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06.05.2013 | Wirtschaft ThyssenKrupp Brasilien verkauft Anteile Wie

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06.05.2013 | Wirtschaft
ThyssenKrupp Brasilien verkauft Anteile
Wie jetzt bekannt wurde, hat ThyssenKrupp endlich einen Abnehmer für sein Stahlwalzwerk im USBundesstaat Alabama sowie Teile des brasilianischen Eisenerz-und Stahlunternehmens Companhia
Siderúrgica do Atlântico (CSA) mit Sitz und Anlagen im Bundesstaat Rio de Janeiro gefunden. Knapp
2,5 Milliarden US-Dollar (rund 1,9 Milliarden Euro) bietet das brasilianische Montanunternehmen
Companhia Siderúrgica Nacional (CSN) unter dem Geschäftsführer Benjamin Steinbruch für das USWerk und 33 Prozent des CSA-Konzerns.
Für die Finanzierung seien bereits eine Milliarde US-Dollar (rund 763 Millionen Euro) durch die
Banken Bradesco und Banco do Brasil sichergestellt, wie die brasilianische Tageszeitung Folha de
São Paulo in der Online-Ausgabe vom gestrigen Sonntag (05.05.) berichtete. Einen Kredit in Höhe
von 800 Millionen Reais (rund 300 Millionen Euro) könnten von der brasilianischen Entwicklungsbank,
Banco Nacional de Desenvolvimento Econômico e Social (BNDES), kommen.
Dem Verkauf von Anteilen durch ThyssenKrupp an die CSN muss aber noch das brasilianische
Minenunternehmen Vale zustimmen, das 27 Prozent an der zu verkaufenden CSA hält. Dem
deutschen Konzern gehören die restlichen 73 Prozent. Diese wollte das Unternehmen aufgrund der
schwierigen Marktlage und Fehlkalkulationen bei seiner Expansion auf den amerikanischen Kontinent
ursprünglich vollends veräußern. Rund 3,8 Milliarden US-Dollar (rund 2,9 Milliarden Euro) waren für
das Komplettpaket gefordert. Nun soll vorerst ein Teil, also die 33 Prozent abgetreten werden.
Zuvor war das italienisch-argentinische Unternehmen Techint als Favorit für den Kauf des US-Werkes
sowie der CSA gehandelt worden. Techint zog sich jedoch vergangene Woche von weiteren
Verkaufsgesprächen zurück. Sowohl das Stahlwalzwerk in den USA als auch der brasilianische
Konzern CSA werden seit letztem Jahr von ThyssenKrupp zum Verkauf angeboten. Der Konzern sah
sich dazu gezwungen, nachdem sein 2010 eröffnetes Stahlwerk in Baía de Sepetiba im Bundesstaat
Rio de Janeiro mit Verzögerungen und Problemen an die Produktion ging und Verluste einfuhr. Auch
die schwindende Nachfrage nach Stahl in den USA führte zu gravierenden Problemen bei
ThyssenKrupp. (ms)
Brasilien News
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