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EBC-Newsletter #6/2007 Heiß umworbener Mittelstand: Wie die IT

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EBC-Newsletter #6/2007
Heiß umworbener Mittelstand: Wie die IT- und
Telekom-Branche um Aufträge kämpft
Klein- und Mittelunternehmen (KMU) werden seit Jahren umschwärmt - mit
durchwachsenen Ergebnissen. Einerseits entwickelt sich
Informationstechnologie auch für KMU zum Überlebensfaktor, andererseits sind
Budgets und personelle Ressourcen sehr beschränkt.
Wie groß ist der Nachholbedarf der Betriebe bei IT-Investitionen? Welche
Faktoren führen beim KMU-Geschäft zum Erfolg? Was bringt die Auslagerung
von Services an externe Dienstleister? Wie betreut man Firmen, die ohne ITFachkräfte auskommen müssen? Welche Segmente verzeichnen die höchsten
Wachstumsraten? Sind die beworbenen Lösungen für den Mittelstand zu
komplex und teuer? Und ist der aktuelle "Mittelstands-Hype" überhaupt
gerechtfertigt? Darüber diskutieren Experten beim kommenden Event der APAE-Business-Community am 22. März im Wiener Haus der Musik.
Datum: Donnerstag, 22.3.2007
Ort: Haus der Musik, 1010 Wien, Seilerstätte 30
Thema: Heiß umworbener Mittelstand: Wie die IT- und Telekom-Branche um
Aufträge kämpft
Happy Hour: 18:30 Uhr Café Cantino, Dachgeschoß
Podiumsdiskussion: 19:30-21:00 Uhr, Vortragssaal
Die Teilnahme am Meeting der E-Business-Community ist kostenlos.
Bitte um Zusage oder Absage via E-Mail: ebc@apa.at
Probelauf für Handy-TV gestartet
APA/ORF
Seit 5. März testet der ORF Fernsehen am Handy (DVB-H). Vorerst steht
die nächste Mediengeneration nur 1.000 ausgewählten Nutzern zur
Verfügung, kommendes Jahr soll bereits der Realbetrieb starten. Die
Handys für Mobil-TV sind schon am Markt, aber noch nicht freigeschaltet.
Ein Abo soll voraussichtlich 5 bis 10 Euro pro Monat kosten.
Um die Lizenz für DVB will sich die ORF-Sendetechniktochter ORS
bewerben und dann gemeinsam mit Mobilfunkbetreibern den Dienst
anbieten. Derzeit sind bei "mobile tv austria" noch die Mobilkom Austria und
"3" (Hutchison) an Bord, mit T-Mobile Austria und One gibt es Gespräche,
so der kaufmännische Geschäftsführer der ORS, Michael Wagenhofer, vor
Journalisten. Weitere Partner sind Siemens als Netzwerkausrüster sowie
die ORS, die Fachhochschule Salzburg und die
Rundfunkregulierungsbehörde RTR.
Kernzielgruppe für das mobile TV sind laut Raimund Ribitsch,
Geschäftsführer der Fachhochschule Salzburg, Personen zwischen 18 und
24 Jahren, die mit einem bunten Infomix angelockt werden sollen. So wird
es ab 10. April eine ORF-Morgeninfosendung geben. Diese soll
voraussichtlich über zwei Stunden laufen und jede Viertelstunde wiederholt
werden. In Italien, wo "3" den Dienst schon länger anbietet, beträgt die
durchschnittliche Nutzungsdauer mehr als eine Stunde. 250.000
Italienerinnen und Italiener nutzen laut "3"-Österreichchef Berthold Thoma
das Angebot. Sie können zwischen 12 Kanälen wählen.
Im Testbetrieb läuft DVB-H ("Digital Video Broadcast-Handheld") nur im
Zentrum von Wien und am Campus der Fachhochschule Salzburg. Bis zur
Fußball-EM in Österreich sollen alle Landeshauptstädte über mobiles TV
verfügen. Für den Roll-out reichen die Sendemasten des ORF, bei einem
Komplettausbau sollen auch noch Mobilfunkmasten miteinbezogen werden.
