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Gott ist wie - forum Kirche

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Nummer 7
2. bis 14. April 2006
Gott ist wie ...
■ Swisseglise
und Fotografen einiges geschehen
ist. Gott hat dadurch ein vielfältiges Bild erhalten. Gott erhielt am
Wettbewerb 130 Bilder. Letztlich
gibt es so viele Gottesbilder wie
Menschen, die sich im Lauf des
Lebens immer verändern können.
Daniel Scherrer wies darauf hin,
dass es unmöglich war, die Fotos
nach Inhalt zu beurteilen: «Es sind
Spuren, Gedanken, Stimmungen –
Ideen, die Gott erahnen lassen.»
Fotowettbewerb
Gott ist wie …
2. Preis:
Frau Sabine Buff,
Frauenfeld.
Gott ist bei uns
beim Aufgehen
und beim Untergehen der Sonne.
«Die Aufgabenstellung war so
einfach und dennoch so schwierig.
Gerade das Einfache ist oft das
Schwierigste. Mit diesen Worten
leitete Daniel Scherrer, Leiter der
JUSESO TG, die Preisverleihung
für die erkürten Fotos ein.
Im Vorfeld der «swisseglise» lancierte die JUSESO einen Fotowettbewerb zum Thema «Gott ist wie
…» Schon die Vertiefung in das
wohl schwierigste Thema der Welt
war die Aufgabe wert. Ich denke,
dass bei den 130 Fotografinnen
Gott ist wie …
– als Ausstellung
Möchten Sie eine Ausstellung
zum Thema «Gott ist wie ...»
in Ihrer Pfarrei organisieren?
Oder möchten Sie diese Fotos
an einem Firmtag verwenden? Oder…?
1. Preis:
Frau Rita Fleischmann, Sommeri.
Die Fotos sind auf der JUSESO TG erhältlich:
Tel. 071 626 11 31
Wo Blumen den
Asphalt aufbrechen, da ist Gott.
Bei jedem Wettbewerb gibt es Gewinner und diese wurden von einer
Jury, zusammen mit den Besucherstimmen, ausgewählt:
Den ersten Preis erhielt Frau Rita
Fleischmann aus Sommeri (siehe
Titelbild), der zweite Preis ging an
Frau Sabine Buff aus Frauenfeld
und als dritte Gewinnerin wurde
Frau Jessica Ott aus Frauenfeld
auserwählt.
Jedes der Bilder könnte verschieden bezeichnet werden, nicht nur
aus der Sicht der Fotografinnen,
sondern auch aus der Sicht der Betrachter. Die Titel, die den Bildern
angefügt sind, sind eher zufällig,
Titel, die wir aus Sicht der Redaktion formuliert haben.
Zur Jury gehörten: Frau Kirstin
Oertle, Fotografin, Foto Prisma,
Weinfelden/Frauenfeld, Frau Iris
Hug, Studentin aus Altnau, sowie
Pfarrer Theo Scherrer aus Weinfelden.
Der Jury mag die Rangierung nicht
leicht gefallen sein, könnte man
doch mit gutem Gewissen jeder
Teilnehmerin und jedem Teilnehmer den ersten Preis zusprechen.
Im Anschluss an die Preisverleihung erhielt Lucas Madörin,
Gillhof, Märstetten, den ausgelosten Preis aus den Stimmkarten
der Besucher. Frau Eisenschmid
vom Hotel Bella Lui in Crans Montana spendierte dazu ein Wochenende für zwei Personen.
Nun greifen Sie selbst zur Kamera,
noch besser ins Herz.
3. Preis:
Frau Jessica Ott,
Frauenfeld.
Hans Kuhn-Schädler
Gott ist Licht.
2
ForumKirche
Nummer 7/2006
■ Swisseglise
Ökumenische Impulstagung im Rahmen der ersten Schweizer Kirchenmesse
Spannung zwischen Himmel und Erde
Mit dem Titel «Welche Zukunft
wollen wir?» beschäftigten
sich zwei Referenten und eine
Referentin an der 7. Veranstaltung zur ökumenischen Konsultation. Diese Tagung fand im
Kongresszentrum Thurgauerhof
in Weinfelden unter der Leitung
der Theologin Rita Bausch innerhalb des Programms der «swisseglise» statt.
sich ein für ein menschenwürdiges
Leben für alle, ist die Stimme der
Benachteiligten, mischt sich also
auch in politische Abstimmungen
ein, dort wo sie ihre Werte zum
Ausdruck bringen kann.
Das Spannungsfeld von Kirche und
Politik soll erhalten bleiben und so
in die Zukunft hineinwirken. Dies
führt zu guten Entscheidungen.
Gibt es eine Gerechtigkeit?
Die Impulstagung stiess bei den
Teilnehmenden auf grosses Interesse. In den kurzen Pausen wurde
angeregt über die Themen diskutiert. Der Theologe Dr. Thomas
Wallimann, Leiter des Sozialinstituts der KAB Schweiz, stellte
die These auf, dass Kirche sein
immer auch politisch ist. Für den
Direktor des «Fastenopfers», Antonio Hautle, bedeutete der Einsatz
für Gerechtigkeit eine Herausforderung für die Kirchen. Die Assistentin für Systematische Theologie,
Dr. Christina aus der Au, befasste
sich auf ungewöhnliche Art und
Weise mit dem Umgang mit der
Schöpfung.
Christliche Werte
Dr. Thomas Wallimann führte den
Teilnehmenden anhand einiger
Vergleiche vor Augen, dass die
christlichen Werte in der Politik
unseres Landes eine grundlegende
Rolle spielen. Der Staat baut auf
dem geschichtlichen Hintergrund,
auf Erzählungen und Mythen der
Menschen auf. Dabei bewegt sich
die Gemeinschaft der Gläubigen,
in einem Spannungsfeld. Das
Volk Gottes und der Klerus bilden
immer auch die Gemeinschaft der
Bürgerinnen und Bürger. Staat
und Kirche sind beide verantwortlich für die innere Ordnung, das
Allgemeinwohl und das Führen des
Gemeindewesens.
Kirche sein ist ein Teil der Welt,
in der wir leben – und doch nicht
ganz –, denn es bleibt immer die
Spannung zwischen Himmel und
Erde. Die Kirche bietet Wegweiser,
übernimmt soziale Verantwortung,
gestaltet die Gesellschaft mit, setzt
Die Hilfswerke «Fastenopfer»,
«Brot für alle», «Partner sein» fordern in ihrer diesjährigen Kampagne den Einsatz für Gerechtigkeit
für alle Menschen. Antonio Hautle
berichtete über die Situation in
Indien und die Projekte der Organisationen vor Ort.
Die Gerechtigkeit muss stets hinterfragt werden. Dabei ist es wichtig zu spüren, was jeder persönlich,
was die Mehrheit, die je eigene
Kultur und Religion empfinden.
