close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Download Präsentation - FHS St. Gallen

EinbettenHerunterladen
Der Wert der Kinästhetik
Fachtagung Pflege – kompetent, sichtbar,
wertschöpfend
16. März 2010
Dr. Virpi Hantikainen, PhD, MNSc, Kinästhetik Trainerin Stufe 3
Projektleiterin IPW-FHS
FHS St.Gallen, Hochschule für Angewandte Wissenschaften
01.04.2011
www.fhsg.ch
© FHS St.Gallen
Mitglied der Fachhochschule Ostschweiz FHO
1
Inhalt
Bewegung
IPW-FHS
Der klinische
Schwerpunkt
„Bewegung“
Evidenz
www.fhsg.ch
© FHS St.Gallen
„Bewegung“
in der Pflege
Take
Home
Message
Kinästhetik
Mitglied der Fachhochschule Ostschweiz FHO
2
Bewegung
• Alle menschlichen Lebensaktivitäten sind mit Bewegung verbunden
• Wahrnehmung und Bewegung gehören eng zusammen…
• sie bilden die zwei Hälften der Ganzheit des Verhaltens
• Bewegung führt zu einer besseren Orientierung in Bezug auf unseren
Körper.
• Durch Bewegung treten wir in eine Beziehung zur Aussenwelt und zu
Objekten (Debrunner 1995, Feldenkrais 1996, Juhan1997).
Bewegung ist Leben – Leben
ist Bewegung
www.fhsg.ch
© FHS St.Gallen
Mitglied der Fachhochschule Ostschweiz FHO
3
Bewegungskompetenz
• ….ist die Fähigkeit, die eigene Bewegung zu
nutzen, um Herausforderungen motorischer,
kognitiver oder sozialer Natur über Bewegung
zu lösen und Situationen optimal zu gestalten.
• Die Sensibilisierung der
Bewegungswahrnehmung und die
Entwicklung der Bewegungskompetenz
können bei Menschen jeden Alters einen
nachhaltigen Beitrag zur Gesundheits-,
Entwicklungs- und Lernförderung leisten!
www.fhsg.ch
© FHS St.Gallen
Mitglied der Fachhochschule Ostschweiz FHO
4
Bewegungseinschränkungen/Immobilität Konsequenzen
Verluste
• gewohnte Körperleistung
• Aktivitäten, Lebensstil
• Soziale Rollen
• Selbstbild, Selbstbewusstsein
• persönliche Handlungsfähigkeit , Autonomie
Die Folgen sind
ein hoher
Pflegebedarf
• Verringerung von Muskelmasse und -tonus,
• Abnahme der Beweglichkeit
• Komplikationen (Sturz, Dekubitus, Kontrakturen,
Verwirrtheit, Aggression etc.)
www.fhsg.ch
© FHS St.Gallen
Mitglied der Fachhochschule Ostschweiz FHO
5
„Bewegung“ in der Pflege
Die Bewegungskompetenz/Mobilität
der Pflegebedürftigen bestimmt jede
Pflegehandlung
Die Bewegungskompetenz des
Pflegepersonals beeinflusst die
körperliche und psychische Belastung
www.fhsg.ch
© FHS St.Gallen
Mitglied der Fachhochschule Ostschweiz FHO
6
„Bewegung“ in der Pflege
• Bewegungskompetenz und
Bewegungsförderung in der
Pflege…Stellenwert??
• Pflegende müssen in der Lage sein,
• die alltäglichen menschlichen Funktionen
(Fortbewegung oder Bewegung an Ort) so
zu unterstützen oder zu übernehmen, dass
die betroffene Person ihre eigene
Bewegungskompetenz einsetzen und
wahrnehmen kann.
• Ihre eigene Bewegung so zu gestalten, dass
ihre Gesundheit nicht beeinträchtigt wird
www.fhsg.ch
© FHS St.Gallen
Mitglied der Fachhochschule Ostschweiz FHO
7
„Bewegung“ in der Pflege – einige
„Fakten“
Pflegepersonal
DRG
(Fallkostenpauschalen)
www.fhsg.ch
© FHS St.Gallen
• Die Mobilisation führt oft zu Beschwerden im Rücken und
den oberen Extremitäten der Pflegenden (Warmin et al.
