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Das Berufsbildungsgesetz sieht in § 8 die
Möglichkeit der Teilzeitausbildung vor:
Welche Vorteile bietet eine
Teilzeitausbildung für ein Unternehmen?
Wie können Sie TeilzeitAusbildungsplätze finden?
„Auf gemeinsamen Antrag der Auszubildenden
und Ausbildenden hat die zuständige Stelle die
Ausbildungszeit zu kürzen, wenn zu erwarten ist, dass
das Ausbildungsziel in der gekürzten Zeit erreicht wird.
Bei berechtigtem Interesse kann sich der Antrag auch
auf die Verkürzung der täglichen oder wöchentlichen
Ausbildungszeit richten (Teilzeitberufsausbildung).“
• Kostenersparnis: Durch die reduzierte wöchentliche
Ausbildungszeit verringert sich die monatliche
Ausbildungsvergütung entsprechend. Kleine Betriebe
können dadurch eher einen Ausbildungsplatz
schaffen. Wenn ein zusätzlicher Ausbildungsplatz
geschaffen wird, kann unter bestimmten
Voraussetzungen ein Ausbildungsbonus durch die
Agentur für Arbeit bezahlt werden.
Für wen kommt eine
Teilzeitausbildung in Frage?
• Oft höhere Motivation, Reife und Verantwortungsbereitschaft der Auszubildenden.
• Positive Außenwirkung als familienfreundlicher
Betrieb.
Ausbildungsplätze finden Sie in verschiedenen
Datenbanken im Internet: • www.arbeitsagentur.de
(Hier können Sie auch gezielt nach Teilzeitausbildungsplätzen suchen)
• www.suedlicher-oberrhein.ihk.de
• www.stbk-suedbaden.de
(Ausbildungsplätze für Steuerfachangestellte)
• www.meinestadt.de
Grundsätzlich kommt eine Teilzeitausbildung in Frage, wenn Auszubildende:
• ein eigenes Kind oder • eine/-n pflegebedürftige/n
Angehörige/-n zu betreuen haben oder
• vergleichbar schwerwiegende Gründe vorliegen.
In welchen Berufen ist eine
Teilzeitausbildung möglich?
Grundsätzlich können alle anerkannten
Ausbildungsberufe, die nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung betrieblich
ausgebildet werden, auch in Teilzeit erlernt werden.
Voraussetzung für eine Teilzeitausbildung ist, dass
ein ausbildungsberechtigter Betrieb bereit ist, eine
Ausbildung in Teilzeit durchzuführen. Die betriebliche
Ausbildung findet dann dual im Betrieb und in der
Berufsschule statt.
Für Berufe, die schulisch ausgebildet werden, wie
z.B. Erzieherin oder Physiotherapeutin, gilt diese
Regelung nicht. Aber auch hier gibt es bei einzelnen
Berufen eine Möglichkeit, die Ausbildung in Teilzeit zu
absolvieren. Danach können Sie bei den ausbildenden
Schulen fragen. Welche Berufe schulisch und welche
betrieblich ausgebildet werden, können Sie im
Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit
erfahren und unter www.berufenet.arbeitsagentur.de.
Wie viele Stunden umfasst und wie lange
dauert eine Teilzeit-Ausbildung?
Die Dauer der Ausbildung wird im Einzelfall
in Abstimmung mit der zuständigen Kammer
festgelegt: Meist beträgt die Arbeitszeit einschließlich
des Berufsschulunterrichts mindestens 25
Wochenstunden. In einigen Berufen, wie zum
Beispiel bei der Medizinischen Fachangestellten, sind
mindestens 30 Wochenstunden erforderlich.
Wenn auf Grund der schulischen oder beruflichen
Vorbildung vermutet werden kann, dass das
Ausbildungsziel in verkürzter Zeit erreicht werden kann,
verlängert sich die Gesamtausbildungsdauer durch die
Teilzeitausbildung nicht. Wenn dies nicht zu erwarten ist,
kann die Ausbildung auch verlängert werden.
Ausbildungsplätze finden Sie bei den Stellenangeboten in der Zeitung. Interessentinnen können sich auch direkt bei Unternehmen um einen Ausbildungsplatz bewerben. Erfolgreich sind Bewerbungen häufiger, wenn bereits Kontakt zu einem Betrieb besteht. Gerade bei TeilzeitAusbildungen kann oft ein Praktikum zu einem Ausbildungsplatz führen.
Wie sieht die Finanzierung aus?
Das Unternehmen bezahlt in der Regel eine reduzierte
Ausbildungsvergütung entsprechend der wöchentlichen Ausbildungszeit im Betrieb.
