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Kondition ist gefragt
Wirtschaftslagebericht für den
Landkreis Ludwigsburg, Oktober 2014
Herausgeber
Industrie- und Handelskammer
Region Stuttgart
Bezirkskammer Ludwigsburg
Kurfürstenstr. 4, 71636 Ludwigsburg
Postfach 6 09, 71606 Ludwigsburg
Telefon 07141 122-0
Telefax 07141 122-1035
www.stuttgart.ihk.de
info.lb@stuttgart.ihk.de
Konzeption
Referat Außenwirtschaft, Handel und
Verkehr
Redaktion
Stand
© 2014
Reiner Boucsein
Oktober 2014
Industrie- und Handelskammer
Region Stuttgart
Bezirkskammer Ludwigsburg
Alle Rechte vorbehalten.
Nachdruck oder Vervielfältigung auf Papier
und elektronischen Datenträgern sowie
Einspeisungen in Datennetze nur mit
Genehmigung des Herausgebers.
Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt
erarbeitet und zusammengestellt. Für die
Richtigkeit und Vollständigkeit des Inhalts
sowie für zwischenzeitliche Änderungen
übernimmt die Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart Bezirkskammer
Ludwigsburg keine Gewähr
Zertifizierte Qualität bei Service,
Beratung und Interessenvertretung
Inhaltsverzeichnis
1.
Kondition ist gefragt
5
2.
Industrie mit passablem Lagebild aber mehr Skepsis, Bau bleibt vorn
7
3.
Dienstleister erwarten mehrheitlich stabile Geschäfte
9
4.
Handel ist weniger zufrieden
10
Anschriften
11
IHK-Konjunkturklimaindex:
Der IHK-Konjunkturklimaindex spiegelt das Ergebnis der IHK-Konjunkturumfrage
in einem Wert wider. Er ist Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung. Entscheidend für die Interpretation der konjunkturellen Entwicklung im Zeitverlauf ist
die Veränderung des Index. Nimmt er zu, wird sich die Konjunktur tendenziell
positiv entwickeln, nimmt er ab, verschlechtert sich hingegen tendenziell die wirtschaftliche Entwicklung.
IHK-SaldenIndikatoren:
Sie werden als Saldo der positiven beziehungsweise negativen Antworten zu den
jeweiligen Fragen ermittelt und können demnach zwischen minus 100 und plus
100 Prozentpunkten liegen. Ein Indikator von Null zeigt an, dass sich die positiven
und negativen Antworten genau die Waage halten. Ein positiver Indikatorwert
bedeutet, dass es mehr positive als negative Antworten gibt.
IHK-Konjunkturberichte:
Die IHK-Konjunkturberichte erscheinen zu Jahresbeginn, im Frühsommer und im
Herbst. Seit dem Frühsommer 2009 werden die Umfragen auf Basis der neuen
Wirtschaftszweigklassifikation WZ 2008 erhoben. Ergebnisse aus früheren Umfragen wurden für die neue Branchenklassifikation umgerechnet und können daher von früher veröffentlichten Werten abweichen. Für den aktuellen Wirtschaftslagebericht wurde von 30.000 Mitgliedern ein repräsentativer Ausschnitt von 463
Unternehmen im Landkreis Ludwigsburg befragt, von denen sich 42,8 Prozent
bis Ende September 2014 an der Umfrage beteiligt haben.
Die Industrie- und Handelskammern in Baden-Württemberg erstellen Berichte zur
Wirtschaftslage seit 1952. Sie sind die Organisation mit der größten Erfahrung für
diesen Bereich.
1.
Kondition ist gefragt
In der Herbstumfrage 2014 bewertet jedes zweite Unternehmen im IHK-Bezirk
Ludwigsburg seine aktuelle Geschäftslage mit „befriedigend“, gefolgt von rund
44 Prozent „gut“ und knapp sechs Prozent „schlecht“ Lageurteilen. Im Vergleich zum Frühsommer zeigt sich insbesondere eine Verschiebung von gut zu
befriedigend Lagebewertungen (acht Prozentpunkte), bei lediglich einem knappen Prozentpunkt mehr „schlecht“ Lageurteilen. Trotz dieser jüngsten Abschwächung liegt der Saldowert aus gut minus schlecht Lageangaben noch
vier Prozentpunkte über dem vom Herbst 2013, die Umsätze sind in diesem
Zeitraum bei 44 Prozent der Unternehmen gestiegen, bei gut 32 Prozent gleich
geblieben und bei knapp 24 Prozent gefallen.