2008)
• Die 12 Monatsprävalenz bei Pflegenden im USZ ergab,
dass 71 % Beschwerden oder Schmerzen im unteren
Rücken und 62 % im Nacken hatten
• Die Muskel-Skelett Beschwerden sind eine bedeutsame
Ursache der gesundheitsbedingten Arbeitsabsenzen
(Maul et al. 2005;)
• Es liegen Hinweise dafür vor, dass Mobilitätsaspekte
sowie kognitive Fähigkeiten der Patienten hohe
Erklärungskraft für den Pflegeaufwand haben können
(Arbeitsgruppe DRG und Pflege)
Mitglied der Fachhochschule Ostschweiz FHO
8
Kinästhetik (Kinaesthetics)
Der Begriff Kinaesthetics kann mit „Kunst / Wissenschaft der
Bewegungswahrnehmung übersetzt werden (www.kinaesthetics.ch)
Ziele
 Die Entwicklung der differenzierten und bewussten Wahrnehmung
der eigenen Bewegung
 Die Entwicklung der eigenen Bewegungskompetenz
 Die differenzierte Analyse menschlicher Aktivitäten
Die Fähigkeit, die eigene Bewegung im Kontakt mit
anderen Menschen so einzusetzen, dass diese in ihrer
eigenen Bewegungskompetenz bzw. in ihrer
Selbstwirksamkeit gezielt unterstützt werden
01.04.2011
www.fhsg.ch
© FHS St.Gallen
Mitglied der Fachhochschule Ostschweiz FHO
9
Evidenzlage
 Erfahrungen über Kinästhetik positiv = Kinästhetik ist
Gesundheitsfördern
 Wissenschaftliche Evidenzlage ungenügend
 Wirkung….
 Pflegepersonal?
 Patienten/Klienten?
 Pflegende Angehörige?
 Organisation?
Herausforderung für die
Forschung
Komplexe Intervention - Wie kann die
Wirksamkeit der Bewegungsförderung/kompetenz (Kinästhetik) gemessen werden?
01.04.2011
www.fhsg.ch
© FHS St.Gallen
Mitglied der Fachhochschule Ostschweiz FHO
10
Kinästhetik und körperliche Belastung des
Pflegepersonals
Institute of Occupational Health
Turku, Finland
Forschungsteam
Dr. Leena Tamminen-Peter Physiotherapists, MNSc, PhD
Dr. Virpi Hantikainen, RN, MNSc, PhD
Dr. Seija Arve, RN, MNSc, PhD
Riitta Tuomisto, RN, MNSc
01.04.2011
www.fhsg.ch
© FHS St.Gallen
Mitglied der Fachhochschule Ostschweiz FHO
11
Problem und Fragestellung

Mobilisation der Alterspatienten ist oft eine
grosse körperliche Belastung für das
Pflegepersonal
– insbesondere die Mobilisation Bett –
Rollstuhl – Bett
 Nur wenig Evidenz über die optimale
Bewegungsunterstützung
– Kann durch nach kinästhetischen Prinzipien
ausgeführte Mobilisation die Belastung auf
das Muskel-Skelets System der Pflegenden
reduziert werden? (Tamminen-Peter et al.
