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Einführung: Wie sehr liegt deutschen Autofahrern die Umwelt am

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PS-Faszination oder CO2-Panik?
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit dem ersten mobile.de Autobarometer, dem Informationsdienst für Journalisten, wollen wir Ihnen einen schnellen Überblick
über das Geschehen in der Automobilbranche geben. Von jetzt ab wollen wir für Sie alle drei Monate spannende Themen
beleuchten und Anregungen für die Redaktion liefern: Knappe Berichte, ergänzt durch Interviews mit anerkannten Experten und
weiterem interessantem Material vom Internet-Fahrzeugmarkt mobile.de – seien es Zahlen und Fakten oder Kommentare von
Händlerseite.
Die ökologische Umgestaltung der Kfz-Steuer ist im Autoland Deutschland heftig umstritten. Bemerkenswert ist, dass die
Autoindustrie die höhere Steuerbelastung für Altautobesitzer befürwortet - das könnte schließlich den stockenden NeuwagenAbsatz ankurbeln. Hinter dem Streit steckt die Frage, wie viel dem deutschen Autofahrer eigentlich zuzumuten ist: Ist er bereit,
zum Wohle des Klimas tiefer in die Tasche zu greifen – und in welche? Oder handelt es sich bei der Klimadiskussion nur um eine
Scheindebatte, die den Verbraucher gar nicht weiter berührt? Schließlich wirbt die Industrie weiterhin mit automobilen
Eigenschaften wie Schnelligkeit, Kraft und Leidenschaft. Was treibt den deutschen Autofahrer- CO2-Panik oder PS-Faszination?
Dieser Newsletter lebt von der gemeinsamen Begeisterung fürs Auto – deshalb freuen wir uns über Ihre Anregungen und Kritik.
In der Hoffnung, Ihnen exklusive und hilfreiche Informationen an die Hand gegeben zu haben, wünsche ich Ihnen viel Spaß
beim Lesen.
Peter F. Schmid
Geschäftsführer mobile.de
Inhaltsübersicht:
Einführung: Wie sehr liegt deutschen Autofahrern die Umwelt am Herzen?
Trend „Öko-Auto“ unter die Lupe genommen
Der VCD im Interview: „Die Industrie muss anbieten, der Kunde aber auch kaufen“
Jung von Matt im Interview: Umwelt-Trends in der Auto-Werbung
Aus Händlersicht: „Öko-Autos“ im Vertrieb
Werkstattbericht: Autogas-Umrüstung
Kommentar: „Wir brauchen Anreize für klimafreundliches Verhalten“
Einführung: Wie sehr liegt deutschen Autofahrern die Umwelt am Herzen?
Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der DEVK zum Weltumwelttag am 5. Juni 2008 bewerten 92,2 der Deutschen
Klimaschutzaspekte als wichtigstes Entscheidungskriterium beim Autokauf. Zugleich stieg die Zahl der Neuzulassungen von
Geländewagen im Zeitraum von Januar bis einschließlich Mai 2008 nochmals um 7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
Wie passt das zusammen? Klar ist, dass die scheinbar homogene Gruppe der „Autofahrer“ in viele Teilgruppen zerfällt, wenn man
die Details betrachtet.
So setzt sich der Trend zum Kleinstwagen immer stärker fort – viele Autofahrer bevorzugen zumindest in der Stadt die „Minis“.
Die Motive vermischen sich hier: Den Käufern geht es häufig um die Wendigkeit und Parkplatztauglichkeit, um die Benzinkosten
und das Klima gleichzeitig. Im Smart sitzen nicht selten die „LOHAS“, die neue Zielgruppe, die einen „Lifestyle Of Health And
Sustainability“ pflegt.
Zeitgleich wird mit großem Werbedruck weiterhin die Nachfrage nach den Sport- und Geländewagen angeheizt – oder folgen die
Hersteller den Bedürfnissen der Autofahrer? Viele Autokäufer wollen mit dem Auto auch einen gewissen Lifestyle erwerben, für sie
haben Bequemlichkeit, Flexibilität und Image den Vorrang. Nicht nur in den Nobel-Stadtvierteln holen die Mütter ihre Kinder mit
dem Geländewagen vom Kindergarten ab. Ein SUV gibt Sicherheit, ein Sportwagen demonstriert Jugendlichkeit und Dynamik.
„Den Autokäufer“ gibt es nicht. Aber es gibt unterschiedliche Markt-Teilnehmer, die ihre eigenen Erfahrungen mit diesem
flüchtigen Wesen gemacht haben. Wir haben Hersteller, Händler und Werbefachleute befragt, wie sie den deutschen Autofahrer
einschätzen.
