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Laika – wollte von der Straße weg und sucht bei euch ein Zuhause

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Lage
Erwartungen
Exporte
Investitionen Beschäftigung
93. Konjunkturbericht Ruhrwirtschaft Herbst 2014
2
Auf einen Blick
Wirtschaftsklima | Die konjunkturelle Entwicklung im Ruhrgebiet schwächt sich leicht ab,
bewegt sich aber insgesamt auf einem hohen Niveau. Der IHK-Konjunkturklimaindex ist mit
nun 114 Punkten nahezu stabil.
Geschäftslage | Ihre aktuelle wirtschaftliche Situation beurteilen die Unternehmen gegenüber
dem Beginn des Jahres als leicht verbessert. Nur noch rund 11 Prozent der Unternehmen
berichten von einer Verschlechterung ihrer Geschäftslage.
Geschäftsaussichten | Die Erwartungen der Wirtschaft im Ruhrgebiet sind seit der Herbst­
umfrage 2012 erstmals wieder verhaltener. Die Zahl der Unternehmen, die optimistisch in die
Zukunft blickt, geht von 26 Prozent auf 21 Prozent zurück.
Export | Die insgesamt gedämpfte Zuversicht spiegelt sich auch in den Erwartungen für das
Auslandsgeschäft wider. Die Hoffnungen auf Impulse durch die Exportmärkte wurden ge­senkt.
Die Besorgnis über Auswirkungen der Entwicklungen in den Krisenherden dieser Welt hat
zugenommen.
Investitionen | Die Investitionsbereitschaft bleibt weiter stabil. Es gibt jedoch keine signifikanten Impulse, eine gewisse Investitionsvorsicht ist spürbar.
Beschäftigung | Die Beschäftigungssituation zeigt sich weiter robust. Die verhaltenen
Zukunfts­erwartungen wirken sich in den Branchen jedoch unterschiedlich aus. Vor allem in der
Industrie ist weiterhin mit einem Abbau von Arbeitsplätzen zu rechnen.
Konjunkturklimaindex Ruhr
150
Quelle: Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet
125
100
75
50
93. Konjunkturbericht Ruhrwirtschaft | Jahresbeginn 2014
2014
2010
2005
2000
1995
1990
1985
1980
25
3
Gute Lage, gedämpfte Erwartungen
Die Wirtschaft im Ruhrgebiet zeigt sich im Herbst 2014 mit ihrer Lage weiterhin zufrieden.
Die Hoffnungen auf Impulse, die die Konjunktur weiter beleben, sind allerdings spürbar gesunken.
Nach wie vor gibt es eine breite Basis von Unternehmen, die von einer stabilen oder besseren
Geschäftslage berichtet. Aktuell bewertet ein Drittel der Unternehmen seine Situation als
„gut“. Nur jeder neunte Betrieb zeigt sich unzufrieden mit seiner wirtschaftlichen Situation. Rückläufige Auftragszahlen und ausbleibende Impulse von den ausländischen Märkten
sowie eine nachlassende Konsumfreude auf Verbraucherseite lassen die Unternehmenseinschätzungen verhaltener ausfallen als noch vor einem halben Jahr.
Zu dieser Beurteilung der aktuellen wirtschaftlichen Situation kommen die Industrie- und
Handelskammern im Ruhrgebiet aufgrund ihrer Befragung von rund 1.000 Unternehmen mit
mehr als 170.000 Beschäftigten im Herbst 2014. Gestützt durch die seit der letzten Umfrage
noch einmal besser beurteilte Geschäftslage verharrt der Konjunkturklimaindex Ruhr mit
114 Punkten nahezu auf dem Niveau vom Jahresbeginn.
Die gesunkenen Erwartungen deuten darauf hin, dass sich die wirtschaftliche Dynamik
der letzten zwei Jahre abschwächt und verhaltener tendiert. Der Deutsche Industrie- und
Handelskammertag (DIHK) hatte seine Wachstumsprognose für 2015 bereits im August gesenkt. Auch Bundesregierung und Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Erwartungen
an die kommenden Monate inzwischen nach unten korrigiert.
