close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

10 JaHRE naCH dEm 11. sEPtEmbER 2001 WIE - Holtfort-Stiftung

EinbettenHerunterladen
9/11
10 Jahre nach dem
11. September 2001
Wie weiter?
European Center for
Constitutional
and Human Rights
Die Ereignisse des 11. September 2001 ermöglichten es den
westlichen Staaten, ihre Terrorbekämpfungs-Maßnahmen radikal
umzugestalten. Die Konferenz setzt sich mit diesen Veränderungen
auseinander. Sie soll aufzeigen, wie der ›War on Terror‹ neue
Bereiche unseres Alltags verändert, und die Schwierigkeiten derer
beschreiben, die sich für Menschenrechte einsetzen.
Das European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR)
ist eine unabhängige und gemeinnützige Menschenrechtsorganisation, die vor allem mit juristischen Mitteln arbeitet. Wir initiieren,
führen und unterstützen beispielhafte Verfahren, um staatliche und
nicht-staatliche Akteure für die von ihnen begangenen Menschenrechtsverletzungen verantwortlich zu machen. Dabei konzentrieren
wir uns auf ausgewählte Fälle, die als Präzedenzfälle zur Durchsetzung der Menschenrechte geeignet sind.
Die Konferenz bringt führende Anwältinnen und Anwälte, Expertinnen und Experten sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
zusammen, um die wichtigsten menschenrechtlichen Fragen zu
behandeln, die sich im Kontext der neuen Sicherheitsmaßnahmen
stellen, darunter:
Was wurde durch juristische Verfahren seit dem 11. September
2001 erreicht? Während einige Aspekte des ›War on Terror‹
in eindrucksvoller Weise deutlich gemacht wurden, blieben andere
(wie die Ausweitung geheimdienstlicher Tätigkeiten und der
zunehmende Einsatz präventiver Maßnahmen) weitgehend
unkommentiert. Wie können strategische Prozessführung und
politischer Widerstand darauf zugeschnitten werden, diese
neue Machtfülle wirksam zu begrenzen?
Die europäische Komplizenschaft bei den CIA-Entführungsflügen
und beim Einsatz von Folter ist weitgehend unerforscht und ohne
Konsequenzen geblieben. Die Anwendung von Terrorismuslisten
führt weiterhin zu unmittelbaren Grundrechtsverletzungen. Die
Praxis gezielter Tötungen nimmt erheblich zu, ohne dass transparent gemacht würde, wer getötet werden darf. Wie können wir
uns organisieren, um diese Praktiken ins öffentliche Licht zu
rücken und auf den Prüfstand zu stellen?
Wie sieht die sicherheitspolitische Landschaft der nächsten
10 Jahre wirklich aus? Sind freiheitliche Prinzipien (wie das der
Rechtsstaatlichkeit und der Grundrechte) der Aufgabe gewachsen,
die antifreiheitlichen Praktiken der Terrorismusbekämpfung in
Frage zu stellen?
Dies sind nur einige der Fragen, die die Konferenz behandeln wird.
Die Debatten, die wir auslösen möchten, sollen gleichzeitig die
Entwicklung möglicher Strategien für die nächsten Jahre befördern.
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind eingeladen, einen aktiven
Beitrag hierzu zu leisten.
Eintritt frei, Anmeldung erbeten unter: tenyears@ecchr.eu
Weitere Informationen und live Audiostream unter: www.tenyears.eu
ECCHR . Zossener Str. 55–58 . 10961 Berlin . T 030/40048590 . info@ecchr.eu . www.ecchr.eu
50 Jahre
Amnesty International
1961 rief der britische Anwalt Peter Benenson Menschen in aller
Welt dazu auf, gemeinsam mit anderen aktiv für die Menschenrechte zu werben – und legte so den Grundstein für Amnesty
International. Nach 50 Jahren ist daraus eine Bewegung von mehr
als drei Millionen Menschen geworden, die in 150 Ländern für
die Menschenrechte einsteht – mit Einsatz, Überzeugung und
Beharrlichkeit.
10 Jahre nach dem
11. September 2001
Wie weiter?
Fachkonferenz von
Amnesty International
und dem European
Center for Constitutional
and Human Rights
29. Juni 2011
09:00 BIS 18:30 Uhr
Passionskirche / Berlin
Eine Veranstaltung im Rahmen der bundesweiten
Diskussionsreihe ›Amnesty@50 – Perspektiven für
die Menschenrechte‹
2011 feiern wir die Idee, dass einzelne Menschen gemeinsam
viel verändern können und rufen Menschen in aller Welt dazu auf,
mit uns aktiv zu werden. Damit die Menschenrechte auch in den
nächsten 50 Jahren eine starke Stimme haben. 50 Jahre Amnesty
ist aber auch ein Grund, aktuelle Herausforderungen für den
Schutz der Menschenrechte zu diskutieren und Perspektiven für die
Zukunft der Menschenrechte in einer sich verändernden Welt zu
entwickeln. ›10 Jahre 11. September 2001‹ ist ein Teil der Diskussionsreihe ›Amnesty@50 – Perspektiven für die Menschenrechte‹,
die im zweiten Halbjahr 2011 fortgesetzt wird.