Ausgewählte Zahlen aus der Zulassungsstatistik des Kraftfahrtbundesamtes (Mai 2008)
• Minis
+ 26,7 %
• Kleinwagen
+ 0,7 %
• Kompaktklasse
+ 10,7 %
• Mittelklasse
+ 3,2 %
• Oberklasse
- 11,0 %
• Luxusklasse
- 1,7 %
• Sportwagen
- 19,0 %
• Vans
- 1,3 %
• Geländewagen
+ 7,7 %
Die Mai-Zulassungszahlen der jeweiligen Nummer-1-Modelle in den Segmenten in absoluten Zahlen sowie der Anteil
gewerblicher Halter in Prozent:
• Minis
Smart Fortwo
2.893
40,3 %
Opel Corsa
6.962
70,5 %
VW Golf, Jetta
19.590
57,7 %
Mercedes C-Klasse
8.750
53,1 %
BMW 6er
345
84,6 %
Mercedes S-Klasse
821
91,4 %
VW Touran
4.510
68,2 %
Mercedes SLK
1.381
40,8 %
VW Tiguan
2.946
40,3 %
• Kleinwagen
• Kompaktklasse
• Mittelklasse
• Oberklasse
• Luxusklasse
• Vans
• Sportwagen
• Geländewagen
CO2-Emissionen (Presseinfo des KBA vom 23.02.2007):
• Durchschnitt im Jahr 2006:
172,5 g/km
• Senkung bei den Benzinern seit 1998:
11 %
• Ein kontinuierlicher Anstieg des durchschnittlichen CO2-Ausstoßes bei den Dieselmotoren seit 2002, dazu beigetragen hat
auch ein deutlicher Zuwachs im Segment „Geländewagen“
Weitere Infos unter www.kba.de
Trend „Öko-Auto“ unter die Lupe genommen
Bei einer Anzahl von 1,3 Mio. Fahrzeuginseraten finden Kaufinteressenten bei mobile.de auch die
derzeit sparsamsten Pkw laut VDA, Verband der Automobilindustrie e.V. Die aufgeführten Fahrzeuge
sind nicht nur nach Verbrauch und CO2-Ausstoß ein Maß für kostengünstiges und umweltbewusstes
Fahren. Im Hinblick auf die nahende Umstellung der Kfz-Steuer 2010 werden Autofahrer zusätzlich
sparen können. In knapp zwei Jahren sollen dann die Pkw in Steuerklassen nach CO2-Ausstoß
unterteilt werden statt wie bisher nach Hubraumgröße.
Bild: VCD / Andreas Labes
Auswahl sparsame Modelle laut VDA und Anzahl der Angebote bei mobile.de:
• Smart Fortwo 30 kW
(Diesel, 95 g/km)
• VW Polo 1,4 TDI DPF
(Diesel, 99 g/km)
1.532 Angebote
760 Angebote
• Daihatsu Cuore 1.0
(Benzin, 104 g/km)
238 Angebote
• Toyota Prius
(Hybrid, 104 g/km))
144 Angebote
• Citroen C1
(Benzin, 109 g/km)
109 Angebote
• Honda Civic
(Hybrid, 109 g/km)
93 Angebote
• Opel Combo cng
(Erdgas, 133 g/km)
106 Angebote
(Stand Anfang Juni 2008, insg. rund 1,3 Mio. Angebote)
Schon jetzt findet vor dem Hintergrund der Preisentwicklung an den Zapfsäulen ein erstes Umdenken bei den Fahrzeugsuchenden
statt. Dies zeigt eine Trendauswertung des meistbesuchten Internet-Fahrzeugmarktes mobile.de. So sinkt seit Anfang dieses
Jahres die Nachfrage nach Diesel-Fahrzeugen kontinuierlich. Nachfolgend ist der Zusammenhang von Dieselpreis-Entwicklung und
Anzahl der Suchanfragen nach Fahrzeugen mit Diesel-Motoren bei mobile.de dargestellt:
Jan 08
Feb 08
Mär 08
Apr 08
Mai 08
Preis Normalbenzin €/l
1,38 €
1,39 €
1,42 €
1,44 €
1,49 €
Preis Diesel €/
1,26 €
1,28 €
1,33 €
1,36 €
1,46 €
Nachfrage nach Diesel-Fahrzeugen
59,20%
58,90%
57,90%
54,10%
50,20%
Nachfrage nach Diesel-Fahrzeugen
38,50%
39,60%
40,60%
44,00%
47,70%
Der VCD im Interview: „Die Industrie muss anbieten, der Kunde aber auch kaufen“
Für Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD, hat die deutsche
Autoindustrie einen frühzeitigen Einstieg in die Spritspartechnik versäumt. Nun ist sie
ebenso zum Handeln verpflichtet wie ihre Kunden. Im Gespräch mit mobile.de macht
Lottsiepen klar: Nur mit neuen Techniken und klugem Fahrverhalten zugleich können die
Klimaziele erreicht werden. Zum Interview
mobile.de: Mit welchen politischen Mitteln sollte der CO2-Ausstoß aus Ihrer Sicht gesenkt werden?
