close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Europa 2.0 – rettest du noch oder lebst du schon? Wie geht es

EinbettenHerunterladen
Europa 2.0 – rettest du noch oder
lebst du schon?
Wie geht es weiter mit Europa und
dem Euro?
18.4.2013
von Dirk Elsner
(www.blicklog.com)
Hamburg, 07.04.2013
2
Inhalt
1
2
3
Der Blogger und
Die Krisen
Und wie geht es
Innovecs
im Web-Spiegel
weiter
3
1
Der Blogger und
Innovecs
Persönliche Vorstellung
Das bin ich beruflich
•
viele Jahre in Banken als Führungskraft
•
berät als Consultant für die Innovecs GmbH Banken und mittelständische Unternehmen
•
wir sind spezialisiert auf Bankprozesse, Regulierungsthemen (aktuell EMIR) vor allem im
Kapitalmarktgeschäft und Zahlungsverkehr, SEPA und mehr
•
Speziell im Next Generation Finance unterstützen wir Analysen und Workshops für Banken und begleiten
in Umsetzungsfragen
Das bin ich als Blogger
•
seit August 2008 betreibe ich das Blick Log (www.blicklog.com)
•
2012 zum Finanzblog des Jahres gekürt
•
Schwerpunkte sind Themen aus der Finanzwirtschaft, der Unternehmenspraxis und Neuerungen im
Banking.
•
seit 2012 regelmäßige Kolumne für das Wall Street Journal Deutschland zum Wandel in der Bankenwelt
•
seit 2009 regelmäßige Kolumne für die CFOWorld zu unternehmensnahen Finanzthemen
5
Welche Themen bewegen meine Leser?
Hintergrund zu Themen aus Finanzsektor
•
differenzierter Blick auf die Finanz-, Wirtschafts- und Schuldenkrise
•
Blick auf die Wirkungen der Wirtschafts- und Finanzpraxis
•
Themenaufbereitung in Mindmaps
•
Erläuterungen zu Spezialthemen, wie Finanzinstrumente und Regulierungsthemen
•
Wandel im Banking
Infragestellung der Mainstreamposition
•
Positionen zur Finanz- und Wirtschaftskrise
•
Hintergrund zu Themen, die in Medien zu kurz kommen
•
Kontrapunkte zu Medienhype
•
Umgang mit „Experten“-Empfehlungen und Vorhersagen
Besondere Fundstücke aus dem Netz
Themen aus der Unternehmens- und Finanzpraxis
6
Wie entstehen die Inhalte?
Wie komme ich auf die Themen
•
viel Lektüre Medien Off- und Online
•
Gespräche in der Praxis mit Banken, Unternehmen, Beratern, Wissenschaftlern, Kollegen
etc.
•
sehr selten reagiere ich auf Anfragen, es sei denn das Thema spring mich gerade an
•
ich muss etwas mitzuteilen haben, was mich interessiert
Bearbeitung der Themen
1.
Schnellbeiträge
2.
Recherchebeiträge
•
Aufschreiben erster Gedanken
•
Recherche nach zusätzlichen Informationen, die man verlinken kann
•
Reifen des Themas über mehrere Tage, manchmal Wochen
7
Wer sind die Leser?
