close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

1 Bernd Gombold Spanien olé oder Fast wie bei uns daheim! Ein

EinbettenHerunterladen
Bernd Gombold
gegessen und getrunken. Deshalb bringt Klaus sogar
Spanien olé
Bier und Essen von zu Hause mit.
oder
Zu Gast im Hotel ist auch Familie Pingelig: Eleonore, ihr
Fast wie bei uns daheim!
unter dem Pantoffel stehender Gatte Heinrich und ihr
Ein Schwank
hilfloser Sohn Heinz-Dieter, die eigentlich nichts anderes
E 422
als einen geruhsamen und ruhigen Urlaub machen
wollen. Doch da haben sie die Rechnung ohne den
Bestimmungen über das Aufführungsrecht des Stückes
streitsüchtigen Klaus Meckerer gemacht. Auch mit
Spanien olé oder Fast wie bei uns daheim! (E 422)
Heinrich liegt er anfangs in Clinch allerdings nur, bis
Das Recht zur einmaligen Aufführung dieses Stückes
beide zufällig ihre heimliche Vorliebe für den in der
wird durch den Kauf der vom Verlag vorgeschriebenen
Nähe liegenden FKK-Strand entdecken. Doch dieses
Bücher und Zahlung einer Gebühr erworben. Für jede
Vergnügen ist nur von kurzer Dauer, denn Opa Ludwig
Wiederholung bzw. weitere Aufführung des Stückes
läßt die beiden "Freunde der freien Körperkultur"
muß eine vom Verlag festgesetzte Gebühr vor der
gewaltig auflaufen, indem er ihnen am FKK-Strand die
Aufführung an den Deutschen Theaterverlag PF 10 02
Kleider klaut. Nur mit einem Badetuch bekleidet
61, 69 442 Weinheim/Bergstraße gezahlt werden, der
versuchen die beiden, ins Hotel zu schleichen. Natürlich
dann die Aufführungsgenehmigung erteilt. Die Gebühr
werden sie von ihren Frauen gestellt.
beträgt 10 % der Gesamteinnahmen bei einer im Verlag
Als der geizige Klaus Meckerer erfährt, wie wohlhabend
zu erfragenden Mindestgebühr.
die Pingeligs sind, kürt er kurzerhand und fest
Diese Bestimmungen gelten auch für
entschlossen Heinz-Dieter zu seinem
Wohltätigkeitsveranstaltungen und Aufführungen in
Wunschschwiegersohn und will ihn seiner Tochter Evi als
geschlossenen Kreisen ohne Einnahmen.
gute Partie andrehen. Dies ist für Evi der Anlaß, den
Unerlaubte Aufführungen, unerlaubtes Abschreiben,
Eltern endlich reinen Wein einzuschenken und ihnen
Vervielfältigen oder Verleihen der Rollen müssen als
Pedro als künftigen Schwiegersohn vorzustellen.
Verstoß gegen das Urheberrecht verfolgt werden.
Personen:
Den Bühnen gegenüber als Handschrift gedruckt.
Klaus Meckerer: rechthaberisch, Besserwisser,
Alle Rechte, auch die der Übersetzung, Verfilmung,
streitsüchtig, stänkert an allem rum,
Rundfunk- und Fernsehübertragung, sind vorbehalten.
voller Vorurteile, geizig, altmodisch, bieder, 40-50 Jahre
Das Recht zur Aufführung erteilt ausschließlich der
Erika Meckerer: seine Frau, ausgleichend,
Deutsche Theaterverlag,
beschwichtigend, naiv, 40-50 Jahre
Postfach 10 02 61, D- 69 442 Weinheim/Bergstraße.
Evi Meckerer: deren Tochter, intelligent, hübsch, 20-30
Für die einmalige Aufführung dieses Stückes ist der Kauf
Jahre
von 10 Textbüchern und die Zahlung einer Gebühr
(je nach Alter der Eltern)
vorgeschrieben. Zusätzliche Textbücher können zum
Ludwig Meckerer: Opa, schlitzohrig, gerissen, kann
Katalogpreis nachbezogen werden.
seinen Willen durchsetzen,
Inhaltsangabe:
eigenwillig, 60-70 Jahre
Für Familie Meckerer ist es der zwanzigste Urlaub in
Pedro: spanischer Hotelbesitzer, gewieft, hübsch,
Spanien. Familienoberhaupt Klaus Meckerer stänkert in
sympatisch, mit allen Wassern
gewohnter Weise und sehr zum Leidwesen seiner Frau
gewaschen, verliebt in Evi, Charmeur, spricht gebrochen
Erika und Tochter Evi wieder an allem herum, denn er ist
mit spanischem
voller Vorurteile gegen die Spanier. Leider ging auch in
Akzent, ca. 30 Jahre
diesem Jahr sein großer Traum wieder nicht in Erfüllung:
Maria: Mädchen für alles bei Pedro im Hotel, sehr direkt
ein zünftiger Urlaub im Bayrischen Wald. Wieder ist man
und rüde, temperamentvoll,
"nur" in Spanien im kleinen Hotel des sympathischen
impulsiv, sonst die gute Seele, spricht gebrochen mit
Pedro gelandet. Wie es sich für "gute" Touristen gehört,
spanischem Akzent,
wird natürlich ausschließlich deutsch geredet und auch
Alter beliebig
1
Eleonore: Gast bei Pedro, vornehm, überkandideltes
(schimpft wieder und kehrt Bühne)
Auftreten, exzentrisch,
Pedro:
bestimmend und beherrschend, etwas korpulent, 40-60
Touristen, Maria! Nix Terroristen, sondern Touristen!
Jahre
Touristen sind unsere Einnahmequelle und wollen es
Heinrich: ihr Gatte, steht unter dem Pantoffel, ängstlich,
haben schön im Urlaub in Spanien! Verstehst du?
unsicher, 40-60 Jahre
Maria:
Heinz-Dieter: deren Sohn, unselbständig, hilflos,
Oh, ich wollen haben auch schön in Spanien, Chefe!
langsam, nicht gerade der
Aber ich wollen nix haben Terroristen, wo machen viele
Intelligenteste, ca. 20-40 Jahre (je nach Alter der Eltern)
Schmutz! Pfui!
Bühnenbild:
Pedro:
Die gesamte Handlung spielt im Garten oder auf der
Touristen! Sag bitte nicht zu den Gästen Terroristen,
Sonnenterrasse eines kleinen einfachen Hotels in
sonst bekommen wir Schwierigkeiten, Maria! Wenn
Spanien. Links vorne Freiluft-Bar oder Theke mit dahinter
keine Touristen kommen würde, ich würde auch nix Geld
liegendem Ausgang zur Küche. Links hinten Abgang
verdienen, um dich bezahlen zu können!
zum Pool. Rechts Abgang zu den Hotelzimmern. In der
Maria:
Bühnenmitte Freifläche mit Camping-/Liegestühlen und
Ist doch gut, wenn Chefe Geld verdienen und mich
kleinen Tischen usw. Im Bühnenhintergrund kann
bezahlen können. Aber warum müssen machen
entweder ein Bild vom Hotel oder auch eine Pergola mit
Terroristen immer so viele Schmutz?
Grünpflanzen sein. Bühnenbild bzw. gesamte Bühne
Pedro:
sollte durch Grünpflanzen, Palmen o.ä. aufgelockert
Touristen, verdammt nochmal! Touristen wollen es
werden. Alles in allem sollte der Eindruck eines
haben in Urlaub bequem und gemütlich wie zu Hause!
einfachen Hotelgartens entstehen.
Und wir helfen dabei und verdienen damit unsere Geld!
1. AKT
Capito, Maria?
Maria:
(Aus dem Kassettenrecorder an der Bar ertönt spanische
Nix capito! Wenn wollen es haben wie zu Hause,
Musik; an der Theke ein Schild mit der Aufschrift: "Heute
(hebt allerhand Müll auf wie z.B. Plastikbecher, Tüten)
Wiener Schnitzel mit Pommes, Kassler mit Kraut,
warum dann Terroristen schmeißen alles weg wie
Bayrische Weißwürste, Paella")
Schwein? Zu Hause sind sie vielleicht auch Schwein? No
Pedro:
no, Chefe, zu Hause in Allemagne alles sauber, blitzo
(spült hinter dem Tresen Gläser, pfeift vergnügt)
blanko! Nur in Urlaub sind Terroristen wie Schwein!
Wo bleiben denn meine Urlaubsgäste? Sonst Familie
Pedro:
Meckerer auch immer so pünktlich!
(ermahnend)
(ruft nach hinten)
Maria! Nun aber Schluß! Du machen jetzt deine Arbeit,
Maria, Maria, rapido! Wo bist du denn schon wieder!
sonst bekommen du keine Geld dafür! Und heute
Liegefläche bei Pool muß noch sauber gemacht werden!
kommt Familie Meckerer! Du weißt ja, Familie Meckerer
Bald kommen neue Gäste und wie sieht es hier aus?
ist nicht immer ganz einfach! Deshalb du mußt sein
(macht sich an einem Spiegel zurecht)
besonders freundlich und vorsichtig!
Oh, ich haben so Sehnsuchte nach meine Evi, schon so
Maria:
lange nicht mehr gesehen....
Ich wissen gut, Chefe! Weil Terroristenfamilie Meckerer
(singt spanisches Lied)
sind größte Schwein von allen Schweine!
Maria:
Pedro:
(mit Besen, Eimer und Kehrschaufel von hinten links,
(ernst)
schimpft auf spanisch)
Maria, Schluß!