Nur so wird nach und nach ein gutes menschliches Zusammenleben
möglich. Die Auseinandersetzung
mit den vielfältigen Bedürfnissen
wird immer schwierig sein, doch
wir alle sind dazu aufgerufen,
unseren Willen zu bekunden, die
Projekte durchzusetzen und zu
unterstützen. Die Christen sind
mitverantwortlich für die Durchsetzung der Menschenrechte.
In vielen Ländern ist die Passivität
gegenüber den krassen Ungerechtigkeiten weit verbreitet, selbst in
kirchlichen Kreisen. Die Hilfswerke wollen die Menschen in die
Unabhängigkeit führen, bauen
Reisbanken auf, ermöglichen
Schulbildung für alle und setzen
politischen Druck auf. Sie achten
darauf, dass die Einheimischen sagen, was für sie gerecht, glaubwürdig und lebenswert ist. So macht
es Sinn, sich für Gerechtigkeit
einzusetzen.
Gott ist die Mitte
In biblischen Texten finden die
Menschen ihren Auftrag, die
Umwelt zu verwalten, denn Gott ist
die Mitte und die Umwelt gehört
ihm. Dr. Christina aus der Au
zitierte am Anfang ihrer Ausführungen die Worte aus Psalm 104:
«Herr, wie zahlreich sind deine
Werke! Mit Weisheit hast du sie
alle gemacht.» In der Schöpfungsgeschichte musste der Mensch die
Natur bekämpfen und bezwingen.
Heute ist es gerade umgekehrt,
denn die Naturgesetze, alles, was
dem Menschen nützt und alles was
lebt, soll geschützt werden. Wenn
wir Ehrfurcht vor dem Leben haben, wirkt sich das auf die Umwelt
aus. Dabei müssen wir hinsehen,
wahrnehmen und uns einlassen, so
wie es der barmherzige Samariter
getan hat – denn, als er ihn sah, da
jammerte es ihn!
In der Natur ist kein klares Handeln vorgegeben, deshalb ist es
nicht einfach, ein Gleichgewicht
herzustellen zwischen pflegen
und nutzen, in Ruhe lassen und
sich freuen. Wenn wir uns von
der Liebe Gottes berühren lassen,
moralische Prinzipien, Normen
und Werte beachten und uns
Wissen aneignen, wirkt sich dies
auf die Menschen, die Mitkreatur,
die Landschaft, auf die gesamte
Schöpfung aus.
Rita Bausch
führte in ihrer erfrischenden und
sympathischen
Art durch die
7. Impulstagung
«Welche Zukunft
wollen wir?».
Foto:
Lukas Fleischer
Ruth Jung-Oberholzer
Nummer 7/2006
ForumKirche
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■ Swisseglise
«swisseglise» im
Aufbruch. Wenn
die Kirche wieder
von Neuem aufgebaut werden
könnte …
Sr. Catherine,
KIPA, und der
Chefredaktor
der Zeitschrift
«Sonntag», Victor
Dormann.
KirchturmTechnik.
Messgwänder –
eine Augenweide!
Orgeln jeder Art.
4
ForumKirche
Nummer 7/2006
■ Swisseglise
Oben:
Vorträge und Podiumsgespräche
fanden reiches
Interesse.
Rechts oben:
Die Kunst der
Mimen brachte
Bewegung in der
«swisseglise».
Rechts:
Im Gospelfieber!
Rechts unten:
Ökumenischer
Gottesdienst an
der «swisseglise»
in der Kirche
St.Johannes,
Weinfelden.
Nummer 7/2006
ForumKirche
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■ Aus dem Bistum
Grenzenlose Freiheit?
Was bewegt mich ?
In der frühen Kirche stellte sich
das grosse Problem, ob ein Christ,
wenn er bei einem Heiden eingeladen ist, Götzenopferfleisch essen
darf oder nicht. Für Paulus war
dies freilich in sich kein Problem.
Denn die Freiheit eines Christenmenschen steht über dieser Frage.
Dennoch riet Paulus im Brief an
die Korinther, vom Opferfleisch
nicht zu essen, und zwar «mit
Rücksicht auf den, der euch aufmerksam macht, und auf das Gewissen»; um kein Missverständnis
aufkommen zu lassen, präzisierte
Paulus: «Ich meine das Gewissen
des anderen, nicht das eigene» (1
Kor 10. 28-29).
Die Frage des Götzenopferfleisches beschäftigt uns heute nicht
mehr. Doch das hinter ihr liegende tiefere Problem bleibt nach
wie vor höchst aktuell. Dies ist
mit besonderer Schärfe sichtbar
geworden beim jüngsten Streit um
die grässlichen Karikaturen über
den Propheten Mohammed. Dass
extreme islamistische Strömungen
in der ganzen Welt diese Karikaturen zum Anlass genommen haben,
um gegen den Westen mit Gewalt
zu protestieren, muss eindeutig
verurteilt werden. Auf der anderen
Seite aber muss es zu denken geben, mit welcher Selbstgerechtigkeit im Westen der Welt auf diese
heftigen Reaktionen geantwortet
wurde. Zu einem grossen Teil
wusste der Westen nichts Besseres,
als die Meinungs- und Pressefreiheit zu beschwören, ohne nach
den Grenzen dieser Freiheit zu
fragen und dabei auf das «Gewissen des anderen, nicht das eigene»
zu hören. Denn die Pressefreiheit
stösst dort an eine Grenze, wo der
Anstand verfehlt und die religiösen Gefühle anderer verletzt
6
ForumKirche
Nummer 7/2006
werden. Wenn die Pressefreiheit
sogar die «Freiheit» einschliesst,
öffentlich das zu verhöhnen, was
anderen heilig ist, dann wird in
unseren Breitengraden die Pressefreiheit derart zum höchsten Gut
der westlichen Welt erklärt, dass
sie beinahe die Rolle des Goldenen
Kalbes angenommen hat, das ohne
Rücksicht auf Verluste angebetet
wird.
Damit ist kein Wort gegen die
Pressefreiheit an sich gesagt. Aber
es ist notwendig geworden, dass
wir nicht nur dieses Prinzip hoch
loben, sondern auch nach seinem
tieferen Sinn zurückfragen. Denn
seine ursprüngliche Zielsetzung
bestand darin, die Öffentlichkeit
unvoreingenommen und kritisch
zu orientieren und deshalb sachlich
und wahrheitsgetreu zu berichten.
Um dieses Ziel zu erreichen, hat
sich der Kampf um die Pressefreiheit gelohnt. Heute jedoch sind
massgebliche Strömungen festzustellen, die das Urteil nahe legen,
dass sich nicht wenige Medien
von diesem ursprünglichen Ziel
abgewendet haben. An erster Stelle
ist eine weit gehende Vermarktung
der Medien zu nennen, die nicht
auf Wahrheit, sondern auf Sensation aus sind. Die ursprüngliche
Pressefreiheit droht sich so zu einer
marktorientierten Freiheit der
Verleger zu verwandeln, die nicht
selten die eigenen ideologischen
Ziele verfolgen.
