close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Jedes Kind ist wie eine Blume: Es braucht viel Wärme, viel Licht, viel

EinbettenHerunterladen
Jedes Kind ist wie eine Blume:
Es braucht viel Wärme, viel Licht,
viel Vertrauen und viel Zeit
um aufzublühen.
Wir Erwachsenen sind die Gärtner:
Wir hegen und pflegen die Knospen,
bis sie zur Entfaltung kommen.
Seite 1
Inhaltsverzeichnis:
Allgemeine Informationen
3
Das Kindergartenpersonal
4
Unsere Rolle als Kinderbetreuungspersonal
6
Rahmenbedingungen des Kindergartens
7
Eingewöhnungszeit
10
Tagesablauf
11
Unsere pädagogische Arbeit
14
Kindergartenjahreskreis
17
Vorbereitung, Reflexion und Beobachtung
18
Seite 2
Allgemeine Informationen
Adresse:
Kindergarten 4
Dr. Karl-Renner-Straße 18
8101 Gratkorn
E-Mail-Adresse: Kindergarten4@gratkorn.com
Wir sind telefonisch erreichbar von 07:00 bis 08:00 Uhr und von 12:00 bis 14:00 Uhr.
Wenn Sie uns eine Nachricht hinterlassen, rufen wir Sie gerne zurück!
Unsere Telefonnummer: 0664/9628648
Erhalter:
Marktgemeinde Gratkorn
Dr. Karl-Renner-Straße 47
8101 Gratkorn
Tel.: 03124 / 222 01-0
Fax.: 03124 / 222 01-29
Homepage: www.gratkorn.com
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
07:00 bis 13:00 Uhr
Struktur der Einrichtung:
Wir sind ein Jahreskindergarten - das Kindergartenjahr geht von September bis Juli.
In den Schulferien ist der Kindergarten in Betrieb.
In den Sommerferien (Juli-August) hat man die Möglichkeit das Kind extra wochenweise
anzumelden.
Es gibt eine altersgemischte Kindergartengruppe
mit maximal 25 Kindern im Alter von 3-6 Jahren.
Über die Kinderbildungs- und betreuungseinrichtung:
Den Kindergarten gibt es seit Herbst 2011;
zuvor fand man in diesem Haus die Nachmittagsbetreuung der Schule.
Seite 3
Das Kindergartenpersonal
Wir sind derzeit ein Team von zwei Mitarbeiterinnern – eine Leiterin/Kindergartenpädagogin
und eine Kindergartenbetreuerin.
Es findet jeden Morgen ein kurzer Austausch über die Arbeit statt und einmal im Monat eine
Teamsitzung. Dabei werden Vorbereitung, Projekte, Teilnahme an Fortbildungen, Konflikte,
mögliche Exkursionen und unsere Festgestaltung besprochen und es findet eine Reflexion des
Gruppengeschehens statt.
Unser Ziel ist es, mit den Kindern in einer fröhlichen, harmonischen Atmosphäre eine
erlebnisreiche Zeit zu verbringen.
Jede Mitarbeiterin erweitert ihr Wissen und ihre Kenntnisse durch regelmäßige Teilnahme an
Fortbildungen und das Studium entsprechender Fachliteratur. Dies kommt unserer
pädagogischen Arbeit mit den Kindern zugute.
Leiterin und Kindergartenpädagogin
Mein Name ist Grach Sandra. Geboren bin ich am 06.02.1991.
Im Juni 2010 habe ich die Bundesbildungsanstalt für Kindergartenpädagogik in Graz
nach einer 5-jährigen Ausbildung mit der Reife- und Diplomprüfung abgeschlossen.
Nachdem ich im Juli 2010 im Gemeindekindergarten Pirka, im August 2010 in der
Nachmittagsbetreuung Lannach und dann schließlich im September 2010 bis März
2013 im Kindergarten 2 in Gratkorn meine Erfahrungen als gruppenführende
Kindergartenpädagogin sammeln konnte, bin ich nun seit April 2013 in der leitenden
Position des Kindergarten 4 in Gratkorn.
In meine Arbeit mit Kindern lasse ich gerne meine Fremdsprachenkenntnisse
(englisch) einfließen.
Kindergartenbetreuerin
Mein Name ist Irina Schweinzer. Geboren bin ich am 27.10.1979 und seit 2003 lebe
ich mit meiner Familie in Österreich.
Meine Ausbildung zur Kinderbetreuerin und Tagesmutter habe ich beim
Landesverband der steirischen Kindergruppen von Mai 2010 bis Oktober 2010
gemacht und mit meiner Abschlussarbeit „Selbstbewusstsein der Kinder stärken“
erfolgreich abgeschlossen. Anschließend war ich ein Jahr Springerin bei APS Group
Please, unter anderem in Kindergärten in Gratkorn, Rein, Stattegg und Graz. Seit
Herbst 2011 arbeite ich als Kinderbetreuerin im Kindergarten 4 in Gratkorn.
In meine Arbeit mit Kindern lasse ich gerne meine Fremdsprachenkenntnisse
(russisch, rumänisch, englisch) einfließen.
Seite 4
Integrative Zusatzbetreuung (IZB-Team)
Unterstützt wird unser Team von der integrativen Zusatzbetreuung. Die IZB ist eine mobile
Betreuungsform für Kindergärten bestehend aus:





SonderkindergartenpädagogIn
PsychologIn
LogopädIn /SprachheilpädagogIn
PhysiotherapeutIn / MototherapeutIn / ErgotherapeutIn /MotopädIn
Fachärztin
Sie bieten
 Beratung und Information in Erziehungsangelegenheiten, insbesondere bei
Entwicklungs- und Verhaltensproblemen, sowie Beeinträchtigung durch Behinderung
 Individuelle den Bedürfnissen der Kinder entsprechende Förderung im Kindergarten.
 Therapien
Dieses individuell abgestimmte Förderprogramm findet in regelmäßigen Abständen im
jeweiligen Kindergarten statt.
Betriebsfremde Personen
Da wir eine (Kinder)Bildungs- und Betreuungseinrichtung sind, nehmen wir immer wieder
SchülerInnen der Bundesbildungsanstalt für Kindergartenpädagogik (Bakip) und SchülerInnen
der Haupt- und Realschulen auf, damit diese bei uns praktizieren bzw. die Arbeit mit Kindern
kennen lernen können.
Schülerinnen und Schüler praktizieren gemäß den Anforderungen des Lehrplans der jeweiligen
Schulstufen, wobei sie sowohl von den gruppenführenden Kindergartenpädagoginnen als auch
von Praxislehrerinnen betreut werden.
In Kindergärten sammeln Schülerinnen und Schüler praktische Erfahrungen auf dem
Hintergrund des fachtheoretischen Grundwissens in Bezug auf Kommunikation,
Teamentwicklung und Methodenvielfalt. Sie lernen neue und bewährte pädagogische Konzepte
umzusetzen, Kinder genau zu beobachten und zu fördern und ihr pädagogisches Handeln zu
reflektieren.
Inhalte und Strukturen der Praxisaufgaben werden mit den verantwortlichen Pädagoginnen
ausgewählt und sind ausschließlich auf die Kinder ausgerichtet.
Seite 5
Unsere Rolle als Kinderbetreuungspersonal

Wir sehen uns als Bezugspersonen, Unterstützer, Wegbegleiter und Berater der Kinder.

Unsere Aufgabe ist es, den Kindern als Begleiter auf einem Teil ihres Weges ein
positives Vorbild zu sein. Dabei möchten wir ihnen vermitteln, dass jeder sein darf, wie
er ist.

Wir begegnen Kindern mit Offenheit für Neues, Beachtung und Wertschätzung,
schenken ihnen Liebe und Vertrauen, erkennen ihre Leistungen an und übertragen
ihnen Verantwortung.

Wir unterstützen die Kinder, indem wir ihnen Halt und Orientierung bieten.

Das Vorleben unseres sozialen Bewusstseins für Grenzen und Regeln ist für das
Zusammenleben in einer Gemeinschaft des Kindergartens sehr wichtig. Regeln bieten
Sicherheit, reduzieren Ängste und bieten Vertrauen. Sie sollen nicht einengend wirken,
sondern den Kindern helfen, mit der ihnen zugestandenen Freiheit eigenverantwortlich
umzugehen.

Unsere Aufgabe als Betreuungspersonal sehen wir darin, täglich neu die Stärken und
Schwächen eines jeden Kindes zu erkennen, die Stärken weiter zu entwickeln und an
der Bewältigung der Schwächen gemeinsam mit dem Kind zu arbeiten.

Wir sind aufgefordert, ein abwechslungsreiches Angebot zu bieten und ein anregendes
Umfeld zu schaffen, um den Vorlieben aller Kinder gerecht zu werden und um Interesse,
Neugierde, Kreativität und Lernbereitschaft der Kinder zu wecken.

