschlag eines jeden Spielers (extra langer Schlag) wird machbar
 Der Hauptfehler im Golf: Slice-Schlag ist so gut wie ausgeschlossen
 Reduzierung der häufigen Fehler im Golf: Toppen und Ball fett schlagen
 Die Bewegungen belasten den Rücken weniger (gesundheitsschonend)
 Die Bewegungsausführung ist ökonomischer und deshalb weniger anstrengend
 Die Ballrichtung kann bewusster beeinflusst werden
 Sie benötigen beim Spielen weniger Konzentration
 Sie werden Golf schneller spielen können
 Sie werden weniger Angst beim Schlagen haben
 Sie erfahren die richtigen Denk- und Verhaltensweisen
 Erfolg konnte in allen Alters- und Leistungs-Klassen festgestellt werden
Mit soviel positiven Ergebnissen, sind wir sicher, dass auch Sie mit dieser Methode besser
zurecht kommen, als mit den herkömmlichen Golf Lehr- und Lernmethoden.
Wie sollten Sie mit diesem Buch vorgehen ?







Dieses Buch ist primär ein Arbeitsbuch. Sie sollten die Fragen im mentalen Teil
beantworten, oder schon beim Lesen fleißig Notizen machen.
Nehmen Sie dieses Buch zum Üben mit. Lesen Sie die Bereiche kurz vor Ihren Aktionen
nochmals durch.
Die kursiv geschriebenen Worte sind spezielle Golfausdrücke, die unter Golfersprache
von A - Z erklärt werden.
Wenn Sie sehr wissbegierig sind, wird Sie der wissenschaftliche Hintergrund
interessierten (Seite 8 ff).
Jeder lernt am besten entsprechend seines Grundcharakters, deshalb wurde eine
Einteilung von Spielertyp und Systematiker vorgenommen. Testen Sie sich erst, bevor Sie
mit dem Lernen beginnen (Seite 35).
Lernen und Spielen ist zunächst eine Kopfsache. Lesen Sie erst den Mentalen Teil (Seite
14 ff), bevor Sie mit der Technik beginnen (Seite 36 ff).
Der Golf-Fitness-Test wird Ihnen Ihre Stärken und Schwächen aufzeigen (Seite 67 ff).
Beginnen Sie nach dem Test mit dem Fitness-Bereich, der die geringste Punktzahl
ergeben hat.
Welche Vorteile bringt der Tennisspieler fürs Golfspielen mit ?
Erfahrungen auf einen sich bewegenden Ball (häufig mit zusätzlichem Seitwärtsdrall) blitzschnell
reagieren zu können. Einen Golfball, aus dem Ruhezustand zu schlagen wird somit zum
Kinderspiel, solange der Tennisspieler nicht die langsamen Golfergewohnheiten annimmt und
lange am Ball steht, bevor der Schlag ausgeführt wird.
Golfen wie Tennis spielen 8
Wissenschaftlicher Hintergrund
Tennisspieler lernen schneller Golf
Der folgende Beitrag ist ein kleiner Extrakt aus der Dissertation von Dr. Volker Bernhardt mit
dem Titel: "Unterschiedliche Lehr- und Übungswege für Golfnovizen: "Von kurz zu lang" vs. "von
lang zu kurz" - Eine empirische Überprüfung unter Berücksichtigung von Leistung, Beschwerden,
Befinden und Angst -.
Bei der wissenschaftlichen Überprüfung unterschiedlicher Lehrmethoden konnte sehr eindeutig
festgestellt werden, dass Personen mit Tennis-Vorerfahrung schneller Golf lernen.
Maxmincon-Prinzip: Eine Maximierung der experimentellen Varianz ist durch den
unterschiedlichen Einstieg und die Abwicklung des Unterrichtsprogramms der beiden Lehrwege
gegeben (Lehrweg 1 beginnt mit kurzen zu langen Schlägen und Lehrweg 2 beginnt mit langen zu
kurzen Schlägen). Auch während der Übungsphase findet dieses Prinzip Anwendung (Gruppe 1 &
Gruppe 3 üben 70 % kurze Schläge und 30 % lange Schläge und Gruppe 2 & Gruppe 4 üben 30 %
kurze Schläge und 70 % lange Schläge), wobei die Übungsprogramme zusätzlich noch inhaltliche
Unterschiede aufweisen.
Lehrwege und Übungswege
Zwei Lehrwege
- Lehrweg 1 (L1) = „kurz zu lang” (Schläge)
- Lehrweg 2 (L2) = „lang zu kurz” (Schläge)
Zwei Übungswege
- Übungsweg 1 (Ü1) = (70% kurze Schläge zu 30% lange Schläge)
- Übungsweg 2 (Ü2) = (30% kurze Schläge zu 70% lange Schläge)
Tab.
Personenverhältnis innerhalb der Gruppen mit Tennis-Vorerfahrung (> 1 Jahr) n = 34
oder ohne Tennis-Vorerfahrung n = 30.
Gruppen
L1ÜV1
L1ÜV2
L2ÜV1
L2ÜV2
mit Tennis-Vorerfahrung
5
11
12
6
ohne Tennis-Vorerfahrung
11
5
4
10
Auffallend ist der verstärkte Anteil von Probanden mit Tennis-Vorerfahrung in den Gruppen
2 und 3 (L1ÜV2 und L2ÜV1).
Golfen wie Tennis spielen 9
Tab.
Leistungsvariablen in Abhängigkeit von Vorerfahrung im Tennis nach Spieltest T1,
der nach 8 x 60 Minuten Lernzeit ausgeführt wurde.
(Grp.1: mit Vorerfahrung, n = 34; Grp.2: ohne Vorerfahrung, n = 30)
Variablen
Score
Strafschläge
Abschläge
Verlassen 50 m
Verlassen 50 m
Schläge 50 m
Schläge 50 m
Bunkerschläge
Chips
Putts
Kurzschl.50 m
Langschl. 50 m
Gruppe 1
M
SD
44,7
5,4
1,2
1,3
6,4
0,9
7,7
3,5
2,7
1,9
4,7
3,7
2,4
1,8
0,3
0,8
1,6
1,8
17,4
2,9
24,6
2,7
20,1
5,3
Gruppe 2
M
SD
50,3
8,7
2,0
2,1
6,5
0,9
9,1
5,2
2,3
1,6
5,9
4,3
2,7
1,9
0,8
1,5
1,9
2,2
18,2
3,1
26,0
4,1
23,6
7,1
t - Test
t
-3,11
-1,76
-0,39
-1,26
0,81
-1,22
-0,48
-1,49
-0,57
-1,01
-1,56
-2,24
p
0,003
0,08
0,24
0,21
0,42
0,22
0,63
0,14
0,57
0,31
0,12
0,02
Nach dem ersten Spieltest (T1) zeigen die Probanden mit Tennis-Vorerfahrung (mTV) gegenüber
den Probanden ohne Tennis-Vorerfahrung (oTV) ein Score-Unterschied im Mittelwertvergleich
von 5,6 Schlägen. Dieser Unterschied ist mit dem Wert 0,003 sehr signifikant. Auch mit den
Langschlägen ist die Gruppe 1 (mTV) der Gruppe 2 (oTV) überlegen, so dass auch dieser
Unterschied als signifikant herausgestellt werden kann.
Tab.
Leistungsvariablen in Abhängigkeit von Vorerfahrung im Tennis nach Spieltest T2
der nach 8 x 60 Minuten Lernzeit und 8 x 60 Minuten Übungszeit ausgeführt wurde.
(Grp.1: mit Vorerfahrung, n = 34; Grp.2: ohne Vorerfahrung, n = 29)
Variablen
Score
Strafschläge
Abschläge
Verlassen 50 m
Verlassen 50 m
Schläge 50 m
Schläge 50 m
Bunkerschläge
Chips
Putts
Kurzschl.50 m
Langschl. 50 m
Gruppe 1
M
SD
39,7
6,2
0,8
0,9
6,3
0,5
6,4
2,4
1,5
1,4
4,4
2,6
2,3
1,9
0,6
0,9
1,1
1,3
15,7
3,3
21,3
3,4
18,0
3,7
Gruppe 2
M
SD
44,8
6,1
1,0
1,1
6,4
1,1
7,3
2,9
1,9
1,6
5,6
2,8
2,6
1,6
0,6
1,1
2,4
4,3
17,4
3,1
24,2
6,3
19,7
5,7
t - Test
t
-3,34
-0,83
-0,39
-1,27
-1,11
-1,83
-0,65
-0,05
-1,56
-2,11
-2,29
-1,48
p
0,001
0,41
0,69
0,21
0,27
0,07
0,51
0,95
0,12
0,04
0,02
0,14
Golfen wie Tennis spielen 10
Nach dem zweiten Spieltest (T2) wird der Vorsprung der Gruppe 1 (mTV) gegenüber der
Gruppe 2 (oTV) im Mittelwertvergleich des Scores (5,1 Schläge) minimal reduziert, wird aber
hoch signifikant. Tendenziell signifikante Ergebnisse sind in den langen Schlägen 50 m von
der Spielbahn und beim Putten sowie Kurzschläge 50 m festzustellen. Die Gruppe 2 hat in
den langen Schlägen ( Langschläge 50 m) im Verhältnis zu Gruppe 1 aufgeholt, wodurch
keine Signifikanz mehr vorliegt. Zu diesem Mess-Zeitpunkt zeigt Gruppe 1 jedoch mit allen
Ergebnissen der einzelnen Schlagkategorien bessere Werte als Gruppe 2.
Tab.
Leistungsvariablen (T1) im Vergleich mit Tennis-Vorerfahrung und Lehrweg.
Variablen
Score
Strafschläge
Abschläge
Verlassen 50 m
Verlassen 50 m
Schläge 50 m
Schläge 50 m
Bunkerschläge
Chips
Putts
Kurzschl.50 m
Langschl. 50 m
Tennis-Vorerf.
F
p
9,4
0,003
3,1
0,08
0,1
0,68
1,5
0,21
0,6
0,43
1,5
0,22
0,2
0,62
2,1
0,14
0,3
0,57
0,9
0,32
2,23
0,14
4,91
0,03
Lehrweg
F
p
0,1
0,73
2,2
0,13
6,4
0,01
2,0
0,15
1,0
0,31
2,7
0,10
0,1
0,71
0,2
0,61
0,8
0,37
1,2
0,26
0,42
0,52
0,00
0,95
T-Vor. x Lehrweg
F
p
0,30
0,58
0,46
0,49
0,69
0,41
0,14
0,70
0,58
0,44
1,06
0,31
6,00
0,01
0,56
0,45
1,55
0,21
0,00
0,95
0,24
0,62
0,71
0,40
Der Einfluss der Tennis-Vorerfahrung wird im Mittelwertvergeich der beiden Gruppen
(Grp.1: mit Vorerfahrung, n = 34; Grp.2: ohne Vorerfahrung, n = 29) auf den Score sowie
Langschläge 50 m durch die Signifikanz bestätigt. Beim Lehrwegvergleich der Mittelwerte
ist ein signifikanter Einfluss auf die Abschläge zu konstatieren.
Als Interaktionseffekt von Tennis-Vorerfahrung und Lehrweg in bezug auf die beiden
Gruppen ist lediglich bei den Schlägen 50 m ein signifikantes Resultat zu finden.
Tab.
Leistungsvariablen (T2) im Vergleich mit Tennis-Vorerfahrung und Übungsweg.
Variablen
Score
Strafschläge
Abschlräge
Verlassen 50 m
Verlassen 50 m
Schläge 50 m
Schläge 50 m
Bunkerschläge
Chips
Tennis-Vorerf.
F
p
10,8
0,002
0,6
0,41
0,1
0,70
1,6
0,21
1,1
0,27
3,5
0,06
0,4
0,51
0,0
0,95
2,3
0,13
Übungsweg
F
p
0,3
0,55
0,1
0,71
0,1
0,72
0,0
0,91
0,1
0,81
0,1
0,80
3,4
0,06
3,1
0,08
0,1
0,76
T-Vor. x Übungs.
F
p
0,29
0,59
0,35
0,55
0,01
0,91
1,64
0,21
0,00
0,95
6,62
0,01
0,21
0,64
0,10
0,75
0,24
0,62
Golfen wie Tennis spielen 11
Putts
Kurzschl.50 m
Langschl. 50 m
4,3
5,42
2,13
0,04
0,02
0,14
0,1
3,08
0,54
0,72
0,08
0,46
0,00
0,99
0,06
0,93
0,32
0,81
Nach dem Spieltest (T2) ist der Einfluss der Tennis-Vorerfahrung auf den Score sehr
signifikant, auf die Putts und Kurzschläge 50 m signifikant. Das Übungsverhältnis selbst
zeigt keinen signifikanten Einfluss auf die Leistungsvariablen. Als Interaktionseffekt von
Tennis-Vorerfahrung und Übungsweg sind nur die Schläge 50 m mit Signifikanz auffällig.
Tab.
Leistungsvariablen (T2) in Abhängigkeit der Interaktion:
Lehrweg, Übungsweg und Tennis-Vorerfahrung (n=63)
Leistungsvariablen
Score
Putts
Kurzschl
Langschl.
50 m
Lehrweg
F p
0,42 0,51
0,02 0,88
1,11 0,29
0,03 0,86
Übung
F p
0,41 0,52
0,12 0,73
2,97 0,09
0,53 0,46
TenVor.
F p
10,7 0,00
5,12 0,02
5,94 0,01
1,98 0,16
LxÜ
F p
0,48 0,49
0,10 0,75
0,00 0,98
0,05 0,81
LxT
F p
0,12 0,72
5,11 0,02
0,83 0,36
0,35 0,55
ÜxT
F p
0,12 0,72
0,01 0,91
0,30 0,58
0,07 0,79
LxÜxT
F p
3,94 0,05
8,51 0,00
4,33 0,04
0,10 0,75
Betrachtet man den Einfluss der Interaktion (Lehrweg, Übungsweg und Tennis-Vorerfahrung)
in Abhängigkeit zu den vier interessantesten Leistungsparameter (Score, Putts, Kurzschl. 50
m, Langschl. 50 m), dann sind folgende Signifikanzen festzustellen: Der Score und die
Kurzschläge . 50 m zeigen zu dieser Interaktion signifikante Werte. Die Putts erzielen einen
hoch signifikanten Wert.
Der Mittelwertvergleich der Interaktion (Lehrweg, Übungsweg und Tennis-Vorerfahrung) in
bezug auf die Leistungsvariablen (Score, Kurzschl. 50 m, Langschl. 50 m) zeigt, dass die
Pbn. mit Tennis-Vorerfahrung durch L1Ü1 die besten Ergebnisse erzielen konnten. Die
meisten Schläge für alle Leistungsvariablen (Score, Putts, Kurzschl. 50 m, Langschl. 50 m)
der Pbn. mit Tennis-Vorerfahrung wurden durch L1Ü2 erzielt. Diese Ergebnisse
verdeutlichen, dass für die Pbn. mit Tennis-Vorerfahrung das Üben der kurzen Schläge
wichtiger ist als das Üben der langen Schläge.
Golfen wie Tennis spielen 12
Die Lehrmethode vom Kurzen zum Langen Schlag
Abbildung 1:
Pyramide der Vorgehensweise zum Erlernen der unterschiedlichen
Schlagarten vom kurzen zum langen Schlag.
Lehrmethode 1 (L1) vom - kurzen zum langen Schlag - basiert auf didaktisch-methodischen
Lernprinzipien oder Grundsätzen:




Von Einfach- zu Mehrfachanforderungen
Vom Wesentlichen zum Unwesentlichen
Von Anpassungen und Gestaltungen immer wieder zu Normungen und
Veränderungen
Vom Bekannten zum Unbekannten
Von Einfach- zu Mehrfachanforderungen
Dieses Lernprinzip provoziert ein sich gewöhnen an den Schläger (z.B. Griffhaltung) und die
ersten Ballreaktionen auf die Schlägerbewegung. Gerade aus erfolgsorientierten
Gesichtspunkten wird ein Treffen des Balles eher beim Putten möglich sein als bei voller
Schlagbewegung. Zur Vermeidung von Überforderung können die „Schlüsselgedanken” für
die kurzen Schläge auf ein Minimum reduziert werden, um den gewünschten Schlag
ausführen zu können. Für die kleineren Schlagbewegungen bedarf es außerdem weniger
Kraft, so dass Personengruppen, wie z.B. Kinder, weniger sportliche Personen oder auch
Senioren, über den sukzessiven Aufbau von den kurzen zu den langen Schlägen ebenfalls die
konditionellen Fertigkeiten (durch wiederholte Schlagbewegungen) verbessern können.
Vom Wesentlichen zum Unwesentlichen
Relevante Teilaspekte der Bewegung können zur „wesentlichen” Aufmerksam deklariert
werden und müssen vom Handelnden zunächst in Angriff genommen werden (z.B.
„Schlüsselgedanken”, die eine Schlagtechnik provozieren, welche das genaue Treffen des
Balles ermöglicht und somit Einfluss auf die genaue Richtung und Entfernung ausübt) bevor
die äußeren Faktoren (z.B. Gelände-Unebenheiten) als zunächst „unwesentliche” Faktoren
ins Kalkül genommen werden können.
Golfen wie Tennis spielen 13
Von Anpassungen und Gestaltungen immer wieder zu Normungen und Veränderungen.
Die Auseinandersetzung mit variierenden situativen Anforderungen haben Anpassungen und
erneute Gestaltungen zur Folge, wobei Normen wie „Schlüsselgedanken” Teil der
Bewegungsentwicklung bleiben müssen, die wiederum entsprechend veränderter Situation
eine Veränderung erfahren können.
Vom Bekannten zum Unbekannten
Bei diesem Lernprinzip geht es um den Erwerb der Neuigkeit. Aufbauend auf dem bereits
„Bekannten” (z.B. Alltagsbewegungen oder Sportarten mit ähnlichen/gleichen
Bewegungselementen) soll mit sukzessiver Information eine Weiterentwicklung zum
„Unbekannten” erfolgen. Metaphern (bildliche Vorstellungen) können Abhilfe leisten um die
Überleitung von bekannten Bewegungen zu ähnlichen Bewegungen zu finden (z.B.
Pendelbewegung des Uhrzeigers einer Standuhr als bildliche Vorstellung für die
Puttbewegung). Ähnliche oder gleiche Bewegungsmerkmale zeigen die Golf-Grundschläge,
so dass zunächst über die kleine Bewegung (eher kognitiv nachvollziehbar und einfachere
Bewegungssteuerung) eine sukzessive Steigerung des Bewegungsumfangs vorgenommen
werden kann und somit ein systematischer Aufbau vom Putten über das Chippen, Pitchen, ½
und ¾ Schlag bis zum vollen Schlag das Lernprinzip „vom Bekannten zum Unbekannten”
verwirklicht.
Die Logik dieser Lernprinzipien spricht für sich. Sie haben sich häufig schon allein aus
Sicherheitsgründen im Anfängersport durchgesetzt. Für das Golfspiel argumentieren viele
Golflehrer und Profispieler, dass der Golfer gerade aus 50 Metern zum Loch die meisten
Schläge benötigt und gerade deshalb der Golfnovize frühzeitig mit diesen Schlägen
konfrontiert werden sollte. Gary Player, der Golfprofi mit den meisten Turniersiegen
weltweit (neun Major Titel und über 160 Profisiege) behauptet:
„You drive for show, and putt for dough’,” (Player, 1988, S. 139).
Player ist jedoch nicht der einzige Golfprofi, der von diesem Lehrweg 1 überzeugt ist. Neben
vielen anderen Kollegen sollen hier nur einige der vielen Autoren aufgeführt werden, die
ebenfalls den Lehrweg für den Golfnovizen vom kurzen zum langen Schlag propagieren (vgl.
Bernhardt, 1980, 1989; Chamberlain, 1989; Lumb, 1987; P.G.A. of South Africa, 1990,
Anderson, 1991, Bernhardt & Player, 1993).
Budinger und Koch (1993) befürworten ebenfalls das Spiel auch im Kinder- und
Jugendtraining erst mit den kurzen Schlägen zu beginnen:
„Wir raten - unabhängig von der prozentualen Quote - zum methodischen Training
über das Prinzip der kleinen Schritte. Vom kleinen Schlag (Putt) zum längeren Schlag
(Chip) zu noch längeren Schlägen (Approach) und erst dann zu den langen Schlägen
und zum Drive.” (ebenda, S. 48).
oder an anderer Stelle wird von den gleichen Autoren festgestellt:
„Die praktische Erfahrung mit den kurzen Schlägen wird die Bewegung beim großen
Schlag intuitiv regeln.” (ebenda, S. 66).
Golfen wie Tennis spielen 14
Mentales Spiel
Golfen ist ein Kopfspiel !
Erst denken und dann tun oder noch besser: Bringen Sie sich
erst in die Stimmung, damit das Tun möglich wird und
Freude macht !
WOHLBEFINDEN
Golf spielen die meisten Menschen am besten, wenn eine innere Ruhe gegeben ist. Die Balance
von Yin and Yang, mit der eine neutrale Einstellung zur Sache gegeben ist. Es gilt also diese
innere Ruhe für gutes Golf so schnell wie möglich herzustellen, damit die gewünschte Energie
fließen kann, die sich vom inneren des Körpers über den Schläger bis zum Ball fortsetzt.
Stellen Sie sich die Beleuchtung im Wohnzimmer vor, wo mit Hilfe eines Dimmers der Stromfluss
auf stärker und schwächer reguliert werden kann. Stärker heißt weniger Widerstände und
schwächer bedeutet mehr Widerstände, welche im übertragenden Sinne Alltagsstress aus Beruf
oder dem sozialen Bereichen (Familie oder Freunde) oder einfach die anstrengende Fahrt zum
Golfplatz oder das lästige mobile Telefon, was nicht zu klingeln aufhören möchte, der zu große
Wille sich und anderen Personen außergewöhnliche Golfschläge zeigen zu wollen oder die Angst
vor der Blamage den Ball nicht zu treffen, besonders am ersten Abschlag, wenn viele Personen
zusehen. All diese gedanklichen Widerstände führen zu Bewegungsverspannungen, die den
Energiefluss hemmen und teilweise katastrophale Bewegungen entstehen lassen.
Es gilt also Strategien anzuwenden, die helfen gegen die Störfaktoren und Widerstände
vorzugehen um zunächst das gewünschte Wohlbefinden herzustellen, die Voraussetzung für
fließende Energie und somit guter koordinativer Bewegung für erfolgreiches Golfen.
Häufig beginnt das Dilemma schon bei den gesetzten Motiven.
MOTIVATION
'Motivus' heißt bewegen oder handeln. Motivation ist eigentlich das Handeln mit
Zielorientierung. Abhängig von der konkreten Zielstellung (Finalziel) können Zwischenziele eine
Planung ermöglichen, die zur schrittweisen Annährung an das Finalziel führen.
Wie schnell das Finalziel (Platzerlaubnis) erreicht wird, ist stark von der Bedürfnishaltung
abhängig, die mit positiven wie auch negativen Emotionen gekoppelt sein kann.
Also klären Sie für sich zunächst Ihre Motive für das Golfspielen. Erst wenn Sie wissen weshalb
Sie eigentlich Golf spielen möchten, können Sie auch planen und Ziele abstecken.
Kreuzen Sie einfach aus der folgenden Liste an:
Golfen wie Tennis spielen 15
Motivationale Aspekte
1.0
1.1
1.2
1.3
1.4
1.5
1.6
Leistungsaspekte:
Genauigkeit, Präzision
Fortbildung / neue Sportart lernen
Geschicklichkeit
Tolle Bewegung
Strategie
Körperbeherrschung
☐
☐
☐
☐
☐
☐
1.7
1.8
1.9
12.1
12.2
12.3
Sportliche Herausforderung
Erlangen der Platzerlaubnis
Wettkampf
Körperliche Fitness
Sportliche Bestätigung
Sportart erfordert keine
große Anstrengung
☐
☐
☐
☐
☐
☐
2.0
2.1
2.2
2.3
Gesundheitsaspekte:
frische Luft / Freiluft
Naturerlebnis
Out-door Sportart
☐
☐
☐
2.4
2.5
2.6
Sportliche Betätigung
Ausgleichsport - zum Beruf
Geringes Verletzungsrisiko
☐
☐
☐
3.0
3.1
3.2
3.3
3.4
3.5
Psychologische Aspekte
persönliche Herausforderung / Ehrgeiz
neue Bewegungserfahrung
Spaß, Freude, Faszination
Neues Erlebnis / Neues Hobby
taktisch aufregend
☐
☐
☐
☐
☐
3.10
3.11
3.12
3.13
3.14
☐
☐
☐
☐
☐
3.6
3.7
3.8
3.9
Interesse/ Neugierde
Entspannung/ Ruhe
Konzentration/ Selbstdisziplin
Spannung
☐
☐
☐
3.15
3.16
3.17
Erfolgsdruck
Ablenkung
Sinnvolle Freizeitgestaltung
Horizonterweiterung
Mentales Training / Nervliche
Kontrolle
Motivation
Drang zur Verbesserung
Erfolgserlebnis
4.0
4.1
4.2
4.3
4.4
4.5
4.6
4.7
Soziale Aspekte
Mitsprache über Golf
Spiel mit Freunden, Ehepartner
Soziales Feld von Golf kennen lernen
kommunikative Sportart
Etikette / Regeln
Internationales Umfeld
Sportart mit Niveau / Attraktivität
☐
☐
☐
☐
☐
☐
☐
4.8
4.9
4.10
4.11
4.12
4.13
4.14
Gemütlichkeit
Partner unabhängige Sportart
Geselligkeit
Eltern spielen Golf
Berufliche Kontakte
Soziale Kontakte
Exklusive Sportart
☐
☐
☐
☐
☐
☐
☐
5.0
5.1
5.2
5.3
5.4
5.5
Zukunftsperspektiven
Life time Sportart
Geschäftliche Ambitionen
alternative Sportart fürs Alter
Popularität
Berufliches Interesse
☐
☐
☐
☐
☐
5.6
5.7
5.8
Zusatzqualifikation
Fortbildung
Späterer Eintritt in Golf Club
☐
☐
☐
☐
☐
☐
Golfen wie Tennis spielen 16
6.0
6.1
6.2
6.3
6.4
6.5
6.6
6.7
6.8
6.9
Sonstige Gründe
Günstiges Angebot
Golf Club in der Nachbarschaft
Sport nicht abhängig von Jahreszeit
Viel Freizeit / Freizeitgestaltung
Golffahrer (Auto bezogen)
Professionelle Betreuung
Golf und Reisen
Abendheuer / Reiselust
Transfer vom Computerspiel
☐
☐
☐
☐
☐
☐
☐
☐
☐
6.10
6.11
6.12
6.13
6.14
6.15
6.16
6.17
6.18
Ästhetische Gründe
Erholungswert
Günstige Lage der Lehranstalt
Abwechslungsreiche Sportart
Ganzheitstraining
Ambiente
Golftechnik richtig lernen
Ergänzungssportart
Investition (Zeit / Geld)
☐
☐
☐
☐
☐
☐
☐
☐
☐
Schreiben Sie die angekreuzten Punkte noch einmal zusammen auf:
.............................................................................
.............................................................................
.............................................................................
.............................................................................
.............................................................................
Da Sie nun wissen weshalb Sie Golf spielen möchten, können Sie auch die Wertigkeit einschätzen
und entsprechend einen Trainingszeitplan erstellen.
Markieren Sie in Ihrem Terminplaner Zeit für das Golf
spielen und sehen Sie diese Eintragungen als wichtigen
Termin.
Nur jemand der plant findet schnell zum Ziel !
PLANEN
Trainingsplanung
Trainingsplanung beginnt mit einer ganz einfachen Grobkalkulation und anschließender
Feinplanung im Planungskalender. Eine grobe Tagesplanung könnte demnach
folgendermaßen aussehen:

8 Stunden zum Schlafen
Golfen wie Tennis spielen 17



2 Stunden zum Essen
10 Stunden Arbeit (und Sie sind schon ein Arbeitschampion)
4 Stunden für Vergnügen, Sport und Familie
Welche Schläge sollten am meisten geübt werden ?
Wir wissen, dass 60% aller Schläge aus ca. 60 m Entfernung zum Loch gespielt werden.
Demnach sollte auch unsere Übungszeit zu 60% für diesen Bereich festgelegt werden.
Sollten Sie also nur eine Stunde Übungszeit zur Verfügung haben, dann wäre folgende
Planung sinnvoll:
Prozentuale Verteilung
30 %
30 %
60 Minuten Übungszeit
18 Minuten
18 Minuten
40 %
24 Minuten
Schlagarten
Putten
Chip-, Pitch-, Bunker- schlag
Schläge bis 60m
Längere Schläge auf der
Übungswiese
Ziele setzen bedeutet planen, was unbedingte Voraussetzung für langfristigen Erfolg ist. Nur
wer genügend Zeit zum Üben und Spielen verplant und einhält, wird realistische Ziele
erreichen. Je größer die Zielsetzung, desto genauer sollte die Planung sein. Planen Sie also
nun ihre Ziele (kurz, mittel, langfristig):
Schreiben Sie Ihre Ziele nieder :
Wann wollen Sie diese Ziele erreichen ?
Wieviel Übungs- und Spielzeit räumen Sie für Golf ein:
(Tag / Woche / Monat) ?
Ziele
Ziel erreicht:
Monat Jahr
Übungs-Spiel-zeit
Tag Woche Monat
Kurzfristiges Ziel (ersten sechs Monate) :
Mittelfristiges Ziel (erstes Jahr) :
Langfristiges Ziel (nächsten drei Jahre) :
Schreiben Sie Ihr
“Finales Ziel”
in großen Buchstaben nieder.
Plazieren Sie Ihr Bild neben dieses und hängen Sie beides gemeinsam an
einen Ort wo Sie jeden Tag mehrmals daran erinnert werden.
Golfen wie Tennis spielen 18
Mein “Finales Ziel”
........................................
........................................
........................................
........................................
Unterschrift: ...............................................
Ziel-Analyse
Während der Festlegung von kurz-, mittel-, lang-fristigen Zielen haben Sie bereits Übungsund Spiel-Zeit eingeplant. Diese Ziele sollten Sie mit Ihrem Golflehrer besprechen, um seine
professionelle Einschätzung bezüglich realistischer Erreichbarkeit zu hören. Sehr gut!
Aus motivationalen Gründen ist es unbedingt erforderlich, dass die Ziele in der
vorgegebenen Zeit zu erreichen sind. Sie werden Interesse und Motivation verlieren, wenn
die Ziele zu leicht oder zu schwierig erreichbar sind. Eine ganz realistische Einschätzung ist
also erforderlich, Sollten dennoch Ziele schneller erreicht werden als antizipiert, dann sollte
schnellst möglich mit dem Golflehrer neu geplant werden.
Wichtig !
Belohnen Sie sich beim Erreichen aller Zwischen- und
Hauptziele.
Golfen wie Tennis spielen 19
EMOTIONEN
Jede Aufgabe, die einer Lösung bedarf, steht in direktem Bezug zur Person und den
Umweltfaktoren (z.B. die Aufgabe, einen Golfball über ein Wasserhindernis (Umweltfaktor))
schlagen zu müssen. Ohne einen einigermaßen verlässlichen Schlag für die Situation parat zu
haben, kann den Golfer (Person) mit Angst (Gefahr des Ballverlusts, somit zwei Strafschläge und
die noch ungelöste Aufgabe) konfrontieren.
Ist die emotionale Erregung zu gering (z.B. weinig Lust), wird die Leistung auch gering ausfallen.
Ist die emotionale Erregung allerdings zu hoch (z.B. zu viel Angst, Ärger oder Freude), dann kann
als Folge eine Leistungsreduzierung entstehen.
Es gilt also, die Emotionen auf ein Niveau zu bringen, welches die Vorraussetzungen zur
optimalen Aufgabenbewältigung herstellt. Dieses Niveau wird als "Zone der optimalen Erregung"
bezeichnet. Jede Abweichung von dieser idealen Zone kann durch psycho-regulative
Maßnahmen entgegengewirkt werden.
Bei zu starkem emotionalen Engagement, wie zum Beispiel Angst vor dem ersten Abschlag oder
einem schwierigem Schlag, können Entspannungsmaßnahmen helfen. Tiefes ein- und ausatmen
ist der einfachste Versuch. Progressive Muskel Entspannung ist eine weitere Alternative. Hier
kann über extreme Anspannung der Muskulatur (z.B. Faustbildung und festes Zugreifen, bis die
Unterarme zittern und dann durch Lösung der Anspannung), die ausgewählte Körperpartie
entspannt werden.
Auch das Herumtänzeln wie eine Marionettenpuppe lockert und entspannt. Die ständige
Gewichtsverlagerung von einem Fuß zum anderen, wie Sie es in der Bereitschaftsstellung vor der
Ballannahme des gegnerischen Aufschlags kennen, hilft ebenfalls Anspannung zu lösen.
Autogenes Training und Selbsthypnose sind Entspannungsmethoden, die langfristiges Training
erfordern und eher unter professioneller Anleitung erfolgen sollten.
Sollte zu geringe emotionale Erregung zur Aufgabenbewältigung vorhanden sein, dann gilt es,
über das "positive Selbstgespräch" das Emotionsniveau anzuheben.
“Ausgewogene Emotionen sind der Schlüssel zum Erfolg”
Gute Spieler sind hoch motiviert und konzentriert (führen ihre Schlag-Routinen aus), zeigen
über ihre Körpersprache Selbstvertrauen und ausgewogene Emotionen.
Gute und schlechte Schläge werden gleichwertig hingenommen.
Gute Spieler spielen : “cool happy” und “cool mad”!”
Machen Sie bitte die folgende Übung !
Schließen Sie Ihre Augen und denken Sie an eine Situation auf dem Golfplatz oder am
Arbeitsplatz, wo Sie Ärger („zu starke Emotionen”) umgehend erfolgreich bewältigt haben.
Schreiben Sie diese Situation nieder und mit welchem Rezept Sie diesem Ärger
entgegengetreten sind.
Golfen wie Tennis spielen 20
Situation: „zu starke Emotionen”: ......................................................................................
............................................................................................................................................
Wie haben Sie die „zu starken Emotionen” bewältigt ?
Ich........................................................................................................................................
............................................................................................................................................
Schließen Sie Ihre Augen und denken Sie an eine Situation auf dem Golfplatz oder am
Arbeitsplatz, welche Sie demotiviert hat („zu geringe Emotionen”), Sie aber dennoch eine
erfolgreiche Lösung gefunden haben. Schreiben Sie diese Situation nieder und mit welchem
Rezept Sie dieser Situation entgegengetreten sind.
Situation“zugeringeEmotionen” : .........................................................................................
.............................................................................................................................................
Wie haben Sie die „zu geringen Emotionen” bewältigt ?
Ich
.............................................................................................................................................
.............................................................................................................................................
Diese Aktion wollen Sie nicht einmal mehr denken !
Golfen wie Tennis spielen 21
KONZENTRATION
Konzentration bedeutet beim Golfen sich auf das Wesentliche für eine erfolgreiche
Schlagausführung einzustimmen.
Schauen Sie sich rechts das Bild an und fokussieren Sie Ihren
Blick auf die Trophäe und dann auf die beiden Gesichter, die
zueinander gerichtet sind. Jetzt konzentrieren Sie sich nur auf die
Trophäe und versuchen dieses Bild solange wie möglich zu
halten. Ihre Konzentrationsfähigkeit endet beim Verlust des
Bildes.
Sie werden feststellen, dass diese Zeitspanne nur relativ kurz ist.
Hieraus können wir folgern: "Nur kurz am Ball stehen, damit Sie
die positiven Gedanken und Konzentration nicht verlieren."
Folgendes Konzentrationsverhalten wird für den Schlag empfohlen:
Schritt 1: Aufnahme der externen Information
- Lage des Balles (z.B.: Grashöhe, Hanglage etc.)
- Wettereinflüsse (z.B.: Wind, Regen, Licht etc.)
- Hindernisse in Zielrichtung wahrnehmen
- Schlaglänge
Schritt 2: Interne Verarbeitung der externen Information
- an ähnliche Schlagsituationen erinnern und möglichst das Gleiche tun, was schon
mal erfolgreich getan wurde
Schritt 3: Probeschwung fürs Gefühl
(interne und externe Information)
- mit einem Probeschwung die Schlüsselgedanken für die Schlagausführung
vorfühlen
(z.B. für einen längeren Putt:
Ansprechposition: - Schläger etwas weicher greifen
- aufrechter Stand aber Augen in Linie des Balles
Schwunggedanke: - Schlägerkopf geradlinig zurück und zum Ziel schwingen und
dabei mit dem Schlägerkopf tief enden
Schritt 4: Schlagausführung
(interne und externe Information)
Schläger hinter den Ball setzen, nochmals zum Ziel schauen und sofort schlagen
Das alte englische Sprichwort: "analysis leads to paralysis". Zuviel Analyse führt zur Paralyse
und somit zur Bewegungsverkrampfung. Häufig ist die innere Intuition und das damit
verbundene Gefühl wertvoller für eine erfolgreiche Schlagausführung. Also nicht zu lange rum
machen !
Golfen wie Tennis spielen 22
SELBSTVERTRAUEN
Die meisten Menschen denken solange positiv bis etwas „schief geht”. Für einen erfolgreichen
Golfschlag ist eine realistische Einschätzung der zu bewältigenden Aufgabe unbedingt
erforderlich. Also nur Schläge auf dem Platz ausführen, die große Erfolgschancen haben. Mit
„positivem Selbstgespräch” an ähnliche Situationen erinnern und sich den Erfolg einreden.
“Positives Selbstgespräch”
Mein Leitsatz (bitte formulieren Sie Ihren eigenen Leitsatz als "positives Selbstgespräch):
.....................................................................................................................................
.....................................................................................................................................
Sollten Sie Ihr Selbstbewusstsein verlieren, dann den Leitsatz sich einige Male vorsagen
und nachfolgende Aktionen vornehmen:
“Selbstbewußt gehen”
Kopf hoch, Kinn hoch, Augen nach vorne, Schultern zurück, Arme schwingen lassen, locker
gehen wie eine Marionette oder ganz einfach locker und sanft wie auf Wolken gehen.
Transformation vom Negativen zum Positiven
“Wenn immer wir etwas Negatives sehen, ist das Positive nicht weit davon
entfernt.”
Jede Schwierigkeit als Herausforderung ansehen
und das Beste daraus machen.
Unterschreiben Sie bitte die folgende persönliche Verpflichtung:
Sollten mich negative Gedanken ereilen, dann werde ich
diese sofort in positive Gedanken umfunktionieren !
Unterschrift : ................................................
Datum : .............................
Sollten Sie die oben eingegangene Verpflichtung mal nicht einhalten, dann schlagen wir
vor, dass Sie Ihrer Wohltätigkeitsorganisation oder der Golf-Jugendkasse einen
bestimmten Geldbetrag spenden.
Golfen wie Tennis spielen 23
Zu viel Selbstvertrauen ist auch nicht gut !
Zu viel Selbstvertrauen führt häufig zu folgendem Verhalten:
Sie überfordern Ihre Golffähigkeiten, was meist erfolglose Golfschläge resultieren
lässt
Sie werden nachlässig für eine gute Vorplanung des Schlages
Sie vernachlässigen die Konzentration auf das Wesentliche vor und während der
Schlagausführung
Nur ein realistisches Selbstvertrauen hilft !
Verlust von Selbstvertrauen:
Symptom
Abhilfe
Schlechte Schläge beim Aufwärmen Benutzen Sie nur Schläger und Schläge
auf den Übungsanlagen
die immer noch einigermaßen
verlässlich funktionieren
Nervosität vor dem Abschlag
Entspannen Sie Ihren Körper durch
tiefes ein- und ausatmen.
Bessere Spieler spielen im gleichen Spielen Sie innerhalb Ihren eigenen
Flight.
Möglichkeiten; kopieren Sie nicht die
Mitspieler (spielen Sie mit Ihren
eigenen Schlagroutinen)
Der Golfplatz hat enge Löcher.
Benutzen Sie Schläger zu denen Sie das
meiste Vertrauen haben.
Angst an Löchern mit Wasser und Umspielen Sie diese Hindernisse oder
Sandhindernissen.
zielen Sie in eine andere Richtung,
auch wenn es nicht der direkteste Weg
zum Loch ist.
Schlechte Schläge auf dem ersten Es sind noch viele Löcher zu spielen,
Loch.
also keine Panik ! "Schlag für Schlag bis
zum Schluss das Beste geben".
Schlechte Schläge in der Rundenmitte Vielleicht hilft schon ein Getränk oder
eine Banane ?!
Schlechte Schläge am Ende der Runde Überprüfen Sie Ihre Ausdauer und das
generelle Fitness-level.
Selbstvertrauen stellt sich auch durch harte Arbeit und
Opferbereitschaft ein.
Erfolg führt meist zu weiterem Erfolg
Golfen wie Tennis spielen 24
ANGST
Die Angst ist wohl der eindeutige Gegenspieler zum Selbstvertrauen. Also gelten auch hier die
Verfahren, die zur Stärkung und Verbesserung des Selbstvertrauens aufgeführt wurden.
Über den Bezug zu den Emotionen wird der Angstfaktor als motivationaler Antrieb gesehen, mit
dem die "Zone der optimalen Erregung" erreicht werden kann. Sollte allerdings die Angst zu
stark ausgeprägt sein, was sich durch somatische Symptome (schwitzende Hände, nervöse
Bewegungen, Ziehen im Bauchbereich, übel werden bis zum Erbrechen, Harndrang usw.) zeigt,
muss nach der Ursache geforscht werden, welche für die übermäßige Angstauslösung
verantwortlich ist. Als Grundprobleme könnten vorliegen:
Symptom
Abhilfe
Zu hohe eigene Erwartungshaltung, die Schätzen
Sie
Ihre
Fähigkeiten
nicht erfüllt werden kann (Angst vor realistisch ein und tun Sie nur solche
dem Versagen).
Aktionen, die große Erfolgschancen
haben.
Zu hohe Erwartungshaltung von Spielen Sie bei Gesprächen oder
anderen Personen (Familie, Freunde, Interviews eher den Tiefstapler
Gesellschaft) an die eigene Person
(obwohl Sie im inneren an sich
glauben) und überraschen Sie dann
lieber, wenn es trotzdem gut gelaufen
ist.
Angst nicht mithalten zu können, wenn Spielen Sie innerhalb Ihren eigenen
Sie mit besseren Spielern spielen.
Möglichkeiten; kopieren Sie nicht die
Mitspieler (spielen Sie mit Ihren
eigenen Schlagroutinen)
Angst am ersten Abschlag (Blamage)
Atmen Sie tief und ruhig, so dass Sie
sich entspannen. Nehmen Sie einen
Schläger, der häufig funktioniert und
bleiben Sie innerhalb Ihrer SchlagRoutine.
Angst vor besonderen Schwierigkeiten Umspielen Sie diese Hindernisse oder
(an Löchern mit Wasser und zielen Sie in eine andere Richtung,
Sandhindernissen).
auch wenn es nicht der direkteste Weg
zum Loch ist.
Angst die Führung oder das gute Vergessen Sie das gewinnen Wollen
Ergebnis noch zu verlieren
oder ein gutes Ergebnis zu verteidigen.
Sie wollen nur Schlag für Schlag mit
Ihren Schlag-Routinen ausführen. Alles
weitere ist sowieso dem Zufall
überlassen.
Angst vor Verletzungen
Wärmen Sie sich vor dem Spiel mit
leichten, weichen Bewegungen erst
auf (auch Dehnungsübungen). Im Spiel
achten Sie bitte auf den Untergrund,
auf dem der Ball liegt (Steine dürfen
entfernt werden).
Golfen wie Tennis spielen 25
ZUSAMMENSPIEL
Die aufgeführten psychologischen Konzepte wie Motivation, Emotionen, Konzentration,
Selbstvertrauen, Angst treten meist in enger Wechselbeziehung auf und werden hier auch nur
aus Gründen der theoretischen Betrachtung separat abgehandelt.
Motivation steht als Basis zur optimalen Leistung. Nur mit einem hohen Motivationsniveau
werden alle weiteren psychologischen Konzepte positiv beeinflusst. Obwohl zur Überprüfung der
Emotionen und der Klärung nach Selbstvertrauen eine Art von Konzentration vorhanden sein
muss, bezieht sich die Konzentration in diesem Zusammenhang eher auf die direkte
Vorbereitung des Schlages (Vor-dem -Schlag-Routine) und rangiert somit als Endglied auf die
gesamte Schlagvorbereitung. Gute Konzentration wird nur dann möglich sein, wenn die
Emotionen mit optimaler Erregung unter Kontrolle gebracht worden sind und das
Selbstvertrauen mit hoher, realistischer Einschätzung vorliegt. Erst wenn die Schlag-Routine
ebenfalls ohne Störeinflüsse (z.B. plötzlich aufkommender Wind, Personen bewegen sich,
Geräusche etc.) abgewickelt werden kann, sind beste Voraussetzung für eine erfolgreiche
Schlagausführung geschaffen.
Damit das Zusammenspiel der oben erwähnten psychologischen Konzepte bestmöglich
funktioniert, hilft zunächst eine generelle Grundeinstellung des Wohlbefinden.
Ich fühle mich wohl !
Wie häufig sehe ich Personen, die sich auf einem wunderschönen Golfplatz befinden, sich aber
wegen einem kleinen weißen Bällchen tierisch aufregen, ärgern und somit sich und den
Mitspielern den Tag verderben. Es gilt also zwischen Leistung und Umgebung zu relativieren.
Genießen Sie erst mal die Landschaft, das wunderschöne Ambiente, den schönen Rasen, auf
dem Sie spazieren gehen dürfen. Spielen Sie doch einfach auf keinem Golfplatz, auf dem Sie
nicht auch ohne Golfball spazieren gehen würden.
Golf muss vor allem ein Genuss sein,
auch wenn die erwartete Leistung nicht stimmt !
Wenn die Leistung nicht stimmt, dann haben Sie entweder mentale oder technische Probleme,
die Sie mit Ihrem Golflehrer beheben können.
Sollten Sie sich dem Vergleichskampf, oder besser gesagt dem Vergleichsspiel, mit anderen
Golfern aussetzen, dann werden Ihnen die folgenden Hinweise helfen.
Golfen wie Tennis spielen 26
GEWINNEN
Jeder von uns möchte gerne ein Gewinner sein !? Turniere werden meist mit einer gewissen
Überraschung gewonnen. Ist der Wille zum Gewinnen zu stark, kommt es häufig zu
Verkrampfungen und somit zu schlechten Golfschlägen, die einen Turniergewinn nicht
zulassen. Mit den folgenden Hinweisen erhalten Sie Hilfen, diese übermäßigen Anspannungen
und Ängste abzubauen, um hierdurch günstige Voraussetzungen zum Gewinnen zu schaffen.
Vorbereitung für das Turnier
Entwickeln Sie mit Ihrem Golflehrer ein detailliertes Trainingsprogramm,
welches Sie auf das Turnier vorbereitet.
Praktizieren Sie täglich eine Entspannungsroutine, die Ihnen helfen wird, auch
in Drucksituationen die erforderliche Ruhe zu finden.
Sollten Sie ein Turnier auf einem fremden Golfplatz spielen, ist es ratsam vor dem Turnier
den Platz durch einige Übungsrunden kennen zu lernen, wobei Entfernungen vermessen
werden sollten. Golfprofis üben schon einige Tage vor Turnierbeginn Spezialschläge, die
hauptsächlich für den Turnierplatz benötigt werden.
Üben Sie vor einem wichtigen Turnier lieber auf der Runde als auf der
Übungswiese. Es gilt jetzt, mit dem vorhandenen Schlagrepertoire die unterschiedlichen
Spielsituationen zu meistern und mehr dem Bewegungsgefühl zu vertrauen.
Während der Aufwärmschläge sollten Sie nicht an Ihrem Schwung arbeiten sondern nur
ein angenehmes Schwunggefühl suchen.
Suchen Sie einen guten Begleiter (Caddy), der Ihnen nicht nur beim Spiel
sondern auch aufbauende Unterstützung leistet.
behilflich ist,
Sollte Ihnen der Golfplatz nicht auf den ersten Eindruck zusagen, schreiben Sie eine
Liste mit allen positiven Aspekten des Platzes zusammen, wiederholen
Sie
diese
Aspekte solange bis die Einstellung gegenüber dem Platz im Gesamten positiver wird. Je
stärker Sie diese positive Einstellung finden können, desto größer werden die
Erfolgschancen für das Turnier.
Nachdem Sie genügend Erfahrungen auf dem Platz gesammelt haben, schließen Sie
Ihre Augen und spielen Schlag für Schlag sowie Loch für Loch den Platz in
idealtypischer Weise. Je häufiger Sie diese mentale Spielweise wiederholen, desto mehr
Selbstvertrauen werden Sie am Turniertag zeigen.
Nachdem Sie gegessen haben, sollte wenigstens eine Stunde Verdauungspause
eingehalten werden, bevor Sie lange Golfschläge schlagen.
Golfen wie Tennis spielen 27
Versuchen Sie ca. 90 Minuten vor Ihrer Abschlagzeit auf dem Golfplatz zu sein. Sie sollten
vor allem alle Bewegungen und Aktionen in Ruhe ausführen (mit Hektik geht das Spiel
meistens schief).
Praktizieren Sie Ihre Schlag-Routine auch während der Schläge in der Aufwärmphase.
Sollten Sie vor dem ersten Abschlag nervös sein, atmen Sie einige Male schnell tief ein
und aus, bis Sie sich wieder beruhigt haben. Vertrauen Sie dann Ihrer Schlag-Routine
(ganz besonders für den ersten Schlag).
Während des Turniers
Spielen Sie mit adäquater Schlag-Routine Schlag für Schlag.
Versuchen Sie nur Schläge, die eine hohe persönliche Erfolgsquote haben.
Riskieren Sie nur schwierige Schläge, die beim Gelingen einen Schlag sparen
können.
Spielen Sie generell innerhalb Ihrer persönlichen Möglichkeiten.
Versuchen Sie nicht Mitspieler zu kopieren. Dieser Grundsatz gilt besonders, wenn es
wesentlich bessere Golfspieler sind.
Bleiben Sie ruhig, entspannt und locker, auch wenn das Spiel noch nicht Ihren
Vorstellungen entspricht.