Bei den Geschäftserwartungen überwiegen „gleich bleiben“ Angaben (62 Prozent),
darüber hinaus sind es fast 25 Prozent Optimisten und knapp 14 Prozent Pessimisten. Im Vergleich zum Frühsommer sind das rund 13 Prozentpunkte weniger Optimisten, bei etwa gleich viel Pessimisten. Der Konjunkturklimaindex, der Lageurteile und
Erwartungen der Unternehmen in einem Wert abbildet, sinkt von 135 auf 124 Punkte.
Dass in den nächsten Monaten viel Kondition gefragt ist, zeigen die im Vergleich zum
Frühsommer schwächere Nachfragetendenz aus dem In- und Ausland (der Auftragseingangsindikator gibt um sechs auf zehn Prozentpunkte nach) sowie die Höherbewertung von wirtschaftlichen Risiken.
Weniger Schwung
IHK-Konjunkturindikatoren (alle Branchen)
Momentane Geschäftslage
160,0
IHK-Lageindikator
150,0
IHK-Erwartungsindikator
140,0
IHK-Konjunkturklimaindex
schlecht
5,6%
gut
43,9%
130,0
120,0
befriedigend
50,5,0%
110,0
100,0
(Abweichungen von 100 ergeben sich durch
Rundungen)
90,0
80,0
70,0
Erwartete Geschäftslage
60,0
50,0
40,0
30,0
IHK-Konjunkturklimaindex: geometrisches Mittel
aus den Salden der positiven und negativen
Antworten auf die Fragen zur aktuellen Lage und
zu den Geschäftserwartungen für die kommenden
zwölf Monate
schlechter
13,5%
besser
24,6%
gleich
bleibend
61,9%
Die IHK-Konjunkturberichte erscheinen zu Jahresbeginn, im Frühsommer und im Herbst.
Die Abkürzungen in den Zeitleisten der Abbildung bedeuten: JB - Jahresbeginn, F - Frühjahr, S - Sommer, H - Herbst, FS - Frühsommer. Seit dem Frühsommer 2009 werden die
Umfragen auf Basis der neuen Wirtschaftszweigklassifikation WZ 2008 erhoben. Ergebnisse aus früheren Umfragen wurden für die neue Branchenklassifikation umgerechnet und
können daher von früher veröffentlichten Werten abweichen.
5
1.
Kondition ist gefragt
So ist der Anteil der Unternehmen, denen eine mögliche Verschlechterung der Binnennachfrage Sorge bereitet, von 43 auf 52 Prozent gestiegen, mit Blick auf die Auslandsnachfrage von 18 auf 29 Prozent. Anteilig annähernd gleich hoch wie im Frühsommer werden die Risiken Fachkräftemangel und steigende Arbeitskosten bewertet
(40 zu 37 bzw. 39 zu 41 Prozent). Eine gute Ertragslage geben derzeit etwas mehr
als 34 Prozent der Unternehmen an, bei 11 Prozent ist sie schlecht, per Saldo knapp
vier Prozentpunkte unter dem Wert vom Frühsommer. Wenig dynamisch aber per
Saldo positiv fallen die Investitions- und Beschäftigungsplanungen aus. Jedes zweite
Unternehmen gibt bei den InvestitiInlandsinvestitionen
onsplanungen „gleich bleiben“ an.
keine Inv.
5,3%
abnehmen
17,5%
zunehmen
26,8%
Darüber hinaus erwarten 27 Prozent
der Betriebe zunehmende, knapp 18
Prozent fallende Investitionsausgaben. (Frühsommer 27 zu 21 Prozent).
gleich
bleiben
50,4%
Als Motiv dominiert Ersatzbedarf, mit
(Abweichungen von 100 ergeben sich durch Rundungen)
Beschäftigtenanzahl vor Ort
fallen
13,2%
steigen
21,4%
Abstand folgen Innovationen und Rationalisierung (68/37/35 Prozent Nennungen). Rund zwei Drittel der Betriebe wollen ihre Beschäftigtenanzahl
vor Ort beibehalten. Die Anteile von
„steigen“ und „fallen“ Planungen lie-
gleich
bleiben
65,4%
gen bei gut 21 bzw. 13 Prozent
(Frühsommer: 20 bzw. 16 Prozent).
Die Branchen im Überblick:
Vier von zehn Industrieunternehmen im Kreis geben eine gute, knapp jedes zehnte
eine schlechte aktuelle Lage an. Dies ist immer noch ein hohes Lageniveau, aber unter dem Level vom Frühsommer. In den insgesamt vorsichtigeren Geschäftserwartungen der Industrie spiegeln sich der derzeit per Saldo schwächelnde Auftragseingang sowie die höher bewerteten Risiken für künftige Umsätze und Erträge wider.