Eng damit zusammen hängt das
eigenartige Phänomen der Selbstzensur und Selbstbeschränkung
bestimmter Medien, die im Namen
der Pressefreiheit furchtbar intolerant werden gegenüber Personen
des öffentlichen Lebens, die andere
Meinungen vertreten, als dem von
den Medien diktierten Mainstream
entspricht, und die der medial
festgeschriebenen «Political Correctness» nicht folgen. Im Namen
von Freiheit und Toleranz wird hier
mit sprachlichen Handschellen die
Freiheit anderer Meinungen mit
erbärmlicher Intoleranz geahndet.
Dies ist auch daran abzulesen,
dass nicht wenige Medienschaffende kaum Kritik ertragen. Wird
berechtigte Kritik an gewissen
Berichterstattungen – auch im
kirchlichen Bereich – vorgetragen,
pflegt diese nicht als Kritik ernst
genommen zu werden. Man erhebt
vielmehr den aus der eigenen
Unfehlbarkeit genährten Vorwurf
an die Kritik, «Medienschelte»
zu betreiben. Auch diesbezüglich
verrät die Wortwahl viel!
Für die Errungenschaften der Pressefreiheit dürfen wir dankbar sein.
Aber es ist höchste Zeit, dass wir sie
nicht einfach beschwören, sondern
sie nach ihrem authentischen Sinn
befragen und deshalb auch über
ihre Grenzen selbstkritisch nachdenken. Der Rat, den Paulus den
Korinthern gegeben hat, kann auch
bei diesem Problem hilfreich sein:
in erster Linie auf das Gewissen
des anderen hören und Rücksicht,
Anstand und Respekt anderen gegenüber zumindest ebenso hoch zu
werten wie die eigene Meinungsfreiheit.
+ Kurt Koch
Bischof von Basel
■ Aus dem Bistum
■ Kirche Schweiz
80 Medienkommuniqués
Vor genau zwei Jahren trat
der Schwyzer Mario Galgano
seine Stelle als Informationsbeauftragter bei der Schweizer
Bischofskonferenz (SBK) an.
Grund genug, um eine Bilanz
der Kommunikation der SBK zu
präsentieren.
Aus dem
Bischofswort
zur österlichen
Busszeit
Die Vierzig Tage laden uns
ein, uns an die erste Liebe
zwischen Gott und uns, die
uns in der Taufe begegnet
ist, zu erinnern und sie neu
zu entfachen. Die Österliche Busszeit macht uns neu
bewusst, dass das Christ sein
sich nur als immer wieder
neues Christ werden vollziehen kann. Es ist nie ein
abgeschlossen hinter uns liegendes Geschehen in der Vergangenheit sondern verlangt
immer neue Einübung. Wenn
wir die Österliche Busszeit in
dieser Grundhaltung feiern,
dann werden wir gewiss über
die Schönheit unseres Glaubens wieder froh werden und
mit neuer Glaubenszuversicht
auf Ostern zugehen. Dann
kann die Zeit der Wüste auch
in der Kirche heute zu einer
Zeit der Gnade werden.
Dies wünsche ich zusammen
mit meinen Weihbischöfen
Martin und Denis Ihnen
von Herzen, verbunden mit
brüderlichen Grüssen
+ Kurt Koch
Bischof von Basel
In seiner Botschaft zum 40. Welttag der Sozialen Kommunikation
hat Papst Benedikt XVI. geschrieben, dass es «niemals eine leichte
Aufgabe ist, das Gewissen der
Menschen zu bilden und ihr Denken formen zu helfen.» Wie sein
Vorgänger unterstreicht der Heilige
Vater die Erziehung, das Teilhaben
und den Dialog als Schritte, die
für den Dienst der Medien in der
Gesellschaft notwendig sind. Der
Informationsdienst der SBK bietet
deshalb allen Medienschaffenden
die notwendigen Informationen,
damit sie über die Aktivitäten und
Beschlüsse der Bischofskonferenz
gebührend berichten können.
Grössere und kleinere Anlässe
Während den letzten beiden Jahren
gab es verschiedene grössere und
kleinere Anlässe der SBK, über
welche die Medien berichtet haben.
Die Vorbereitung zum ersten
nationalen Jugendtreffen und zum
Papstbesuch in Bern am 5. und 6.
Juni 2004 war eine riesige Herausforderung für die Informationsstelle der SBK. Zahlreiche Helferinnen und Helfer unterstützten
das kleine Team in Freiburg. Rund
1000 Medienleute hatten sich für
den Grossanlass akkreditiert. Doch
auch nach dem Papstbesuch erlebte
der Informationsdienst der SBK
eine bewegende Zeit. Der Tod von
Johannes Paul II. und die Wahl von
Papst Benedikt XVI. waren weitere
arbeitsintensive Momente. In den
zwei Jahren wurden 80 Medienmitteilungen verfasst und 17 Medienkonferenzen durchgeführt.
SMS-Dienst und Internet
Auch neue Dienstleistungen wurden eingeführt. So gibt es seit drei
Monaten die Möglichkeit, sich per
SMS über die SBK zu informieren.
Ausserdem wurde die InternetAdresse neu definiert (www.sbkces-cvs.ch). Die Zusammenarbeit
mit den Journalisten beweist, dass
das Interesse für die katholische
Kirche in der Schweiz gross ist. Im
Durchschnitt stammen rund 40
Prozent der Erkundigungen von
deutschsprachigen Journalisten. 30
Prozent entfallen auf Französisch
sprechende Medienschaffende und
20 Prozent der Anfragen kommen
von Medienleuten italienischer
Sprache. Der Rest sind Fragestellungen von Englisch sprechenden
Journalisten.
Zu Ihrer Information: Der Welttag
der Sozialen Kommunikationsmittel wird in den meisten Ländern
auf Empfehlung der Bischöfe am
ersten Sonntag nach Pfingsten
begangen. Dieses Jahr ist dies der
28. Mai. Die Botschaft des Papstes
finden Sie unter:
www.sbk-ces-cvs.ch
«Fastenopfer» der Schweizer Katholiken
Die Wurzeln von Kriegen und
Terror sind vielgestaltig. Sicherheit und wahrer Frieden
können nur gedeihen, wo
die politischen, sozialen und
wirtschaftlichen Missstände
behoben werden. Als Christinnen und Christen haben wir
den Auftrag, die Welt mitzugestalten und durch wirksame
Hilfe Spannungen abzubauen.
Das «Fastenopfer» leistet in
diesem Sinn einen bedeutenden Beitrag für Frieden und
Gerechtigkeit in unserer Welt.
So verdient auch die diesjährige Sammelaktion «Wir
glauben. Menschenrechte
fordern Einsatz.» unsere volle
Unterstützung.