Positives Selbstgespräch hilft, auch anstrengende Spielphasen zu überwinden.
Genießen Sie vor allem die Umgebung auf dem schönen Golfplatz.
Indem Sie über einen schlechten Schlag lachen, werden Sie entspannen und haben somit
die notwendige Lockerheit für den nächsten Schlag.
Läuft Ihr Spiel so gut, dass ein Turniersieg möglich ist, sollten Sie besonders darauf
achten auch während der verbleibenden Löcher die Schlag-Routine beizubehalten.
Eigentlich sollten Sie nie an einen Turniersieg denken. Spielen Sie Schlag für Schlag mit
voller Konzentration bis zum letzten Loch. Der Turniersieg ergibt sich sowieso
nur
dann,
wenn Sie bis zum Schluss erfolgreiche Golfschläge ausführen.
Spielen Sie Schlag für Schlag und denken Sie nicht an die Vergangenheit oder
Zukunft des Spieles. Golf sollte in der Gegenwart gespielt werden.
An heißen Tagen sollten Sie besonders viel Mineralwasser trinken (höherer
Mineralverlust durch das Schwitzen). Sollten Sie besonders zum Ende der Runde müde
werden, hilft auch schon mal eine Cola.
Golfen wie Tennis spielen 28
Versuchen Sie, während des Spielens nicht zuviel zu essen. Ihr Blut sollte im Kopf
den Muskeln zirkulieren und nicht hauptsächlich zur Verdauung im Magen.
und
Sollten Sie dennoch während der Runde hungrig werden, essen Sie für schnelle
Energiezufuhr eine Banane oder einen Energieriegel.
Nach dem Turnier
Wenn Sie nach dem Spiel Bilanz ziehen und feststellen, dass es Ihnen gelungen ist,
während des ganzen Spiels - für jeden Schlag - mit voller Konzentration die SchlagRoutinen durchzuführen, haben Sie die größte Schlacht geschlagen, nämlich
die
Schlacht der eigenen Nachlässigkeit.
Analysieren Sie Ihre Schläge nach dem Spiel mit Hilfe der Rundenanalyse und üben Sie
dann die Schwachstellen.
Essen Sie nach dem Spiel eine kohlenhydratreiche Kost (Nudelgerichte) um die
Energiespeicher wieder aufzuladen.
Besprechen Sie Ihre Spielschwächen mit Ihrem Golflehrer und arbeiten Sie gemeinsam
diese Schwachstellen auf.
Belohnen Sie sich nach einem guten Spielergebnis mit etwas, was nicht mit Golf zu tun
hat aber zu Ihren besonderen Interessen gehört.
Ein Gewinner in diesem Spiel zu werden, kann seine Zeit dauern, also genießen Sie vor
allem den Weg dorthin.
Golfen wie Tennis spielen 29
LOSLASSEN
"Den Schläger loslassen" - "Nein, nicht den Schläger, sondern innerlich loslassen. Wenn Sie sich
nach den folgenden Punkten schon verhalten, dann brauchen Sie die Kapitel über mentales
Training nicht zu studieren:
Sie spielen Golf nur des Spielens willen und nicht um sich oder anderen etwas zu
beweisen.
Sie spielen Golf wie Kinder, die sich an gelungenen Schlägen erfreuen und misslungene
ignorieren.
Wenn Sie Leistungsziele haben, sind diese als erreichbar formuliert und werden mit
realistischer Planung schrittweise umgesetzt, ohne extremen Druck dabei einzubeziehen.
Sie betrachten das Wort Handicap als eine notwendige Formalität, spielen auf dem Platz
aber nur Schlag für Schlag als würde es diese Zahl und das Wort (wer hat schon gern ein
Handicap !?) gar nicht geben.
Sie spielen Golf am liebsten alleine oder nur in angenehmer und lustiger Gesellschaft.
Für Sie ist der Spaziergang in der freien Natur, auf den vielfältigen Golfplätzen viel
wichtiger als mit dem kleinen Ball traumhafte Ergebnisse zu erzielen.
Sie haben Ihren inneren Frieden gefunden, welcher weder durch Mitmenschen oder zu
engstirnige Regeln aus dem Gleichgewicht gebracht werden kann.
Sie haben ganz einfach Spaß an den Bewegungen mit dem Golfschläger und zeigen
Offenheit immer wieder andere Aktionen auszuprobieren.
Sie spielen Golf risikoreich, wobei Sie die eigene Könnensstufe mit in Betracht ziehen.
Sie stellen sich nicht mehr dem Wettkampf, sonder spielen nur noch Golf aus purer
Freude.
Für Sie ist der Weg das Ziel, und nicht eine zugeteilte Trophäe.
Für Sie ist Golf eine wunderschöne Nebensache, die man möglichst häufig ausüben
möchte.
Sie können in philosophierender Weise an einem Wasserhindernis verweilen, in welches
Sie sehr häufig Ihren Ball versenken.
Sie würden auch Golf spielen, wenn Sie niemals damit einen Preis gewinnen könnten.
Golfen wie Tennis spielen 30
Info bevor es los geht:
Für die Einsteiger
AUSRÜSTUNG
Golfkleidung, Golfhandschuh und Golfschuhe
Als grundlegende Richtlinie gilt bequeme sportliche Kleidung
zu tragen. Besonders die Oberbekleidung sollte die
Bewegungsfreiheit nicht einschränken. Golfspielen auf dem
Platz dauert bei 18 Löcher bis zu fünf Stunden. Innerhalb solch
einer Zeitspanne kann das Wetter wechseln, so dass für
kältere Temperaturen immer ein Pullover zusätzlich parat sein
sollte. Eine wasserdichte Regenbekleidung in der Golftasche
mitzuführen ist jedem Golfspieler zu empfehlen, besonders
wenn wenig Unterstellmöglichkeiten auf dem Golfplatz
aufzufinden sind. Bei der Wahl solch einer Regenbekleidung ist
ebenfalls auf Bewegungsfreiheit zu achten und wenn irgend
möglich geräuscharmes Material zu wählen, was beim
Schwingen nicht zusätzlich die Konzentration stört.
Die meisten Golfer tragen einen Handschuh, welcher der
dominanten Schlagseite zur entsprechende Grifffestigkeit
verhelfen soll. Für Anfänger sind Golfhandschuhe aus sehr
dünnem Leder sogar beidhändig zu empfehlen, da das
ungewohnt häufige Schwingen des Golfschlägers meist mit
härterem
Zugreifen
verbunden ist und somit verstärkte Reibungskräfte zu
Blasenentwicklung an den Händen führen können.
Die meisten Golfplätze lassen auch Anfänger nur
mit Golfschuhen auf dem Golfplatz spielen.
Wichtig ist einen Kompromiss zwischen bequemen
und fest anliegendem Schuh zu finden. Bequem, damit mit
dem Schuhwerk lange Strecken gelaufen werden kann,
ohne Druckstellen oder Blasen an den Füßen zu bekommen und fest, damit die ungewohnte
Fußbewegung durch den Schuh zusätzlichen Halt erfährt und somit gegen ein Umknicken im
Fußgelenk vorgebeugt wird. Für zusätzliche Standfestigkeit sind die Golfschuhe mit einer Spikeoder Noppensohle ausgestattet. Viele Golfplätze lassen nur
noch Noppensohlen zu. Noppenschuhe sind generell
leichter und ermöglichen schon deswegen ein bequemeres
Gehen. Außerdem sollte der Schuh wasserdicht sein, denn
nicht nur der Regen von oben, sondern auch der Morgenoder Abend-Tau kann nasse Schuhe verursachen.
Golfen wie Tennis spielen 31
Golfschläger, Golfbälle, Golftasche
Golfschläger bestehen aus den Hauptkomponenten: Schlägerkopf, Schlägerschaft und
Schlägergriff.
Durch die Gewichtsverlagerung an die Peripherie
(perimeter weighted) des Schlägerkopfes oder an die
beiden Außenseiten des Putters (toe and heel balanced)
können
Treffer-Abweichungen
vom
Schlägerkopfschwerpunkt leicht kompensiert werden.
Dieses Kompensieren durch die Schlägerkopfkonstruktion
ist gerade für den Anfängergolfer von Vorteil, da die Bälle
noch selten im Mittelpunkt des Schlägerkopfes (meist der
Punkt vor dem Schlägerkopfschwerpunkt) getroffen werden. Durch das Gießverfahren (ironcasting), wobei das Metall in Wachsformen der gewünschten Eisenköpfe gegossen wird, kann
nicht nur das Gewicht an die Peripherie des Schlägerkopfes verlagert werden, sondern auch
Gewichtsverteilung nach oben oder unten im Schlägerkopf manipuliert werden. Wird mehr
Gewicht zur Schlägerkopfsohle hin verlagert, senkt sich damit der Schlägerkopfschwerpunkt und
die Kraftübertragung erfolgt somit im tieferen Teil des
Balles, was ihn schneller steigen lässt, ein weiterer Vorteil
für den Anfänger.
Die Seele des Schlägers ist jedoch der Schlägerschaft,
welcher
meistens
aus
Materialien wie Stahl, Graphit
oder Boron-Graphit gefertigt
wird.
Als Anfänger ist sicherlich der
Graphit-Schaft vorzuziehen.
Dieser Schaft macht durch sein
leichtes Gewicht den Schläger insgesamt leichter, wodurch dieser
auch schneller bewegt werden kann. Sollten die Bälle nicht im
Zentrum des Schlägerblattes getroffen werden (was gerade bei
Anfängern häufig vorkommt), dann gibt es verstärkte Vibrationen,
die durch einen Graphit-Schaft am ehesten kompensiert werden
(Gefahr von Muskel- und Sehnenentzündungen durch
Schlagvibrationen wird gemindert). Ein Graphit-Schaft hat eine
schnelle Dehnungsauflösung, was mehr Schlägerkopfgeschwindigkeit bedeutet und somit auch
mehr Flugweite für den Ball.
Mit shaft-flex wird der Härtegrad des Schaftes bezeichnet, der durch die Wandstärke oder durch
die Abstufungen des Schaftes beeinflusst werden kann. Für den Golfnovizen wird zunächst ein
weicherer Schaft empfohlen, da die Bewegung noch sehr langsam ausgeführt wird.
Laut Regel 4.4 dürfen Sie mit maximal 14 Schlägern auf dem Platz spielen.
Für Sie reichen aber zunächst 4 Schläger (Putter, Sand-Wedge, Eisen 7 und Holz 5) um die
Platzerlaubnis so schnell wie möglich zu erreichen.
Golfen wie Tennis spielen 32
Der kleine weiße Golfball
unterliegt strengen Normen,
die
vom
höchsten
Regelkomitee des Royal and
Ancient Golf Club of St.
Andrews, für alle Golfspieler
festgelegt wurden. Hiernach
darf der Ball nur eine Größe
im Durchmesser von 1,68 inch
= 42,67 mm und 45,9 g
wiegen.
Allerdings ist dennoch Spielraum bei den Materialien für den Golfball eingeräumt.
Prinzipiell werden Gummimischungen und Kunststoffe verwendet, mit denen der Ball einen Kern
und Schale erhält. Eine weiche Außenschale bedeutet mehr Reibungswiderstand im
Treffmoment und somit mehr Rückwärtsdrall, eine Eigenschaft die gerade gute Spieler suchen,
um den Ball noch kontrollierter zum Loch schlagen zu können. Der Nachteil hierfür ist, dass solch
eine Außenschale, bei schlechtem Treffen des Balles, sofort verletzt wird und der Ball
unbrauchbar wird. Solch ein Ball wird zu einem sehr kostspieligen Spiel für den schwächeren
Golfer, der eben noch selten genau trifft. Für Ihn ist der Ball mit Surlyn Außenschale zu
empfehlen. Die härtere Kunststoffschale ist weniger empfindlich und verzeiht auch mal "BallKopfschläge". Obwohl schon seit vielen Jahren Bälle mit unterschiedlichen Farben auf dem
Markt sind, hat sich bis heute die weiße Farbe durch gesetzt. Die unterschiedlichen Nummern
auf den Bällen helfen zur Identifikation des eigenen Balles, besonders wichtig, wenn zwei Spieler
einen Ball von gleicher Firma benutzen. Die kleinen Einbuchtungen auf der Schale werden
"Dimples" genannt. Über die Anzahl (bis zu 500) und die Platzierung auf der Schale können die
Flugeigenschaften mit beeinflusst werden.
Der Ball-Kern ist jedoch der Hauptfaktor für die Flugeigenschaften der Golfbälle. Ein aus
Außenschale und Kern gefertigter Ball "two piece ball" ist die einfachste Herstellungsform, somit
die kostengünstigste und sicherlich für den Golfnovizen zunächst gedacht. Ein solcher Ball hat
meist eine harte Außenschale, um harte Ausrutscher zu verkraften und eher eine flache
Flugbahn um extra Rolllänge zu ermöglichen.
Die gewickelten Ball-Kerne "three piece ball" und mit mehreren Schichten belegten Ball-Kerne
"four or more piece ball" können die gewünschte Abstimmung von Schlagweite, Schlaggefühl,
Rückwärtsdrall und somit Flughöhe beeinflussen. Hier heißt es ausprobieren, bis der richtige Ball
für den schon besseren Spieler gefunden wird.
Eine weitere variable Größe ist die Kompression des Balles. Im Treffmoment wird der Ball durch
das Auftreffen des Schlägers zur Ellipse verformt, der Ball wird also zusammengedrückt. Damit
für jeden Spieler annährend die ideale Ellipsenform erreicht werden kann, gibt es nun
unterschiedliche Härtegrade für Golfbälle. Für einen langsamen Schwung wird ein Ball mit
geringerer Kompression (80) empfohlen und für den schnellen Schwung eher eine höhere
Kompression von (100).
Als Golftasche stellt sich die Frage nach einer Tragetasche oder
einer, die auf einem Ziehwagen transportiert werden soll.
Besonders die Tragetasche sollte aus leichtem aber stabilen
Material sein. Das Gewicht der Golfschläger und die weiteren
Utensilien wie Regenbekleidung, Schirm und evt. extra
Bekleidung sind schon Gewicht genug für den langen Weg auf
dem Golfplatz. Bevor wir mit dem Golfen beginnen, sollten
Sie herausfinden wie Sie am schnellsten lernen.
Golfen wie Tennis spielen 33
LEARNSTIL TEST
Als Individuum unterliegen wir einem individuellen Lernstil.
Gelernt wird mit Hilfe der Sinnesorgane: Augen (sehen), Ohren (hören), Gefühlsorgane (fühlen),
Nase (riechen) und Zunge (schmecken). Beim motorischen Lernen sind jedoch das Sehen, Hören
und Fühlen vorrangig beteiligt. Da dennoch bedeutende individuelle Präferenzen in bezug auf
diese Sinnesorgane anzunehmen sind, gilt es, mit dem folgenden Test herauszufinden, welche
Sinnesorgane primär bei der Informations- Aufnahme, -Verarbeitung und Bewegungsausführung
bei Ihnen zum Einsatz kommen.
Bitte führen Sie den folgenden Test aus !
I.
Aufnahme von Informationen
Entsprechend meinen Erfahrungen beim Golflernen oder anderem Bewegungslernen möchte
ich die Aufnahme von Informationen primär mit folgenden Präferenzen erhalten:
Bewerten Sie die folgenden fünf Alternativen,
wobei 5 die höchste und 1 die niedrigste Bewertung bedeutet.
Lesen
Beobachtung
Gesprochene Information
Geräusche
Bewegung fühlen
II.
--------------------------
Verarbeitung der Information
Nachdem Sie Informationen bekommen haben, sollen diese folgendermaßen verarbeitet
werden:
Bewerten Sie die folgenden vier Alternativen,
wobei 4 die höchste und 1 die niedrigste Bewertung bedeutet.
Visualisierung (bildliche Verarbeitung der Information )
----Selbstgespräch (Information in eigene Worte fassen)
----Innere Empfindung (Übertragung der Information in Bewegungsgefühl)
----Innere Geräusche (Übertragung der Information in Geräuschempfindung) -----
Golfen wie Tennis spielen 34
III.
Aktion nach Informations-Verarbeitung
Nachdem Sie die Information verarbeitet haben, wollen Sie folgendermaßen handeln:
Bewerten Sie die folgenden fünf Alternativen,
wobei 5 die höchste und 1 die niedrigste Bewertung bedeutet.
Niederschreiben
Bilder malen
Gespräch führen
Geräusche imitieren
Bewegungsausführung
der relevanten Information
-----als graphische Darstellung der Information
-----zur Überprüfung der relevanten Information -----die den Schlag oder die Bewegung betreffen
-----als direkte Informationsumsetzung
------
Übertragen Sie nun die beiden höchsten Bewertungen einer jeden Kategorie
in die folgende Lernstil - Zusammenfassung:
Lernstil - Zusammenfassung:
I.
II.
III.
Aufnahme von Informationen
1.
..............................
2.
..............................
Verarbeitung von Informationen
1.
..............................
2.
..............................
Aktion nach Informations-Verarbeitung
1.
..............................
2.
..............................
Golfen wie Tennis spielen 35
SPIELER oder SYSTEMATIKER ?
Schauen Sie auf Ihre Lernstil-Zusammenfassung. Entsprechend der folgenden Zuordnung
können Sie feststellen, in welcher Weise Sie die Golf-Grundschläge primär lernen sollten:
Spieler ►
LernstilZusammenfassung
◄ Systematiker
Empfohlene
Lern-Orientierung
LernstilZusammenfassung
Visualisierungshilfen
Lesen
Empfohlene
Lern-Orientierung
Beobachtung
Bewegung fühlen
Visualisierung
Gesprochene
Information
Innere Empfindung
Schlüsselgedanken
Niederschreiben
Sofortige
Bewegungsausführung
Gefühlshilfen
Gespräch führen
Bilder malen
Geräusche imitieren
Da Golf ein Spiel ist, wird es der Spieler mit guter bildlicher Vorstellung (Visualisierung) und
gutem Bewegungsgefühl leichter haben als der Systematiker, der eher zur Überbetonung
von technischen Details neigt und dabei den wichtigen Bewegungsfluss hemmt.
Die Auswahl der Schlüsselgedanken für den Bewegungsablauf ist deshalb für den
Systematiker von entscheidender Bedeutung. Obwohl beide Lerntypen (Spieler und
Systematiker) Präferenzen auf Grund Ihres Naturells und von bereits gemachten
Lernerfahrungen mitbringen, ist sogar zu empfehlen genau das Gegenteil zu versuchen.
Der Systematiker beginnt mit dem Visualisieren und den Gefühlsanweisungen, wodurch er
sicherlich mehr entspannen lernt und sich nicht zu sehr in Technik hinein verkrampft. Der
Spieler hingegen kann durch die Schlüsselgedanken etwas mehr Struktur in sein Spiel
bringen und wird dadurch auch konzentrierter spielen.
Dieses scheinbar paradoxe Prinzip passt generell zum Golf spielen, es ist eigentlich nur
wieder die Verschmelzung von Yin und Yang, was Erfolg, Neutralität und Aktionen ohne
Widerstand bedeutet.
Golfen wie Tennis spielen 36
Golfen wie Tennis spielen für
den Einsteiger
Hauptsächliches Anliegen dieses Buches ist den Tennisspieler so schnell wie möglich erfolgreich
zum Golf spielen zu führen.
Die Mindestanforderungen für das Golfspiel sind die langen Schläge, das Annähren und das
Putten auf dem Grün. Der Ball muss über große Distanzen geschlagen werden, denn die Löcher
haben zum Teil Längen bis über 500 Metern. Hierfür brauchen wir die langen Schläge und keine
Angst, Sie brauchen diese 500 Meter nicht gleich mit einem Schlag schaffen, was sowieso keinem
normal sterblichen gelingt. Unser Ziel sind zunächst 100 bis 150 Meter Schläge. Ist der Ball über
die langen Schläge in die Nähe des Grüns gelangt, dann ist der Pitch - Annährungsschlag gefragt.
Mit dem dafür ausgewählten Annährungs-Grundschlag kann der Ball mit großer Sicherheit auf
das Grün gespielt werden, dort wo sich das Loch befindet. Auf dem Grün wird dann nur noch der
Ball mit dem Putter zum Loch oder wenn alles traumhaft läuft, gleich ins Loch gerollt.
Nun gibt es im Tennis Schläge, die den zu spielenden Golfschlägen in der Bewegungsstruktur
sehr ähnlich sind. Gerade diese Ähnlichkeit werden wir für einen direkten Transfer zu den
Golfbewegungen nutzen. Wie Sie der folgenden Tabelle entnehmen können, ist das Putten mit
dem Zurollen eines Balles durch den Tennisschläger vergleichbar. Der Tennis-Stopp-Schlag hat
sehr viel Ähnlichkeit mit dem Golf-Pitch-Schlag und der einfache Tennis-Vorhand-Schlag mit
vorgestelltem linken Fuß kann mit dem Golf-Grundschlag des langen Schlages verglichen
werden.
Spielanforderungen
Vergleichbarer
Angemessener
im Golf
Tennis-Schlag
Golf-Schlag
Auf dem Grün
Ball am Boden rollen
Putten
Annähren
Stopp-Schlag
Pitch-Schlag
Lange Schläge
Vorhand-Schlag
Voller Grund-Schlag
Ihr schneller Lernerfolg ist also das Ausnutzen dieser Bewegungsgemeinsamkeiten und zwar so,
dass Sie ohne viel zu überlegen intuitiv Golf spielen.
In der folgenden Abhandlung werden diese drei Golf-Grundschläge: Putten, Pitchen und lange
Schläge jeweils mit den dazugehörigen Tennisschlägen nach Funktion definiert. Danach wird der
vergleichbare Tennisschlag in Erinnerung gerufen. Über eine Situationsanalyse (für welche
Situation(en) brauchen Sie diesen Schlag und wie verhalten Sie sich am besten), die empfohlene
Schlägerwahl, die Grifferklärung, die Körperhaltung und eine gemeinsame Schlagidee des Tennisund Golfschlages, wird der spezielle Golfschlag dann bildlich aus frontaler und lateraler Ansicht
in den Schlüsselpositionen dargestellt. Die Hinweise für häufige Fehler und den dazu gehörigen
Korrekturmaßnahmen werden Ihnen helfen auch eigenständig Probleme lösen zu können.
Golfen wie Tennis spielen 37
AUF DEM GRÜN
Auf dem Grün befindet sich das Loch mit genormter Größe (⃠ 10,8 cm). Die Rasenfläche ist sehr
kurz geschnitten, damit der Ball wie auf einem Teppich laufen kann. Da diese Rasenoberfläche
leicht verletzbar ist, werden die Schläge mit einem besonderen Schläger ausgeführt, dem Putter.
Putten
Im Tennis: Ball mit dem Schläger einem Spieler
am Boden zu rollen.
Beim Golf: Der Ball rollt entlang der GrünOberfläche
Schlägerwahl:
Putter
Situationsanalyse:
Oberfläche des Grüns anschauen (Unebenheiten)
- zu welchen Seiten fällt das Grün ab (beim Zielen
entsprechend vorhalten)
- steigt das Grün an oder fällt es ab (kräftiger oder
leichter schlagen)
Griff
Tennis:
rechte
Handfläche
und
Schlägerfläche sind vor dem Greifen des
Vorhandschlags
parallel.
Golf: Handflächen
zeigen
parallel
zueinander und parallel zur Schlagfläche
des Putters
Zielen: Schlägerblatt und Körperachsen sind
zur Schlagrichtung ausgerichtet
Körperhaltung im Treffmoment
Tennis:Ausgangsstellung zum Return des Aufschlags an der Grundlinie
Golf:
Knie und Oberkörper leicht gebeugt (Augen in Linie des Balles)
Gemeinsame Schlagidee (Tennis & Golf)
In die Richtung wo die Schlagfläche im Treffmoment hinzeigt, wird der Ball
hinrollen.
Golfen wie Tennis spielen 38
Schlagroutine für das Putten mit Schlüsselgedanken