Das Baugewerbe hat das hohe Niveau der Bauproduktion verbreitet behaupten können, die niedrigen Hypothekenzinsen sind weiter Doping für den privaten Wohnungsbau. Die Erwartungen sind von „gleich bleiben“ Einschätzungen geprägt. Die unternehmensorientierten Dienstleister sehen sich als Wertschöpfungspartner weiter
gefragt, der produktionsverbindende Großhandel stellt sich auf eine etwas schwächere Nachfrage seiner Industriekunden ein. Der Einzelhandel sorgt sich angesichts
der ausgeprägten Krisenberichterstattung um die Konsumlaune, trotz hohem Beschäftigungsstand, geringem Inflationsdruck und niedrigen Zinsen.
6
2.
Industrie mit passablem Lagebild aber mehr Skepsis, Bau bleibt vorne
Der Anteil der Industriebetriebe im Kreis mit guter Geschäftslage hat sich seit
dem Frühsommer von 49 auf knapp 41 Prozent verringert. Zugenommen haben
die Anteile der Industriebetriebe mit befriedigender Geschäftslage von 46 auf
gut 50 Prozent und mit schlechter Geschäftslage von fünf auf knapp neun Prozent. Unter dem Strich ist das ein passables Lagebild. Im Vergleich zum Herbst
2013 konnten knapp 45 Prozent der Industrieunternehmen ihre Umsätze steigern, bei gut 31 Prozent sind sie gleich geblieben und bei 24 Prozent gefallen.
Mit durchschnittlich 85 Prozent sind die Kapazitäten derzeit recht gut ausgelastet.
Sorge bereitet die die per Saldo deutlich schwächere Tendenz beim Auftragseingang:
„steigend“ ist der Auftragseingang derzeit bei knapp 23 Prozent der Industriebetriebe,
„fallend“ bei annähernd 21 Prozent (Frühsommer: 38 zu 20 Prozent). Dabei liegen die
nach Inland und Ausland differenzierten Saldowerte nur wenige Prozentpunkte auseinander. Die derzeit in der Tendenz schwächeren Nachfrageimpulse spiegeln sich in
den Geschäftserwartungen für die nächsten zwölf Monate wider, knapp 29 Optimisten
Industrie: die Lage ist besser als die Erwartungen
(in %, Abweichungen von 100 durch Rundungsdifferenzen,
Erwartete Investitionen: Differenz zu 100 = keine Investitionen)
15,7
28,5
25,1
40,8
gut/besser/steigen(d)
65,2
50,8
befriedigend/gleich bleibend
54,7
schlecht/schlechter/fallen(d)
50,3
16,8
21,2
19,1
8,9
Geschäftslage H/14
Erwartete
Erwartete Investitionen
Geschäftsentwicklung
Beschäftigtenzahl
stehen fast 17 Prozent Pessimisten gegenüber. Im Vergleich zum Frühsommer ist
das deutlich mehr Skepsis, der Erwartungsindikator gibt um 20 auf knapp 12 Prozentpunkte nach. Bei den inländischen Investitionen plant jeder vierte Industriebetrieb
eine Ausweitung, etwas mehr als jeder fünfte geht von einer abnehmenden Tendenz
aus. Bei der Beschäftigtenzahl erwarten fast zwei Drittel der Industriebetriebe den Erhalt des hohen Niveaus. Darüber hinaus liegt der Anteil der Betriebe, die von einer
fallenden Mitarbeiterzahl ausgehen, etwas über dem mit Personalaufbau.
7
2.
Industrie mit passablem Lagebild aber mehr Skepsis, Bau bleibt vorne
Rund drei von zehn Industrieunternehmen geben ihre Ertragslage derzeit mit „gut“,
etwas mehr als jedes zehnte mit „schlecht“ an, der Saldowert gibt im Vergleich zum
Frühsommer um knapp sechs Prozentpunkte nach. Die von den Industriebetrieben
meistgenannten potenziellen Risiken für ihre wirtschaftliche Entwicklung sind Verschlechterungen beim Inlandsabsatz, hohe Energie- und Rohstoffpreise, steigende
Arbeitskosten, schwächerer Auslandsabsatz und ungünstigere wirtschaftspolitische
Rahmenbedingungen (52/51/44/39/33 Prozent Nennungen). Knapp 31 Prozent der
exportaktiven Industrieunternehmen im Kreis erwarten für die nächsten Monate ein
zunehmendes, gut 17
Export: schwächere Impulse erwartet
Exporterwartungen in der Industrie in den nächsten 12 Monaten
(Differenz zu 100 = keine Exporte)
Prozent ein abnehmendes Auslandsgeschäft,
per
30,6
42,4
zunehmen
39,3
36,5
12,4
FS/14
Saldo
eine
Ab-
schwächung von knapp
gleich
bleiben
17 Prozentpunkten im
abnehmen
Vergleich
zum
Früh-
sommer. Die Ukraine17,3
Krise mit den Sanktionen gegen
Russland
H/14
wirkt sich hier ebenso
aus wie die Wachstumsschwäche in Frankreich und Italien, den wichtigen Absatzmärkten in der Eurozone. Hinzu kommen die kriegerischen Auseinandersetzungen im
Nahen Osten. Für das Exportgeschäft mit Asien und Nordamerika ist die Industrie
insgesamt verhalten optimistisch.