Über drei Mio. Euro haben sich ORF und Partner das Angebot bisher
kosten lassen. Wie viel die DVB-H-Sendelizenz kosten wird, ist derzeit noch
offen. Im Gegensatz zu bestehenden Streaming-Angeboten für das Handy
basiert Digital Video Broadcast-Handheld auf dem Prinzip "one to many". Es
wird also nicht gezielt jedes einzelne Mobiltelefon angesteuert, sondern der
Sender strahlt permanent ab und ein Nutzer loggt sich einfach in die
Funkwolke ein. "Bei DVB-H spricht der Pfarrer von der Kanzel zu allen. Bei
Streaming gibt er eine Privataudienz", so "3"-Chef Thoma.
T-Mobile Austria-Chef erwartet weitere Konzentration
APA/T-Mobile
Der neue Chef von T-Mobile Austria, Robert Chvatal, rechnet damit, dass
andere österreichische Mobilfunk-Betreiber ins Ausland verkauft werden. Er
glaube, dass die Zukunft der Branche in grenzüberschreitenden
Zusammenschlüssen liege, sagte er in einem Interview mit dem "Ö1Mittagsjournal".
"Ich glaube, dass jemand, der die Synergien einer internationalen Gruppe
besser nutzen kann, sich in Zukunft besser am Markt durchsetzen können
wird. Es gibt bereits in vielen Märkten mehr internationalen Wettbewerb als
wir ihn derzeit noch in Österreich haben", so Chvatal. Die Deutsche
Telekom-Tochter hatte selbst erst im vorigen Jahr den österreichischen
Konkurrenten tele.ring gekauft. Als Übernahmekandidat gilt jetzt vor allem
die Nummer drei am Markt, One.
Deren Mehrheitseigentümer, der deutsche Energiekonzern E.ON , hat
schon vor einigen Jahren angekündigt, sich von seinen Anteilen trennen zu
wollen. Um die Nummer vier, Hutchison ("3"), ranken sich ebenfalls schon
länger Verkaufsspekulationen, die der chinesische Mutterkonzern bisher
stets dementiert hat. Auch der Marktführer, Mobilkom Austria, steht derzeit
nicht zum Verkauf, kooperiert aber bereits mit Europas größtem
Mobilfunkkonzern Vodafone.
Dass es mit den Tarifen weiter hinunter gehen wird, davon ist Chvatal
überzeugt. Allein im Vorjahr sei das Preisniveau neuerlich um 10 Prozent
gesunken, heißt es im Bericht. Außerdem plädiert der neue T-Mobile Austria
-Chef für mehr Transparenz bei den Tarifen. "Die Kunden sollten genauer
erkennen können, was sie das Telefonieren mit dem Handy tatsächlich
kostet", sagte der Mobilfunk-Manager. Wachstumschancen sieht er vor
allem noch im mobilen Internet.
Tele2UTA verzeichnet stagnierenden Umsatz
APA/Gindl
Der größte alternative österreichische Telekomanbieter Tele2UTA hat 2006
ein positives Nettoergebnis in einstelliger Millionenhöhe erzielt. Der Umsatz
lag bei über 300 Mio. Euro und war somit "relativ stabil", sagte der neue
Tele2UTA-Chef Robert Hackl. Das Ergebnis vor Steuern und
Abschreibungen (EBITDA) hat sich gegenüber 2005 demnach verdoppelt.
Ein Sparkurs, wie in der Branche gemunkelt, sei keinesfalls geplant. "Ich
stehe für profitables Wachstum", betonte Hackl vor Journalisten. Der neue
Chef hatte am 11. Jänner völlig überraschend das Ruder von Norbert
Wieser übernommen, der Tele2 in Österreich zum ernstzunehmenden
Konkurrenten für Marktführer Telekom Austria aufgebaut hat. Begründet
wurde der Abgang damit, dass sich Wieser neuen Herausforderungen
widmen will. Laut Tele2UTA ist nicht bekannt, was Wieser in Zukunft
machen wird. Er sei aber weiterhin als Berater für das Unternehmen tätig.
Heuer setzt die Tochter der schwedischen Tele2, die 2005 die UTA
übernommen hat, auf den Breitbandausbau mittels Entbündelung und eine
Geschäftskundenoffensive. Tele2UTA, die als Wiederverkäufer von
Angeboten der Telekom Austria groß geworden ist, soll vom Reseller zum
Access-Provider transformiert werden. "Wir wollen heuer die Zahl der
Breitbandkunden verdoppeln", lautet die Kampfansage von Hackl.
