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0. Einleitung. Wie ich Devada traf - Gerdes Verlag & Trainings

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The Waay
Dialogischer Bildungs-Roman, der den Waay-Prozess (siehe Sachbuch „The Waay“
veranschaulicht)
Claus David Gerdes
0. Einleitung. Wie ich Devada traf
An der Promenade von Ierapetra
Als ich vor einem Jahr die Insel Kreta bereiste, traf ich einen Mann, der wie ich in Ierapetra mit
Blick auf das Mittelmeer einen griechischen Kaffee schlürfte. Nein, halt, er saß nur still da und
schaute und hatte erst keinen Kaffee. Denn den gab ich ihm aus, weil mir nach einem Gespräch
dürstete. »Would you mind if I buy you a coffee, Sir«, fragte ich °»Oh, no, please go ahead. I
would like a Coffee!«, antwortete er freundlich. Ich nahm das als Erlaubnis mich zu ihm zu
setzen.
°»Wir können deutsch reden«, sagte er. Er hatte wohl meinen Akzent durchschaut. Und
irgendwie schien er mich zu erkennen oder mich erwartet zu haben. °»Wissen Sie, einst saß ich
hier vor langer Zeit. Ich hatte gerade meine Bundeswehr-Zeit absolviert, hatte angefangen zu
studieren, stellte aber fest, dass ich psychisch fertig war und wollte einfach aus allem weg.«
Er fuhr fort: °»Zwei Freunde von mir, Hans und Jürgen, sollten einige Monate in Myrtos nicht
weit von hier für ein paar Monate gewesen sein und ich fuhr los um diese zu besuchen. Auf dem
Weg nach Myrtos machte ich hier Pause und blickte auf das Meer. In dem Moment fiel all der
Stress der vergangenen Monate von mir ab und ich genoss diesen Moment des Zwischen-denZeiten-Seins. Ich war gerade aus einer Lebensphase ausgestiegen und in die nächsten noch
nicht hinein und es war wunderbar. Ich hatte nicht viel Geld und ich war dennoch sorglos und
freute mich, dass das Leben schön sein konnte. Im Kontrast zur Militärzeit war es besonders
schön.«
°»Und eigentlich ist es heute hier genau so, nur habe ich erheblich mehr Erfahrung hinter mir,
bin alles gewesen, was ich sein wollte, und stehe jetzt vor einer letzten Lebensphase. Dieses
hier ist immer ein heiliger Ort für mich gewesen. Hier bin ich zum ersten Mal mit mir im Reinen
gewesen. Und ich wollte es auch schaffen in der Welt, in der Aktion, mit mir im Reinen zu sein.
Das ist sehr viel schwieriger.«
Ich stelle mich vor, Devada stellt sich vor
Der Mann fuhr fort: °»Aber entschuldigen Sie, wenn ich so in der Vergangenheit schwelge. Darf
ich fragen, was Sie hier machen und was sie sonst machen und sind?«
»Ach, ich mache hier nur ein wenig Urlaub. Ansonsten bin ich ein NLP-Trainer in Berlin und
gebe Trainings und Coachings. Aber ich bin ein wenig in Distanz zum NLP, sollten sie überhaupt
wissen, was NLP ist.«
°»Oh ja, durchaus, ich habe die Bücher von Bandler und Grinder und Dilts gelesen. Und ich
habe auch schon einmal mit Time-Line-Therapy an mir arbeiten lassen. Neuro-Linguistisches
Programmieren, ich fand das immer interessant!«
»Ja, das ist es und es hat mir viel gegeben. Aber gerade Bandler und Grinder sind nicht
unbedingt die Gurus, auf die man bezogen werden möchte. Und einiges am NLP ist mittlerweile
überholt. In seiner besten Verfassung ist NLP ein vereinfachtes und pragmatisches Milton
Erickson. Dann kann eben auch gleich Hypnose-Therapie machen. Gestatten Sie, dass ich
mich vorstelle. Das „Du“ müssen Sie als Älterer ja anbieten, mein Name ist Claus David
Grube!«
°»Ah, ich habe Ihr „Das Zen der ersten Million“ gelesen, sehr interessant. Ich wollte doch wissen
was Buddhismus und Finanzwelt miteinander zu tun haben. Mein Name ist Devada und wir
können gern „Du“ sagen.«
»Devada, das ist ein indischer Name«?
