close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Geld für Begabte Wie wichtig Aus Zahnarzt wird - Zahnheilkunde.de

EinbettenHerunterladen
SpectatorDentistry_02_S.09.qxd
27.03.2006
17:39
Seite 9
9 | UNIVERSITÄT/FORSCHUNG
Ausgabe Nr. 2 | April 2006
Geld für Begabte
Wie wichtig ist Mundhygiene?
Studenten sollen in Exzellenzzentren Forschungserfahrung sammeln
Größte Studie zur Lebensqualität von Zahnarztpatienten startet
Gelder zurückfordern. Zudem rechnen sich manche Selbstständige arm.
Ich finde die Idee attraktiv, jedem
Studenten pauschal 250 bis 300 Euro
im Monat zu zahlen. Noch verstößt
das aber gegen die Richtlinien des
Bundes.“
ren fordert Teufel, begabte Studenten
von den Gebühren zu befreien. „Die
Universitäten tun gut daran, die besten Studenten anzuziehen. Das hat
Signalwirkung. Teufel plädiert dafür,
die besten fünf bis zehn Prozent von
den Gebühren auszunehmen: „Damit entsteht ein enormes Anreizpo-
Strukturproblem
urch dieses Programm will die
Studienstiftung, Deutschlands
größte und renommierteste Förderorganisation für begabte Studenten,
sollen bereits Studenten im Hauptstudium an Exzellenzzentren forschen können; bis zu 100 Stellen wollen Studienstiftung und Deutsche
Forschungsgemeinschaft finanzieren
– auch in der Zahnmedizin.
„Die DFG berät zurzeit, wie viel
Geld für diese Stellen bereitgestellt
werden soll“, erklärt Teufel dazu.
„Wahrscheinlich“ sei, dass man je
Student für drei Monate zwischen
400 und 500 Euro zur Verfügung stellen werde.
Das neue Programm gilt als Ergänzung zur bereits laufenden Exzellenzinitiative der Universitäten. „Es
ist gut, dass dieses Exzellenz-Programm existiert. Allerdings konzentriert es sich auf die Forschung und
bietet wenig für die Studierenden“,
äußert der Generalsekretär der Stiftung Kritik. Angesichts der kommenden Einführung von Studiengebüh-
Privat
D
Will begabten Studenten Forschungskontakte ermöglichen: Gerhard Teufel
tenzial – das beste Fünftel der Studenten tritt in den Wettbewerb um
die gebührenfreien Studienplätze.“
Bislang werden die Stipendiaten
nach dem Einkommen der Eltern gefördert. Teufel: „Der bürokratische
Aufwand geht dabei ins Absurde – wir
müssen die Stipendien berechnen,
individuell auszahlen, manchmal
Dass seine Anregungen – gelinde gesagt – nicht überall auf offene Ohren
stoßen, damit hatte Teufel gerechnet.
Doch er stellt sich dieser Diskussion
– und findet in manchen Bundesländern offensichtlich bereits Gehör: In
den Bundesländern Hamburg und
Baden-Württemberg haben die Universitäten bereits die Freiheit, Ausnahmen von den Studiengebühren
zuzulassen: „Und das wird sich weiter entwickeln“, zeigt sich Teufel
überzeugt.
Mit dem nun aufgelegten Programm für Forschungsstudenten im
Hauptstudium sollen die Wissenschaftstalente in ihrer zweiten Studienhälfte einen intensiven Kontakt in
die Forschung aufbauen.
Dass die Zahnmedizin bei der
Verteilung der Finanzmittel wohl
eher weniger üppig bedacht wird, ist
nach Meinung Teufels ein strukturelles Problem: „Leider, so mussten wir
feststellen, gibt es in der Zahnmedizin vergleichsweise nur sehr wenige
solcher Forschungszentren.“ (sk)
Aus Zahnarzt wird Mundarzt
Wittens Dekan Prof. Gängler fordert Wandel des Berufsbildes
WITTEN-HERDECKE – Den sofortigen Abschied vom Begriff
des „Zahnarztes“ fordert der Wittener Dekan für Zahn-, Mund
und Kieferheilkunde (ZMK),
Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Gängler.
Schon heute trägt sowohl die Forschung als auch die Lehre in der Wittener ZMK-Fakultät dem Aspekt der
Vernetzung mit anderen Disziplinen
Rechnung. So besteht mit dem kulturwissenschaftlichen Studium fundamentale und der medizinischen
Fakultät der Universität Witten/Herdecke eine enge Kooperation. „Wir
haben die in der gesamten Europäischen Union intensivste Ausbildung
in den Bereichen Innere Medizin, Rehabilitationsmedizin, Dermatologie,
Chirurgie sowie Hals-Nasen-OhrenHeilkunde“, betont Gängler.
D
G
eleitet wird die Studie von Prof.
Dr. Stefan Zimmer, stellvertretender Leiter der Poliklinik für Zahnerhaltung und Präventive Zahnheilkunde der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Der Titel „STOPP!“ bildet sich aus dem Anspruch der Studie
und steht für „Stellenwert der Oralprophylaxe für die Patientenzufriedenheit“.
