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Der Protest blieb auf der Straße – in Ottendorf so wie anderswo

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Der Protest blieb auf der Straße – in Ottendorf so wie anderswo
Ottendorf-Okrilla bot am letzten Montag, dem 24. November, ein bekanntes Bild. Etwas über 200
Menschen folgten dem Aufruf eines Ottendorfers, um damit dem Protest gegen das diktatartige
Handeln des Landkreises Bautzen unter Landrat Harig fortgesetzte Öffentlichkeit auf der Straße
verliehen. Bislang scheinen sich weder Bürgermeister noch wesentliche Teile des Gemeinderates für
die Bedürfnisse ihrer Einwohner in der Asyl-Frage zu interessieren.
Die von der nun bemerkenswert ruhigen „Bürgerinitiative“ am 20. Oktober gestellten Fragen sind
nach wie vor offen. Dass Ottendorf infrastrukturell mit 150 Asylbewerbern weit überfordert wäre,
liegt auf der Hand, dennoch sucht der Landkreis weiter nach Unterbringungsmöglichkeiten in der
Gemeinde.
Gegen 19 Uhr eröffnete der Anmelder die Versammlung. Die Redner thematisierten den auf die
Politiker entstandenen Druck, der zum Beispiel den Innenminister Ulbig zu der Aussage bewegte,
eine Spezialeinheit der Polizei gegen kriminelle Asylbewerber bilden zu wollen. Auch schnellere
Ausweisungen sollten nun folgen. Dem aufmerksamen Beobachter können aber solche
Ankündigungen nur als leeres Wortgeklingel erscheinen vor dem Hintergrund, dass stets in
brenzligen Situationen oder vor Wahlen mit solchen Aussagen die Menschen wieder vor den
Regierungskarren gespannt wurden. Gegenüber Arbeitgeberverbänden stimmte Ulbig in der
Vergangenheit stets in das „Ausländer rein“ - Lied ein.
Deswegen muss der Protest auf der Straße bleiben, so die Redner weiter. Die Teilnehmerzahlen von
verschiedenen Demonstrationen wie in Chemnitz, Dresden, Berlin, Bautzen und anderen Städten
machen Mut. Die Zeit, in der die Bürger auf Phrasen wie von der CDU-Fraktion, das Asyl-Thema
nicht auf der Straße sondern am Tisch auszutragen, hereingefallen sind scheint endgültig vorbei. Zu
offensichtlich sind die politischen und juristischen Versteckspiele, zu offensichtlich auch die
politisch motivierten Kampagnen gegen Asylheim-Gegner in der Presse.
Mit der Ottendorfer Initiative „Wir sind Gastgeber“ hatte sich auch ein Referent in Kontakt gesetzt,
um einen verständnisorientierten Dialog in Gang zu bringen. Leider steht eine verbindliche Antwort
noch aus, aber die Initiative lies durchblicken, dass sie zuvor ein Ende der Proteste auf der Straße
wünscht – eine Bedingung, auf die sich die Demonstranten nicht einlassen werden.
Die Redner sprachen weiter die stetig steigenden Kosten durch die jetzige irrsinnige Asylpolitik an,
während einfache Deutsche mit immer mehr Bürokratie und immer weniger Unterstützung durch
die öffentliche Hand rechnen dürfen.
Eine Rednerin aus Hoyerswerda berichtete über die Chronologie der Kriminalität im dortigen
Asylantenheim. Vor allem Körperverletzungen und Sachbeschädigungen dominierten das Bild.
Auch die völlige Respektlosigkeit mancher Asylanten gegenüber deutschen Frauen und Mädchen
konnte sie authentisch durch eigenes Erleben vermitteln. Vielen Dank für die Unterstützung unseres
Anliegens aus Hoyerswerda.
Nach dem ca. einstündigen Dialog setzte sich der Protestzug hinter dem Transparent „Gegen
Spaltung – Für echten Diskurs!“ Richtung Rathaus in Bewegung. Lautstark machten die
Demonstranten ihr Anliegen publik: „Ottendorf sagt Nein – zum Asylantenheim!“ Zum Abschluss
erinnerte der Redner noch einmal an die neulich am Rathaus angebrachte Forderung: „Dialog
suchen!“. Während dies für den Bürgermeister offenbar eine leere Worthülse bleibt, wird der
Diskurs auch in Zukunft das Angebot der Protestbewegung an alle gesprächsorientierten Menschen
sein. rs
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Seele and Geist
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