°»Ja, ich war oder bin ein Schüler Oshos, Bhagwan Rajneesh und bin in der spirituellen Szene
eventuell unter diesem Namen bekannt. „Swami Anand Devada“. »
»Ah interessant, ich wollte immer gern mehr über Osho erfahren.«
°»Gern. Das war eine sehr intensive Zeit in Poona damals. Und auch heute ist dort noch einiges
von der Buddha-Energie zu spüren. Damals hier in Kreta las ich viel Castaneda, das war
Anfang der Siebziger. Ein Hippie, der gerade aus Indien kam und in Pondichery bei Aurobindo
gewesen war, sagte mir, dass Castaneda nur Fiktion sei, aber dass es in Indien das Wahre
Magische und Mystische und auch ohne Drogen gäbe. Also bin ich hingefahren und habe
tatsächlich den spirituellen Meister gefunden, der zu meinem kritischen Geist passte, eben
Osho. Und „Du“ ist natürlich Okay, dann fühle ich mich gleich jünger.«
Modellieren von Heilung und Erleuchtung
»Und du bist dann selbst erleuchtet worden?«
°»Jein. Daran arbeite ich noch und irgendwie ist Erleuchtung auch nur ein Konzept, denke ich,
und ein Marketing-Trick. Aber ja, ich weiß, wie es sich anfühlt, ich hatte einige Momente oder
auch Phasen der Erleuchtung. Das wäre eine interessante Frage, ein Projekt, ein NLP der
Erleuchtung. NLP modelliert doch, so weit weiß ich Bescheid.«
»Ja genau. NLP ist eigentlich Modellieren. Wobei es da ein wenig übertriebene Vorstellungen
von Bandler und Grinder der Übertragung von Unterbewusstsein zu Unterbewusstsein gibt.
Sozusagen Genie springt über, ohne dass man es merkt. So etwas gibt es so wohl eher nicht.
Aber durch genaueres Einfangen besonderer Einstellungen und besonderer Fähigkeiten kann
man durchaus vieles Modellieren. Modellieren der Erleuchtung, interessant.«
°»Nun ja, ich bin es ja nicht wirklich und wir werden Schwierigkeiten finden modellierbare
Erleuchtete zu finden.«
»Könnte man es aus Schriften erfahren?«
°»Ja teilweise. Gerade Osho hat ja viel dazu gesagt. Er hat aber auch immer gesagt, dass es
vor allem um das Nicht-Gesagte, das Nicht-Sagbare geht. Ich hätte einen anderen Vorschlag
zur Vorgehensweise.«
»Ok, ich bin interessiert.«
°»Ich hatte eine Krankheit und bin von dieser geheilt worden. Es war eine Art geistiger, mentaler
Heilung. Eventuell kann man das modellieren und auf die spirituelle Suche übertragen. Denn
auch das Unerleuchtet-Sein ist ja eine Art mentaler, geistiger Krankheit, gemäß der erleuchteten
Meister.«
»Was war das für eine Heilung?«
°»Ach, ich hatte einen Krebs der Speiseröhre und bin zu einem indischen Energie-Heiler
gegangen, der einen interessanten Prozess mit mir gemacht hat. Es war eine Mischung aus
Ayurveda und Yoga und NLP und Quantenphysik und Magie und Mystik und eben Heilung, aber
letztendlich Selbst-Heilung. Ich denke jedenfalls, dass es sehr geholfen hat. Es wäre sicher
interessant, das zu modellieren und es könnte, denke ich, auf alles angewendet werden.«
(indischer Heil-Buddha am Fuße des Himalayas“
»Hmm, ich bin eigentlich weder an Heilung noch an Erleuchtung zu sehr interessiert. Aber ich
modelliere gern.«
Mein Wunsch wäre eher Geld, viel Geld
°»Woran bist du interessiert?«
»Vor allem an Geld. Ich will ein Institut aufbauen und irgendwie komme ich finanziell nicht so
voran, wie ich gern möchte.«
°»Geld, Finanzen, das ist auch ein gutes Thema. Wir modellieren den Prozess an Hand meiner
Erfahrungen mit der Heilung. Wir übertragen diesen für dich auf das Thema Geld und für mich
auf das Thema Erleuchtung. Wie wäre das?«
»Ja, das klingt gut. Vielleicht können wir einiges am Strand im Sand aufzeichnen. Wir sollten
uns einen Arbeitsraum schaffen.«
°»Lass uns nach Myrtos fahren, ich habe da ein Appartement direkt am Strand. Du findest da
sicher auch ein angenehmes Zimmer. Es gibt dort ein gutes Cafenion und der Ort ist eh einer
meiner Lieblingsplätze. Ich habe auch etwas finanzielle Freiheit und kann dich zumindest zum
täglichen Essen und Trinken einladen.«
»Hmm, das klingt verlockend. Ich bin hier indes mit meiner Freundin, Andrea. Kann die auch
mitkommen?«
°»Selbstverständlich. Du wirst auch noch meine Frau und einige unserer Freunde in Myrtos
kennen lernen.«
1. Motiv
Wir setzten uns also an den Strand von Mirtos. Wir wollten den Heilungsprozess von Devada
modellieren um diesen Prozess anwendbar für die Themen anderer Lebensbereiche zu
machen.