Trenderklärung
40
30
20
10
0
­ eränderung des ­Saldos
V
­gegenüber der ­Vorumfrage um…
-10
-20
-30
-40
Trend
Lage
34,0 %
54,7 %
11,3 %
63,5 %
15,4 %
58,3 %
15,2 %
60,9 %
16,0 %
Erwartungen
21,1 %
Exporterwartungen
26,5 %
Investitionsabsichten (Inland)
23,1 %
Beschäftigungsaussichten
15,0 %
gut
|
besser
67,7 %
befriedigend
|
gleichbleibend
17,3 %
schlecht
|
schlechter
Quelle: Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet
Herbst 2014
Jahresbeginn 2014
Herbst 2013
Jahresbeginn 2013
Herbst 2012
Jahresbeginn 2012
Herbst 2011
Jahresbeginn 2011
Herbst 2010
Jahresbeginn 2010
Herbst 2009
Geschäftslage
Geschäftserwartungen
mehr als 10,0 Punkte
um 5,1 bis 10,0 Punkte
-5,0 bis 5,0 Punkte
-5,1 bis -10,0
weniger als -10,0 Punkte
* Veränderung des Saldos im Vergleich zum Vorjahr, Erläuterung siehe Seitenrand.
92. Konjunkturbericht Ruhrwirtschaft | Herbst 2014
93. Konjunkturbericht Ruhrwirtschaft | Jahresbeginn 2014
25
20
15
10
5
0
Jahresbeginn 2014
Herbst 2014
Jahresbeginn 2014
Herbst 2014
Herbst 2013
Jahresbeginn 2013
Herbst 2012
Jahresbeginn 2012
Herbst 2011
Jahresbeginn 2011
Herbst 2010
Jahresbeginn 2010
-5
20
Quelle: Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet
15
10
5
0
Insgesamt
Industrie
Handel
Dienstleistung
Saldo in Prozentpunkten aus Zu- und Abnahmen,
nur Betriebe mit Investitionsabsichten
-5
-10
-15
Herbst 2013
Jahresbeginn 2013
Herbst 2012
Jahresbeginn 2012
Herbst 2011
Jahresbeginn 2011
-20
Herbst 2010
Investitionen sind das Fundament für Wachstum und Arbeitsplätze von Morgen. Die Investitionsbereitschaft der
Unternehmen im Ruhrgebiet bleibt konstant. Dieses ist
insbesondere deshalb erfreulich, weil das Investitionsverhalten bislang nicht die abgesenkten Erwartungen spiegelt. Andererseits verspricht die Investitionsneigung auch
keine größeren konjunkturellen Impulse. Ein Umstand,
der angesichts der anhaltenden Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank kritisch zu sehen ist. Im Zentrum
der Investitionstätigkeit der Unternehmen stehen Ersatzbeschaffungen (68 Prozent), die durch Rationalisierungsmaßnahmen und Produktinnovationen (je 27 Prozent)
ergänzt werden. Insgesamt gilt die Investitionsquote in
Deutschland und Nordrhein-Westfalen bei Unternehmen
und öffentlicher Hand als zu gering. Die Befragungsergebnisse lassen nicht erwarten, dass die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen geeignet sind, die Investitionslücke in naher Zukunft zu schließen.
30
Jahresbeginn 2010
Inlandsinvestitionen | Hinter den
­Möglichkeiten
Insgesamt
Industrie
Handel
Dienstleistung
Saldo in Prozentpunkten aus Zu- und Abnahmen
Herbst 2009
Die noch zu Jahresbeginn erwarteten deutlichen Impulse
aus dem asiatischen und amerikanischen Raum sind
verhaltener ausgefallen als angenommen. Innerhalb Europas tritt die Entwicklung insbesondere in Frankreich
und Italien weiter auf der Stelle. Die Exportwirtschaft
schwankt daher zwischen Hoffnung und Sorge. Belastend wirken zudem die Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten. Nach den von großem Optimismus geprägten
Umfragewerten der Vergangenheit äußern sich die exportierenden Unternehmen des Ruhrgebiets jetzt zurückhaltender. Immer noch 27 Prozent der Unternehmen (zuvor
31 Prozent) gehen davon aus, dass sich ihre Exporte im
nächsten Halbjahr erfreulicher entwickeln werden. Die
Exporterwartungen tendieren damit fester als die Gesamt­
erwartungen. Offenbar gibt es etwa im Euro-Raum weiter
Entwicklungen, die die Unternehmen optimistisch auf die
Nachbarmärkte blicken lassen.