....immer Maria muß machen viel sauber, damit wieder
(Maria arbeitet weiter und schimpft auf spanisch)
kommen viele Terroristen und machen viele
Eleonore:
Dreck......Necesito unas vacaciones!
(von rechts, im bunten Strandkleid, mit Hut und
2
Sonnenbrille, fächelt sich Luft zu mit Fächer, schrille
Was soll nun dieser Vergleich wieder?
Stimme)
Pedro:
Ach, Pedro, diese Hitze! Ich habe ja nichts gegen die
Spanische Orange haben auch dickes Schale, damit nicht
spanische Sonne, ja ich liebe die Sonne sogar, aber diese
kann so schnell austrocknen.
Hitze und das schon am frühen Morgen! Einfach
Eleonore:
schrecklich! Kommst du, Heinz-Dieter, und hast du den
(spitz)
Ventilator dabei? Ach Pedro, ich transpiriere so
Sehr charmant von Ihnen, Pedro! Ihr seid heute wohl alle
schrecklich!
mit dem falschen Bein aufgestanden?! Sonst kenne ich
Maria:
Sie mit sehr viel mehr Charme im Umgangston!
Si si, senora, heute wieder Tauwetter für dickes Leute!
Pedro:
Eleonore:
Oh, gnädige senora, Charme ist nur immer dann
Ich bin nicht dick, unverschämte Person!
vorteilhaft, wenn man Wahrheit nicht sagen darf! Dickes
(zu Pedro)
Schale ist doch gutes Vergleich.
Ihr Personal war auch schon freundlicher, Pedro! Da
Eleonore:
kommt man hier her, läßt sein hart erarbeitetes Geld
Das ist ja wohl der Gipfel! Was sollen diese ständigen
liegen und muß sich noch von den Beschäftigten
Anspielungen auf meine Figur? Bin ich Ihnen etwa zu
Beleidigungen anhören. Unerhörtes Benehmen!
dick???
(niest und wirft gerbrauchtes Taschentuch auf den
Pedro:
Boden)
No no, senora! Nicht falsch verstehen. Gnädige senora
Maria:
seien einfach ein kleines bißchen zu klein für ihre
Chefe, du nun gesehen, wer große Schwein ist?
Gewicht.
Pedro:
Eleonore:
(scharf)
Themawechsel, Sie Flegel! Bitte noch eine Sangria - und
Maria, ...
ein gemischtes Eis mit Vanille, Schoko, Banane,
(schimpft auf spanisch mit ihr)
Maracuja, Erdbeer und Kiwi. Aber bitte nehmen Sie die
Maria:
Diätsahne, wie immer! Schließlich muß ich auf meine
(hebt Taschentuch widerwillig auf)
Kalorien achten.
Ist aber wahr!
Pedro:
(grunzt wie ein Schwein in Richtung Eleonore und
Si senora, eine Sangria und eine Kalorienbombe!
schnell links hinten ab)
Eleonore:
Pedro:
Daß Sie einen immer an dieses leidige Thema "Kalorien"
Gnädige Frau, Sie müssen entschuldigen vielmals, aber
erinnern müssen! Und wo bleibt denn schon wieder
spanische Temperament geht mit meine Putzfrau
Heinz-Dieter mit dem Ventilator?
manchmal durch! Darf ich Ihnen bringen eine köstliche
(ruft, schrill)
und ganz kalte Sangria natürlich auf Kosten des Hauses
Heinz-Dieter, Heinz-Dieter! Ach Gott, Junge, wo bist du
als Entschuldigung?
denn?
Eleonore:
Heinz-Dieter:
(setzt sich, leidend)
(ruft gemächlich von rechts)
Gerne, Pedro! Diese Sonne trocknet mich sonst noch
Ja, Mama.
völlig aus!
Eleonore:
Pedro:
Ach Pedro, ich wünschte, er hätte nur ein kleines
(bringt ihr Sangria)
bißchen spanisches Temperament!
Oh, da braucht aber Sonne noch lange und viele Kraft,
Pedro:
bis sie hat gnädige Frau ausgetrocknet. Weil gnädige
Ihre Sohn ist eben ein bißchen wie eine Tablette-Schlaf.
Frau ist wie spanische Orange!
Gar nicht wie gnädige Frau Mama!
Eleonore:
Eleonore:
3
Ganz und gar nicht! Leider ähnelt er seinem Vater jeden
Kopf)
Tag mehr! Ach Gott!
Nein, Mama.
(ruft wieder)
Eleonore:
Heinz-Dieter, der Ventilator! Bitte etwas Tempo, ich
(fächelt stärker)
schwitze hier zu Tode! Muß man dir immer allesfünf mal
Ach Heinz-Dieter, muß ich mich denn in dieser Hitze
sagen? Etwas schneller bitte!
auch noch unnötig aufregen? Der Ventilator läuft doch
Heinz-Dieter:
nicht von alleine. Hol es bitte, es liegt im Zimmer! Oder
(vollbepackt mit Ventilator, Badetücher, Strandtasche
willst du ihn etwa von Hand antreiben?
usw. von rechts, äußerst langsam)
Heinz-Dieter:
Ja, Mama. Ich bin doch kein Eilzug. Zuerst hatte ich den
Ja, Mama.
Ventilator, dann die Badetücher und dann die
Eleonore:
Strandtasche vergessen. Und jetzt bin ich schon da!
Was heißt hier "Ja, Mama"! Natürlich nicht. Das geht
Eleonore:
doch gar nicht. Ach, mein dummer Junge. Hol nun
"Schon"??? Ich erwarte dich bereits seit Stunden! Mein
endlich das Kabel, aber bitte schnell, sonst sterbe ich
Gott, Junge! Stell bitte den Ventilator auf den Tisch, so
noch in dieser Hitze!
daß er mir ins Gesicht bläst!
Heinz-Dieter:
Heinz-Dieter:
Ja, Mama.
(gehorcht)
Eleonore:
So richtig, Mama?
Was heißt nun schon wieder "Ja, Mama". Ist es dir etwa
Eleonore:
recht, wenn ich sterbe? Sag nicht immer "Ja, Mama"!
Sehr gut, mein Junge! Und nun schalt ihn bitte ein.
Heinz-Dieter:
Heinz-Dieter:
Ja, Mama.
(versucht es)
(kurz rechts ab, kommt wieder)
Er funktioniert nicht, Mama.
Mama, wo sagtest du, liegt das Kabel?
Eleonore:
Eleonore:
Hast du ihn denn eingesteckt, Heinz-Dieter?
Ach Heinz-Dieter, muß man dir alles fünfmal sagen! Auf
Heinz-Dieter:
dem Zimmer auf der Kommode, wo denn sonst! Husch
Nein, Mama.
husch, ab mit dir! Ich schwitze noch zu Tode! Gott,
Eleonore:
dieser Streß!
Siehst du, dann kann er auch nicht funktionieren. Steck
Heinz-Dieter:
ihn bitte ein.
Ja, Mama.
Heinz-Dieter:
(rechts ab)
Wo denn, Mama?
Eleonore:
Eleonore:
Ach Pedro, ich sterbe vor Hitze und er will mich einfach
Natürlich in die Steckdose an der Bar! Wo denn sonst?
nicht verstehen! Was macht man nur in so einer
Meine Güte, Heinz-Dieter!!
Situation?
Heinz-Dieter:
Pedro:
Ja, Mama.
Ist ganz einfach - selber Ventilator und Kabel holen,
(versucht es, Kabel ist zu kurz)
senora.
Mama, das Kabel ist zu kurz!
Eleonore:
Eleonore:
In dieser Hitze etwa? Schließlich bin ich im Urlaub! Für
Darum habe ich dir doch ausdrücklich gesagt, du sollst
was hat man denn einen Sohn?
das Verlängerungskabel nicht vergessen, Heinz-Dieter!
Heinz-Dieter:
Hast du es dabei?
(von rechts)
Heinz-Dieter:
Mama, das Kabel liegt nicht auf der Kommode.
(blickt verschämt auf den Boden und schüttelt mit dem
Eleonore:
4
(genervt)
Hoffentlich entwickelt sich Heinz-Dieter nicht in
Dann wird es eben irgendwo anders liegen!
ähnlicher Weise.
Heinz-Dieter:
Pedro:
Nein, Mama, es liegt nirgends. Es ist eingesteckt am Fön.
Ist wahrscheinlich schon zu spät!
Eleonore:
Eleonore:
Gut, wenigstens hast du noch Augen im Kopf! Und wo
Es ist nie zu spät, man kann die Menschen noch bis ins
hast du es?
hohe Alter erziehen. Aber Heinz-Dieter raubt mir dabei
Heinz-Dieter:
noch den Verstand.
Im Fön, Mama.
Pedro:
Eleonore:
Hat er fast schon geschafft.
Dann geh um Gottes willen bitte nochmals auf das
Eleonore:
Zimmer, steck den Fön aus und bring es!
Frechheit!
Heinz-Dieter:
Maria:
Den Fön, Mama?
(aufgeregt von links)
Eleonore:
Chefe, madre mio, el senor! Gerade kommen gefahren
(energisch)
Terroristenfamilie Meckerer aus Allemagne! Oh Chefe,
Nein, das Kabel, Heinz-Dieter! Das Verlängerungskabel,
Meckerer noch viel schlimmer als dickes Frau hier!
verdammt nochmal!
(schneidet mit Gartenschere an Pflanzen)
Heinz-Dieter:
Pedro:
Aber Papa braucht gerade den Fön, um seine Klebeteile
(freudig)
am Schiffsmodell zu trocknen, Mama. Und ohne Fön
Endlich! Evi!
läuft das Kabel nicht...ähm, umgekehrt..