Lottsiepen: Wir brauchen einen europaweit verbindlichen CO2-Grenzwert von 120g/km für 2012 und 80g/km für 2020. Zusätzlich
muss die Regierung nationale Maßnahmen ergreifen:
- Eine ambitionierte Neufassung der Kfz-Steuer, die sich am CO2-Ausstoß orientiert. Dies sollte sich aber nur auf Neuwagen
beziehen.
- Eine schlüssige und realitätsnahe Verbrauchskennzeichnung für Neuwagen, orientiert an der Grundfläche eines Fahrzeugs.
- Eine Änderung der Dienstwagenbesteuerung.
- Das Tempolimit auf Autobahnen von 120km/h.
mobile.de: Wo steht die deutsche Autoindustrie im Vergleich zum internationalen Wettbewerb?
Lottsiepen: Sie steht relativ schlecht da. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß aller in Deutschland verkauften deutschen Fahrzeuge
liegt bei etwa 170g/km, der europaweite Schnitt bei 160 g/km. Die deutschen Hersteller haben es versäumt, frühzeitig auf
Spritspartechnik zu setzen und diese vor allem in ihren Massenmodellen einzubauen.
mobile.de: Was verspricht mehr Erfolg bei der Senkung der Umweltbelastung: Neue Technologien im Auto oder
geänderte Verhaltensweisen des Autofahrers bzw. -käufers?
Lottsiepen: Nur beides zusammen kann die notwendige Klima-Entlastung bringen: Die Industrie muss sparsame Autos anbieten,
der Kunde muss sie kaufen und dann auch noch überlegt nutzen und sparsam fahren.
mobile.de: Das Klima ist in aller Munde - doch ist der deutsche Autokäufer wirklich willens, im persönlichen Bereich
Konsequenzen zu ziehen?
Lottsiepen: In Umfragen bekunden die deutschen Autokäufer immer wieder, dass der Verbrauch eines der wichtigsten Kriterien
sei. Gekauft wird aber – noch – nicht das jeweils sparsamste Modell einer Klasse. Hier könnten allerdings die weiter steigenden
Spritpreise nachhelfen.
mobile.de: Sollte ich meinen Gebrauchten stilllegen, um ein ökologisch günstigeres Neufahrzeug zu kaufen?
Lottsiepen: Die Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, da sie stark vom derzeitigen Fahrzeug mit seinen
Umwelteigenschaften und dem Nutzungsprofil abhängt. Aus Gründen des Klimaschutzes und der Schonung der Energievorräte ist
es jedoch meist sinnvoll, ein Altauto mit hohem Verbrauch durch ein neues mit deutlich niedrigerem Verbrauch zu ersetzen.
Jung von Matt im Interview: Umwelt-Trends in der Auto-Werbung
Christian Hupertz, Geschäftsführer bei Jung von Matt und Chefberater für Mercedes-Benz,
spricht mit mobile.de über Emotionalität und Sparsamkeit. Er sieht den Autokäufer
differenziert: Sportwagenkäufer entscheiden emotional, während Käufer von Kompaktoder Mittelklassewagen häufig auch auf die Kosten achten müssen. Die steigenden
Benzinpreise dürften dabei stärker zur Verbreitung umweltfreundlicher Autos beitragen
als der Appell ans schlechte Gewissen. Zum Interview
mobile.de: Warum werden in Anbetracht der Klima-Diskussion überhaupt noch SUVs und Sportwagen gekauft?
