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12Apostel_RoterFaden1 - Kinderkirche Solln

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Jesus und seine Mannschaft
Kinderbibelwoche 2006
wir und die Apostel
Zur intensiven Vorbereitung sind wir dieses Mal ins Kloster
Bernried am Starnberger See gefahren. Wir hatten 24 Stunden
von Samstag 15 Uhr bis Sonntag 15 Uhr. In sieben sehr
unterschiedlichen Bausteinen haben wir einen ersten roten
Faden für uns entwickelt.
I
Wie sieht ein Apostelbild aus?
gestalterische Einheit zum Thema Apostelbilder
Apostelbilder aus der Kunstgeschichte kennen lernen und eigene gestalten
II
Wer, was, wann, warum, wieso?
ein Bodenbild zu den Aposteln entsteht
die Apostel kennen lernen, biblisch. Geschichten sammeln, Akzente setzen
III
Der erste Entwurf eines Drehbuchs
dramaturgische Grundentscheidungen, Szenen, Höhepunkte
IV
Wie sieht mein Jesus- Bild aus?
eine persönliche Runde
V
Szenen, Gefühle / Symbole
Theater spielen in Gruppen
VI
Einpacken, auspacken, neu denken –
ein Verhüllungsprojekt für die Gemeinde
VII
2 Andachten zum Thema
Wir hatten einen relativ kleinen Raum und haben uns
entschieden, viel zusammen am Boden zu arbeiten.
Dafür haben wir eine riesige Papierbahn aus
Zeitungspapier der SZ am Boden gespannt. Dort ließ
sich wie auf einer Unterlage arbeiten und später das
Bodenbild zu den 12 Aposteln entwickeln.
I
Wie sieht ein Apostelbild aus?
gestalterische Einheit zum Thema Apostelbilder mit M.-L. Goecke-Seischab
Kunsterzieherin
(Planegg)
Einheit von 3 Stunden
M.- L. hat Germanistik, Kunstgeschichte und Kunsterziehung studiert.
Sie unterrichtete Kunsterziehung am Gymnasium und nahm einen Lehrauftrag
für Bildnerisches Gestalten“ und
„Kunst in der Religionspädagogik“ an der
Augustana - Hochschule Abt. München an. Schwerpunkt
ihrer Arbeit in
Schule, Erwachsenen und Lehrerfortbildung ist die Bildbetrachtung christlicher
Kunst als Zugang zur Bibel. Zahlreiche Veröffentlichungen sind im Kösel-Verlag
und Verlag ErnstKaufmann-Verlag erschienen.
Unser Anliegen, die Mannschaft um Jesus „richtig“ kennen zu lernen, führte zu
der Idee, mit den Kindern jeder Klasse ein eignes Altarbild zu entwerfen und zu
gestalten. Welche Bilder gibt es, wie haben die Maler gearbeitet, was war
ihnen an Jesus und seiner Mannschaft wichtig – für diese Frage hatten wir die
Kunstpädagogin Frau Margarete Luise Goecke - Seischab als Referentin zu uns
eingeladen.
A
Apostelbilder in der Kunstgeschichte
Die Kunstgeschichte ist reich an unterschiedlichen Aposteldarstellungen.
In einem Streifzug bis in die Neuzeit haben wir die Darstellungsformen
und die jeweiligen theologischen Perspektiven kennen gelernt.
B
Eigenes Gestalten
Da unsere Gemeinde ein Eigenes Apostelbild haben, begann unsere
gestalterische Auseinandersetzung mit diesem eigenen Bild.
Techniken: Schwarzkopien übermalen,
Teile verwenden, andere Anordnungen...
Apostel gestalten, ausschneiden, neu zusammensetzen
Freie Gestaltung eines eigenen Apostelbildes
Techniken:
mit Kreiden auf Packpapier /
Hell-Dunkelwerte
andere Materialien / auch Abfallprodukte
verwenden
Mit Schrift arbeiten (z.B. Wurstschrift)
Öl- und Wachskeiden
Die Ergebnisse haben wir in einer
kleinen Ausstellung präsentiert und
miteinander besprochen.
C
Kompositionstechniken
Im Gespräch über die Bilder sind neben den
verschiedene Perspektiven und Maltechniken auch die
Kompositionstechniken deutlich geworden:
Wo haben die Apostel ihren Platz, wie stehen sie
jeweils zu den anderen Aposteln, und welches
Gruppenbild soll entstehen?
