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Bahnfahrt wie in den 50ern

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BAD BEDERKESA ENTDECKEN
Anzeigen-Sonderthema
Seite 13
Bahnfahrt
wie in den
50ern
Eine Fahrt mit der
Museumsbahn
Bremerhaven-Bederkesa
ist ein ruhiger Genuss
Ob Lokführer, Schaffner oder
Fahrgast, eines haben sie alle
gemeinsam: Nostalgische Eisenbahnen sind ihnen seit ihrer
Kindheit nicht mehr aus dem
Sinn gegangen. Und das ist
wohl auch der große Erfolg der
Museumsbahn BremerhavenBederkesa.
Wie in den 50er Jahren
rollt der Zug mit 40 km/
Stunde durch die herbstliche
Landschaft zwischen dem
Moorbad Bederkesa und der
Seestadt Bremerhaven.
Als historischer Anfang
des weltweiten Siegeszuges
der Eisenbahn wird das Jahr
1804 angesehen, als Richard
Trevithick eine Dampflokomotive in Betrieb nahm. Die
erste öffentliche Eisenbahnstrecke wurde in England gebaut und beförderte neben
Gütern auch Personen.
Die Beerster Museumsbahn befährt seit dem Jahr
2000 vornehmlich an Wochenenden in der Saison ihre
Nikolausfahrt
Zum letzten Mal in diesem
Jahr kann man mit der Museumsbahn am 10. Dezember von Bad Bederkesa zum
Bremerhavener Hauptbahnhof und zurück fahren. Unterwegs steigt sogar der Nikolaus zu und bringt den
Kindern im Zug kleine Überraschungen. (ul)
Abfahrtszeiten
Bederkesa:
9.45 und 13.45 Uhr,
Bremerhaven:
11 und 15 Uhr.
Anmeldung bis 6. Dezember
unter (0 47 45) 71 69.
Strecke bis zum Schaufenster Fischereihafen. Rund 350
Mitglieder hat der Verein
mittlerweile. „Davon zählen
etwa 20 zu den Aktiven“, erzählt der Vorsitzende des
Vereins Rolf Thien. Die Diesellok V65 versieht mit ihren
650 Pferdestärken seit einem
Jahr problemlos ihren Dienst
auf der Strecke. Heute sind
es drei Personen- sowie zwei
Gepäckwagen, die für die
Fahrt bereit gemacht werden.
Immer, wenn Fahrtag ist, hat
auch das schmucke Bahnhofsrestaurant
geöffnet.
Ganz im Stil der 50er Jahre
sind die beiden „Wartesäle“
liebevoll eingerichtet.
Es duftet nach frischem
Kaffee, Kuchen und Torten
werden gerade für den Nachmittagsansturm vorbereitet.
Auf dem Kocher steht ein
Riesentopf mit Bockwürsten,
die mittags den hungrigen
Reisenden mit Kartoffelsalat
angeboten werden sollen.
Zugleiter Rolf
Thien verkörpert
in seiner blauen
Uniform
den
sprichwörtlichen
Eisenbahner. „Dabei bin ich erst
durch
meinen
Sohn zum Eisenbahnfan geworden“, überlegt er
laut. Als dieser
mit 16 Jahren dem
Verein beitrat, hätte es ihn auch nach
und nach gepackt, erinnert er sich.
Zuerst als Schaffner, dann
als Kassenprüfer und stellvertretender
Vorsitzender,
leitet er heute den Verein.
Zugleiter Rolf Thien sorgt
für die pünktliche Abfahrt der
Museumsbahn.
Mittlerweile ist der Sommer vorbei, dennoch kriegen Bahnfreunde erneut die Chance zum Zusteigen: Die Museumsbahn
fährt in diesem Jahr noch einmal am 10. Dezember.
Fotos ul
Hobby-Eisenbahner aus Leidenschaft: Gisbert
Breitschuh bei der Fahrkartenkontrolle.
Die ersten gut gelaunten
Fahrgäste treffen ein und suchen sich ein nostalgisches
Plätzchen im Zug. „Guten
Morgen, hat schon jemand
Kaffeedurst? Ursula Glander
und Ehemann Bernd sind im
Zug für das leibliche Wohl
der Gäste verantwortlich.
Elke Schmeelk (hinten Mitte) und Willi Roes unterhalten musikalisch die Zuggäste.
10.10 Uhr, pünktlich, schrillt
die Pfeife des Zugführers
und mit einem Ruck setzt
sich die Bahn in Bewegung.
„Fahrkartenkontrolle“
tönt es sonor durch alle Abteile. Jürgen Hellwig und
Gisbert Breitschuh lochen
nach alter Manier die braunen Kartonfahrkarten. Nostalgie pur. Jeder, der bei einer
Museumseisenbahn im Betriebsdienst ist, unterliegt
den gleichen Vorgaben wie
die Mitarbeiter eines ICE“,
sagt die strenge Gesetzesvorlage.
Oben auf der Lok hat derweil Triebfahrzeugführer
Wolfgang
Kretzschmar
seinen Arbeitsplatz für
diesen Tag eingerichtet. Immer wieder lässt er die Lokpfeife an den Bahnübergängen ertönen. Inzwischen galoppiert eine Herde junger
Rinder mit dem Zug um die
Wette.
Bremsen quietschen, Türen knallen, der Zug erreicht
den Bahnhof von Drangstedt. „Schlafen kann man
hier nicht während der
Fahrt“, murmelt ein Gast.
Langsam wird es warm in
den
Abteilen.
Vielleicht
auch, weil Bernd Glander
kleine Fläschchen Eisenbahnschnaps
anbietet.
„Prost, ich muss ja heute
nicht Autofahren“, ist die
Devise. (ul)
Auf einen Blick
Museumsbahn e.V. Bremerhaven-Bederkesa
Für den Betrieb der Museumsbahn wählt der Verein bewusst
einen begrenzten zeitlichen und thematischen Rahmen.
Möglichst authentisch dargestellt wird eine norddeutsche
Nebenbahn am Ende der 50er Jahre. Dies bezieht sich sowohl auf die Auswahl des Zugmaterials als auch auf die
Gestaltung des Umfeldes. Ein Schmuckstück ist der Beerster
Bahnhof mit seiner Bahnhofsgaststätte geworden, beides
erstrahlt ganz im Stil der 50er Jahre.
Kontakt: Telefon 0 47 45/71 69
www.museumsbahn-bremerhaven-bederkesa.de
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Reisen
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