Tele2UTA hat nach eigenen Angaben 1,2 Mio. Kunden, davon 100.000 im
Bereich Breitband-Internet sowie 174.000 Mobilfunkkunden. Österreich
steuere mehr als ein Drittel zum Umsatz und Ergebnis in der Region
"Central Europe" bei. Insgesamt sei man 2006 über dem Markt gewachsen.
So habe es bei den DSL-Internetanschlüssen ein Marktplus von 34 Prozent
gegeben, während Tele2UTA laut Hackl um 59 Prozent zulegte.
UPC Telekabel will stärker ins Handygeschäft
einsteigen
APA/Multimedia Austria
Der Wiener Kabelnetzbetreiber UPC überlegt ein Engagement im mobilen
Datenkartengeschäft. Derzeit kooperiert UPC mit One (Privatkunden) und T
-Mobile (Geschäftskunden) bei der Handytelefonie, künftig soll auch dem
Trend zu Notebooks mit UMTS-Karten Rechnung getragen werden.
Wobei UPC-Chef Thomas Hintze gerne mit den bisherigen Partnern
zusammenarbeiten möchte, allerdings im Gegensatz zur Sprachtelefonie
auch die Vermarktung des Datenproduktes übernehmen will. Dass
längerfristig fixe Internetverbindungen verschwinden und durch die
Datenkarten abgelöst werden, glaubt Hintze aber nicht. "Ich habe noch nie
erlebt, dass eine bestehende Infrastruktur einfach nicht mehr genutzt
wurde", meinte er im APA-Gespräch. Er verwies darauf, dass
Kabelverbindungen auch in Zukunft schnelleres Surfen erlauben würden als
über eine Mobilfunkanbindung.
Sehr zufrieden zeigte sich Hintze mit der Integration des ehemaligen
Mitbewerbers Inode, der im Frühjahr 2006 um 95 Mio. Euro gekauft wurde.
Dadurch sei es gelungen, den "Footprint" auf die ländlichen Regionen
auszubauen, nachdem das Kabelnetz in Wien an seine räumlichen Grenzen
gestoßen ist, so Hintze. Zusätzlich habe man im Geschäftskundenmarkt
Fuß gefasst.
T-Systems Österreich verbessert Ergebnis
APA/T-Systems
Die Geschäftskundensparte der Deutschen Telekom, T-Systems, konnte in
Österreich 2006 den Jahresumsatz nur minimal auf 159 (2005: 158) Mio.
Euro steigern. Erfolgreicher verlaufen ist laut Angaben des Unternehmens
die Entwicklung beim Ertrag. Nachdem man 2005 nur ein knapp positives
Ergebnis erzielen konnte, habe man sich 2006 deutlich verbessert, hieß es
auf Anfrage der APA.
"2007 wird für uns ein Wachstumsjahr", sagt Rudolf Kemler, Vorsitzender
der Geschäftsführung von T-Systems in Österreich. Der Konzern werde den
Anteil am Auslandsumsatz außerhalb von Deutschland in der
Geschäftskundensparte bis 2010 verdoppeln. Damit liege auch ein
entsprechendes Augenmerk auf Österreich als Drehscheibe in der Region
Zentral- und Osteuropa.
Neben dem Ausbau des Outsourcing- und Telekommunikations-Geschäftes
setzt T-Systems in Österreich den Fokus auf Themen wie E-Health und EGovernment, um Abläufe im Öffentlichen Bereich und im Gesundheitswesen
effizienter und für den Bürger einfacher zu gestalten.
Firmen zeigen geringeres Interesse an der CeBIT
APA/EPA
Die CeBIT fällt 2007 etwas kleiner aus als im Vorjahr. Wie die Deutsche
Messe AG in Hannover bekannt gab, haben sich zu der weltgrößten Messe
der Informations- und Kommunikationstechnik 6.059 Aussteller angemeldet.
Das sind 203 weniger als 2006.
Die gebuchte Ausstellungsfläche liege mit 280.000 Quadratmetern um 10
Prozent unter dem Vorjahr (310.000 Quadratmeter), sagte Messe-Vorstand
Ernst Raue. An Boden verloren hat die CeBIT laut den Angaben allein bei
den Ausstellern aus Deutschland. Bei den ausländischen Ausstellern gebe
es mit 3.311 dagegen einen leichten Zuwachs gegenüber dem Vorjahr,
sagte Raue. Mehr als 1.600 Aussteller kommen aus Asien.