Die Einheit hat uns in einen gemeinsamen kreativen
Prozess hineinfinden lassen und jede/r hat erste Ideen
für das Apostelbild entwickelt, das später in der
Gruppe der Kinder gestaltet werden soll.
II
Wer, was, wann, warum, wieso?
Ein Bodenbild entsteht oder die Apostel kennen lernen, bibl. Geschichten
sammeln, Akzente setzen
Einheit von 2 -3 Stunden
Material:
weiße Papierbahn
(fürs Bemalen farbige Stifte oder Kreiden
Korb mit Biograhiekarten
Egli-Figuren (wenn vorhanden)
kleine Karten (Karteikartengröße) und
dicke Eddings oder Filzstifte
Auf dem Boden hatten wir eine große weiße
Papierbahn (Papierrolle der SZ) mit
Tesakrepp
befestigt. Auf ihr war in einfachen Grundfarben das
Land Israel aufgemalt. In einem Korb hatten wir die 12
Biographien der Jünger/Apostel und Jüngerinnen Jesu
auf Karten aus festem Karton gedruckt. Jede/r zog sich
eine der verdeckten Karten und hatte nun die Aufgabe,
sich mit den Angaben auf der Karte, ggf. einer Bibel
und den Orten auf der Karte am Boden mit seiner
biblischen Figur vertraut zu machen.
(Diese Karten können mithilfe von Wikipedia - Informationen oder
aus dem Heiligenlexikon oder anderen informativen links selbst
hergestellt werden. Achtung: sehr unterschiedlich verlässliche
Angaben)
Aufgaben:
 Wer ist Deine Figur?
 Was erzählt die Bibel von ihr?
(Geschichten über Familie, Beruf,
Berufung, Beziehung zu Jesus…)
 Was ist mir wichtig an der Person?
(Was fasziniert mich, was ist mir fremd Was könnte für uns Nachfolgende wichtig sein?
Sucht die Orte auf der Bodenkarte, die für Eure Figur
wichtig sind und markiert ihn durch farbige
Papierschnipsel.
Schreibt das, was Eure Figur besonders
charakterisiert, auf kleine Karten und legt sie dorthin,
wo sie geographisch oder zeitlich hingehören.
An die Ränder der Papierbahn könnt ihr das schreiben,
was dabei für uns als Nachfolger wichtig sein könnte.
In einer großen Vorstellungsrunde stellten wir unsere
Apostel und Jüngerinnen vor; die Karten wurden an
der Stelle im Verlaufsbild angelegt, wo sie ihren Ort
hatten. Dadurch bekamen die Jünger und jüngerinnen
ein erstes Gesicht, wichtige Orte wurden markiert und
ein erster Handlungsverlauf entstand.
.
Dabei entstanden einige durchaus kontroverse Grundcharakteristiken der Jünger:
Wieso denn diese Zwölf? gar nichts besonderes
Philippus
nüchterner Pragmatiker (Speisung der 5000)
Nathanael
geistig etwas abgehoben, kritisch
Petrus
Fels (besonderes Verständnis von Fels)
Andreas
der Ruhige, Zweite
Johannes
Lieblingsjünger, temperamentvoller Charakter,
Jakobus d. Ä:
einer, der sich gern in den Vordergrund spielt
Judas Ischarioth der Schatzmeister, empört über Verschwendung, enttäuscht,
möchte Eingreifen Gottes und Machtdemonstration
provozieren
Simon Zelotes
trug er eine Waffe, wann legte er sie ab? Rebell oder
Befehlsempfänger?
Judas Thaddäus beherzt
Thomas
Zweifler, hin und hergerissen,
Jakobus d. Jüng. der Unauffällige
Durch die Vorstellung durch verschiedene GruppenteilnehmerInnen wurden auch erste
Sym- und Antipathien deutlich – und es ergaben sich erste spannende Gespräche über
diese „Mannschaft um Jesus“
Auf dem Bodenbild mit der angedeuteten Skizze des Landes israel sind nun die wichtigsten
Stationen der Jünger markiert. Ihre Botschaft ist auf Kärtchen festgehalten, die wichtigsten
Orte sind festgehalten. So ist ein Verlaufbild mit einem ersten Handlungsstrang und den
wichtigsten biblischen Geschichten entstanden.