Die Mundhygiene hat sich kontinuierlich weiterentwickelt. Zu der
manuellen Zahnbürste kam die elektrische Zahnbürste, dazu als Mundhygiene-Artikel Zahnseide, Interdentalbürste, Zahnhölzchen, Mundspülung, Munddusche oder Kaugummis,
die Karies, Gingivitis und Parodontitis vorbeugen sollen. Man weiß heute, dass eine tägliche Zungenreinigung die Bakterien im Mundraum
mindern und Mundgeruch, Zahnund Zahnfleischprobleme vermeiden
hilft. „Nicht selten fühlen sich Menschen mit Mundgeruch unwohl und
in ihrer Lebensqualität eingeschränkt“, sagt Zimmer.
Nachdem die Wissenschaft die
Lebensqualität lange Zeit nicht standardisiert und valide erfasst hat, ist
diese Variable heute ein wichtiger
Faktor, um Krankheitsverläufe und
Therapieeffekte zuverlässig zu beurteilen. PD Dr. med. Jens Ulrich
Rüffer, wissenschaftlicher Beirat der
Teilergebnisse einer EMNID-Befragung
STOPP!-Studie, betont: „Lebensqualität ist eine zuverlässig messbare Variable wie Herzschlag, Blutdruck oder
Körpergewicht. In der Medizin hat
ein Paradigmenwechsel stattgefunden, in dem die Messung der Lebensqualität immer häufiger als primäres
oder sekundäres Studienziel innerhalb klinischer Untersuchungen akzeptiert wird.“
Basis: SF-12 Health Survey
Dieser Paradigmenwechsel vollzog
sich mit der Etablierung von Fragebögen, die von den Patienten ausgefüllt werden. Dazu gehört auch der so
genannte SF-12 Health Survey von
Bullinger und Kirchberger, eine standardisierte und valide Messmethode.
Die Studie, von GSK Consumer
Healthcare gefördert, baut auf der
Grundlage dieses Fragebogens auf.
Zimmer: „Wir wollen den Zusammenhang von oraler Gesundheit
und Lebensqualität wissenschaftlich
nachweisen.“ Es sind 33 Fragen, von
denen zwölf Fragen aus dem standardisierten SF-12 zum Thema Lebensqualität stammen. Er gliedert sich in
vier Abschnitte und untersucht neben demografischen Daten die
Selbsteinschätzung der Patienten bezüglich ihres Mundhygiene-Verhaltens und ihrer oralen Gesundheit,
ihre Zufriedenheit mit der Zahnarztpraxis und die Lebensqualität.
Innerhalb der nächsten zwei Monate werden 3000 bis 4000 Zahnärzte
den Fragebogen an ihre Patienten
verteilen, so dass ca. 60 000 bis 80 000
Personen an der Studie teilnehmen.
„Aus dieser breiten Datenbasis
erwarten wir fundierte Antworten zu
unseren Fragestellungen“, betont
Zimmer. Im Anschluss können die
teilnehmenden Zahnärzte zudem ein
individuelles, anonymisiertes Praxisprofil erhalten, das einen Vergleich
zur Durchschnittsbewertung ermöglicht. (sk)
Anzeige
Montreux
11. – 13. Mai 2006
1. Internationaler
CAMLOG Kongress 2006
Kongresszentrum Montreux – Schweiz
os:
f
n
I
ere
com
Weiwt .camlog.
ww
Universität Witten/Herdecke
durch die gesamte Behandlungskette.“
Immer mehr Hochschulen übernehmen das Wittener Ausbildungsmodell – es wird auch Bestandteil der
neuen Approbationsordnung für
Zahnärzte.
Die Wittener ZMK-Fakultät ist
as Berufsbild des klassischen
Bestandteil des Netzwerks BiomediZahnarztes gehört nach seiner
zin und wird mit der Erstellung des
Ansicht der Vergangenheit an. „Seit
ZBZ zu einer tragenden Säule im
1994 bezeichnen wir in Witten uns
„Biomed Triangle“ Ruhr. Weitere Disnur noch als Mundärzte“, erklärte
ziplin-übergreifende Säulen in der
Gängler bei der Präsentation des
Region Ruhr sind das Max-Planckneuen Zahnmedizinisch-BiowissenInstitut (MPI) in Dortmund im Beschaftlichen Forschungs- und Entreich molekularbiologiwicklungszentrum (ZBZ),
scher Forschung und die
dessen Baubeginn in dieIndustrie, die sich bei der
sem Sommer ist und das
Erforschung und Anwennoch im Jahr 2007 eröffnet
dung neuer Biomaterialien
werden soll.
einbringt.