Passionskirche . Marheinekeplatz 1 . 10961 Berlin-Kreuzberg
U7 bis Gneisenaustraße; Bus 248 bis Marheinekeplatz; Bus M41 bis Gneisenaustraße
Mit freundlicher Unterstützung
50 Jahre
9/11
Programm
Fachkonferenz
29. Juni 2011
09:00 Uhr
BegrüSSung
Wolfgang Grenz (Stellvertretender Generalsekretär von Amnesty
International)
09:15 –11:15 UHR
›Spaces of Exception‹: Guantánamo,
CIA-Entführungsflüge, Folter und
Geheimhaltung
Moderation Wolfgang Kaleck (Generalsekretär des European Center
for Constitutional and Human Rights, Berlin)
Prof. Manfred Nowak (Universität Wien, ehemaliger UN-Sonderberichterstatter für Folter): Die Rechtswidrigkeit des US-Folterprogramms und die Verwertung unter Folter gewonnener Beweismittel
Cori Crider (Reprieve, London): Strategische Prozessführung in
Europa und Entschädigung von Guantánamo-Häftlingen und Opfern
von CIA-Entführungsflügen
Michael Ratner (Präsident des Center for Constitutional Rights,
New York): Terrorismusbekämpfung und Exekutivgewalt in den USA
Alice Wyss (Amnesty International, London): Das Konzept der
Geheimhaltungspflicht (»secrecy«) in Rechtsverfahren in
Großbritannien
[Kaffeepause]
11:30 –13:30 UHR
Terrorismuslisten und die Bekämpfung
der ›Finanzierung des internationalen
Terrorismus‹
Moderation Gavin Sullivan (Programmdirektor des European Center
for Constitutional and Human Rights)
Prof. Amir Attaran (Universität Ottawa, angefragt): Kernprobleme
der UN-Terrorismuslisten und Reformmöglichkeiten
Prof. Marieke de Goede (Universität Amsterdam): Gezielte Sanktionen und Konteneinfrierung als präventive Sicherheitsmaßnahmen
Prof. Bill Bowring (Birkbeck College, Universität London): Juristische Verfahren gegen Terrorismuslisten auf europäischer Ebene
Dr. Véronique Dudouet (Berghof Conflict Research, Berlin):
Auswirkungen von Terrorismuslisten auf Konfliktbewältigung und
Friedensprozesse
[MITTAGPAUSE]
14:30 –16:30 UHR
Die Ausweitung der Kampfzone:
Drohnen und gezielte Tötungen
Moderation Ben Hayes (European Center for Constitutional and
Human Rights, Berlin / Statewatch, London)
Sarah Knuckey (Center for Human Rights and Global Justice,
New York): Gezielte Tötungen und Völkerrecht
Ben Wizner (American Civil Liberties Union, New York): Die USStrategie der gezielten Tötungen und das Recht auf ein ordentliches
Gerichtsverfahren
Wolfgang Nešković (Mitglied des Bundestags, Richter am Bundesgerichtshof a.D.): Drohnenangriffe auf deutsche Staatsbürger und
politische sowie juristische Möglichkeiten der Entschädigung
Chris Rogers (Campaign for Innocent Victims in Conflict, Pakistan /
Open Society Institute, New York): Die Folgen der Drohnenangriffe
in Pakistan und Afghanistan für die Zivilbevölkerung und die
Aussichten auf Strafverfolgung
[Kaffeepause]
17:00 –18:30 UHR
Zukunftsszenarien und Strategien
für die nächsten 10 Jahre
Moderation Hannes Honecker (Republikanischer Anwältinnenund Anwälteverein)
Dr. Louise Amoore (Universität Durham): Prävention, Gebrauch
geheimer Informationen und moderne Technologien der Terrorismusbekämpfung als Herausforderung für Gesetzgebung und
Rechtsprechung
Prof. Anastassia Tsoukala (Universität Paris XI): Die veränderte
europäische Sicherheitslandschaft und Terrorismusbekämpfung
nach dem 11. September 2001
Matthew Pollard (Amnesty International, London): Grenzen und
Möglichkeiten von Menschenrechtsarbeit und strategischer
Prozessführung
Heiner Busch (Bürgerrechte & Polizei / CILIP und Grundrechtekomittee, Berlin): Sicherheit, Profiling und Datenkontrolle in
Europa
Document
Kategorie
Bildung
Seitenansichten
2
Dateigröße
570 KB
Tags
1/--Seiten
melden