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Etwa 60 K „Wir wollen so schnell wie möglich - Axel Knoerig

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FREITAG
11. JUNI 2010
Twistringen / Bassum
Rote Bete und Co. auf 40 000 Quadratmetern
Gemüseverarbeitung bei Gemüse Meyer: Von der Anlieferung bei plus 20 Grad Celsius bis zur Auslieferung bei minus 20 Grad Celsius
VON J ULIA SOOSTMEYER
Twistringen. Laute Maschinen rattern pausenlos in der Zeit zwischen sechs und 22
Uhr in den Produktionshallen des Familienbetriebs Gemüse Meyer in Twistringen.
Die Gerüche der verschiedensten Gemüsesorten steigen in die Nase, vom Sellerie
über die Kartoffel bis zur Karotte. Es
herrscht reger Betrieb. „Mit der Verarbeitung der verschiedenen Gemüsesorten
sind wir bei einem Absatz von 70 000 Tonnen Gemüse pro Jahr ausgelastet“, erklärt
Geschäftsführer Laurenz Meyer.
Als Landwirtschaftlicher Betrieb gestartet, beschäftigt Gemüse Meyer mittlerweile 145 Mitarbeiter in Twistringen auf einer Fläche von etwa 40 000 Quadratmeter.
45 weitere Mitarbeiter kommen von einem
zweiten Standort in Jarzyny in Polen noch
hinzu, wo neben dem Gemüse auch Tiefkühlobst verarbeitet wird.
Als 1972 Hans Meyer die Idee umsetzte,
Kartoffeln bereits geschält anzubieten,
fand das großen Anklang bei den umliegenden Krankenhäusern und Küchenbetrieben. Fortan ging die Entwicklung des Unternehmens stetig voran. „Damals waren
noch frische Produkte gefragt, wobei sich
der Trend im Laufe der Zeit eher hin zu Tiefkühlgemüse entwickelt hat“, sagt Sohn
Laurenz Meyer, der inzwischen das Unternehmen führt. „Deshalb haben wir uns darauf spezialisiert.“ Zwölf Abteilungen sorgen für den reibungslosen Ablauf im Unternehmen.
Sind die frischen Gemüse erstmal in den
Hallen der Annahme gelandet, dauert es
nicht lange, bis sie weiterverarbeitet werden. „Wir lagern die Rohwaren maximal 24
bis 36 Stunden , bis sie in die Produktion gelangen, aber auch das ist nicht die Regel,
denn eigentlich geht es ganz schnell“, erklärt der Geschäftsführer. Auf etwa 400
Hektar Land bauen ungefähr 25 Landwirte, die der Twistringer Gemüse-Erzeugergesellschaft (TGE) angehören, das Gemüse an, mit dem der Verarbeitungsbetrieb beliefert wird. Dazu kommen weitere
Lieferanten für nichtregionale Sorten.
Über Laufbänder fährt das Gemüse dann
erstmal in die Waschanlage. Danach wird
es geschält, anschließend geht es ab in den
Häcksler. Hier werden die Knollen auf verschiedene Größen oder Formen zugeschnitten, mal sind es Scheiben, mal Stangen
oder Würfel. Die Produktionszeiten variieren je nach Gemüsesorte, bei dem Knollengemüse beträgt die Durchlaufzeit gerade
mal etwa 20 Minuten.
Eine mit Laser ausgerüstete Maschine
sortiert Stücke mit dunklen Stellen umgehend aus. Das geschieht allerdings erst
nach dem Schneiden, denn ansonsten
würde zu viel Gemüse weggeworfen, obwohl ein großer Teil davon noch verwert-
bar ist. Ohnehin fallen allein etwa 40 Tonnen Schalenreste und Abfälle pro Tag an.
Zudem kommen noch an die 120 000 Liter
Schälwasser, das die Wasch- und Schälanlagen täglich verbrauchen, hinzu.
Bereits nach diesen Schritten läuft das
Gemüse durch den Schockfroster, der die
Zuschnitte auf eisige minus 40 Grad Celsius einfriert. In Sekundenschnelle. „Der
Vorteil ist, dass durch dieses Verfahren die
Pflanzenzellen nicht zerstört werden“, erklärt Meyer. Direkt im Anschluss wird das
bereits fertige Produkt verpackt und in die
Kühlhallen gebracht. Auf einmal ist tiefster
Winter: Bei minus 20 Grad Celsius sind die
Brillengläser schnell mit einer feinen Eisschicht belegt. Und auch der Kugelschreiber versagt nach kurzen zwei Minuten. Die
Schieberegalsysteme bieten riesigen Stauraum: Etwa 17 000 Paletten finden im Tiefkühllager Platz, in einem weiteren kommt
nochmal Stauraum für zusätzliche 14 000
Paletten hinzu.
