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Wie gesund sind unsere Kinder?
Ausgewählte Ergebnisse der KiGGS-Studie
Heike Hölling & KiGGS Study Group
Robert Koch-Institut, Berlin
vdek-Zukunftspreis 2014
Was ist eigentlich gesund?
Projekte zur Gesundheitsbildung von Kindern und
Jugendlichen
Berlin, 14. Oktober 2014
KiGGS Welle 1 - Ergebnisse
KiGGS-Kindergesundheit
vdek-Zukumftspreis 2014
Heike Hölling
14.10.2014
Einschätzung des allgemeinen
Gesundheitszustandes
 Nach Elterneinschätzung weisen 94% der Kinder und Jugendlichen
(3-17 Jahre) einen sehr guten oder guten und 6% einen mittelmäßigen,
schlechten oder sehr schlechten allgemeinen Gesundheitszustand auf
 Das Risiko für einen mittelmäßigen bis sehr schlechten allgemeinen
Gesundheitszustand ist bei Kindern mit niedrigem sozioökonomischen
Status im Vergleich zu denen mit hohem sozioökonomischen Status um das
3,7-fache für Jungen und das 3,4-fache für Mädchen erhöht.
KiGGS-Kindergesundheit
vdek-Zukumftspreis 2014
Heike Hölling
14.10.2014
Allgemeiner Gesundheitszustand von 3- bis 17jährigen Kindern und Jugendlichen (Lampert et al. 2014)
Schlecht
Mittelmäßig
0,7%
5,7%
Schlecht
Sehr schlecht
Mittelmäßig
0,2%
5,5%
0,5%
Sehr schlecht
0,1%
Gut
Sehr gut
Gut
Sehr gut
41,0%
52,4%
42,9%
50,9%
Mädchen
Jungen
Lampert T et al. (2014) Bundesgesundheitsblatt 57:762-770
KiGGS-Kindergesundheit
vdek-Zukumftspreis 2014
Heike Hölling
14.10.2014
Einschätzung der gesundheitsbezogenen
Lebensqualität
 Die gesundheitsbezogene Lebensqualität wird sowohl von den Eltern der
7- bis 10-Jährigen als auch von den 11- bis 17-Jährigen selbst überwiegend
als sehr gut oder gut eingeschätzt (94-96%)
 Körperliche Erkrankungen, Schmerzen, psychische Auffälligkeiten und ein
niedriger sozioökonomischer Status gehen mit Einschränkungen in der
gesundheitsbezogenen Lebensqualität einher.
KiGGS-Kindergesundheit
vdek-Zukumftspreis 2014
Heike Hölling
14.10.2014
Gesundheitsbezogene Lebensqualität (Kidscreen -10- Index)
Beispiel 11- bis 17-Jährige (Selbstangaben)
100%
90%
80%
70%
60%
50%
40%
Gering
30%
Gut
20%
Sehr gut
Unauffällig
Grenzwertig
Auffällig
Psychische
Auffälligkeiten (SDQ)
Keine
Einmalig
Wiederholt
Schmerzen
Nicht eingeschränkt
Eingeschränkt (MEHM)
Einschränkung
Hoch
Mittel
Niedrig
Gesamt
0%
Sozialer Status
10%
Ellert et al. Bundesgesundheitsblatt 2014 57:798-806
KiGGS-Kindergesundheit
vdek-Zukumftspreis 2014
Heike Hölling
14.10.2014
Gesundheit
 Gesundheit als „Stadium des Gleichgewichts von Risiko- und
Schutzfaktoren, das heißt Bewältigung sowohl der inneren
(körperlichen und psychischen) als auch der äußeren (sozialen und
materiellen) Anforderungen gelingt“. *
 Gesundheitliche Beeinträchtigungen von Kindern und Jugendlichen
heute müssen auch auf ein möglicherweise gestörtes Gleichgewicht
von Risiko- und Schutzfaktoren zurückgeführt werden.