Wir wollen die uns anvertrauten Kinder annehmen und ihnen Zeit und Raum geben, sich
zu eigenständigen Persönlichkeiten zu entwickeln. Wir ermöglichen den Kindern
ausreichend Zeit für ihr Spiel und ihre freie Beschäftigung, die sie herausfordern sollten,
sich mit etwas Neuem auseinander zu setzen.

Wir versuchen eine entspannte und angenehme Atmosphäre zu schaffen, in der die
Kinder sich selbst, ihre Umwelt und ihr Gegenüber positiv erleben können und sie sich
wohl fühlen. Dazu gehört auch, die Kinder zu eigenen Problemlösungen anzuleiten, sie
bei Konflikten zu unterstützen und sie mit ihren Probleme wahr und ernst zu nehmen.

Jeder kennt es von sich selbst, dass es gute Tage gibt, aber auch schlechte, an denen
man gereizt oder ungeduldig, nachdenklich oder traurig ist. Auch diese Gefühle gehören
zum Leben dazu und dürfen ebenso gezeigt werden wie „Glücksgefühle“. So ist es uns
wichtig, den Kindern und ihren Eltern mit Offenheit, Ehrlichkeit und Natürlichkeit zu
begegnen.
Seite 6
Rahmenbedingungen des Kindergartens
Im Untergeschoss befinden sich:
1 Bewegungsraum
1 Garderobe
1 Waschraum für Kinder
1 Küche
1 Kinder WC
Im Erdgeschoss befinden sich:
Spielräume
1 Kinder WC
Im Obergeschoss befinden sich:
1 Büro
Materialräume
1 Erwachsenen WC
In unserem Haus finden die Kinder genügend Platz:
… Neues zu entdecken
… für verschiedene Rollenspiele
… zu werken und zu malen
… um sich auszuruhen
… zum Turnen und Toben
… um sich zurückzuziehen
… um Kontakte zu knüpfen
… mit Instrumenten zu spielen
… für Wahrnehmungsspiele
… für Begegnungen
… um sich in ein Spiel zu vertiefen
… Gefühle auszudrücken
… um Freunde zu finden
… um ihre Fantasie zu entfalten
… mit Erwachsenen zu kommunizieren
… zu bauen und zu konstruieren
… miteinander Spaß zu haben
… zu experimentieren
Kurz gesagt…. um sich fast wie zu Hause zu fühlen.
Seite 7
Das gesamte Erdgeschoss unseres Hauses dient den Kindern als Spielbereich, indem sie sich
frei bewegen dürfen. Das Freispiel nimmt im Tagesablauf die meiste Zeit in Anspruch. Das
Kinderbetreuungspersonal gestaltet den Gruppenraum so, dass überhaupt ein Freispiel möglich
ist. Unser Gruppenraum beinhaltet daher:
Seite 8
Unser Bewegungsraum im Untergeschoss ist mit Materialien ausgestattet, die Kindern
zwischen 3 und 6 Jahren zu Gute kommen. Neben angeleiteten Turnstunden gibt es auch
Rhythmik Einheiten und die Kinder können sich auf Bewegungsbaustellen, verschiedenen
Stationen, im Circletraining oder bei Spielen bewegen. Hierbei werden nicht nur grobmotorische
Fertigkeiten geschult, sondern auch Ausdauer, Gleichgewicht, Sozialverhalten, Koordination
und vieles mehr.
Unser Garten soll keine Reizüberflutung darstellen, dennoch
bietet er genügend Spielzeug
und Materialien und soll
Ausgleich zu den Angeboten im
Inneren unseres Kindergartens
und Raum für Bewegung und
zum Toben sein.
Seite 9
Eingewöhnungszeit
Im Kindergarten haben die Kinder die Möglichkeit, spielerisch in eine Gemeinschaft
hineinzuwachsen, Regeln zu akzeptieren und Selbstständigkeit zu entwickeln. Da die
Gruppe aus 25 Kindern verschiedenen Alters und 2 Betreuungspersonen besteht, ist es
aber oft eine große Umstellung für neue Kinder sich gleich einzufügen. Eine neue, große
Anzahl an Kindern, die Trennung der Eltern und das ungewohnte, neue Umfeld bereiten
aber nicht nur Kindern Ängste und Bedenken. Daher sollte die Eingewöhnung in den
Kindergartenalltag sanft und langsam erfolgen.
An den ersten Tagen, die das Kind im Kindergarten verbringt, reichen ein paar wenige
Stunden (zusammen mit den Eltern) zum Kennenlernen des Gruppenraums, der Kinder
und der neuen Bezugspersonen. Aus Erfahrung sollte man den Kindern mindestens 2
Wochen Zeit geben, sich langsam an die Gruppengröße und den Alltag im Kindergarten zu
