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Geschichten vom Mast „Wie hoch sind eigentlich die - die freie welt

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Geschichten vom Mast
Text, Sabine Gro€e-Aust
Sommer 2012; Roland im Mast
„Wie hoch sind eigentlich die Masten?“
mƒchten G„ste der Pirola h„ufig
wissen, nachdem Gro€- und
Besansegel gesetzt sind und die
Rundhƒlzer ihre Tragkraft
demonstrieren.
Mit „21 und 19 Meter“ ist dies schnell,
wenn auch nicht ganz pr„zise
beantwortet. Wie es sich genau verh„lt
und wie es dazu kam, dass aus zwei
gewachsenen B„umen zwei
Schiffsmasten f…r Pirola wurden, ist
hingegen eine l„ngere Geschichte –
eine Geschichte, wie man sie „vorm
Mast“, also in der Mannschaftsunterkunft in den Freiwachen erz„hlen
kƒnnte.
2012; Nachwuchs f…r den Mastenwald - Forst in
der L…neburger Heide
Der Wald
Wie also kamen die Masten auf
Pirola? „1986 haben wir die ersten
beiden Masten auf Pirola, aus dem
gr„flichen von Bernstorff‡schen
Forstbetrieb“ im Kreis L…chow
Dannenberg bei Gorleben
ausgesucht“, wei€ Roland zu
berichten. Auch die nach dem
schottische Botaniker David Douglas
benannten Douglasien oder Douglastannen gehƒren zu dem wertvollen
Bestand jenes Forstwaldes. Und so
konnte ein Exemplar dieser
urspr…nglich in Nordamerika
beheimateten Spezies – gerade und
hƒher als 20 Meter gewachsen, mit
einem Umfang von 45 cm - zum ersten
Gro€mast f…r Pirola werden.
Die erste Reise
Zusammen mit einer etwas kleineren
L„rche wurde die Tanne geschlagen
und mit dem Langholztransporter zum
Hafen Schnakenburg transportiert.
Von dort ging es auf dem Wasserweg
weiter. Ein befreundeter Binnenschiffer
brachte den Baum auf seinem
Gangbord in den Harburger Hafen. An
Deck von Pirola ging die Reise weiter
elbabw„rts bis zum kleinen
Ruthenstrom Hafen.
Hier bei Drochtersen - Ritsch mussten
die St„mme dann baden gehen, um im
Schlepptau eines kleinen
Festmacherbootes in die historische
Hafenanlage von Drochtersen
Gauensiek zu gelangen.
Zwischenstopp
In diesem Hafenplatz im Kehdinger
Land w„sserten die St„mme einige
Zeit bevor es ihnen mit der Breitaxt an
die urspr…ngliche Form ging.
Ann„hernd rund mussten sie werden,
bis in den n„chsten Bauphasen die
glatten impr„gnierten Masten
entstehen konnten.
1989; Niko (links) und Roland im Hafen von
Gl…ckstadt beim Stellen der Masten auf Pirola.
1988; Die fertigen Masten lagern in Grauensieck
Bis die Trockenphasen
abgeschlossen, Beschl„ge und B„ume
gefertigt und alle Vorarbeiten
abgeschlossen waren, vergingen fast
drei Jahre.
Zweiter GroÄmast
Gro€mast Nˆ1 musste leider schon ein
Jahr sp„ter erneuert werden. Dies
geschah in Gl…ckstadt hinter einer
Halle von Michael Baas, der das
Gel„nde der ehemaligen Kremer Werft
…bernommen hat.
Der Weg der B„ume - aus dem
gr„flichen Forst …ber die Elbe und ihre
Seitenarme, durch H„fen und Werften
- endete 1989 als auf Pirola Besanund Gro€mast gestellt wurden.
1990; In Gl…ckstadt wird der zweite Gro€mast
gebaut
Denkmalpflege
Heute ist es die L„rche und nicht mehr
die Douglasie, die Pirola als Gro€mast
dient. Und heute, wie zu allen Zeiten,
sind es Bootsbauer-geschick und stete
Pflege, die das traditionelle Rigg und
das Schiff in Stand halten.
HÅhe
Und wie hoch sind sie nun
genauer, die Masten von Pirola?
Der Gro€mast ist 20,50 Meter
…ber Wasser. Davon sind ca. 19 Meter
zu sehen.
Der Besan ist ca. 13 Meter …ber
Wasser und zu sehen sind von
diesem ca. 12 Meter.
2012 zum Tag des offenen Denkmals im
Museumshafen Flensburg – Dojan schleift
Pirolas Gro€mast.
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