Kleiner Exkurs: Näheres zu Modellieren.
Als die NLP-Begründer Anfang der Siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts anfingen, begannen
sie mit der Arbeitshypothese, dass jedwedes und besonders auch geniales Verhalten lern- und
lehrbar sein müsste. Per Modellieren sammelten sie interessante Verhaltensweisen und lernten
und lehrten diese.
Modellieren? Nach der Theorie der NLP, sieh das Buch von Robert Dilts „Modellieren“ ist es vor
allem eine Übertragung von Unterbewusstsein zu Unterbewusstsein. Denn die genaue Abfolge
unseres genialen oder auch unsinnigen Verhaltens ist uns meist nicht bewusst. Wir können
einen Kontakt von Unterbewusstsein zu Unterbewusstsein herstellen und so direkt lernen. Das
ist aber in meinen Augen eher eine schöne Theorie als handfeste Realität.
Dennoch hat NLP durch Erfragen bestimmter Komponenten und Abfolgen recht gute
Ergebnisse im Erfragen unterbewusster Strategien entwickelt. Durch genaues Nachfragen kann
sozusagen der Algorithmus des Humane Bio-Computer herausgefunden werden. Wenn man
den hat ist man schon sehr weit im Modellierungs-Prozess. Natürlich gibt es in der Genialität
einige Komponenten, die auf angeborenen besonderen Eigenschaften beruhen. Aber so groß
sind die Unterschiede zwischen Menschen auch nicht und wir könnten erstaunt sein, wie viel
herausragendes Verhalten tatsächlich modellierbar und übertragbar ist. Wer NLP näher kenne
lernt wird dort einiges entdecken. Besonders bekannt und erfolgreich geworden ist NLP als
Modellieren eines der herausragenden Psychotherapeuten aller Zeiten, des
Hypnosetherapeuten Milton Erickson.
Beginn des Modellierens der Heilung von Devada
»Also ich stelle Fragen um herauszufinden, wie es genau funktioniert hat mit der Heilung. In
gewisser Weise bin ich mehr an Strukturellem als an Inhaltlichem interessiert. Wir wollen also
nicht eine ganze ausführliche Story hören, auch wenn die vermutlich spannend ist. Wir
brauchen eher Strukturen, die wir generalisieren und übertragen können.«
°»Okay. Ich hatte also den Speiseröhren-Krebs. Ich wollte keine Chemo oder Operation.«
°»Ich war überzeugt, dass ich das per Bewusstseins-Kraft weg-heilen kann. Ich hatte von dem
Typ in den USA gelesen, der sich den Krebs weggemacht hatte durch eine selbst-verordnete
Lach-Therapie.«
°»Aber ich selbst war eher zu schwach und fuhr nach Nord-Indien an den Rand des Himalayas.
Ich hatte dort von einem Yogi gehört, der wohl mit Ayurveda und Yoga oder ähnlichem heilen
würde. Ich fuhr da also hin und hatte eine erste Sitzung. Der Mann hieß Satchit. Es war sehr
schön dort. Man konnte den Himalaya sehen, es waren angenehme Temperaturen, eine
angenehme indische Atmosphäre.«
°»Satchit saß in einem leeren Meditationsraum auf einem niedrigen Stuhl. Ich sollte mich vor ihn
setzen. Er schaute mich einige Zeit an und sagte: „Ich will nicht groß wissen, was du hast,
Devada. Ich werde dein Bewusstsein von dem Gedanken befreien, dass es diese Krankheit
erschaffen will, dann wird es etwas anderes erzeugen. Wir werden das natürlich mit
ayurvedischer Ernährung und Kräutern unterstützen, aber das wesentliche wirst du selbst
machen. Dieser Prozess ist ein magischer Prozess, der aus dem Shivaismus kommt und er
wird dir gefallen.«
Wir hatten uns Wasserflaschen mitgenommen und erinnerten uns, dass wir trotz der Intensität
des Beginns einer interessanten Reise genug Flüssigkeit aufnehmen mussten und wollten. Es
war schon fast Mittagszeit und nun brannte die Sonne schon sehr. Wir beschlossen unseren
Arbeitsplatz vom Wasser weg zum Schatten einiger kleiner Zypressen zu verlegen.