Eleonore:
Eleonore:
Was hat sie gesagt?
(brüllt)
Pedro:
Dann soll er von mir aus pusten oder mit dem Handtuch
Ach, sie meinte nur, daß diese Hitze noch ist schlimmer
wedeln! Was kümmert mich dieses blöde Schiffsmodell?
als in Allemagne und daß Hitze kommen noch dicker,
Heinz-Dieter, hol unverzüglich das Kabel aus dem
senora.
Zimmer, aber sofort!
Eleonore:
Heinz-Dieter:
Da hat sie ausnahmsweise recht! Diese Hitze, dieser
Ja, Mama.
Streß, schrecklich! Ich sterbe.
(rechts ab)
(ruft)
Eleonore:
Heinz-Dieter...
(fächelt sich Luft zu)
Heinz-Dieter:
Dieser Junge treibt mich noch in den Wahnsinn! Wenn
(von rechts mit Kabel)
er nur nicht so schrecklich unselbständig wäre! Dabei
Mama, ich habe das Kabel.
lasse ich ihm alle Freiheiten, die er braucht. Aber er ist
Eleonore:
nun mal das Ebenbild seines Vaters. Ob das so gut ist?
Gut, mein Junge, dann steck es ein.
Pedro:
(er schaut sie verständnislos an)
(in seine Arbeit an der Bar versunken)
Ein Ende in die Steckdose, das andere Ende in das Kabel
Si, si, senora!
des Ventilators, Heinz-Dieter. Der Stecker hat Stifte und
Eleonore:
die Steckdose Löcher, und beides paßt zueinander,
(entrüstet)
(energisch)
Was heißt hier "si, si"? Das ist überhaupt nicht gut! Mein
also etwas Tempo!
Mann gleicht einem orientierungslosen Schoßhündchen,
Maria:
das sich im Wohnzimmer verlaufen würde, wenn ich ihm
Si si, passen zueinander wie in natura, oh la la....
nicht immer selbstlos zur Seite stehen würde.
Heinz-Dieter:
5
Ja, Mama.
Du sollst doch nicht so schnell trinken, das bekommt dir
(müht sich mit dem Kabel ab)
nicht.
Mama, ich habe Durst.
(trinkt selbst hastig)
Eleonore:
Pedro, noch eine Sangria für mich, aber bitte wie immer
Pedro, bitte ein gestauchtes Mineralwasser für Heinz-
eiskalt.
Dieter und noch eine eisgekühlte Sangria für mich.
Maria:
Heinz-Dieter:
Si, si, viele Kühlmittel für dickes Terrorist! Viel trinken,
Mama, ich möchte aber auch ein eisgekühltes
viel schwitzen...
Mineralwasser.
Eleonore:
Eleonore:
Pedro, können Sie dieser respektlosen Person nicht
Heinz-Dieter, du weißt, daß kalte Getränke nichts für
endlich Anstand beibringen? Und sagen Sie ihr, sie soll
deinen Magen sind. Pedro, das Mineralwasser bitte
endlich aufhören! Dieses ewige "schnipp-schnapp" mit
gestaucht und die Sangria gekühlt.
der Schere bringt mich noch um den Verstand! Gott,
(fächelt)
dieser Streß schon am frühen Morgen! Heinz-Dieter, sag
Gott, diese Hitze, ich sterbe noch.
doch auch etwas!
Maria:
Heinz-Dieter:
Solange dickes Frau soviel reden können, sie noch lange
Ja, Mama.
nicht sterben.
Pedro:
Eleonore:
(geht zu Maria)
Sie unverschämte Person, was erlauben Sie sich
Maria, ....
eigentlich? Und Heinz-Dieter, was macht denn der
(spricht spanisch mit ihr und bedeutet ihr, zu gehen)
Ventilator?
Maria:
Heinz-Dieter:
(böse, geht auf Eleonore zu und beschimpft sie auf
Er läuft, Mama.
spanisch, mit der Schere drohend, dann schimpfend links
Eleonore:
ab in Küche)
Dann stell ihn bitte auch so auf den Tisch, daß er mir die
Eleonore:
Luft ins Gesicht bläst.
Pedro, was hat diese Frau eben gesagt? Hat mich diese
(zu Maria)
Person etwa bedroht?
Diese ungehobelte Person braucht keinen Wind von
Pedro:
meinem Ventilator!
(beschwichtigend)
Maria:
Oh, no, no, Maria hat nur gesagt, daß sie liebend gerne
Ja, ja, ich nix brauchen frisches Wind, ich machen viel
etwas anderes arbeitet, wenn Ihnen die Schere sein zu
Arbeit, dann ist windig genug!
laut. Und sie hat Ihnen gewünscht eine wunderschöne
(deutet auf Eleonore)
Urlaub und viel gute Erholung.
Aber dickes Motor braucht viel Kühlung, si, si...
Eleonore:
(schnippelt weiter)
Gott, zuerst die Hitze und dann noch diese Person! Mein
Eleonore:
Kreislauf! Heinz-Dieter, schau mal nach, was dein Vater
Unterlassen Sie gefälligst Ihre Beleidigungen....
macht. Er kann doch nicht den ganzen Tag auf der Bude
Pedro:
hocken!
(lenkt schnell ab)
Pedro:
Bitteschön, eine warme Minerale und eine eisgekühlte
Gnädige Frau haben ihm doch heute morgen bei
Sangria für gnädigste Frau Eleonore.
Frühstück selber Stubenarrest gegeben, weil er
Eleonore:
verschüttet hat die Kaffee.
Dieses Mineralwasser hast du dir nun aber redlich
Eleonore:
verdient, Heinz-Dieter. Trink aber bitte nicht zu hastig.
Aber doch nicht den ganzen Tag! Irgendwann braucht er
(er trinkt es gierig aus)
ja Auslauf! Heinz-Dieter, schau nach!
6
Heinz-Dieter:
Du verstehst vielleicht was vom Herd, aber vom Auto
Ja, Mama.
hast du keine Ahnung. Wenn man hier in Spanien länger
(rechts hinten ab)
als eine Minute an der Ampel steht, montieren die dir
Eleonore:
glatt noch die Räder ab! Also, laß mich ruhig mal
Diese Hitze! Wie anstrengend! Ich brauche ein
machen!
Schläfchen!
Ludwig:
(stellt ihren Liegestuhl flach und legt sich schlafen)
(grantig)
Pedro:
Ich hab Hunger und ich will einen Schnaps!
(freudig)
Evi:
Oh, ich höre Stimmen, da ist Stimme von meine Evi,
Mama! Papa! Jetzt sind wir kaum da, schon streitet ihr
endlich...
euch wieder! Ist ja echt schlimm. Wir sind doch jetzt
Klaus:
schließlich im Urlaub und nicht daheim! Und deine
(mit altmodischer Cord-Mütze, langen Kniestrümpfen,
blöden Vorurteile, das ist ja furchtbar! Wollt ihr dem
langen Hosen und langärmeligem Hemd von links, mit
Pedro nicht mal wenigstens guten Tag sagen? Hallo
Erika, Evi und Ludwig; alle außer Klaus vollbepackt mit
Pedro, wie du sicher schon gemerkt hast, sind die
Koffer, Luftmatratze, Sonnenschirm, Kühlbox usw.;
Meckerers wieder da! Ich freu mich jedenfalls, dich
Klaus dagegen trägt nur den Autoschlüssel)
wieder zu sehen.
So, da sind wir!
Erika:
(ruft nach hinten)
(angestrengt, sehr betont)
Kommt ihr lahmen Enten endlich?
Buenos noches, Pedro.
Erika:
Pedro:
(schleppt sich mühsam ab)
Das heißt zwar "Gute Nacht", aber trotzdem buenos dias,
Du könntest ja vielleicht auch mal was tragen, Klaus! Wir
willkommen senora und senor Meckerer. Hola, Evi!
sind schließlich Frauen!
Wünsche schöne Urlaub in Spanien!
Klaus:
Klaus:
Pah! Das ist Emanzipation in Reinform! Ich trag ja schon
Geht das spanische Gerede jetzt schon los? Da habe ich
den Autoschlüssel und die Verantwortung! Und
gerade schon wieder einen zuviel! Wären wir nur in den
außerdem bin ich gefahren.
Bayerischen Wald gefahren!
(streckt sich)
Ludwig:
Mann, mir tut alles weh! Das war wieder eine Fahrt.
Ich will jetzt einen Schnaps und gibt's dann endlich was
(zu Pedro)
zum essen?
Könnt ihr Spanier eigentlich keine anständigen Straßen
Erika:
bauen? Die ganze Küste mit Hotels zupflastern, aber
Klaus, jetzt hör doch mal auf mit dem Bayerischen Wald!
keine einzige vernünftige Straße im ganzen Land! Jedes
Seit zwanzig Jahren die gleiche Leier! Und Opa, du wirst
Jahr die gleiche Katastrophe! 32 Stunden im Auto!
schon bald was zu essen bekommen!
Erika:
Pedro:
Bist ja selber schuld, Klaus! Du glaubst ja, du bist der
Vielleicht darf ich zuerst als Begrüßungscocktail eine
einzige in der ganzen Familie, der Autofahren kann!
Sangria anbieten?
Hättest eben die Evi oder mich mal fahren lassen sollen.
Evi:
Klaus:
Au ja, für mich und Mama gerne, so wie jedes Jahr. Und
Dann wären wir wohl nicht mehr am Leben!
ihr, Papa und Opa?