gewöhnen, indem man anfangs nur mit ein paar Stunden anfängt und diese dann langsam
steigert.
Auch das Verhalten der Eltern ist entscheidend für einen angenehmen Einstieg in
den Kindergartenalltag.
Es gibt viele Möglichkeiten das Kind in dieser Zeit zu unterstützen:
 Verständnis zeigen (für Trennungsängste, Tränen…)
 Geduldig sein (Es gibt keine Richtlinie, wann ein Kind eingewöhnt sein muss!)
 Zeit aufbringen (in diesem Fall ist „kurz und schmerzlos“ keine Lösung!)
 Akzeptieren, wenn das Kind sich schnell einlebt (es verlässt vielleicht ein Stück
heimisches Nest, aber nicht Mama und Papa für immer!)
 Als Elternteil dem Kind nicht durch Gestern oder Worte vermitteln, dass man
eigentlich nicht will, dass es im Kindergarten bleibt („Es tut mir so leid, dass du da
bleiben musst…) – viel besser: Dem Kinder zeigen, dass man es gerne in der Obhut
des Kindergartenpersonals lässt (Respektvoller und wertschätzender Umgang mit
dem Personal)
 Loslassen können (eine innige Verabschiedung und Umarmung ist besser als viele
kurze, bei denen man immer wieder in den Gruppenraum kommt und das Kind
verwirrt)
Wie die oben erwähnten Punkte zeigen, ist diese Trennung oft auch für die Eltern
schwer, wenn nicht sogar schwieriger, als für das Kind. Darum bieten wir den Eltern an,
Gespräche zu vereinbaren, abseits des Trubels. Dafür eignet sich, nach unserer
Öffnungszeit, das Leiterinnenbüro. Dort können wir in Ruhe besprechen, was Ihnen auf
dem Herzen liegt.
Diese Gespräche sind vielleicht nicht so spontan wie die „Tür- und Angelgespräche“, die
häufig in Gruppenräumen geführt werden, allerdings stören sie das Spielgeschehen
auch nicht so. Darum ist es natürlich nicht nur in der Eingewöhnungszeit möglich das
Gespräch mit den Mitarbeiterinnen zu suchen.
Seite 10
Tagesablauf
Der Kindergartenalltag ist in verschiedene Phasen gegliedert. Jede einzelne hat ihre
Wichtigkeit.
Orientierungsphase:
Damit ist der Zeitraum gemeint, in dem sich die Kinder einen Überblick über die momentane
Situation verschaffen – Wer von meinen Freunden ist schon hier? Ist mein Lieblingsspiel frei?
Möchte ich erst zuschauen, oder habe ich schon Lust
mitzuspielen?
Die Spielgruppen verändern sich durch neu ankommende Kinder
recht häufig. Selbstverständlich begrüßen wir jedes Kind
persönlich (Hand geben) und anschließend hat es Zeit, sich zu
orientieren. Bis 09:00 Uhr sind alle Kinder im Haus und bereits in
der
Freispielphase (07:00 – 09:30 Uhr)
Die Kinder wählen ihre Spielpartner und ihre Tätigkeiten selbstständig aus. In dieser Zeit wird
auch kreativ gestaltet („gebastelt“), frei oder gezielt für verschiedene Feste und es finden
verschiedene Förderungen statt (die Kindergartenpädagogin fördert mehrere oder einzelne
Seite 11
Kinder spielerisch im Gruppenraum oder außerhalb des Gruppenraums)
Intensive Spielsituationen können über einen längeren Zeitraum entstehen.
Für zu spät kommende Kinder ist es oft nur mit Hilfe der Kindergartenpädagogin möglich,
Anschluss zu finden. Die verschiedenen Spielbereiche stehen den Kindern in dieser Zeit zur
Verfügung.
Die Freispielphase hat für die Kinder eine große Bedeutung – sie sind in ihrer Selbständigkeit
und in ihrem sozialen Verhalten sehr gefordert. Die Kindergartenpädagogin muss dem Kind
genug Freiraum geben und die Freispielphase lenken. Das Kind soll sich unbeobachtet fühlen,
aber nicht unbeobachtet sein.
Um 08:00 Uhr beginnt die „gleitende Jause“.
In unserem Kindergarten legen wir Wert darauf, dass Kinder ihr Hunger- und Sättigungsgefühl
bewusst spüren lernen und fördern dies in Form der gleitenden Jause, bei der der Zeitpunkt für
die Nahrungsaufnahme in der Zeit von 08:00 – 09:30 Uhr frei gewählt werden kann. Auf diese
Weise entstehen sehr viele Vorteile:







mehr Freiheit für die Kinder
es entstehen weniger Wartezeiten, die gewonnene Zeit kann für
Einzelförderung und intensiveren Kontakt genutzt werden.
die Selbstständigkeit wird gezielt gefördert (Jausentasche holen,
Jause auspacken, Glas holen, falls das Glas leer wird,
selbstständig einschenken, während dem „tratschen“ mit
anderen Kindern am Tisch nicht aufs Essen vergessen,
selbstständig alles wieder ab- bzw. wegräumen … - Tisch- und Esskultur!)
Jeder kann den Zeitpunkt selbst wählen, an dem er jausnen geht, sofern ein Platz frei ist
Die Kinder können mit ihren Freunden oder alleine essen
Jeder hat Zeit, so lange er möchte im einem gewissen Zeitraum
Das Sozialverhalten wird positiv verstärkt (ältere Kinder helfen den jüngeren beim
Auspacken, erinnern sie daran, etwas zu trinken oder weiter zu essen, falls diese es
vergessen…)
Daher:




Werden die Kinder beim Spielen nicht unnötig unterbrochen
Können sie Zeit und Dauer selbst bestimmen
Entsteht für die Pädagogin Zeit für Kleingruppenarbeit
Wird die Besonderheit einer gemeinsamen Jause bei
Geburtstagen oder anderen Festen hervorgehoben
Konzentrationsphase (09:45 – 10:30 Uhr)
Als Konzentrationsphasen bezeichnet man Aktivitäten in der Gesamt- oder Teilgruppe, die von
der Kindergartenpädagogin zu einem Thema geplant und
durchgeführt werden. Diese können gemeinsames Singen,
Tanzen, Geschichten hören, Basteln, Geburtstag feiern,
Entdecken, Feste vorbereiten und vieles mehr sein. Die
Kinder lernen sich auf die Gemeinschaft einzulassen und sich
auf ein bestimmtes Thema zu konzentrieren.
Wir singen Lieder, erarbeiten aktuelle Themen und die Kinder
Seite 12
haben die Möglichkeit sich mit der Kindergartenpädagogin oder anderen Kindern
auszutauschen.
Die Konzentrationsphase findet bei uns in der Form
 vom Schneider- oder Fersensitz im Morgenkreis am Bauteppich statt.
 vom Teppichfliesenkreis bei Geburtstagen im Turnsaal statt.
 vom Sesselkreis bei Geschichten, erarbeiten von Liedern, beim Spielekreis usw. statt.
 vom Stehkreis im Garten zu Festvorbereitungen statt.
Erholungsphase/2. Konzentrationsphase (10:45 – 11:45 Uhr)
Gespannte Aufmerksamkeit wird abgelöst durch Phasen der Entspannung und Erholung.
Manche Kinder ziehen sich mit einem Spiel zurück oder wandern durch die Gruppe. Oft macht
sich auch ein starker Bewegungsdrang bemerkbar, dem nachgekommen werden muss:
Bewegungseinheit: Die Kindergartenpädagogin geht
mit einer Teilgruppe („der halben Gruppe“) in den
Bewegungsraum um zu turnen. Die restlichen Kinder
bleiben mit der Kinderbetreuerin im Gruppenraum und
können dort weiter spielen, Geschichten aus
Bilderbüchern zuhören, zeichnen, basteln, entspannen,
…
Danach folgt die letzte, aber auch wichtige Phase:
Ausklangsphase: (12:00 – 13:00 Uhr)
Es ist wichtig, den Kindern zum Abschluss des
Kindergartentages Zeit zum Ausklingen zu geben. Die
Kinder sollen Zeit haben fertig zu spielen,
wegzuräumen, nachzufragen. Ähnlich wie in der
Orientierungsphase verändern sich durch das Abholen
der Kinder die Spielgruppen.
Die Ausklangsphase verbringen wir meist in unserem Garten. Und da sowohl wir als Personal
als auch die Kinder immer passende Kleidung zum Wetter haben, werden wir auch fast immer
die Möglichkeit nutzen, an die frische Luft zu gehen.
.
Seite 13
Unsere pädagogische Arbeit
Jedes Kind ist einzigartig. Nähe und
Wertschätzung lassen das Kind als soziales
Wesen wurzeln schlagen. Jedes Kind ist ein
Einzelwesen mit unterschiedlichen Stärken,
Fähigkeiten, Eigenschaften und auch
Schwächen. Somit ist es wichtig, jedes Kind
genau kennen zu lernen und auf seine
jeweiligen Bedürfnisse einzugehen.
Ein
Kind benötigt Zeit, Raum und Verständnis
um sich entfalten zu können. Als aktiver
