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EHV präsentiert sich wie aus einem Guss - EHV Aue

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EHV präsentiert sich wie aus einem Guss
Damit hat wohl niemand wirklich gerechnet: Die Handballer des EHV Aue haben am
Sonntagabend das Zweitliga-Spiel beim klar favorisierten TV Bittenfeld mit 28:21
(13:12) für sich entschieden.
VON FALK WEISS
STUTTGART - Rüdiger Jurke, der Marketingmanager des EHV, ist unmittelbar nach dem
Schlusspfiff überraschend einsilbig gewesen. ,,Wahnsinn! Wir haben vor 5000 Zuschauern
beim Tabellendritten gewonnen", meldete er kurz und knapp in die Heimat. Wahrscheinlich
konnte Jurke da selbst noch nicht glauben, was er eben gesehen hatte. Landete der EHV
Aue doch nicht einfach nur einen überraschenden Auswärts- erfolg, sondern die Erzgebirger
fegten den haushohen Favoriten letztlich regelrecht aus der Stuttgarter Porsche-Arena.
Vor allem nach der Pause dominierten die Auer zunehmend das Geschehen. Schrittweise
bauten sie den Vorsprung aus, führten in der 54. Minute vorentscheidend mit 26:18. Wenig
später nahm EHV-Trainer Maik Nowak zur Sicherheit noch eine Auszeit. Die Einheimischen
versuchten mit einem letzten Aufbäumen vergeblich, sich gegen die erste Heimniederlage in
dieser Saison zu wehren. Georg Rothenburger setzte mit dem 28. Tor für die Gäste den
Schlusspunkt unter eine denkwürdige Begegnung. Es waren die ersten Punkte überhaupt,
die die Auer im fünften Anlauf beim TV Bittenfeld holten.
"Sicher haben wir ein wenig gehofft, dass etwas möglich ist, und auch ein Stück weit daran
geglaubt", blickte Maik Nowak auf die Ausgangslage zurück. Hatte er doch schon im Vorfeld
auf die große Kulisse hingewiesen. Diese wurde für den TV gegen den vermeintlichen
Außenseiter dann tatsächlich zu einer Hypothek. Das zeigte sich vom Anwurf weg. Denn
Bittenfeld kam nur schwer in Tritt und konnte insgesamt nur viermal in Führung gehen - 2:1,
4:3, 5:3 und 6:5. Das 5:3 (10.) sollte der einzige Zwei-Tore-Vorsprung der Parkettbesitzer
während der gesamten Partie bleiben.
Als besonders wichtig erwies sich aus Sicht der Erzgebirger, dass sie Simon Baumgarten im
Angriff nicht zur Entfaltung kommen ließen. Auch wenn es dem wuchtigen Kreisläufer einige
Male gelang, einen Strafwurf für seine Mannschaft herauszuholen. So entschieden die
Unparteiischen allein ¡n der ersten Halbzeit sechsmal auf Siebenmeter für Bittenfeld.
Zweimal hielt allerdings EHV-Torhüter Timo Meinl. Der 32-Jährige bestätigte seinen
Formanstieg, vereitelte mehrfach Bittenfelder Chancen und wartete über die komplette
Spielzeit mit großartigen Paraden auf.
"Wir hatten eine wirklich sehr gute Deckung mit einem klasse aufgelegten Timo Meinl", lobte
Trainer Nowak, der darin auch die Garanten für den Sieg sah. Die Auer zeigten gerade durch
ihre engagierte Abwehrarbeit, dass sie mit der aktuellen Platzierung unzufrieden sind und
daran etwas ändern wollen. So war Kampf ein Markenzeichen des EHV, mit dem er den
Kontrahenten mehr und mehr verunsicherte.
Ein Beispiel dafür bot der vor Kraft nur so strotzende Janar Mägi, der mit seiner Angriffslust
die Hintermannschaft der Einheimischen vor große Probleme stellte. Der 23-jährige Este, der
Aue in der 24. Minute mit 10:8 in Führung geworfen hatte, legte nach dem Kabinenaufenthalt
so richtig los. Er erzielte insgesamt zehn Tore aus dem Spiel heraus, davon acht im zweiten
Durchgang. "Obwohl es eine groß-artige Teamleistung war, könnte man Janar Mägi an
dieser Stelle etwas hervorheben", freute sich Maik Nowak über diese Einzelleistung, die von
anderen bestens ergänzt wurde. So präsentierte sich Zbynek Vesely vom Siebenmeterpunkt
erneut sehr nervenstark und wurde mit seinen neun Treffern - sechs davon per Strafwurf zweitbester EHV-Schütze.
Während die Bittenfelder trotz intensiver Anfeuerung durch ihre Anhänger keine Mittel
fanden, das Ruder herumzureißen, spielten sich die Auer in der zweiten Hälfte regelrecht in
einen Rausch. So darf es gerne am Donnerstag in der Lößnitzer Erzgebirgshalle
weitergehen, wo ab 19 Uhr das Duell mit dem HSC Coburg ausgetragen wird.
Janar Mägi ragte am zweiten
Weihnachtsfeiertag in der Partie beim TV
Bittenfeld aus einer insgesamt starken
Auer Mannschaft noch heraus.
Der Este erzielte zehn Tore, acht davon
in der zweiten Halbzeit.
Foto: Picture Point
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Nächstes Heimspiel am:
Donnerstag, 30.12.2010 / Anwurf: 19:00 Uhr
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Seele and Geist
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