 Risiken für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu
identifizieren, sie zu minimieren oder abzubauen heißt
dementsprechend auch, Schutzfaktoren zu stärken, zu unterstützen
und wirksam zu machen.
*Hurrelmann, K (2000). Gesundheitssoziologie. Weinheim: Juventa 2000; 94
KiGGS-Kindergesundheit
vdek-Zukumftspreis 2014
Heike Hölling
14.10.2014
Neue Morbidität (Schlack HG, 2004)
Verschiebung von den akuten zu den chronischen Erkrankungen
• z.B. chronische Krankheiten wie Asthma, Allergien oder
Adipositas
Verschiebung von den somatischen zu den psychischen Störungen
• Entwicklungs- und Verhaltensstörungen wie z.B. Lernstörungen,
Aufmerksamkeits- und Aktivitätsstörungen, Gewaltbereitschaft,
emotionale Störungen, Suchtmittelmissbrauch
Die „neue Morbidität“ wird zu einem großen Teil von Störungen der
Entwicklung, der Emotionalität und des Sozialverhaltens bestimmt.
KiGGS-Kindergesundheit
vdek-Zukumftspreis 2014
Heike Hölling
14.10.2014
Feldarbeit: 15. Mai 2003 bis 06. Mai 2006






Untersuchung und Befragung
167 Studienzentren besucht
17.641 Kinder und Jugendliche
0-17 Jahre
8.985 Jungen und 8.656 Mädchen
Response 66,6%
Wiederteilnahmebereitschaft > 90%
KiGGS-Kindergesundheit
vdek-Zukumftspreis 2014
Heike Hölling
14.10.2014
KiGGS Welle 1: 2009-2012
Erste Wiederholungsbefragung, Juni 2009 bis Juni 2012
Einladung von 26787 Familien
Telefonische Interviews, Dauer ca. 30 Minuten
Sorgeberechtigte, Kinder/Jugendliche ab 11 Jahre, Volljährige
Nettostichprobe:
• 0- bis 6-Jährige:
4.455
• 7- bis 17-Jährige:
7.913
• 18- bis 24-Jährige: 3.494
Insgesamt: 15.862
KiGGS-Kindergesundheit
vdek-Zukumftspreis 2014
Heike Hölling
14.10.2014
Übergewicht und Adipositas
Erhebung: Messen (Körpergröße) und wiegen (Körpergewicht).
Body-Mass-Index (BMI) = Gewicht in kg / Größe in m2
Definition von Übergewicht und Adipositas gemäß Referenzdaten
(Kromeyer-Hauschild et al. 2001):
•
Übergewicht BMI > 90. Perzentil
•
Adipositas
BMI > 97. Perzentil
Allgemeiner Befund
•
15% der Kinder und Jugendlichen Alter von 3 bis 17 Jahren sind übergewichtig,
davon 6% adipös (800 000 von 1,9 Mill. übergewichtigen Kinder und Jugendlichen)
•
Jungen und Mädchen sind gleichermaßen betroffen
Zunahme gegenüber den Referenzdaten von
1985-1999 um 50%.