Beobachter, Teilnehmer und Gestalter der
Welt will es selbstständig sein. Es lernt mit
seinen Sinnen, durch seine Neugierde und
Experimentierfreudigkeit.
Bereiche, in denen die Kinder gefördert werden
Im vorschulischen Bildungsprozess sollen die Kinder vielseitige Kompetenzen erwerben. Das Kind
soll lernen, Grenzen zu erkennen und zu akzeptieren, Verantwortungsgefühl für sein Handeln zu
entwickeln und eine positive Kommunikation aufzubauen. Darüber hinaus soll es seine freudige
Gestimmtheit, geistige Wachheit und seine Freude am intensiven Spiel festigen.
Dies geschieht in ganzheitlicher, ausgewogener Weise durch die Förderung in folgenden
Bereichen:
Emotionen und soziale Bindungen
Der Kindergartenalltag bietet den Kindern ein großes Übungs- und Lernfeld, um Kinder dabei zu
helfen, zu selbstbewussten und selbstständigen Menschen heranzureifen, die sich im Umgang mit
anderen Kindern und Erwachsenen behaupten können, dabei aber auch lernen, Rücksicht
aufeinander zu nehmen.
In unseren altersgemischten Gruppen lernen die Kinder in der Gemeinschaft Verhaltensweisen wie
zB. Einfühlungsvermögen, Rücksichtnahmen, Hilfbereitschaft, Solidarität, Konfliktbewältigung sowie
einander zuhören, den anderen ausreden lassen, Toleranz und füreinander Verantwortung zu
tragen.
Ethik- und Gesellschaft/Religion
Durch (religiöse) Feste, die im Kindergartenjahreskreis anfallen, lernen die Kinder einen Zugang zur
Schöpfung zu finden als auch gegenüber anderen Religionen und Philosophien Respekt zu zeigen.
Wenn wir offen, unbefangen, hilfsbereit und tolerant miteinander umgehen, nehmen wir uns alle in
unserer Unterschiedlichkeit an.
Sprache und Kommunikation
Die Sprache ist das wichtigste Mittel, um miteinander in Kontakt zu treten. Es ist uns bereits
angeboren, eine Sprache zu erlenen, dies muss aber durch ständige Anregungen und Angebote
gefördert werden. Im Kindergarten schaffen wir deshalb eine Umgebung, in der das Kind
Seite 14
Wertschätzung erföhrt, um unbeschwert und angstfrei zu sprechen, zu erzählen und seine
Gedanken und Gefühle in Worte zu fassen. Im Umgang mit Bilderbüchern, Geschichte, Märchen,
Fingerspielen, Reimen, Zungenbrechern, Gedichten usw. erwirbt das Kind Fähigkeiten, die zu einer
gesunden Sprachentwicklung führen. Durch Sprachspiele, wie Silben klatschen und reimen,
entwickelt das Kind ein Gefühl für Sprachrhythmus, was ihm das spätere Erlernen des Schreibens
und Lesens wesentlich erleichtert.
Bewegung und Gesundheit
Jedes Kind hat einen natürlichen Drang und Freude daran, sich zu bewegen. Im Kindergartenalltag
geben wir den Kindern daher genügend Raum und Möglichkeiten diesen Drang auszuleben. Das
Kind baut dabei nicht nur eine Beziehung zum eigenen Körper auf, sofern es erlernt die
Beherrschung aller fundamentalen Bewegungsformen, wie gehen und laufen, hüpfen und springen,
klettern und steigen, kriechen und krabbeln, rollen und wälzen, werfen und fangen, schieben und
ziehen.
Ebeneso wichtig wie die Bewegung des Kindes ist ein gesundes Bewusstsein für die Bedürfnisse
des eigenen Körpers. Wir achten auch auf das Einhalten selbstverständlicher Hygieneregeln wie
das Händewaschen nach dem Toilettengang, Hand vor dem Mund beim Husten usw.
Ästhetik und Gestaltung/Rhythmik und Musik
Ein Kind im Kindergartenalter ist geradezu dafür geschaffen, seine kreativen Fähigkeiten zu
entfalten. Im spielerischen Umgang mit verschiedenen Materialien und Werkzeugen erwirbt das
Kind unterschiedliche Fähigkeiten und Fertigkeiten. Diese Erfahrungen sammelt das Kind im
Umgang mit Papier, Pappe, Farben, Holz,Stoffen, Knete, Klebstoff, Stanzer und mehr. Dabei kommt
der Förderung der Grob- und Feinmotorik eine
besondere Bedeutung zu.