Hupertz: Vor allem Sportwagen sind ein hoch emotionales Produkt, dessen Kauf per se schon mal eine
„Unvernunftsentscheidung“ vorausgeht. Hier sind die Bedürfnisse nach Fahrspaß, Prestige und individueller Differenzierung
sicherlich noch so stark ausgeprägt, dass die Umweltaspekte – wenn überhaupt – nur eine Nebenrolle spielen. Beim SUV verhält
es sich ähnlich. Lifestyle- und Sicherheitsbedürfnisse dominieren hier die Kaufentscheidung. Zudem gibt es ja bereits heute SUVs
mit umweltverträglicheren Antriebskonzepten oder sie stehen kurz vor der Markteinführung, zum Beispiel von Mercedes die MKlasse und der GL mit Bluetec-Technologie.
mobile.de: Hat das schlechte Gewissen eine Auswirkung auf die Kaufentscheidung?
Hupertz: In Einzelfällen mag das vorkommen. Insgesamt wird es aber eher ein weiteres, bestätigendes Argument für jemanden
sein, der sich sowieso überlegt, auf ein „vernünftiges“ Auto umzusteigen.
mobile.de: Auto-Werbung mit "grünen Argumenten": Würden Sie als Werber gerne mehr machen – oder müssen Sie
die Hersteller im Öko-Eifer bremsen?
Hupertz: Der überwiegende Teil der Nachhaltigkeitswerbung ist gekennzeichnet durch Austauschbarkeit, Ideenlosigkeit und
Aktionismus. Dabei gibt es Studien, die aufzeigen, dass gerade in diesem Feld Raum für eine kreative Avantgarde ist, die dann
auch ihre Wirkung entfaltet. Daraus ergibt sich: Öko-Eifer ja, aber nur dann, wenn es erstens glaubwürdige Produktanlässe und
Botschaften gibt, die jeder kritischen Prüfung Stand halten. Zweitens sollten diese dann langfristig und in verschiedenen Facetten
kommuniziert werden und sich dabei kreativ vom grünen Mainstream absetzen.
mobile.de: Können aus Ihrer Sicht „CO2-Strafsteuer“ und hohe Benzinpreise zur Verbreitung umweltfreundlicher
Autos beitragen?
Hupertz: Sicherlich merklich spürbarer als das „schlechte Gewissen“. Wobei man hier unterscheiden muss: Für einen
Sportwageninteressenten, der einen sechsstelligen Betrag für seinen Blech gewordenen Traum ausgibt, wird es relativ
bedeutungslos sein, ob die Tankfüllung 50 Euro mehr kostet oder er einmal im Jahr X Euro mehr Kfz-Steuer zahlen muss. Käufer
von Kompakt- oder Mittelklassewagen hingegen werden eher auf entsprechende Autos umsteigen – dies vermutlich aus Gründen
der Sparsamkeit und nicht nur aus purer Umweltliebe. Interessant ist hier auch das Verhalten von Flottenkunden, also
Unternehmen, die einen größeren Fuhrpark haben. Diese werden sicher aus gesellschaftspolitischen sowie Kostengründen
zunehmend auf umweltfreundlichere Fahrzeuge setzen.
mobile.de: Glauben Sie, dass es auch in 10 Jahren noch Auto-Werbung gibt, die Leistung, Sportlichkeit und
Schnelligkeit in den Mittelpunkt stellt?
Hupertz: Wenn das Brüsseler Regulierungsmonster bis dahin nicht alles verhindert, verbannt oder verboten hat, was die
genannten Themen angeht, werden diese auch weiterhin eine Rolle spielen. Womöglich dann in einem direkten UmweltVerträglichkeits-Kontext, wenn dies das Produkt hergibt.
Aus Händlersicht: „Öko-Autos“ im Vertrieb
Etwa ein Drittel seiner Kunden möchte mit dem Autokauf aktiv zur Verringerung der Umweltbelastung beitragen - das schätzt
Frank Wiemer, Verkaufsleiter beim Berliner Toyota-Autohaus M.C.F. Motor-Company, im Dialog mit mobile.de. Für Toyota dürfte
sich zumindest bei den Modellen mit dem Öko-Image das Marketing mit Umweltargumenten ausgezahlt haben. Zum Interview
Interview mit Frank Wiemer, Verkaufsleiter bei der Berliner M.C.F. Motor-Company Fahrzeugvertriebs GmbH, einem der großen
Toyota-Autohäuser in der Hauptstadt:
mobile.de: Welche Rolle spielt die Klima-Thematik bei Ihnen im Verkauf?
Wiemer: Eine große! Toyota hat nach einer aktuellen Studie das beste Umwelt-Image unter den Autoherstellern. Der Prius gilt
als das Hybrid-Auto schlechthin.
mobile.de: Halten Sie die Klimadiskussion nur für eine politische Erscheinung, oder haben die Käufer wirklich ein
echtes Interesse am Klimaschutz?