35
Herbst 2009
Exporterwartungen | Zwischen
­Hoffnungsträgern und Krisenherden
Quelle: Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet
4
5
Quelle: Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet
10
5
0
-5
-10
-15
Herbst 2014
Jahresbeginn 2014
Herbst 2013
Jahresbeginn 2013
Herbst 2012
Jahresbeginn 2012
-30
Herbst 2011
-25
Jahresbeginn 2011
-20
Herbst 2010
Insgesamt
Industrie
Handel
Dienstleistung
Saldo in Prozentpunkten aus Zu- und Abnahmen
Jahresbeginn 2010
Die Beschäftigungssituation in Nordrhein-Westfalen hat
sich im Jahresverlauf weiter verbessert. Der Arbeitsmarkt
im Ruhrgebiet entwickelte sich jedoch erneut weniger dynamisch als auf Landesebene. Ein Abbau der strukturell
verfestigten Arbeitslosigkeit bleibt eine der zentralen Herausforderungen. Mit einer Belebung des Arbeitsmarktes
im Ruhrgebiet ist in den kommenden Monaten nicht zu
rechnen. Rückläufige Auftragszahlen und eine wachsende
Skepsis der Unternehmen hinsichtlich der Wirtschaftsdynamik in den kommenden Monaten dämpfen die Einstellungsbereitschaft. Bestimmender Faktor sind die Beschäftigungserwartungen der Industrie. Zuletzt im Herbst
2012 waren dort die Umfragewerte gleichermaßen von
Pessimismus geprägt. Der Handel äußert eine wachsende
Einstellungsbereitschaft und will zusätzliche Stellen
schaffen. Bei den Dienstleistern halten sich die geplanten
Neueinstellungen in etwa die Waage mit Stellenreduzie­
rungen.
15
Herbst 2009
Beschäftigung | Schwache Impulse
Risiken | Arbeitskosten stärker im Fokus
Quelle: Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet
60
50
40
30
20
Herbst 2014
Jahresbeginn 2014
Herbst 2013
Jahresbeginn 2013
Herbst 2012
Jahresbeginn 2012
Herbst 2011
Jahresbeginn 2011
10
Herbst 2010
Angesichts gedämpfter Geschäftserwartungen rücken
Risiken für die eigene wirtschaftliche Entwicklung
wieder stärker in das Blickfeld der Unternehmen. Insbesondere die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen geben jedem zweiten Betrieb weiter Anlass zur
Sorge. Nach Implementierung des Mindestlohns und
Verabschiedung des Rentenpaketes betrachten inzwi­
schen 40 Prozent der Unternehmen die Arbeitskosten
als zentralen Risikofaktor. Von anhaltender Brisanz
bleibt das Risiko bei Energie- und Rohstoffpreisen. Die
Sorge, dass nach den Anpassungen des ErneuerbareEnergien-Gesetzes (EEG) künftig weiter steigende Energiekosten unvermeidlich sind, ist nach wie vor für die
Unternehmen im Ruhrgebiet sehr konkret, auch wenn
es derzeit eine Verschnaufpause gibt. Die Rohstoffabhängigkeit von Krisengebieten spielt hierbei zusätzlich
eine Rolle.