Der Markt für Informations- und Kommunikationstechnik (ITK) wächst nach
Angaben des Branchenverbandes Bitkom weiter stabil. Für dieses und das
kommende Jahr erwarte man in Europa einen Anstieg der Nachfrage nach
ITK-Produkten von jeweils 2,9 Prozent, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer
Bernhard Rohleder. Weltweit rechne man für 2007 mit einem Wachstum
von 4,0 und für 2008 mit einer etwas schwächeren Steigerung von 3,8
Prozent
Microsoft Österreich wuchs erneut zweistellig
APA/Microsoft
Die Österreich-Tochter des weltgrößten Softwarekonzerns Microsoft hat im
ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2007 (zum 31.12.) ein
Umsatzwachstum von 12,5 Prozent verzeichnet und dürfte damit die 100Mio. Euro-Grenze übersprungen haben. "Wir sind drei Jahre in Folge in
einem fast gesättigten Markt zweistellig gewachsen", erklärte Microsoft
Österreich-Geschäftsführer Herbert Schweiger bei einer Pressekonferenz in
Wien.
Gut angelaufen ist laut den Angaben das Geschäft mit dem neuen Windows
-Betriebssystem. "Vista wurde in Österreich in der ersten Woche öfter
verkauft, als für den gesamten Monat geplant", sagte Lukas Keller, Leiter
des Bereichs Information Worker, der insgesamt um 12,1 Prozent zulegte. Rege
Nachfrage ortet Microsoft auch beim gleichzeitig mit dem Betriebssystem
eingeführten Bürosoftware-Paket Office. Als Referenzkunden werden Billa,
Flughafen Wien oder Telekom Austria genannt.
Überdurchschnittliche Steigerungen gab es im Segment Business Solutions mit
28,5 Prozent, bei Klein- und Mittelbetrieben und im Öffentlichen Bereich war das
Plus ebenfalls zweistellig. Das Unterhaltungssegment hat vor allem durch die
Entwicklung bei der Spielekonsole Xbox profitiert. Bei Servern konnte der
Umsatz um 18 Prozent erhöht werden. "Das ist aber kein Grund,
Überheblichkeit zu signalisieren. Der Stil, den wir nach außen tragen, ist fast
Bescheidenheit", so Schweiger.
Als große Themen nannte der Microsoft Österreich-Chef IP-TV und digitale
Konvergenz. "Darüber haben wir schon vor zehn Jahren gesprochen. Jetzt ist
es ein Mega-Trend." Bis 2010 würden laut Experten 95 Prozent der großen und
mittleren Unternehmen zumindest mit der Zusammenführung von Daten und
Sprache begonnen haben. Aus diesem Grund sei Microsoft auch eine
"wesentliche Partnerschaft" mit dem heimischen Systemintegrator Kapsch
BusinessCom eingegangen.
Das gesellschaftliche Engagement des Unternehmens im Bereich Corporate
Social Responsibility (CSR) strich Unternehmenssprecher Thomas Lutz hervor.
Im vergangenen Jahr seien neue Initiativen für die Online-Sicherheit von
Kindern und die Verbesserung der Sprachkompetenz durch moderne
Medientechnologie gestartet worden. Die Programme zur Bekämpfung der
digitalen Spaltung der Gesellschaft - wie der Computerführerschein für
Menschen mit Behinderung oder die Aktivitäten mit dem österreichischen
Seniorenrat - würden fortgeführt.
Der gemeinsam mit Partnern initiierte kostenlose "EU Fördermittel-Ratgeber" für
heimische Klein- und Mittelunternehmen weise eine Erfolgsquote von über 80
Prozent auf. Seit dem Start der Initiative im Herbst 2005 wurden 700
österreichische Betriebe beraten und dadurch zusätzliche Fördermittel von einer
Million Euro generiert, so Lutz. Aktuell beschäftigt Microsoft Österreich laut den
Angaben 288 Mitarbeiter. Bis Jahresende soll der Personalstand um bis zu 15
Prozent erhöht werden.