Augen auf im Lagerverkehr
Unterhaltungen sind in keinem Bereich der
Produktion möglich – die Maschinen sind
einfach zu laut. Die Mitarbeiter schützen
sich deshalb mit Ohrenstöpseln. Ebenso
heißt es: Augen auf im Lagerverkehr. Die
Staplerfahrer veranstalten regelrechte Rennen beim Transport ihrer Fracht. Zehn Firmenlastwagen liefern die Waren im Umkreis von etwa 250 Kilometern an ihre Kunden aus. Für weitere Strecken werden Speditionen beauftragt. Ist die Arbeit gegen 22
Uhr vollbracht, steht die Reinigung der Maschinen und Hallen an. Fast 24 Stunden am
Tag herrscht so Betrieb auf dem Gelände
des Familienunternehmens.
Die Abfälle, die Tag für Tag anfallen,
werden in einer Prozesswasser-Aufbereitungsanlage gesammelt und mit Hilfe der
Anlage in neue Energie in Form von Biogas
umgewandelt. Bei den großen Abfallmengen wird so viel Energie gewonnen, dass
auch andere Einrichtungen davon profitieren können. So wird ab diesem Jahr das
Wasser der Schwimmbecken des Twistringer Freibades mitgeheizt.
Und welches sind die Stars beim Gemüse? „Heute geht der Trend wieder mehr
hin zu den traditionellen nordeuropäischen
Gemüsen wie die Rote Bete oder die Steckrübe“, sagt Meyer zum Schluss. Eine Entwicklung, die ihn offenbar freut.
„Für Twistringen hat das Unternehmen
als Arbeitgeber und natürlich auch als Steuerzahler eine sehr große Bedeutung“, erklärt Bürgermeister Karl Meyer. Und er
weist darauf hin, dass Geschäftsführer Laurenz Meyer und seine Familie darüberhinaus Projekte in der Stadt unterstützen,
weshalb der Betrieb nicht zuletzt im Jahr
2009 zum Unternehmen des Jahres gewählt wurde.
„Möhren sind gut für die Augen“, heißt es. Ganze Berge der gesunden Wurzeln hat Geschäftsführer Laurenz Meyer in seinen Hallen gelagert.
In diesem Fall bereiten viele Hände kein
schnelles Ende. In
der Gemüseverarbeitung gibt es immer
was zu tun.
FOTOS: MEISSNER
Bereitgestellt zur Weiterverarbeitung.
„Wir wollen so schnell wie möglich einziehen“
Etwa 60 Kurse in der Kiste
Nordwestdeutscher Schützenbund informiert über Landesleistungszentrum
Heute noch anmelden für den Start am 24. Juni
Tauschten sich aus (v.l.): Heinz Rösseler, Axel
Knoerig, Bassums Bürgermeister Wilhelm Bäker, Andreas Viebrock, Friedhelm Schäfer und
FOTO: FR
Jonny Otten.
Bassum (sta). Der Nordwestdeutsche Schützenbund (NWDSB) hat jetzt sein Projekt
Landesleistungszentrum (LLZ) in Bassum
interessierten Schützen vorgestellt. Zu den
Besuchern gehörte auch Axel Knoerig, stellvertretender Vorsitzender des Kreissportbundes und CDU-Bundestagsabgeordneter. Dazu traf man sich zunächst am alten
Standort am Bramstedter Kirchweg.
NWDSB-Vizepräsident Heinz Rösseler
erläuterte das Bauvorhaben. Die ergänzende Nutzung der Hallen durch Stadt und
NWDSB sei die optimale Lösung, so Rösseler. NWDSB-Präsidiumsmitglied Friedhelm Schäfer wies darauf hin, dass solide
geplant worden sei. Laut Rösseler wird der
Mehrbeitrag von 1,50 Euro, den Mitglieder
des NWDSB pro Jahr bezahlen, ausdrücklich nur für dieses Projekt verwendet. An
den ehemaligen KMH-Hallen, dem geplanten neuen Standort führte Bassums Wirtschaftsförderer Heinz Schierloh durch die
Anlage.
NWDSB-Geschäftsführer Andreas Viebrock: „Ich freue mich auf das neue LLZ
und kann nur sagen, dass wir so schnell
wie möglich einziehen wollen“. NWDSBPräsident Jonny Otten ergänzte: „Ich bin
froh über das große Interesse am heutigen
Tag, diese Projekt ist für unseren Verband
wie ein Lottogewinn“. „Das ist ein Riesengewinn für die Region – und gut für örtlichen Handel und Mittelstand“, fand Knoerig.
Ticket
VON CHRISTOPH STARKE
Bassum. Heute ist der letzte Anmeldetag
für die Ferienkiste in der Stadt Bassum. Die
ausgefüllten Ferienpässe können im Bürgerservice des Rathauses eingeworfen werden. Im Mütter-Kinder-Zentrum an der Mittelstraße können Eltern und ihre Kinder
den Ferienpass von Montag, 14., bis Mittwoch, 16. Juni, abholen und die Kurse bezahlen. Der Pass befindet sich auf der Rückseite des Programms, das im Bürgerservice
ausliegt. Das Programm ist auch im Internet unter www.ferienkiste-bassum.de zu
finden. Dort kann man den Ferienpass
ebenfalls herunterladen.