Nummer 7/2006
ForumKirche
7
■ Inserate
Die Römisch-Katholischen Landeskirchen Thurgau und Schaffhausen
suchen per 1. September 2006 für die Redaktion des Pfarreiblattes
«forumKirche» – Pfarreiblatt der Bistumskantone Thurgau und Schaff hausen
eine leitende Redaktorin / einen leitenden Redaktor (80%)
(zusätzlich kann mit der Anstellung ein Pensum von 10% als Informationsbeauftragter
des Kath. Kirchenrates Thurgau verbunden werden)
Ihre Aufgaben umfassen:
– die selbständige Führung der Redaktion unseres Pfarreiblatts zusammen mit einer Mitarbeiterin
– Gestaltung und termingerechte Herausgabe der einzelnen Nummern
Sie bringen mit:
– eine abgeschlossene journalistische und theologische bzw. vergleichbare Ausbildung.
– einige Jahre Berufspraxis
– Flair zum Fotografieren
– fundierte Informatik-Anwendungskenntnisse (Text, Layout, Fotobearbeitung)
– eine Sensibilität für kirchliche Fragen und Ereignisse
– Sie sind mit der katholischen Kirche verbunden und ihr gegenüber positiv eingestellt.
(Inserat 6 .07– 2)
Wir bieten Ihnen:
– eine abwechslungsreiche Tätigkeit
– moderne Infrastruktur und zeitgemässe Anstellungsbedingungen
– Arbeitsort Weinfelden, in räumlicher Nähe mit den verschiedenen kirchlichen Fachstellen der Landeskirche
Interessiert Sie diese Stelle?
Ihre Fragen und Ihre Bewerbung richten Sie bitte bis 20. April 2006 an den Präsidenten der Pfarreiblattkommission, Pfarrer Theo
Scherrer, Freiestrasse 15a, 8570 Weinfelden, Tel. 071 626 57 81. E-Mail: t.scherrer@katholischweinfelden.ch
8
ForumKirche
Nummer 7/2006
Wort Blicke
Foto: hks
Wenn nicht ich es tue, wer dann?
Wenn nicht gleich, wann dann?
Talmund
Nummer 7/2006
ForumKirche
9
■ Buchtipps
«GOTT in Sicht?»
u. a. Durch sorgfältige Bildbetrachtungen werden Verweise auf Gott
sichtbar gemacht und existenzielle
Lebensbezüge hergestellt: «Beginnend beim Suchen, Tasten und
Strecken nach Gott wird der Bogen
über Gotteserfahrungen wie Leid
und Tod zu unscheinbaren Begegnungen im Alltag gespannt.»
«Lydia –
Die Purpurhändlerin in Philippi»
«Eine Frau namens Lydia, eine
Purpurhändlerin aus der Stadt
Thyatira, hörte zu; sie war eine
Gottesfürchtige, und der Herr
öffnete ihr das Her, sodass sie den
Worten des Paulus aufmerksam
lauschte.» (Apg. 16.16)
Mit diesen Worten weist die Bibel
auf Lydia, die erste Christin Europas, hin. In einem faszinierenden
Roman lässt der Autor die biblischen Überlieferungen lebendig
werden.
Die Bilder werden der «Theologie
der Ästhetik» gerecht und lassen
den Betrachter kaum los, sprechen
sie doch auf intensive Weise innere
Erfahrungen des eigenen Leben
und der Umwelt an.
In einem kleinen Bildband von 14,8
auf 21 cm finden sich einmalige
Kunstwerke aus dem 20. Jahrhundert vor. Sie wurden aus dem Blickwinkel des Glaubens ausgewählt
und betrachtet. Patrik Scherrer, der
die Internetseite www.bildimpuls.
de betreut, schrieb dazu tiefsinnige
Impulse und Meditationen. Die 33
Bilder sind Bestand der «Pinakothek der Moderne».
Es kommen Werke von Künstlern
vor wie Picasso, Kandinsky, Kirchner, Klee, Fontana, Warhol
Das Büchlein ist vielseitig einsetzbar: für sich persönlich, für
Bildungsveranstaltungen, für die
Katechese im jugendlichen und
Erwachsenenalter, für die Liturgie
und für die Pastoral im weitesten
Sinne.
Voller Leidenschaft geht der zu den
bedeutendsten geistlichen Autoren
unserer Zeit gehörende Autor der
Frage nach, welches die «Schönheit» ist, die die Welt rettet.
Mit mutigen, sicheren Strichen
skizziert Martini Ausgangslage
und Chancen zu Beginn des neuen
10
ForumKirche
Nummer 7/2006
«Gott und seine Geschichte –
Ein Gespräch über die Bibel»
Es eignet sich hervorragend als
Geschenksband für Menschen, die
«mehr» im Leben suchen.
hks
Patrik Scherrer, «GOTT in Sicht?»,
96 Seiten mit 33 Farbabbildungen,
Verlag Schnell+Steiner, Fr. 26.80,
ISBN 3-7954-1765-1
«Welche Schönheit rettet die Welt?»
«Nur die Wahrheit, die als Schönheit aufleuchtet, entfaltet ihre
Kraft». In einem neuen Buch des
Mailänder Kardinals Carlo Maria
Martini sind wegweisende Impulse zur Jahrtausendwende und
Reflexionen über den dreifaltigen
Gott zu finden. die Kernaussage
heisst: Gott ist die Schönheit, die
die Welt erlöst, ist die Liebe des
Gekreuzigten. Das Buch gibt einen
faszinierenden Blick auf die Mitte
der christlichen Botschaft.
«Lydia – Die Purpurhänderlin in
Philippi», Josef F. Spiegel, BennoVerlag, ISBN 3-7462-1889-6
Jahrtausends. Seine These: «Das
Gute und die Wahrheit entfalten ihre Kraft erst, wenn sie als
Schönheit aufleuchten» – wie in der
neutestamentlichen Erzählung von
der Verklärung Jesu auf dem Berg
Tabor. «Meister, es ist (wörtlich)
schön, dass wir hier sind», ruft
Petrus aus, überwältigt von der
Herrlichkeit Gottes.
Martini lädt ein, den Weg der
fragenden und suchenden Jünger
mitzugehen. Worauf es ankommt,
ist: sich treffen zu lassen von der
Faszination, die ausgeht von der
Liebe des dreifaltigen Gottes, der
Liebe des Gekreuzigten. Martini ist
überzeugt: In dieser Liebe gründet
sich unsere Hoffnung, hier findet
die Frage, welche Schönheit angesichts des Leids die Welt erlösen
kann, ihre Antwort.
Gerhard
Ludwig Müller,
«Gott und seine
Geschichte
– ein Gespräch
über die Bibel»,
Herder-Verlag,
ISBN
3-451-28827-3
«Welche Schönheit rettet die
Welt?», Reflexionen über
den dreifaltigen Gott.
Carlo Maria
Martini. Verlag
Neue Stadt,
Zürich, ISBN
3-87996-509-9
«Knapp zwei Tage dauerte das
Interview in der Stille des Klosters,
und der Bischof überraschte uns
mit einer klaren Sprache, ebenso
klaren Gedanken und nicht selten
auch heiteren Bemerkungen.»
Der Inhalt ist ein Gespräch über
die Bibel. Diesem Buch der Bücher
gehen zwei Journalisten mit Bischof Gerhard Ludwig Müller nach.
Daraus entstand ein spannender
Dialog über die Bibel und den
christlichen Glauben.