Erika:
Klaus:
Und du mußt ja auch nicht alle 100 Kilometer nach Öl
Nein! So ein Gesöff hab ich die letzten neunzehn Jahre
und Wasser schauen und die Räder nachziehen! Das ist
nicht getrunken, das probier ich auch diesesmal nicht!
doch wirklich übertrieben.
Davon bekommt ihr beiden bestimmt wieder Bauchweh!
Klaus:
Übrigens, hast du die Durchfalltabletten dabei?
7
Ludwig:
Zimmer bringen und auspacken?
Ich will einen Schnaps, Herrschaftszeiten, oder ich geh
Evi:
wieder heim!
Mama, mach doch keinen Streß! Wir haben doch alle
Pedro:
Zeit der Welt!
Eine spanische "Cerveza", ein Bier vielleicht, senores?
Klaus:
Klaus:
Von wegen Zeit! Die Koffer können wir noch bei Nacht
(verächtlich)
auspacken, wenn die Sonne nicht mehr scheint! Leute,
Ne, die Gülle trink ich auch nicht! Ich hab wie seit Jahren
Klamotten runter, damit wir braun werden. Schließlich
mein eigenes Bier dabei! Schließlich soll man kein Risiko
sollen die Nachbarn daheim ruhig sehen, daß wir in
eingehen! Die erste Ration ist schon eiskalt in der
Spanien waren! Die werden bestimmt wieder vor Neid
Kühlbox! Da köpf ich erst mal eines!
platzen!
(hantiert an der Kühlbox und packt ein Bier sowie ein
(zieht sich Hose und Hemd aus, so daß er in weißem
Glas mit Sonnenschirmchen aus, gießt ein)
Träger-Unterhemd und altmodischen Shorts da steht)
Evi:
Erika:
Papa, es sind ja schon sooo viele gestorben an dem
Klaus, du kannst doch hier nicht....
spanischen Bier!
Klaus:
Erika:
Natürlich kann ich! Runter mit dem Plunder! Jeder
Klaus, mußt du jetzt schon anfangen mit Biertrinken? Es
Sonnenstrahl wird ausgenutzt!
ist ja noch hellichter Tag!
Evi:
Klaus:
In fünf Jahren endlich mal eine gute Idee von meinem
Sei bloß ruhig! Ich hab während der ganzen Fahrt
Vater!
hierher nach Spanien gerade mal sieben Bier getrunken!
(zieht ihr T-Shirt aus, trägt Bikini)
Geht das jetzt schon wieder los?
Ludwig:
Ludwig:
(entkleidet sich bis auf die altmodische und geflickte
Und wenn ich jetzt keinen Schnaps bekomme, dann
lange Unterhose und Unterhemd)
mach ich auf der Stelle in den Swimmingpool,
Jawohl, jetzt geht's los! Striptease...
Herrschaftszeiten!
(wie geschrieben)
(dreht sich nach hinten und hantiert an der Hose)
..wie bei den Satellitenprogrammen, die der Klaus immer
Evi:
anschaut!
Pedro, hol dem Opa bitte einen Schnaps, sonst macht er
Erika:
das noch glatt! Opa, bitte, pack wieder ein, wir sind hier
Schwiegervater! Zieh dich sofort wieder an! Du bist ja
nicht daheim!
ein Ferkel!
(Pedro serviert die Getränke)
Ludwig:
Erika:
Wenn ich nicht nochmal einen Schnaps bekommen,
Schwiegervater! Wie führst du dich wieder auf? Klaus,
dann zieh ich noch viel mehr aus, Schwiegertochter!
nur weil du mit Biertrinken angefangen hast, will er jetzt
Dann wird aus dem Ferkel eine Wildsau!
auch was!
(grunzt)
Klaus:
Evi:
Das Bier und der Schnaps sind auf jeden Fall noch
Pedro, bring schnell einen, sonst macht er das noch
billiger als dein Gesöff! Ich trink auch einen Schnaps!
glatt!
(trinkt)
Pedro:
Pedro:
Si, senor, Schnapse kommt sofort!
Salute, liebe Gäste, auf Ihren Urlaub!
(erwartungsvoll zu Evi)
(alle trinken)
Und du, Evi? Du auch noch viel mehr ausziehen?
Erika:
Evi:
Klaus, wollen wir nicht zuerst mal die Koffer aufs
Was krieg ich denn dafür, wenn ich weitermache?
8
Klaus:
Klaus:
(stellt sich breitbeinig vor seine Tochter)
Aufs Zimmer bringen schon, sonst werden sie hier
Eva Maria, ich warne dich! Laß dich ja nicht mit so
womöglich noch gestohlen. Aber auspacken kannst du
einem Spanier ein! Die sind nämlich ganz gefährlich!
heute Nacht, wenn die Sonne weg ist! Jetzt werden wir
Evi:
erst mal braun!
(ironisch)
Evi:
Ja, Papa, ganz bestimmt! Die stechen dir deine Reifen
Dann nimm wenigstens deine altmodische Mütze ab,
zusammen, zerkratzen dir dein Auto, vergiften dein
damit die Sonne auch überall hinkommt. Und mit deinen
Essen und Trinken und fressen bestimmt kleine
Kniestrümpfen dazu siehst du aus wie so eine
Mädchen! Ha ha! Meine Güte, Vater, bist du vielleicht
Schießbudenfigur! So kannst du daheim bei deinem
altbacken! Wo lebst du denn eigentlich?
Kleingärtnerverein rumlaufen, aber nicht in Spanien.
Klaus:
Klaus:
A propos Auto! Opa, du schaust mindestens alle Stunde
Meine Mütze geht dich einen feuchten Kehricht an! Die
nach unserem Auto vor dem Hotel! Und wenn sich so
bleibt auf! Paß du lieber auf, daß du nicht zu wenig an
ein Spanier näher als zehn Meter an den Wagen ran
hast. Sonst kriegen die Spanier wieder Stielaugen!
traut, dann rufst du laut um Hilfe! Denen wird ich es
(böser Blick zu Pedro)
schon zeigen!
Und laß dich ja mit keinem von denen ein! Da weiß man
(packt Taschenmesser aus)
nie, was die im Schilde führen! Zu jedem, der dich
Evi:
anquatscht, sagst du, daß du verheiratet bist und dein
Vater! Als hätten die Spanier keine andere Arbeit, als
Mann Boxer und dein Vater Metzger!
sich um deine alte Rostlaube zu kümmern.
Evi:
Ludwig:
Papa, du bist ja echt albern!
Ich will ein Bier! Von mir aus ein spanisches! Bier her
Klaus:
oder die Fetzen fliegen!
Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste! Ich weiß, wie
Erika:
man die fernhält!
Schwiegervater, mußt du denn gleich so viel trinken wie
Ludwig:
dein Sohn? Und zieh dich bitte wieder an!
Ich will nochmal einen Schnaps und wann gibt's endlich
Ludwig:
was zwischen die Kiemen? Mir knurrt der Magen!
Seit wann kümmert sich meine Schwiegertochter darum,
Erika:
was ich anhabe? Das ist mir ja vollkommen neu! Und
Siehst du, Klaus, so geht das jetzt bestimmt die ganzen
jetzt das Bier her!
zwei Wochen! Ich hab doch gleich gesagt, wir hätten
Pedro:
ihn daheim lassen sollen!
Komme schon, senor Großpapa!
Klaus:
Klaus:
So? Daheim lassen? Aber seine Rente ist dir jeden Monat
(setzt sich, trinkt genüßlich sein Bier)
recht! Und dann gönnst du ihm nicht mal das bißchen
Ach, ist das schön! Eigenes Bier, eiskalt - fast wie
Urlaub, der erste Urlaub im Ausland für ihn! Eine schöne
daheim! Das ist für mich richtiger Urlaub! Opa, paß bloß
Schwiegertochter bist du! Geldgierig bist du, so ist es!
auf, daß du dir mit dem seiner Brühe nix wegholst! Wir
Erika:
brauchen dich doch noch, ein paar Jährchen Rente
Das ist ja die Höhe! Wer sagt ihm denn immer, er soll ja
nehmen wir schon noch mit, gell!
kräftig ins Bett machen, damit die von der
(klopft ihm anerkennend auf die Schulter)
Pflegeversicherung uns bei der Kontrolle den höheren
Hast ja auch schwer schaffen müssen! Drum darfst jetzt
Satz geben? Du oder ich? Und ich kann hinterher dann
auch mal mit in den Urlaub!
alles putzen!
Erika:
Evi:
Wollen wir nicht wenigstens die Koffer aufs Zimmer
Mama, Papa! Das ist ja wohl nicht der richtige Ort, um
bringen, Klaus?
sich zu streiten!
9
Pedro:
Erika:
Senor Großpapa, hier eine Schnaps! Salute! Und hier
Trotzdem, Klaus, so eine leckere Palilia
eine kleine Sandwich für großen Hunger!
(wie geschrieben)
Ludwig:
würde ich schon mal gerne probieren. Jetzt sind wir
Siehst du Schwiegertochter, der hat wenigstens ein Herz
immerhin zum zwanzigsten Mal hier im Urlaub und ich
für alte Leute!
denke, da könnt man langsam schon mal was
Pedro:
Spanisches essen!
Wollen senor Großpapa hinterher eine leckere Paella?
Evi:
Klaus:
Mama, du mußt doch nicht Papa fragen, was du essen
Kommt gar nicht in Frage! Vergiften lassen wir unseren
willst! Also bitte, wir sind doch nicht mehr im
Opa nicht! So billig kommt die Rentenkasse nicht davon!
Mittelalter!