Auszubildende, die bedürftig sind, erhalten neben der
Vergütung durch den Betrieb Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) für Lebensunterhalt, Fahrtkosten
oder Kinderbetreuungskosten. Die Bedürftigkeit hängt
dabei vom Einkommen der Auszubildenden, der Eltern
und bei Verheirateten auch vom Einkommen des
Ehepartners ab. Für BAB gibt es keine Altersgrenze. Unter www.babrechner.arbeitsagentur.
de kann berechnet werden ob voraussichtlich
Berufsausbildungsbeihilfe gewährt werden kann.
Fragen zum BAB können Sie auch stellen bei der Hotline des Bundesministeriums für Arbeit und
Soziales Tel. 01805-676712 (Mo – Do, 8 –20Uhr, 0,12 b/min.) Berufsausbildungsbeihilfe beantragen Sie bei der Agentur für Arbeit.
Hier werden Sie beraten:
Die Berufsschule muss in Vollzeit besucht werden.
Der Unterricht findet bei einigen Berufen an ein oder
zwei Tagen in der Woche statt, bei anderen Berufen
blockweise.
Agentur für Arbeit, Beauftragte für Chancengleichheit, Tel. 01801 555 111
Arge Freiburg (zuständig für Frauen über 25 Jahren, die Arbeitslosengeld 2 beziehen), Service-Nummer Tel. 0761-2710-722
Bezirksärztekammer Südbaden (zuständig für Medizinische Fachangestellte), Tel. 0761-600-4730, baek-suedbaden@baek-sb.de
Bezirkszahnärztekammer Freiburg (zuständig für Zahnmedizinische Fachangestellte), Sabine Häringer, Tel. 0761-4506-352, sabine.haeringer@bzk-freiburg.de
Caritas Bildungszentrum Freiburg (zuständig für TaF), Isabel Berndt, Tel. 0761-20 77 423, Isabel.Berndt@caritas-freiburg.de
Handwerkskammer Freiburg, Lehrlingsrolle, Tel. 0761-218 00 200, info@hwk-freiburg.de,
Ausbildungsberatung / Prüfung, Alfred Walter, Tel. 0761–218 00 240, alfred.walter@hwk-freiburg.de
Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein, Sandra Stiehler, kaufm. Ausbildungsberaterin, Tel. 0761-3858-183, sandra.stiehler@freiburg.ihk.de, Robert Merle, gewerbl./techn. Ausbildungsberater, Tel. 0761-3858-165, robert.merle@freiburg.ihk.de
Jugendagentur (zuständig für Frauen unter 25 Jahren, die Arbeitslosengeld 2 beziehen), Gerald Späth, Tel. 0761-20850-161, gerald.spaeth@arge-sgb2.de
Rechtsanwaltskammer Freiburg (zuständig für Rechtsanwaltsfachangestellte) Tel. 0761-32 56 3, info@rak-freiburg.de
Regierungspräsidium Freiburg Referat 31, Tel. 0761-208-1270 (zuständig für Landwirtin, Winzerin, Gärtnerin)
oder Tel. 0761-208-1240 (zuständig für Hauswirtschafterin),
abteilung3@rpf.bwl.de
Steuerberaterkammer Südbaden (zuständig für Steuerfachangestellte) Tel. 0761-70526-11, regina.zink@stbk-suedbaden.de
Wie können Sie vorgehen?
• Betrieb und Auszubildende einigen sich auf eine wöchentliche Stundenzahl und die Zeiten, in denen diese Stunden geleistet werden. • Betrieb und Auszubildende stimmen sich mit der Ausbildungsberatung der zuständigen Kammer ab und beantragen dort eine Ausbildung in Teilzeit.
• An den Ausbildungsvertrag wird ein Zusatz gefügt, in dem die Teilzeit-Vereinbarung schriftlich fixiert wird.
• Die Berufsschule wird über die Teilzeit-Ausbildung informiert.
Unterstützung einer Teilzeitausbildung
in Freiburg durch TaF:
• Für junge Frauen, die unter 25 Jahre alt sind und Arbeitslosengeld 2 beziehen, gibt es beim Caritas Bildungszentrum Freiburg das Programm Teilzeitausbildung für Frauen mit Kindern (TaF),
das von der Arge Freiburg finanziell gefördert wird.
• Hier wird gemeinsam mit den jungen Frauen eine Berufswahl getroffen und ein passgenauer Ausbildungsplatz vermittelt. Zur Sicherung des Ausbildungserfolges werden die Frauen sozialpädagogisch begleitet, die Kinderbetreuung wird gesichert. Zusätzlich erhalten die jungen Frauen berufsbezogenen und allgemeinbildenden Förderunterricht.
Kontaktstelle Frau und Beruf Freiburg
Schloßbergring 1, 79098 Freiburg
Tel. 0761/201-1731, Fax -1749
frau_und_beruf@stadt.freiburg.de
www.frauundberuf.freiburg.de
Stand: Jan 2009
Gestaltung: Banck-Design, Freiburg
www.frauundberuf.freiburg.de
Wie ist es mit der Berufsschule?
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