■ Bildungstag
Traditionelle Bäuerinnentagung in Dussnang
Suche nach
dem Glück
Am Bildungstag für Bäuerinnen
befassten sich beide Referenten
mit dem Thema Glück. Bischofsvikar Ruedi Heim betonte, dass
die Suche nach Glück für jeden
einzelnen Menschen von grosser
Bedeutung ist. Der bekannte
Radiomoderator Ruedi Josuran
zeigte auf, dass Krisensituationen auch Chancen sein können.
feiern. Zuerst sollen wir füreinander da sein und die Erde menschenfreundlich gestalten. Weil
wir Abbild Gottes sind, haben wir
alle dieselbe Würde, bilden so eine
Gemeinschaft, wo die Vorratskammern gegenseitig mit Liebe gefüllt
werden müssen. Das Glück beruht
auf der Erkenntnis, dass Gott alle
Menschen liebt, so wie sie sind.
Der Thurgauische Katholische
Frauenbund TKF organisierte in
der Hörnliturnhalle in Dussnang
den beliebten Bildungstag für
Bäuerinnen. Zahlreiche Frauen
gönnten sich diesen Tag, um den
Alltag für ein paar Stunden hinter
sich zu lassen, sich zu informieren
und die Geselligkeit zu pflegen.
Krise als Chance
Zielpunkt unseres Lebens
Mit einem Wort von Albert
Schweitzer stimmte Bischofsvikar
Ruedi Heim die Anwesenden ins
Thema ein: «Glück ist das einzige,
das sich verdoppelt, wenn man es
teilt.» Damit steht der Zielpunkt
unseres Lebens fest, denn niemand
lebt für sich allein, jede und jeder
braucht ein Gegenüber. Die Frage
nach dem Sinn unseres Lebens
taucht immer wieder auf. Von
aussen werden wir von Werbung
überflutet, die vermeintliches
Glück verheisst. Doch Glück können wir nur in uns selber finden.
Dieses Glück brauchen wir zum
Menschsein. Die grundlegenden
Bedürfnisse nach Nahrung und
Schlaf, nach Sicherheit und sozialen Kontakten, nach Wertschätzung und Anerkennung sollten
erfüllt sein, erst dann kommt die
Frage nach dem religiösen Sinn in
unserem Leben.
Schon in der Schöpfungsgeschichte
ist die Suche nach Glück und nach
Antworten zum menschlichen
Zusammenleben beschrieben. Gott
hat den Menschen geschaffen, um
die Erde zu bebauen und nicht in
erster Linie, um Gottesdienst zu
Der Referent Ruedi Josuran empfahl den Bäuerinnen, bewusst
Halt zu machen im Leben, Krisensituationen zu überdenken und
als Chancen anzusehen – denn
Krisen gehören zum Leben!
Dabei entwickeln sich oft ungeahnte Fähigkeiten. Wenn wir das
Schicksal aushalten, sehen wir im
Nachhinein ein, wie viel Gutes dahinter steckt. Das Annehmen von
Hilfe von aussen spielt ebenfalls
eine grosse Rolle. Wir verdrängen
unsere Ängste weniger und wagen
es, sich mit der Krise auseinander
zu setzen.
Krisen entstehen, weil wir uns
mit andern vergleichen und dabei
unzufrieden werden. Wir lassen
uns zu sehr beeinflussen von Idealbildern und erniedrigen uns zu
Unrecht selbst. Jeder Mensch hat
andere Begabungen und Begrenzungen. Wir sollten lernen, uns
als Persönlichkeit anzunehmen,
besser mit uns umzugehen, uns
niemals aufzugeben und Verständnis für uns selbst aufzubringen.
Glück erleben wir nur, wenn wir als
Kontrast dazu Krisen durchstehen.
Dann meistern wir den Alltag mit
all seinen Problemen auf eine gute
Art.
Besinnung und Fröhlichkeit
In der Kirche Dussnang feierten die
Teilnehmerinnen des Bildungstages
zusammen mit Bischofsvikar Ruedi
Heim einen besinnlichen Gottesdienst. Das Thema der Tagung
wurde nochmals aufgegriffen und
die Gewissheit dankbar angenommen, dass Gott uns den rechten
Weg zeigt, der uns zum Ziel führt.
Durch die Frohe Botschaft kennen wir den, der uns retten wird,
worüber wir uns glücklich schätzen
können.
Zum Abschluss des Tages erfreute
die Trachtengruppe Tannzapfenland mit ihren Liedern und Tänzen. Der kleine Oliver sang mutig
zusammen mit seiner Grossmutter
vor dem begeisterten Publikum
und erntete verdienten Applaus.
Text und Fotos:
Ruth Jung-Oberholzer
Nummer 7/2006
Oben:
Bischofsvikar
Ruedi Heim
sprach vom
Glück, ein
Mensch zu sein.
Unten:
Radiomoderator
Ruedi Josuran
zeigte auf, dass
das Bewältigen
von Krisen zum
Glück führt.
ForumKirche
11
■ Jahr der Berufungen
Erfüllung in seiner Berufung
«Während meines ganzen
Priesterwirkens hatte ich
immer wieder viele Laien, die
sich selbstlos für Kirche und
Pfarrei engagierten: Ich denke dankbar an die tüchtigen
Blauringführerinnen, an die
Jungwachtführer und an die
Leitenden bei den Pfadfindern. Am Jugendchor hatte
ich meine besondere Freude.
Zu meinen wichtigsten und
besten Mitarbeitern und
Mitarbeiterinnen zähle ich mit
den verschiedenen Vorständen meine Katechetinnen
und Katecheten sowie meine
Liturgiegruppen. Sie reagierten auf mein Vertrauen mit
viel Engagement und Selbstinitiative.
Kein Mensch kann leben
ohne die Liebe eines anderen. Hierin durfte ich viel
Wohlwollen und Zuneigung
erfahren. Das wirkt wie Honig
und kann einem viel helfen,
negative Beurteilungen zu
ertragen ohne verbittert und
gelähmt zu werden. Keiner
von uns ist ein Supermensch;
vor Gott sind wir alle schwache Menschen, ganz auf den
Beistand des Heiligen Geistes
und das begleitende Gebet
der Gläubigen angewiesen.
Jesus sagt: «Ohne mich könnt
ihr nichts tun.» (Joh). Und der
Apostel Paulus sagt: «Alles
kann ich in dem, der mich
stärkt.»
Pfarrer Werner Franz Probst
Gespräch mit Pfarrer Werner Franz Probst
Freude an der Berufung
Pfarrer Werner
Franz Probst
fühlte sich schon
als kleiner Junge
berufen, sich
in den Dienst
Gottes und der
Menschen zu
stellen.
Foto: Ruth Jung
Der heute 80-jährige Pfarrer
Werner Franz Probst wuchs in
Basel in einer gottgläubigen
Familie auf: der Vater engagierte sich in der Kirche und die
Mutter nahm ihn schon als kleinen Jungen mit zu den wöchentlichen Kreuzwegandachten.
