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202 Stockung, genau so wie Pflanzen aus nichtvernalisierter Saat

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Physiologie.
Stockung, genau so wie Pflanzen aus nichtvernalisierter Saat. Die hohe
Temperatur hat also die Wirkung der Vernalisation rückgängig gemacht,
ein Befund, der die gleichen Feststellungen von G r e g o r y und P u r v i s
an Winterroggen bestätigt und der den Vorstellungen von L y s e n k o ,
wonach die Pflanzen während ihrer Entwicklung mehrere aufeinanderfolgende
und s t r e n g i r r e v e r s i b l e Phasen durchzumachen hätten, entgegen­
steht. Wurden die Pflanzen nicht sofort nach der Keimung in hoher Tempe­
ratur gehalten, sondern erst nach Ausbildung einiger Blätter in dieselbe
übertragen, so kamen einige zum Ährenschieben, andere nicht. Offenbar ist
die Umkehrbarkeit der Vernalisierung auf eine bestimmte Entwicklungszeit
beschränkt, vielleicht bis zum Eintritt in das nächste Entwicklungsstadium.
Lang
(Berlin-Dahlem).
Kalinkewitsch, A., Der Einfluß von mineralischer Ernährung auf den Samen­
ertrag bei Kok-Ssagyz. Ber. Allruss. Akad. landwirtsch. Wiss. 1939.
Nr. 2/3, 53—56. (Russisch.)
Bei der Blüte und Reifung der Samen von Kok-Ssagyz tritt verlang­
samte Bildung von neuen Blättern sowie teilweiser Zerfall der Eiweißstoffe
und Mobilisierung und Überführung der stickstoffhaltigen Stoffe aus den
Blättern in die reproduktiven Organe auf. Bei der Fruchtbildung vermehrt
sich die Fraktion von reduzierenden Zuckern in Blättern. Diese stellen die
aktivste und beweglichste Zuckerform dar. In den ersten Entwicklungs­
stadien der Pflanze (bis zum Beginn der Rosettebildung) benötigt sie hohe
P- und K-Gaben, während N-Gaben gering bemessen werden dürfen.
Gordienko
(Berlin).
Koperschinsky, W. W., Der Einfluß des Äthylens auf den Samenertrag der
Luzerne. Ber. Allruss. Akad. landw. Wiss. 1939. Nr. 2/3, 57—59. (Russ.)
Durch die Bearbeitung des Saatgutes mit Äthylen stieg der Samen­
ertrag rund auf das l%fache. Alle Versuchspflanzen zeitigten ein stark
entwickeltes Wurzelsystem. Ob eine Verschiebung der Entwicklungsphasen
der Pflanze durch die Behandlung des Saatgutes mit Äthylen hervorgerufen
Wird, Wurde nicht festgestellt.
Gordienko
(Berlin).
Turcin, F. W., Einfluß von Kali auf den Stickstoff- und Kohlenhydratwechscl
in der Pflanze. Arb. d. Inst. f. Düngung u. Insektofungizide. II. Stick­
stoff- und komplizierte Düngung. 1937. Nr. 136, 152—164. (Russisch.)
Beim Kalimangel wird die N-Assimilation durch die Pflanze sowie die
Synthese der Eiweißstoffe aus einfachen organischen Stickstoffverbindungen
gehemmt, und in der Pflanze häuft sich ein Überschuß an mineralischem
bzw. nicht-eiweißartigem Stickstoff an. Besonders nachteilig ist der Kali­
mangel bei ammoniakalischer N-Quelle (Vergiftung der Pflanze durch NH ).
Kalimangel bei einer Sättigung des Pflanzengewebes mit Ca bzw. mit Na
bedingt in der Pflanze erhöhten Gehalt an Glukose (Versuche mit Luzerne).
Es wird die Vermutung ausgesprochen, daß Kali bei der Dehydratation und
Polymerisation einfacher organischer Verbindungen und einfacher Kohlen­
hydrate in höhere Verbindungen mitwirkt. Die schädliche Wirkung des
Cl-Ions der Düngung wird durch den Kalimangel bedingt, da das auf dem
Umtauschwege im Boden entstehende CaCl durch die Pflanze sehr intensiv
aufgenommen wird, wodurch das Verhältnis K : Ca in dieser in die Richtung
starken Ca-Überschusses verschoben wird. Für die zum Cl toleranten Pflanzen
stellt KCl infolge seiner großen Beweglichkeit im Boden die beste Form
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der Kalidüngung dar.
Gordienko
(Berlin).
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Gesundheitswesen
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