Auslandsnachfrage
Finanzierung
Arbeitskosten
Fachkräftemangel Energie- und Rohstoffpreise
Wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen
Angaben in Prozent, Mehrfachnennungen möglich
92. Konjunkturbericht Ruhrwirtschaft | Herbst 2014
6
30
20
10
0
-10
Trend
Lage
36,5 %
49,7 %
13,8 %
58,2 %
18,2 %
56,6 %
20,7 %
64,0 %
24,3 %
Erwartungen
23,6 %
Investitionsabsichten (Inland)
22,7 %
Beschäftigungsaussichten
11,7 %
Exporterwartungen
28,8 %
54,5 %
gut | besser
16,7 %
befriedigend | gleichbleibend
Quelle: Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet
Herbst 2014
Jahresbeginn 2014
Jahresbeginn 2013
Herbst 2012
Jahresbeginn 2012
Herbst 2011
Jahresbeginn 2011
Herbst 2010
-30
Herbst 2013
Geschäftslage
Geschäftserwartungen
-20
Jahresbeginn 2010
Die Industrieunternehmen im Ruhrgebiet präsentieren
sich im Herbst 2014 in guter Verfassung. Zum neunten
Mal in Folge beurteilen die Betriebe ihre wirtschaftliche
Situation positiv. Die Auslastung der Produktionskapazitäten lag mit 82,5 Prozent zuletzt zu Jahresbeginn 2012
höher. Trotz anhaltend guter Geschäftslage agieren die
Unternehmen weiterhin verhalten, wenn es um Investitionen in den Standort geht. Die auf Substanzerhalt aus­
gerichtete Investitionsbereitschaft deutet auf im Vergleich
zu anderen Standorten weiterhin schwierige wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen hin. Rückläufige Auftrags­
zahlen aus dem In- und Ausland, aber auch die schwie­
rige Situation an den für die Industrieunternehmen des
Ruhrgebiets wichtigen Energie- und Rohstoffmärkten
lassen die Betriebe inzwischen weniger optimistisch auf
die kommenden Monate blicken. In der Folge ziehen die
Unternehmen einen Abbau ihrer Belegschaften stärker in
Erwägung. Auf ein Unternehmen, das zusätzliche Stellen
schaffen möchte, kommen zwei Betriebe, die Personal
einsparen wollen.
40
Herbst 2009
Industrie | Noch gut ausgelastet
schlecht | schlechter
* Veränderung des Saldos im Vergleich zum Vorjahr, Erläuterung siehe Seite 3
26,0 %
61,4 %
12,6 %
66,9 %
13,4 %
62,7 %
15,8 %
73,3 %
10,6 %
Erwartungen
19,7 %
Investitionsabsichten (Inland)
21,5 %
Beschäftigungsaussichten
16,1 %
23,9 %
gut | besser
62,0 %
befriedigend | gleichbleibend
14,1 %
schlecht | schlechter
* Veränderung des Saldos im Vergleich zum Vorjahr, Erläuterung siehe Seite 3
Quelle: Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet
Trend
Lage
Exporterwartungen
93. Konjunkturbericht Ruhrwirtschaft | Jahresbeginn 2014
Herbst 2014
Jahresbeginn 2014
Herbst 2013
Jahresbeginn 2013
Herbst 2012
Jahresbeginn 2012
Herbst 2011
Jahresbeginn 2011
Herbst 2010
Geschäftslage
Geschäftserwartungen
Jahresbeginn 2010
Die wirtschaftliche Situation im Handel zeigt sich wei­
terhin stabil auf gutem Niveau. Der Großhandel hat vom
wirtschaftlichen Aufschwung profitiert. Deutlich steigende Umsätze führen hier zu einer noch einmal verbesserten Einschätzung der Geschäftslage. Auch der Einzelhandel konnte Umsatzsteigerungen erzielen, jedoch
in deutlich geringerem Maße. In der Folge beurteilt nur
noch jeder fünfte Einzelhändler seine Lage als gut. Der
Blick auf die kommenden Monate zeugt von wachsender
Skepsis. Während der Einzelhandel seine Erwartungen
angesichts des bevorstehenden Weihnachtsgeschäfts nur
geringfügig zurückschraubt, weicht die gute Stimmung
im Großhandel einer gemäßigteren Erwartungshaltung.