Wo willst du hin?
Devada erinnerte sich weiter: °»Satchit stellte fest, dass ich sehr gespannt und hoffnungsvoll
war und erklärte: „Als erstes musst du wissen, wo du hinwillst. Wir wollen weg von einer
Krankheit, aber das ist keine eindeutige Ortsangabe. Wir brauchen etwas stärkeres, etwas, was
dich magisch anzieht. Wo willst du hin?«
°»„Ich will gesund sein“, sagte ich. „Ja, natürlich. Gesund und fit!?“ „Ich will problemlos
schlucken können und essen.“ „Ja, gut. Also wenn du einen Wunsch bei einer Dschinni frei
hättest, würdest du sagen: „Ich wünsche mir völlige Gesundheit und meinem Alter
angemessene Fitness , bzw. für mein Alter optimale Fitness und Selbstheilungskräfte!“ So in der
Art?“«
°»„Ja, genau so. Meinem Alter angemessene oder optimale Gesundheit und Fitness klingt
perfekt.“«
Das Motiv
Ich sagte also zu Devada: »Wie erwartet, hat der Satchit also erst einmal eine positive Richtung
installiert. So machen wir es im NLP auch. Wir setzen uns ein Ziel. Weg von etwas ist noch so
gut wie hin zu etwa.s Ziel ist aber eventuell zu unflexibel. Der Satchit hat ja auch erst einmal
einen Wunsch finden lassen. Der erste Schritt in unserem Prozess könnte also der Wunsch
sein, das Thema, das Motiv der Reise.«
°»Motiv klingt gut. Das könnte das Motiv in einer Sinfonie oder der Beweggrund bei einer Tat
sein.«
»Lass uns das Ganze hier im Kies des Myrtos-Strandes fühlbar machen. Wir markieren hier
zwei Punkte in der Raum-Zeit.«
Ich nahm einen Stein und platzierte ihn an einer Stelle. »Dieser Stein, diese Stelle, soll den
Zeitpunkt markieren, als du zum ersten Mal mit Satchit sprachst. Der Ausgangspunkt der
Reise.«
Dann nahm ich einen anderen Stein: »Und dort ist der Zeitpunkt, an dem du realisiert hast, dass
du geheilt warst!«
°»Gut. Das kann ich sehen, es waren zwei verschiedene Zustände. Wie kam ich von dem einen
zum anderen?«
»Genau. Wie geschah das Wunder, die Heilung? Wie genau war der Ablauf? Dazu müssen wir
sehr viel wissen und erfragen.«
Weitere je zwei markierte Positionen auf dem Boden für weitere Waays. ein Wort, dass zu
dem Zeitpunkt, an dem die Geschichte ist natürlich noch nicht geboren war).
»Gut, wollen wir dann gleich zwei Steine für unsere anderen Projekte auslegen?«
°»Okay, das können wir machen.«
Wir nahmen also zwei Steine und legten diese in den groben Sand. Devada stellte sich über
den einen und erinnerte sich, wie es war, als er noch den Krebs hatte. Dann stellte er sich über
den anderen Stein und ging in den Zustand, den er hatte, als er sich geheilt fühlte.
Die beiden Zustände waren von der Körpersprache her gut zu unterscheiden. Devadas
Ausstrahlung war jeweils unterschiedlich.
»Also hat der Satchit dich erst einmal die beiden Zustände einnehmen lassen und vor allem
eine Vorstellung von dem, wie es ist geheilt zu sein, angeregt?«
°»Ja, so kann man es sagen. Das war schon gleich irgendwie gut. Es ist wichtig zu wissen m,
was man will, wo man hin will, denke ich!«
Erste Schritte zu Wohlstand und Reichtum
»Hmm, das könnte für uns bei Reichtum und Erleuchtung dann ja auch interessant sein.«
°»Ja, in der Tat. Claus David, fange bitte an. Reichtum scheint mir leichter vorstellbar.«
»Gut, mach ich.«
Ich legte also zwei Steine aus. Der eine war der Stein für die derzeitige Lage. Es ging mir Okay.