Data Systems Austria schluckt Madras Computer
Der IT-Spezialist Data Systems Austria (DSA) hat den Systemintegrator Madras
Computer übernommen und damit seine Vertriebsaktivitäten verstärkt. "Madras
bringt Kontakte und Know-how ein. Beides hätten wir andernfalls selbst
aufbauen müssen", erklärte Markus Berndt, Vorstand für Sales und Marketing
bei DSA, in einer Aussendung.
Trotz eines gemeinsamen Marktauftritts würden die beiden Unternehmen
getrennt bestehen bleiben. Synergien erwartet sich der Manager vor allem in
der Kundenbetreuung, beim Vertrieb und der Produktpalette. Für sein
Unternehmen seien besonders die Partnerschaften von Madras mit Fujitsu
Siemens Computers, EMC und Novell interessant. DSA selbst arbeitet mit
Branchengrößen wie HP, Microsoft, Computer Associates und Cisco
zusammen.
"Die Akquise von Madras ist ein wichtiger Schritt für Data Systems Austria,
seine Produktpalette zu erweitern", sagte Vorstandschef Jon Martinsen. Der
Deal zeige "die offensive Expansionspolitik" von DSA, so Martinsen, der das
Unternehmen im Herbst 2006 gemeinsam mit Markus Berndt und Richard
Dippelreither von den Firmengründern übernommen hat.
Data Systems Austria ist auf Business-Softwarelösungen spezialisiert und hat
sieben Standorte in Österreich sowie eine Tochterfirma in der Schweiz. Im
Geschäftsjahr 2006 wurden laut den Angaben mit 210 Mitarbeitern rund 31,6
Mio. Euro umgesetzt. Die 1990 in Wien gegründete Madras Computer
VertriebsgmbH ist vor allem in den Bereichen Speichersysteme, BackupLösungen und IT-Sicherheit tätig und weist einen Umsatz von 6,5 Mio. Euro
aus.
Neues Werkzeug verbessert Software-Entwicklung
APA/JKU
Forscher des Instituts für Systems Engineering und Automation der
Johannes Kepler Universität Linz (JKU) und der City University London
(CUL) haben mit dem Mobile Software Presenter (MSP) ein Werkzeug
entwickelt, das Fehler bei der Erhebung von Software-Anforderungen für
sicherheitskritische Systeme vermeiden helfen soll.
Anwendungsspezifische Checklisten auf mobilen Endgeräten könnten dabei
sicherstellen, dass bei der Projektplanung auch Anforderungen für
Ausnahmesituationen festgelegt werden, heißt es in einer Aussendung der
JKU. "Durch die Beobachtung von Abläufen und das Erkennen von
Zusammenhängen wird verborgenes Wissen sichtbar. Das neue
Softwaresystem kann so umfassender und genauer spezifiziert werden", erklärt
Norbert Seyff, der zusammen mit Leiter Paul Grünbacher auf österreichischer
Seite für das Projekt verantwortlich zeichnete.
Wichtige Abläufe der Systembenutzung werden meist durch nachgestellte
Szenarien zusammen mit künftigen Benutzern ermittelt. Diese befinden sich
dabei jedoch nicht in ihrem gewohnten Arbeitsumfeld und lassen oftmals
wichtige Anforderungen außer Acht. Der MSP erlaubt neben Text- auch
Audionotizen und Freihandzeichnungen zur Beschreibung von
Problemstellungen. Diese stehen allen Projektbeteiligten in strukturierter Form
in einem Datendepot zur Verfügung.
Ausschreibung für ELGA vielleicht noch heuer
APA-WebPic
Der neue elektronische Gesundheitsakt (ELGA) wird in der ersten Phase
einen niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag verschlingen. Stimmt
die Bundesgesundheitskommission im Frühjahr einer weiteren
Detailplanung zu, könnte der Auftrag noch heuer ausgeschrieben werden,
hieß es aus dem Gesundheitsministerium zur APA. Mit einer Vergabe ist
allerdings erst 2008 zu rechnen, eine Realisierung vor 2010 gilt deshalb als
unwahrscheinlich.
Bis sämtliche Ärzte und Befunde in dem System erfasst sind, wird es nach
Einschätzung der Experten noch mindestens zehn Jahre dauern. Geht es
jetzt in der ersten Phase um rund 26 Millionen Einträge pro Jahr aus
Radiologie, Laborbefunden und Entlassungsbefunden in den Spitälern,
müssten für die Erfassung sämtlicher Patientendaten alleine über 160
Millionen Einzelmedikament-Verschreibungen jährlich miterfasst werden.