Damals wünschte er sich nichts
sehnlicher, als die Rolle des Simon
von Cyrene zu übernehmen, um
Jesus das Kreuz tragen zu helfen.
Während seiner Gymnasialzeit
überlegte er, ob er Arzt oder Priester werden sollte. Die Verwurzelung im Glauben und die Unterstützung der Eltern bewogen ihn,
Philosophie und Theologie in
Fribourg und Paris zu studieren.
In den Dienst der Menschen
«Es lohnt sich, auf eine eigene Familie zu verzichten, wenn man
Menschen in äusserster Not helfen
kann. Aus Liebe zu Gott bin ich für
die Menschen da; ich gehöre Gott
und den Armen», sagte Pfarrer
Probst mit Blick auf sein reiches
Leben.
Nach dem Grundsatz aus der Bibel
stellte er sich bereits am Anfang
12
ForumKirche
Nummer 7/2006
seiner Tätigkeit in den Dienst
der Armen und Kranken. In den
langen Ferien seines Studiums entschloss er sich, via Caritas Freiburg
i. Br. ein Praktikum in SchleswigHolstein zu machen. Zusammen
mit dem Ortspfarrer von Regensburg und drei heimatvertriebenen Seelsorgern besuchte er die
Heimatvertriebenen, die während
des Krieges aus ihren angestammten Dörfern gewiesen wurden und
entstand die St.Johanneskirche;
die Spitalseelsorge, die Seelsorge
an der psychiatrischen Klinik und
die Betreuung in zwei Altersheimen wurden unter seiner Führung
ins Leben gerufen. Von 1972 bis
1984 übernahm Pfarrer Probst die
Spitalseelsorge in Münsterlingen,
dann wechselte er für sieben Jahre
in die Pfarrei Aadorf. Im Jahre
1991 begann Pfarrer Probst, grosse
Reisen zu unternehmen: nach
«Alles kann ich in dem, der mich stärkt.»
in ärmsten Verhältnissen lebten.
Noch heute hat er Kontakt zu einigen Familien in Deutschland.
Sein Leben als Priester
In Solothurn wurde Pfarrer Probst
1952 zum Priester geweiht. Er war
sieben Jahre in Grenchen tätig, betreute bereits dort die Kranken im
Spital, wurde dann nach St.Maria
in Bern berufen, wo er bis 1964
wirkte. Danach übernahm er die
Diasporapfarrei Münsingen, wo er
anfänglich in der Aula des Schulhauses Eucharistie feierte. Seine
Freude an der Aufbauarbeit in der
Pfarrei zeigte grosse Wirkung: 1970
Japan, Korea, Taiwan und Brasilien, wo die Menschen ihn liebevoll
Padre Francesco nennen, und auf
die Philippinen. Er gründete 1995
zusammen mit 13 Befreundeten
das Hilfswerk «Una Terra – una
Familia».
Im Februar war es ihm vergönnt,
seinen 80. Geburtstag zu feiern.
Er blickt dankbar auf ein erfülltes
Leben, setzt sich auch weiterhin
für sein Hilfswerk ein und treibt
Spenden ein zur Unterstützung der
Ärmsten in dieser Welt.
Im Gespräch mit Pfarrer Werner
Franz Probst: Ruth Jung-Oberholzer
■ JUSESO
Ein neues Projekt der JUSESO
Kerzen-Licht-Gedanken
Speziell für junge Erwachsene ab 18
Jahren lanciert die JUSESO Thurgau
ein neues Projekt und veranstaltet
am Karfreitag den ersten Anlass.
«Kerzen-Licht-Gedanken» ist eine
meditative Stunde mit Tiefgang.
In einer besonderen Atmosphäre,
mit eindringlichen Impulsen, mit
Ausgehend von Leben, Tod und
Auferstehung Jesu können sich die
jungen Menschen Gedanken machen zum eigenen Bezug und zur
Betroffenheit. Was lähmt mich?
Was befreit mich? Was macht mich
traurig? Was gibt mir Kraft und
Hoffnung?
«Kerzen-Licht-Gedanken»
Datum:
Zeit:
Ort:
14. April 2006 (Karfreitag)
21.00 bis 22.30 Uhr
Eschenz
Parkplatz Inseli Werd
Alter:
ab 18 Jahren
Veranstalter und Infos: JUSESO Thurgau,
www.juseso.ch
Musik und Zeiten der Stille können
hier junge Erwachsene Gott spüren
und sich Gedanken über ihren
Glauben machen.
Am Karfreitag, 14. April, findet der
erste Anlass zu «Kerzen-Licht-Gedanken» statt.
Per 1. August 2006 suchen wir eine/n
Praktikantenin/Praktikant
Wir bieten:
– Einblick und Mitarbeit in Kursen, Lagern und Wochenenden
– Interessante Arbeit im Team
– Selbständiges Arbeiten im Sekretariat
– Auseinandersetzung zu Fragen rund um Jugend und Kirche
Bist du mindestens 20-jährig, interessiert und offen für Neues, dann ruf uns an und
komm einmal für ein unverbindliches Gespräch bei uns vorbei (Erfahrung in Jugendarbeit erwünscht).
Praktikumsdauer: ein Jahr
JUSESO Thurgau
Freiestrasse 4, 8570 Weinfelden
Telefon 071 626 11 31
www.juseso.ch
daniel.scherrer@kath-tg.ch
(Inserat 6 .07– 3)
In der kirchlichen Landschaft des
Thurgaus gibt es bereits einige
Angebote für Jugendliche. So hat
die JUSESO Thurgau mit «Kerzen-Licht-Gedanken» ein Angebot
speziell für junge Menschen ab
18 Jahren. Das Bedürfnis nach
Spiritualität, nach Lebenssinn
ist nach wie vor vorhanden. Oft
entsprechen die Angebote der
Kirchen jedoch nicht den Bedürfnissen der Jugendlichen. Mit dieser
offenen und stimmungsvollen
Form will sie diesem Bedürfnis
gerecht werden. Das Konzept ist
auf drei Säulen aufgebaut; Atmosphäre, persönliche Gedanken und
Austausch. Es wird kein Wissen
angeboten, sondern es geht um das
Erfahren und Erleben des Glaubens. Dazu gehören Musik, Mystik,
wie auch Stille – und Kerzen.
■ Inserat
Nummer 7/2006
ForumKirche
13
■ Kurse/Tagungen
■
Glaubenssache
Jeder weiss heute: Weiterbildung ist wichtig.
Und der Religionsunterricht lange her … Darum
gibt es einen Kurs für alle, die wieder oder neu etwas lernen möchten
in Sachen Glaube, Kirche, Christentum, für
das Leben und für sich selbst.
Daher ist die Glaubenssache nicht für Leute,
die schon alles wissen.
7 Themen für 7 Abende:
– Ist diese Welt ein Zufallsprodukt?
– Greift Glaube in die Geschichte ein?
– Leiden – warum und wozu?
– Anstossen auf das Reich Gottes.
– Der Tod hat nicht das letzte Wort.