Etwa 60 Aktionen gibt es in der Ferienzeit vom 24. Juni bis zum 3. August. Darunter befinden sich auch einige neue Angebote, verrät Brigitte Wortmann, die die Ferienkiste ehrenamtlich organisiert. „Zum Beispiel die Filzkurse.“ Davon gibt es insgesamt vier Stück: Schatzbeutel filzen (20.
Juli), Handpuppen filzen (21. Juli), Schalen
filzen (28. Juli) und Bilder Filzen (29. Juli).
Diese Kurse finden alle von 10 bis 13 Uhr
im Atelier Filzfee, Albringhausen 40, statt.
Leiterin ist Nina Ottens-Blania. Auch neu
Fr., 2. bis So., 4. Juli 2010, Ziegelei Twistringen
Reload-Festival
mit Billy Idol, Selig, The BossHoss,
Extrabreit, Ten Years After, Die Happy
und vielen mehr!
Die Tickets erhalten Sie im Zeitungshaus der Regionalen Rundschau, im Zeitungshaus des Syker Kurier, im Pressehaus Bremen
sowie bei Nordwest Ticket unter 04 21 / 36 36 36.
www.weser-kurier.de/ticket
WESER-KURIER
zum Hören!
> Artikel anhören über Lesegerät „UniversalReader“
oder über Software für Ihren PC
> Keine speziellen Computerkenntnisse erforderlich
> Kostenübernahme für Blinde und Sehbehinderte
durch Ihre Krankenkasse möglich
Infos zur Hörzeitung unter Telefon: 04 21/36 71 66 99
Bestellung im Internet unter www.weser-kurier.de
Foto: Steven Errico/Digital Vision · Gestaltung: Büro 7, Bremen
Diskussion
um Haushalt
Bassum (sta). Wie soll die Stadt Bassum mit
der Haushaltslage umgehen? Diese Frage
beschäftigte jetzt die Mitglieder des Wirtschafts- und Finanzausschusses, der sich
zu einer nicht-öffentlichen Sitzung getroffen hat. Der Landkreis Diepholz hatte den
Nachtragshaushalt abgelehnt. Die Stadt
veranschlagte zusätzliche 225 000 Euro für
Straßensanierungen, die Politik und Verwaltung nach dem langen Winter für dringend nötig halten (wir berichteten).
Nach Informationen dieser Zeitung hatte
während der Sitzung auch zur Debatte gestanden, nach dem genehmigten Haushaltsentwurf zu verfahren, in dem keine zusätzlichen Straßensanierungen geplant
sind. Trotzdem misst die Politik den Straßenreparaturen weiterhin große Bedeutung zu. Der für Donnerstag, 17. Juni, 19
Uhr, geplante Ausschuss für Wirtschaft
und Finanzen entfällt.
ist der zweitägige Kursus (13. und 14. Juli)
mit dem ehrgeizigen Titel „Wir kleben das
größte Mosaik in Bassum“. Das Kunstwerk
soll an einem alten Güllesilo entstehen, das
zu einem Haus umgebaut wurde. Treffpunkt ist jeweils ab 12 Uhr bei Leiterin Daniela Franzen, Groß Henstedt 4.
Dann gibt es natürlich Aktionen, die immer echte Renner seien, sagt Brigitte Wortmann, wie die Tagesfahrten in den Zoo
nach Hannover oder zum Magic Park nach
Verden. Veranstalter des Zoo-Ausflugs am
17. Juli ist die Volksbank Bassum. Genau
von dort geht es auch gegen 9.30 Uhr mit
dem Bus in die Landeshauptstadt. Unter anderem können die Mädchen und Jungen
die neue „Yukon Bay“ bestaunen und Eisbären beobachten. Mit der CDU Bassum
können Kinder am 3. August in den Magic
Park nach Verden fahren. Treffpunkt ist
um 9 Uhr am Bassumer Bahnhof.
Auch wenn heute der letzte Anmeldetag
ist, heißt das nicht, dass man sich für einige
Aktionen nicht noch danach registrieren
lassen kann. Weitere Informationen gibt es
bei Brigitte Wortmann unter Telefon
0 42 41 / 97 13 27.
www.ferienkiste-bassum.de
Grundschule Petermoor
feiert Sommerfest
Bassum (sta). Die Bassumer Grundschule
Petermoor veranstaltet heute ihr Sommerfest. Um 15 Uhr geht es los. Das Pop-Orchester spielt auf. Um 16 Uhr zeigt die Plattdeutsch-AG Sketche, um 17 Uhr tritt die Videoclip-Dancing-AG auf. Die Gewinner
der Tombola werden gegen 17.30 Uhr gezogen.
Fahrradtour des DRK
startet am 16. Juni
Bassum-Nordwohlde (sot). Zu einer Fahrradtour startet am Mittwoch, 16. Juni, der
Ortsverein Nordwohlde des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Treffpunkt ist am Gasthaus Lüdeke um 13.30 Uhr. Wer nicht mit
dem Rad fahren kann, darf auch den Fahrdienst in Anspruch nehmen. Die Länge der
Route beträgt etwa 30 Kilometer.
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