Die für die erste Phase geschätzten knapp sieben Abrufe pro Sekunde
würden bei vollständiger Datenerfassung in derzeit noch kaum
abschätzbare Dimensionen steigen.
Konkret in Auftrag gehen werden zunächst ein "Master-Patienten-Index", ein
"Dienstleister-Index" mit sämtlichen medizinischen Einrichtungen, dessen
Ärzte und Personal und eine Suchmaschine zur Bedienung des Systems.
Das beinhaltet auch ein ausgefeiltes Sicherheitssystem etwa durch
Fingerprint oder andere Personen-Erkennung, damit man genau registrieren
kann, wer von wo Patientendaten abruft.
Datensicherheitsbedenken sind daher aus Sicht des Ministeriums unbegründet.
Während jetzt oft völlig unbekannt bleibe, durch welche Hände Befunde
wandern, werde das künftige System jeden Abruf dokumentieren und genau
zuordnen können. Die Daten würden außerdem grundsätzlich bei den
behandelten Ärzten, Labors und Spitälern verbleiben. Eine zentrale Erfassung
sei nicht geplant, betont man.
Gute Chancen für die Erstellung der Indizes werden vor allem dem
Hauptverband der Sozialversicherungsträger eingeräumt, zumal er über die
Sozialversicherungsnummer schon 98 Prozent der österreichischen
Bevölkerung erfasst und mit so gut wie jeder medizinischen Einrichtung
Verträge hat. Um die Registrierung rittern schon jetzt die "üblichen
Verdächtigen" - etwa das Bundesrechenzentrum, die Deutsche TelekomTochter T-Systems, die mit Siemens und der oberösterreichischen Firma
Systema schon in Niederösterreichs Landeskrankenhäusern ein
Vorzeigebeispiel realisiert hat, oder auch die Telekom Austria.
WLAN-Community "Fon" verzeichnet großen Zulauf
APA/Fon/Google
Wer sein eigenes drahtloses Breitband-Internet (WLAN) für andere
zugänglich macht, surft bei allen anderen Community-Mitgliedern weltweit
gratis mit. Das Konzept des Ende 2005 gegründeten spanischen
Unternehmens Fon hat in Österreich bereits rund 4.000 Personen
überzeugt, weltweit sind es schon mehr als 300.000. Nun mehren sich aber
Stimmen, die auf potenzielle rechtliche Probleme und technische
Schwierigkeiten hinweisen.
"Durch die kostenlose Abgabe von Routern haben wir die Masse erreicht,
die für unser Geschäftsmodell notwendig ist. Deshalb verzeichnen wir
momentan rasante Zuwächse. In Österreich sind etwa 4.000 User
registriert, 2.500 haben einen WLAN-Router, 1.500 sind tatsächlich online",
erklärte Florian Forster, zuständiger Manager für die Marktentwicklung in
Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH), im Gespräch mit den
APA-OnlineJournalen.
Durch den Router wird das Signal in zwei Bereiche aufgespalten - einen für
die private Internet-Nutzung und den anderen für Fon-Mitglieder, die
entweder im Gegenzug einen Teil der Kapazitäten ihres Zugangs zur
Verfügung stellen oder dafür zahlen. Weltweit hat das Unternehmen laut
eigenen Angaben über 300.000 registrierte Nutzer, verfügt über mehr als
100.000 Hotspots und beschäftigt knapp hundert Mitarbeiter. Durch die
schlanke Struktur wolle man "schnellst möglich" in die schwarzen Zahlen
kommen.
Rund die Hälfte der registrierten Kunden sind so genannte "Aliens", die ihren
Anschluss nicht teilen und für Tagestickets drei Euro bzw. Dollar zahlen. Der
Rest setzt sich aus "Linus"-Nutzern (75 Prozent), die ihr Netzwerk öffnen und
dafür weltweit gratis surfen, sowie "Bills" (25 Prozent), die am Teilen verdienen
wollen und auf den kostenlosen Zugang zur Community verzichten, zusammen.
Das Ziel, bis 2010 eine Million Kunden zu haben, werde man voraussichtlich
bereits früher erreichen, so Forster.