2002, 2005)
01.04.2011
www.fhsg.ch
© FHS St.Gallen
Mitglied der Fachhochschule Ostschweiz FHO
12
Durchführung
Projekt 1
Projekt 2
Pflegeheim/1 Station
Zentrumspital/Orthopädie, Neurologie
12 weibliche Pflegekräfte und eine
Physiotherapeutin
12 weibliche Pflegekräfte (n=6 Orthopädie, n= 6
Neurologie
Patienten (FIM Skala: weniger als 25%
Eigenaktivität)/maximale Unterstützung (2550%)
Patienten (FIM Skala: weniger als 25%
Eigenaktivität)/maximale Unterstützung (2550%)
Hemiplegie oder Schenkelhalsfraktur
Kinästhetik Grundkurs und Aufbaukurs
Ergonomische und Bewegungsförderne
Umgebung
Kinästhetik Grundkurs
Durewall Kurs
Bett-Rollstuhl-Bett Mobilisation allein oder mit
Kollegin
Bett-Rollstuhl-Bett Mobilisation allein
Vorher-Nachher Design:
Videoaufnahme
Muskelaktivität /EMG Schulter und Rücken
SOPMAS (Structure of the Observed Patient
Movement Assistance Skills)
Analyse von 118 Beobachtungen
Vorher-Nachher Design:
Videoaufnahme
Muskelaktivität /EMG Schulter und Rücken
SOPMAS (Structure of the Observed Patient
Movement Assistance Skills)
Analyse von 158 Beobachtungen
www.fhsg.ch
© FHS St.Gallen
Mitglied der Fachhochschule Ostschweiz FHO
13
SOPMAS© (Tamminen-Peter & Hantikainen)
• Die Inhalte der Kinästhetik und gängigen Grundsätze der Ergonomie
• Vier Schwerpunkte
–
–
–
–
Die Interaktion zwischen Patient und Pflegeperson
Die Bewegung des Patienten
Die Bewegung und die Ergonomie des Pflegenden
Die Nutzung der Umgebung und Hilfsmittel
• (Skalierung von 1-5; 1= geringe Fähigkeiten bis 5 = hervorragende
Fähigkeiten)
• Je nach Skalierung und Schwerpunkt sind spezifische Definitionen
beschrieben, die alle der Situation des Patientenmobilisation
angepasst sind.
www.fhsg.ch
© FHS St.Gallen
Mitglied der Fachhochschule Ostschweiz FHO
14
SOPMAS© (Tamminen-Peter & Hantikainen)
INTERAKTION
DIE BEWEGUNG DES PATIENTEN
V
- Verbale Interaktion unterstützt die Fähigkeiten des
Patienten.
-Indem Muskeln und Gelenke mit streichenden
Impulsen oder Körpersegmente mit Bewegungen
aktiviert werden, wird der Patient für die
Mobilisationen vorbereitet.
- Dem Patienten wird soviel Zeit und Raum
gegeben, wie er für seine Bewegung braucht.
- Die dem Patienten verbliebene Ressourcen
werden nutzbringend eingesetzt und ihm nur soviel
geholfen, wie er es nötig hat.
- Die Mobilisation geschieht in Zusammenarbeit mit
dem Patienten.
IV
- Der Patient wird nur verbal auf die Mobilisierung
vorbereitet. Die Handgriffe des Pflegenden sind
gut.
- Dem Patienten wird die für ihn nötige Zeit
zugestanden, nicht aber der erforderliche Raum.
- Die dem Patienten verbliebene Fähigkeit wird
eingesetzt, aber es wird ihm mehr geholfen, als er
es nötig hätte.
- Die Handgriffe sind nicht korrekt.
- Es wird zudem versucht, die dem Patienten
verbliebene Fähigkeit einzubeziehen, aber der
Patient macht nur teilweise mit.
- Die Mobiliserung erfolgt nach den Vorgaben des
Pflegenden – Manipulation, aber die technische
Ausführung ist korrekt.
- Es wird versucht, die dem Patienten verbliebene
Fähigkeit zu nutzen, aber erfolglos; schliesslich
führt der Pflegende die Mobilisierung für den
Patienten aus.
- Die Mobilisierung erfolgt nach den Vorgaben des
Pflegenden – Manipulation.
- Die Bewegung des Patienten wird mit seinen stabilen
Körpersegmenten gestützt, Gelenke und Taille
(Bewegungsräume) werden nicht blockiert.
- Das Gewicht des Patienten verlagert sich über seine
Knochenstruktur auf mehrere äussere
Unterstützungsflächen.
- Die Bewegung des Patienten ist dreidimensional, d.h.
das Gewicht verlagert sich von den oberen
Körpersegmenten in die unteren (kranial nach kaudal)
und horizontal (seitwärts)
- Der Patient beteiligt sich aktiv an der Mobilisierung,
soweit seine Ressourcen es ihm erlauben.
- Die Kontrolle über die Ausführung bleibt dem Patienten
vorbehalten.
- Die Bewegung des Patienten wird mit seinen stabilen
Körpersegmenten gestützt, Gelenke und Taille
(Bewegungsräume) werden nicht blockiert.
- Der Patient benutzt mehrere Stützflächen, aber das
Gewicht verlagert sich nicht immer über die
Knochenstruktur auf die äusseren Stützflächen.
- Die Bewegung des Patienten erfolgt dreidimensional.
