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Frage der Woche: Wie ist die Wohnungssituation bei dir im Quartier?

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Quelle: http://stadtteilreporter-winterhude.abendblatt.de/Allgemein/frage-der-woche-wie-ist-die-wohnungssituation-bei-dir-imquartier/
5. Februar 2011
Frage der Woche: Wie ist die Wohnungssituation bei dir
im Quartier?
Jede Woche beantworten die Stadtteilreporter eine Frage zu ihrem Viertel. Diesmal geht es um das
Thema Wohnung: Wie sieht es diesbezüglich denn in den Quartieren der Stadtteilreporter aus?
Stadtteilreporterin Kate Widmayer:
Der Wohnungsmarkt in Hamburg ist, wie wir alle wissen, sehr stark überlaufen und es ist nicht leicht
die richtige Bleibe zu finden. Daher gilt für alle Suchenden: Geduld und Ausdauer haben! Manchmal
geht es schnell, manchmal dauert es lange.
Bei meiner ersten Wohnung bin ich schnell ans Ziel gekommen. Eine Wohnung angeschaut und gleich
bekommen. Ich bin einfach als Erste dort gewesen und als Letzte wieder gegangen und habe eine
kleine Unterhaltung mit dem Makler geführt. Dabei habe ich diesen wohl davon überzeugen können,
dass ich genau die richtige Mieterin bin. Wenn man es mit Privatvermietungen oder direktem Makler
zu tun hat, hilft eigentlich immer der persönliche Weg bei der Besichtigung.
Bei meiner jetzigen Wohnung war es jedoch nicht ganz so leicht. Leider war ich immer wieder auf
Besichtigungen, bei denen ich mich in die Schlange der 50 Mitinteressenten einreihen musste und bei
Interesse nur ein Formular zur Bewerbung ausfüllen durfte. Da hilft es, noch mal bei der Wohnungsgesellschaft anzurufen oder einen netten Brief mit Foto vorbeizubringen. Viel Glück für alle Suchenden!
Stadtteilreporterin Pia Vagt:
Eine Wohnung zu suchen ist mit das Schrecklichste, was ich mir vorstellen kann. Deshalb habe ich
schon vor Jahren zu einem tollen Trick gegriffen, nämlich einer Wohnungsbaugenossenschaft beizutreten; in meinen Fall ist das die BDS. Man sagt, was man sucht und wo – und bekommt dann passende Angebote zugeschickt. Die kann man sich dann allein (!!) angucken, also ohne dass einen
Konkurrenten beim Warten von der Treppe zu stoßen versuchen. Günstiger sind die Wohnungen
auch. Und sie erfüllen in den meisten Fällen auch eines der für mich wichtigsten Kriterien: Holzfußboden. Alles andere ertrage ich nicht. Auf dem trampel ich in meiner Wohnung nun schon seit über fünf
Jahren rum – bis hoffentlich endlich bald die Wohnung um die Ecke frei wird, weil ich dann aufs Wasser gucken kann.
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Stadtteilreporterin Ricarda Twellmann:
Probleme bei der Wohnungssuche kenne ich zum Glück mehr oder weniger nur vom Hörensagen. Ich
hatte nie Probleme mit Wohnungsbesichtigungen, bei denen die Bewerber bis zum Dönermann an der
Straßenecke standen. Mit fiesen Maklern habe ich bisher auch noch nichts zu tun gehabt. Doch wenn
ich behaupten würde, meine erste Wohnungssuche habe reibungslos geklappt, wäre ich eine Lügnerin. Natürlich habe ich mir damals mehr als zehn Wohnungen angesehen. Dazu kam der Stressfaktor,
weil ich jedes Mal aus Bielefeld herfahren musste. Meistens war es so, dass diejenigen, mit denen ich
wohnen wollte, ihre Bude nicht mit mir teilen wollten. Und bei denen, die mir zusagten, wollte ich wiederum nicht einziehen. Ein paar Löcher habe ich mir natürlich auch angesehen. Mein persönliches
Highlight war ein neun-Quadratmeter-Zimmer mit Bad auf dem Hausflur und Taubennest auf dem
Balkon. Miete: 400 Euro. Eine Souterrain-Wohnung mit schimmeliger Decke war auch dabei. Wohnung Nummer 13 ist es dann letztendlich geworden. Ich hatte eine Anzeige auf www.studentenwg.de aufgegeben. Auch bei meiner zweiten Wohnungssuche bin ich im Internet fündig geworden.