Pedro:
Klaus:
Aber senor, ich garantiere, ist beste Qualität für
Natürlich hat sie mich zu fragen! Wer zahlt denn
Großpapa...
schließlich wieder alles? Ich schaff mir in der Auto-
Klaus:
Werkstatt den Buckel krumm, und die Herrschaften
Woher willst denn du wissen, was das beste für unseren
würden meinen Zahltag den Spaniern in den Rachen
Opa ist? Er bekommt wie jeden Abend bei uns daheim
schmeißen! So weit kommts noch!
eine Scheibe trockenes Brot und einen Landjäger! Erika,
Ludwig:
in der Kühltasche ist alles, richt es her!
Und ich eß so was Spanisches, ob du willst oder nicht!
Erika:
Evi:
Meinst du nicht, daß es noch ein bißchen kalt für ihn
Siehst du Vater, sogar der Opa ist noch fortschrittlicher
sein könnte?
und toleranter als du!
Klaus:
Klaus:
Dann leg es eben eine Weile in die Sonne oder auf den
Nix da! Immer die teure Fresserei! Ich hab leer getrunken
heißen Boden!
und jetzt werden erst mal die Koffer auf das Zimmer
Ludwig:
gebracht und eingeschlossen, sonst fehlen sie noch!
Ich will aber kein Brot und keinen Landjäger! Jeden
Erika, Eva Maria, Vater, alle Wertsachen her, Uhren,
Abend der gleiche Fraß! Ich bin doch nicht im
Schmuck, Ringe und Geldbeutel! Das wird wie jedes Jahr
Zuchthaus, Potzblitz!
in den Safe eingeschlossen, ich laß mir hier doch nichts
Klaus:
klauen!
(streng)
Maria:
Vater, es wird gegessen, was auf den Tisch kommt,
(von links aus Küche, hat letzen Satz gehört)
verstanden! Sonst schicken wir dich wieder heim!
Hier nix werden geklaut, senor Terroriste! Alle ehrlich!
Evi:
Wenn jemand klauen, dann nur deutsches Terrorist!
Paps, also ich finde wirklich, daß Opa wenigstens im
Genau wie machen Deutsche auch immer vieles, vieles
Urlaub das essen sollte, was er mag!
Dreck und armes Maria kann machen wieder wische-
Pedro:
wische sauber!
Richtig, senor! Wir haben ganz leckere Dinge, zum
(kehrt sämtliche Kleider auf dem Boden zusammen auf
Beispiel richtig frische Seehecht, ganz frisch heute
einen Haufen)
morgen gefangen...
Chefe, du sehen? Kaum deutsches Familie fünf Minuten
Klaus:
da, schon sieht aus wie in Stall von Grunz-Grunz!
Der einzige richtig frische Fisch, der bei uns daheim
(grunzt in Richtung Klaus und räumt dann weiter auf)
gegessen wird, ist der Vierkantfisch vom Käpt`n Iglu!
Klaus:
Der ist frisch und "made in Germany"!
(entrüstet)
(wie geschrieben)
Was ist das denn für ein Weib? Wo habt ihr die
Da weiß man wenigstens, was man hat!
rausgelassen? Das ist ja der Gipfel! Kommt man im
10
wohlverdienten Urlaub hierher und....
klauen! Wo ist der Zimmerschlüssel?
Evi:
Evi:
(unterbricht ihn)
Was heißt hier "der" Zimmerschlüssel? Du hast doch
Sie hat doch eigentlich recht! Vater, du hast deine
hoffentlich mehrere Zimmer bestellt!
ganzen Klamotten auf dem Boden verstreut und deine
Klaus:
Bierflasche liegt auch noch da!
Spinnst du? Daheim hängt ihr eure Füße auch alle
Klaus:
ungeniert zusammen unter meinen Eßtisch! Dann könnt
(verdattert)
ihr die zwei Wochen auch mal gemeinsam in einem
Die nehm ich ja auch wieder mit! Für die gibt es
Zimmer wohnen! Ein Doppelzimmer mit zwei Beistell-
schließlich daheim noch Flaschenpfand!
Liegen! Das wird wohl reichen! Was glaubt ihr, was wir
Ludwig:
da sparen!
Das ist eine richtig rassige Spanierin, die gefällt mir! So
Evi:
hab ich mir die Südländerinnen immer vorgestellt!
Bei dem tickt`s doch nicht mehr richtig!
(gibt Maria Klapps auf den Po)
Klaus:
Straffer Hintern, wie bei denen im Fernsehen!
Ruhe, keine Widerrede!
Maria:
(zu Pedro)
(erschrickt)
Wo ist der Schlüssel? Und du hast ja hoffentlich wieder
Oh, alte senor...
das gleiche Zimmer wie in den letzten neunzehn Jahren
(schimpft auf spanisch mit ihm und gibt ihm eine
hergerichtet? Sonst kennt man sich am Ende ja gar nicht
Ohrfeige)
mehr aus!
..alte senor größte Grunz-Grunz!!!
Pedro:
Pedro:
Senor, hier ist Schlüssel für gleiche Zimmer wie in letzte
Maria, nun aber fertig!
neunzehn Jahren!
(schimpft auf spanisch mit ihr und drängt sie ab in
Klaus:
Küche)
Opa, du schaust nach dem Wagen und du, Evi, bewachst
Ludwig:
die Kühltasche! Und laß dich ja mit keinem Spanier ein,
Die hat Pfeffer im Hintern! Anders als unsere Frauen in
die sind gemeingefährlich! Erika, komm, bring die
Deutschland!
Koffer!
Erika:
(wollen beide rechts ab, Klaus mit einer kleinen Tasche)
Schwiegervater! In deinem Alter sagt man so was nicht
Erika:
mehr! Schäm dich!
Meinst du nicht, wir sollten doch gleich auspacken,
Ludwig:
sonst ist alles voller Falten, Klaus....
Papperlapapp! Auch in einer alten Kirche kann man
Klaus:
noch eine Messe lesen!
Nix, die Sonne wird ausgenutzt! Ausgepackt wird heut
Klaus:
Nacht!
(zu Pedero)
(stößt im Abgehen mit Tasche voll gegen Liegestuhl von
He, du da! Mit deinem Personal muß das aber noch
Eleonore)
anders werden! Sonst reisen wir sofort ab und fahren in
Hoppla...
den Bayerischen Wald!
Eleonore:
Pedro:
(erwacht, erschrickt und fährt hoch)
Senor müssen haben keine Sorge, Maria ist ganz liebe
Passen Sie doch ein bißchen auf, Mann! Haben Sie keine
Frau! Hat nur bißchen viel Temperament! Aber sonst viel
Augen im Kopf?
fleißig.
Klaus:
Klaus:
Legen Sie sich doch nicht so blöd hin! Sie brauchen
Erika, mitkommen! Koffer und Wertsachen
nicht glauben, nur weil Sie schon länger da sind,
wegschließen, bevor die es uns noch aus der Hand
könnten Sie den Weg versperren!
11
Eleonore:
Ludwig:
Unverschämtheit! Was erlauben Sie sich? Haben Sie
Schwiegertochter, halt dich raus!
keinen Anstand zu Hause gelernt? So ein Flegel! Führen
Klaus:
Sie sich zu Hause in Deutschland etwa auch so auf?
Sie..Sie..Sie arrogantes, eingebildetes....
Klaus:
Heinz-Dieter:
Spielen Sie sich doch nicht so auf, als wären Sie daheim!
(von rechts, unterbricht ihn)
Wir sind hier nun mal in einem anderen Land und da
Mama, Papa hat soeben sein Schiffsmodell fertiggestellt
gelten andere Sitten und Gebräuche, und die muß man
und fragt an, ob er es dir zeigen darf.
respektieren!
Eleonore:
Evi:
(barsch)
Wenn du dir das nur mal selbst zu Herzen nehmen
Jetzt nicht, Heinz-Dieter! Ich habe einen Disput mit
würdest, Papa! Ich geh auf jeden Fall meine Koffer
diesem Flegel!
auspacken!
Klaus:
(mit Koffer rechts ab)
(deutet auf Heinz-Dieter)
Klaus:
Gehört dieses Schoßhündchen etwa zu Ihnen?
(ruft ihr hinterher)
Eleonore:
Halt du dich da raus, Eva Maria! Nur weil die da mit Ihrer
Er ist mein Sohn, nicht wahr, Heinz-Dieter? Aber das
Schweißerbrille so dusselig auf dem Weg liegt, braucht
geht Sie überhaupt nichts an!
sie sich nicht so aufzuführen!
Heinz-Dieter:
(Pedro arbeitet derweil an der Bar bzw. in der Küche)
Ja, Mama.
Ludwig:
Klaus:
Jawohl, jetzt wird es interessant! So hab ich mir Urlaub
(lacht laut auf)
immer vorgestellt! Laß dir nichts gefallen, Klaus!
Ha, ha, ha, und der Drache gebar ein Engelein... Komm,
(trinkt genüßlich ein Bier aus der Kühlbox)
Erika, wir gehen!
Erika:
(will rechts ab, stößt dabei mit Heinrich zusammen)
(beschwichtigend)
Heinrich:
Klaus....! Und du, Schwiegervater, gibst endlich Ruhe!
(stolpert und läßt dabei sein Schiffsmodell fallen, so daß
Eleonore:
es in viele Einzelteile zerfällt)
(entrüstet)
Oh Gott, Eleonore, mein schönes Schiff!
Schweißerbrille? Das ist eine der teuersten Sonnenbrillen
Klaus:
aus der Kollektion "Labratoire Garnier", Sie
He, bist du blind?
unmanierlicher Rüpel!
