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(St. Galler Tagblatt / Freitag, 15. Februar 2013 / Kultur) Einmal wie

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(St. Galler Tagblatt / Freitag, 15. Februar 2013 / Kultur)
Einmal wie ein Lehrer arbeiten
«Comenius»-Teilnehmer: Berufsfachschullehrer Harald Wegmüller (links) und Projektleiter Bernhard Pellet
(zweiter von links) mit den Projektmitarbeitenden. (Bild: Samuel Rothenfluh)
Pionierprojekt in Rorschach: Als erste Schweizer Schule nimmt das Berufsbildungszentrum RorschachRheintal mit drei weiteren europäischen Schulen am EU-Programm Comenius teil.
SAMUEL ROTHENFLUH
RORSCHACH. Das Berufsbildungszentrum Rorschach-Rheintal (BZR) ist die erste Schweizer Schule, die
am europäischen Bildungsprogramm Comenius teilnimmt. Das Programm soll die Qualität der europäischen
Schulbildung verbessern, Sozial- und Fachkompetenzen und den interkulturellen Austausch der Schüler
fördern.
Aufträge im Ausland
Vor zwei Jahren starteten die BZR, die staatliche Gewerbeschule Werft und Hafen in Hamburg, die
Berufsschule Ried in Österreich und die Stredna priemyselna skola dopravna in der Slowakei mit ihrem
Projekt. Das Projekt heisst «Qualitätsentwicklung des Schulunterrichts in der Logistikausbildung». Im
Rahmen dieses Projekts reisen die Schüler an die verschieden europäischen Schulen, um in ihrer Gruppe
Projektaufträge zu bearbeiten. Bernhard Pellet, Projektleiter und Abteilungsleiter technische Berufe, sagt:
«Das Projekt war bis jetzt ein grosser Erfolg. Und wir sind natürlich erfreut darüber, dass wir schweizweit die
erste Schule sind, die an diesem Programm teilnimmt.»
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Selbständiges Arbeiten
«Die Schüler lernen bei diesem Projekt wie ein Lehrer zu agieren. Zudem lernen sie mit diversen
Präsentationswerkzeugen umzugehen», sagt Harald Wegmüller, Berufsfachschullehrer und
Projektmitarbeiter. Die Schüler sollen lernen, sich selbständig in ein Thema einzuarbeiten und die
Erkenntnisse zu präsentieren.
Kritische Zuschauer
Diese Woche fand in Rorschach eine Präsentation zum Thema «Transport» statt. Die Präsentation
behandelte Themenfelder wie Transportplanung, Vor- und Nachteile der verschiedenen
Transportmöglichkeiten und entsprechende Kostenvergleiche. Die Präsentation verlief einwandfrei, und die
Gruppe stellte regelmässig Fragen an das Publikum, das aus Mitschülern und Lehrmeistern bestand. Doch
nicht nur sie stellten Fragen. Die Gruppe musste sich den kritischen Fragen der anwesenden Lehrmeister
stellen. Zum Schluss gab noch jeder der Zuhörer ein Feedback zur Präsentation ab. Die meisten Zuschauer
äusserten sich positiv. «Man merkt, dass sich die Schüler intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt
haben», sagte Wegmüller am Schluss der Präsentation.
Berufsmobilität ist Trumpf
«Ich habe viele neue Leute anderer Herkunft kennengelernt und konnte Einblicke in das Bildungswesen
anderer europäischer Länder gewinnen», sagt Gruppenmitglied Cornelia Kuenz aus Ried in Österreich.
Ähnliches sagen auch ihre Gruppenmitglieder. Im Juni wird der letzte Termin stattfinden. Die Projektgruppe
wird nach Ried reisen, um dort ihren Abschlussbericht zu verfassen. Was haben die Schüler bis jetzt gelernt
? «Die Schüler haben jetzt viel weniger Hemmungen, wenn sie ins Ausland reisen, da sie nun zwei Jahre
Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Schülern aus verschiedenen Ländern Europas sammeln konnten.
Berufsmobilität ist heute sehr wichtig, da Europa immer mehr zusammenwächst», sagt Wegmüller.
Ausserdem hätten die Schüler den Umgang mit diversen Informatik-Tools wie Microsoft Excel oder Power
Point vertiefen können. Auch in Sachen Planung und Organisation hätten die Schüler viel profitieren können,
da sie auf sich allein gestellt waren», sagen Wegmüller und Pellet.
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Bildung
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