III
II
I
- Der Patient erhält weder Zeit noch Raum.
- Die verbliebenen Ressourcen wie
Bewegungsfähigkeiten oder Sinnesreize werden
nicht eingesetzt.
- Der Pflegende macht alles für den Patienten
- Die Handgriffe stimulieren den Patienten nicht.
- Weder Pflegender noch Patient sind sich bewusst,
was in dieser Situation passiert
www.fhsg.ch
© FHS St.Gallen
- Der Patient kann teilweise sein Gewicht über die
Knochenstruktur tragen, z. B er kann mit mit Beinen
stehen.
- Der Pflegende unterstützt den Patienten teilweise an
den Gelenken (Bewegungsraum) und so muss der
Patient seinerseits mit unnötiger Muskelkraft eigenes
Gewicht mittragen.
-Die Füsse oder die anderen Körperteile stützen sich auf
eine Stützfläche, aber das Gewicht verlagert sich nur
teilweise über die Unterstützungsfläche, da der
Pflegende den Bewegungsraum des Patienten
(Gelenke) blockiert
- Die Richtung der Bewegung ist falsch
- Der Pflegende greift den Bewegungsraum (Gelenke)
z.B. unter die Arme, an den Nacken- oder Taillebereich.
- Der Patient verhält sich vollständig passiv. Der
Pflegende hebt das Gewicht des Patienten ohne
irgendwelche Unterstützungsflächen einzubeziehen.
BEWEGUNG UND ERGONOMIE
DES PFLEGENDEN
- Der Pflegende setzt den ganzen
Körper ein, nicht bloss seine Hände;
das Gewicht bleibt während der
ganzen Hilfestellung in der
Knochenstruktur.
- Die Bewegungen werden
dynamisch und harmonisch
ausgeführt.
- Der Pflegende setzt den ganzen
Körper ein, nicht bloss seine Hände;
das Gewicht bleibt während der
ganzen Hilfestellung in der
Knochenstruktur.
- Die Bewegungen werden nicht
harmonisch und dynamisch
ausgeführt.
- Die Kraft wird von den Füssen
verursacht, und die Bewegung
erfolgt durch die Füsse.
- Der Pflegende hebt den Patienten
zum Teil
DIE NUTZUNG DER UMGEBUNG
-Der Pflegende nutzt den einsetzbaren Raum
optimal für den Patienten wie auch für sich
selber:
- korrekte Einstellung (Höhe) des Bettes
- sinngemässe Platzierung des Stuhls
- nach Bedarf für sich selbst Raum verschaffen
- die Hilfsmittel werden korrekt und kreativ
eingesetzt
- adäquate Kleidung des Patienten
- Siehe IV
- Die Hilfsmittel werden korrekt eingesetzt,
nicht aber kreativ.
- Das Bett wird korrekt eingestellt, der
Platzbedarf und die Kleidung des Patienten
werden berücksichtigt.
- De Rollstuhl wird richtig eingestellt.
- Die Hilfsmittel werden nicht ganz richtig
eingesetzt.
- Der Pflegende hebt mit dem
Rücken und den Armen.
- Die Gewichtsverlagerung erfolgt
nur teilweise.
- Verwendet viel Kraft
- Das Bett wird korrekt eingestellt.
- Der Pflegende verschafft sich den nötigen
Raum.
- Die Kleidung des Patienten wird
berücksichtigt.
- Trotz der Notwendigkeit werden keine
Hilfsmittel eingesetzt.
- Der Pflegende hebt mit den
Schulter- und Armmuskeln (mit den
schwachen Muskeln), keine
Gewichtsverlagerung
- Mobilisation erfolgt mit flektiertem
Rücken, verwendet viel Kraft
- Statisches Heben
- Der Pflegende verschafft sich keinen Raum =
es ist eng.
- Dass die Kleidung des Patienten adäquat
sein soll, wird nicht beachtet.
- Das Bett wird nicht eingestellt und der
Rollstuhl passt nicht.
- Trotz der Notwendigkeit werden keine
Hilfsmittel eingesetzt.