Google und Skype als Investoren
Die laut eigenen Angaben größte WLAN-Gemeinschaft der Welt hat zum Start
von vier Kapitalgebern rund 21 Mio. Euro bekommen. Branchengrößen wie der
Internet-Telefonie-Anbieter Skype (gehört zu eBay), der
Suchmaschinenbetreiber Google sowie die Kapitalgeber Index Ventures und
Sequoia Capital zählen zu den Investoren. Gegründet wurde das Unternehmen
vom gebürtigen Argentinier Martin Varsavsky, der zuvor bereits Viatel, Jazztel
und Ya.com aus der Taufe gehoben hat.
In welche Richtung Fon künftig verstärkt gehen will, zeigt die kürzlich bekannt
gegebene Kooperation mit dem Mobilfunker debitel Nederlands. Durch eine
neue Software können Fon-Mitglieder mit WLAN-Handys an den weltweit über
100.000 Hotspots kostenlos ins Internet gehen und mittels Voice over IP (VoIP)
telefonieren. Das Angebot umfasst ein Nokia-Handy und einen Fon-Router. In
Zukunft sollen laut Unternehmensangaben beispielsweise auch MP3-Player
über Fon Zugang zum Internet erhalten. Ein Produkt-Bundle mit einem WLANHandy und Freiminuten des Kapitalgebers Skype wird bereits angeboten.
Eine Konkurrenz für die Mobilfunker seien die WLAN-Handys nur bei einem
halbwegs flächendeckenden Netz in Städten. "Zurzeit zahlt man etwa bei MusikDownloads ja nicht nur für den einzelnen Song, sondern auch für die
Übertragung. Datenintensive Dienste - wie etwa Videos - werden daher bisher
kaum genutzt", ist Forster überzeugt. Eine Strategie, die durchaus aufgehen
könnte: Die Marktforscher von Juniper Research prognostizieren in einer
aktuellen Studie jedenfalls ein starkes Wachstum bei Handys, mit denen man
sowohl über Mobilfunk als auch WLAN telefonieren kann (Dual Mode Phones).
Branchenprimus Mobilkom Austria reagiert auf diesen Trend gelassen: "Jedem
Kunden steht es frei, Endgeräte mit verschiedensten Funktionen und
technischen Möglichkeiten zu nutzen", heißt es von Unternehmensseite.
Allerdings empfehle man den Einsatz von offenen Dual Phones nur in
gesicherten und vertrauenswürdigen Netzen, wie unternehmenseigenen
(Corporate Networks) und privaten Netzen.
Heimische Internetprovider skeptisch
Mit dem Geschäftsmodell des spanischen Unternehmens haben sich
naturgemäß auch die heimischen Internet Service Provider (ISPs) beschäftigt.
Fon selbst gibt zwar an, enge Kooperationen anzustreben und "bereits viele
Partner gefunden zu haben". In Österreich darf das Unternehmen allerdings mit
wenig Gegenliebe rechnen.
"Wir haben ziemliche Bedenken. Ich würde jedenfalls meinen Anschluss nicht
mit wildfremden Leuten teilen. Denn alles, was dann passiert, wird dem Nutzer
angelastet", erklärte Roland Türke, Präsident der Internet Service Providers
Austria (ISPA) und technischer Leiter innerhalb der UPC Austria Gruppe,
gegenüber den APA-OnlineJournalen. Grundsätzlich müsse man sich die
jeweiligen Geschäftsbedingungen ansehen, bei den meisten Internet Service
Providern sei diese Vorgangsweise aber verboten. Eine Ausnahme würden
Business-Anschlüsse darstellen, durch die man als Mini-Provider auftreten
könnte. "Das ist aber ein anderes Modell", so Türke.
Auch die Telekom Austria betonte, dass der Kunde "für sämtliche Aktivitäten
haftet, die er oder andere User über seinen Internet-Anschluss tätigen".
Abgesehen von den etwaigen Mehrkosten, die fremde Benutzer verursachen
könnten, gelte es zu bedenken, "dass die Gewährung des freien Zugriffs auf den
Rechner des Kunden erhebliche Sicherheitsprobleme in sich birgt. Aus diesen
wichtigen Gründen bietet Telekom Austria ein derartiges Produktmodell nicht
an."
Gegenüber den APA-OnlineJournalen betonte Fon-Manager Florian Forster,
dass ihm "keine Aussage eines österreichischen Internet Service Providers
bekannt ist, dass Fon nicht unterstützt wird". Der Fon-Dienst stelle auf Grund
der Registrierungspflicht außerdem "keinen öffentlichen WLAN-Hotspot dar".