III
Der erste Entwurf eines Drehbuchs
dramaturgische Grundentscheidungen, Szenen, Höhepunkte
Da sofort klar war, dass wir es bei diesem Projekt mit dem Textbestand von vier
Evangelien und dem Anfang der Apostelgeschichte zu tun haben, mußten wir
eine Form finden, in der wir und die Kinder noch den Überblick behalten.
1.
Nach der Idee von G. Teißen „Der Schatten des Galiläers“ ,
dem „Themenheft: Andreas und Susanna“, 2 Wege Thf 136, 2.
Auflage Schülerheft der GPZ und der KIBIWO „Detektiv Pfeife auf
den Spuren Nathanaels“ haben wir beschlossen, einen zweiten
Handlungsstrang einzuführen: Die römische Seite beobachtet das
Geschehen um Jesus und kommentiert es; auf diese Weise kann
das Geschehen immer wieder für die Kinder vertieft werden.
2.
Wir arbeiten von Anfang an Schlüsselszenen und -erlebnisse
mit den Frauen, die ihn begleiten, ein.
3.
Wir verwenden eine Jesuskerze, ie nach Jesu Tod eingesetzt
wird, und von der jeder sein/ihr Jesuslicht in die Gruppe mitnimmt.
IV
Wie sieht mein Jesus- Bild aus? – eine persönliche Runde
Zeit je nach Gruppengröße
Gestaltete Mitte
gelber Tücherkreis mit einer Lichtschale in der Mitte
Jede/r Teilnehmer war in der Einladung gebeten worden, etwas mitzubringen,
dass sein persönliches Jesusbild zum Ausdruck bringt. Das konnten Bilder,
Kreuze, Symbole, Alltagsgegenstände sein.
Wenn die Gruppe nicht besonders vertraut ist, können auch Fotos ausgelegt
werden, die die TN auswählen und damit ihr Jesusbild erzählen können.
Freies Gespräch über das Jesusbild, das wir in uns tragen, und unsere
Geschichte damit.
Wenn möglich werden die mitgebrachten Symbole oder ausgewählten Fotos um
die Mitte gelegt.
Dies nimmt auch die Vielfalt der Begegenungen der Apostel mit Jesus auf und die
vier Perspektiven der Evangelisten, die davon berichten.
V
Szenen, Gefühle / Symbole – Theaterspielen in Gruppen
Materialien:
Zeit je nach Spielfreuede /
mind.aber eine Stunde
keine, schön sind ein paar Tücher und Requisiten
Die Fülle der biblische Geschichten, die für die Geschichte der Menschen mit
Jesus wichtig sind, ist unübersehbar; im Grunde ist es der Stoff der vier
Evanglien und der Anfang der Apostelgeschichte.
Wie finden wir die Geschichten und Aussagen heraus, die für die Mannschaft um
Jesus besonders wichtig sind?
Dafür wollen wir zum spontanen Theaterspiel einladen:
Die TeilnehmerInnen sollen sich zu Gruppen je 4-5 Personen zusammenfinden.
Dann bekommt jede Gruppe die Aufgabe, sich eine biblische Szene
herauszusuchen, die ihr besonders wichtig für die Mannschaft um Jesus
erscheint. Diese Szene soll in einem Rollenspiel, einer einzelnen Szene oder
Szenenfolge, einem Standbild oder anders dargestellt werden. Dabei sollte sie
überlegen, ob es ein Symbol oder eine Geste gibt, die dabei zentral ist und
deshalb besonders betont werden soll.
Theaterspiel der einzelnen Gruppen
anschließendes Gespräch im Plenum

Was zeichnet die Mannschaft um Jesus aus?
Welche Gemeinsamkeiten aber auch welche Gegensätze gibt
es im Vergleich zu einer Sportmannschaft?
Antworten:
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•

Vielfarbigkeit der 12
gemeinsamer Auftrag verbindet
Streit gehört dazu
Berufung
Vater Unser, unser aller Vater
Fanclub, sich bekennen (z.B. durch Schal, Lied, etc)
Begeisterung alles zu geben
es wird keine Auswahl getroffen
die Jünger sind zunächst ganz auf Jesus gerichtet;
einzeln folgen Sie Jesus nach. Aber allmählich
entwickelt sich eine eigene Gruppendynamik.