Hierin kommt vor allem die wachsende Sorge einer kri­
senbedingten Beeinträchtigung des Auslandsgeschäftes
zum Ausdruck. Die Unternehmen rechnen für die kommenden Monate mit steigenden Arbeitskosten.
30
25
20
15
10
5
0
-5
-10
Herbst 2009
Handel | Wachsende Skepsis
7
Trend
Lage
36,5 %
55,1 %
8,4 %
65,9 %
14,3 %
63,5 %
12,1 %
67,6 %
15,3 %
Erwartungen
19,8 %
Investitionsabsichten (Inland)
24,4 %
Beschäftigungsaussichten
17,1 %
Exporterwartungen
64,4 %
23,1 %
gut | besser
befriedigend | gleichbleibend
12,5 %
Quelle: Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet
Herbst 2014
Jahresbeginn 2014
Herbst 2013
Jahresbeginn 2013
Herbst 2012
Jahresbeginn 2012
Herbst 2011
Herbst 2010
Jahresbeginn 2011
Geschäftslage
Geschäftserwartungen
Jahresbeginn 2010
Auch in der Dienstleistungswirtschaft hat sich die Situation
weiter verbessert. Auf ein Unternehmen, das seine Situation
als schlecht bezeichnet, kommen nun vier Unternehmen, die
sich wirtschaftlich gut aufgestellt sehen. In keinem anderen
Sektor gibt es so wenige Unternehmen, bei denen sich die
Geschäftslage verschlechtert hat. Die Unternehmen be­
richten von insgesamt weiter gestiegenen Umsätzen in den
vergangenen Monaten. Die Dienstleister können sich jedoch der gesamtwirtschaftlich zunehmenden Skepsis nicht
entziehen und haben ihre Erwartungen an die kommenden
Monate ebenfalls zurückgeschraubt. Auffallend ist, dass die
Beurteilung der Lage und die Einschätzung der Erwartungen
in keinem anderen Sektor weiter auseinander liegen. Negative Effekte auf die Beschäftigungsabsichten zeigen sich
insbesondere im Gastgewerbe sowie im Verkehrs- und Logistiksegment. In beiden Fällen stehen jedem Unternehmen,
das neue Stellen schaffen möchte, mehr als drei Betriebe
gegenüber, die Stellenreduzierungen für notwendig halten.
Bei den unternehmensbezogenen Dienstleistern wächst die
Sorge einer einbrechenden Inlandsnachfrage durch rückläufige Aufträge in anderen Branchen.
35
30
25
20
15
10
5
0
-5
Herbst 2009
Dienstleistungsgewerbe | Profitiert von
guter Lage
schlecht | schlechter
* Veränderung des Saldos im Vergleich zum Vorjahr, Erläuterung siehe Seite 3
Im Fokus: EU-Sanktionen gegen Russland
2,9%
3,2%
17,1%
42,8%
34,0%
Nein, keine Auswirkungen
Ja, geringe Umsatzeinbuße
Ja, mittlere Umsatzeinbuße
Ja, hohe Umsatzeinbuße
Ja, höhere Beschaffungskosten
Angaben in Prozent der Unternehmen mit Geschäftsaktivitäten in Russland
92. Konjunkturbericht Ruhrwirtschaft | Herbst 2014
Quelle: Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet
Die Sanktionsmaßnahmen der EU gegenüber Russland
bleiben nicht ohne Folgen für das Wirtschaftsgeschehen im Ruhrgebiet, wenngleich sie nicht alleine für die
geringeren Erwartungen an das Auslandsgeschäft ver­
antwortlich sind. Vier von zehn Befragten unterhalten
Geschäftsbeziehungen in die Russische Föderation. Davon kalkuliert jeder Zweite mit sanktionsbedingten Auswirkungen auf seine Russlandumsätze. Mittlere bis hohe
Umsatzeinbußen befürchten 7 Prozent der Unternehmen
ins­gesamt und 12 Prozent der Industriebetriebe. Ange­
sichts eines sich eintrübenden Wirtschaftsklimas kann
dies zu einer Schieflage bei einzelnen, im Russland­
geschäft aktiven Unternehmen führen. Noch zu Jahresbeginn 2014 vermeldete die Ruhrwirtschaft ein wachsendes
Interesse, in Russland bzw. die Ukraine zu investieren.