Erst das Gelände anschauen und entsprechend mit der Schlagfläche zielen
zum Ziel schauen und dann (wie beim Tennis) sofort mit der Schlagfläche den Ball
zum Ziel schlagen (Nagel mit Hammer in die Wand schlagen).
Die ganze Schlagroutine möglichst zügig und mit fließenden
Bewegungsübergängen ausführen !!!
Golfen wie Tennis spielen 39
Visualisierungshilfen:





Eine Linie vorstellen, auf der der Ball zum Loch laufen soll
Zielen: Ballbeschriftung mit Ziellinie ausrichten und Schlagfläche dazu rechtwinkelig
stellen
Putter wie auf einer gedachten Eisenbahnschiene bewegen
Visualisiere, dass das Loch so groß wie ein Eimer ist
Visualisiere, wie ein Staubsauger im Loch den Ball ins Loch saugt
Gefühlshilfen:





Mit einem Hammer einen Nagel seitlich in die Wand schlagen
Mit geschlossenen Augen putten
Unterschiedliche Griffstärken ausprobieren: kurze Putts (fester greifen) lange Putts
(weicher greifen)
Bälle gehen links am Loch vorbei: mit linker Hand fester greifen. Bälle gehen rechts am
Loch vorbei: mit rechter Hand fester greifen.
Innerhalb der Schlägergasse putten gibt taktile Rückinformation.
HÄUFIGE FEHLER BEIM PUTTEN
Grundschläge
Fehler
Korrektur


Richtungsabweichung
Putten


Zielen mit Schriftzug des
Balles (Der Schriftzug des
Balles wird zum gewünschten
Ziel ausgerichtet. Platzieren
Sie dazu die Schlagfläche des
Putters rechtwinkelig)
 Schlägerkopf auf gerader Linie
zurückschwingen
(Eisenbahnschiene)

Bälle bleiben generell zu
kurz

Bälle rollen zu lang

Mit Schlägerkopf nach dem
Treffen des Balles tief enden
Schauen Sie während des
Schlages zum Loch
Schlägergriff etwas weicher
greifen.
Golfen wie Tennis spielen 40
ANNÄHRUNGSSCHLAG
Um Annährungsschläge über Hindernisse wie Sandbunker oder Wasserhindernisse ausführen zu
können, wird der Pitch-Schlag empfohlen, der dem Stopp-Schlag im Tennis sehr ähnelt.
Im Tennis::
beim Stopp-Schlag soll der Ball kurz hinter
dem Netz auftreffen und durch den starken Rückwärtsdrall
schnell stoppen.
Tennis-Stopp-Schlag: Als
Vorhand-Stopp
wird
der
Vorhandgriff eingesetzt. Die Ausholphase mit dem Schläger
ist relativ steil und wird durch mehr Handgelenks- und
Unterarmdrehung unterstützt. Der Abschwung erfolgt durch
eine vorwärts-abwärts Bewegung des Schlägers mit leichter
Slice-Aktion (Schlägerblatt wird zum Ball hin geöffnet). Das
Gewicht ist im Abschwung dominant auf dem linken Fuß. Die
Endposition mit dem Schläger ist relativ tief.
Pitchen
Beim Golf:: mit dem Pitch-Schlag sollen hohe Annährungsschläge
mit geringem Laufweg des Balles erreicht werden.
Situationsanalyse:
Der Golf-Einsteiger sollte generell die Bälle flach ins Grün spielen oder
wenn möglich sogar auf das Grün rollen lassen (einfachere Schläge).
Müssen jedoch Sand- oder Wasserhindernisse, in der Nähe des Grüns,
überspielt werden, dann ist der folgende Pitch-Schlag angesagt.
Schlägerwahl: Sand- oder Pitching-Wedge
Griff Tennis: Vorhandgriff.
Golf: Als Einstieg für den Anfänger wird der „Overlapping-Grip”
empfohlen, wo beim rechtsseitigen Spieler der kleine Finger der
rechten Hand zwischen Mittel- und Zeigefinger liegt. Durch diese.
Verbindung ergeben die Hände eine Einheit, wodurch mehr Kontrolle
gegeben ist.
Golfen wie Tennis spielen 41
Zielen: Schlägerblatt leicht öffnen
Körperhaltung im Treffmoment
Tennis:Leichte Körpervorlage und Körpergewicht primär auf dem linken Bein
Golf:
Leichte Körpervorlage und Körpergewicht primär auf dem linken Bein
Gemeinsame Schlagidee (Tennis & Golf)
Die Schlägerfläche mit einer abwärts-vorwärts Bewegung unter den Ball
schneiden und mit dem Schläger (Schlägerkopf) tief enden.
Schlagroutine für den Pitch-Schlag mit Schlüsselgedanken





Schläger mit leicht geöffneter Schlagfläche greifen
Schläger hinter dem Ball aufsetzen
Gewicht auf den zielnahen (linken) Fuß.
Arme mit Handgelenkseinsatz hochschwingen und dann vorwärtsabwärts zum Ball schwingen.
Nach dem Treffen mit dem Schlägerkopf tief enden.
Die ganze Schlagroutine möglichst zügig und mit fließenden
Bewegungsübergängen ausführen !!!
Visualisierungshilfen:




Zielen mit einem Zwischenziel (Farbunterschied, Blatt etc.) innerhalb von 50 cm vor dem
Ball entlang der Ziellinie
Tiefes Enden des Schlägerkopfes nach dem Treffen des Balles: "in den Boden hacken"
Schlägerblatt geöffnet lassen: Kind sitzt auf der Schlagfläche und genießt die
Abwärtsbewegung
Unterschiedliche Hindernisse (Golftasche, Bunker, kleiner Baum, Busch etc.) visualisieren
über die der Ball erst fliegen muss.
Golfen wie Tennis spielen 42
Gefühlshilfen:




Mit geschlossenen Augen das Gewicht des Schlägerkopfes fühlen (besonders das tiefe
Enden nach dem Treffen des Balles)
Gewicht ist primär links, rechte Fuß auf die Zehenspitzen
Gewicht nur auf dem linken Bein und mit rechter Hand und Arm schlagen
Für eine rechtwinkelige Schlagfläche im Treffmoment: leicht gegen einen alten Reifen
schlagen
Ganz Wichtig !
Gewicht auf linken Fuß, Schläger locker greifen und nach dem Treffen tief
enden.
Der eingebohrte Ball im Sand kann ebenfalls hervorragend mit dieser Pitch-Aktion von oben
nach unten gespielt werden.
HÄUFIGE FEHLER BEIM PITCH-SCHLAG
Grundschläge
Pitchen
Fehler
Korrektur

Der Schlägerkopf trifft vor
dem Ball in den Boden


Der Ball schießt flach über
das Grün. Er wurde mit
der Vorderkante des

Die Kopfnase vor den Ball
(zum Ziel) platzieren, wodurch
das Körpergewicht mehr nach
links verlagert wird. Jetzt wird
erst der Ball und dann der
Boden getroffen.
Die Idee mit dem Schlägerkopf
nach dem Treffen des Balles
tief zu enden hilft hier
Golfen wie Tennis spielen 43
Schlägerkopfes getroffen.
meisten.
GRUNDSCHLAG FÜR DIE LANGEN SCHLÄGE
Der einfache Grundschlag im Golf für die langen Schläge ähnelt dem normalen, fast geraden
Tennis-Vorhandgrundschlag in seitlicher Schlagstellung.
Im Tennis: Der
einfache
Vorhandgrundschlag läst den Ball fast gerade
über das Netz fliegen, wobei der Ball wenig
absichtlichen Vorwärtsdrall erhält.
Tennis-Vorhandgrund-Schlag:
Mit dem
Vorhandgriff wird der Tennisschläger beim
direktem Zurücknehmen mit kleinem oberen
Bogen zurück bewegt und dann mit dem
unteren Bogen von innen an den Ball
geschwungen. Im Treffmoment ist die Körperbelastung primär auf dem linken
Fuß, der im Verhältnis zum Rechten leicht vor gesetzt ist. Während der
Ausschwungphase schwingen Schlagarm und Schläger nach dem Treffpunkt
möglichst lange in der gedachten Schlagrichtung.
Beim Golf:
Mit dem normalen Golfgriff (siehe Pitch-Schlag) wird der Schlägerkopf
hinter den Ball gesetzt, der linke Fuß ist leicht vor den Rechten platziert. Das
Körpergewicht ist bei den kürzeren Eisen schon links verlagert und bei den
längeren Schlägern ca. 50% Körpergewicht links und 50% rechts, wobei nur
der rechte Fußballen Bodenkontakt hat. Der Rückschwung erfolgt im leichten
Bogen nach innen, so dass auch in der Vorwärtsbewegung der Schlägerkopf
von innen an den Ball treffen kann. Während der Ausschwungphase
schwingen Hände und Schlägerkopf nach dem Treffen möglichst lange in der
gedachten Schlagrichtung.
Situationsanalyse:
Der Golf-Einsteiger sollte zunächst die langen Eisen 4, 3, 2, 1, meiden und eher Hölzer 9, 7, 5,
3 spielen. Mit Hölzern ist mehr Länge zu erzielen !
Schlägerwahl:
Wedge - Eisen 5 und Hölzer 9 - 3.
Golfen wie Tennis spielen 44
Griff
Tennis: Vorhandgriff.
Golf:
Als Einstieg für den Anfänger wird der „Overlapping-Grip” empfohlen, wo beim
rechtsseitigen Spieler der kleine Finger der rechten Hand zwischen Mittel- und
Zeigefinger liegt. Durch diese Verbindung ergeben die Hände eine Einheit,
wodurch mehr Kontrolle gegeben ist.
Zielen: Schlägerblatt rechtwinkelig zur Ziellinie platzieren.
Körperhaltung im Treffmoment
Tennis: Leichte Körpervorlage und Körpergewicht primär auf dem linken Bein
Golf:
Leichte Körpervorlage und Körpergewicht primär auf dem linken Bein
Gemeinsame Schlagidee (Tennis & Golf)
Den Schläger mit leichtem Bogen von innen an den Ball bringen.
Schlagroutine für den Langen-Schlag mit Schlüsselgedanken





Mit leichter Körpervorlage den Schlägerkopf hinter den Ball setzen
Linke Fuß ist vor dem Rechten, der jedoch nur mit dem Fußballen
Bodenkontakt hat
Den Schläger zurück schwingen, ohne die rechte Ferse aufzusetzen.
Mit innerem Bogen den Schlägerkopf zum Ball schwingen.
Nach dem Treffen Hände und Schläger in Richtung Ziel schwingen.
Die ganze Schlagroutine möglichst zügig und mit fließenden
Bewegungsübergängen ausführen !!!
Golfen wie Tennis spielen 45
Ganz wichtig !
Damit die Kraft nach vorne geht, sollten die Arme zum Ziel strecken
Okay !
Nicht so !
Visualisierungshilfen:
 Zielen mit einem Zwischenziel (Farbunterschied, Blatt etc.) innerhalb von 50 cm vor dem Ball
entlang der Ziellinie
 Mit einem körpergroßen Spiegel oder über eine reflektierende Glasscheibe die schulterhohe
Armbewegung überprüfen
 Hüftdrehung innerhalb eines Fasses visualisieren
Gefühlshilfen
 Den Vorhandschlag mit dem Tennisschläger imitieren
 Mit einer Axt einen Baum fällen und immer wieder in die gleiche Kerbe schlagen
 Mit einem großen Hammer einen Pfahl in diagonaler Stellung in den Boden schlagen
 Mit geschlossenen Augen das Gewicht des Schlägerkopfes fühlen (besonders das tiefe Enden
nach dem Treffen des Balles)
 Gewicht ist primär links, rechte Fuß auf die Zehenspitzen
Golfen wie Tennis spielen 46
HÄUFIGE FEHLER BEI DEN LANGEN SCHLÄGEN
Grundschläge
Fehler
Korrektur

Die Bälle starten links vom
Ziel

Nehmen Sie den rechten Fuß
zurück und schwingen Sie jetzt
bewusst die Hände zum
Körper hin zurück und rechts
vom Ziel nach dem Treffen
des Balles.

Die Bälle fliegen nicht
hoch, sondern rollen nur
am Boden (getoppte
Schläge)

Verlagern
Sie
das
Körpergewicht schon in der
Ansprechposition etwas mehr
nach links (zum Ziel) und
schwingen Sie nun primär mit
den Armen zurück.