KiGGS-Kindergesundheit
vdek-Zukumftspreis 2014
Heike Hölling
14.10.2014
Übergewicht, Rauchen und Fernsehkonsum
körperlich aktiver und inaktiver Jugendlicher
50
Jungen
Mädchen
Prozent
40
30
20
10
0
Übergewicht
Rauchen
Fernsehen >
3 Std./Tag
Körperlich aktiv: mind. 3-mal pro
Woche
KiGGS-Kindergesundheit
Übergewicht
Rauchen
Fernsehen >
3 Std./Tag
Körperlich inaktiv: weniger als 1-mal pro
Woche
Lampert et al. 2007
vdek-Zukumftspreis 2014
Heike Hölling
14.10.2014
Prävalenz psychischer Auffälligkeiten (SDQGesamtproblemwert) bei 11- bis 17-Jährigen
nach BMI-Gruppen
KiGGS-Kindergesundheit
vdek-Zukumftspreis 2014
Heike Hölling
14.10.2014
Psychische Auffälligkeiten (SDQ)
Gesamtproblemwert (Elternbericht 3 bis 17 Jahre)
grenzwertig
7,5%
auffällig
7,2%
•Emotionale Probleme
•Verhaltensprobleme
•Hyperaktivitätsprobleme
•Peerprobleme
85,3%
unauffällig
n = 14.478
Fast jedes 7. Kind in Deutschland zeigt psychische Auffälligkeiten
KiGGS-Kindergesundheit
vdek-Zukumftspreis 2014
Heike Hölling
14.10.2014
Psychische Auffälligkeit (SDQ-Gesamtproblemwert „auffällig“
und Subskala „Emotionale Probleme“, Elternurteil) nach
Geschlecht und Sozialstatus 3 bis 17 Jahre
14
12,6%
12,2%
12
9,7%
10
9,0%
8,6%
8,5%
%
8
6,4%
6
6,4%
5,3%
4
3,5%
2
0
Gesamtproblemwert
Emotionale Probleme
Merkmale psychischer Auffälligkeiten (SDQ)
Mädchen
Jungen
Sozialschicht hoch
Sozialschicht mittel
Sozialschicht niedrig
Jungen weisen insgesamt häufiger psychische Auffälligkeiten auf als Mädchen.
Mädchen haben häufiger emotionale Probleme.
Psychische Auffälligkeiten treten häufiger in der unteren Sozialschicht auf.
KiGGS-Kindergesundheit
vdek-Zukumftspreis 2014
Heike Hölling
14.10.2014
KiGGS Welle 1: Psychische Auffälligkeiten /
psychosoziale Beeinträchtigungen
 Bei 20,6% der Kinder und Jugendlichen
(3 bis 17 Jahre) bestehen Hinweise auf
psychische Störungen
KiGGS0 (2003-2006)
KiGGS1 (2009-2012)
25
 Jungen (23,4%) sind dabei häufiger
betroffen als Mädchen (16,9%)
20
 Häufigkeit seit der KiGGS-Basiserhebung
(2003 bis 2006) unverändert, jedoch
tendenziell Zunahme der Risikogruppe
durch Kinder und Jugendliche mit
niedrigem SES
15
%
 Bei 12,4% der Kinder und Jugendlichen
mit psychischen Auffälligkeiten sind
zusätzlich deutliche bzw. massive
Beeinträchtigungen im sozialen und
familiären Alltag zu verzeichnen.
10
5
0
Hölling H et al. (2014) Bundesgesundheitsblatt 57:807-817
KiGGS-Kindergesundheit
vdek-Zukumftspreis 2014
Heike Hölling
14.10.2014
Chronische Krankheiten
Jedes sechste Kind im Alter von 0 bis 17 Jahren hatte nach Angaben der Eltern
eine lang andauernde chronische Krankheit oder Gesundheitsprobleme
(16% aller Kinder und Jugendlichen)
Chronische Krankheit oder
Gesundheitsproblem (Prävalenz, %)
25,0
20,0
15,0
Jungen
10,0
Mädchen
5,0
0,0
0-2
3-6
7-10
11-13
14-17
Ein Fünftel dieser von den Eltern als chronisch krank bezeichneten Kinder
(3% aller Kinder und Jugendlichen) hatten gesundheitsbedingte