Die Mundhöhle sei das
Die industriellen Partwichtigste Organ zur Komner sind europa- und weltmunikation des Menschen
weit Biomaterialproduzenmit der Umwelt und das
ten sowie die pharmazeutifrüheste Warnsystem für
sche Industrie. Darüber hischwere Allgemeinerkrannaus steht das ZBZ in
kungen. Karies und ZahnSonderheit im Rahmen
lockerung seien wesentlich
des Biomed-Triangle Dortbestimmt von den Abwehrmund-Bochum-Witten als
kräften des menschlichen
Prüfklinik für junge AusKörpers. Die Notwendiggründungen und innovatikeit für einen Wandel des
ve Unternehmen der RegiBerufsbildes und damit
verbunden auch für eine Fordert die Umwidmung für das Berufsbild: Prof. Peter Gängler on im Rahmen des Netzwerkes für Wissenschaftbessere Ausbildung ergibt
Zurzeit pflege die Fakultät bereits und Industriepartner „Life-Tecsich laut Gängler aus der Entwicklung der Biologie und Medizin in den Kooperationen in die ganze Welt, z.B. Ruhr“, Bochum, zur Verfügung.
Das neue Zentrum wird für eiletzten Jahrzehnten: „Mund- und mit der School of Dental Medicine in
Zahnzustand des Menschen sind Boston und der School of Dentistry nen Kostenaufwand von 16 Milliowichtige Indikatoren für Erkrankun- der University of Northern Carolina nen Euro ab Sommer dieses Jahres
at Chapel Hill.
gebaut und soll 2007 fertig sein.
gen in anderen Körperregionen.
Dann befindet sich die ZahnmediBei der Erforschung genetischer
Herzstück Integrierter Kurs
zin in Witten-Herdecke von der
Zusammenhänge stehen wir noch
ziemlich am Anfang. Ich plädiere da- Das Herzstück der Wittener ZMK- Grundlagenforschung bis zur Klinik
für, diese Forschung in den nächsten Ausbildung ist der so genannte „Inte- unter einem Dach.
11,2 Millionen Euro der GesamtJahren deutlich zu verstärken, um die grierte Kurs“ – ein europaweit einmakomplexen Wechselwirkungen weiter liger didaktischer Ansatz in der baukosten kommen aus Ziel-2-Mitaufzudecken und therapeutisch zu Mund- und Zahnheilkunde. Dekan tel der EU und der Landesregierung
nutzen“, so Gängler, der im vergan- Gängler erläutert diesen: „Studieren- von Nordrhein-Westfalen zur Förgenen Jahr wegen seiner Verdienste de ab dem siebten Semester behan- derung des Wissenschaftsstandorum die Zahn-, Mund- und Kieferheil- deln bei uns Patienten wie in der tes östliches Ruhrgebiet. Dazu komkunde mit der Ehrendoktorwürde der Arztpraxis. Der Student übernimmt men genau fünf Millionen Euro als
Ignaz Semmelweis-Universität in sogar eine Art Patenschaft für den Pa- Eigenmittel über eine KreditaufnahBudapest ausgezeichnet wurde.
tienten: Er betreut und begleitet ihn me der ZBZ GmbH. (sk)
DÜSSELDORF – Im März startete die „STOPP!“-Studie, die den
Zusammenhang zwischen Lebensqualität und Mundhygiene
untersucht. Damit werden erstmals valide Daten vorliegen, die
einen Zusammenhang der beiden Parameter erforschen.
GSK Consumer Healthcare
HAMBURG – Die Studienstiftung
des deutschen Volkes legt ein
neues „Programm für Forschungsstudenten“ auf. Das
kündigte Gerhard Teufel, Generalsekretär der Stiftung, im
Gespräch mit SPECTATOR DENTISTRY an.
Folgende Hauptthemen erwarten Sie:
Scientific Approach
Practice-Oriented
Team Approach
Optimal Esthetics
CAMLOG Vertriebs GmbH
Maybachstrasse 5
D-71299 Wimsheim
Telefon 0 70 44/94 45-0
info.de@camlog.com
Scientific Committee
Dr. Karl-Ludwig Ackermann, Filderstadt (GER)
Prof. Dr. Dr. Jürgen Becker, Düsseldorf (GER)
Prof. Dr. Dr. Rolf Ewers, Wien (A)
Prof. Dr. Andràs Fazekas, Szeged (HUN)
Dr. Paul Fugazzotto, Milton (USA)
Dr. Axel Kirsch, Filderstadt (GER)
Prof. Dr. Yves Lauverjat, Bordeaux (F)
Prof. Dr. Ye Lin, Beijing (PR China)
Prof. Dr. Carlo Maiorana, Milano (I)
Prof. Dr. Pier Francesco Nocini, Verona (I)
Dr. Mark Ochs, Pittsburgh (USA)
Dr. Giles de Quincey, Nijmegen (NL)
Prof. Dr. Dr. Rainer Schmelzeisen, Freiburg (GER)
Prof. Dr. Dr. Rolf Singer, Ludwigshafen (GER)
Prof. Dr. Dr. Volker Strunz, Berlin (GER)
Prof. Dr. Dr. Hendrik Terheyden, Kiel (GER)
Prof. Dr. Dr. Wilfried Wagner, Mainz (GER)
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
1
Dateigröße
150 KB
Tags
1/--Seiten
melden