Nach Ihrem Aufbruch in fremde Länder bilden sich
starke Gemeinschaften / Gemeinden
Es gibt kein ‚gut genug’ um in die Gemeinschaft
aufgenommen zu sein
...
...
Parallelen zum Alltagsleben der Kinder?
*
*
*
*
Mögliche Antworten:
Mut gewohnte Wege zu verlassen
Konflikte im Team lösen (Gespräch, Würde , Regeln)
Spaß der Gemeinschaft
Schutz und Kraft der Gemeinschaft, Jesus schickt die Jünger
nie alleine
*
*
*
*
*
VI
Zuversicht, Zusage, dass wir nie alleine sind (Schulweg,
Reifeprozess)
Symbol Licht beginnt irgendwo und bleibt erhalten
Aussendung als Weg ohne Jesus auf Probe = Vorbereitung
auf den Weg ohne Jesus
Suche nach unkonventionellen Lösungen. Vertrauen auf den
Weg (Bsp. Auswanderung Europa - USA)
Thema Christenverfolgung ?
Matthias ersetzt Judas. Judas wird aus der Gemeinschaft
ausgeschlossen.
Einpacken, auspacken, neu denken – ein Verhüllungsprojekt
Wie kommen wir zu einem eigenen Bild von Nachfolge?
Angesichts der Fülle von bildern, die uns umgeben, und die wir schon fertig in
unserer Apostelkirche erleben, ist es notwendig, wieder zu einer „weißen Fläche“
zu kommen.
Drauf können wir ausprobieren, zeichnen und frei assozieieren, was uns
Nachfolge bedeutet.
So entstand die Idee, unser Altarbild zu verhüllen, was in der katholishcen Kirche
in der Passionszeit üblich ist und seit den großen Verpackungsprojekten Chritos
ein durchaus legitimes Mttel der Auseinandersetzung bedeutet.
Der Sinn der Verhüllung ist, sich aus dem Großformat des jetzigen Bildes zu
lösen und eigene Formate, Formen, und Farben für Nachfolge zu entwickeln oder
dagegen zu stellen. Wie das Verhüllen der Braut, das Einpacken eines
Geschenkes, das Verhüllen zu bestimmten Zeiten (Altäre in der Passionszeit,
Dinge, die zuhause nur zu Weihnachten da und damit etwas Besonderes sind),
so bedeutet die Verhüllung,
unser jetziges Bild neu sehen und auch wertschhätzen zu können.
Im Nachdenken darüber sind wir zu mehreren Entscheidungen gekommen:
Die Altarbilder, die in den Gruppen entstehen, werden auf einer eigenen
weißen Stellwand präsentiert. Damit auch der Gottesdienst nicht unter
Anbringschwierigkeiten leidet, wäre eine Präsentation per Beamer sinnvoll.
Das Projekt muss offensiv und rechtzeitig kommuniziert werden und
die gemeinde eingeladen werden, am Ideenwettbewerb teilzunehmen und
eigene Altarbilder einzureichen, die dann an den Außenseiten des
Innenraums ausgestellt werden. Vielleicht ließen sich auch die jetzigen
Apostel verkleinern und in diese Ausstellung holen: Sie mitten unter uns –
wir mitten unter ihnen.
Vor dem Altarraum wird eine großmasstäbliche Projektionsfläche
installiert, die den Proportionen des bestehenden Altarbildes entspricht.
Auf dieses ‚neue' Altarbild werden im Familiengottesdienst am Sonntag die
Gestaltungsarbeiten der Kinder zum Thema ‚Unser neues Bild der Apostel’
projeziert.
(Diskutiert wird noch, ob das bestehende Altarbild für eine gewisse Zeit
verhüllt -eventuell transluzent- wird, um ein Nachdenken und ein Gespräch
über unser Bild der Apostel anzuregen – für die Kinder aber auch für die
Gesamtgemeinde.Diese Aktion müsste im Vorfeld sinnvoll angekündigt
werden. Durch diese Aktion, die viel Aufmerksamkeit erzeugt, kann ein
Austausch zwischen Kindergottesdienstarbeit und der Gemeinde
entstehen. Alle Gemeindemitglieder wären eingeladen, über ihr Bild der
Apostel neu nachzudenken und eventuell ein eigenes Bild zu gestalten.
