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Kochen wie die Profis - Büngern-Technik

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RHEDE
Dienstag, 19. November 2013
268 | Bocholter-Borkener Volksblatt
BBV, 19.11.2013
RHEDE
NACHRICHTEN
Ein Blick in die Kultur Mexikos
RHEDE (sh). Einige Rheder
kennen ihn noch aus seiner Zeit als Kaplan in St.
Gudula. Heute kommt Alfons Vietmeier als Autor
nach Rhede. Er stellt um
19 Uhr im Pfarrheim St.
Gudula sein Buch „Mexiko tiefer verstehen“ vor.
Vietmeier arbeitete in
Mexiko zunächst als Pfarrer des Sozialzentrums in
Cardonal, heißt es in der
Ankündigung. 1991 wurde Vietmeier laisiert und
zog nach Mexiko-Stadt.
Er ist inzwischen verheiratet und hat zwei Töch-
ter. Bis zu seiner Pensionierung leitete er die Bildungsabteilung eines
ökumenischen Studienzentrums. Seitdem engagiert er sich in der kirchlichen, zivilgesellschaftlichen und alternativ-ökumenischen Netzwerkund Stiftungsarbeit. In
seinem Buch, so heißt es,
ermögliche Vietmeier
dem Leser „einen einzigartigen Tiefenblick in die
politische, gesellschaftliche, religiöse, kirchliche
und kulturelle Verfasstheit der Mexikaner“.
Gottesdienst zu Buß- und Bettag
RHEDE (sh). Am Mittwoch,
20. November, ist Bußund Bettag. Seit inzwischen 31 Jahren begehen
die evangelische und die
katholische Kirchengemeinde diesen Feiertag
gemeinsam – und tun das
auch diesmal wieder. Am
Mittwoch um 19 Uhr findet der Buß- und Bettagsgottesdienst im Paul-Ger-
hardt-Haus an der Nordstraße statt. Die Predigt
hält diesmal Diakon Heiner Renzel unter dem
Motto „Evangelisch oder
katholisch in den Himmel?“ Musikalisch werde
der Gottesdienst vom
neuen Kirchenchor der
evangelischen Gemeinde
mitgestaltet, kündigt
Pfarrer Michael Bruch an.
Anmelden fürs Winter-Wunderland
Bei den Ferienspielen plant der Bäkentreff auch eine
Fahrt zum Schlittschuhlaufen.
Foto: Colourbox
RHEDE (sh). Gleich zu Beginn des neuen Jahres
lädt das Jugendhaus Bäkentreff wieder ins „Winter-Wunderland“. Zwei
Tage und eine Nacht verbringen die Teilnehmer
dann mit Spielen, Kino
und Schlittschuhlaufen.
Von Montag, 6., bis
Dienstag, 7. Januar, sind
alle Mädchen und Jungen im Alter von acht bis
zwölf Jahren ins Jugendhaus eingeladen. Die jungen Besucher erwarte eine Winterolympiade mit
Bobfahren, Eiskegeln und
anderen Disziplinen,
kündigt Bäkentreffleiter
Thomas Tangelder an. Die
Wettspiele werden ent-
weder live oder am Computer und an der Wii ausgetragen. Außerdem gibt
es ein Filmabenteuer, eine nächtliche Fackelwanderung sowie eine Fahrt
zur Eissporthalle nach
Dorsten. Die Veranstaltung beginnt Dienstag
um 9 Uhr und endet am
Mittwoch um 17 Uhr. Die
Teilnahme kostet 29 Euro
inklusive Verpflegung
und Schlittschuhlaufen,
wer einen Familienpass
hat, zahlt die Hälfte. Anmeldungen sind möglich
ab Mittwoch, 20. November, während der Öffnungszeiten. Die sind
montags bis freitags von
15 bis 20 Uhr.
Geschichtenerzählerin bei KFD
RHEDE (sh). Vergangenes
Jahr musste der Abend
mit Geschichtenerzählerin ausfallen. Nun startet
die Frauengemeinschaft
Zur Heiligen Familie einen neuen Anlauf. Am
Donnerstag, 21. November, kommt Geschichtenerzählerin Brigitte Möllers , bekannt als „Ida, des
Nachtwächters Weib“ ins
Pfarrheim Zur Heiligen
Familie. Sie bringe einen
„bunten GeschichtenMix“ mit, „Wahrhaftiges
und Erfundenes, Neuzeitliches und Geschichtliches“, heißt es in der Ankündigung. Der Abend
beginnt um 19.30 Uhr, eine Anmeldung ist nicht
nötig, alle Interessierten
sind willkommen.
Selbsthilfegruppe trifft sich
RHEDE (sh). Die Selbsthilfegruppe für Menschen mit
Lebensmittelintoleranzen
trifft sich am Freitag, 22.
November. Betroffene so-
wie deren Angehörige
sind von 19.30 bis 21 Uhr
eingeladen zum Gespräch
ins Paul-Gerhardt-Haus,
Nordstraße 39.