Wiemer: Ich würde schätzen, dass etwa ein Drittel unserer Kunden sich intensiv mit dem Thema CO2-Ausstoß
auseinandergesetzt hat und mit dem Kauf eines Toyotas aktiv etwas zur Verringerung der Umweltbelastung beitragen möchte.
mobile.de: Wie bewerben Sie das Thema?
Wiemer: Unser Importeur Toyota Deutschland ist hier sehr aktiv. So unterstützt er etwa als Hauptsponsor die Aktion "Plant for
the Planet". Diese Initiative von Schülern aus ganz Deutschland will eine Millionen Bäume pflanzen. Aber auch wir als Händler
haben im Autohaus Aufsteller und andere Werbemittel platziert, die auf die niedrigen CO2-Werte hinweisen. Im Mittelpunkt
stehen da natürlich der Prius, aber auch der Toyota Aygo mit einer kombinierten CO2-Emission von nur 109 g/km.
mobile.de: Lohnt sich die Werbung mit Umwelt-Argumenten?
Wiemer: Bei den genannten Modellen sicher. Aber bei hubraumstarken Fahrzeugen mit weniger vorbildlichen CO2-Werten setzen
wir natürlich andere Schwerpunkte.
mobile.de: Wirkt sich die Klimadiskussion auf Ihre Umsätze aus?
Wiemer: Beim Prius auf jeden Fall.
mobile.de: Und welche Entwicklung prognostizieren Sie für die Zukunft?
Wiemer: Der CO2-Ausstoß ist ja direkt verknüpft mit dem Spritverbrauch – und bei der abzusehenden Preisentwicklung für
Treibstoffe wird dieser Themenbereich auch weiterhin sehr wichtig bleiben.
Werkstattbericht: Autogas-Umrüstung
Marc Juntermanns, Spezialist für die Autogas-Umrüstung von Mercedes-Fahrzeugen, erlebt einen harten Preiskampf in seiner
Branche. Im Gespräch mit mobile.de berichtet er, lohnend sei nur die Umrüstung von bei ihm gekauften Neufahrzeugen. Doch
seit der Spritpreis explodiert ist, kommt er der Nachfrage kaum nach. Zum Interview
Interview mit Marc Juntermanns vom Autohaus Juntermanns aus Korschenbroich, Mercedes-Benz-Partner und Fachbetrieb für
Autogasanlagen:
mobile.de: Sie sind auf die Autogas-Umrüstung von Mercedes-Fahrzeugen spezialisiert. Wie entwickelt sich das
Geschäft?
Juntermanns: Bei der Nachrüstung ist seit längerem ein harter Preiskampf entbrannt. Viele Kunden wählen den billigsten
Anbieter, ohne auf die Einbauqualität zu achten. Wegen der niedrigen verbleibenden Verdienstspanne rüsten wir derzeit nur noch
Fahrzeuge nach, die bei uns gekauft wurden. Als zusätzliches Angebot beim Fahrzeugverkauf ist die Autogas-Umrüstung für uns
aber unentbehrlich.
mobile.de: Wie aufwendig sind die Beratungsgespräche zur Umrüstung auf Autogas?
Juntermanns: Die Beratungsgespräche sind sehr aufwendig, etwa 30 Minuten bis hin zu 1,5 Stunden sind die Regel. Wir bieten
zusätzlich eine Infoseite im Internet, die fast alle offenen Fragen auch nach Dienstschluss beantwortet.
mobile.de: Lassen sich viele potenzielle Autogaskunden von den hohen Umrüstkosten abschrecken?
Juntermanns: Bis vor kurzem waren die Benzinpreise noch nicht hoch genug, die Nachfrage war eher gering. Seit ein paar
Wochen geht natürlich die Post ab.
mobile.de: Stellt die geringere Dichte von LPG-Tankstellen für Interessenten einen Hinderungsgrund dar?
Juntermanns: Es gibt mittlerweile genügend Tankstellen. Man kann komfortabel in Urlaub fahren, ohne "blechen" zu müssen.
mobile.de: Sind Autogasfahrer glücklichere Menschen?
Juntermanns: Vielleicht, vielleicht nicht. Sie sind aber auf jeden Fall aktivere Autofahrer. Sie denken mit.
