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Frage 1: Wie lässt sich der Gegenstandsbereich der

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Frage 1: Wie lässt sich der Gegenstandsbereich der
Industriesoziologie charakterisieren?
„Soziologie soll heißen: eine Wissenschaft, welche soziales
Handeln deutend verstehen und dadurch in seinem Ablauf
und in seinen Wirkungen ursächlich erklären will“ (Max Weber).
Industriesoziologie (IS)
• Abgrenzung von anderen Teildisziplinen der Soziologie
- Arbeitssoziologie
- Wirtschaftssoziologie
• Sie ist keine Soziologie der Industrie
- erfasst werden auch Dienstleistung und Verwaltung
• betrachtet wird ein „Ausschnitt sozialen Handelns“ *
„‘Soziales‘ Handeln aber soll ein solches Handeln heißen,
welches seinem von dem oder den Handelnden gemeinten
Sinn nach auf das Verhalten anderer bezogen wird und daran
in seinem Ablauf orientiert ist“ (Max Weber).
Übung zur Einführung in die Industriesoziologie
Diplom-Ökonom Tobias Wienzek
 Im Fokus steht die Entwicklung von Erwerbsarbeit im Kontext technisch-organisatorischer Veränderungen in Unternehmen als sozialer Prozess.
• Fragestellungen, d.h. IS fragt nach:
- den Organisationsstrukturen und den Formen des Technikeinsatzes im Arbeitsprozess
- den Bestimmungsgründen und Verlaufsformen des Wandels von Arbeitsprozessen
- den sozialen Folgen für die Beschäftigten
• Im Wechsel mit gesellschaftlichen Rahmenbedingungen wird
weiterhin gefragt nach:
- den gesellschaftlichen Einflüssen auf die Entwicklung des
Arbeitsprozesses und umgekehrt
- den Konsequenzen der Entwicklung des Arbeitsprozesses
für den Wandel der Gesellschaft insgesamt
Analyse von Arbeitsprozessen in Industrie, Dienstleistung und Verwaltung im Kontext gesellschaftlichen
Wandels
Übung zur Einführung in die Industriesoziologie
Diplom-Ökonom Tobias Wienzek
Konzeptioneller Rahmen
• Abstimmung und Koordination beim Handeln eigensinniger
Akteure
• Einbettung des zweckorientierten ökonomischen Handelns
(sozio-ökonomische Ordnung)
• Wechselbeziehung zwischen Ordnung und Handeln der Akteure
• Analyse wirtschaftlicher Prozesse in einer soziologischen
Perspektive
• Analyse kapitalistischer Entwicklung
Es geht um die Anwendung soziologischer Analyseperspektiven auf ökonomische Tatbestände.
Übung zur Einführung in die Industriesoziologie
Diplom-Ökonom Tobias Wienzek
Frage 2: Als eine soziologische Grundfrage wird die
nach der Konstitution sozialer Ordnungen angesehen. Um welches Problem geht es dabei?
Wirtschaftliche Prozesse: Handeln verschiedener Akteure mit
unterschiedlichen Interessen und Ressourcen (eigensinnige Akteure)  wirft Probleme auf
Lösungsansätze:
• Aufeinander abgestimmtes Verhalten (Koordination)
- In wirtschaftlicher Sichtweise wichtig und notwendig
• Wiederkehrende Handlungsmuster sozialen Handelns
- Erleichtern und vereinfachen Situationen
- Lösung von Koordinationsproblemen
- Schaffung von Verbindlichkeiten und Absprachen (Regeln,
Normierungen, Übereinkünfte)
Soziale Ordnung
Beispiel dafür: Wochenmarkt
Übung zur Einführung in die Industriesoziologie
Diplom-Ökonom Tobias Wienzek
Zentrales Ziel ist also, dass ein geregeltes, kalkulierbares, konfliktfreies und im ökonomischen Sinn effizientes Handeln zustande kommt, welches auch dauerhaft bestehen kann.
Soziale Ordnung
= Grundfrage der soziologischen Analyse der Gesellschaft,
denn Gesellschaft ist auch eine – wenn auch sehr große – soziale Ordnung.
Übung zur Einführung in die Industriesoziologie
Diplom-Ökonom Tobias Wienzek
Frage 3: Welcher soziale Zusammenhang wird mit
dem Begriff der Koordination bezeichnet?
• Hintergrund: Unterschiedliche Interessen und Machtasymmetrien der Akteure (kaufen – verkaufen)
• Handlungsprobleme (Koordinationsprobleme): Ungewissheit, Komplexität, Risiken, Dilemmata, Opportunismus,
Konflikte, Macht- und Informationsasymmetrien
• Handlungssituation ist wenig kalkulierbar – wie wird sie
kalkulierbar?
Konstitution einer kalkulierbaren Handlungssituation
(= Koordination)
…mittels sozialer Bedingungen
• Soziale Bedingungen:
o Normen, Werte
o Regeln, Gesetze
o Traditionen
o Routinen
o Institutionen, etc.
Einbettung sozialen Handelns
Beispiel: Tarifverhandlungen: Grundkonflikt von Arbeit – Kapital
Übung zur Einführung in die Industriesoziologie
Diplom-Ökonom Tobias Wienzek
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