Die Flugbahn der Bälle ist
zu flach

Sie haben nun zuviel Gewicht
auf dem linken Bein und
können
deshalb
im
Rückschwung nicht genügend
aufdrehen
(etwas
mehr
Gewicht auf den rechten
Fußballen)
Lange Schläge
Golfen wie Tennis spielen 47
Spiel auf dem Platz
Wir wollen nun ein paar
Löcher auf dem Golfplatz
spielen. Dabei sollen Sie
die Information über das
korrekte Verhalten auf
dem Platz, die Etikette: E
bekommen. Sie werden
die wichtigsten GolfRegeln: R, etwas über
Spiel-Strategie: S und
über
die
Mentale
Einstellung: M während
des Spiels, erfahren. Das
am Seitenrand bedeutet
technischer Hinweis.
T
Wie schon erwähnt, ist
Golf ein sehr regelorientiertes Spiel. Sie
sollten deshalb immer
das Regelbuch mit seinen
34 Regeln während des
Spielens dabei haben, damit Sie bei Unklarheiten sofort nachschlagen können.
Vor dem Spiel
E
Viele Golfclubs legen noch auf korrekte Kleidung wert. T-shirts ohne Kragen,
Sportschuhe und Jeans z.B. sind meistens nicht erlaubt. Also Sporthemd mit Kragen, eine
Stoffhose und nach Möglichkeit Golfschuhe mit Noppen würden der Kleidungs-Etikette
gerecht werden. Ein kurzer Anruf im Clubsekretariat kann klären, ob Sportschuhe für den
Anfang erlaubt sind.
E
Bevor Sie auf den Platz gehen, bitte unbedingt zur Spielanmeldung im Clubhaus
melden. Sollten Sie noch kein Clubmitglied sein, dann können Sie dort das Greenfee
(Spielgebühr) entrichten, erhalten darauf hin die Scorecard (Zählkarte) und können dann
beruhigt zum ersten Abschlag gehen.
Golfen wie Tennis spielen 48
Erklärung der Score-Karte
Auf dieser Karte werden die Ergebnisse eingetragen. Vor dem Spiel werden die Karten
getauscht, dass jeder Mitbewerber für einen anderen Spieler die Ergebnisse zählt und
entsprechend den vorgegebenen Spalten auf der Zählkarte notiert. Nach dem Spiel erhält
jeder Spieler, nach Überprüfung der Ergebnisse mit dem Zähler, die Scorecard zurück und
kann dann, bei Übereinstimmung der eigenen Eintragungen, unterschrieben werden. Das
offizielle Dokument wird dann der Wettspielleitung ausgehändigt.
Zunächst sind für Sie, als Golfeinsteiger, hauptsächlich das Spiel nach Stableford und das
Lochspiel von Interesse.
Das Stableford-Wettspiel wird für einen Spieler mit Handicap -54 folgendermaßen nach
Punkten gewertet:
Ergebnis
5 und mehr über Par
4 über Par
3 über Par
2 über Par
1 über Par
Par
1 unter Par
2 unter Par
3 unter Par
Punkte
0
1
2
3
4
5
6
7
8
Bei 5 Schlägen pro Loch über der
vorgegebenen Par-Einheit (siehe Score-Karte:
Par) können Sie keinen Punkt mehr gewinnen
und deshalb macht das Weiterspielen bei
dieser Wettspielform keinen Sinn, Sie halten
nur die nachfolgenden Spieler auf. Also, Ball
aufheben und mit neuem Glück zum nächsten
Loch.
Die Spalte Vorgaben-Verteilung (Vorg.-Vert.)
zeigt den Schwierigkeitsgrad eines jeden
Loches. Das Loch mit der Vorgaben-Verteilung
1 ist das schwierigste und das 18. das
leichteste Loch auf dem Platz.
Spielen Sie nun Lochspiel gegen einen Spieler mit unterschiedlichem Handicap, dann wird die
Differenz der Handicaps an den entsprechenden schwierigen Löchern vorgegeben. Spieler A
hat Handicap -54 und Spieler B hat Handicap -42. B muss A an den 12 schwierigsten Löchern
jeweils einen Schlag vorgeben. Schauen Sie auf die Sore-Karte: Da die Vorgabe-Verteilung für
das erste Loch 7 ist, bekommt Spieler A gleich einen Schlag vor. Spieler A und B spielen beide
6 Schläge, wodurch Spieler A das Loch gewinnt, denn der eine Schlag Vorgabe kann nun vom
Brutto-Ergebnis abgezogen werden, wodurch Netto eine 5 resultiert. Spieler A geht also "1
auf". Viel Spaß beim Weiterspielen!
Golfen wie Tennis spielen 49
Am ersten Abschlag
Lochbeschreibung: Par 4; Länge 340 Meter
Bäume begrenzen rechts das Fairway (Spielbahn), ab 180 Metern ist linksseitig des Fairways ein
Bunker platziert. Nach dem Wald rechts zieht sich ein seitliches Wasserhindernis bis zum Grün. Das
Grün ist rechts und links von Bunkern umgeben. Das Grün hat zwei Plateau-Stufen.
E
Ihre Golfausrüstung weder auf den Abschlag noch später auf das Grün mitnehmen. Die
Golfausrüstung soll immer daneben platziert werden.
E
Damit der Abschlag nicht unnötig strapaziert wird, bitte keine Probeschwunge darauf
ausführen.
R (Erklärungen)Der Abschlag ist der Ort, wo das zu spielende Loch beginnt. Er ist eine rechteckige
Fläche, zwei Schlägerlängen tief, deren Vorder- und Seitenbegrenzungen durch die Außenseiten von
zwei Abschlagsmarkierungen bezeichnet werden. Innerhalb dieser Fläche dürfen Sie Ihren Ball, nach
Wunsch auch mit Tee, ins Spiel bringen.
S
Die meisten Golfplätze haben am Abschlag eine Übersichtstafel, auf der das zu spielende
Loch abgebildet ist. Hier können Sie den Verlauf des Loches und dessen Hindernisse schon mal in
Augenschein nehmen und dementsprechend taktisch planen.
S
Sollten z.B. auf der rechten Spielbahnseite Probleme lauern (Bäume, Ausgrenze,
Wasserhindernis), dann platzieren Sie Ihren Ball auf der rechten Seite des Abschlages, um von diesen
Problemen weg zu zielen, also zur linken Spielbahnseite zu schlagen.
S
Sollten auf der linken Spielbahn auch Hindernisse lauern, dann wegen Sie ab, wo die
Bestrafung am größten wird, wenn der Schlag missglückt. Nehmen Sie auf jeden Fall einen Schläger,
der das Hindernis bei gutem Schlag nicht erreichen kann.
M
Vor dem ersten Abschlag ist jeder Spieler, der das Spiel ein wenig ernst nimmt, nervös. Sind
Sie zu aufgeregt, dann hilft erst mal tiefes ein- und ausatmen. Tief einatmen durch die Nase, bis keine
Luft mehr in die Lungen geht und ausatmen langsam durch den Mund.
Der erste Schlag ist gut gelungen und kommt vor dem ersten linken Fairway-Bunker (Sandhindernis
auf der Spielbahn) zum liegen.
Auf dem Weg zum Ball
M
Sie sind immer noch nervös. Atmen Sie wieder tief ein und aus. Gehen Sie aber nun auch
bewusst entspannt und locker, so wie die Marionetten der Augsburger Puppenkiste.
Fühlen Sie beim Gehen wie der schöne, weiche Rasen unter Ihren Füssen nachgibt. Dieses schlaksige
Gehen bringt die innerliche Gelöstheit, die Sie für den nächsten Schlag brauchen.
Am Ball angekommen
Der Ball liegt wunderbar auf dem kurz geschnittenen Rasen des Fairways (Spielbahn).
E
Die Golfausrüstung so platzieren, dass Sie beim nächsten Schlag nicht im Weg steht.
S
Halten Sie nun erst mal Ausschau nach weiteren Hindernissen in Richtung Spiellinie. Die
Grundidee ist, die Hindernisse zu umspielen oder von Ihnen wegzuspielen, so dass auch bei Schlägen,
die nur am Boden rollen, der Ball möglichst wieder auf dem Fairway zum liegen kommt. In Ihrer
Golfen wie Tennis spielen 50
Situation also rechts vor das seitliche Wasserhindernis spielen. Selbst mit einem vollen Schlag (Holz
5) werden Sie dieses Hindernis nicht erreichen (Entfernung Ball - Hindernis ca. 200 Meter).
Der nächste Schlag mit dem Holz 5 wird getoppt (rollt nur am Boden).
M
Bleiben Sie ganz ruhig, auch wenn der Schlag anders von Ihnen geplant war. Überlegen Sie
die Ursache des Fehlers.
T
Wiederholen Sie die fehlerhafte Bewegung und ersetzen Sie diese mit der korrekten
Bewegung (bessere Durchschung-Aktion).
Der Ball ist ca. 100 Meter gerollt und liegt, auf Grund guter Planung, noch auf dem Fairway. Leider
liegt der Ball aber tief in einem Divot (rausgeschlagenes Rasenstück).
E
Also hat wieder ein Spieler sein rausgeschlagenes Rasenstück nicht zurück gelegt. (Bitte liebe
Mitspieler, diesen Service erwarten Sie auch von Ihren Mitspielern, also nicht vergessen !).
M
Dieses Missgeschick mit tiefem atmen ganz souverän akzeptieren und überlegen was zu
machen ist. Bis zum Grün sind es noch ca. 100 Meter, welches aber durch Bunker zur rechten und
linken Seite markiert ist. Also eher vor das Grün spielen, damit die Bunker nicht ins Spiel kommen.
T
Damit Sie den Ball aus dem
Schlüsselgedanken:



Loch herausschlagen können, ist eine Slice-Aktion gefragt.
Schlägerblatt leicht öffnen
Leicht offener Stand und Gewicht links
Von außen nach innen schwingen und nach dem Treffen mit
dem Schlägerkopf tief enden
Das war eine gelungene Aktion. Sehr Gut !!! Der Ball liegt nun im Vorgrün direkt vor dem Grün. Das
Loch ist auf der vorderen Grünhälfte platziert, etwa 30 Meter vom Ball entfernt.
S
Da das Vorgrün eine sehr kurz geschnittene Rasenfläche ist kann hier schon der Putter
genommen werden. Vielleicht erinnern Sie sich noch: "Der Putter ist der Schläger, mit dem die
Schläge am leichtesten funktionieren". Also gar keine Frage, der Putter ist die richtige Schlägerwahl
für den nächsten Schlag.
Der Ball wurde etwas zu hart geschlagen und endet auf der hinteren Grünhälfte. Die Entfernung
zum Loch beträgt jetzt ca. 10 Meter.
R 16-1.b
Ball wird aufgenommen (markiert), indem eine Münze oder Markierungsmarke
hinter dem Ball platziert wird (hinter heißt: in Bezug auf Loch - Ball - Linie).
S
Sie sehen, dass das Grün-Gelände nach links abfällt und beschließen rechts vom Loch zu
zielen. Gezielt wird mit dem Schriftzug des Balles, der zur gewünschten Richtung hin ausgerichtet
wird.
R 16-1.b
Der Ball wird vor die Münze, an ursprüngliche Stelle, zurück gelegt und erst danach
darf die Münze wieder aufgehoben werden (jetzt den Ball nicht mehr berühren !).
S
Die Mittellinie des Schlägerkopfes wird, beim Ansetzen des Schlägerkopfes hinter den Ball,
zur Verlängerung des Ballschriftzuges. Also gezielt ist richtig, noch mal zum Loch schauen und dann
schlagen.
Golfen wie Tennis spielen 51
Der Ball läuft auf guter Richtung ca. 2 Meter über das Loch hinaus.
S
Wieder Ballschriftzug entsprechend der gewünschten Richtung ausrichten.
M
Sie wollen diesen "schwierigen Schlag" (schwierig, weil Sie von sich erwarten, dass der Ball
aus dieser Entfernung ins Loch gehen muss) schnell hinter sich bringen. Gehen schnell hin und
schlagen ohne noch Mal zum Loch geschaut zu haben.
Der Ball verfehlt knapp das Loch und bleibt nur 3 cm neben dem Loch liegen. Sie werden innerlich
sauer, gehen zum Ball, tippen den Ball mit dem Putter ins Loch und beschimpfen sich, wie Sie so
dumm sein können, diesen kurzen Schlag daneben zu spielen.
M
Selbst Profis lochen aus solcher zwei Meter Entfernung nicht jeden Ball ein. Also relativieren
Sie dieses kleine Missgeschick und atmen Sie wieder tief ein und aus. Auf dem Weg zum nächsten
Abschlag gehen Sie wieder entspannt (Marionetten-Gang) und schauen Sie mal wie schön die
Landschaft um Sie herum ist. Sagen Sie einfach zu sich: "Ich bin hier um Spaß zu haben und nicht um
mich über einen kleinen Putt zu ärgern." (oder sagen Sie sich einfach den Leitsatz, den Sie für zu hohe
Emotionen eingetragen haben, siehe Kapitel Emotionen).
Durch Ihr positives Selbstgespräch haben Sie sich wieder beruhigt und stehen wieder gut gelaunt
vor dem nächsten Abschlag.
Am zweiten Abschlag
Lochbeschreibung: Par 5; 450 Meter
Rechts begrenzt das Fairway ein großes, seitliches Wasserhindernis (bis ca. 180 Meter),
danach ist wieder Wald bis kurz vor das Grün. Links wird das Fairway hauptsächlich durch
Rough und vereinzelte Bäume begrenzt. Vor dem Grün ist linksseitig bis Mitte Fairway noch
mal ein Wasserhindernis. Das Grün ist durch drei Bunker umrandet.
S
Da rechts das große seitliche Wasserhindernis ist, eher etwas zur linken Fairway-Hälfe
zielen.
Der Schlag wird zwar gut getroffen, zieht aber zu weit nach links (Hook-Schlag) ins Rough.
S
Einen genauen Punkt fixieren, wo der Ball ins Rough gegangen ist. Diesen Punkt
gedanklich festhalten, damit an richtiger Stelle mit dem Suchen begonnen werden kann.
R 27. Da nicht sicher ist ob der erste Ball im Rough gefunden werden kann, darf ein
provisorischer Ball vom Abschlag gespielt werden, der bis auf Höhe des erstgeschlagenen
Balles gespielt werden darf und erst dann zum Ball im Spiel wird, wenn der erste Ball nicht
gefunden wird (es werden dann alle mit dem provisorischen Ball gemachten Schläge gezählt
plus zwei Strafschläge für den ersten verloren gegangenen Ball).
Der provisorische Ball wird gut getroffen und liegt wie ursprünglich geplant auf der linken
Fairway-Seite.
R (Erklärungen)
Beim Suchen im Rough nach dem erst geschlagenen Ball darf bis zu 5
Minuten gesucht werden.
Golfen wie Tennis spielen 52
E
Die nachfolgenden Spieler durchspielen lassen, damit der Spielfluss auf dem Platz
erhalten bleibt.
Der erst geschlagene Ball wird in letzter Minute gefunden. Er liegt aber tief im Gras.
M
Sie sind über diese schlechte Lage wieder etwas aufgekratzt. Dieses Mal können Sie
ruhig etwas sauer reagieren, denn für diesen Rough-Schlag brauchen Sie alle Kraft, die Sie
haben.
T
Vor dem Greifen des Schlägers etwas das Schlägerblatt öffnen (Schlägerblatt wird
sich beim Graskontakt schließen), dann etwas fester zugreifen. Gewicht etwas links, den Ball
gut mit den Augen fixieren und mit voller Ausholbewegung durch das Gras durchschwingen.
Schlüsselgedanken für den Rough-Schlag:
 Schlägerblatt vor dem Greifen aufdrehen
 Schläger fester greifen
 Ball fixieren und mit aller Kraft zuschlagen und durchschwingen
Der Schlag gelingt und kommt nach ca. 40 Metern mitten auf dem Fairway zum liegen.
S
Das Loch ist noch lang, also Holz 5 geradeaus.
Der Schlag ist hervorragend gelungen (ca. 130 Meter mit Rollweg) und liegt wieder mitten
auf dem Fairway.
Es verbleiben noch 160 Meter bis zum Grün und links vor dem Grün befindet sich das
Wasserhindernis. Also eher nach rechts spielen, um dem Wasserhindernis aus dem Weg zu
gehen.
S
Holz 5 ist wieder der richtige Schläger, mit diesem können maximal 150 Meter
geschlagen werden, also keine Gefahr für das Wasser links.
Der Ball wird wieder gut getroffen, fliegt aber dieses Mal nach rechts (kleiner Slice) in die
Bäume. Der Ball liegt direkt an einem Baumstamm in Richtung Ziellinie.
M
Jetzt wieder ganz ruhig reagieren (tief atmen) und überlegen, was zu tun ist.
S
Der Ball kann aus dieser Lage nicht gespielt werden und kann somit nur unspielbar
erklärt werden. Was gibt’s also für Alternativen mit einem unspielbaren Ball?
R 28. Sie können jeden Ball, unter Hinzurechnung eines Strafschlages, für unspielbar
erklären (außer der Ball ist in einem Wasserhindernis) und haben dann 3 HandlungsMöglichkeiten:
a.)
einen neuen Ball so nahe wie möglich der Stelle spielen, von wo der ursprüngliche
Ball zuletzt gespielt wurde (macht in diesem Fall keinen Sinn, da der ursprüngliche Ball eine
gute Länge hatte)
oder
b)
einen Ball innerhalb zweier Schlägerlängen von der Stelle, wo der Ball zum liegen
gekommen ist, nicht näher zum Loch, fallen zu lassen (macht hier auch keinen Sinne, da
Golfen wie Tennis spielen 53
innerhalb der zwei Schlägerlängen so viel Stämme sind, dass für den nächsten Schlag gar
nicht ausgeholt werden kann).
oder
c)
einen Ball in beliebiger Entfernung hinter dem Punkt fallen lassen, wo der Ball lag,
wobei dieser Punkt auf gerader Linie zwischen dem Loch und der Stelle, wo der Ball
fallengelassen wird, liegen muss (diese Möglichkeit geht, da glücklicher Weise ein parallel
laufendes Fairway Abhilfe bringen kann).
Der Ball wird also aufgenommen und im Sinne von c) ge-droppt (Ball wird von Schulterhöhe
fallen gelassen).
Der Ball wird ca. 40 Meter mit einem flachen Eisen 7 auf dem parallel laufenden Fairway
bis auf Grünhöhe vorgespielt. Danach verbleiben noch ca. 30 Meter bis zum Loch, wobei
nun aber ein Bunker zw. Ball und Loch liegt.
S
Jetzt muss zwangsweise der Ball hoch gespielt werden und diesmal muss der Wedge
dran glauben.
T
Das Körpergewicht etwas mehr nach links verlagern (Nase vor dem Ball). Primär mit
den Armen ausholen und mit dem Schlägerkopf tief enden.
Schlüsselgedanken für den Pitch-Schlag:
 Nase leicht vor den Ball
 Mit Armen und weichen Handgelenken ausholen
 Nach dem Treffen mit dem Schlägerkopf tief
enden
Ein toller Schlag! Der Ball ist hoch geflogen und neben dem Loch aufgekommen. Der Ball
ist nur zwei Meter weit gerollt. Ein Schlag wie ein Profi, sogar mit Pitchmarke (der
Ballaufschlag hat ein Einschlagloch hinterlassen).
E
Erst mal die Pitchmarke mit dem Tee oder der Pitch-Gabel reparieren. Der eingedellte
Boden wird durch Einstechen von mehreren Seiten hochgezogen und durch leichtes klopfen
des Putters wird der Boden wieder auf gleiche Grünhöhe gebracht.
Wenn der Ball jetzt eingelocht wird, dann gibt’s noch einen Stableford-Punkt.
M
Sie fühlen die innere Anspannung und den Zwang, den Ball einlochen zu wollen. Jetzt
hilft progressive Muskelentspannung. Ballen Sie schnell beide Fäuste und verstärken Sie
kontinuierlich den Druck, bis die Unterarme zu zittern beginnen, nun lassen Sie ganz langsam
los und fühlen wie das Blut zurück in Ihre Finger strömt. Das weiche Gefühl fließt somit in die
Fingerspitzen zurück (dieser Prozess ist innerhalb von 2 Minuten erreicht und kann
ausgeführt werden, während die Mitspieler Putten).
S
Sie bleiben in Ihrer Putt-Routine: Gelände schauen, Ball mit Schriftzug ausrichten,
Schlägerblatt zielen, einen Probeschwung, Schlägerblatt hinter den Ball setzen, noch einmal
zum Loch schauen und schlagen.
Der Ball geht ins Loch und Sie sind hoch erfreut über diesen tollen Abschluss.
Golfen wie Tennis spielen 54
Am dritten Abschlag
Lochbeschreibung: Par 3; 130 Meter
Die linke Fairway-Seite ist von einem Wasserhindernis und einem nachfolgenden seitlichen
Wasserhindernis begrenzt, welche bis vor das Grün reicht. Die rechte Fairway-Seite wird durch
Wald begrenzt und das Grün ist von den Seiten und in der Grünverlängerung von Bunkern
umgeben.
S
Sie entschließen sich den Ball mit dem Holz 5 zur rechten Grünseite zu schlagen, also auf
der linken Abschlagseite den Ball aufs Tee zu setzen.
M
Sie sind nervös und Ihnen geht das Wasserhindernis nicht aus dem Kopf.
Sie toppen den Ball (Angst vorm zuschlagen) und er läuft am Boden entlang ins erste
Wasserhindernis.
M
Sie sind enttäuscht über diesen Schlag, aber inzwischen schon Profi genug ganz ruhig zu
bleiben, um das Malheur so gut wie möglich zu reparieren.
R 26-1. Der Ball ist im Wasserhindernis (gelbe Markierungen) verschwunden. Sie haben folgende
Handlungs-Möglichkeiten unter jeweils bei a) und b) mit Hinzurechnung eines Strafschlages:
a)
einen Ball so nahe wie möglich der Stelle zu spielen, von wo der ursprüngliche Ball zuletzt
gespielt wurde, also vom Abschlag mit Ball aufteen.
oder
b)
einen Ball in beliebiger Entfernung hinter dem Wasserhindernis fallen lassen, wobei der
Punkt, wo der ursprüngliche Ball zuletzt die Grenze des Wasserhindernisses gekreuzt hat, auf
gerader Linie zwischen dem Loch und der Stelle, wo der Ball fallengelassen wird, liegen muss;
oder
c)
den Ball aus dem Hindernis zu spielen, was aber nicht möglich ist, da das
Wasserhindernis mit Wasser gefüllt ist und der geschlagene Ball offensichtlich darin
verschwunden ist;
S
Da das Gelände vor dem Wasserhindernis bis zum Abschlag hin abschüssig ist, also ein
Hangabwärts-Schlag erfolgen müsste, dieser aber zu schwierig ist, entschließen Sie sich von der
Regel 26-1a) Gebrauch zu machen und einen neuen Ball, unter Hinzurechnung eines
Strafschlages, vom Abschlag zu spielen.
Obwohl dieser Ball gut getroffen wird, dreht er im letzten Moment noch nach links (HookSchlag) und landet dann doch noch im seitlichen Wasserhindernis.
M
Die Enttäuschung ist groß und nur mit progressiver Muskelentspannung (Finger zur Faust
ballen und feste zudrücken, diesen Druck weiter verstärken bis die Unterarme zu zittern
beginnen und dann Finger langsam öffnen und dabei tief ausatmen), wird dieser kleine Schock
aufgefangen.
R 26-1. Am "seitlichen Wasserhindernis" (rot markiert) angekommen, kann jetzt zusätzlich noch
zum "frontalen Wasserhindernis" vom Kreuzungspunkt (Ball und seitlichem Wasserhindernis)
entweder rechts- oder linksseitig innerhalb von zwei Schlägerlängen, aber nicht näher zum Loch,
der Ball aus Schulterhöhe fallen gelassen werden.
Golfen wie Tennis spielen 55
Der Ball wird rechtsseitig vom Wasserhindernis innerhalb von zwei Schlägerlängen, aber nicht
näher zum Loch, fallen gelassen und bleibt auch in guter Lage liegen.
S
Die Einflugschneise zum Loch ist jetzt jedoch nur ca. 20 Meter breit, wobei der direkte
Weg zum Loch, ca. 30 Meter, wieder über das Wasser führt. Der Wedge ist Ihre Schlägerwahl.
Sie zielen mehr nach rechts, um dem Wasser dieses mal wirklich aus dem Weg zu gehen.
Der Ball wird nur an der Ferse des Schlägerblatts getroffen (Shank) und schießt nach rechts in
den seitlichen Grün-Bunker.
M
Sie sind nun sauer und wollen dieses Loch aufgeben, da ja sowieso nichts gelingt. Eine
innere Stimme meldet sich jedoch, die sagt: "Obwohl ich wohl keinen Stableford-Punkt
bekommen kann, denn dafür müsste ich jetzt sofort einlochen, will ich ja Schlag für Schlag
spielen. Also mal sehen wie der Bunkerschlag gelingt."
S
Der Ball liegt mitten im Bunker auf dem Sand. Ein normaler Bunkerschlag ist angesagt.
Aber wie ging das denn noch?
T
Schlägerblatt leicht öffnen, dann normal greifen, linken Fuß leicht nach hinten setzen und
etwas in die Knie gehen. Eine große Ausholbewegung mit den Armen und feste durch den Sand
schlagen, der mit dem Ball auf das Grün fliegen soll.
Schlüsselgedanken:
 Schlägerblatt und Stand leicht öffnen
 Gewicht etwas links
 Knie etwas beugen
 Großer Armschwung und feste zuschlagen (Sand aufs Grün schlagen)
Der Ball fliegt mit idealer Flugbahn aufs Grün, springt zwei mal auf und verschwindet im Loch. Sie
reißen die Arme hoch und laufen vor lauter Freude aus dem Bunker aufs Grün um
nachzuschauen ob der Ball wirklich im Loch verschwunden ist. Kaum zu glauben, aber der Ball
liegt im Loch.
M
Sie sind froh nicht einfach aufgegeben zu haben, denn dann hätten Sie dieses
Glücksgefühl nicht erleben können und ja richtig, dafür gibt es jetzt sogar noch einen Punkt.
E
Bei aller Freude, bitte nicht vergessen die Spuren im Bunker mit der Harke wieder
einebnen.
Golfen wie Tennis spielen 56
Info bevor es los geht:
Für die Aufsteiger
Richtung und Schlagweite
Da wir den Ball in eine gewünschte Richtung mit unterschiedlichen Entfernung schlagen
möchten, gelten die folgenden Zusammenhänge.
Die
Ball-Richtung
richtet sich nach dem
Schlägerweg und der
Schlagflächen-Stellung
im Treffmoment.
Über den Schlägerweg wird primär die
Startrichtung
des
Balles bestimmt
(geradeaus - rechts links)
Über
die
Schlagflächen-Stellung
im Treffmoment erhält
der Ball einen Drall:
Rechtwinkelige
Schlagfläche
zum
Schlägerkopf-Weg
=
keinen Drall (Ball fliegt
geradeaus)
Geöffnete Schlagfläche
= Ball dreht nach
rechts
Geschlossene
Schlagfläche =
dreht nach links
Ball
Golfen wie Tennis spielen 57
Zu allen 3 Hauptrichtungen des Schlägerkopfweges kann die Schlagfläche im Treffmoment
geöffnet - gerade -geschlossen stehen, so dass wir primär 9 Flugvariationen erhalten. Ihnen
werden jedoch zunächst der gerade Schlag, der Slice und der Hook genügen, um damit
wenigstens ein einstelliges Handicap spielen zu können.
Schlagart
1. Gerader Schlag
2. Fade
3. Draw
4. Pull
5. Slice
6. Pull-Hook
7. Push
8. Push-Slice
9. Hook
Ballflug
Schläger im Treffmoment
Der Schlägerweg verläuft zum Ziel und die
Ball fliegt gerade zum Ziel
Schlagfläche ist dazu rechtwinkelig
Ball fliegt erst geradeaus und dreht Der Schlägerweg verläuft zum Ziel und die
dann nach rechts ab
Schlagfläche ist dazu leicht geöffnet
Ball fliegt erst geradeaus und dreht Der Schlägerweg verläuft zum Ziel und die
dann nach links ab
Schlagfläche ist dazu leicht geschlossen
Der Schlägerkopfweg verläuft links vom Ziel
Der Ball fliegt gerade nach links
(von außen - nach innen) und die
Schlagfläche ist dazu rechtwinkelig
Der Schlägerkopfweg verläuft links vom
Der Ball fliegt gerade nach links
Ziel (von außen - nach innen) und die
und dreht dann nach rechts ab
Schlagfläche ist dazu geöffnet
Der Schlägerkopfweg verläuft links vom Ziel
Der Ball fliegt gerade nach links und
(von außen - nach innen) und die
dreht dann nach links ab
Schlagfläche ist dazu geschlossen
Der Schlägerkopfweg verläuft rechts vom
Der Ball fliegt gerade nach rechts Ziel (von innen - nach außen) und die
Schlagfläche ist dazu rechtwinkelig
Der Schlägerkopfweg verläuft rechts vom
Der Ball fliegt gerade nach rechts
Ziel (von innen - nach außen) und die
und dreht dann nach rechts ab
Schlagfläche ist dazu geöffnet
Der Schlägerkopfweg verläuft rechts vom
Der Ball fliegt gerade nach rechts
Ziel (von innen - nach außen) und die
und dreht dann nach links ab
Schlagfläche ist dazu geschlossen
Golfen wie Tennis spielen 58
Selbsthilfe für die Richtung:
Sollten die Bälle gleich rechts vom Ziel starten, dann schlagen (Tennis) oder platzieren (Golf) Sie
den Ball für den nächsten Schlag mehr zum linken Fuß
Sollten die Bälle gleich links vom Ziel starten, dann schlagen (Tennis) oder platzieren (Golf) Sie
den Ball für den nächsten Schlag mehr zum rechten Fuß.
Sollten die Bälle zu stark nach rechts kurven (geöffnete Schlagfläche im Treffmoment), dann
versuchen Sie einen Topspin (Tennis) oder rollen Sie beim nächsten Schlag die rechte Hand
etwas mehr über die linke Hand (Golf), wodurch die Schlagfläche früher geschlossen wird.
Sollten die Bälle zu stark nach links kurven (geschlossene Schlagfläche im Treffmoment), dann
drehen Sie Ihre Hände entgegen der Uhrzeigerrichtung nach links bevor Sie den Schläger greifen
(schwacher Griff) wodurch eher eine Slice-Aktion entsteht.
Die Ball-Weite ist abhängig von:
- Schlägerkopfgeschwindigkeit
- Treffpunkt des Balles an der Schlagfläche
- Eintreffwinkel des Schlägerkopfes
Die Schlägerkopfgeschwindigkeit ist eine Frage der
guten Bewegungskoordination, der generellen
Bewegungsgeschwindigkeit, des Gesamtgewichtes
des Schlägers und des Schlägermaterials (wobei
Graphit-Schläger für den Anfänger besser geeignet
sind):
Ideal sollte der Ball in der Mitte der Schlagfläche
(Sweet-spot) getroffen werden. Abweichungen kosten Länge und Genauigkeit.
Der Eintreffwinkel des Schlägerkopfes bestimmt die Flughöhe des Balles. Je flacher der
Eintreffwinkel, desto höher der Ballflug (weniger Länge). Je steiler der Eintreffwinkel, desto
flacher der Ballflug (mehr Länge).
Golfen wie Tennis spielen 59
Der Slice-Schlag
Der Slice-Schlag wird im
Tennis sowie im Golf
angewandt.
Im Tennis:
Der Slice ist ein
Schlag, durch den der Ball
absichtlich,
starken
rückwärtigen
und
nach
rechts orientierten Drall
erfährt. Das Ball-Tempo ist
bei diesem Schlag eher
langsam.
Tennis-Slice-Schlag:
Der Vorhand-Slice wird mit dem Vorhandgriff eher in offener
Körperstellung durchgeführt. Der rechte Fuß ist hierbei dem linken vor gestellt.
Der Schläger wird früher als beim Vorhandgrund-Schlag rückwärtig
hochgeschwungen und mit festen Handgelenken und geöffneter Schlagfläche
nach vorne-unten zum Ball gezogen. Die Gewichtsverlagerung erfolgt nach vorneunten auf das linke Bein. Nach dem Treffmoment wird der Schläger weiter nach
vorne-abwärts bewegt.
Beim Golf:
Der Slice ist ein Schlag, bei dem
der Ball erst links des Ziels startet und
durch die geöffnete Schlagfläche im
Treffmoment nach rechts in Zielrichtung
dreht. Durch die zusätzlich geöffnete
Schlagfläche gewinnt der Ball mehr
Höhe, fliegt aber auch kürzer.
Damit Sie diese Bewegung fühlen,
nehmen Sie einen Eimer mit Wasser,
welches Sie in der Vorwärtsbewegung
nach vorne ausgießen.
Golfen wie Tennis spielen 60
Golf-Slice-Schlag:
Die Schlagfläche etwas mehr öffnen und mit etwas
schwächerem Griff zugreifen (beide Hände greifen den Schläger mehr entgegen des
Uhrzeigerverlaufs). Der rechte Fuß steht leicht vor dem Linken und der Ball ist zum linken
Fuß hin platziert. Das Körpergewicht ist eher links verlagert, wobei nur der rechte Fußballen
Bodenkontakt hat. Der Rückschwung erfolgt im leichten Bogen nach außen (rechts vom Ziel),
so dass im Abschwung, mit relativ festen Handgelenken, der Schläger von außen nach innen
(in Richtung links vom Ziel) zum Ball schwingt. Im Treffmoment ist die Schlagfläche in
Relation zum Schlägerweg geöffnet. In der Ausschwungphase enden die Hände eher tief.
Situationen für den Slice-Schlag:
Der Slice-Schlag ist für folgende
Situationen geeignet:
 Um zusätzlich Flughöhe zu
gewinnen
 Wenn der Ball schnell stoppen
soll
 Bei einer Hangabwärts-Lage
 Wenn der Ball unterhalb der
Füße liegt
 Wenn der Ball im Divot (einem
Rasenloch) liegt
 Beim Rough-Schlag
Schlägerwahl:
alle Schläger außer Putter.
Griff
Tennis: Vorhandgriff mit offner Schlagfläche.
Golf:
Die Schlagfläche etwas mehr öffnen, dann greifen beide Hände den Schläger
mehr entgegen des Uhrzeigerverlaufs.
Zielen: Schlagfläche geöffnet zur Ziellinie platzieren.
Körperhaltung im Treffmoment
Tennis:
Leichte Körpervorlage und Körpergewicht primär auf
dem linken Bein, wobei die Schlagfläche geöffnet ist.
Golf:
Leichte Körpervorlage und Körpergewicht primär auf
dem linken Bein, wobei die Schlagfläche geöffnet ist.
Gemeinsame Schlagidee (Tennis & Golf)
Golfen wie Tennis spielen 61
Mit geöffneter Schlagfläche oder wie hier gezeigt, mit rechter Handfläche unter
dem Ball herschneiden.
Schlagroutine für den Slice-Schlag mit Schlüsselgedanken
 Die Schlagfläche etwas mehr öffnen, dann greifen beide Hände den
Schläger mehr entgegen des Uhrzeigerverlaufs
 Mit leichter Körpervorlage die geöffnete Schlagfläche hinter den Ball
setzen
 Rechte Fuß ist vor dem Linken (offener Stand)
 Den Schläger vor dem Körper frühzeitig hoch schwingen.
 Den Schläger von außen nach innen mit geöffneter Schlagfläche zum
Ball schwingen.
 Nach dem Treffen Hände und Schläger nach links vom Ziel schwingen.
Die ganze Schlagroutine möglichst zügig und mit fließenden
Bewegungsübergängen ausführen !!!
Golfen wie Tennis spielen 62
Visualisierungshilfen:



Ein Spiegelei mit einem flachen Heber von der Pfanne lösen
Die rechte Handfläche zeigt im Treffmoment (für rechtsseitige Golfer) eher in den
Himmel
Schlagfläche geöffnet lassen: Kind sitzt auf der Schlagfläche und genießt die
Abwärtsbewegung
Gefühlshilfen:



Den Slice-Schlag mit dem Tennisschläger imitieren
Mit geöffneter Hand unter einem Ball herstreichen bis dieser Rückwärtsdrall bekommt
Einen halb gefüllten Eimer Wasser nach rechts vom Ziel ausschütten
Häufige Fehler beim Slice-Schlag
Spezialschlag
Fehler
Korrektur

Körpergewicht bleibt im
Treffmoment hinter dem
Ball, wodurch der Ball nur
links vom Ziel startet

Den linken Fuß schon in der
Ansprechposition
mehr
belasten und bewusster den
Aufschwung mit den Armen
einleiten.

Der Ball dreht nicht nach
rechts

Schlägerblatt
in
der
Ansprechposition mehr öffnen
Mit der linken Hand während
des ganzen Schlages fester
zugreifen.
Slice- Schlag

Golfen wie Tennis spielen 63
Der Topspin oder Hook-Schlag
Der Topspin (Tennis) oder Hook-Schlag (Golf) sind meist die
Gewinner im Spiel. Diese Schlagart ist das Gegenteil zum
Slice-Schlag.
Im Tennis:
Die mit Topspin geschlagene Bälle
fliegen flach, sehr schnell und haben eher einen VorwärtsDrall (topspin) oder einen Drall nach links.
Tennis- Topspin-Schlag:
Der zum Golf vergleichbare Vorhand-Topspin
wird mit dem extremeren Vorhandgriff eher in geschossener Körperstellung
durchgeführt. Der linke Fuß ist hierbei dem rechten vor gestellt. Der Schläger
wird früher als beim Vorhandgrund-Schlag rückwärtig nach hinten
geschwungen und mit lockeren Handgelenken und geschlossener Schlagfläche
nach vorne-oben zum Ball gezogen. Durch die linke Beinstreckung wird die
aufwärts Bewegung beschleunigt und der Vorwärtsdrall verstärkt. Nach dem
Treffen des Balles wird der Schläger eher nach oben gezogen. Die gesamte
Bewegung erfolgt also eher von unten nach oben.
Beim Golf:
Die
mit
einem Hook geschlagene Bälle fliegen
flacher, sind somit sehr schnell und haben
eher einen Vorwärts-Drall (topspin) oder
einen Drall nach links. Mit dieser
Schlagart können besonders große
Weiten erzielt werden, da der Ball nach
dem Aufschlag mit flachem Eintreffwinkel
und Vorwärtsdrall viel Laufweg am Boden
zurück legt.
Damit Sie diese Bewegung fühlen,
nehmen Sie einen Eimer mit Wasser,
welches Sie in der Vorwärtsbewegung
rückwärtig ausgießen.
Golfen wie Tennis spielen 64
Golf-Hook-Schlag:
Die Schlagfläche etwas mehr schließen und mit etwas
stärkerem Griff leicht zugreifen (beide Hände greifen den Schläger mehr in
Richtung Uhrzeigerverlaufs ). Der linke Fuß steht leicht vor dem Rechten und
der Ball ist etwas mehr zum rechten Fuß hin platziert. Das Körpergewicht ist
minimal rechts verlagert, wobei nur der rechte Fußballen Bodenkontakt hat.
Der Rückschwung erfolgt im leichten Bogen nach innen (zum Körper hin).
Beim Abschwung wird der Schläger, mit eher lockeren Handgelenken, in
Richtung rechts vom Ziel geschwungen. Im Treffmoment ist die Schlagfläche in
Relation zum Schlägerweg geschlossen. In der Ausschwungphase enden die
Hände eher hoch.
Situationen für den Hook-Schlag:
Der Hook-Schlag ist für folgende
Situationen geeignet:
 Dem Ball über die flache Flugbahn
und den Topspin viel Rollweg am
Boden zu geben
 Für den aufgeteeten Ball am
Abschlag
 Den Ball gegen den Wind flach
genug zu halten
 Bei einer Hangaufwärts-Lage (aber
nicht die Hände überrollen !)
 Wenn der Ball oberhalb der Füße
liegt (aber nicht die Hände überrollen !)
Schlägerwahl:
alle Schläger außer der Putter, wobei die längeren Schläger nur leicht
geschlossene Schlagfläche im Treffmoment haben dürfen.
Griff
Tennis:Extremer Vorhandgriff.
Golf:
Die Schlagfläche etwas mehr schließen, dann greifen beide Hände den
Schläger mehr in Richtung des Uhrzeigerverlaufs.
Zielen: Schlagfläche leicht geschlossen zur Ziellinie platzieren.
Körperhaltung im Treffmoment
Tennis:
Linkes Knie ist leicht gestreckt, wodurch die Aufwärtsbewegung nach vorneoben bekräftigt wird.
Golf:
Genügend Abstand zum Ball mit leicht gestrecktem linken Knie. Beim Abschlag
vom Tee kann das Körpergewicht etwas mehr auf dem rechten Bein verlagert
sein.
Gemeinsame Schlagidee (Tennis & Golf)
Mit geschlossener Schlagfläche von innen kommend den Ball treffen.
Golfen wie Tennis spielen 65
Schlagroutine für den Hook-Schlag mit Schlüsselgedanken






Die Schlagfläche etwas mehr schließen, dann greifen beide Hände
den Schläger mehr in Richtung des Uhrzeigerverlaufs
Mit genügend Abstand zum Ball die geschlossene Schlagfläche hinter
den Ball setzen
Linke Fuß ist vor dem Rechten platziert (geschlossener Stand)
Den Schläger mehr zum Körper zurückschwingen
Den Schläger von innen nach außen mit geschlossener Schlagfläche
zum Ball schwingen.
Nach dem Treffen Hände und Schläger nach rechts vom Ziel
schwingen.
Die ganze Schlagroutine möglichst zügig und mit fließenden
Bewegungsübergängen ausführen !!!
Golfen wie Tennis spielen 65
Schlagroutine für den Hook-Schlag mit Schlüsselgedanken






Die Schlagfläche etwas mehr schließen, dann greifen beide Hände
den Schläger mehr in Richtung des Uhrzeigerverlaufs
Mit genügend Abstand zum Ball die geschlossene Schlagfläche hinter
den Ball setzen
Linke Fuß ist vor dem Rechten platziert (geschlossener Stand)
Den Schläger mehr zum Körper zurückschwingen
Den Schläger von innen nach außen mit geschlossener Schlagfläche
zum Ball schwingen.
Nach dem Treffen Hände und Schläger nach rechts vom Ziel
schwingen.
Die ganze Schlagroutine möglichst zügig und mit fließenden
Bewegungsübergängen ausführen !!!
Golfen wie Tennis spielen 66
Visualisierungshilfen:


Die rechte Handfläche zeigt im
Treffmoment (für rechtsseitige Golfer)
eher zum Boden.
Im Treffmoment kann Ihr Spielgegner
Ihnen die Gewinnsumme schon auf die
linke Handfläche legen.
Gefühlshilfen:



Den
Hook-Schlag
mit
dem
Tennisschläger als Topspin imitieren
Einen halb gefüllten Eimer Wasser nach
links vom Ziel rückwärtig ausschütten
Einen größeren Ball mit der rechten Handfläche durch seitliche
Hochbewegung vorwärts bewegen.
Häufige Fehler beim Hook-Schlag
Spezialschlag
Fehler

Körpergewicht bleibt zu
lange auf dem rechten Bein,
wodurch der Ball getoppt
oder fett geschlagen wird

Hook- Schlag

Korrektur

Der rechte Fuß hat während des
Aufschwungs nur mit dem
Fußballen Bodenkontakt.
Der Ball startet nicht rechts
vom Ziel

Der
Ball
sollte
in
der
Ansprechposition etwas mehr in
Richtung rechter Fuß platziert
werden.
Der Ball dreht nicht nach
links

Vor dem Schläger greifen, die
Hände
etwas
mehr
im
Uhrzeigerweg
nach
rechts
platzieren
und
weicher
Griffdruck
Golfen wie Tennis spielen 67
Golf-Fitness
Schon allein die Tatsache, dass Sie ca. fünf Stunden für 18 Löcher auf dem Golfplatz gehen, mit
den Probeschwüngen ca. 200 Mal einen Golfschläger schwingen und möglichst vor dem Spiel
noch Aufwärm- Übungen und Schläge praktizieren, zeigt, dass für erfolgreiches Spiel eine gute
Fitness erforderlich ist.
Bei geringem Fitnessniveau stellt sich frühzeitig Müdigkeit ein, was reduzierte Koordination zur
Folge hat und wodurch dann schlechte Golfschläge resultieren. Außerdem ist für gutes Golf eine
solide Grundlänge der langen Schläge erforderlich, welche nur durch golfspezifische Flexibilität
und Kraft erreicht werden kann.
Nehmen Sie sich ein Beispiel an Gary Player, der Golfer mit den meisten Turniersiegen der
Golfgeschichte. Dieser Ausnahmegolfer erklärt, dass seine Siege primär auf gute Golf-Fitness
zurück zu führen sind.
Gary Player, ein Golfer, der alle
großen Turniere gewinnen konnte.
Über einen eigens entwickelten
Golf-Fitness-Test
können
Sie
herausfinden,
wo
Ihre
golfspezifischen Schwächen liegen.
Die
nachfolgenden
Übungen
bezüglich Flexibilität, Kraft und
Ausdauer
werden
Sie
zur
gewünschten
Golf-Fitness-Form
führen.
Dr.Golf Fitness-Test
Mit diesem Test können Sie herausfinden wie es um Ihre golfspezifische Beweglichkeit, Kraft
und Ausdauer steht. Sie brauchen lediglich ein Maßband, einen Golfschläger, einen Filzstift, eine
Stoppuhr, Sportkleidung und einen Partner, der Ihnen beim Messen behilflich ist.
Notieren Sie die Mess- und Leistungsergebnisse auf dem folgenden Test - Bogen.
Die Mess- und Leistungsergebnisse stehen in Relation zu einer Punkteskala, wobei der höchste
Wert die beste Leistung ausdrückt. Sollte der durchschnittliche Punktewert für den
Beweglichkeits-, Kraft- und Ausdauer-Test geringer als 3 sein, dann sollten Sie mit Hilfe der
empfohlenen Übungs-Routinen trainieren, bis mindestens ein durchschnittlicher Punktewert
von 4 erreicht wird.
© Dr.Golf Academy
Golfen wie Tennis spielen 68
Test - Bogen
NAME : .............................................................................................
TEST
TEST 1
Punkte
TEST 2
DATUM
1.
FLEXIBILITÄT
1.1
Rumpfbeuge /
Beindehnbarkeit
1.2
Oberkörper heben
1.3
Seitliche Rumpfbeuge
1.4
Rumpfdehnung
2.
KRAFT
2.1
Beine
2.2
Oberkörper
2.3
Seitliche Bauchmusk.
3.
AUSDAUER
Gesamt Punktzahl
© Dr.Golf Academy
Punkte
TEST 3
Punkte
Golfen wie Tennis spielen 69
Dr.Golf Fitness-Test
1
FLEXIBILITÄT
1.1
Rumpfbeuge / Beindehnbarkeit
Warum
Wie
Messen
1.2
Entfernung
: Wichtig für korrekte Ansprechposition und Schwung.
: Sitze mit gestreckten Beinen, Füße an einem Kasten.
Versuche mit den Fingern so weit wie möglich über
die Zehen zu reichen (Oberkörper beugt dabei nach vorn).
: Punkt 0 ist, wo die Füße den Kasten berühren.
vor den Fußspitzen ist der Minusbereich.
hinter den Fußspitzen ist der Plusbereich.
+
+
+
+
+
5
0
5
10
15
20
25
Oberkörper heben
Entfernung
Warum : Endposition nach dem Golfschwung
Wie
: Mit dem Bauch den Boden berühren,
3
Hände verschränken auf dem Rücken. Schultern
6
so hoch wie möglich anheben, dabei aber nach vorne schauen
8
Messen : Entfernung Schultergelenk zum Boden
10
Differenz zwischen Ausgangsstellung
15
und höchste Endposition.
20
> 25
© Dr.Golf Academy
Punkte
1
2
3
4
5
6
7
Punkte
1
2
3
4
5
6
7
Golfen wie Tennis spielen 70
1.3
1.4
Seitliche Rumpfbeuge
Warum : Seitliche Gewichtsverlagerung zw. Unter- und Oberkörper
Wie
: Mit dem Rücken gerade gegen die Wand stellen,
Handflächen berühren die Wand, Eine Hand wird so weit wie
möglich seitlich in Richtung Boden bewegt (Kopf und Schultern
halten Wandkontakt).
Messen : Differenz zw. Ausgangs- und Endposition der Fingerspitze zum
Boden.
Rumpfdehnung
Entfernung
Punkte
5
10
15
20
> 25
1
2
3
4
5
Entfernung
Warum : Ausreichende Oberkörper-Verwringung gegen Unterkörper im Rückschwung
Wie
: Sitzend mit dem Rücken parallel zur Stuhlrückenlehne. Die Mitte
des Schlägers schulterwärts mit Wirbelsäule in Einklang bringen. Am
Schlägerende ist ein Stift befestigt, der zum Boden zeigt.
Messen : (R) bedeutet die Entfernung von Schlägermitte bis Schlägerende.
Schläger und Schultern sind erst parallel zur Stuhl-Vorderkante
(Ausgangsstellung: Punkt 1markieren, wo Stift zum Boden zeigt: P1).
Nach max. Schulterdrehung (Endposition: Punkt 2 markieren, wo Stift
den Boden berührt: P2). Entfernung zw. P1 and P2 = (d) messen.
Wert = R : d
© Dr.Golf Academy
0.25
0.5
0.8
1.2
1.5
> 1.8
Punkte
1
2
3
4
5
6
Golfen wie Tennis spielen 71
2
KRAFT
2.1 Beine
Herren
Warum :
Wie
:
Messen :
Kräftige Beine bilden die solide Basis für die OberkörperDrehung (Vorsicht bei Beinproblemen !)
Mit 90° Kniewinkel an die Wand lehnen (Rücken und Kopf
berühren die Wand während der Übung)
Zeitnahme (so lange diese Position eingehalten werden
kann)
Variation : gleiche Position aber nur ein Bein belasten
(diese Übung nur für sehr fitte Personen )
2.2 Oberkörper
Warum
Wie
:
:
Messen
:
2.3 Seitliche Bauchmuskulatur
Warum :
Wie
Messen
:
(sec)
20
30
40
50
(sec)
12
18
24
30
1
2
3
4
60
70
80 +
36
42
48 +
5
6
7
Herren
Push-ups reflektieren die Kraft in den Armen und Schultern
Herren : Hände und Fußspitzen berühren den Boden
Damen/Senioren: Knie und Hände berühren den Boden
Nur korrekte Bewegungsausführung innerhalb 30 Sekunden
(Brustkorb sollte den Boden berühren)
5
10
15
20
25
30
35 +
Herren
Die Oberkörperdrehung wird durch die seitliche BauchMuskulatur unterstützt (Übung bei Rückenproblemen
meiden !)
Auf dem Rücken liegend mit den Füßen die Wand
berühren (90° Kniewinkel). Hände berühren die Ohren.
Rechte Ellenbogen berührt nun das linke Knie, danach
berühren die Schultern erst wieder den Boden, worauf
der linke Ellenbogen das rechte Knie berührt.
Anzahl der Ellenbogen / Knie Berührungen innerhalb
60 Sekunden.
© Dr.Golf Academy
Damen Punkte
10
15
20
25
30
35
40 +
Damen Punkte
3
6
8
11
14
17
20 +
1
2
3
4
5
6
7
Damen Punkte
6
10
14
18
22
26
30 +
1
2
3
4
5
6
7
Golfen wie Tennis spielen 72
3. AUSDAUER
Warum
Wie
Messen
: Vorbeugen vor Ermüdungserscheinungen beim Spielen und Gehen (Ermüdung führt zu
Konzentrations- und Koordinationsschwächen).
: Gehen und Laufen
: Bei diesem Ausdauertest können Sie entweder Ihre Lauf-Zeit über 2,4 km messen oder
welche Entfernung Sie innerhalb von 12 Minuten beim Laufen zurück legen können.
Der Puls ist ein guter Indikator für das Ausdauerniveau.
Je besser der Erholungspuls, desto höher das Ausdauerniveau.
Pulse I : vorher; Pulse II : sofort nach der Leistung; Pulse III : 4 Min. nach der Leistung.
Herren
Damen
2,4 km Zeit
Entfernung in 12 Min.
Punkte
2,4 km Zeit
Entfernung in 12 Min.
13:45
10:35
08:30
07:00
06:00
1400
2100
2400
2600
3300
1
2
3
4
5
16:35
13:35
10:20
08:20
07:10
950
1400
1700
1900
2400
© Dr.Golf Academy
Golfen wie Tennis spielen 73
FLEXIBILITÄTS - ROUTINE
Warum ?