Aber ich brauchte einiges Geld mehr um ein Projekt so zu starten, wie ich es mir vorstellte.
Dann stellte ich mich über den anderen Stein. Ich fühlte, wie ich mehr Power und Kraft hatte.
Ich hatte nun das Geld, das ich brauchte. Ich war motiviert und konnte loslegen und wusste,
dass es eine gute Umsetzung werden würde. Ich hatte in meinem Leben schon einige Male
Geld gehabt, ich wusste grundsätzlich, wie es sich anfühlte. Geld war Energie. Geld war die
Möglichkeit Möglichkeiten zu haben. Geld war Freiheit von Zwängen, Freiheit davon, sich
verstellen müssen.
»Ich denke, ich weiß recht genau, wie ist es ist, wo ich hin will. Es wäre echt klasse, wenn ich
das erreichen könnte. Wenn du den Krebs besiegen konntest, müsste ich doch auch die
Finanzierung hinkriegen!«
°»Finanzierung ist ja eigentlich banal. Geld gibt es doch wohl genug in der Welt vorhanden!«
»Genau. Wenn die mentale Schleuse auf ist, kommt das Geld schon.«
°»Na, nun wollen wir mal mit den Füßen auf der Erde bleiben. Wir werden wohl schon noch
einiges tun müssen. Und ich muss dich warnen. Der Satchit hat bei mir schon noch so einige
Knackpunkte, einige tiefe Schmerzen und andere Emotionen aufgedeckt, welche die Ursachen
für meine Krankheit waren. Wenn deine Nicht-Finanzierung eine ähnliche Krankheit, ein
Symptom für etwas ist, kommt da wohl noch was!«
»Ja, das ist mir klar, aber egal. Ich bin sehr gespannt und aufgeregt und durchaus optimistisch.«
Von Un-Erleuchtet zu Erleuchtet
Ich rief Devada zu: »Und nun du! Wie ist es mit der Erleuchtung!«
Devada: °»Okay, schauen wir mal.« Er holte zwei Treibgut-Bretter. Steine waren nicht mehr zu
finden. Er stellt sich auf das erste. °»Hier bin ich so mittel-erleuchtet. Ich weiß ungefähr, was
das ist und wie das ist. Ich arbeite nur halbherzig an der Weiterentwicklung , ich mache mich
manchmal lustig über die Erleuchtung.«
Dann stellte er sich etwa drei Meter weiter auf das andere Brett. °»Ich bin erleuchtet!«, sagte er.
Er schwieg dann und schloss die Augen, breitete die Arme aus und entspannte die
Gesichtszüge und wohl auch die anderen Muskeln. Das sah eigentlich ganz gut aus.
Dann stieg er aus. Und schaute auf das Brett. °»Ich weiß nicht, ob das stimmte. Erleuchtung ist
ja schon ein recht dramatisch anderer Zustand. Ich hatte mehr oder wenig lange Zustände,
besonders mit Osho. Da war irgendwie die Chemie im Gehirn verändert und die Wahrnehmung.
Das bekomme ich hier so jetzt nicht so einfach hin. Aber das Grundgefühl war schon ganz gut.
Ich bin eins mit mir und eins mit der Welt. Ich habe keinerlei Angst vor mir und der Welt und
dem Tod. Die Welt schmerzt und ich kann es zulassen und die Welt erfüllt einen mit Liebe und
ich kann es zulassen. Ich lasse höhere Energie zu. Aber es ist noch ganz schön viel „Ich" und
„Persönlichkeit“ da. Mein Ich und meine Persönlichkeit loszulassen fällt mir schwer. Ich mag es
jemand zu sein.«
»Gut, ich denke, das da ja noch weitere Schritte kommen. „Un-Erleuchtung" ist eines der Sache
als Krankheit. Es ist uns nicht so bewusst, dass wir im Dis-ease sind.«
°»Ja, genau, alle sind in derselben Krankheit geschlagen und wir sind wie alle und normal und
merken nicht, dass wir in unserem Ego aufgehangen und getrennt von der Welt sind. Die Angst
vor dem Tod lässt uns das Leben verpassen. Die Angst vor der Sinnlosigkeit unserer Existenz
lässt und falsche Bedeutungen annehmen, mit denen wir in die irre laufen. Das ist doch
spannend, denke ich!«
Devadas Frau, Iksha kam dann hinzu. Wir hatten sich am Abend zuvor bereits kennengelernt.