Meine jetzige Mitbewohnerin hatte auf www.wg-gesucht.de inseriert. Wer eine WG sucht, ist auf
diesen beiden Seiten bestens aufgehoben. Der Wohnungssuchende kann entweder selbst inserieren
oder sich durch die Angebote klicken. Einfacher geht’s kaum und die lästige Maklercourtage spart
man sich so auch.
Stadtteilreporterin Magalie Michalak:
Vor knapp vier Jahren kam ich von einem längeren Auslandsaufenthalt aus Fuerteventura zurück
nach Deutschland und wusste, dass es nun einfach an der Zeit ist, auch von Zuhause auszuziehen. In
Fuerteventura hatte ich damals jemanden kennengelernt und habe ihn nach meinem Auslandsaufenthalt besucht. Er wohnte im wunderbaren Winterhude, ein Stadtteil, in den ich mich damals sofort verliebte. Da ich ursprünglich aus Bad Segeberg stamme, jedoch in Hamburg studiert habe, kannte ich
zwar die Innenstadt und den Kiez, aber einige wirklich schöne Stadtteile, die ich damals nur dem Namen nach kannte, hatte ich bis nach meiner Rückkehr aus Fuerteventura noch nicht persönlich kennengelernt. Und als ich damals das erste Mal nach Winterhude kam, das kann ich noch heute sagen,
war es Liebe auf den ersten Blick.
Mein Bekannter führte mich damals quasi in das Leben in Winterhude ein. Durch ihn lernte ich die
angesagtesten Bars kennen, die besten Restaurants im Quartier und viele der schönen kleinen Läden, mit denen mein Stadtteil mich tagtäglich an seine Schaufenster lockt. Für mich stand damit fest:
wenn ich ausziehe, und das war mein fester Plan, dann möchte ich unbedingt nach Winterhude ziehen. Wirklich und unbedingt!
Da ich mich natürlich nicht darauf verlassen konnte, in Winterhude eine Wohnung zu finden, die meinem Budget entsprach, schaute ich mir auch in anderen Stadtteilen Wohnungen an. So war ich neben
Wohnungsbesichtigungen in Winterhude auch einige Male in Eimsbüttel, Eppendorf, Hoheluft und in
der City Nord, wo ich mich aber damals schon nicht ganz so wohl fühlte. Besonders letztere Wohnungsbesichtigung war ein ganz besonderes Negativ-Highlight. So wenig ich damals wusste, wie
schön Winterhude ist, so wenig wusste ich auch, wie schrecklich es in der City Nord ist. Und ich hatte
mich schon gewundert, warum die Wohnung mit 225 Euro so günstig ist. Als ich ankam musste ich
meinen Schock über eine durch und durch mit Linoleum ausgelegte Wohnung mit Blick ins Graue und
unangenehmen Plastikgeruch möglichst damenhaft verstecken. Ich wollte nicht, dass der Makler mir
mein Entsetzen sofort anmerkte. Gleichzeitig wunderte ich mich aber auch über das relativ große Interesse an dieser “Wohnung”, denn so konnte man doch nicht wirklich wohnen wollen. Da aber die
Wohnungsanzeige durchweg positiv formuliert war, war es aber auch wirklich schwierig, von vorneherein zu wissen worauf man sich einlässt. Vor allem wenn man, wie ich damals, nicht wusste was
sich hinter Wohnungen in der City Nord wirklich versteckt.