Kommentar: „Wir brauchen Anreize für klimafreundliches Verhalten“
Stefan J. Gaul, Senior Director Sales & Advertising bei mobile.de:
"Die Hersteller haben ihre Hausaufgaben gemacht, schon jetzt bieten sie echte Sparmodelle
mit niedrigen CO2-Werten an. Sie sind im Handel allerdings noch keine Selbstläufer. Hersteller
und Verbände müssen hier noch kräftig Überzeugungsarbeit leisten, wenn tatsächlich eine
nachhaltig spürbare Verhaltensänderung beim Autokäufer erreicht werden soll. Darüber hinaus
müssen die Fahrzeuge für den Kunden auch erschwinglich bleiben. Es gibt auch schon
zahlreiche Hybrid-Modelle und andere Autos mit alternativen Antrieben, wie z. B. Erdgas oder
Elektroautos, aber bisher hält sich auch hier die Nachfrage in Grenzen. Bei mobile.de suchen
gerade einmal 2,1 Prozent der Kaufinteressenten nach Autos mit alternativen Antrieben. Das
Interesse ist zwar geweckt, doch die Technologien sind teilweise noch nicht ausgereift oder für
viele Autofahrer immer noch nicht erschwinglich. Aber auch bei den herkömmlichen
Kraftstoffen, Diesel und Benzin, findet ein Umdenken statt. Seit Jahresbeginn ist zum Beispiel
die Nachfrage nach Dieselfahrzeugen auf mobile.de um 9 Prozent gesunken, dies wird sich
langfristig auch auf die Restwerte von Dieselfahrzeugen auswirken. Auch bei den
Umweltplaketten schneiden insbesondere ältere Diesel-Fahrzeuge generell schlechter ab.
Während diese Fahrzeuge häufig nur eine gelbe Umweltplakette bekommen, dürfen SUVs mit
20 Liter Verbrauch weiterhin in die Innenstädte fahren und bekommen eine grüne Plakette.
Diese unterschiedlichen Bewertungskriterien verwirren die Verbraucher. Es müssen Anreize
geschaffen werden, die den Autofahrer bei der hohen Start-Investition in einen sauberen
Neuwagen unterstützen. Dann wird er - gerade bei den aktuellen Kraftstoffpreisen - schneller
umsteigen und somit seinen Teil zur Senkung der CO2-Emissionen beitragen. Zunehmend
bedenken Kaufinteressenten die finanzielle Belastung beim Unterhalt sowie den möglichen
Restwert beim Wiederverkauf des Wagens. Es wäre wichtig, dass sie hier eine verlässliche
Planungsgrundlage haben und nicht weiter verunsichert werden, wie z. B. durch die aktuelle
Kfz-Steuer Diskussion. Dann wird sich auch die Erkenntnis, dass es verdammt cool ist, in
einem sparsamen "Öko-Auto" mit minimaler Umweltbelastung zu sitzen, schneller in allen
Bevölkerungsschichten ausbreiten."
Schlussverweise
Wir freuen uns auf Ihre Anregungen und Kritik zu diesem Newsletter an autobarometer@achtung.de. Weiteres Material stellen wir
Ihnen nach Möglichkeit gerne zur Verfügung. Wir knüpfen auch gerne den Kontakt zu Interviewpartnern oder ausgewählten
Händlern aus unserer Datenbank.
Aktuelle Pressemitteilungen von mobile.de
Wachstumsmarkt Nutzfahrzeuge: Angebot bei mobile.de steigt um fast 50 Prozent
Berlin/Dreilinden, 5. Juni 2008 - Das Nutzfahrzeuggeschäft befindet sich im Aufwärtstrend und macht auch vor dem OnlineHandel nicht Halt: Innerhalb eines Jahres verzeichnete der Internet-Fahrzeugmarkt mobile.de ein Wachstum an
Händlerangeboten von 48 Prozent. Dabei sorgt vor allem der rege Ost-West-Handel für den Höhenflug der Branche. Die
vollständige Pressemitteilung steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung.
01.06.2008
28.04.2008
07.04.2008
Hip-Hop im Ford, Volksmusik im Mercedes
Studie CAR-Institut: mobile.de ist Marktführer unter den Internet-Fahrzeugmärkten
Mit neuem SMS-Service von mobile.de direkter Draht zum Käufer
Weitere Informationen und die vollständigen Pressemitteilungen von mobile.de finden Sie hier.
Pressekontakt
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Fax.: +49(0)30-8109-7490
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Dieser Newsletter ist ein Service der mobile.de & eBay Motors GmbH
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Geschäftsführer: Peter F. Schmid
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