Aus dem Baugewerbe kommen "gut" bis "befriedigend" Lageangaben, die
Bauproduktion ist im Vergleich zum Herbst 2013 insgesamt auf hohem Niveau
geblieben. Die Ertragslage ist von „gut“ und „befriedigend“ Beurteilungen geprägt.
Mit Blick auf die nächsten zwölf Monate geht man von Geschäften auf dem bisherigen Niveau aus, zumal die niedrigen Hypothekenzinsen weiterhin den privaten Wohnungsbau befördern. Die Frage nach der erwarteten Bauproduktion wird meist mit
„gleich bleiben“ beantwortet. Es besteht meist keine Notwendigkeit, die bisherigen Investitions- und Beschäftigungsplanungen anzupassen. Meistgenanntes mögliches
Einzelrisiko für ihre wirtschaftliche Entwicklung ist aus Sicht der Bauunternehmen der
Fachkräftemangel, vor einer Abschwächung der Inlandsnachfrage.
8
3.
Dienstleister erwarten mehrheitlich stabile Geschäfte
Im breit gefächerten Dienstleistungsbereich1 gibt jedes zweite Unternehmen eine gute Geschäftslage an, nur knapp drei Prozent der Dienstleister beklagen
schlecht laufende Geschäfte. Der entsprechende Saldowert liegt um knapp fünf
Prozentpunkte über dem vom Frühsommer. Fast jeder zweite Dienstleister
konnte im Vergleich zum Herbst 2013 seine Umsätze steigern, zwei von zehn
verzeichneten fallende Umsätze.
Bei der Frage zur derzeitigen Tendenz bei Auftragsvolumen bzw. Nachfrage sind
knapp sechs von zehn Rückmeldungen „gleich bleibend“, darüber berichten gut drei
von zehn Serviceanbietern von einer steigenden, nur knapp jeder zehnte von einer
fallenden Tendenz. Bei den Geschäftserwartungen für die nächsten zwölf Monate
gehen sechs von zehn Dienstleistern von stabilen Geschäften aus, eine Verbesserung erwarten gut 27 Prozent, eine Verschlechterung etwas mehr als 12 Prozent. Der
Erwartungsindikator kommt auf 15 Prozentpunkte, nach gut 22 Prozentpunkten im
Frühsommer. Bei der Frage nach den geplanten Investitionsausgaben haben „gleich
bleiben“ Antworten den größten Anteil, gefolgt von „steigen“ und „fallen“ Angaben
(47/28/16 Prozent). Ihre Beschäftigungspläne wollen 62 Prozent der Dienstleister auf
dem derzeitigen Stand halten, 31 Prozent geben „steigen“ und sieben Prozent „fallen“
an. Meistgenannte potenzielle Risiken für die weitere Entwicklung sind im Servicesektor Fachkräftemangel, eine Verschlechterung der Inlandsnachfrage und steigende
Arbeitskosten (57/52/40 Prozent Nennungen). Trotz guter Kapazitätsauslastung bei
den Unternehmen im Güterverkehr reicht es aufgrund des hohen Kosten- und
Preisdrucks meist nur zu einem „befriedigend“ bei der Ertragslage. Die Ingenieurbüros und Beratungsdienstleister sind als Wertschöpfungspartner gefragt, was sich in
bestimmenden „gut“ bis „befriedigend“ Angaben bei der Geschäftslage und „verbessern“ bis „gleich bleiben“ bei den Erwartungen zeigt. Im Hotel- und Gaststättengewerbe überwiegen „befriedigend“ Angaben zur Geschäfts- und zur Ertragslage. Bei
den Geschäftserwartungen sind es mehrheitlich
„gleich bleiben“ Einschätzungen.