Heinrich:
Klaus:
Eleonore, sieh nur, sechsunddreißig Stunden Arbeit sind
Die würde ich nicht mal zum flexen anziehen. Aber auf
dahin.
Ihren Dickkopf paßt sie eigentlich gut!
(schnupft, Heinz-Dieter reicht ihm ein Taschentuch)
Erika:
Eleonore:
Klaus, bitte, gib doch Ruhe...
Heinrich, laß dir das nicht bieten! Zeig ihm, daß du ein
Eleonore:
Mann bist und fordere ihn heraus!
Lassen Sie nur! Dumm geboren und ohne Anstand
Heinrich:
erzogen! Diese Art von Männer kennen wir!
(zaghaft)
Ludwig:
So..soll ich wirklich, Eleonore?
Klaus, jetzt zeig`s ihr aber! Dumm geboren mag
Eleonore:
vielleicht stimmen, aber erzogen hab ich dich
Rette die Ehre unserer Familie, Heinrich! Biete ihm
wenigstens anständig! Freches Weib!
paroli!
Erika:
Klaus:
Schwiegervater, misch du dich nicht auch noch ein!
(stellt sich breitbeinig vor Heinrich)
12
Jetzt bin ich aber mal gespannt!
eben eindrucksvoll bewiesen! Ich rate Ihnen allen: lassen
Heinrich:
Sie gefälligst meinen Sohn und meinen Gatten in Ruhe!
(eingeschüchtert)
Ludwig:
We..wenn Sie das nochmal machen, dann..dann...dann...
Du, Heinrich, wenn ich an deiner Stelle wäre, würde ich
Klaus:
deiner Göttergattin mal richtig den Hintern versohlen!
(gelassen)
Das hilft oft.
Dann was?
Heinrich:
Heinrich:
Hm, ich bin ja oft froh, daß es nicht umgekehrt ist...
(kleinlaut)
Heinz-Dieter:
..dann..dann baue ich mein Schiffsmodell eben
(ungeduldig)
nochmals zusammen...
Mama, ich habe jetzt Durst.
(kniet und sammelt die Modellteile wieder zusammen)
Pedro:
Heinz-Dieter:
Hier, senor, eine warme Minerale für empfindliche
(kniet ebenfalls)
Bauch.
Und ich helfe dir, Papa.
Eleonore:
Klaus:
Habe ich vielleicht etwas bestellt, mein Herr?
(höhnisch)
Pedro:
Jetzt habe ich aber gerade Angst bekommen, ha ha ha!
Sie nicht, Gnädigste, aber Ihre Sohn!
Wir gehen, Erika, sonst droht er uns nochmal, ha ha ha...
Eleonore:
(beide rechts ab)
Heinz-Dieter hat ohne mein Einverständnis noch nie
Eleonore:
etwas bestellt, ist das klar! Aber wenn Sie es schon
(herrscht ihn an)
gebracht haben, lassen Sie es eben da! Daß mir das aber
Heinrich, du Memme! Ich bin zutiefst enttäuscht von dir!
nicht noch einmal vorkommt!
Heinrich:
(Heinz-Dieter trinkt gierig)
Aber Eleonore, ich hatte das Modell gerade vollendet
Pedro:
und du hättest es taufen sollen.
Haben Ihre Mann vielleicht auch Durst?
Heinz-Dieter:
Eleonore:
Mama, ich habe Durst.
Heinrich, hast du etwa auch Durst?
Eleonore:
Heinrich:
Heinz-Dieter, du bist der gleiche Waschlappen wie dein
(zögernd)
Vater! Hast du gehört, Heinrich, ich sagte Waschlappen!
Vi... vielleicht ein.... kleines.... ganz kleines... Bier?
Heinrich:
Eleonore:
Entscheidend ist doch, daß der Konflikt gewaltfrei gelöst
(entrüstet)
werden konnte. Immerhin ist er ja gegangen und somit
Bier? Alkohol? Mitten am Tage? Heinrich, Heinrich! Wie
bin ich zumindest moralischer Sieger, Eleonore.
tief bist du schon gesunken? Ich bin schockiert!
Heinz-Dieter:
Ludwig:
Mama, ich habe Durst.
(hebt sein Bier hoch)
Ludwig:
Hier, Heinrich! Nimm eines und dann versohl` sie mal
Dann hol dir doch was, du einfältiger Kerl, und frag
richtig! Du bist doch kein Hans-Wurst!
nicht immer deine "Mama". Oder putzt sie dir etwa auch
(zu Heinz-Dieter)
noch den Hintern?
Und du trinkst am besten auch gleich eines und hilfst
Eleonore:
ihm dabei! Pedro, drei Bier, zack-zack!
(gereizt)
Heinrich:
Mischen Sie sich bloß nicht in unsere engsten
Ähm, i..ich weiß nicht so recht....
Familienangelegenheiten ein! Daß Ihre Erziehung
Eleonore:
komplett versagt hat, hat Ihr mißratener Sohn ja gerade
(stellt sich vor Heinrich, zeigt streng nach rechts, in
13
scharfem Befehlston)
(schleicht sich mit Glas zu Eleonore, schüttet Inhalt über
Heinrich, ab mit dir auf das Zimmer! Keine Widerrede
ihr Kleid)
und kein Aufmucken! Nimm deinen Modellkrempel mit
So ein Mißgeschick!
und laß dich die nächste Stunde nicht mehr blicken!
Eleonore:
Heinrich:
(fährt hoch, erschrickt)
Aber Eleonore....
Igitt, was ist denn....
Eleonore:
Ludwig:
(scharf)
(unschuldig)
Heinrich!
Jetzt bin ich doch gerade über Ihre Tasche gestolpert,
Heinrich:
gnädige Frau! Das tut mir jetzt aber furchtbar leid!
(geschlagen)
(nimmt die ausgeschütteten Früchte von ihrem Kleid und
Ja, Eleonore.
ißt sie genüßlich)
(rechts ab)
Wollen Sie auch noch ein paar? Schmecken gut!
Eleonore:
Eleonore:
Heinz-Dieter, für dich gilt dasselbe! Ab auf das Zimmer!
Sie... Sie ungehobelter Klotz, Sie Tolpatsch! Wo ist denn
Heinz-Dieter:
dieser Pedro, und weshalb serviert er nicht die Getränke?
Aber Mama....
Mein schönes Kleid...
Eleonore:
Ludwig:
(scharf)
Der mußte ganz dringend weg! Und bevor Sie noch
Heinz-Dieter!
verdursten, dachte ich halt, ich bring Ihnen das Getränk!
Heinz-Dieter:
Schließlich soll es Ihnen ja nicht so gehen, wie Ihrem
Ja, Mama.
Mann und Ihrem Sohn!
(rechts ab)
Eleonre:
Eleonore:
Mein schönes Strandkleid von Lagerfeld! Wissen Sie, was
(zu Ludwig)
das gekostet hat?
Und Sie, Sie können Ihr primitives Gedankengut von mir
Ludwig:
aus weiterhin Ihrem ungezogenen Sohn beibringen!
Ach, das ist ein Kleid? Ich dachte schon, das sei ein Zelt,
Verderben Sie aber bitte nicht meine wohlerzogene
weil es so groß ist!
Familie!
Eleonore:
(setzt sich, mit sich zufrieden)
Jetzt kann ich mich umziehen! Aber Sie bezahlen mir die
Schließlich darf man sich nicht alles gefallen lassen!
Reinigung, das garantiere ich Ihnen!
Pedro, eine Sangria mit viel Wein und Früchten! Damit
(rechts ab)
ich endlich schlafen kann! Gott, diese schrecklichen
Ludwig:
Touristen!
(ruft hinterher)
(legt sich und schließt die Augen)
Ja ja, den Fetzen zieht man zweimal durch den
Pedro:
Swimmingpool, dann wird er schon wieder sauber!
Si, senora!
Pedro:
Ludwig:
(taucht wieder auf)
(leise zu Pedro)
Nun Frau Eleonore aber böse!
Die läßt du aber mich servieren!
Ludwig:
Pedro:
Die beruhigt sich schon wieder! Nach jedem Gewitter
Gerne, senor! Für eine kleine Spaß bin ich immer zu
scheint die Sonne!
haben! Aber ich sein nicht hier, falls senora nach mir
Evi:
rufen!
(von rechts)
(duckt sich hinter dem Tresen)
Opa, meint die Frau mit "alter, bornierter, anstandsloser
Ludwig:
Idiot" etwa dich?
14
Ludwig:
(Ludwig kehrt widerwillig, alle lachen)
Das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, ich habe
VORHANG
mich doch gerade eben so blendend mit ihr unterhalten.
2. AKT
Evi:
Ludwig:
Opa, solange Papa nicht da ist, kann ich es dir ja sagen.
(liegt genüßlich im Liegestuhl, trinkt ein Bier, Maria
Das ist der Pedro, von dem ich dir schon so viel erzählt
schneidet ihm mit einer großen Schere die Zehnägel)
habe.
Das ist ja überaus praktisch, daß Sie bei den Touristen
Ludwig:
gegen Bezahlung auch noch gleich Kundendienst
Das habe ich mittlerweile auch schon mitbekommen.
machen! Das ist schon lange mal wieder überfällig!
Pedro:
Maria:
(nervös)
Madonna! So dickes Nägel! Momento, Maria haben
Evi, du ihm etwa gesagt? Er wissen?
Idee!
Ludwig:
(nimmt aus ihrer Schürze eine Beißzange und zwickt)
Jawohl, er wissen! Er wissen ganz gut Bescheid! Und er
Gehen viel besser damit! Wie schneiden senor zu Hause
auch gut verstehen die jungen Leute!
seine Nägel nur?