Eine derzeit nicht absehbare Lösung des Konfliktes und
die Ungewiss­heit hinsichtlich einer möglichen Sanktionsspirale erhöhen das Risiko einer nachhaltigen Schädigung der Geschäftsbeziehungen und des Außenhandels.
8
Fachkräfte | Engpass vor Augen
Fachkräftemangel als Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung dort an
Bedeutung. Die Wirtschaft reagiert auf den absehbaren Engpass vor
allem mit Aus- und Weiterbildung. Auch durch Maßnahmen zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität und eine bessere Vereinbarkeit von
Familie und Beruf erhoffen sich die Unternehmen im Ruhrgebiet einen
Vorteil im „War for talents“. Eine geringe Rolle spielt aktuell noch die
Rekrutierung von Fachkräften und Auszubildenden aus dem Ausland.
Künftige Reaktionen auf Fachkräfteengpässe
mehr
mehr
Ausbildung Weiterbildung
Insgesamt
Industrie
Handel
Dienstleistung
52,3
54,7
58,4
46,7
Steigerung Vereinbarkeit
Beschäfti­
Einstellung
der Arbeit­ von Familie/ gung/Einstelvon Fachgeber­attrak­
Beruf lung Älterer
kräften aus
tivität
ausweiten
ausweiten dem Ausland
52,1
56,7
50,9
49,1
35,5
30,3
31,0
42,3
25,4
27,0
21,7
26,4
22,2
18,6
23,0
24,5
Einstellung
von Azubis
aus dem
Ausland
15,4
19,2
8,4
16,4
2,5
2,0
3,1
2,6
Angaben in Prozent, Mehrfachnennungen möglich
Impressum
Aktueller
Stichtag
Sozialversicherungspflichtig
Beschäftigte (zum 31.12.2013)
Arbeitslose (Sept. 2014)
Arbeitslosenquote (Sept. 2014)
Umsatz im Produzierenden Gewerbe
(Jan.-Aug. 2014) in 1.000 €
davon Auslandsumsatz
(Jan.-Aug. 2014) in 1.000 €
Exportquote (Aug. 2014) in 1.000 €
Einwohnerzahl (31.12.2013)
Vorjahr
1.632.214
1.585.468
257.915
264.731
11,0 %
11,3 %
44.308.824 € 46.406.282 €
18.627.855 € 19.215.522 €
42,0 %
5.045.784
41,4 %
5.047.258
* in den Grenzen des Regionalverbandes Ruhr / der Arbeitsmarktregion Ruhrgebiet
93. Konjunkturbericht Ruhrwirtschaft | Jahresbeginn 2014
Quelle: Bundesagentur für Arbeit 2014; IT.NRW 2014
Strukturkennziffern des Ruhrgebiets*
93. Konjunkturbericht der Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet (IHKs Dortmund, Duisburg, Essen, Mittleres Ruhrgebiet,
Nord Westfalen)
Herausgeber:
Niederrheinische IHK (Federführer in 2014)
Niederrheinische Industrie- und Handelskammer
Duisburg-Wesel-Kleve zu Duisburg
Mercatorstraße 22-24
47051 Duisburg
Telefon 0203 / 2821-0
Quelle: Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet
Der Fachkräftebedarf im Ruhrgebiet ist im vergangenen Jahr gestiegen. Jedes vierte Unternehmen berichtet inzwischen über Schwierigkeiten bei der kurzfristigen Besetzung offener Stellen. Gesucht werden
vor allem Weiterbildungsabschlüsse wie Fachwirte oder Meister (44
Prozent), Akademiker (41 Prozent) und Fachkräfte mit abgeschlossener Ausbildung (37 Prozent). Angesichts der anhaltenden Einstellungsbereitschaft in Handel und Dienstleistungsgewerbe gewinnt der
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