Aus dem Kreditgewerbe kommen „gut“ bis „befriedigend“ Lagebewertungen. Die
Kreditnachfrage der Firmenkunden wird ganz überwiegend mit „gleich geblieben“
angegeben. Die Vergabe von Investitionskrediten an Unternehmen wird mit „gleich
geblieben“ bis „gestiegen“ angegeben. Bei den Geschäftserwartungen herrschen
„gleich bleiben“ Einschätzungen vor. Ein Bedarf zur Anpassung der Beschäftigungspläne besteht meist nicht.
1
Die Dienstleistungen insgesamt umfassen nach der aktuellen Definition das Verkehrsgewerbe, die Immobilienwirtschaft, das Versicherungsgewerbe, die ITK-Dienstleistungen, die
Dienstleistungen für Unternehmen, die Dienstleistungen für Personen und darüber hinaus
auch das Hotel- und Gaststättengewerbe sowie das Kreditgewerbe.
9
4.
Handel ist weniger zufrieden
Die Geschäftslageangaben der Handelsunternehmen im Jahresverlauf zeigen
insbesondere Verschiebungen zwischen „gut“ und „befriedigend“ Bewertungen: zu Jahresbeginn lagen die Anteile bei 35 zu 58 Prozent, im Frühsommer
waren es 55 zu 39 Prozent und jetzt 33 zu 63 Prozent. Relativ niedrig war und ist
der Anteil der Händler mit „schlecht“ Lageurteilen, der jetzt bei vier Prozent
liegt. Unter dem Strich ist der Handel derzeit weniger zufrieden als im Frühsommer.
Trotz hohem Beschäftigungsstand, geringem Inflationsdruck und niedrigen Zinsen
haben das unbeständige Sommerwetter und die umfangreiche Krisenberichterstattung in den Medien die Kauflaune gehemmt, was der Einzelhandel beklagt. Der produktionsverbindendende Großhandel muss sich auf die in der Tendenz schwächere
Nachfrage aus der Industrie einstellen. Die Geschäftserwartungen für die nächsten
Monate haben sich gegenüber dem Frühsommer kaum verändert: „gleich bleiben“
Einschätzungen sind bestimmend (knapp 75 Prozent), darüber hinaus kommt auf
zwei Optimisten ein Pessimist. Der Großhandel ist dabei per Saldo optimistischer als
der Einzelhandel. Eine rückläufige Inlandsnachfrage ist das von den Händlern meistgenannte wirtschaftliche Risiko, gefolgt von hohen Energie- und Rohstoffpreisen,
Fachkräftemangel und einer wachstumshemmenden Wirtschaftspolitik (56/40/38/33
Prozent Nennungen). Vier von zehn Handelsunternehmen wollen ihr Investitionsbudget erhöhen, weniger als jeder zehnte geht von fallenden Investitionen aus. Bei
den Beschäftigungsplänen geben zwei von drei Händlern an, das aktuelle Niveau halten zu wollen. Darüber hinaus beträgt das Verhältnis von „steigen“ zu „fallen“ Rückmeldungen zwei zu eins.
10
Anschriften
Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart
Jägerstraße 30, 70174 Stuttgart
Postfach 10 24 44, 70020 Stuttgart
Telefon 0711 2005-0, Telefax -1354
www.stuttgart.ihk.de
info@stuttgart.ihk.de
Bezirkskammer Böblingen
Steinbeisstraße 11, 71034 Böblingen
Telefon 07031 6201-0, Telefax -8260
info.bb@stuttgart.ihk.de
Bezirkskammer Esslingen-Nürtingen
Fabrikstraße 1, 73728 Esslingen
Postfach 10 03 47, 73703 Esslingen
Telefon 0711 39007-0, Telefax -8330
info.esnt@stuttgart.ihk.de
Geschäftsstelle Nürtingen
Bismarckstraße 8-12, 72622 Nürtingen
Postfach 14 20, 72604 Nürtingen
Telefon 07022 3008-0, Telefax -8630
Bezirkskammer Göppingen
Franklinstraße 4, 73033 Göppingen
Postfach 6 23, 73006 Göppingen
Telefon 07161 6715-0, Telefax -8484
info.gp@stuttgart.ihk.de
Bezirkskammer Ludwigsburg
Kurfürstenstraße 4, 71636 Ludwigsburg
Postfach 6 09, 71606 Ludwigsburg
Telefon 07141 122-0, Telefax -1035
info.lb@stuttgart.ihk.de
Bezirkskammer Rems-Murr
Kappelbergstraße 1, 71332 Waiblingen
Telefon 07151 95969-0, Telefax -8726
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11
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