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Der Unterschied zwischen freiberuflicher Tätigkeit und - VDMD

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Ziegenhagen
Steuerberatungsgesellschaft mbH
Schloss Diedersdorf
15306 Vierlinden OT Diedersdorf
Dipl.-Kfm. Elmar Ziegenhagen
Steuerberater, Geschäftsführer
Telefon 0 33 46 / 85 55 – 0
Telefax 0 33 46 / 85 55 – 55
Bernd Kietzer
Steuerberater, Geschäftsführer
info@ziegenhagen.org, www.schlossdiedersdorf.com
Amtsgericht Frankfurt (Oder), HRB 4908
Der Unterschied zwischen freiberuflicher Tätigkeit und Gewerbebetrieb
Definition:
Beide, Freiberufler wie Gewerbetreibende sind selbständig tätig. Aber:
Freiberufler sind Helfer der Menschheit!
z.B. Ärzte und Zahnärzte, Rechtsanwälte und insbes. Steuerberater
Aber auch Künstler und beratende Ingenieure sind Freiberufler.
Gewerbetreibende zeichnen sich durch Gewinnstreben aus – die Gier nach Profit!
z.B. Handwerker und Kaufleute, Händler.
Steuerliche Konsequenzen:
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Gewerbetreibende müssen Gewerbesteuer zahlen - sofern ihr Gewinn 24.500 € pro
Jahr übersteigt. Diese wird zum Teil auf die Einkommensteuer angerechnet.
Freiberufler können ihren Gewinn unabhängig von Umsatz- und Gewinnhöhe im
Rahmen einer Einnahmen-Überschuß-Rechnung ermitteln. Ernsthafte Gewerbetreibende müssen Buchführung und Bilanzierung betreiben, was komplizierter und
damit bei Auslagerung (z.B. an StB) teurer ist. Weitere Vorteile: keine Forderungen
und kein Warenbestand aktivieren, aber auch keine Verbindlichkeiten und
Rückstellungen passivieren ! pagatorisches Prinzip gilt!
Freiberufler können immer Ist-Versteuerung wählen, müssen also USt nur auf
bereits erhaltene Zahlungen an das Finanzamt abführen und können trotzdem
Vorsteuern bereits bei Rechnungseingang abziehen, wenn die Voraussetzungen
vorliegen.
(Der Freiberuflerfreibetrag ist vor einigen Jahren abgeschafft worden)
Es ist somit interessant, den Freiberuflerstatus zu erlangen!
Was sind die Unterschiede:
Freiberufler zeichnen sich in der Regel durch eine besondere Ausbildung üblicher-weise ein
Studium aus! Sie üben ihre Tätigkeit selbst und eigenverantwortlich aus. Sie haben
meistens ein präzises Berufbild und eine Berufskammer.
Gewerbetreibende müssen ein Gewerbe anmelden und werden dann Mitglied der IHK,
wenn sie nicht der HWK beitreten.
Kapitalgesellschaften sind immer Gewerbebetriebe und haben keine GewSt-Freibetrag
Auf die Mitglieder des VDMD bezogen
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stellen Freiberufler z.B. einzelne Muster her, die nur als Beispiel dienen sollen,
während die Herstellung von Bekleidung (auch Einzelstücke) Handwerk und somit
Gewerbe darstellt
Provisionen sind immer Gewerbeeinnahmen
(echte) Beratungen können freiberufliche Tätigkeit darstellen
Lizenzen aus Verwertung planmäßiger Erfindungen sind Einkünfte aus freiberuflicher
Tätigkeit
Wird das Patent im eigenen Gewerbebetrieb verwertet, handelt es sich dabei um
gewerbliche Einkünfte
Nutzungsüberlassungen aus Zufallserfindungen, die nicht im Rahmen einer
freiberuflichen oder gewerblichen Tätigkeit gemacht wurden, führen zu Einkünften
aus Vermietung und Verpachtung, wobei der Verkauf von Lizenzen aus
Zufallserfindungen gar nicht steuerbar ist (private Vermögensverwaltung)
Liegen gemischte Einkünfte vor, so ist eine Trennung in freiberufliche und gewerbliche
Einkünfte möglich und bei höheren Einkünften auch sinnvoll.
Diese ist bei Einzelunternehmern unproblematisch (z.B. Kontaktlinsenstudio, Hörgerätebzw. Zahnbürstenverkauf bei Augen-, HNO- und Zahnärzten)
Bei Personengesellschaften ist eine ganz strikte Trennung notwendig, ansonsten wird alles
zu Gewerbebetrieb (z.B. Tierarztpraxis und Tierapotheke).
Sinnvoll kann auch eine Aufspaltung in freiberufliche Tätigkeit und Kapitalgesellschaft
(z.B. GmbH) sein. Dies insbes. dann, wenn die gewerbliche Tätigkeit haftungsrechtlich
problematisch ist bzw. mit einem unzuverlässigen oder unbekannten Partner zusammen
ausgeübt wird.
Hier sind die Verwaltungskosten allerdings nicht zu unterschätzen, so dass sich diese
Variante nur für umfangreichere und lukrative Tätigkeiten anbietet.
Als Alternative zur GmbH bietet sich neuerdings die Gründung einer engl. Limited an, die
bei den Gründungskosten weniger Aufwand und weniger Eigenkapital verlangt. Die laufenden Beratungskosten liegen allerdings auf ähnlich hohem Niveau wie bei einer GmbH.
Schließlich möchte ich noch die Beachtung der Regeln für korrekte Rechnungen ans Herz
legen, da bei Nichtbeachtung der Vorsteuerabzug versagt wird (Steuerhinterziehung!)
Elmar Ziegenhagen
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Bildung
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