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Ausschreibung - ITF-BW

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EISHOCKEY 1. LIGA, 18. OKTOBER 2014
MATCHBERICHT DANIEL MARTINY
Lyss verpasst Punktgewinn
Der SC Lyss hat in der Seelandhalle gegen den
EHC Thun unglücklich mit 2:3 verloren.
Zumindest einen Zusatzpunkt in einer Overtime
hätte das Glanzmann-Team jedoch verdient
gehabt.
Nullnummer im ersten Drittel der Partie zwischen dem SCL
und den Berner Oberländern. Was war los? Wollte man die
zuletzt erstarkten Gäste aus Thun nicht unterschätzen und
agierte darum aus Respekt zu vorsichtig? Vertrauten die stark
ersatzgeschwächten Seeländer ihren Fähigkeiten nicht? Die
Gastgeber blieben auf alle Fälle zu passiv und agierten
verhalten. Eigentlich zu Recht, denn der EHC Thun bewies von
Beginn weg seine gute Form und kreuzte mehrmals gefährlich
vor Goalie Zaugg auf. Die Lysser mussten sich zuerst an ihre
neue Linien-Zusammenstellung gewöhnen. Neu ins Team
gerückt waren Kenneth Graf, ein mit einer B-Lizenz
ausgerüsteter Elite-Junior des EHC Biel, sowie das 18-jährige
Lysser Eigengewächs Robin Schwab. Die beiden ersetzten in der
Abwehr die weiterhin verletzten Schlüsselspieler Schaad und
Friedrich. "Ich glaube, mit der kompletten Mannschaft hätten
wir heute mehr herausgeholt", meinte Trainer Glanzmann nach
dem Spiel. Sein Team schlug sich aber trotzdem keineswegs
schlecht, vermochte jedoch seine Chancen bis zur Spielhälfte
nicht zu nutzen. Während Goalie Zaugg die Thuner
Offensivaktionen Mal für Mal glänzend unterband, wirkte das
Lysser Spiel irgendwie zerfahren.
Erst in der 36. Minute schlugen die Seeländer erstmals zu. Im
Powerplay nutzte Inniger auf Vorarbeit von Pfeiffer und Jöhl
die Überzahlsituation. Danach musste aber Lyss-Captain
Florian Jöhl wegen einem Stockschlag vorzeitig unter die
Dusche. Jöhls Ausfall wog zwar schwer, das Lysser Boxplay
funktionierte jedoch auch bei teilweise doppelter numerischer
Unterlegenheit recht gut.
Spannung bis zum Schluss
Die Spannung in der Seelandhalle wuchs erst im Schlussdrittel
ins Unerträgliche. Jetzt war endlich mehr Pfeffer im Spiel. Als
aber in der 45. Minute Marco Dick mit einer ZehnminutenStrafe das Eis verlassen musste, schlugen die Thuner
unbarmherzig zu. Zwar hatte Balsiger kurz nach dem Ausgleich
einen Shorthander auf dem Stock, doch Sekunden später
klingelte es erneut im Kasten des ansonsten grandios haltenden
Lysser Schlussmanns. Nicht ganz dem Spielverlauf
entsprechend, gingen die Gäste von Trainer Philippe Kunz
erstmals in Führung. "Zwei Gegentore nach individuellen
Fehlern, die eigentlich zu vermeiden gewesen wären", meinte
Trainer Patrick Glanzmann. Die Seeländer gaben sich jedoch
keineswegs geschlagen und glichen durch Oliver Beer in der 55.
Minute nach gelungenem Überzahlspiel wieder aus. Die
Schlussoffensive konnte gestartet werden. Erst recht, nachdem
Thun-Goalie Gregory Wüthrich seinen Kasten wegen einem
Stockstich verlassen musste. Kurz zuvor hatten seine
Vorderleute jedoch die erneute Führung bewerkstelligt. Lyss
nahm nun ebenfalls sein Timeout, setzte alles auf eine Karte,
ersetzte gar Schlussmann Zaugg in der letzten Minute durch
einen weiteren Feldspieler, bombadierte mit sechs gegen
zeitweise drei Gegner das Tor der Oberländer, konnte jedoch
mit viel Pech den erneuten Ausgleich nicht mehr realisieren.
Dabei hätten die Lysser zumindest eine Verlängerung und somit
einen Punktgewinn verdient. "Vielleicht braucht es aber solche
Spiele und solche Niederlagen, damit unsere jungen Akteure
ihre Kenntnisse weiter vertiefen können", sagte der Trainer. Das
nächste Ziel der Lysser ist deshalb klar: Diesen Mittwoch soll in
der Seelandhalle wieder ein Heimsieg gegen Wiki-Münsingen
folgen.
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Reisen
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