----------------------------------------------------------------------
Kontakt
Geschäftsstelle
Hardtstraße 32 · 46414 Rhede
0 28 72 / 23 76
Fax 0 28 72 / 98 14 46
Redaktion
Sabine Hecker (sh)
Eva Dahlmann (eda)
02871/284-243
02871/284-244
vormittags: 0 28 72 / 55 33
E-Mail: redaktion@bbv-net.de
Kochen wie die Profis
Büngern-Technik öffnet „Projektrestaurant“ / Beschäftigte fit machen für den ersten Arbeitsmarkt
Von Sabine Hecker
RHEDE. In der Pfanne köcheln Rotweinzwiebeln vor
sich hin. Andrea Kuhne
rührt sie um, damit nichts
anbrennt. Auf der Herdplatte
gleich daneben brutzelt das
Kabeljaufilet.
Küchenchef
Nick Joosten wendet den
Fisch, holt ein paar Stücke
raus, legt die nächsten in die
Pfanne. Gleichzeitig hält er
die Zwiebeln im Blick und
ruft den Mitarbeiterinnen in
der Küche der BüngernTechnik Anweisungen zu.
Inklusion, Vision, Toleranz
Die Beschäftigten der Behinderten-Werkstatt stecken
mitten in den Vorbereitungen für ein „Essen der ganz
besonderen Art“. Am nächsten Montag wollen sie
100 Gästen in ihrem „Projektrestaurant“ am Stangenkamp in Büngern ein festliches Drei-Gänge-Menü servieren. Für die Beschäftigten
und Küchenchef Joosten ist
das der Höhepunkt eines
neuen Qualifizierungsprojektes.
Das heißt „InViTo“ und
steht für Inklusion, Vision
und Toleranz. Küchenchef
Joosten und seine Kollegin
Anne Rößing, die für den
Service zuständig ist, wollen
die geistig und psychisch behinderten Beschäftigten fit
machen für die Arbeit in Küche und Service. Damit die
Beschäftigten bestenfalls eine Stelle auf dem ersten Arbeitsmarkt finden, sagt Peter
Hoyer. Der Leiter des Sozialdienstes der Büngern-Technik erläutert: „Wir qualifizieren unsere Beschäftigten
nach den Bildungsrahmenrichtlinien für den Bereich
Küche und Service.“
Allerdings stoße man dabei in der Büngern-Technik
an „hausinterne Grenzen“,
zum Beispiel beim Service.
In der Werkstatt am Stan-
Sven Joosten, Küchenchef der Büngern-Technik, bereitet sich mit Andrea Kuhne (links), Pia Korte und den anderen Projektteilnehmern auf den Abend im „Projektrestaurant“ vor.
Fotos: Sabine Hecker
genkamp könnten die Projektteilnehmer nicht üben,
einen Gast zu bedienen oder
zu servieren. Deshalb startete die Büngern-Technik das
Projekt „InViTo“.
Seit Wochen üben die Teilnehmer – 15 im Service, 8 in
der Küche – für das große
Essen am kommenden Montag, zu dem die Werkstattleitung ihre Geschäftspartner
eingeladen hat.
mit ihnen zu üben. Wie man
Servietten richtig faltet, wie
Messer und Gabel gelegt
werden, in welchem Abstand zur Tischkante die Teller stehen müssen oder wie
Getränke eingeschenkt gehören.
Die Köche Lars Kathage
und Frank Mielke, die beide
in Sterneküchen arbeiten,
planten mit Küchenchef
Externe Partner helfen
Unterstützt wird das Projekt von externen Partnern,
erläutert Hoyer. So kommen
Martina Koenen und Marie
Loosen vom Restaurant Am
Erzengel seit Wochen regelmäßig in die Büngern-Technik, um den Teilnehmern im
Service Tipps zu geben und
Sven Joosten das Menü und
unterstützen die BüngernTechnik-Mitarbeiter
am
Montag. Denn dann müssen
die Projektteilnehmer nicht
nur zehn oder zwölf Gäste
bewirten – so wie jüngst
beim Probelauf –, sondern
rund 100.
Bei
den
Teilnehmern
wächst die Nervosität. Aber
vor allem mache ihnen das
Projekt Spaß, sagt Andrea
Kuhne, die auch zu Hause
„total gerne“ kocht. Teilnehmerin Pia Korte arbeitet
ebenfalls gerne in der Küche.
Tipps haben beide schon mit
nach Hause genommen.
Mehr im BBV-net
Im Raum nebenan lernen die Teilnehmer der Servicegruppe,
wie ein Tisch im Restaurant richtig gedeckt wird.
Ein Video gibt es online unter
| www.bbv-net.de/tv
Diabetes und der Schutz vor Folgeerkrankungen
St.-Agnes-Hospital lädt zur Diabetesfortbildung / Behandlung von Kindern als ständige Herausforderung
RHEDE (sh). Aus Anlass des
Weltdiabetestages lädt das
St.-Agnes-Hospital am Mittwoch, 20. November, zur
Fortbildungsveranstaltung
Diabetes ein. Ab 17 Uhr treffen sich dazu Mediziner und
andere Fachleute, aber auch
Eltern erkrankter Kinder im
Rheder Ei. Die Behandlung
von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes mellitus
Typ 1 stelle eine tägliche Herausforderung dar, schreiben
die Organisatoren Dr. Klaus
Hante, Dr. Klaus Winter und
Dr. Dirk Bierkamp-Christophersen in ihrer Einladung.