Das Verhüllen (Höhe 7 m) lassen wir professionell – gegen eine
Spende - von der Freiwilligen Feuerwehr machen
VII
zwei Andachten zum Thema
Wer sind die Apostel für uns? In zwei Andachten haben wir zwei ganz
unterschiedliche Seiten an ihnen entdeckt.
Abendandacht zum Thema: die Jünger im Garten Gethsemane
Abendlied
Begrüßung
Gebetsrunde mit Blumen, Steinen und Schwimmkerzen
Jede/r ist eingeladen, seine Freude, Traurigkeit, Bitte
auszusprechen oder ohne Worte in die Wasserschale zu
legen
Lied „Bleibet hier und wachet mit mir“
Meditation zu „Die Jünger im Garten Gethsemane“
...im Vordergrund Jesus, der im Garten Gethsemane
seinen Vater bittet, den Kelch an ihm vorübergehen zu
lassen, im Hintergrund die schlafenden Jünger...
über allem der Engel, der Jesus umfängt und ihn tröstet
...soweit erzählt es auch die Bibel --- aber der Künstler hat
den Engel seinen anderen Arm ausbreiten lassen, sodass
er sich bis zu den schlafenden Jüngern streckt... und die
schützende Bewegung setzt sich fort und schießt auch die
Jünger in ihrem Versagen mit ein...tröstlich, auch in dem,
was trotz bester Absichten misslingt, aufgehoben zu sein..
...
Lied „per crucem“
Gebet mit freien Fürbitten
Vaterunser
Segenslied
Sonntag 9.30 Andacht zur Heilung der Aussätzigen
Unsere Geschichte erzählt die Begegegnung mit Jesus aus der
Perspektive zweier Jungen, deren Freundschaft durch den
ausbrechenden Aussatz des einen Jungen auf eine harte Probe gestellt
wird. Die Heilung durch Jesus läßt uns nachempfinden, was sein Kommen
für die Menschen bedeutet hat.
Beide Teile: die anschauliche Geschichte und die lebensnah mit
Verbänden angezogenen Fguren stammen der Idee nach von der
Kindergottesdienstlandstagung in Ludwigsburg.
vor dem Gottesdienst halbe Stunde offenes Singen aller Lieder, die uns zu
dem Thema in den Sinn gekommen sind, so z.B. „Horch, es klopft an
deiner Tür“, „folge mir nach“ ...
Gottesdienst
Lied „hinematov o manajim“
Begrüßung
Sonntagsgebet EG 701
Lied „Sei doch mal leise“
Geschichte
Der Tag, an dem alles begann, war ein ausgesprochen heißer Tag.
Joas saß auf dem Brunnenrand hinter dem Haus. Vor ihm auf dem
boden, saß Brak, sein bester Freund.
„Weißt du, was wir machen?“, fragte Joas.“Was denn? fragte Barak
und schaute zu ihm. „Wir gehen zum See schwimmen, mal sehn,
wer heute schneller ist.“gute Idee. Von mir aus können wir gleich
gehen.“
Sie liefen zum See. Im Nu hatten sie die Kleider ausgezogen und
sprangen ins Wasser. Sie waren erst elf Jahre alt. Aber sie
schwammen schon geschmeidig wie die Ottern. Und was sie sich
dabei zuriefen, konnte man weit hören in der stillen Landschaft
Nach dem Baden entdeckt Bakak auf dein Rücken seines Freundes das
"weiße Zeichen". Er rennt voller Angst weg, und Joas, der zuerst an einen
Scherz denkt, geht verwundert nach Hause. Dort berichtet er diese
Begebenheit seiner Mutter. Beunruhigt möchte Joas seinen Rücken von
der Mutter anschauen lassen. Mit Schrecken stellt sie fest: " Das kann
doch nicht wahr sein . Lieber Gott, das kann doch nicht wahr sein." Ihr
Sohn hat die schlimmste Krankheit die man sich vorstellen kann. In seiner
Angst läuft und läuft Joas bis ans Ende des Dorfes, als könnte er der
Krankheit davon laufen. Er stellt sich vor, wie jetzt sein Leben aussehen
wird, obwohl er erst 11 Jahre ist. Er wird sich dem Priester zeigen müssen
und dieser wird ihn aus dem Dorf schicken zu den anderen Aussätzigen.
Dann befällt ihn eine so große Sehnsucht nach seiner Mutter und seinem
Vater, dass er zu weinen beginnt.