Singen und Musizieren erfahren die Kinder als
Quelle der Freude und Entspannung. Im Laufe des
Jahres lernen die Kinder zu allen Jahreszeiten und
Festen und in Sesselkreisen einen großen Schatz an
Liedern und Kreisspielen kennen. Diese begleiten
wir mit unseren Körperinstrumenten wie klatschen,
stampfen, patschen, schnipsen etc. Dadurch wir das
Gefühl für Rhythmus und Takt gefördert.
Klanggeschichten, Tanzen, Rollenspiele, kleine
Theateraufführungen und Spielen mit Orff-Instrumenten vervollständigen unser musikalisches
Angebot und auch Übergänge zu verschiedenen Aktivitäten wird mit Musik und Gesang eingeleitet.
Lern- und Leistungsfähigkeit
Wenn ein Kind Erfahrungen über seine eigene Leistungsfähigkeit gewinnen soll, muss es vor
Aufgaben gestellt werden, die es auch lösen kann. Das heißt: wir dürfen es in seinen Fähigkeiten
weder über- noch unterfordern. Erfolgserlebnisse stärken das Selbstbewusstsein und bewirken,
dass sich das Kinder an neue und schwierigere Aufgaben heranwagt.
Eine positive Arbeitshaltung, wie Aufmerksamkeit und Konzentration, Ausdauer, Arbeitstempo,
Sorgfalt und Selbstständigkeit sollen gefestigt werden.
Seite 15
Denkförderung und Merkfähigkeit
Die Wahrnehmungs- und Merkfähigkeit des Kindes wird im Wesentlichen von den Lernvorgängen
mitbestimmt, die durch Impulse der Umwelt hervorgerufen werden. Dies geschieht durch die
optische Wahrnehmung, durch Unterscheiden von Materialien, Farben, Formen und Größen, durch
die akustische Wahrnehmung, Erkennen und Unterscheiden von Geräuschen, Tönen, Stimmen,
Klängen, Worten und Lauten, und durch die Geruchs- und Geschmacksempfindung, sowie durch
die Tast-, Berühungs- und Bewegungsensibilisierung.
Das Kind lernt, Informationen aufzunehmen, sie zu verstehen und einzuprägen. Durch viele
Wiederholungen werden Gedächtnisinhalte gefestigt. Wir geben den Kindenr die Möglichkeit zu
sortieren, zu ordnen, zu unterscheiden, zu vergleichen und nach Problemlösungen zu suchen.
Natur und Umwelt/Technik/Mathematik
Kinder interessieren sich sehr für wissenschaftliche Phänomene; sie sind neugierig und stellen viele
Fragen. Durch das Beobachten von Vorgängen in der Natur erfahren die Kinder Gesetzmäßigkeiten
und Zusammenhänge.
Die Welt der Kinder ist auch voller Mathermatik. Überall entdecken wir geometrische Formen,
Zahlen und Mengen. In verschiedenen Angeboten werden die Kinder angeregt Mengen zu
erfassen, zu vergleichen, sowie Raum-Lage-Beziehungen zu erkennen und zu benennen.
Beim Konstruieren und Bauen in der Bauecke, bei Würfelspielen und Abzählreimen, immer wieder
wird Mathermatik in unserem Alltag sichtbar und erfahrbar.
Schulvorbereitung
Die gesamte Kindergartenzeit eines Kindes verstehen wir als Schulvorbereitung. Das Spiel ist
die wichtigste Lernform des Kindes, sowohl Einzel- und Gruppenspiel. Durch das Spiel lernt es die
Umgebung kennen, erweitert seinen Sprachschatz und findet seinen Platz im sozialen Gefüge.
Zahlreiche, für die Schule wichtige Kompetenzen, wie groß- und feinmotorische Fähigkeiten,
Sinnesschulung, emotionale Stabilität und Gruppenfähigkeit, Selbstständigkeit und eine positive
Arbeitshaltung werden durch die gesamte Erziehungs- und Bildungsarbeit im Kindergarten
gefördert. Durch unsere Angebote im Kindergarten haben die Kinder die Möglichkeit, viele
verschiedene, ganzheitliche Erfahrungen zu machen. Die Kinder werden dabei körperlich,
emotional, sozial und kognitiv gefördert und somit auf den Schuleintritt vorbereitet.
Projektorientiertes Arbeiten – „Der Weg ist das Ziel“
Bei uns im Kindergarten gilt das projektorientierte Arbeiten, denn nicht das Endprodukt steht im
Vordergrund, sonder der Weg dorthin mit allen Erfahrungen, die das Kind dabei macht:



beim kreativen Gestalten („Basteln“) zählt nicht, wie das fertige Stück aussieht, sondern
welche Fertigkeiten das Kind dabei erlangt hat (auf der Linie schneiden, kreatives
Schneiden, richtig den Pinsel oder Stift halten, …)
bei der Bewegungserziehung werden nicht nur sichtbare Hürden genommen, sondern auch
mentale („Ich habe mich getraut!“)
Projekte werden nicht gemacht, um ausschließlich
dekorative Gegenstände zu fertigen und auch nicht
nach Ende des Projekts das erworbene Wissen
abzufragen
Seite 16
Unser Kindergartenjahreskreis
„Man soll die Feste feiern, wie sie fallen.“ Diesen Spruch nehmen wir uns im Kindergarten zu
Herzen. Für Kinder gibt es nichts Schöneres als gemeinsam Feste vorzubereiten und
gemeinsam zu erleben. Im Kindergartenjahreskreis beschäftigen wir uns daher auch mit
diesen Festen und Anlässen, die im Laufe des Jahres anfallen. Wir feiern:
 Erntedank
 Halloweenfest
 Laternenfest
 Nikolausfest
 Adventfeier
 „Weihnachtsfeier“
 Faschingsfest
 Ostern
 Sommerfest
 Schulanfängerverabschiedung
Ausflüge finden natürlich auch statt zB. zur Feuerwehr, zum Bauernhof, ein Graz-Vormittag, zur
Schmetterlingsausstellung, eine Wanderung durch Gratkorn, Waldtage oder ähnliches.
Verschiedene Theater, Zauberer usw. besuchen uns mindestens einmal im Jahr. Wir
versuchen auch immer wieder Ausflüge gemeinsam mit anderen Kindergärten aus Gratkorn zu
machen.
Drei bis vier mal im Jahr kommt jemand von der Zahnprophylaxe
(„Zahnputztante“/„Zahnputzfee“) in den Kindergarten und
bespricht mit den Kindern spielerisch, wie
wichtig Zähneputzen und gesunde Ernährung
ist, mit anschließendem Praxisteil (richtig
Zähneputzen mit der „Zahnputztante“).
Geburtstage der Kinder finden gemeinsam statt; alle
Kinder, die in einem Monat Geburtstag haben (maximal 3-4) feiern
zusammen – ohne Eltern.
Seite 17
Vorbereitung, Reflexion und Beobachtung
Beobachtung
Durch verschiedene Beobachtungsmethoden werden die Bedürfnisse, Interessen, Stärken und
Defizite erkannt und danach richtet sich die Planung der Kindergartenarbeit.
Vorbereitung – Planung
Um die bereits erwähnten Ziele zu erreichen und Aktivitäten mit den Kindern durchführen zu
können, ist eine gute Planung und ehrliche Reflexion unerlässlich. Die Kindergartenpädagogin
hat wöchentlich 10 Vorbereitungsstunden zur Verfügung.
Auch wenn vieles im Kindergartenalltag spontan geschieht (und auch geschehen soll), muss
eine genaue Vorbeiteung und Planung statt finden, um den Kindergarten als Bildungsstätte zu
nutzen.
In diese Vorbereitung fließen mitunter ein:
 Die Gegebenheiten der Gruppe
* Anzahl der Kinder
* Alter und Entwicklungsstufe der Kinder
* Interessen der Kinder
 Die Ziele, die die Kindergartenpädagogin erreichen möchte/soll
 Aktuelle Anlässe
Reflexion
Um die Bildungsqualität noch zu verbessern, wird die Arbeit der Kindergartenpädagogin und
der Kinderbetreuerin zum einen schriftlich, zum anderen in Gesprächen reflektiert.
Seite 18
Document
Kategorie
Bildung
Seitenansichten
10
Dateigröße
1 069 KB
Tags
1/--Seiten
melden