Rückblick wie ich ein Appartement in Mirtos bekam.
Ist der Wunsch wirklich erstrebenswert?
*»Was macht ihr hier?«
°»Wir generieren aus meiner Heilung des Speiseröhren-Krebs einen generellen Prozess zum
Erreichen von angestrebten Zuständen um dieses für, in Claus Davids Fall, Geld und, in
meinem Fall, Erleuchtung einsetzbar zu machen.«
*»Ah, du willst erleuchtet werden?!«
°»Ich fühle eine Fangfrage!«
*»Ne, nicht „Fang“! Du weißt es doch selbst, Erleuchtung ist nichts, was du anstreben oder
wollen kannst. Du bist es bereits, sagten die Meister.«
°»Ja, es ist wie ein Heilung. Es ist nur eine mentale Infektion, die uns unsere wahre Natur
ignorieren lassen.«
*»Ach, Worte, Worte. Und du willst also mal wieder Geld!«
»Ja, mal wieder, du hast Recht.«
*»Ihr seid doch Träumer. Warum gebt ihr euch nicht zufrieden mit dem, was ihr habt? Das ist
doch schon irre viel. Mehr als fast alle Menschen auf der Erde haben oder sein können!«
»Ja, aber es gibt doch immer noch mehr!«
°»Und uns interessiert einfach, wie der Prozess geht. Um es anderen beibringen zu können.
Wenn mehr Leute erreichen, was sie wollen, wird die Welt doch besser, oder nicht?«
*»Könnte sein. Aber versuch nicht mir etwas vorzumachen.«
°»Iksha, es ist ja richtig, dass das Annehmen dessen was ist, die Voraussetzung ist, um wo hin
zu gelangen. Es ist doch nicht entweder oder. Sondern es ist vielmehr sowohl als auch. Ich
akzeptiere, was ist, und unternehme Anstrengung zu einer Verbesserung.«
*»Ich würde sagen, dass ihr sicher gehen müsst, ob ihr der Realität ausweichen und euch in
Traumwelten des Reichtums und der Erleuchtung flüchten wollt oder ob ihr die Realität
wahrnehmt und annehmt und noch einen Traum drauf packt. Aus Sport sozusagen!«
°»Hmm, ja, eigentlich bin ich ja happy mit unserem Leben. Ich muss doch nicht viel verdrängen.
Erleuchtung, das ist die Krönung des Ganzen.«
*»Erleuchtung aus Sport. Muss Erleuchtung nicht der Zusammenbruch des Egos sein, weil man
es nicht mehr aushält? Dir geht es doch viel zu gut.«
»Stopp, stopp, ihr beiden, zu dem Punkt und zu der Diskussion kommen wir evtl. ja im Laufe
des Prozesses. Erst einmal ist es doch interessant, dass es einen Traum gibt, einen Wunsch,
an dem wir arbeiten können. Wenn jeder diese Vorstellung von Erleuchtung hätte, müssten
Millionäre nicht unbedingt weitermachen bis sie Multimillionäre oder Milliardäre sind. Reich-sein
reicht dann und es gibt Träume der anderen Art zu verwirklichen.«
*»Gut lassen wir Devada an seiner Erleuchtung arbeiten. Du willst Geld?«
»Ja, ich will eine Unternehmung finanzieren. Eine gute Unternehmung. Ich muss nur den Arsch
hoch kriegen und herausfinden, warum ich immer wieder Geldmangel habe. Es ist auch eine
Heilung nötig so wie Devada es bei diesem Satchit erfahren hat.«
*«Nun gut.«
»Vielleicht gibt es ja auch für dich einen Wunschtraum, vielleicht können wir es ja auch für sich
einsetzen.«
*»Na, eins nach dem anderen. Es reicht doch erst einmal, dass ich weiß, was ihr hier treibt.
Meine Freundin Lucy ist zu Besuch. Ich denke ihr könntet etwas für sie tun, aber das soll sie
euch selbst sagen, was es ist. Kommt mit zum Abendessen!«
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