Einschränkungen, Dinge zu tun, die die meisten Gleichaltrigen tun können
Neuhauser H et al. (2014). Bundesgesundheitsblatt 57:779-788
KiGGS-Kindergesundheit
vdek-Zukumftspreis 2014
Heike Hölling
14.10.2014
Gemeinsames Frühstück mit der Familie
pro Woche
Nie
Nie
<1 mal
6-7 mal
6-7 mal
<1 mal
3-5 mal
1-2 mal
1-2 mal
3-5 mal
6-11-Jährige
12-17-Jährige
Mensink G, Richter A, 2007
KiGGS-Kindergesundheit
vdek-Zukumftspreis 2014
Heike Hölling
14.10.2014
Gemeinsames Abendessen mit der Familie
pro Woche
<1 mal Nie
Nie
<1 mal
1-2 mal
1-2 mal
3-5 mal
6-7 mal
6-7 mal
3-5 mal
6-11-Jährige
12-17-Jährige
Mensink G, Richter A, 2007
KiGGS-Kindergesundheit
vdek-Zukumftspreis 2014
Heike Hölling
14.10.2014
Vergleich mit Empfehlungen: 6-11-Jährige
Getränke
Getränke
Obst
Obst
Gemüse
Gemüse
kohlenhydratreiche
Lebensmittel
kohlenhydratreiche
Lebensmittel
Milchprodukte
Milchprodukte
Fleisch
Fleisch
Süßwaren,
Knabberartikel und
Limonade
Süßwaren,
Knabberartikel und
Limonade
0
100
200
300
400
500
600
% der optimiX-Verzehrsmengen
0
100
200
300
400
500
600
% der optimiX-Verzehrsmengen
Jungen
Mädchen
Mensink G, Richter A, 2007
KiGGS-Kindergesundheit
vdek-Zukumftspreis 2014
Heike Hölling
14.10.2014
Vergleich mit Empfehlungen: 12-17-Jährige
Getränke
Getränke
Obst
Obst
Gemüse
Gemüse
kohlenhydratreische
Lebensmittel
kohlenhydratreiche
Lebensmitttel
Milchprodukte
Milchprodukte
Fleisch
Fleisch
Süßwaren, Knabberartikel
und Limonade
Süßwaren, Knabberartikel
und Limonade
0
100
200
300
400
% der optimiX-Verzehrsmengen
500
600
700
0
100
200
300
400
% der OPTIMIX-Verzehrsmengen
500
600
700
Jungen
Mädchen
Mensink G, Richter A, 2007
KiGGS-Kindergesundheit
vdek-Zukumftspreis 2014
Heike Hölling
14.10.2014
Getränkearten
100%
8
8
18
20
9
2
90%
80%
17
5
6
Limonade
25
70%
60%
27
27
21
alkoholische Getränke
19
50%
Kaffee und Tee
Limonade
Obst- und Gemüsesäfte
40%
Wasser
30%
47
20%
45
50
46
Wasser am wichtigsten
10%
0%
Mädchen
6-11 Jahre
Jungen
6-11 Jahre
Mädchen
12-17 Jahre
Jungen
12-17 Jahre
Mensink G, Richter A, 2007
KiGGS-Kindergesundheit
vdek-Zukumftspreis 2014
Heike Hölling
14.10.2014
Fazit - Verzehrsgewohnheiten
• Jugendliche trinken ausreichend, Kinder müssten die
Getränkemenge noch erhöhen.
• Der Anteil von Limonade an der Getränkemenge zu hoch.
• Es werden zu wenige pflanzliche Lebensmittel (vor allem
Gemüse, Brot und Kartoffeln) verzehrt.
• Mit zunehmenden Alter werden zu viele fettreiche tierische
Lebensmittel gegessen.
• Es werden deutlich zu viele Süßigkeiten verzehrt.
KiGGS-Kindergesundheit
vdek-Zukumftspreis 2014
Heike Hölling
14.10.2014
Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Kern-,
Eineltern- und Stieffamilien: Gewichtete Prävalenzen
0%
Allg. Gesundheitszustand
(mittel - sehr schlecht)
Chronische Krankheit
Emotionale und Verhaltensprobleme (SDQ-Gesamtwert)
Gesundheitsbezogene
Lebensqualität (gering)
Obst- und Gemüseverzehr
(<2 Portionen/Tag)

20%
40%
60%
Kernfamilie
5,9%
7,8%
7,9%
n.s.
