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1 MASKEN VORWORT Was wir alles erhöhen können. Wie durch

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MASKEN VORWORT
Was wir alles erhöhen können. Wie durch die Kraft der Einbildung alles schön wird. Kann die
Welt so sein, wie wir sie haben wollen? Vertrauen wir zu wenig unserer Phantasie? Liegt in
unserem Willen der einzige Weg die Welt zum Guten zu verändern? Ich kenne
Hundebesitzer, die ihren Hund so loben können, dass er platzt vor Freude. Was können
Hundebesitzer die Freude großreden. Da kann das Leckerli noch so klein sein, das wird für
den Hund zu einem Mammutknochen. Da wird gesucht, gekramt, gefunden. „Was habe ich
denn da? Was ist das fein. Oh, was ist das für ein feines Leckerli.“ Ich kenne Frauen, die mit
ihrem Kind auf einem Schlitten sitzen, einen kleinen Furzberg hinunterjuckeln, und doch so
tun können, als sausen sie mit Karacho die Eigernordwand hinunter. Jupi! Da wird
angeschoben und gejauchzt, da wird geschrieen und festgeklammert. Was wird alles ein
Abenteuer, wenn wir es nur wollen. Wer kennt das nicht? Manchmal muss man sich über ein
Geschenk freuen, nur weil es selbstgebastelt ist. Da wird Schauspielkunst eingefordert und
das in einem Zustand, wo man eigentlich enttäuscht ist. Alle fürchten selbstgestrickte
Pullover, von denen man beim Anprobieren schon weiß, dass man sie bei nächster
Gelegenheit einem Hilfsprojekt überstreifen wird. Schon Kinder können Enttäuschungen
durch nachgemachte Freudenjauchzer ersetzen, um Schenkende nicht zu enttäuschen. Was
wir alles erhöhen können. Wir Glücksdarsteller. Wir Froschkönige. Eines ist aber sicher.
Glück ist möglich, wenn wir es nur wollen. Stellen Sie sich vor, dass das Leben von Ihnen
Talente einfordert, die sie gar nicht haben. Ein Filmregisseur soll Schauspieler werden und ein
Schauspieler Filmregisseur. Wo sind solche Geschichten nur möglich? Natürlich nur im
Maskenland. „Dies war auf eine allgegenwärtige Magie zurückzuführen, die es überall in der
Welt gab. So wurde auch das Megafon zum Schweben gebracht. Für die Masken war diese
Magie so alltäglich wie die Luft zum Atmen“. Es geht in dem wunderbaren
Geschichtenanfang von David Höwelkröger um die Kraft der Magie. Was wäre die Welt ohne
Magie? Da finden sich die Talente und vereinen sich zu einem großen Wunder. Schon die
Idee einen Geschichtenanfang zu entwerfen, den andere Kinder weiter stricken sollen, zielt in
diese Richtung. David Höwelkröger wächst diesmal über sich hinaus. Er erschafft eine andere
Welt. Wir erleben ein Traumspiel mit Höhen und Tiefen. Um was es geht, ist klar. Die Welt
muss zusammen halten. Wünsche gehen nur in Erfüllung, wenn wir Bedingungen schaffen für
ein friedliches Miteinander. Wie schön sein Gedanke, dass wir gar nicht perfekt sein müssen.
Irgendetwas hat jeder und sei es einen Freund, der das kann, was man selbst nicht kann. In
diesem kleinen Wunderwerk lesen wir davon. Dieses Buch ist ein Dokument der erfüllten
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Wünsche. Was wäre die Welt ohne Geschichten und Wünsche. Eigentlich müssen wir nur die
Augen aufhalten. Einmal stand ich an der Kasse von meinem REWE Supermarkt und packte
meine Plastiktüte voll. Der Geldbezahlanzeiger der Kasse zeigte einen Betrag von 34,34 an.
„Es macht 34 Euro 34“, sagte die Kassiererin. „34, 34,-“, wiederholte ich überflüssigerweise,
als wollte ich ganz sicher gehen, dass wir uns verstanden haben. Die Kassiererin nickte. Ich
kramte schon das Geld aus meiner Hosentasche, als ich eine Stimme hörte. „34,34 da machen
sie doch sicher was draus“, sagte die Frau, die in der Schlange hinter mir gestanden hatte.
„Das habe ich gerade auch gedacht“, meldete sich nun der Mann hinter ihr, der gerade seine
Waren auf das Kassenband wuchtete. „Was soll ich denn aus 34 Euro 34 machen?“, fragte ich
verwundert. Die beiden lachten. „Da wird ihnen schon was einfallen“, sagte die Frau.
„Darüber lesen wir bestimmt bald in ihren Büchern.“ Ich schüttelte den Kopf. Was soll mir
schon zu 34 Euro 34 einfallen? Auch ich kenne meine Grenzen. Als ich meinen
Einkaufswagen in die Einkaufswagenparkstation schob, hielt direkt neben mir ein Bus. Die
Tür öffnete sich und 34 Chinesen stürmten aus dem Wagen und fotografierten mich vor dem
Supermarkt. Einer der Chinesen drückte mir 34 Cent in die Hand und lächelte, als hätte ich
eine Spende nötig und er würde einen Eingeborenen beschenken. Ich war nicht wirklich
überrascht. Das Leben überrascht oft mit solchen Geschichten. Man sollte dafür dankbar sein.
Ich wünsche allen Kindern und Erwachsenen viel Spaß beim Lesen dieser Geschichten. Ich
ziehe den Hut vor allen, die diese Geschichten geschrieben und mitgestaltet haben. Wieder
gingen Wünsche in Erfüllung. Was will man denn mehr? Lasst uns nach Schiki gehen, wie es
so schön in Höwelkrögers Geschichte beschrieben wird: „Wir haben nicht viel Zeit für
Erklärungen, da es auf Dauer auffallen würde, wenn der Strom der Magie nicht mehr fließt
und das wollen wir alle doch nicht, oder? Lasst mich nur soviel sagen, um euch darauf
vorzubereiten, was euch nun bevorsteht. In ‚Schiki’ werdet ihr eure wahren Fähigkeiten
ergründen.“
Erwin Grosche, Kulturpreisträger der Stadt Paderborn und
Schirmherr der Paderborner UNICEF-Gruppe
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