Doch dann hatte ich Glück und, was hier glaube ich auch der ausschlaggebende Punkt war, ich hatte
Zeit. Ich fand eine wunderschöne Wohnung in Winterhude im siebten Stock mit Fahrstuhl und fabelhaftem Blick über die Dächer der Stadt. An manchen Tagen habe ich das Gefühl, dass ich in Paris bin,
weil mein Blick über die Dächer wie der Blick über die Pariser Dächer anmutet. Und abends denke ich
manchmal sogar, dass ich in New York bin, weil die vielen Lichter der Stadt den Eindruck erwecken,
dass auch unsere Stadt niemals schläft. Ich liebe meine Wohnung wirklich sehr. Und vor allem liebe
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ich den bei jeder Jahres- und Tageszeit wunderbaren Blick aus meinem riesigen Panoramafenster. Da
ich damals nach meinem Auslandsaufenthalt erstmal ein bisschen Zeit brauchte um mich hier in
Deutschland wiedereinzufinden, konnte ich mich nun auch bei den Wohnungsbesichtigungen nach
den Mietern richten.
Die Vormieterin meiner Wohnung schlug mir gleich den erstmöglichen Termin vor und ich eilte nach
Winterhude um diesen Termin auch pflichtbewusst wahrzunehmen. Das war mein Glück. Denn sie
sagte mir damals, dass sie mich so nett fand und selbst einen Nachmieter suchen musste, dass sie
sich nun sicherlich nicht mehr allzu groß umschauen würde, weil sie sich sicher sei, dass ich die richtige Nachmieterin für ihre Wohnung wäre. Gesagt, getan. Nur wenige Tage später habe ich den Mietvertrag unterschrieben. Wenn ich mir nicht gleich als erste die Wohnung angesehen hätte, hätte ich
mein kleines Juwel vielleicht auch gar nicht bekommen. Dadurch, dass ich aber gleich zur Stelle war,
bin ich mir noch heute sicher, habe ich mir den Zuschlag für meine wunderschöne Wohnung erkämpft.
Daher möchte ich allen Wohnungssuchenden raten: Seid möglichst als erster zur Stelle und macht
einen richtig guten Eindruck, ohne dabei aufgesetzt zu sein. Bekundet ehrliches Interesse an der
Wohnung und macht schon Pläne mit den Vormietern zur eventuellen Übernahme vereinzelter Utensilien, denn damit signalisiert ihr auch, dass ihr interessiert seid. Bleibt freundlich, verzieht nicht gleich
das Gesicht, wenn euch die momentane Einrichtung nicht gefällt, ihr könnt es danach ja auch alles
anders gestalten, aber der Vormieter nimmt mehr wahr, als euch vielleicht bewusst ist. Und wenn man
sich erstmal mit dem Vormieter gut gestellt hat und möglichst noch eine Bürgschaft der Eltern vorweisen kann (und die gleich dabei habt!), für den Fall, dass das von den Wohnungseigentümern verlangt
wird, sollte eigentlich nichts mehr schief gehen. Freundlichkeit, ehrlich bekundetes Interesse und natürlich echte Begeisterung für die Wohnung sind die Schlüssel, die in wirklich vielen Fällen zur (Traum)Wohnung führen!
Viel Erfolg bei der Suche! Und wenn ihr nicht wisst, wo ihr schauen sollt, kann ich euch Immobilienscout24 mit gutem Gewissen empfehlen.
Stadtteilreporterin Stephanie Seliner:
Ich wohne in Winterhude ganz in der Nähe vom Stadtpark. Und das klingt jetzt alles so wunderbar,
ganz so schön ist es aber nicht, denn mein Zuhause ist ein einfaches Zimmer im Studentenwohnheim.
Trotzdem fühle ich mich dort sehr wohl und unternehme so einiges mit meinen zwölf Mitbewohnern.
Wer ein Zimmer in einem Studentenwohnheim in Hamburg sucht, der sollte sich am besten auf der
Internetseite des Studierendenwerks Hamburg informieren.