Mitglied der Fachhochschule Ostschweiz FHO
15
Level 2
Level 1
Level 3
Level 4
Level 5
01.04.2011
www.fhsg.ch
© FHS St.Gallen
Mitglied der Fachhochschule Ostschweiz FHO
16
Projekt 1 : Ergebnisse
Entwicklung von Mobilisationsfähigkeiten SOPMAS
5
4
Bett-Rollstuhl-Bett
3
WC
2
Positionsänderung
im Stuhl
1
Positionsänderung
im Bett
0
Basisevaluation Zwischenevaluation Schlussevaluation
01.04.2011
www.fhsg.ch
© FHS St.Gallen
Mitglied der Fachhochschule Ostschweiz FHO
17
Projekt 1: Ergebnisse
Körperliche Belastung
FROM WHEELCHAIR TO BED
%REF
ONE NURSE
TWO NURSES
400
350
at the beginning
300
at the end
250
200
150
100
50
0
left
right
left erector
trapetzius trapetzius
spinae
www.fhsg.ch
© FHS St.Gallen
right
erector
spinae
left
right
left erector
trapetzius trapetzius
spinae
right
erector
spinae
Mitglied der Fachhochschule Ostschweiz FHO
18
Projekt 2 : Ergebnisse
Entwicklung von Mobilisationsfähigkeiten SOPMAS
Learning outcome measured by observation instrument (N=158 observations)
)
5.00
4.50
4.00
3.50
3.00
2.50
2.00
1.50
1.00
0.50
0.00
All
Neurology
Surgery
1
at the baseline
2
in between
3
at the end
01.04.2011
www.fhsg.ch
© FHS St.Gallen
Mitglied der Fachhochschule Ostschweiz FHO
19
Projekt 2 : Ergebnisse
Körperliche Belastung
µV
EMG values in different methods
160
140
120
100
80
60
40
20
0
Left trapezius
Right trapezius
Left erector
spinae
Right erector spinae
Baseline
Neurology
Baseline
Surgery
Durewall
all
Kinaesthetics
all
01.04.2011
www.fhsg.ch
© FHS St.Gallen
Mitglied der Fachhochschule Ostschweiz FHO
20
Projekt 2 : Ergebnisse
Erfahrungen der Patienten
***
Komfort
Baseline
www.fhsg.ch
© FHS St.Gallen
***
Sicherheit
Zwischenevaluation
***
Selbstkontrolle
Schlussevaluation
Mitglied der Fachhochschule Ostschweiz FHO
21
Projekt 2 : Ergebnisse
Muskelaktivität der Patienten
1. Messung
3. Messung
250
200
***
***
**
***
EMG (%)
150
100
50
0
vas.reisilihas
nousuvaihe/tukiv
Links
Phase
Aufstehen/Stehen
oik.reisilihas
vas. reisilihas
nousuvaihe/tukiv.
Rechts
Phase
Aufstehen/Stehen
1.mittaus
laskuvaihe/tukiv.
Links
Phase
Absitzen/Sitzen
oik.reisilihas
laskuvaihe/tukiv.
Rechts
Phase
Absitzen/Sitzen
3. mittaus
Bei der 1. Messung haben Patienten ihre Muskeln nicht brauchen „können“,
weil sie gehoben wurden
01.04.2011
www.fhsg.ch
Bei der 3. Messung konnten die Patienten ihre eigene Muskelaktivität
benutzen
© FHS St.Gallen
Mitglied der Fachhochschule Ostschweiz FHO
22
IPW-FHS
klinisches Schwerpunkt Bewegung
Das IPW-FHS beschäftig sich mit folgenden Fragestellungen:
- Wie kann die Bewegungsförderung in den Pflegealltag integriert
werden?
- Wie kann die Wirksamkeit der Bewegungsförderung/-kompetenz
gemessen werden?
- Welche Evidenz gibt es zum Konzept Kinästhetik?
- Was ist der Beitrag der Bewegungsförderung/-kompetenz zur
-
www.fhsg.ch
Selbstpflege
Erhalt oder Wiedererlangen der funktionalen Fähigkeiten
Prävention vom Sturz, Dekubitus, Kontrakturen
Vorbeugen des aggressiven Verhaltens
Körperliche Belastung des Pflegepersonals
Krankheitsbedingte Ausfälle
© FHS St.Gallen
Mitglied der Fachhochschule Ostschweiz FHO
23
Take Home Message
• Kompetente Bewegungsförderung ist Bestandteil professioneller
Pflege…
• Kinästhetik – Erfahrungen positiv
• Der wissenschaftliche Evaluation dieser Erfahrungen müssen sich
zukünftig Organisationen verpflichtet fühlen
www.fhsg.ch
© FHS St.Gallen
Mitglied der Fachhochschule Ostschweiz FHO
24
Mögliche Fragestellungen –
Patienten/Klienten
•
•
•
•
•
•
Welche Bedeutung hat die Interaktion und Bewegungsunterstützung nach
kinästhetischen Prinzipien für die Vorbeugung des aggressiven Verhaltens der
Alterspatienten?