um einen größeren Schwungweg zu erreichen (mehr Schlägerkopfgeschwindigkeit)
um einen gut strukturierten Golfschwung zu ermöglichen
um einen Ausgleich für eine einseitige Bewegung zu erzielen
um den Körper mit zusätzlichem tiefen Atmen zu entspannen
um Energie durch die Dehnungsübungen und intensive Atmung aufzubauen
Wann ?
 nach dem Schlafen (morgens)
 vor dem Aufwärmen auf der Übungswiese oder vor dem Spiel auf dem Platz
 nach dem Spiel auf dem Platz oder einer intensiven Übungseinheit
Wie ?





kontrolliert, langsam, rhythmisch
häufig geraden Rücken beibehalten
wenigstens ein Bein gebeugt lassen
ausatmen beim Dehnen und einatmen bei rückläufiger Bewegung
In der Endposition (maximale Dehnung) entspannen
Trainingsparameter





Häufigkeit der Routine
Dauer einer Routine
zwischen den Übungen
Dauer der Dehnung
Wiederholungen der Übungen
:
:
:
:
:
wenigstens einmal am Tag
10 bis 20 Minuten
entspannen und tief Atmen
5 bis 10 Sekunden
1 bis 5 x
NU.
ÜBUNGEN
MUSKULATUR
WIEDERHOLUNGEN
1.
Ober- & Unterkörper
2x
Untere Rückenmuskulatur
2x
3.
4.
5.
Körperstreckung
Seitl. Bew. mit gebeugten
Knien
Rückenschaukel
Knieschere
Fußbeugung & -streckung
5x
3x
3x
6.
Gekreuzte Beine
7.
8.
Oberkörper Heben
Katze und Hund
Rückenmuskulatur
Oberschenkelabduktoren
Wadenmuskeln
Gesäß- & untere
Rückenmuskulatur
Brust- & Bauchmuskeln
Rückenmuskulatur
2.
© Dr.Golf Academy
2x
2x
3x
Golfen wie Tennis spielen 74
1. Körperstreckung
Auf dem Rücken liegen. (einatmen) Arme und
Beine in entgegengesetzte Richtung dehnen
(ausatmen).
Fühlen: Dehnung aller großen Muskeln.
2. Seitl. Bew. mit gebeugt. Knien
Rückenlage, Arme schulterhoch, gestreckt am
Boden, beide Knie 90 Grad gebeugt. Schulter
halten Bodenkontakt, Knie gemeinsam nach
rechts (ausatmen) und (einatmen) bis zur
Ausgangsposition. Nach links bewegen.
Fühlen:
Dehnung
der
unteren
Rückenmuskulatur..
3. Rückenschaukel
Beide Knie zum Kopf ziehen (ausatmen). Vor
und zurück schaukeln (einatmen).
Fühlen:
Dehnung
der
Gesäßund
Rückenmuskulatur.
4. Knieschwere
Aufrecht sitzen, Füße zeigen zueinander. Knie
langsam
Richtung
Boden
bewegen
(ausatmen).
Rückläufige
Bewegung
(einatmen). Fühlen: Leistendehnung
5. Fußbeugung & Streckung
Mit gestreckten Beinen sitzen. Füße beugen
(ausatmen) Füße strecken (einatmen).
Fühlen: Dehnung und Streckung der
Wadenmuskukatur
6. Gekreuzte Beine
Sitzend rechte über linkes Bein kreuzen, linke
Ellenbogen gegen rechtes Außenknie. Rechte
Arm rückwärtig setzen. Oberkörperdrehung
rückwärtig
(ausatmen.).
Seitenwechsel
(einatmen).
Fühlen:
Dehnung
der
unteren
Rückenmuskulatur.
7. Oberkörper Heben
Bauchwärts liegen, Finger zeigen zueinander,
Handflächen zum Boden. Oberkörper heben
und Arme strecken (ausatmen). Rückwärtige
Bewegung (einatmen). Fühlen: Dehnung der
Bauchmuskulatur.
8. Katze und Hund
Auf Händen und Knien mit geradem Rücken
beginnen. Kopf zur Brust bewegen und
runden Rücken entstehen lassen „Katze”
(ausatmen.). Kopf zum Rücken bewegen und
Hohlkreuz entstehen lassen
„Hund”
(einatmen.).
Fühlen: Dehnung der Rückenmuskulatur.
© Dr.Golf Academy
Golfen wie Tennis spielen 75
GOLFSPEZIFISCHE KRÄFTIGUNGSÜBUNGEN
(Mit Golfschläger und Kleingeräten)
Warum ?





Kräftigung spezifischer Muskelgruppen, die am Golfschlag beteiligt sind
Steigerung des Muskeltonus für schnellere Schwungbewegungen
Einstieg in ein aufbauendes Kräftigungsprogramm
Trainingsgeräte sind ohne Probleme zu beschaffen
Kräftigungsübungen können auch in Räumlichkeiten ausgeführt werden.
Wann ?
 zu jeder Zeit (Zuhause, Geschäft, Golfplatz)
Wie ?
 vor dem Gebrauch von erschwertem Golf- & Trainingsgerät erst Aufwärmen!
 das Steigerungs-Prinzip („overload”) anwenden:

- progressive Steigerung der Buchgröße
- progressive Zunahme von Golfschlägern
- progressive Verlängerung der Golfschläger
- progressiver Anstieg der Tennisballhärte
behalten Sie bei erschwertem Golfgerät den normalen Schwungrhythmus bei
Trainingsparameter
Häufigkeit des Trainings :
 Dauer
 Ruhe zwischen Übungen
3 - 6 Einheiten pro Woche
:
15 - 20 Minuten
:
10 - 30 Sekunden
NU.
ÜBUNGEN
BEANSPRUCHUNG
WIEDERHOLUNGEN
1.
2.
3.
4.
5.
Buchheben
Buchrotation
Schlägerheben
Handgelenksrotation
Linke Unterarm-Rotation
Mehrere Schläger
schwingen
Linker Armschwung
Tennisball drücken
Hände, Handgelenke, Unterarme
Unterarme, Bizeps
Handgelenk, Unterarm, Bizeps
Handgelenk, Unterarm
Unterarm, Schultern
20 - 30
20 - 30
20
20
20
Golfschwung-Muskulatur
20
Golfschwung-Muskulatur
Finger, Hand, Unterarm
20
20
6.
7.
8.
© Dr.Golf Academy
Golfen wie Tennis spielen 76
1. Buch heben
Halten Sie ein großes Buch zwischen Ihren
Händen. Bewegen Sie das Buch hoch und
runter. Fühlen: Spannung in Händen,
Handgelenken, Unterarmen.
2. Buchrotation
Halten Sie ein großes Buch zwischen Ihren
Händen. Strecken Sie die Arme nach vorne
und rotieren Sie das Buch nach rechts und
links. Fühlen: Spannung in den Unterarmen
und Bizeps.
3. Schlägerheben
Halten Sie einen oder mehrere Schläger in
Ihrer Ansprechposition. Heben Sie die/den
Schläger bis die/der Schlägerköpf(e) in den
Himmel zeigen und wieder zurück. Fühlen:
Spannung in den Handgelenken und Bizeps.
4. Handgelenksrotation
Halten Sie einen oder mehrere Schläger in
einer
Hand.
Heben
Sie
den/die
Schlägerköpf(e) und zeichnen Sie kleine
Kreise.
Fühlen: Spannung im Handgelenk und
Unterarm.
5. Linke Unterarm-Rotation
Halten Sie einen oder mehrere Schläger in
der linken Hand. Heben Sie den/die Schläger
bis der/die Schlägerköpf(e) in den Himmel
zeigen und der linke Arm horizontal zum
Boden ist. Rotieren Sie den/die Schläger
nach rechts (Pronation) und nach links
(Supination) bis der/die Schläger parallel zum
Boden zeigen.
Fühlen: Spannung im Unterarm und Schulter.
6. Mehr Schläger schwingen
Greifen Sie mehrere Schläger und imitieren
Sie Ihren Golfschwung in beide Richtungen.
Fühlen: Schwungrhythmus verlangsamt sich
bei Gewichtszunahme.
7. Linker Armschwung
Greifen Sie einen oder mehrere Schläger nur
mit der linken Hand und imitieren Sie Ihren
Golfschwung.
Fühlen: Gesteigerte Spannung in der linken
Seite.
8. Tennisball drücken
Halten Sie einen Tennisball in der
Handinnenfläche und drücken Sie diesen mit
den Fingern.
Fühlen: Spannung in der Hand und Unterarm
© Dr.Golf Academy
Golfen wie Tennis spielen 77
KRAFTTRAINING
(Mit Balltasche)
Warum ?
 Steigerung des Muskeltonus für längere Schläge
 Steigerung der Muskelmasse
Wann ?
 nach dem Spiel aber niemals vor dem Spiel
 nachmittags oder abends
Wie ?




langsame und kontrollierte Bewegungsgeschwindigkeit während der Ausführung
ausatmen während der Kraftbewegung, einatmen bei rückläufiger Bewegung
mit vollem Bewegungsumfang ist das Gerät zu bewegen
Steigerungs-Prinzip („overload”) anwenden (größeres Gewicht = mehr Golfbälle).
Trainingparameter








Häufigkeit des Trainings
Dauer
Ruhe zwischen Übungen
Ruhephase zw. Trainingseinheiten
Belastung
Reihenfolge der Übungen
Wiederholungen
Sätze
NU.
ÜBUNGEN
1.
Kniebeugen
2.
Heben zum Kinn
3.
4.
5.
6.
Bizeps (curls)
Trizeps
Beinstreckung
Unterschenkel
7.
Hebebewegung
8.
Oberkörperrotation
:
:
:
:
:
:
:
:
3 bis 5 Einheiten pro Woche
20 - 40 Minuten
30 Sekunden
24 Stunden
60-80% des Maximalgewichtes
erst große, dann kleine Muskelgruppen
8 - 12
2-4
BEANSPRUCHUNG
Erst Aufwärmen
Oberschenkel
Gesäß
Schultern
oberer Rücken
Bizeps
Trizeps
Oberschenkel
Unterschenkelbeuger
Rücken
Schultern
Seitliche Rumpfmuskulatur
© Dr.Golf Academy
SÄTZE
WIEDERHOLUNG
2-4
12
2-4
10
2-4
2-4
2-4
2-4
10
10
10
10
2-4
10
2-4
10
Golfen wie Tennis spielen 78
1. Kniebeugen
Gerade stehen. Halten Sie eine Balltasche,
welche am Rücken anliegt. Beugen Sie die
Knie bis 90 Grad indem Sie nach vorne
schauen und den Rücken gerade lassen
(ausatmen).
Einatmen
beim
wieder
Aufrichten. Fühlen: Spannung in den Beinen
und Gesäß.
2. Heben zum Kinn
Gerade stehen mit leicht gebeugten Knien.
Halten Sie eine Balltasche mit beiden Händen
und ziehen Sie diese bis zum Kinn
(ausatmen). Während der Abwärtsbewegung
(einatmen). Fühlen: Spannung in Schultern
und obere Rückenmuskulatur
3. Bizeps
Gerade stehen mit leicht gebeugten Knien.
Halten Sie in jeder Hand mit gestreckten
Armen eine Balltasche und ziehen Sie nun die
Hände gemeinsam zu den Schultern
(ausatmen). (Einatmen) bei Rückbewegung.
Fühlen: Spannung im Bizeps.
4. Trizeps
Aufrecht sitzen und eine Balltasche mit gebeugten
Armen auf dem Rücken halten. Blick nach vorne
und bei geradem Rücken die Arme strecken
(ausatmen). (Einatmen) bei Rückbewegung.
Fühlen: Spannung in Schultern und Trizeps
5. Beinstreckung
Die Balltasche an einem Fuß befestigen und dann
auf einen Stuhl setzen. Den Oberschenkel mit den
Händen festhalten und den Unterschenkel nach
vorne oben bis zur Beinstreckung bewegen
(ausatmen). (Einatmen) bei Rückbewegung.
Fühlen: Spannung im Oberschenkel.
6. Unterschenkel
Die Balltasche an der Ferse befestigen und
mit den Händen auf dem Stuhl abstützen.
Den Unterschenkel in Richtung Gesäß
bewegen (ausatmen). (Einatmen) bei
Rückbewegung.
Fühlen: Spannung im Unterschenkelbeuger.
7. Hebebewegung
Halten Sie eine Balltasche mit einer Hand. Die
andere Hand greift die Stuhllehne und der
gegenüberliegende Fuß hält Stuhlkontakt.
Balltasche heben indem der Ellenbogen beugt
(ausatmen). (Einatmen) bei Rückbewegung.
Fühlen: Spannung in Schulter und Rücken.
8. Oberkörperrotation
Mit leicht gebeugten Knien gerade stehen
und mit gebeugten Ellenbogen eine
Balltasche vor dem Körper halten. Indem der
Unterkörper stabil bleibt, wird die Balltasche
vor dem Körper so weit wie möglich erst nach
rechts und dann nach links bewegt. Fühlen:
Spannung im unteren Rumpfbereich.
© Dr.Golf Academy
Golfen wie Tennis spielen 79
AUSDAUER - ROUTINE
Warum ?
 Steigerung der Ausdauer um 18 Löcher ohne große Ermüdung spielen zu können
 Erhöhtes Ausdauerlevel verbessert die Konzentrationsfähigkeit
 Ermüdungserscheinungen führen zu schlechterer Koordination
Wann ?




nach dem Aufstehen (morgens)
während der Mittagspause
nach der Arbeit
nach dem Golfspiel
Wie ?




Sportkleidung tragen
Puls zwischendurch testen
Laufwege und Umgebung ändern
auf ausgewogene Ernährung achten
Trainingsparameter




Häufigkeit des Trainings
Dauer eines Intervalls
Dauer einer Pause
Intensität
:
:
:
:
3 - 6 x pro Woche
30 Sekunden - 3 Minuten
45 - 90 Sekunden
60 - 75 % der Maximalbelastung
Variationsmöglichkeiten




