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Für Fatema Homad eigentlich ein Tag wie immer: „Ich liebe Kinder

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Burger Rundschau
Freitag, 22. November 2013
Guten Tag!
13
Meldungen
Vollsperrung noch
bis 6. Dezember
Burg (re) ● Voraussichtlich
noch bis zum 6. Dezember
dauert der 1. Bauabschnitt
des Ausbaus der Magdeburger
Chaussee und damit auch
die Vollsperrung der Straße.
„Den Winter über kann die
Magdeburger Chaussee dann
wieder vollständig befahren
werden“, sagte Bau-Fachbereichsleiter Mario Schmidt im
jüngsten Stadtrat. Innerhalb
des 2. Bauabschnitts, der
voraussichtlich im März 2014
beginnt, werde es wiederum
eine Vollsperrung geben, die
dann zwölf Wochen dauern
soll, hieß es weiter.
Von Mike Fleske
Ein ziemlich
blöder Trick
M
it Speck fängt man
Mäuse, mit Katzenstreu hingegen Gauner. Das hat kürzlich eine
Dame aus der Nähe von Aachen
bewiesen. Sie wurde von Trickbetrügern am Telefon für eine
Seniorin gehalten und sollte
mit dem Enkeltrick übers Ohr
gehauen werden.
Die 55-Jährige meldete sich
bei der Polizei und statt des gewünschten Schmuckes packte
sie Katzenstreu in einen Beutel, den sie am Übergabeort an
die Betrüger aushändigte. Die
hatten aber nicht viel Freude
an ihrer Beute, weil sofort die
Handschellen der Polizei klickten.
Also wenn mir jemand sagt,
dass er mein Enkel wäre, würde ich darauf auch nicht reinfallen, sondern fragen: „Warum bis du nicht in der Schule?“
Und der würde fragen: „Wieso
sind Sie eigentlich nicht bei
der Arbeit?“ Dann würde mir
einfallen, dass gar nicht mein
freier Tag ist und mich schleunigst auf den Weg zum Dienst
machen. Am Arbeitsplatz würde sich das Rätsel schnell aufklären.
Die Lösung wäre dann, dass
die Kollegen mal wieder willkürlich den Kalender verblättert haben und ich auf den neu
angezeigten Tag reingefallen
bin. Das ist vielleicht auch ein
blöder Trick - aber der funktioniert ganz ohne irgendwelche
Enkel.
Scheunen-Weihnacht
am 7. Dezember
Fatema Homad (Mitte) bäckt mit den Kindern des Kinderclubs international. Seit fünf Jahren ist sie in Deutschland. Im Kinderclub engagiert sie sich ehrenamtlich seit vier Jahren. Die Mitarbeit von Zugewanderten in einem Projekt für sozialschwache und zugewanderte Kinder würdigte das Land mit dem Integrationspreis 2013. Foto: Juliane Quägwer
Für Fatema Homad eigentlich ein Tag
wie immer: „Ich liebe Kinder einfach“
Der Kinderclub International Burg mit dem Integrationspreis des Landes ausgezeichnet
Polizeibericht
Große Freude in der PetriGemeinde in Burg: Der
2007 gegründete Kinderclub International hat
den Integrationspreis des
Landes erhalten. „Gelebte
Vielfalt und gelungene
Integration“ – so hieß es
in der Laudatio für das
Burger Projekt.
Sachschaden bei
Auffahrunfall
Nov
Heute vor
10 Jahren
22
2003
• Die Gemeinde Nedlitz will
aus der Verwaltunsgemeinschaft Biederitz austreten.
• In Vogelsang wird Richtfest
für den neuen Funktionstrakt
des Fachkrankenhauses gefeiert.
• Die Zuschüsse des Landkreises an den Kreisfeuerwehrverband sollen erheblich verringert werden.
• Der Gommeraner Gesteinsgarten vereint 233 Gesteinsblöcke.
• Die Zukunft der Sekundarschule Burg-Süd ist unsicher.
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Reesen (bsc) ● Der Heimatverein Reesen lädt am Sonnabend, 7. Dezember, zur ersten
Scheunen-Weihnacht auf den
Hof in der Reesener Dorfstraße 3 ein. Eröffnet wird die
Scheunen-Weihnacht um 14
Uhr in der Kirche mit einem
Gottesdienst. In und rund um
die rekonstruierte Scheune
wird es unter anderem viele
süße und herzhafte Leckereien, weihnachtliche Blumensträuße, Töpferei und Strickwaren sowie Überraschungen
vom Weihnachtsmann geben.