Sollte ein Internetanbieter darum bitten, die Vermarktung von Fon gegenüber
seinen Kunden einzustellen, werde man den Kunden "einen Vorschlag machen,
wie sie schnell und problemlos zu einem anderen Provider wechseln können,
welcher Fon gestattet", heißt es im Weblog des Firmengründers.
eBay.at hat bereits 1,5 Mio. Mitglieder
APA/OTS/eBay
Das Internet-Auktionshaus eBay hat in Österreich fünf Jahre nach dem Start
bereits 1,5 Millionen Mitglieder, die jährlich rund 360 Euro ausgeben. Damit
werde bereits mehr als ein Viertel des heimischen E-Commerce-Umsatzes
über eBay generiert, erklärte eBay Österreich-Chef Alberto Sanz.
Aktive eBay-Nutzer verbringen demnach acht Stunden im Monat auf dem
Portal und klicken dabei rund 1.000 Seiten an. Der "durchschnittliche" User
ist um die 35 Jahre alt, männlich (55 Prozent) und verfügt über eine
überdurchschnittliche Bildung bei durchschnittlichem Gehalt. 80 Prozent der
Artikel kommen von privaten Anbietern, so Sanz vor Journalisten. Rund
4.400 Österreicher leben bereits von den Versteigerungen auf eBay.at oder
verdienen zumindest mehr als ein Viertel ihres Gesamteinkommens damit.
Insgesamt wurden in den vergangenen fünf Jahren nach eBay-Angaben in
Österreich 120 Millionen Angebote abgegeben und 24 Millionen Produkte
gekauft. Heuer will eBay.at mit seinen 22 Mitarbeitern verstärkt wieder
private Bieter ansprechen, nachdem 2006 die Gewerbeanbieter im Visier
standen. Außerdem werde im Frühjahr das SMS-Bieten ermöglicht und ein
eigener Sicherheitsbeauftragter installiert.
Startschuss für DICOM
APA/DICOM
Aktuelle Entwicklungen in der Branche beleuchtet heuer wieder der
österreichische Direct Marketing Kongress „DICOM". Am 15. März werden
14 Vortragende vor rund 350 Gästen im Badener Congress Casino
erfolgreiche Konzepte, neue Trends und Fallstudien präsentieren.
Key Note Speaker ist Steve Harrison, Jurypräsident der Cannes Lions
Direct, der über "Creative Culture" und wie "die große Idee" entsteht
referiert. Alois Ferscha, Pervasive Computing-Experte, beleuchtet die
Interaktion zwischen digitaler und realer Welt. New Media- und WeblogFachmann Thomas N. Burg widmet sich dem Thema "Web 2.0 - MySpace,
YouTube und die neuen KundInnen". Das Special „Handel und
Konsumgüter - zwischen geilem Geiz und der Sehnsucht nach treuen
Kunden" soll den Handel als Treiber neuer Dialogmarketing-Initiativen in
den Mittelpunkt rücken.
SERVICE: Anmeldung unter http:// www.dmvoe.at/dicom2007 ,
office@dmvoe.at oder 01/911 43 00-0.
Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Content-Provider für
Portals und Mobile Devices, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit
Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen
ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungsund Informationsaustausch zu schaffen.
Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind:
- ANECON Software Design und Beratung GmbH www.anecon.com
- Capgemini Consulting Österreich AG www.at.capgemini.com
- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc
- DIMOCO Direct Mobile Communications GmbH www.dimoco.at
- Direct Marketing Verband Österreich www.dmvoe.at
- economyaustria economyaustria.at
- Gentics www.gentics.com
- Hewlett-Packard www.hp.com/at
- IT Solution GmbH www.itsolution.at
- Kapsch CarrierCom AG www.kapsch.net
- Microsoft Österreich www.microsoft.com/austria
- NextiraOne www.nextiraone.at
- SER Solutions Österreich GmbH www.ser.at
- T-Mobile Austria t-mobile.at
- Wirtschaftskammer Österreich wko.at
- APA-MultiMedia multimedia.apa.at
Rückfragen:
APA-E-Business-Community
Barbara Rauchwarter
Tel.: +43/1/360 60-5700
E-Mail: ebc@apa.at
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