16,2%
22,4%
18,6%
***
8,3%
17,4%
19,7%
***
Einelternfamilie
Stieffamilie
3,7%
6,9%
10,2%
Rao-ScottTest
***
38,9%
46,4%
51,3%
*
***
Bei allen Outcomes – außer der allg. Gesundheit – zeigen sich signifikante
Unterschiede in den Prävalenzen nach Familienform.
P < 0,05
**
P < 0,01
***
P < 0,001
Rattay P et al. (2014) Bundesgesundheitsblatt 57:860-868
KiGGS-Kindergesundheit
vdek-Zukumftspreis 2014
Heike Hölling
14.10.2014
Gesundheitsförderung

Gesundheitsförderung umfasst Maßnahmen und Aktivitäten, mit denen
die Stärkung der Gesundheitsressourcen und -potenziale der Menschen
erreicht werden soll. Sie beschreibt den Prozess der Befähigung von
Menschen, ihre Kontrolle über Determinanten der Gesundheit zu erhöhen
und somit dessen Gesundheit zu stärken. Gesundheit wird dabei in einer
ganzheitlichen Sichtweise als körperliches, psychisches und soziales
Wohlbefinden definiert, das durch individuelle, soziale und gesellschaftliche
Hintergründe beeinflusst wird. Gesundheit ist also weniger ein Zustand oder
Ziel, als vielmehr eine Ressource des täglichen Lebens. Sie ist laut der
Bangkok-Charta der WHO aus dem Jahre 2005 der Weg zu einer höheren
Lebensqualität.
KiGGS-Kindergesundheit
vdek-Zukumftspreis 2014
Heike Hölling
14.10.2014
These: Wie gut das einzelne Kind mit seiner
Lebenssituation zurechtkommt, hängt von seinen
Schutzfaktoren ab und zeigt sich in der selbst
wahrgenommenen Lebensqualität
KiGGS-Kindergesundheit
vdek-Zukumftspreis 2014
Heike Hölling
14.10.2014
Protektive oder Schutzfaktoren
Personale Schutzfaktoren wie positives
Temperament, Selbstwirksamkeitserwartung,
Zielorientierung, realistische Selbsteinschätzung,
Autonomie, Sozialgefühl, positives Selbstwertgefühl
Familiäre Schutzfaktoren wie Kohäsion, sichere
Bindung, positives Familienklima, Wärme, Harmonie,
Fehlen von Vernachlässigung
Soziale Schutzfaktoren wie soziale Unterstützung,
Erwachsene als Rollenmodelle, Kontakte zu
Gleichaltrigen
KiGGS-Kindergesundheit
vdek-Zukumftspreis 2014
Heike Hölling
14.10.2014
Schutzfaktoren und Adipositas
Gesamt; Altersgruppe 11-17 Jahre
90
**
80
**
**
70
60
MW
50
40
30
20
10
0
Personale Ressourcen
Familiäre Ressourcen
Keine Adipositas
Soziale Ressourcen
Adipositas
*p>0,05; **p>0,01; ***p>0,001
Signifikante Unterschiede zwischen Adipösen und Nicht-Adipösen in
allen drei Ressourcenbereichen (Gesamt).
KiGGS-Kindergesundheit
vdek-Zukumftspreis 2014
Heike Hölling
14.10.2014
Adipositas und Lebensqualität
Gesamt; 11-17 Jahre
90
n.s.
**
***
80
***
***
***
70
***
60
MW
50
40
30
20
10
0
Körper
Psyche
Selbstwert
Familie
Keine Adipositas
Freunde
Adipositas
Schule
Total
*p>0,05; **p>0,01; ***p>0,001
Adipöse unterscheiden sich signifikant von Nicht-Adipösen in allen
Dimensionen der Lebensqualität außer in der Dimension Familie.
KiGGS-Kindergesundheit
vdek-Zukumftspreis 2014
Heike Hölling
14.10.2014
Psychische Auffälligkeit (SDQ)
und Schutzfaktoren (personal, sozial, familiär)
Fragen:
81,2%
90
1.
„Wenn ein Problem auftaucht,
kann ich es aus eigener Kraft
meistern.“
2.