Von Juliane Quägwer
Magdeburg/Burg ● Einen eigentlich ganz normalen Nachmittag verbrachte gestern Fatema
Homad mit den Kindern im
Burger Kinderclub International. Es wurde gebacken. Dabei
war der Tag schon besonders.
Am Vorabend haben das Projekt und seine Mitstreiter große
Anerkennung erfahren.
Dabei hatte es Susi Möbbeck,
die Integrationsbeauftragte
des Landes, bei der Preisverleihung für den Integrationspreis
2013 in Magdeburg vorgestern
Lisa-Marie Hoyer (3.v.r.), Sina Thiess (3.v.l), Fabian Borghardt (2.v.l.)
und Jana Kaufmann-Päschel (2.v.r.) vom Burger Kinderclub International empfingen den Integrationspreis 2013. Es gratulierten Arbeitsund Sozialminister Norbert Bischoff (r.) und Susi Möbbeck (LandesFoto: Juliane Quägwer
integrationsbeauftragte).
Abend richtig spannend gemacht. Bei der Begründung
für die Kategorie „Vielfalt lernen von Anfang an“ lauschten
die Burger Fabian Borghardt,
Lisa-Marie Hoyer, Sina Thiess
und Jana Kaufmann-Päschel
aufmerksam. „Die Jury wollte unbedingt das langjährige
Engagement des Ehrenamtes
würdigen“, verlas die Integrationsbeauftragte. Dann lobte
Möbbeck die Einbindung von
Zugewanderten in ein Projekt
für Zugewanderte. Den Burgern im Publikum wurde klar:
Der Kinderclub International
erhält den Integrationspreis
Sachsen-Anhalt.
Das Projekt befindet sich in
Trägerschaft der Petrigemeinde, wo sich immer donnerstags
Zuwandererkinder und sozialbenachteiligte Kinder treffen.
Der Leiter des Projekts, Fabian
Borghardt, freute sich über die
Ehrung durch den Minister für
Arbeit und Soziales, Norbert
Bischoff (SPD) und den Scheck
über 1000 Euro.
Vor allem ist der Preis aber
auch eine „Motivation für die
Mitarbeiter des Büros zur Förderung von Demokratie und
Vielfalt, das Projekt weiterzuführen“, sagte Borghardt in
Magdeburg. Jana KaufmannPäschel strahlte nach der Preisverleihung. „Angemessen und
gerecht“, sagte sie stolz. Die
31-Jährige hatte den Kinderclub International von Tatjana
Gütler übernommen, die das
Projekt 2007 gegründet hatte.
Im Oktober erst hatte Kaufmann-Päschel Burg aus privaten Gründen verlassen.
„Jana Kaufmann-Päschel
hat immer die Türen offen
gehalten“, erzählt Lisa-Marie
Hoyer, die als Schülerpraktikantin in den Kinderclub kam
und jetzt unter anderem Angebote für die Kinder gestaltet.
So blieben die Flüchtlings- und
Zuwandererkinder nicht allein,
sondern kamen in Kontakt mit
sozial benachteiligten Kindern.
„Ich liebe Kinder einfach“,
sagt die Syrerin Fatema Homad. Zusammen mit dem Afghaner Basir Arab beweist sie, dass
es nicht Deutsche sein müssen,
die eine Vorbildfunktion für
Kinder erfüllen.
Am Nachmittag nach der
Preisverleihung ging es eigentlich zu wie immer. Alle seien
einfach hier um miteinander
eine schöne Zeit zu verbringen, sagt Homad bescheiden.
„Die 1000 Euro können wir als
Finanzspritze bei der Planung
für das kommende Jahr gut
gebrauchen“, sagte Borghardt.
Das Preisgeld sei sogar gestern
schon bei der Gemeinde angekommen.
Burg (mk) ● Sachschaden
entstand Dienstag bei einem
Auffahrunfall auf der B 246a.
Eine 41-jährige Skodafahrerin
musste vor der Autobahnauffahrt in Richtung Magdeburg
wegen eines Rückstaus abbremsen. Dieses bemerkte eine
hinter ihr fahrende 40-jährige
Kia-Fahrerin zu spät und stieß
gegen den Skoda. Personen
wurden bei dem Unfall nicht
verletzt, teilte die Polizei mit.
