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Clever vernetzt – nur wie? - Bentomedia

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Branche [ Netgear ]
Clever vernetzt – nur wie?
// Stefan Kühnis
Der Wunsch ist schnell formuliert: Zu Hause sollen alle PC, Laptops, Ein- und A
­ usgabegeräte, aber
auch TV, Blu-ray Player und SAT-Receiver unter­einander vernetzt sein. Doch guter Rat ist teuer.
­Neben einer exakten Bedarfsanalyse braucht es kompetente Beratung und die richtige Technik.
W
er ein cleveres Heimnetzwerk mit
optimal passenden und geeigneten Produkten sucht, muss sich vorab diverse Fragen stellen. „Es gilt herauszufinden, was der Kunde im Speziellen genau
wünscht“, erklärt Roman Zellner. Er ist
Sales Manager beim Netzwerkspezialisten Netgear und kennt die breite Auswahl an entsprechenden Produkten und
Ansätzen genau. Für Zellner stellen sich
zentrale Fragen (siehe Kasten). Sind diese
Details geklärt, lässt sich die Palette an
Empfehlungen bereits etwas einschränken.
Einsteigerlösungen
Das Herz eines Netzwerkes ist der Router.
„Für niedrige Anforderungen würde ich
einen 300 MBit/s schnellen Router vorschlagen“, sagt Zellner, „diese Produkte
sind heute in etwa gleich teuer wie ein
150-MBit/s-Router, leisten aber doppelt
so viel.“ Für eine etwas bessere Performance und grössere Reichweite eignet
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sich ein Gerät, das auf zwei Frequenzen
(Dualband) sendet. „Wenn der Nachbar
die gleiche Frequenz belegt, können solche Router für wichtige Datentransfers
auf das andere Frequenzband ausweichen“, erklärt der Experte.
Die Wahl des Produkts und der Technik ist nur eine von drei Arten, die Reich-
Fragen rund ums Netzwerk
• Was soll das Netzwerk abdecken? Handelt es sich nur um einfache Daten, die
man zwischen den Geräten verschicken möchte, oder will man beispielsweise
laufend Musik und Filme vom PC auf den Beamer oder TV streamen?
• Wie viele Nutzer wird das Netzwerk haben? Will eine mehrköpfige Familie gleichzeitig internetbasierte Games spielen, Videos schauen und viele E-Mails verschicken können, braucht es einen höheren Datendurchsatz?
• Wie gross soll die Reichweite sein? Lebt der Kunde in einer kleineren Wohnung
reichen einige Meter. Für jemanden mit einem mehrstöckigen Haus kommen andere Produkte zum Zug.
•Gibt es bauliche Herausforderungen? In einem übersichtlichen Appartement lässt
sich das Netzwerk gut über einen WLAN-Router betreiben. Für Häuser mit mehreren Stockwerken und durch dicke Wände braucht es möglicherweise zusätzliche Lösungen.
• Welches Budget stellt sich der Kunde vor? Diese Kontrollfrage lässt Antworten
über die Realisierbarkeit in diesem Kostenrahmen sowie entsprechend angepasste Vorschläge und Angebote zu.
Home
#6-7
electronics Inside 2012
weite zu vergrössern. Es gibt auch so genannte Repeater, welche das Signal des
Routers auffangen und in bislang nicht
abgedeckte Regionen des Hauses und
Freigeländes (Garten) weiterleiten. „Als
Drittes besteht die Möglichkeit, das Router-Signal in die vorhandenen Stromleitungen einzuspeisen und mittels eines
Adapters wieder direkt aus der Steck­
dose zu beziehen und zu verteilen“, so
Zellner über das Powerline-Konzept.
Die Luxusvariante
Ist ein Netzwerk für ein grösseres Privathaus mit mehreren Etagen und grossem
Garten sowie für eine hohe und parallele
Nutzung gefragt, reicht ein WLAN-Router alleine nicht mehr aus. Normalerweise
überwindet er nur ein Stockwerk. Roman
Zellner würde deshalb im Erdgeschoss einen High-End-Router installieren und das
Signal entweder über die Stromleitung im
ganzen Haus verteilen oder eine entsprechende Anzahl Repeater platzieren, damit
man das Signal überall empfangen kann.
„Diese Lösung ist kaum fehleranfällig und
für wenig Geld realisierbar. Weil HighEnd-Router aber bereits mit 450 MBit/s
funken und PCs oder Notebooks diese Signale noch gar nicht in der ­Geschwindigkeit
verarbeiten können, braucht es zusätzlich
für alle am Netzwerk angeschlossenen Geräte einen entsprechenden USB-Adapter“,
sagt der Fachmann.
Er empfiehlt, an den Router zudem ein
Storage-Gerät anzuschliessen. Es speichert die Daten aller Geräte an zentraler
Stelle. Umgekehrt lässt sich von allen Geräten auf diese Daten zugreifen. „Durch
eine Datenspiegelung auf zwei Festplatten gewährleistet ein Storage-Gerät zudem eine hohe Sicherheit“, betont Zellner,
„geht ein angeschlossenes Gerät oder
eine Festplatte kaputt, ist nichts verloren
und das Netzwerk ist nach wie vor verfügbar.“
Die Details
Zur Person
Roman Zellner (38) ist Sales
Manager Austria & Switzerland
und seit über sieben Jahren bei
Netgear. Seine Hobbies sind
Wakeboarden und Skifahren.
Leider lassen sich nicht alle Hürden und
Hindernisse voraus sehen. „Der Fachhändler kann kein absolut perfektes Setup empfehlen“, sagt Zellner. „Auch ist es
schwierig, eine genaue Reichweite für ein
WLAN zu nennen, sie kann je nach
­Gegebenheiten zwischen 3 und 300 Metern liegen. Sind auf dieser Frequenz zu-
sätzlich ein schnurloses Telefon, Bluetooth-Funktionen oder ein benachbartes
WLAN in Betrieb, wird das System langsamer.“ Um ein optimales Netzwerk aufzubauen, muss der Kunde deshalb selber
ausprobieren und anpassen. Auf jeden
Fall sollte ihn der Fachhändler auf die Sicherheit hinweisen: Das Router-Signal
muss man verschlüsseln, damit kein ungebetener Gast Zutritt ins Netzwerk erhält. Ein weiterer wichtiger Punkt, der für
die Vernetzung der gesamten Home-Elektronik einschliesslich PCs, Tablets, Drucker usw. spricht, ist die Tatsache, dass
regelmässige Firmware-Updates über das
Internet diese Geräte auf dem neuesten
Stand der Technik hält und eventuelle
Fehler eliminiert.
Die Zukunft
Unsere beschriebene Luxusvariante würde derzeit mit weniger als 2000 Schweizer
Franken zu Buche schlagen. Eine Einsteigerlösung ist bereits für unter 100 Franken möglich. Die Zukunft wartet aber
schon mit neuen Highlights auf: „Von
Netgear kommt ein Router mit integrierter Festplatte, der ein zusätzliches Storage-Gerät bei einfachen Anforderungen
unnötig macht“, schwärmt der Sales
­Manager. „Im Herbst wird der neue Wireless-Standard 802.11 ac einen Router erlauben, der 1350 MBit/s Datendurchsatz
bietet – und bereits in zwei bis drei Jahren
rechnen wir mit Geräten mit bis zu 3000
MBit/s. Dann werden wir über WLAN
sogar höhere Geschwindigkeiten ­errei-
chen als über Kabel.“ �|
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