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Kindergartenumzug „ Wie alles begann“

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64 Schützenfest Grefrath
Kindergartenumzug „ Wie alles begann“
v.l.:Thomas Jennissen u. Annika Löb, S.M. Dirk Nowak u. Sabine Meffert,
Markus Longerich und Kerstin Deuss
Gedanken zum Schützenumzug der Kindergartenkinder
Grefrath rüstete zum Schützenfest und auch wir im Kindergarten pflegten
natürlich das Brauchtum. Hüte, Zylinder, Trommeln, Gewehre und andere
Utensilien wurden mit den Kindern gebastelt. „Wir machen auch einen
Umzug.“ Das fand unser Dorfsheriff gar nicht so toll. „Wie stellt ihr euch
das vor, dafür benötigt ihr eine Genehmigung vom Amt und das geht nicht
innerhalb von 3 Tagen.“,
Nun gut, wir marschierten also nur ums Haus und im Garten fand eine
Parade statt. In den Köpfen der Erwachsenen wurde das Thema
Schützenfestumzug erst einmal zwischengelagert, aber im nächsten Jahr
kam pünktlich vier Wochen vor dem Termin die beantragte Genehmigung
zur Nutzung der Strasse zwecks Kindergartenschützenfestzug.
Nun konnten die Vorbereitungen beginnen. König ausschießen (werfen),
Kleidung für Schützen und Hofstaat bereitlegen, Hüte, Gewehre,
Blumenhörner, Sträuße, Trommeln usw. basteln.
Dadurch, dass kein Fundus vorhanden war, musste vieles improvisiert
werden. Z. B. wurden weiße Hosen aus Bettlaken oder abgelegten großen
Schützenhosen genäht, lange Röcke und Stolen von Müttern und
Großmüttern oder Nachthemden wurden zu langen Kleidern
umfunktioniert, ein Steckenpferd ersetzte das Pony etc.
Schützenfest Grefrath 65
Kindergartenumzug „Wie alles begann“
Jedes Jahr kamen Neuerungen hinzu: aus sägerauhen Brettern (vorher
Verpackung für Glasscheiben) wurden Gewehre, die Mädchen bekamen
schönere Kleider und das Steckenpferd wurde durch Pony oder Pferd
ersetzt. Die künstlichen Blumen hatten ausgedient als Frau Spelter aus
Dirkes jedes Jahr frische Sträußchen für die Hofdamen lieferte.
Im Laufe der 25 Jahre mußte vieles repariert und ergänzt werden und auch
heute wird vor Schützenfest der gesamte Bestand begutachtet. So einige
Dinge verschwanden das ein oder andere Mal auf wundersame Weise und
mussten ersetzte werden.
Start für die Aktivitäten war und ist auch heute noch das Vogelschießen
(Werfen). Oft gab es Tränen, wenn es nicht klappte und ein anderer König
wurde, obwohl man es doch so gerne geworden wäre. „Was werde ich
denn?“ war eine oft gestellte Frage. Bei vielen Kindern kein Problem. „Ich
werde Jäger wie mein Papa oder Opa.“ Manchmal hörte man auch: „Ich
werde auf keinen Fall Sappeur, so`nen doofen Hut mit Klobürste setze ich
nicht auf.“ Dann wurde die wichtige Funktion der Sappeure erklärt. Auch
der Umgang mit Gewehr oder Beil war Bestandteil der Erläuterungen oder
aber die Frage, welchen Ursprung das Schützenwesen hat.
Als ich gefragt wurde, ob ich einige Worte zu den Anfängen des
Kindergartenumzuges schreiben könnte, fielen mir viele kleine Geschichten
ein. Diese hier alle zu erzählen, würde den Rahmen sprengen.
Inzwischen sind die ersten Kindergartenschützen schon 25 Jahre dem
Kindergarten entwachsen, sind aber treue Schützen im Grefrather
Regiment, zum Teil sogar in führenden Positionen.
Es freut mich zu sehen, dass die Arbeit der letzten 25 Jahre auf fruchtbarem
Boden gefallen ist und Grefrath sich keine Sorgen um den Nachwuchs
machen muß - solange um kurz vor 12 am Pfingstsamstag die kleinsten
Schützen mit Feuereifer durchs Dorf ziehen.
Gez. Hannelore Steffens
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