Einbruch in Werkstatt
für Behinderte
Burg (re) ● Vermutlich in der
Nacht zum Mittwoch entwendeten der Polizei bisher
unbekannte Täter mehrere Akkuschrauber samt Zubehör aus
den Schränken und Regalen
einer Werkstatt für Behinderte
im Burger Brunnenfeld. Weiterhin fehlen drei Behältnisse
mit Bitsortimenten.
Summa: „Wir kämpfen für den Ausbau der Feldstraße“
Niegripper Ortschaftsrat und Anwohner wollen Druck erhöhen / Abschnitt gleicht einer Seenlandschaft
Von Mario Kraus
Niegripp ● Beim geforderten Ausbau der Niegripper Feldstraße
wollen Ortschaftsrat und Anwohner an einem Strang ziehen und Druck machen. Sie
fanden am Mittwochabend auf
der Sitzung des Ortschaftsrates
deutliche Worte. „Seit über 20
Jahren ist nichts passiert, hier
staut sich das Wasser schnell“,
sagte Wilma Pietschmann.
Der Abschnitt ist einem katastrophalen Zustand – vor allem
nach Regenfällen wie in den
vergangenen Tagen. „Selbst
provisorische Flickereien haben keinen Erfolg, weil sich die
Löcher schnell wieder auswaschen. Hinzu kommt das Gefälle“, ergänzt Wolfgang Pietschmann. Auch Hannelore Bonn
hat ihre ganz persönlichen Erfahrungen. „2008 habe ich mir
hier den Mittelfuß gebrochen.“
Enttäuscht sind die Einwohner nach der jüngsten Stadtratssitzung, als der Vorsitzende
des Bauausschusses, Clemens
Anwohner der Feldstraße zeigen an der Einmündung Zur Vossenbreite die knöcheltiefen Pfützen. Wolfgang Pietschmann mit den ersten Zetteln für die Unterschriftenaktion.
Foto: Mario Kraus
Engel (CDU), betonte, dass die
Feldstraße hinsichtlich eines
grundhaften Ausbaus nicht die
oberste Priorität habe (Volks-
stimme berichtete.) „Damit geben wir uns nicht zufrieden“,
sagt Wolfgang Pietschmann.
Und auch der Ortschaftrat
nicht. Bürgermeister KarlHeinz Summa fand kritische
Töne in Richtung Stadtrat und
Bauausschuss: „Mit mir hört
der Spaß jetzt auf. Niegripp hat
beim Straßenbau den gößten
Nachholebedarf von allen Ortschaften. Das muss endlich zur
Kenntnis genommen werden.
Wir kämpfen jetzt mit allen demokratischen Mitteln für den
Ausbau. Ein Hinhalten lassen
wir nicht mehr zu.“ Summa
will nun im kommenden Jahr
bei allen entsprechenden Ausschusssitzungen zu diesem
Thema „persönlich vorsprechen“.
Ortschaftsrat Bernd Wagner (CDU) teilt zwar nicht die
Auffassung seines Fraktionskollegen Clemens Engel, „aber
er war vor Ort und hat eine
Meinung. Die kann man teilen
oder eben nicht.“ Laut Wagner
müssten in der Elbgemeinde
noch elf Straßen auf Vordermann gebracht werden. Eine
schrittweise Abarbeitung müsse endlich angeschoben und
Stadtverwaltung sowie Stadtrat
„die Verhältnismäßigkeit der
Straßen in den Ortschaften be-
rücksichtigen. Man kann nicht
Burg gegen eine Ortschaft wie
Niegripp aufrechnen.“
Ursache für die derzeitige
Lage seien die Versäumnisse
der vergangenen 15 Jahre. „Da
ist hier nichts passiert, andere
waren schneller. Deshalb ist
der Investitionsstau immens.
Und es wurden Filetstücke verkauft, wovon Niegripp nichts
hat“, erinnerte Wagner.
Die Gremien des Stadtrates
werden sich im Januar mit
dem Niegripper Antrag, der
auch einen Ersatzneubau für
die Kita beinhaltet, befassen.
Frühestens Ende Februar ist
mit einer Entscheidung zu
rechnen. Gestern zeigten die
Einwohner schon mal, dass es
ihnen ernst ist und starteten
eine Unterschriftenaktion für
Straßen- und Kitabau. Listen
werden im Dorf ausgelegt. Für
Wilma Pietschmann ist der
Start erfreulich: Auch die ersten Kreisstädter haben schon
unterschrieben.
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