Wie Wirksam ist die die
gezielte Bewegungsunterstützung nach
kinästhetischen Prinzipien für die Erhaltung/Wiederherstellung der
Bewegungsfähigkeiten und funktioneller Unabhängigkeit der Patienten mit
Bewegungseinschränkungen?
Wie müsste ein in den Pflegealltag integriertes Training aussehen, dass die
funktionelle Fähigkeiten der Patienten unterstützt und aufgebaut werden?
Kann durch die gezielte Bewegungsförderung nach kinästhetischen Prinzipien
das Entstehen der Kontrakturen bei Patienten vorgebeugt werden?
Kann durch die Positionsunterstützung nach kinästhetischen Prinzipien der
Dekubitusentstehung vorgebeugt werden?
Wie Wirksam ist die die
gezielte Bewegungsunterstützung nach
kinästhetischen Prinzipien für die Vorbeugung der Stürze?
www.fhsg.ch
© FHS St.Gallen
Mitglied der Fachhochschule Ostschweiz FHO
25
Mögliche Fragestellungen - Pflegepersonal
• Welche Rolle hat das Pflegepersonal bei der Bewegungsförderung der
pflegebedürftigen Menschen und wie wird es vom Pflegepersonal
wahrgenommen?
• Wie Wirksam ist die Kinästhetik bei der Entwicklung der Fähigkeiten
des Pflegepersonals in Bewegungsförderung der pflegebedürftigen
Menschen?
• Welche Massnahmen fördern der Einführung und Etablierung der
Kinästhetik in der Einrichtung?
• Kann durch nach kinästhetischen Prinzipien ausgeführte Mobilisation
die Belastung auf das Muskel-Skelets System der Pflegenden reduziert
werden?
• Kann durch die Arbeit nach kinästhetischen Prinzipien die
Krankheitsausfälle wegen der Verletzungen des Muskel-Skelets
System des Pflegepersonals reduziert werden?
www.fhsg.ch
© FHS St.Gallen
Mitglied der Fachhochschule Ostschweiz FHO
26
Literatur
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Debrunner, A. M. (1995). Orthopädie, Orthopädische Chirurgie. Die Störungen des Bewegungsapparates in Theorie und Praxis.
Verlag Hans Huber, Bern..
Feldenkrais, M. (1996). Bewusstheit durch Bewegung. Suhrkamp Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main.
Juhan, D. (1997). Körperarbeit. Die Soma-Psyche-Verbindung. Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf., München.
Maul, I. (2002). Long-Term Course of Musculoskeletal Disorders and Effects of Exercise Therapy in Secondary Prevention.
Dissertation. Zürich ETH, Institut für Hygiene und Arbeitsphysiologie.
Tamminen-Peter, L., Hantikainen, V., Tuomisto, R. (2003). Can improved transferring skills reduce muscle strain while assisting a
geriatric patient from wheelchair to bed? Abstracts and CD of the 14 th International Congress of The World Confederation for
Physical Therapy, 2003 Jun 7-11. Barcelona,Spain.
Tamminen-Peter, L. (2005). An ergonomic evaluation of three transfer methods. Academic Dissertation. University of Turku,
Finland. Serie C/Part 228.
Warmin, S., Precht, D.H, Suadican, P., Ebbehø, N.E. (2008). Musculoskeletal complaints among nurses related to patient
handling tasks and psychosocial factors – Based on logbook registrations. Applied Ergonomics xxx 1–8.
www.kinaesthetics.ch
www.viv-arte.de
www.fhsg.ch
© FHS St.Gallen
Mitglied der Fachhochschule Ostschweiz FHO
27
Document
Kategorie
Kunst und Fotos
Seitenansichten
7
Dateigröße
788 KB
Tags
1/--Seiten
melden