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Ausschreibung Masterarbeit / Diplomarbeit - Geographie

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Ausschreibung Masterarbeit / Diplomarbeit
Untersuchung der Lebensräume in 3D: Wie ändert sich das Mikroklima
unter verschiedenen Einzelbaumenbedingungen im Nationalpark Bayerischer Wald?
Problemstellung:
Zusammengesetzt aus fichtenreichen Hochlagenwäldern, Bergmischwäldern mit Tannen,
Buchen und Fichten sowie Aufichtenwäldern, ist der Nationalpark Bayerischer Wald einer
der wertvollsten natürlichen Lebensräume Mitteleuropas. Das Zusammenspiel der klimatischen Bedingungen führte zur Aufbau der einzigartigen Vegetationseinheiten innerhalb der
Waldbestände, die einen idealen Lebensraum bietet.
Die Forschung der Wälder befasst sich heutzutage nicht mehr ausschließlich mit ihrer wirtschaftlichen Nutzung, sondern auch mit der Struktur und Dynamik des Ökosystems Wald.
Neben der Suche nach allgemeingültigen Erkenntnissen über die vielfachen Wechselbeziehungen zwischen den im Wald lebendenden Organismen und der anorganischen Umgebung gehört die Beschreibung der Waldstruktur, also die räumlich/zeitliche Zusammensetzung von Bäumen und Waldbeständen zu den wichtigen Forschungsaufgaben. Daneben
führte die Bedrohung der Tier- und Pflanzenarten zu einer verstärkten Aktivität im Bereich
der Diversitätsforschung.
In den vergangenen Jahren wurden im Bereich der Fernerkundung bedeutende technologische Fortschritte erzielt. Beispielsweise konnte die Punktdichte in Airborne Laser ScannerDaten (ALS) deutlich erhöht werden. Dadurch nehmen die Anwendungsmöglichkeiten im
Gebiet der Informationsableitung aus ebensolchen Daten zu. Die gemeinsame Fragestellung der Nationalparkverwaltung und der Universität Würzburg eröffnet einen interessanten
Forschungsraum, in dessen Rahmen einige anreizende, multidisziplinäre geographische
Fragen untersucht und beantwortet werden sollen.
Aufgabenstellung:
Dieser Masterarbeit befasst sich mit der räumlichen Untersuchung der Waldstruktur auf
Bestandes-und Einzelbaumebene und die potenzielle Wirkung von Baum- und Bestands-
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struktur auf Biodiversität der umliegenden Waldflächen. Als Datengrundlage werden haupt-
sächlich die aktuellen ALS-Aufnahmen sowie die im Gelände aufgenommenen Biodiversitätsparameter benutzt, die durch bereits bestehende zur Verfügung stehen.
Im Rahmen dieser Arbeit:
 werden die bedeutendsten strukturellen Bestands- und Einzelbaumparameter
(Durchmesser der Bäumen, Mittelhöhe, Höhe in unterschiedlichen Schichten sowie
verschiedenen anderen Merkmalen) aus den ALS-Daten extrahiert.
 Durch Kombination mit anderen räumlichen Daten (terrestrische Erhebungen, möglicherweise multispektrale Satelliten- und Flugzeug-Daten) werden robuste statistische Modelle gebildet, die zur Beschreibung der Bestands-/Einzelbaumstruktur und
Biodiversitätsmerkmalen dienen. Eine interessante Frage wäre z.B. die Spezies oder
Strata-spezifischen strukturellen Eigenschaften der Bäume (je nach Durchmesser,
Standortindex oder Höhenklasse) mit der umliegenden Biodiversität zu verbinden.
 Zur Validierung der Modelle dienen die bereits bestehenden Daten aus der Nationalparkverwaltung. Darüber hinaus ermöglicht der enge Kontakt die Möglichkeit, eventuell zusätzliche, nötige terrestrische Erhebungen mit Unterstützung des Nationalparks durchzuführen.
Von dem Kandidaten/der Kandidatin wird erwartet, eine selbständige, interdisziplinäre Forschung durchführen zu können, sich aktiv und motiviert mit den aktuellen und eventuell weiteren Fragestellungen zu beschäftigen und sich vor allem in die für dieses Thema relevante
Statistik und Datenbearbeitung einzubringen. Die Arbeit wird aktiv von dem Betreuer unterstützt und es ist nachdrücklich unterstützt (jedoch nicht gezwungen) die Ergebnisse der Arbeit in Form eines gemeinsamen wissenschaftlichen Artikels zu verfassen.
Voraussetzungen: gute Deutsch-und Englischkenntnisse, fast fertiges Studium der Geoinformatik, Geographie, Forstwissenschaft oder vergleichbares Fach, Interesse an räumlicher
Statistik (Open-Source R-Programm), Waldinventur/Waldökologie-relevanten Themen, allgemeine Vorkenntnisse von Fernerkundung, Vorkenntnisse von LiDAR-Fernerkundung sind
von Vorteil, jedoch nicht zwingend.
Arbeitsort: frei wählbar, regelmäßige Treffen mit dem Betreuer sowie eine Präsentation
zum Thema sind Pflicht
Kontakt: Fragen zu diesem oder weiteren Themen können jederzeit an folgende Person
gerichtet werden:
Dr. Hooman Latifi
Lehrstuhl für Fernerkundung
Geographisches Institut der Universität Würzburg
Tel.: 0931-31-89638
Hooman.latifi@uni-wuerzburg.de
www.fernerkundung.uni-wuerzburg.de
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Kategorie
Bildung
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