In diesem Jahr stehen
mögliche Folgeerkrankungen im Mittelpunkt der Fortbildung. Um Folgeschäden
zu vermeiden, sei es wichtig,
den Stoffwechsel richtig einzustellen. Darum soll es
auch in einer Podiumsdiskussion mit Eltern, Jugendlichen und Sprinter Daniel
Schnelting gehen.
In der Bundesrepublik seien bereits rund 25 000 Kinder und Jugendliche an Diabetes erkrankt. Die Anzahl
steige jedes Jahr um weitere
drei bis vier Prozent, insbesondere bei kleinen Kindern,
heißt es in der Einladung des
Agnes-Hospitals, das für erkrankte Kinder ein Angebot
von
Ernährungsberatung
über Physiotherapie bis hin
zur psychologischen Betreu-
ung bereithält. Die Diabetesfortbildung beginnt um 17
Uhr im Foyer des Rheder
Rathauses, wo eine Industrieausstellung rund ums
Thema stattfindet.
Um 18 Uhr spricht Herbert
Mäteling, kaufmännischer
Direktor des St.-Agnes-Hospitals. Um 18.15 Uhr stellt
Harald Harmeling die Arbeit
der Selbsthilfegruppe Diabolinos vor. Dr. Dirk BierkampChristophersen spricht ab
18.30 Uhr über „Mögliche
Langzeitfolgeerkrankung bei
Diabetes mellitus Typ 1“. Ab
19 Uhr beleuchtet DiplomPsychologin Dorothea Hartmann die „psychologischen
Aspekte von möglichen
Folgeerkrankungen“. Die Podiumsdiskussion mit Eltern,
Jugendlichen und Daniel
Schnelting ist von 19.30 bis
20 Uhr geplant, anschließend klingt die Veranstaltung mit einem Imbiss aus.
Rauer Bluesrock und witzige Sprüche
Michael Dühnfort und seinen Band Noize Boys präsentieren schnörkellose Mischung aus Blues und Rock‘n‘Roll
RHEDE. „Ein bisschen
Krach muss sein“, sagte
der Leadgitarrist Michael Dühnfort und
legte sofort los. Den
Fans im „Blues“, wo der
gebürtige Bremer mit
seiner Band The Noize
Boys gastierte, konnte
das nur recht sein. Sie
stiegen voll auf Dühnforts rauen Blues-Rock
ein und fieberten im
Takt der energetischen
Licks mit, die nichts für
schwache Nerven waren.
Dass es zwischen
Nummern wie „Don`t
talk too much“ oder
„My neighbour Alice“
zuweilen auch witzig
zuging, lag an Dühnforts Kodderschnauze –
seine nordisch-herben
Ansagen sorgten immer wieder für Lacher
im Publikum. „So, jetzt
erst mal Blutdruck
messen“, meinte der
Rocker trocken und
nahm seine Fender Te-
lecaster in die Hand,
um sie zum x-ten Male
nachzustimmen. Damit
nicht genug: Seine
Band nannte er „Lim-
burger
Domspatzen“
und stellte den Bassisten Steffen Schmidt als
„Mönch“ vor, während
Marco
Evers
am
Michael Dühnfort (links) und seine Noize Boys sorgen beim Auftritt im Blues
für gute Stimmung.
Foto: Michael Stukowski
Schlagzeug als „Novize“
durchgehen sollte.
Die lässigen Sprüche
passten zu Dühnfort,
der ein leidenschaftlicher Live-Musiker ist
und den Draht zu seinen Zuhörern braucht.
Obwohl er mit seiner
Musik – eine schnörkellose Mischung aus
Blues, Rock‘n‘Roll und
Slide‘n‘Roll – seit mehr
als 15 Jahren durch die
Lande tourt und viele
Titel geschrieben hat,
gibt es nicht ein einziges Album von ihm.
Dabei hat sein Gitarrenspiel nicht nur in
technischer
Hinsicht
Klasse.
Es ist stilistisch gut
gemixt, erinnert an
Bluesheroes wie Rory
Gallagher oder Alvin
Lee und verzichtet ganz
auf großspurige Gesten,
wie man sie bei anderen Rockformationen
gewohnt
ist.
Dass
Dühnfort neben den
Powerchords, die er bei
Stücken wie „Don`t
waste my time“ oder
„Travel over the Post“
spielte, auch die sanfteren Töne beherrscht,
zeigte das melodiöse
„She sucks me like a
honeybee“. Und als er
den vibrierenden „Boogie heel“ mit den Worten „Do you feel the
Boogie“ vorstellte, hagelte es während der
Nummer Zwischenrufe
und Schreie unter den
Fans. Der Gig bewies,
dass die Freunde von
hartem Bluesrock eben
oft wie eine große Familie auftreten.
Michael Stukowski
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