– Religion ja – Kirche nein?
– Wessen Geist durchweht die Welt?
Jeweils mittwochs im Johannestreff/Schlossberg, Romanshorn
19.30 bis 21.00 Uhr: zwei kurze Impulsreferate mit Gesprächen und Fragen.
Ab 19.00 bis 21.00 Uhr ist die «WunderBar»
offen.
Kosten:
nur etwas Zeit
Leitung:
Gaby Zimmermann,
Theologin, und Alex Itten,
freiwilliger Mitarbeiter
Man darf auch kommen, wenn man nicht
alle «Glaubenssachen» besucht.
«Glaubenssache» ist ein Projekt von «Theologiekurse» und der Bibelpastoralen Arbeitsstelle in Zürich.
Information bei: Gabriele Zimmermann,
Kath. Pfarramt St.Johannes der Täufer,
Schlossbergstr. 24, 8590 Romanshorn,
Tel. 071 463 17 30, Fax 071 463 26 29,
E-Mail: gaby.zimmermann@st-johannes.ch
Zwei Angebote der Arbeitstelle für
Kirchliche Erwachsenenbildung
Diözesane Opfer
■
«Fastenopfer»
der Schweizer Katholiken
2. und 9. April
Talente suchen und entfalten
Weil unser Leben sich immer schneller
verändert, werden Standortbestimmungen
immer wichtiger.
Datum:
22. April, 9.15 bis 16.45 Uhr
Ort:
Etter-Egloff-Haus, Weinfelden
Thema:
Talente suchen und entfalten:
einsteigen – umsteigen – mein
Beruf
Leitung:
Beat Gähwiler, Berufs- und
Laufbahnberater, Lebensberater; Rita Bausch, Theologin
Kosten:
Fr. 40.–
Anmeldung: bis 13. April
■
Himmel über dem Asphalt
Die Tagung will Raum schaffen, hinter die
Vordergründe des Alltags zu schauen.
Datum:
29. April, 14.30 Uhr, bis
30. April, 16.15 Uhr
Ort:
Bildungshaus Kloster
Fischingen
Thema:
Himmel über dem Asphalt:
Mystik für den Alltag
Leitung:
Hans Kuhn, Redaktor «forumKirche»; Rita Bausch, Theologin
Kosten:
Fr. 182.– Einerzimmer,
Fr. 167.– Doppelzimmer
Anmeldung: bis 18. April
Hinweis: Informationen und Anmeldung für
beide Angebote bei: Arbeitsstelle für Kirchliche
Erwachsenenbildung, Freiestr. 4,
8570 Weinfelden, Tel. 071 626 11 51,
Fax 071 626 11 10, E-Mail: keb@kath-tg.ch
■
Gesprächsführung
(Inserat 6 .07– 1)
Ein Tag für Menschen, die Kranke und
Sterbende begleiten und die richtigen Worte
finden wollen.
Datum:
28. April, 9.00 bis 12.00,
und 14.00 bis 17.00 Uhr
Kursort:
Weinfelden
Kursleiterin: Ingeborg Baumgartner
Kosten:
Fr. 170.– für Nichtmitglieder,
Fr. 150.– für Mitglieder Caritas
TG
Information: bei Caritas Thurgau, Felsenstr.
11, Postfach, 8570 Weinfelden,
Tel. 071 626 80 00,
Fax 071 626 80 35,
E-Mail:
info@caritas-thurgau.ch
14
ForumKirche
Nummer 7/2006
(siehe Seite 7).
Karwochenopfer für die Christen
im Heiligen Land
Hoher Donnerstag, 13. April,
und Karfreitag, 14. April
Die anhaltenden Unruhen im
Heiligen Land isolieren die palästinensischen Gebiete, in denen
die meisten Christen wohnen,
immer mehr. Das Ausbleiben der
Pilgerinnen und Pilger schmälert
zusätzlich die wirtschaftliche Basis
christlicher Bewohner, sodass
durch die Auswanderung die
christlichen Gemeinden wertvolle
Mitglieder verlieren. Eine grossmütige Solidarität aller Christinnen
und Christen ist gefragt, damit
die christlichen Institutionen in
Bildung und Sozialhilfe ihren
Dienst weiterhin versehen können.
Jede Spende ermutigt die Schwestern und Brüder zum Durchhalten
und wird zu einem Beitrag für ein
Zusammenleben in Frieden.
www.
kath
kath-tg
forumkirche
bodensee-kirchentag
.ch
■ Trauerkarten
■ Radio und Fernsehen
Radio
Trauerkarten
«Zum neuen Tag» vom 3. bis 8. April Käthi König, vom 10. bis 15. April MarieLouise Beyeler. 6.40/8.50 Uhr DRS1, 8.30 Uhr DRS Musigwälle.
Samstag, 1. April
Zwischenhalt. Unterwegs zum Sonntag mit Gedanken, Musik und den Glocken
der röm.-kath. Kirche St.Antonius BS. 19.30 Uhr DRS1.
Sonntag, 2. April
Römisch-katholische Predigt. Martha Brun, Theologin, Kleindöttingen. 9.30
Uhr DRS2.
Samstag, 8. April
Zwischenhalt. Unterwegs zum Sonntag mit Gedanken, Musik und den Glocken
der evang.-ref. Kirche Mollis GL. 19.30 Uhr DRS1.
Sonntag, 9. April
Römisch-katholische Predigt. Franziska Loretan-Saladin, Theologin, Luzern.
9.30 Uhr DRS2.
Fernsehen
Samstag, 1. April
Wort zum Sonntag. Marianne Vogel Kopp. 19.55 Uhr SF1.
Donnerstag, 6. April
himmelreichschweiz. Kloster. Nicole Himmelreich traf die Baldegger Schwestern: ein berührender Einblick in das klösterliche Leben. 20.00 Uhr SF1.
Samstag, 8. April
Wort zum Sonntag. Sepp Riedener. 19.55 Uhr SF1.
Spenden Sie Trost mit einer Trauerkarte von
Caritas Thurgau!
Ehren sie das Andenken an Verstorbene und
spenden Sie für Menschen in Not: Ihre Trauerspende und der Erlös aus dem Kartenverkauf
kommen in Not geratenen Menschen im Kanton Thurgau zugute. Herzlichen Dank!
Donnerstag, 13. April
DOK. Die Soldaten des Papstes. Die Schweizergarde im Vatikan feiert 2006
ihr 500. Jubiläum. Aus diesem Anlass hat der Filmemacher Felice Zenoni einen
Dokumentarfilm gedreht. 20.00 Uhr SF1.
Freitag, 14. April
Das Leben Papst Johannes Pauls II. Die wichtigsten Stationen aus dem Leben
des 2005 verstorbenen Papstes. 20.00 Uhr SF1.
MH
Z1
00
.2,
10
0.3
,1
01
.9
Trauerkarten mit Couvert, neutralem Einlageblatt und einem Gedicht von Silja Walter wie
auch Einzahlungsscheine für Grabspenden
können bestellt werden bei: Caritas Thurgau,
Felsenstr. 11, 8570 Weinfelden,
Tel. 071 626 80 00, Fax 071 626 80 35, EMail: info@caritas-thurgau.ch,
PC-Konto 85-1120-0.
