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Christa Kaletsch / Stefan Rech Fortbildungskonzept „Wie kommt der

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Christa Kaletsch / Stefan Rech
Fortbildungskonzept
„Wie kommt der Fisch auf den Baum?“
Fortbildung zum produktiven Umgang mit Konflikten und
kultureller Heterogenität für Lehrkräfte im Kontext Hauptschule
Hintergrund
Spätestens seit PISA ist es kein Geheimnis mehr, dass Schulerfolg in
Deutschland noch immer an Herkunft gekoppelt ist – mit steigender Tendenz. In der sogenannten Weimarer Erklärung hat die Kultusministerkonferenz sich 1996 prononciert für eine interkulturelle Bildung und Erziehung
ausgesprochen, die vorhandene Konzepte und Ansätze auf der Basis von
Menschenrechten und Anerkennung bündelt und vereinheitlicht. Vor dem
Hintergrund dieser drängenden bildungspolitischen und schulischen Herausforderung möchte die Fortbildung auf folgende Leitfrage Antworten geben:
Wie können Pädagogen Lernarrangements finden, um die vielfältig
heterogene Schülerschaft anzusprechen ohne diese zu Kulturalisieren oder gleich zu machen?
Ziele der Fortbildung sind:
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ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Umgang mit Heterogenität in der Schule der Normalfall und nicht die Sonderform
ist.
dass Heterogenität mehr als Bereicherung denn als Bedrohung
gesehen werden kann
dass Störungen und Irritationen im Umgang mit Heterogenität
als Anlass zum Lernen begriffen werden können.
das Nicht-Verstehen des Fremden oder All - zu - Fremden mit
Empathie statt mit Macht zu beantworten.
die Wachsamkeit gegenüber kulturellen Stereotypisierungen
zu pflegen.
Aufbau der Fortbildung
Die gesamte Fortbildung ist in zwei Phasen gegliedert, die unterschiedliche
Zielhorizonte verfolgen. Die Phasen sind in unterschiedliche Module aufgeteilt mit verschiedenen Lernzielen und –inhalten.
In der ersten Phase sollen Kompetenzen im Bereich Personalentwicklung (Sensibilisierung, Haltung, Handlungskompetenz) und Unterrichtsentwicklung (Gruppendynamik, Konflikte und Dilemmata mit kulturellen
Dimensionen, Vermittlungskompetenzen) erworben werden. Die Phase endet mit der Erstellung einer Portfolioarbeit zu einer Praxiserfahrung (z.B.
Durchführen und Auswerten einer Übungssequenz). Die Teilnehmer/innen
sollen Handlungssicherheit im Umgang mit kultureller/sozialer Differenz erwerben, dass sie eigenständige und situationsgerechte Lernsettings im eigenen Unterricht umsetzen und anwenden können.
Die zweiten Phase erweitert den Anwendungshorizont des Erlernten in das
schulische System und legt den Schwerpunkt entsprechend auf die interkulturelle Öffnung von Schule unter dem Aspekt Schulentwicklung.
Durch diese Fokusverschiebung müssen die TN einen Wechsel von der Anleiter- in die Multiplikatorenrolle vollziehen. Auftraggeber sind nicht mehr die
Schülerinnen und Schüler sondern Teams, Fach- oder Projektgruppen in der
eigenen Schule. Die Frage ist nicht mehr wie kann ich angemessen in der
Klasse (inter)agieren, sondern, wie kann ich das Erlernte so ins Kollegium
hineintragen, dass die gewonnen Erkenntnisse und Ansätze zu einem Teil
einer veränderten Schulkultur werden.
Beide Phasen der Fortbildung bauen aufeinander auf. Intention ist es, dass
die TN der ersten Phase möglichst auch an der zweiten Phase teilnehmen.
Gleichzeitig ist es jedem TN freigestellt für sich zu entscheiden ob er/sie eine oder beide Phasen belegt.
Trainer
Die Fortbildung wird von einer Trainerin und einem Trainer geleitet, die Erfahrungen aus den Bereichen Mediation, Schülerpartizipation, Menschrechtserziehung und interkulturelles Lernen mitbringen.
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Bildung
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