User-Zusammensetzung gem. Alexa Audience Demographics
•
Leser und Kommentatoren: Journalisten, Studenten, Schüler Hochschuldozenten bis hin zu Professoren,
Professionells aus Banken (kommentieren traditionell wenig), Unternehmen und Unternehmensberatung,
Social Media- und PR-Agenturen
•
an Wirtschaft interessierten Menschen,
•
zu vielen bestehen mittlerweile persönliche Kontakte
8
INNOVECS
Bank- und vor allem Wertpapierprozesse
Compliance
Regulierungsanforderungen: EMIR, SEPA, B
Prozessberatung und Coaching mittelständischer Unternehmen
TriSolution
Gesamtbanksteuerung
Risikomanagement: Marktpreis, Liquidität, Kredit, Operationelle, …
Aufsichtsrechtliche Anforderungen (MaRisk, SolvV, Basel III …)
Rechnungslegung
Finius
Regulatorische Anforderungen MiFID II
Marktdatenmanagement
TARGET2-Securities
CCP für OTC Derivate
Project Recovery - Service Design
Was macht INNOVES: unterstützen mit fachlicher und methodischer
Kompetenz in folgenden Bereichen
Management Kompetenz
(Groß-) Projektleitung
Fachliche Kompetenz
Wertpapiergeschäft
Evaluationen
Marktfolge
Machbarkeitsstudien
Zahlungsverkehr
Business Case
Kreditabwicklung
Migrationen
Abgeltungssteuer
Fusionen
Fatca
Projektmanagement
MiFID 2
Integration von Systemen
Basel III
Prozessoptimierung
Compliance
Test
Banking 2.0 und Social Media
Qualitätsmanagement
2
Die Finanz- und
Schuldenkrise im
Webspiegel
Hamburg, 07.04.2013
9/2008
12
Hamburg, 07.04.2013
Das Bundesministerium der Finanzen, die
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
und die Deutsche Bundesbank haben heute Vormittag
eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht. Danach
stehen sie “in engem Kontakt mit ihren jeweiligen
internationalen Partnerbehörden und den Spitzen der
deutschen Kreditwirtschaft. Sie beobachten die weitere
Entwicklung an den nationalen und internationalen
Finanzmärkten sehr genau. Die Engagements
deutscher Kreditinstitute bei Lehman Brothers Holding,
die einen Antrag auf Gläubigerschutz angekündigt hat,
halten sich in einem überschaubaren Rahmen und sind
verkraftbar.”
13
Winter 2008/2009
14
Hamburg, 07.04.2013
Mediale Panikmache
15
Hamburg, 07.04.2013
Wettlauf der Pessimisten 2008/09
“Im Schnitt erwarten die Experten einen Rückgang um etwa eineinhalb Prozent. Das ist eine
dramatische Zahl – für manche aber offenkundig noch nicht dramatisch genug, denn wie schon in
früheren Abschwungphasen läuft derzeit ein bizarres Wettrennen: das um die negativste
Konjunkturprognose. Am Mittwoch sagte das Essener Institut RWI minus 2,0 Prozent voraus, am
Donnerstag folgte prompt das Ifo-Institut mit minus 2,2 Prozent. Damit lägen die Münchener vorn –
gäbe es nicht Norbert Walter. Der Chefökonom der Deutschen Bank hatte schon vor Tagen erklärt,
er könne sich auch einen Rückgang um sage und schreibe vier Prozent vorstellen.”
Süddeutsche Zeitung v. 10.5.2010
•
•
•
•
welchen Beitrag haben Ökonomen und Medien selbst zu der Eskalation der Finanzkrise und
zum wirtschaftlichen Abschwung geleistet?
Ausmaß fundamentaler Unsicherheit führt zu einer zusätzlichen Abschwächung der
gesamtwirtschaftlichen Nachfrage (Sachverständigenrat)
Veränderung in der Erwartungsbildung erfolgt auf Ebene der einzelnen Wirtschaftssubjekte
durch Aufnahme von Informationen.
Interpretiert Wirtschaftssubjekt bestimmte Informationen z.B. so, dass künftiges Einkommen
niedriger als bisher erwartet ausfällt, dann wird es mit großer Wahrscheinlichkeit Konsum- und
Investitionsverhalten prüfen und ggf. anpassen
16
Hamburg, 07.04.2013
Start der Schuldenkrise 2010
17
2010/2011
Hamburg, 07.04.2013
18
Geschäftsmodell Schwarzsehen
So wird man Wirtschaftsguru
•
über längeren Zeitraum düstere Ergebnisse vorhersagen
•
Promibonus wird dann erreicht, wenn diese irgendwann mehr oder wenig genau eintreffen:
Marc Faber, Max Otte oder Nouriel Roubini
•
Wirtschaftsmedien neigen dann dazu, diese “Experten” unkritisch in einen “Gurustatus”
zu befördern und ohne Distanzierung für die düster klingenden Prognosen als
Presseverteiler zu arbeiten.
Anreize fördern Extremprognosen
•
Prognostiker haben starke Anreize für extreme Vorhersagen
•
Nur extreme Vorhersagen fallen auf und sorgen für entsprechende Aufmerksamkeit
•
Mit Aufmerksamkeit steigt Kundenbasis und erhöhen sich Einnahmen
•
Keine Rolle spielt es, ob Prognosen zutreffen oder nicht. Kontrolliert wird selten.