NOTIZEN ZUM SONNTAG
TOP-Klick – Gedanken zum Tag
Jeden Samstag zw. 18.55 und 19.00 Uhr
3. bis 8. April:
Esther Reutimann
10. bis 15. April:
Mathias Girgis
CHILEFENSCHTER
jeden Sonntag bis 8.30 Uhr
Norbert Mohr
Schmiedgasse 25, 8597 Landschlacht
E-Mail: postmaster@nmohr.ch
Gedanke zum
Wuchenänd
Im April:
Hansjörg Frick
«Unterwegs – ein kirchliches Magazin aus Schaffhausen»
Jeweils letzter Sonntag im Monat: 8 bis 9 Uhr
Wiederholung: 22.00 bis 23.00 Uhr
Ökumenische Kommission für das Lokalradio
Postfach 1051, 8200 Schaffhausen
Nummer 7/2006
ForumKirche
15
■ Kalenderblatt
■ Zu guter Letzt
Montag, 3. April, 7.30 bis 7.45 Uhr
Montag, 10. April, 7.30 bis 7.45 Uhr
St.Annakapelle, Münster Schaff hausen
Eingang bei der Schillerglocke
Ökumenische Morgenbesinnung
vor der Grossratssitzung
Pfr. Joachim Finger (3. April)
Gemeindeleiter Paul Bigger (10. April)
Mittwoch, 5. April, 14.30 Uhr
Refektorium des Kapuzinerklosters Wil
Bibelstunde
Franziskanische Gemeinschaft Wil
Mittwoch, 5. April, 19.30 Uhr
in der kath. Kirche Münchwilen
Taizé-Meditationsabend
Pfarrei St.Antonius, Münchwilen
Montag, 10. April, 20.15 bis 21.45 Uhr
im «Hirschen»-Saal, Neunkirch
Meditationstanz
Leitung: Rösli Koller
Mittwoch, 12. April, 19.00 Uhr
im Raum der Stille (Kaplanei)
St.Peter, Schaffhausen
Ökumenische Taizé-Andacht
Pfarrei St.Peter, Schaffhausen
AZA 9403 Goldach
Freitag, 14. April, 4.00 bis 5.00 Uhr
im Kapuzinerkloster Wil
Gebetsstunde am Karfreitag
Franziskanische Gemeinschaft Wil
«Mir gohts guet!»
«Do isch de Jonas. Mir gohts guet!» Eine typische Kinderantwort! Jonas weiss genau, was
ich als Erstes fragen werde. In seiner Fürsorglichkeit nimmt er meine Einstiegsfrage vorweg
und beantwortet sie gleich. Im Moment musste
ich mir überlegen, was ich denn sonst als erste
Frage stellen könnte.
Ein ähnlicher Mechanismus spielt sich bei uns
Erwachsenen ab. Dort tönt es etwa so: «Wie
geht es dir? Ich nehme an gut!»
Und wenn der andere sagt: «Mir geht es sehr
schlecht!» oder wenn er gar nicht erst sagen
will, wie es ihm ergeht?
Die Spirale der unbedachten Worte geht dann
oft weiter, wenn der Fragende nicht auf die Not
des anderen eingeht, sondern nach zwei, drei
Sätzen über sein eigenes Schicksal zu klagen
beginnt.
Was so kopflos erscheint, hat zumindest den
Vorteil, dass man nicht herzlos aneinander
vorbeigeht.
Herzensdenken – so kann man es auch nennen.
Das nächste Mal werde ich Jonas sagen: «Erzähl
mir etwas. Erzähl mir etwas von dir.» Ich bin
gespannt, wie er reagieren wird.
Jedenfalls habe ich gelernt, etwas sparsamer
mit persönlichen Fragen umzugehen. Wenn ich
mich aber bewusst nach der Befindlichkeit erkundige, spreche ich die Frage bewusst aus, um
auch bewusst präsent zu sein, wenn die Antwort
Zeit braucht.
Konzert
Palmsonntag, 9. April, 17.00 Uhr
Klosterkirche St.Ulrich, Kreuzlingen
Johannespassion: J. S. Bach
Iris-Anna Deckert, Sopran; Daniel Gloger, Altus;
Hermann Oswald, Evangelist;
Philipp Niederberger, Pilatus und Arien;
Marek Rzepka, Christus und Arien.
Ensemble Cantissimo, Vokalensemble Konstanz,
Barockorchester Kammerphilharmonie
Bodensee
Leitung: Markus Utz
Ich hoffe, es geht
Ihnen gut … und
wenn nicht, dass
Sie einen Menschen finden, dem
Sie Ihr Leid klagen
können.
Hans Kuhn-Schädler
■ Impressum
Redaktion:
forumKirche, Postfach 234, 8570 Weinfelden,
Tel. 071 620 09 65, Fax 071 620 09 67,
E-Mail: redaktion@forumkirche.ch
Hans Kuhn-Schädler, leitender Redaktor,
Tel. 071 620 09 66
Ruth Jung-Oberholzer, redaktionelle Mitarbeiterin
Redaktionssekretariat: Marie-Therese Kuhn-Schädler, Tel. 071 620 09 65, Fax 071 620 09 67
www.forumkirche.ch
Beiträge für den allgemeinen Teil
sind bis 13 Tage (Freitag) vor dem Erscheinungsdatum dem leitenden Redaktor zu senden.
Erscheint alle 2 Wochen
16
ForumKirche
Nummer 7/2006
36. Jahrgang
Herausgeber:
Katholische Landeskirchen Thurgau und
Schaffhausen/Pressverein Genossenschaft
Pfarreiblattkommission:
Präsident: Domherr Theo Scherrer, Kath. Pfarramt,
Freiestrasse 15a, 8570 Weinfelden,
Tel. 071 626 57 81, Fax 071 626 57 80
Satz+Bild/Layout: Graphicom GmbH,
Freiestrasse 4, 8570 Weinfelden
(Zustelladresse für Pfarreiteil),
Tel. 071 622 81 55, Fax 071 622 41 55,
E-Mail: erfassung@graphicom.ch
Druck: AVD Goldach, Sulzstrasse 10,
9403 Goldach, Tel. 071 844 94 44,
Fax 071 844 95 55
Für den Pfarreiteil ist das entsprechende
Pfarramt verantwortlich.
Inserate: Inserateverwaltung forumKirche
Postfach, 8570 Weinfelden,
Tel. 071 620 09 65.
Inserate-Annahmeschluss:
bis spätestens 8 Tage (Mittwoch) vor dem Erscheinungsdatum! (Auflage: 44000 Exemplare)
An die Abonnenten: Adressänderungen sind an das
jeweils zuständige Pfarramt Ihrer Wohngemeinde zu
richten, in der Stadt Schaffhausen Wohnhafte an die
Katholische Kirchenverwaltung, Tel. 052 624 51 51.
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