Gehen
Laufen
Schwimmen
Radfahren
Intervalltraining
 bestehen aus Belastung und Entlastung
 aktive Entlastung ist erforderlich
 Training erfolgt im submaximalen Bereich
© Dr.Golf Academy
Golfen wie Tennis spielen 80
INTERVALL - TRAININGS - PROGRAMM
(wenigstens 3 mal pro Woche trainieren)
WOCHE
AUFWÄRMEN
ANFORDERUNG
COOL-DOWN
ZEIT
WOCHE 1
5 Min. Dehnen
5 Min. langsam Gehen
20 Min.
WOCHE 2
5 Min. Dehnen
2 Min. Dehnen
3 Min. Gehen
22 Min.
WOCHE 3
5 Min. Dehnen
2 Min. Dehnen
3 Min. Gehen
24 Min.
WOCHE 4
5 Min. Dehnen
2 Min. Dehnen
3 Min. Gehen
26 Min.
WOCHE 5
5 Min. Dehnen
2 Min. Dehnen
3 Min. Gehen
28 Min.
WOCHE 6
5 Min. Dehnen
2 Min. Dehnen 3 Min.
Gehen
30 Min.
WOCHE 7
5 Min. Dehnen
2 Min. Dehnen
3 Min. Gehen
32 Min.
WOCHE 8
5 Min. Dehnen
3 Min. Gehen
2 Min. Dehnen
34 Min.
WOCHE 9
5 Min. Dehnen
WOCHE 10
5 Min. Dehnen
10 Min. zügig Gehen
5 Min. Gehen
1 Min. Laufen
5 Min. Gehen
1 Min. Laufen
5 Min. Gehen
2 Min. Laufen
5 Min. Gehen
2 Min. Laufen
5 Min. Gehen
3 Min. Laufen
5 Min. Gehen
3 Min. Laufen
4 Min. Gehen
5 Min. Laufen
4 Min. Gehen
5 Min. Laufen
4 Min. Gehen
6 Min. Laufen
4 Min. Gehen
6 Min. Laufen
4 Min. Gehen
7 Min. Laufen
4 Min. Gehen
7 Min. Laufen
4 Min. Gehen
8 Min. Laufen
4 Min. Gehen
8 Min. Laufen
4 Min. Gehen
11 Min. Laufen
4 Min. Gehen
13 Min. Laufen
© Dr.Golf Academy
3 Min. Gehen
2 Min. Dehnen
3 Min. Gehen
2 Min. Dehnen
25 Min.
27 Min.
Golfen wie Tennis spielen 81
ERNÄHRUNG FÜR DEN
GOLFER
Ziehen wir in Betracht, dass unser Körper eine recht interessante Chemiefabrik ist, dann arbeitet er
nur leistungseffektiv, wenn er die richtigen chemischen Betriebsstoffe erhält.
Ohne nun tiefer in biologische und chemische Ablaufprozesse einzusteigen, wollen wir jedoch
festhalten, dass gute Ernährung wie besonderes Benzin und Öl für Rennautos ist, die ebenfalls
Hochleistung anstreben.
Ganz einfach gesagt: Sagen Sie uns was Sie zu sich nehmen und wir sagen Ihnen wie damit die
Leistung aussehen kann. Je mehr Leistung Sie erbringen möchten, desto mehr ist gute Nahrung ein
erforderlicher Bestandteil.
Welche Basissubstanzen sind erforderlich?
Protein:
wird zur konstanten Zellerneuerung und somit zur Regeneration und
Neuaufbau des Körpers (unter anderem auch Muskulatur) benötigt.
Protein reiche Nahrung: Fisch, Geflügel, Fleisch, aber bitte in Maßen,
Milchprodukte, Sojabohnen (Fleisch ist am schwierigsten zu verdauen und
sollte deshalb weitgehend gemieden werden).
Fette:
obwohl unser Körper nur minimale Anteile tierischer und pflanzlicher Fette
benötigt, sollten wir zweimal überlegen ihn gerade mit tierischen Fetten
übermäßig zu belasten (Schweinefleisch, gebratene und fette Speisen, Käse,
Süßigkeiten sowie Kuchen).
Kohlehydrate:
sollte der Hauptenergiespender für Höchstleistung sein. Diese Art von
Nahrung ist relativ schnell verdaut und steht somit als Energie für die
chemischen Prozesse im Körper am effektivsten zur Verfügung. Kohlenhydrat
reiche Nahrung: Brot, Nudeln, Kartoffeln).
Vitamine:
werden in vielfältiger Weise in unserem Körper benötigt. Einige relevante
für sportliche Aktivitäten sind:: Vitamin B zum Aufladen der Energiereserven,
Vitamin C um Körpergewebe entstehen zu lassen, Vitamin D um Energie zu
mobilisieren, Vitamin E um Blutzirkulation zu verbessern und Muskelkrämpfe
zu verhindern.
Vitaminreiche Nahrung : Früchte, Gemüse (aber nur leicht gekocht), Salate
oder um eine sichere Abdeckung zu garantieren Vitamine in Form von Pillen
oder Tabletten (ein Überschuss wird vom Körper ausgeschieden).
Mineralien:
sind unter anderem für die Bereitstellung von Energie erforderlich.
Mineralreiche Nahrung: Salate, Gemüse, spezielle Mineralgetränke oder
auch Mineralwasser. Beim Schwitzen werden verstärkt Mineralien
ausgeschieden (Salzgeschmack auf der Haut), die somit verstärkt wieder
zugeführt werden müssen. Kalzium- und Salzmangel äußern sich sogar in
Muskelkrämpfen (bei extremer Wärme Salz und Kalzium Tabletten den
Getränken beifügen). Zink hilft im chemischen Prozess der
Muskelkontraktionen und sollte ebenfalls für Hochleistung als Zusatz
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Golfen wie Tennis spielen 82
aufgenommen werden um frühzeitiger Ermüdung vorzubeugen.
Ballaststoffe:
wird für gute Verdauung benötigt. Man könnte auch von der
Reinigungsnahrung für den Verdauungstrakt sprechen. Solche Nebeneffekte
haben: Müsli, Gemüse, Salate. Müsli mit Joghurt, Milch und Früchten sollte
der Hauptbestandteil des Frühstücks ausmachen.
Flüssigkeit:
Unser Körper besteht zu fast 90% aus Wasser. Während des Spiels auf dem
Platz und besonders bei Hitze wird mehr Wasser verdunstet, welches
unbedingt schnellstmöglich ersetzt werden muss. Ohne größere physische
Aktivitäten braucht der Körper wenigstens einen Liter Flüssigkeit pro Tag, bei
Belastung um das vielfache mehr. Trinken Sie frühzeitig bevor der Körper
überhitzt und kollabiert.
Generelle Nahrungsrichtlinien
“Frühstück wie ein König, Mittagessen wie ein Prinz, Abendessen wie ein Bettler“
Nach dem Essen eine Stunde zur Verdauung geben (wenn überhaupt, nur kurzes Spiel).
Zwischen den Mahlzeiten: Müsliriegel oder Früchte essen.
Früchte und Gemüse möglichst im rohen Zustand essen.
Gebratene Nahrung möglichst meiden, lieber kochen oder noch besser: roh essen.
Keine Drogen !
Kaffee, Tee und Cola sind kleine Drogen, welche Energie schnell freisetzen aber somit die
Energiereserven schneller verbrauchen. Sie fahren mit diesen Aufputschmitteln Dauervollgas, was
den Benzintank schneller leert und wenn Sie Pech haben, wird der Wagen oder Körper nicht das Ziel
erreichen.
Zur Beruhigung vor dem Spiel möchten Sie gerne Valium nehmen und wenn Sie müde werden
vielleicht etwas Speed". Falsch gedacht!
Golf ist ein Spiel mit höchster Feinkoordination wobei der Wechsel von großen (lange Schläge) und
kleine Bewegungen (kurzes Spiel) immer abwechseln. Die Pille für diesen schnellen Wechsel gibt es
zum Glück noch nicht und somit gilt: "Keine Drogen für gutes Golfen.!"
Ernährungsgrundsatz : “Was Sie in die Maschine (Körper)
reinfüllen kann auch nur verarbeitet werden“
Rennautos fahren auch nicht mit Normalbenzin !
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Golfen wie Tennis spielen 83
Verhalten vor dem Spiel
abends vor dem Spiel füllen Sie den Energietank mit Nudeln und einem Salat auf.
meiden Sie übermäßigen Alkohol am Vorabend des wichtigen Spiels. Alkohol hindert
klares Denken und gute Koordination.
vor dem Spiel nur eine leichte Mahlzeit einnehmen (Sie sollten Ihr Blut im Kopf und
Bewegungsapparat haben und nicht im Verdauungstrakt).
Planen Sie eine Verdauungsstunde vor dem Start ein.
bei Zeitknappheit beginnen Sie lieber mit dem kurzen Spiel.
Verhalten während des Spiels
vermeiden Sie während des Spiels viel zu essen, denn Ihr Blut sollte eher im Kopf
(Energie für klare Gedanken) und Bewegungsapparat (Energieversorgung der
Muskulatur) sein als im Verdauungstrakt.
sollte das Spiel länger als vier Stunden dauern, dann können Sie mit folgendem
nachtanken: Bananen, Energieriegel, Trockenobst, Nüssen und natürlich einem
mineralhaltigen Energie-Trink.
sollten Sie sich schon müde fühlen und es bleiben nur noch wenige Löcher zu spielen,
dann kann auch schon mal der Cola Trink helfen, aber Vorsicht, dieser Schritt ist ein
schneller Energieleerer (Sie fahren schon auf Reserve und geben zusätzlich noch
Vollgas).
Verhalten nach dem Spiel
abhängig vom Klima und der Anstrengung des Spiels gilt es nun die erschöpfte
Energiespeicher wieder zu füllen. Sollte ein Turnier über mehrere Tage dauern, dann
sollten Sie jeden Abend verstärkt kohlehydratreiche Nahrung zu sich nehmen und
auch den Vitamin und Mineralhaushalt aufbessern.
und noch mal, sind Sie vorsichtig mit dem Alkohol, besonders wenn Sie eine gute
Runde hingelegt haben. Die Zurückhaltung wird häufig mit dem Sieg belohnt. Sollte
es zu dem erträumten Erfolg kommen, ja, dann können Sie richtig feiern. Lassen Sie
Ihrem Körper eine besondere Belohnung zukommen!
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Golfen wie Tennis spielen 84
Schlussworte
Wenn ich Ihnen nur fünf Sätze zu Golf
sagen dürfte:
1.
Golf ist ein
Spiel,
welches
gespielt werden
möchte , eben so
innovativ wie Kinder mit etwas neuem umgehen.
2.
Spielen Sie immer zügig,
mit möglichst wenig Schwungoder Schlüssel-gedanken und
viel Kreativität.
3.
Nehmen Sie sich beim
Spielen nicht so wichtig, das
Spiel hat schon ein halbes
Jahrtausend überlebt und wird
auch alle weiteren Champions
überleben.
4.
Wenn Sie sich immer
noch beim Spielen ärgern,
sollten Sie sich noch mal den
mentalen Teil dieses Buches
verinnerlichen, ganz besonders
die Hinweise zum "Loslassen".
5.
Wenn Sie den Sieger
nach dem Spiel umarmen
können, dann haben Sie das
Spiel verstanden.
Wenn Sie mich persönlich
kennen lernen möchten, dann
schauen
Sie mal unter:
www.drgolf.de.
Golfen wie Tennis spielen 85
Golfersprache von A - Z
Abschlag: Von dort wird der Ball für jedes Loch ins Spiel gebracht. Der Abschlagraum ist
durch zwei Markierungen gekennzeichnet, hinter dessen Fluchtlinie, aber nicht mehr als
zwei Schlägerlängen, der Ball hingelegt oder auf ein Tee gesetzt werden darf. Generell
schlagen Damen und Herren von unterschiedlichen Abschlägen ab.
Abschwung: Der Bewegungsabschnitt vom höchsten Punkt des Rückschwunges bis zum
Treffen des Balles.
Ansprechposition: Die Körperhaltung, die jeder Spieler vor der Schlagausführung einnimmt.
Approach: Englischer Ausdruck für einen Annährungsschlag zum Loch.
Aufteen: Den Ball auf ein Tee legen.
Aus / Ausgrenze: Der Ball befindet sich nicht mehr im Spiel, darf also nicht mehr weiter
gespielt werden.
Ausgrenzen sind durch weiße Pfähle gekennzeichnet oder durch Platzgrenzen, die für den
Golfplatz vorgegeben wurden.
Aussen: Bewegung, die sich vom Körper entfernt.
Backspin: bedeutet der Rückwärtsdrall des Balles, der primär durch den Neigungswinkel
des Schlägerblattes, den Eintreffwinkel des Schlägerkopfes und durch die
Schlägerkopfgeschwindigkeit erreicht wird. Nur durch den Rückwärtsdrall fliegt ein Ball und
bei starkem "backspin" rollt der Ball nach dem Aufschlag sogar rückwärts.
Bag: Englischer Ausdruck für Golftasche
Ball-Marker: Markierungsmarke am Handschuh oder Münze, mit denen der Ball auf dem
Grün markiert werden darf.
Birdie: Ein Schlag weniger als die vorgegebene Par-Einheit des Loches.
Blade: Eisen, die im Herstellungsprozess geschmiedet wurden.
Blinder Schlag: Der Landepunkt des Balles ist nicht sichtbar.
Boden in Ausbesserung: Eine mit blauer Farbe oder Pfählen gekennzeichnete Fläche, von
der der Ball aufgehoben werden darf und außerhalb, an der nächstgelegenen Stelle,
innerhalb einer Schlägerlänge, aber nicht näher zum Loch, straflos fallen gelassen werden
muss.
Golfen wie Tennis spielen 86
Bogey: Ein Schlag mehr als die vorgegebene Par-Einheit des Loches.
Bruttoergebnis: Anzahl der tatsächlich gemachten Schläge.
Bunker: Hindernis, welches mit Sand gefüllt ist.
Carry: Die Flugweite des Balles bis zum Auftreffpunkt.
Cart: Motorisiertes Golfauto zum Transport der Spieler und deren Ausrüstung.
Chippen: Kurze, flach geschlagene Annährungsschläge.
Club: Englische Bezeichnung für Golfschläger oder auch Golfverein.
Cut-shot: Angeschnittener Golfschlag (Fade oder Slice).
Dimple: Kleine Einbuchtungen auf der Ballschale.
Divot: Ausgeschlagene Rasenstücke, die von jedem Spieler zurück zu legen sind.
Dogleg: Die Spielbahn hat die Form eines Hundebeins.
Doublebogey: Zwei Schläge mehr als die vorgegebene Par-Einheit des Loches.
Drive: Schlag mit dem längsten Schläger in der Tasche, dem Driver (Holz 1).
Driving Range: Übungsanlage für die weiten Schläge.
Droppen: Wenn der Ball laut Regel gedroppt werden muss, dann wird der Ball von
Schulterhöhe fallen gelassen, wobei er vom Aufschlagpunkt nicht mehr als zwei
Schlägerlängen und nicht näher zum Loch rollen darf.
Durchschwung: Der Bewegungsabschnitt nach dem Treffen des Balles.
Eagle: Drei Schläge weniger als die vorgegebene Par-Einheit des Loches.
Ehre: Die Ehre hat der beste Spieler am ersten Abschlag und nachfolgend der Spieler mit
dem besten Ergebnis.
Etikette: Die Verhaltensregeln für den Golfspieler.
Fade: Die Flugbahn des Balles, welche für den rechtsseitigen Golfer, leicht nach rechts
dreht.
Golfen wie Tennis spielen 87
Fahne bedienen: Liegt der Ball bereits auf dem Grün, kann bei größeren Entfernungen zum
Loch die Fahne im Loch gehalten werden, muss jedoch entfernt werden, sowie der
geschlagene Ball zum Loch hin unterwegs ist.
Fairway: ist die kurz geschnittene Rasen-Spielbahn zwischen Abschlag und Grün.
Fairway-Bunker: Sandhindernis auf der Spielbahn.
Fetter Schlag: Der Schläger berührt erst den Boden und dann den Ball, was Energieverlust
für den Ball bedeutet.
Flight: Gruppeneinteilung für Spieler gleicher Spielstärke.
Fore!: Warnruf für einen verzogenen Golfschlag, der auf andere Personen zufliegt.
Gelbe Markierung: Alle frontalen Wasserhindernisse sind mit gelben Linien oder Pfählen
markiert.
Geschlossener Stand: Der rechte Fuß ist, bei einem rechtsseitigen Spieler, in Relation zur
Ziellinie nach hinten versetzt. Die Linie zwischen den beiden Fußspitzen zeigt nach rechts
vom Ziel.
Geschlossenes Schlägerblatt: Das Schlägerblatt zeigt links vom Ziel.
Getoppt: Ball wird mit dem Schläger zu hoch getroffen und rollt deshalb nur nach vorne.
Gimme: Geschenkter Putt (aber bitte den Schlag trotzdem berechnen).
Greenfee: Spielgebühr um auf dem Platz spielen zu dürfen.
Grün: Ganz kurz geschnittene Rasenfläche, auf dem bis zum Einlochen geputtet wird.
Halber Schlag: Der Ball soll mit gleichem Schläger mehr oder weniger nur die Hälfte der
normalen Schlagdistanz erreichen.
Handicap: ist die Spielstärke eines Spielers. Je geringer das Handicap, desto besser der
Spieler.
Hindernis: Bunker und Wasser gelten als Hindernisse. Dort dürfen Sie den Schläger vor dem
Schlag nicht aufsetzen.
Hole-in-one: Ball wird mit dem ersten Schlag vom Abschlag eingelocht.
Hook: Für den rechtsseitigen Golfer startet der Ball rechts vom Ziel und kurvt dann nach
links.
Hosel: Die Verbindung zwischen Schaft und Schlägerkopf.
Golfen wie Tennis spielen 88
Impact: Der Treffmoment zwischen Schläger und Ball.
Innen: Bewegung, die zum Körper hin geht.
Inner game: Das innerliche Gedankenspiel.
Kompression: Der Härtegrad des Balles. Je größer die Schlägerkopfgeschwindigkeit zum
Ball, desto stärker wird der Ball zusammen gepresst, wodurch eine Ellipsenform entsteht.
Spieler mit mehr Schlägerkopfgeschwindigkeit spielen eher Bälle mit hoher Kompression
(100 oder 90).
Kürzer greifen: Den Schläger am Griff etwas tiefer greifen.
Kurzes Spiel: Alle Schläge, die in Lochnähe gespielt werden (Putten, Chippen, Pitchen,
Grünbunker-Schläge).
Langes Spiel: Alle Schläge, die mit den längeren Schlägern ausgeführt werden.
Lady: Ein Ball, der vom Herrenabschlag nicht den Damen-Abschlag erreicht hat, wobei dieses
Misslingen dem Spieler eine Runde Getränke für die Mitspieler kostet.
Links-Kurs: Bezeichnung für naturbelassene Golfplätze, so wie einst Golf in Schottland
gespielt wurde.
Lie: Der Winkel zwischen Schlägerkopfsohle und Schlägerschaft.
Loch: Dort soll der Ball eingelocht werden. Jede einzelne Spielbahn wird auch als Loch
bezeichnet.
Loft: Der Neigungswinkel des Schlägerblattes.
Markieren: Sollte ein Ball, den gewünschten Rollweg eines anderen Balles blockieren, so
sollte dieser so markiert werden, dass eine Münze hinter dem Ball platziert wird. Der Ball
kann dann aufgehoben werden, bevor er zum weiterspielen wieder an gleiche Stelle zurück
gelegt werden muss.
Mayor Turniere: Die vier wichtigsten Golfturniere der Welt: US-Masters, US-Open, BritishOpen, US-PGA Championship.
Mulligan: In einer Privatrunde können sich die Spieler einigen einen straflosen zweiten Ball
am ersten Abschlag spielen zu können. Dieses Vorgehen ist allerdings nicht regelkonform.
Golfen wie Tennis spielen 89
Netto: Gesamtschlagzahl abzüglich des Handicaps.
Neunzehnte Loch: Die Bar im Clubhaus.
Never up, never in: Ausdruck für einen zu kurz gespielten Schlag, der keine Chance hatte ins
Loch zu gehen (nicht die Länge, nicht drin).
No return: Spieler gibt beim Wettspiel auf, was ohne besonderen Anlass (Verletzung) nicht
vorkommen sollte, denn dies gilt unter Golfern als unsportliches Verhalten.
Offener Stand: Der linke Fuß ist, bei einem rechtsseitigen Spieler, in Relation zur Ziellinie
nach hinten versetzt. Die Linie zwischen den beiden Fußspitzen zeigt nach links vom Ziel.
Offenes Schlägerblatt: Das Schlägerblatt zeigt rechts vom Ziel.
Out-of-bounds (O.B.): Der Ball befindet sich außerhalb des spielbaren Bereiches vom
Golfplatz. Ist ein Ball "O.B.", dann muss von der ursprünglichen Position, von der dieser Ball
"O.B." geschlagen wurde, ein neuer Ball ins Spiel gebracht werden, aber unter
Hinzurechnung eines Strafschlages.
Oversize: Schlägerköpfe, die etwas größer sind und speziell dem schwächeren Golfer helfen
sollen.
Par: Ist eine Richtnorm, welche sich aus der Länge des Loches ergibt.
Partner: Als Team können sich die Partner untereinander beim Spiel beraten.
Pin: Englischer Ausdruck für Flaggenstock.
Pitch: Ein kurzer hoher Annährungsschlag.
Pichmarke: Das Einschlagloch des Balles auf dem Grün wird als Pitch-Marke bezeichnet.
Diese Einschlaglöcher sollte jeder Spieler selber reparieren.
Platzerlaubnis (PE): Spieler, die eine Platzerlaubnis-Prüfung abgelegt haben, dürfen
eigenständig auf dem Golfplatz spielen.
Platzregeln: Zusätzlich zu den allgemein gültigen Regeln können von der Spielleitung
besondere Platzregeln festgelegt werden, die entweder auf der Zählkarte, am schwarzen
Brett oder im Sekretariat des Golfclubs heraus zu finden sind.
Pro-Am: Ein Golfprofi (Berufsspieler) spielt mit Amateuren.
Profi oder Professional: Ein Golfer, der mit dem Spiel Geld verdient.
Golfen wie Tennis spielen 90
Pro-Shop: Golfartikel-Geschäft, wo unter professioneller Anleitung Golfartikel gekauft
werden können.
Provisorischer Ball: Sollte die Annahme über einen verloren gegangen Ball bestehen, dann
darf ein provisorischer Ball, bis auf Höhe des ursprünglichen Balles, gespielt werden. Der
provisorische Ball wird zum Ball im Spiel, wenn der ursprüngliche Ball nicht innerhalb von
fünf Minuten Suchzeit gefunden wird.
Pull: Gerader Ball links vom Ziel.
Push: Gerader Ball rechts vom Ziel.
Putt: Ein Schlag auf dem Grün, welcher generell mit dem Putter-Schläger ausgeführt wird.
Putting-green: Übungsgrün, wo das Putten geübt werden kann.
R & A: Der Royal & Ancient Golf Club of St. Andrews in Schottland legt mit der United
States Golf Association die weltweit gültigen Regeln fest.
Rote Markierung: Zeigt durch rote Linien oder Pfähle ein seitliches Wasserhindernis an.
Rough: Englischer Ausdruck für übermäßig langes Gras oder Gestrüpp.
Rückschwung: Ausholbewegung mit dem Schläger bis zum Umkehrpunkt des Abschwungs.
Sand-Wedge: Ein Schläger, dessen hintere Sohlenkante höher ist als die vordere, wodurch
der Schläger besser durch den Sand gleiten kann.
Schaft: Verbindungsteil zwischen Griff und Schlägerkopf. Die unterschiedlichen Schaftarten
sollten Sie mit Ihrem Golfpro besprechen, denn der Schaft ist die "Seele" des Schlägers und
bedarf individueller Anpassung.
Schwacher Griff: Der linke Handrücken und die rechte Handinnenfläche zeigen eher nach
links vom Ziel.
Score: Englischer Ausdruck für das Schlagergebnis eines Loches oder das Gesamtergebnis für
alle gespielten Löcher.
Scorecard: Zählkarte, auf der die Spielergebnisse eingetragen werden.
Slice: Für den rechtsseitigen Golfer startet der Ball links vom Ziel und kurvt dann nach rechts.
Spiegelei: Ein Ball, der bis zur Hälfte im Bunkersand eingedrungen ist.
Shank oder Socket: Der Ball wird nicht am Schlägerblatt, sondern an der Ferse des
Schlägerkopfes getroffen, wodurch der Ball extrem stark nach rechts wegschießt.
Golfen wie Tennis spielen 91
Spin: Drall des Balles.
Square: Rechtwinkeliges Ausrichten des Schlägerblattes zur Ziellinie.
Stableford: Eine Wettspielform, wo pro Loch Punkte erspielt werden können. Ein Handicap 0
Spieler erhält für ein Par 2 Punkte, ein Bogey 1 Punkt, aber für ein Birdie 3 Punkte.
Sweetspot: Schwerpunkt des Schlägerkopfes. Ein dort getroffener Ball hat optimale Weite.
Syrlyn cover: Kunststoffschale für einen Golfball
Tee: Holz- oder Plastikaufsatz, auf den der Ball am Abschlag gesetzt werden darf, obwohl
auch der Abschlag selbst als Tee bezeichnet wird.
Tee-Time: Abschlagszeit für den Spieler, der sich weinigstens fünf Minuten vorher am
Abschlag einfinden sollte.
Toppen: Der Ball wird mit der Schlägerkopfkante oder der Schlägerkopfsohle getroffen,
wodurch dieser nicht fliegen kann und somit nur entlang des Bodens rollt.
Treffmoment: Der Kontaktpunkt von Schläger und Ball.
Triple bogey: Drei Schläge mehr als die vorgegebene Par-Einheit des Loches.
Trolly: Englischer Ausdruck für einen kleinen Golfwagen, mit dem die Golftasche gezogen
wird.
Unspielbare Lage: Der Ball liegt unspielbar und kann nicht gespielt werden. Der Spieler hat
nun 3 Möglichkeiten, aber mit Hinzurechnung von jeweils einem Strafschlag Erleichterung in
Anspruch zu nehmen: 1. Von ursprünglicher Stelle einen neuen Ball ins Spiel zu bringen, oder
2. Den Ball innerhalb von zwei Schlägerlängen, aber nicht näher zum Loch, zu droppen, oder
3. In Verlängerungslinie von Loch und Ball so weit wie gewollt, aber noch innerhalb des
Platzes, zurück zu gehen, um den Ball an ausgewählter Stelle zu droppen.
Up: Anzahl der Löcher, die ein Spieler vorn liegt.
Vorgrün: Die Rasenfläche zwischen Grün und Fairway.
Wasserhindernis: Sollte der Ball im Wasserhindernis nicht zu spielen sein, dann muss
unter Hinzurechnung eines Strafschlages ein neuer Ball ins Spiel gebracht werden.
Beim frontalen Wasserhindernis entweder in Verlängerung der Einflugstelle beliebig weit
zurück gehen, oder einen neuen Ball von ursprünglicher Stelle schlagen. Beim seitlichen
Wasserhindernis muss jedoch innerhalb von zwei Schlägerlängen von der Einflugstelle
gedroppt werden, wobei beide Seiten des Wasserhindernisses ausgewählt werden dürfen.
Golfen wie Tennis spielen 92
Wedge: Schläger mit sehr flachem Schlägerblatt-Neigungswinkel für hohe und kurze Schläge.
Zählspiel: Wettspielart, wo jeder Schlag bis zum eingelochten Ball am 18. Loch gezählt wird.
Zeitweiliges Wasser: Beim Wasser, welches nicht zu den Wasserhindernissen zählt und
mindestens Schuhsohlentiefe haben sollte, kann straffrei der Ball an nächstgelegener
trockenen Stelle, aber nicht näher zum Loch, gedroppt werden.
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