„Es gibt jemanden, der mir zuhört“
80
66,4%
70
60
50
2)
40
19,4%
30
14,2%
11,3%
20
6,5%
3.
10
„Wir kommen wirklich gut
miteinander aus.“
0
nie/selten
manchmal
oft/immer
SDQ-grenzwertig/auffällig
60
53,4%
60
62,8%
70
SDQ-unauffällig
50
50,3%
42,0%
38,0%
35,4%
50
40
36,1%
40
30
22,7%
21,3%
30
20
15,9%
13,5%
20
10
3)
1)
8,6%
10
0
0
stimmt nicht/kaum
stimmt eher
stimmt nicht/kaum
stimmt genau
stimmt eher
SDQ-grenzwertig/auffällig
SDQ-grenzwertig/auffällig
stimmt genau
SDQ-unauffällig
SDQ-unauffällig
Fragen nach Schutzfaktoren werden von Kindern mit psychischen Auffälligkeiten (SDQ)
deutlich ungünstiger beantwortet als von nichtauffälligen Kindern.
KiGGS-Kindergesundheit
vdek-Zukumftspreis 2014
Heike Hölling
14.10.2014
Psychische Auffälligkeit (SDQ-Gesamtproblemwert,
Elternurteil)
und Familienklima (Selbsturteil)
(Altersgruppe: 11-17 Jahre)
30
***
25
20
%
16,4%
15
8,2%
10
5
9,4%
7,3%
0
unterdurchschnittlich
defizitär
*** p<0,001
SDQ-grenzwertig
SDQ-auffällig
Psychische Auffälligkeiten (SDQ) sind mit einem defizitären Familienklima assoziiert.
KiGGS-Kindergesundheit
vdek-Zukumftspreis 2014
Heike Hölling
14.10.2014
Psychische Auffälligkeit (SDQ)
und Lebensqualität (KINDLR) im Selbstbericht
75
73,7
72,6
70
67,7
64,9
Mittelwert
65
60
55
50
Gesamt
SDQ-normal
SDQ-grenzwertig
SDQ-auffällig
Kinder mit psychischen Auffälligkeiten haben eine geringere
gesundheitsbezogene Lebensqualität.
KiGGS-Kindergesundheit
vdek-Zukumftspreis 2014
Heike Hölling
14.10.2014
Fazit:
 Personale, familiäre und soziale Ressourcen stellen Schutzfaktoren für die
Gesundheit dar und können den aus einer benachteiligten Lebenslage
resultierenden Belastungen und Risiken entgegenwirken!
 Weitere Sensibilisierung für Gesundheitsprobleme fördert das Erkennen
von gesundheitsbezogenen Risiken
 Wirksame Prävention und Intervention kann Ressourcen entwickeln,
erhalten oder wieder herstellen
 Erhalt und Ausbau präventiver und interventiver Konzepte und Maßnahmen
muss in hohem Maße gesellschaftliches Anliegen sein
 Elternkompetenz stärken, d.h. Eltern in ihrer natürlichen Kompetenz im
Umgang mit ihren Kindern unterstützen
 Umwandlung von "Komm"- in "Geh"-Strukturen
 Verbesserung der Aus- und Weiterbildung von pädagogischen,
sozialpädagogischen und behördlichen Fachkräften
 Erreichen hoher Qualitätsstandards bei der Umsetzung
gesundheitsfördernder Maßnahmen in der pädagogischen Arbeit
KiGGS-Kindergesundheit
vdek-Zukumftspreis 2014
Heike Hölling
14.10.2014
Vielen Dank für
Ihre
Aufmerksamkeit!
Korrespondenzadresse:
Heike Hölling
Studienleiterin KiGGS Wellen
Robert Koch-Institut, Berlin
Abteilung für Epidemiologie und Gesundheitsmonitoring
HoellingH@rki.de
Phone: 030/18754-3223
KiGGS-Kindergesundheit
vdek-Zukumftspreis 2014
Heike Hölling
14.10.2014
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