Viele Jahre sind seit diesem Tag vergangen. Joas musste mit einem
weißen Kleid in die Berge ziehen und in einer Höhle mit 9 anderen
Aussätzigen wohnen. Joas Zustand verschlechtert sich ständig. Er braucht
schon Stöcke zum Gehen und Eser, sein neuer Freund, ist sogar blind und
muss geführt werden. Abends sitzen sie oft vor ihrer Höhle und träumen
und erzählen von früher. Joas stellt sich Barak mit Frau und Kindern vor.
Er wird niemals heiraten, denn wer nimmt schon einen Aussätzigen. Auch
Eser sehnt sich nach seiner kleinen Tochter, die er verlassen musste und
die jetzt bestimmt schon eine Frau ist.
Aber eines Tages geschah etwas. Das war unbeschreiblich schön. Joas
wird es nie wieder vergessen. An der Weggabelung, wo sie sonst ihr
Essen abholen mussten, standen heute schon aufgeregt viele Leute. "
Bleibt hier ! Wartet! Es kommt gleich ein Mann vorbei! Jesus von
Nazareth. Im Nachbardorf hat er viele Kranke gesund gemacht. Vielleicht
kann er auch euch helfen. Die Kraft Gottes liegt auf ihm. Vielleicht wird
alles gut!" Und dann kam er. Eser sah ihn zuerst. " Er kommt' brüllte er " Er
kommtl" Tatsächlich. Da rief einer von ihnen laut: Jesus erbarme dich!
Schau doch unsere Krankheit, Geh nicht vorbei!" Und er ging nicht vorbei.
Er blieb stehen, und kam so nah wie keiner zuvor. Und dann sagte er:
"Geht zeigt euch den Priestern! Vertraut mir!" Joas dachte- ' Was, wir
sollen uns so den Priestern zeigen. Mit unseren Eiterbeulen und unserem
schrecklichen Gesicht?" Die jagen uns sofort wieder weg. --- Aber er hat
gesagt, dass wir nicht mehr in diesen Höhlen wohnen sollen...!.
So machen sich alle auf den Weg. Joas bemerkt es als erster. Er sah hinunter. Er
muss schlucken. Er spürt die Steine unter seinen Füßen. Keine Löcher mehr in
der Haut, keine Eiterbeulen im Gesicht! Gesund! Da können sie sich alle nicht
mehr beherrschen, werfen ihre Holzklappern weg und tanzten vor Glück.
Der Priester kommt heraus und schaut alle an. " Ihr seid gesund, ihr dürft
wieder nach hause gehen!" Alle rennen durcheinander in alle Richtungen
davon. Auch Joas beginnt zu laufen. Doch als er ein Stück gelaufen ist,
kommt ihm plötzlich der Gedanke „Jetzt weiß ich endlich warum uns
Jesus weggeschickt hat .
damit wir zu ihm. zurückkehren können!"
Ich muss ihn sehen und ihm danken Bestimmt wartet er noch immer auf
uns. „
Joas rennt,so schnell er kann, zurück. Er freut sich, diesen Mann wieder
zu sehen,. Es ist als ob ich jetzt nach hause liefe. Joas kommt an die
Weggabelung. Wirklich, er sitzt noch da zwischen seinen Begleitern.
Er läuft zu ihm hin, wirft sich vor ihm nieder_ Meister was soll ich dir
sagen? Du siehst es. Keinen Tag mehr in dieser schrecklichen Höhle. Wie
soll ich Gott nur dafür danken?" Der Mann sagt:" Wo sind denn die
Anderen.? Ich habe mich auf euch alle gefreut! Aber so schnell gebe ich
die Hoffnung nicht auf. Vielleicht kommen sie später noch." Dann gibt
erJoasdieHand und zieht ihn zu sich hoch." Steh auf und sei fröhlich.Du
bist gesund. Dubist gerettet. Dein Glaube hat dir geholfen."
Diese Worte vergisst Joas nie mehr. Er erzählt sie seinen Eltern und
seinem Freund Barak, als sie abends am Feuer sitzen. Und was sie sich
dabei vor Freude zurufen, kann man weit hören in der stillen Landschaft.
Lied „per crucem“ sechsstimmig
Gebet auch für das gelingen der Kinderbibelwoche/ Vaterunser
Segenslied
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Seele and Geist
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