Pedro:
Ludwig:
Evi, dann müssen wir ja nix verstecken vor ihm! Evi...
Schneiden? Hm, ich nehm halt den Winkelschleifer!
(küßt sie)
Damit geht es auch recht gut.
Ludwig:
Maria:
Nur mal langsam, freßt euch nicht gleich in den ersten
So, Nägel von Fuß haben fertig! Machen 250 Pesetas!
zehn Minuten auf, sonst habt ihr nichts mehr
Ludwig:
voneinander!
Pesetas? Ich zahl lieber in Mark! Hier sind zehn Mark,
Evi:
aber dann sind Fingernägel schneiden, Augenbrauen
Opa, bitte dem Papa nichts erzählen! Du weißt doch,
stutzen und Haare aus den Nasenlöchern zupfen auch
seine blöden Vorurteile gegen die Spanier! Ich bring ihm
dabei! Das machen wir morgen.
das schon noch selbst bei.
Maria:
Ludwig:
Das machen aber zwanzig Mark! Warum altes senor
Ich kann schweigen wie ein Grab, wenn es in diesem
wollen große Kundendienst? Haben vielleicht noch
Urlaub genug Flüssiges gibt!
etwas vor?
Pedro:
Ludwig:
(freudig)
Ja wissen Sie, ich will doch auch noch an den KKF-
Schnapse, Biere, egal was und wieviel Großpapa wollen
Strand, von den mir mein Sohn erzählt hat und da sollte
trinken! Nur machen bitte bitte "pst"!
man ja auch entsprechend aussehen.
(legt Finger auf Lippen)
Maria:
Ludwig:
Was ist KKF-Strand? Habe gehört noch nie!
Also Opa machen "pst"! Aber wo ist dein Schnapse und
Ludwig:
Biere? Opa haben große Durst!
Da, wo die Nackten liegen! Da wo man oben und unten
Maria:
"ohne" badet und sich pudelnackt sonnt! Und da muß
(von links aus Küche, hat letzten Satz wieder gehört)
man ja ordentlich aussehen, wenn man dort eine
Nix schon wieder Schnapse und Biere für alte Terroriste!
Fleischbeschau macht! Mein Sohn geht da jedes Jahr
Schon wieder hat gemacht große Schmutz und Dreck!
hin!
Jetzt aber machen wische-wische große Papa selber,
Maria:
dann erst Schnapse!
Oh schlimmes altes Terroriste wollen gehen an Playa
(drückt ihm Besen in die Hand)
nudiste? Aber glaube, das heißen FKK-Strand freies
Zack-zack, wer machen viele Schmutz, kann auch
Körperkultur! Aber Maria nix wissen, wo dabei Kultur ist,
machen sauber!
wenn Leute alles wollen zeigen, was hängt und baumelt,
15
auch wenn nix gut aussieht
wüßte! Seine Mütze, sein Kleingärtnerverein und sein
(macht Handbewegung in Richtung Ludwig)
Bier das ist alles, was für ihn zählt! Aber diesmal sag ich
Ludwig:
es ihm, ich verspreche es dir. Achtung, da kommt wer...
Ach so, FKK-Strand! Ich habe immer gedacht, das heißt
(gehen schnell auseinander, Evi setzt sich auf einen Stuhl
KKF, kaum kurze Fetzen! Ich find so einen Strand
und liest)
hervorragend, wo man nichts anziehen braucht! Lieber
Eleonore:
gar nichts mehr an, als so einen lausigen Alibi-Fetzen
(mit neuem Kleid von rechts)
unten rum, der nur zwickt!
Hoffentlich bleiben diese Widerlinge nicht allzulange.
Maria:
Mein schönes Kleid!
Wollen senor vielleicht spekulieren bei nackte senoras?
(legt sich wieder)
O la la! Altes Spanner! Senor doch viel zu alt! Wäre
Diese Hitze... Pedro, eine Sangria, ich verdurste....
vielleicht besser, wenn Maria machen bei senor mit
Pedro:
Beißzange an andere Stelle zwick-zwick,
Si, senora, Sangria kommt sofort. Oh, senora haben ja
(macht entsprechende Handbewegung)
jetzt eine noch viel schönere Kleid an. So sieht man gar
dann senor bestimmt nicht mehr brauchen sehen
nicht mehr üppige Formen....
nacktes Frau!
Eleonore:
Ludwig:
Im Grunde haben Sie ja recht! Was habe ich nicht alles
Unterstehen Sie sich! Und wenn schon graue Haare!
probiert! Trennkost, Vollwertkost, Schrotkur, und alle
Auch wenn der Gipfel schon schneebedeckt ist, kann es
Diäten, die es gibt! Und das Resultat? Bei all dem nimmt
im Tal noch grün sein.
immer nur mein Mann ab! Wie ungerecht!
Maria:
Pedro:
Oh, alle Terroriste gleich! Kommen nach Espana, wollen
Senora sollten vielleicht Diät nicht nur an Ihre Mann,
viel trinken und haben viele Frauen seien das neue
sondern an sich selbst ausprobieren.
deutsche Tugend? Maria müssen jetzt gehen an andere
Eleonore:
Arbeit! Oh, schlimme Terroriste allemagne....
Sie haben leicht reden! Ihr Spanier seid doch alle
(links hinten ab)
spindeldürr! Wie machen Sie das nur, Pedro? Kein
Ludwig:
Gramm Fett an Ihnen, Sie sind zu bewundern!
Hm, umziehen sollte ich mich ja fast noch, wenn ich
Pedro:
schon mal zu dem Strand will! Da zieh ich meine neue
Oh, senora, ist ganz einfach! Ich machen ganzes Jahr
Badehose an, die ich mir extra für diesen Urlaub gekauft
Ananas-Diät!
habe! Von wegen zwick-zwick! Die spinnt ja wohl!
Eleonore:
(rechts ab)
Ananas-Diät? Wie interessant! Erzählen Sie, wie
Evi:
funktioniert das?
(etwas zerzaust mit Pedro aus der Küche)
Pedro:
Nein, Pedro, mein Vater kommt doch gleich wieder, wir
Ist Kinderspiel! Sie dürfen einfach alles essen außer
müssen aufpassen!
Annanas, ha, ha, ha...
Pedro:
Eleonore:
Evi, du mir hast so gefehlt! Ich dich lieben.
Sie machen sich nur lustig über mich! Ich finde das
Evi:
überhaupt nicht komisch! Und wo bleibt denn nun
Ich liebe dich, heißt das. Aber das lernst du schon noch,
wieder Heinz-Dieter?
mein Schatz.
(ruft)
Pedro:
Heinz-Dieter... schrecklich, diese Hitze!
Deine Vater immer noch nicht besser zu sprechen auf
Klaus:
uns Spanier!
(mit Erika von rechts; Erika trägt alles, Handtücher,
Evi:
Kassettenrecorder, usw.; Klaus im Unterhemd und
Ach, der mit seinen blöden Vorurteilen. Wenn der nur
Shorts, er trägt nichts)
16
Das ist doch der Gipfel! Jetzt kommen wir schon
Erika Meckerer, guten Tag.
zwanzig Jahre hierher, da war dieser Bursche noch nicht
Eleonore:
mal trocken hinter den Ohren! Und ausgerechnet bei
Eleonore Pingelig, angenehm.
unserem zwanzigsten Jubiläumsurlaub gibt der uns ein
Klaus:
anderes Zimmer!
Du brauchst mit der gar keinen Tratsch anfangen!
(zu Pedro, spricht gebrochen, packt ihn am Hemd)
Heinz-Dieter:
He, Bursche! Ja, du da, wenn du nicht geben gleiches
(von rechts)
Zimmer wie in letzte neunzehn Jahre bei deine Vater, wir
Mama, du hast gerufen.
machen adios Embrios und fahren wieder nach
Eleonore:
Deutschland nach Hause, brumm brumm, gell!
Wo treibst du dich nur wieder herum, Heinz-Dieter? Sag
(macht Auto nach)
schön guten Tag, aber nur ihr. Er ist mein Sohn.
Du kapito?
Heinz-Dieter:
Erika:
Ja, Mama. Heinz-Dieter Pingelig, guten Tag.
Klaus, sei doch nicht so...
(macht Knicks)
Pedro:
Erika:
Aber senor, Sie haben gleiche Zimmer wie in den letzten
Angenehm, wir haben hier sicherlich schöne Tage
neunzehn Jahren bekommen. Zimmer ist nur jetzt
zusammen.
renoviert.
Eleonore:
Klaus:
Heinz-Dieter, setz dich neben mich und mach Wind mit
Ach so, renoviert? Glück gehabt! Dann bleiben wir halt
dem Fächer.
da, aber wenn so was nochmal vorkommt, dann reisen
Heinz-Dieter:
wir endgültig ab! Verstanden!
Ja, Mama.
Evi:
(gehorcht)
Papa, es ist doch überhaupt gar nichts vorgekommen!
Klaus:
Klaus:
(zu Pedro, gereizt)
(leise zu ihr)
Sollen wir etwa auf den Boden liegen? Im Bayerischen
Weiß ich doch auch. Aber man muß die Burschen eben
Wald gäbe es wenigstens noch Biertische zum sitzen!
einschüchtern, dann haben sie Respekt vor einem!
Evi:
Erika:
Papa, die anderen Liegestühle sind doch da hinten, so
Klaus, wo legen wir uns nur hin?
wie jedes Jahr!
Klaus:
Klaus:
Na da her, wo Platz ist! Dumme Frage!