Stadtteilreporterin Sabina Remus:
Die Hauptarbeit eines Immobilienmaklers findet zwar vor der Besichtigung durch die Interessenten
statt, jedoch ist in jeder Berufsbeschreibung zu lesen, dass auch die Vermittlung einen wichtigen Teil
ausmacht. Der verzweifelte oder dringlich Suchende erhofft sich also, wenn er sich für eine Wohnungsausschreibung entscheidet, die über einen Makler kommuniziert wird, einen kompetenten Berater, der die Immobilie im Vorfeld gesichtet und preislich eingestuft hat und auch Detailwissen über das
Objekt hat. Ein Service, der bei einer Maklercourtage von 700 Euro und mehr eigentlich zu erwarten
sein dürfte. In der Praxis sieht es aber leider ganz anders aus.
Innendesign und Raumgestaltung zählen für mich generell zu einer spannenden und abwechslungsreichen Beschäftigung. Dazu gehört ebenso die Raumaufteilung in Häusern und Wohnungen. Deswegen freute ich mich im Vorfeld auf die Wohnungsbesichtigungen und mein neues Zuhause in spe. Ich
suchte im Internet auf bekannten Anzeigenseiten wie immobilienscout24.de und immowelt.de. Da
wir zu zweit suchten, kamen die Homepages für WG-Ausschreibungen, die meistens ohne Makler von
Privatpersonen geschaltet sind, leider nicht mehr in Frage. Die Freude über ansprechende Ausschreibungen war groß und so geriet die anfallende Maklercourtage vorerst in den Hintergrund.
Die meisten der Wohnungsbesichtigungen liefen nach demselben Schema ab: ein Massentermin, an
dem sich 10 Kandidaten auf einmal durch die Wohnung schoben.
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Der Makler saß meistens in einem der Räume gemütlich zurückgelehnt auf einem Sessel. In der Hand
hielt er einen Block, auf dem der Kandidat bei Mietinteresse seine Kontaktdaten hinterlassen und eine
Selbstauskunft ausfüllen musste. Bei Studenten entscheiden die beruflichen Tätigkeiten und das Einkommen der Eltern über das Zustandekommen des Mietvertrages.
Während meiner Suche erlebte ich ausschließlich Makler, die konkrete Fragen über das Objekt nicht
beantworten konnten. Gänzlich unverständlich, wenn doch die Courtage nur bei einer erfolgreichen
Vermittlung ausgezahlt wird. Wahrscheinlich waren sich die Makler sicher, dass bei der hohen Wohnungsnachfrage in Hamburg schon irgendeiner das Objekt mieten wird. Aber es ist doch schon fraglich, wie eine vorherige Einschätzung der Wohnung überhaupt erfolgen konnte, wenn simpelste Fakten nicht bekannt zu sein scheinen! Dies ist wohl eher keine Frage der Uninformiertheit, sondern ist
auf eine mangelnde Motivation der Makler zurückzuführen, die Interessenten aufzuklären.
Man weiß es nicht. Fakt ist also, dass Makler für das Schalten von ein paar Anzeigen und das Präsentieren der Wohnungen mit relativ geringem Aufwand und Bemühungen eine hohe Summe Geld erhalten. Welch ein Traum. Aber ist dieses Desinteresse bei der Vermittlung seines Produktes erstrebenswert? Das sei dahingestellt.
Hilfreicher bei der Entscheidungsfindung waren hingegen die Unterhaltungen mit den Vormietern, die
in einer ruhigen Ecke über ihre Erfahrungen mit Nachbarn, der Wohnung und der Lage berichteten.
Neben Besichtigungen in anderen Stadtteilen habe ich mir in Winterhude drei Wohnungen angeschaut, von denen die dritte mein neues Nest wurde.
In der Konkurrenz mit den andern besichtigten Wohnungen ging meine insbesondere wegen der tollen
zentralen Lage als Gewinnerin hervor: Nur wenige Gehminuten von den Alsterfleeten entfernt, einem
kleinen Bootsverleih sowie fünf Minuten vom Stadtpark. Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants sind
gleich nebenan am Winterhuder Marktplatz zu finden, ebenso eine optimale Verkehrsanbindung durch
Busse, die U3 und U1.
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