Dann wollen wir mal!
Erika:
(holt einen, müht sich ab und will ihn aufklappen,
Aber vorhin hast du doch gesagt, da sei ein Weg.
schafft es aber nicht)
Klaus:
So blöde Dinger! Nächstes Jahr bringen wir die eigenen
Das hab ich doch nur wegen der Tante mit der
mit!
Schweißerbrille gesagt.
(klemmt sich die Finger ein)
Eleonore:
Aua, blödes Spanien! Ich habs doch gleich gesagt, daß
(fährt hoch)
wir Urlaub im Bayerischen Wald machen sollten.
Was für eine Brille, bitte?
Erika:
Erika:
(hilft ihm, so daß sie beide am Klappstuhl zerren)
(beschwichtigend)
Das sagst du schon seit zwanzig Jahren und jedes Jahr
Ach, mein Mann hat immer so flapsige Sprüche auf
fahren wir trotzdem wieder hier her. Ich find`s hier
Lager. Denken Sie sich einfach nichts dabei, er meint es
einfach schön.
wirklich nicht so.
Klaus:
(gibt ihr die Hand)
Aber in diesem Jahr ist es wirklich das allerletzte Mal,
17
das schwör ich dir!
anfaßt!
Evi:
(nimmt eine Hand voll Creme und klatscht sie unsanft
Das schwörst du in jedem Urlaub bestimmt hundertmal.
Erika auf den Rücken, cremt sie widerwillig ein)
Klaus:
Evi:
Ist doch wahr! Blöde Dinger!
Dann kannst du mir ja auch noch gleich den Rücken
(tritt mit Bein gegen Stuhl)
eincremen, bevor ich zum Strand gehe. Oder soll das
Aua, mein Meniskus! Verdammt, wir reisen ab, sofort!
vielleicht lieber der Pedro machen?
Pedro:
Klaus:
Geht doch ganz einfach, Senor.
Nix da! Der cremt dich nicht ein, der nicht! Vorher holst
(klappt Stuhl mit zwei Handgriffen auf)
du dir einen Sonnenbrand, klar!
So und so und schon steht Stuhl.
Eleonore:
Klaus:
(räkelt sich hoch)
(reißt ihm Stuhl ärgerlich aus der Hand)
Meine Güte, wie spießig! Gönnen Sie Ihrer Tochter
Das hätt ich selber auch noch hingekriegt! Dazu brauch
eigentlich überhaupt nichts? Nicht mal das eincremen
ich keinen Spanier! Blöder Klappstuhl!
durch diesen charmanten jungen Mann? Sie müssen
(knallt ihn ärgerlich auf den Boden, trifft dabei seine
wohl noch hinter dem Mond zu Hause sein. Pedro, eine
Zehe, hüpft mit schmerzverzerrtem Gesicht auf einem
eiskalte Sangria bitte!
Bein umher)
Klaus:
Auaaa, verdammt, mein großer Zeh, wir reisen ab!
Was geht denn Sie das eigentlich an? Kümmern Sie sich
(zieht sein Strumpf aus und kühlt seine große Zehe
doch lieber um sich und ihren lausigen Ersatz-Ventilator!
indem er ein Getränk drüberschüttet, das auf dem Tisch
Erika:
steht)
Klaus!
Oh, tut das gut!
Klaus:
Evi:
Was heißt da Klaus? Die da fängt doch die ganze Zeit
Papa, jetzt zieh doch bitte den anderen Kniestrumpf
an! Aber ich reg mich über die jetzt überhaupt nicht
auch noch aus und nimm endlich die blöde Mütze ab!
mehr auf, überhaupt nicht mehr! Auch nicht über ihre
Das sieht ja echt verboten aus mit deinen kurzen Hosen
Schweißerbrille und ihr dummes Geschwätz! Schließlich
und dem weißen Unterhemd! Da muß man sich ja
hab ich Urlaub. Und ein Bier trink ich jetzt auch.
schämen.
(kramt in seiner Kühlbox)
Klaus:
Eleonore:
Was geht denn dich das an, du Grünschnabel! Paß du
Bier trinken ja, das paßt auch viel besser zu Ihnen und
lieber auf dich auf! Ich hab`s dir schon mal gesagt! Die
entspricht Ihrem Intellekt.
Spanier...
Pedro:
Erika:
Senor, soll ich eine Bier bringen? Spanische Cerveza "San
Gib doch Ruhe, Klaus, wir sind im Urlaub. Creme mir
Miguel"!
lieber die Schultern ein.
Klaus:
Klaus:
(verächtlich)
Eincremen? Schmotzige Hände hol ich mir jeden Tag in
Deine Brühe kannst du von mir aus an die da verkaufen!
der Werkstatt beim Ölwechsel! Jetzt hab ich Urlaub und
Ich hab mein eigenes Bier dabei. Oh, ist das schön kühl.
will keinen Schmotz an den Fingern.
(packt seinen Krug mit Sonnenschirmchen aus, nimmt
Pedro:
Bier aus Kühlbox, schenkt ein und trinkt genüßlich)
Senora, ich kann gut cremen und massieren.
Ah, das ist ein Gefühl wie Weihnachten und Ostern an
Klaus:
einem Tag!
(springt auf)
(zu Pedro)
Das kann ich schon selber, da brauch ich keinen Spanier
Da schaust du, was? Sogar eigene Bierdeckel hab ich
dazu! So weit kommts noch, daß ein Spanier meine Frau
dabei. Schließlich muß auch das Umfeld stimmen, denn
18
das Auge trinkt mit! Ha, dein Bier taugt nicht mal, um
Erika:
daheim in unseren Schrebergärten beim
Klaus, misch dich doch nicht immer in fremde Sachen
Kleingärtnerverein die Schnecken zu ersaufen! Eurer Bier
ein. Du solltest dein Bier auch lieber stauchen, das wäre
schmeckt bestimmt gleich wie euer Essen! Willst mal von
bestimmt besser für deinen Magen. Nimm dir ein
meinem probieren?
Vorbild an ihm.
(bietet ihm eines an)
Heinz-Dieter:
Pedro:
Aber ich würde doch gerne...
No, gracias! Mein Bier schmecken genau so gut.
Eleonore:
(trinkt genüßlich ein Glas)
(scharf)
Klaus:
Würdest du nicht! Ich habe dir das schon mal erklärt! Du
(ärgerlich)
fächerst jetzt besser weiter, damit du nicht auf dumme
Hättest auch keines bekommen! Das trink ich selber!
Gedanken kommst.
Evi:
Heinz-Dieter:
Da mußt du dich aber ganz schön beeilen, wenn du in
Ja, Mama.
dieser einen Woche alle sechs Kästen Bier trinken willst!
(er gehorcht)
Und woher willst du eigentlich wissen, wie spanisches
Klaus:
Bier und Essen schmeckt? Du hast doch in all den 20
(gähnt)
Jahren noch nie was Spanisches probiert! Oh Papa, mit
Ich mach mal ein Nickerchen, schließlich mußte ich die
dir wird es auch nicht mehr besser! Ich geh mal kurz an
ganze Zeit fahren, während ihr drei entweder getratscht
den Strand.
oder geschlafen habt!
(zwinkert Pedro zu, links ab)
Erika:
Klaus:
Wir hätten dich ja gerne abgelöst. Aber du traust ja
Aber paß ja auf ! Du weißt ja, die Spanier....!
keinem über den Weg, nicht mal deiner Frau und
Heinz-Dieter:
Tochter!
Mama, langsam tut mir mein Arm weh vom vielen Wind
Klaus:
machen. Und durstig bin ich auch.
Ist ja auch besser so, wenn ich selbst fahre...Frau am
Eleonore:
Steuer - Ungeheuer...
Na gut, Heinz-Dieter, du darfst Pause machen. Pedro,
(rülpst, gähnt, zieht sich Mütze ins Gesicht, schläft
bitte ein gestauchtes Mineralwasser für ihn.
langsam ein und schnarcht laut auf)
Klaus:
Erika:
Gestauchtes Mineralwasser? Pfui Teufel! Willst du ein
(gibt ihm immer wieder Rippenstoß)
richtig kühles Bier von mir?
Klaus, reiß dich doch zusammen, was müssen denn die
Heinz-Dieter:
Leute denken! Wir sind doch hier nicht zu Hause!
(freudig)
Eleonore:
J..ja, will ich...
Ach lassen Sie nur. Männer haben einfach etwas
Eleonore:
Flegelhaftes an sich, das man ihnen leider nur schwer
(scharf)
abgewöhnen kann. Ach, wie einfach wäre es ohne sie -
Will er natürlich nicht, nicht wahr, mein Junge! Kalte
aber leider braucht die Menschheit sie zur
Getränke schaden ihm. Und Sie, verführen Sie ihn nicht
Fortpflanzung. Vielleicht gelingt der Wissenschaft ja mal
zum Alkohol! Es muß ja nicht jeder so enden wie Sie.
der entscheidende Durchbruch, um dieses Problem zu
Pedro, ein gestauchtes Mineralwasser für ihn und für
lösen!
mich eine eiskalte Sangria!
Erika:
Pedro:
Ach, ich kann meinen schon noch zu anderen Sachen
Si, senora.
gebrauchen. Er mäht den Rasen, kauft die Getränke ein,
(serviert und verschwindet dann unauffällig links ab wie
geht arbeiten! Aber das mit dem Flegelhaften kann ich
Evi)
bestätigen. Er kommt zum Beispiel heim von der Arbeit
19
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
11
Dateigröße
64 KB
Tags
1/--Seiten
melden