•
Häufig erfolgt Berichterstattung asymmetrisch
Robert Shiller: „Das Gerede von der Depression kann erst dorthin führen“
19
Hamburg, 07.04.2013
Die Debatte um den Schuldenschnitt 2011
20
Winter 2011/12
21
Frühjahr/Sommer 2012: Weltwirtschaft am Abgrund
22
Hamburg, 07.04.2013
23
Herbst 2012
24
Überraschende Entspannung Anfang 2013
25
Zypernkrise 2013
26
Hamburg, 07.04.2013
27
Hamburg, 07.04.2013
28
Hamburg, 07.04.2013
Zuständigkeiten für Finanzmarktregulierung
In Deutschland
•
Bundesbank
•
BaFin
Bisher schon in Europa
•
EBA: die Europäische
•
ESMA: die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde
•
EIOPA: die Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen
•
European Systemic Risk Board“/ESRB
geplant
•
Europäische Zentralbank für Bankenunion
•
EU-Abwicklungsbehörde für Banken
29
Hamburg, 07.04.2013
Und wie geht es weiter?
Zu jedem beliebigen Zeitpunkt gibt es Pessimisten …
•
Am Anleihemarkt tickt eine Zeitbombe
•
Preisblasen sind die wahre Bedrohung für die Welt
•
Enteignung durch Financial Repression
•
Collateral Crunch wg. EMIR, Dodd-Frank und EZB
… und Optimisten
•
Das Vertrauen kehrt wieder zurück
•
es wird wieder investiert in den Krisenländern
•
die Ängste waren übertrieben
Fazit
•
Kakophonie der „Experten“ und Analysten
•
irgend jemand wird Recht haben
•
und irgend jemand wird uns im Nachhinein ganz genau erklären, warum es nur so kommen
konnte
30
Hamburg, 07.04.2013
Meine Sicht
Probleme in der Leistungsbilanz …
•
anhaltendes Auseinanderklaffen der Leistungsbilanzen erhöht die Spannungen
•
buchhalterische Logik: Salden müssen finanziert werden
•
Deutschlands schwache Position als starker Gläubiger: hohes Nettoauslandsvermögen 1,079 Bio
… werden gelöst durch Erfolge der Austeritätspolitik oder
•
Stabilisierung der Krisenländer
•
Erhöhung der Exporte
•
Umkehr des Leistungsbilanzüberschusses Deutschlands mit der Eurozone
… durch Transfers
•
weitere Schuldenschnitte zu Lasten der Gläubiger und Steuerzahler
•
direkte Transferzahlungen
•
Staats- oder Bankinsolvenzen
31
Hamburg, 07.04.2013
32
Hamburg, 07.04.2013
33
Hamburg, 07.04.2013
Bad news are good news for media and experts
Punktprognosen sind immer hochgradig
irreführend
Analysten neigen zur Trendfortschreibung
Self-Fulfilling oder Self-Defeating Prophecies
… und zur Selbstüberschätzung
34
Hamburg, 07.04.2013
Medienhypes zur Eurokrise lt. Google Trends
35
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit
Bremer Straße 64 a
D-27404 Zeven
Telefon: +49. 42 81. 95 14 95
Fax: +49. 42 81. 95 14 96
info@innovecs.de
www.innovecs.de
Anhang
Lektüre über Wirtschaftsblogs
PR-Blogger: Die deutschen Wirtschaftsblogs (Teil 1): Wie Blogs die ökonomische Debatte beeinflussen
http://pr-blogger.de/2011/12/20/die-deutschen-wirtschaftsblogs-wie-blogs-die-okonomische-debatte-beeinflussen/
http://pr-blogger.de/2011/12/21/deutsche_wirtschaftsblogs_2teil_zukunftsszenario/
http://pr-blogger.de/2011/12/22/die-deutschen-wirtschaftsblogs-3-teil-die-blogliste-zur-okonomiedebatte/
Frankfurt Allgemeine Sonntagszeitung: FAS: Online-Debatten Die bunte Welt der Wirtschaftsblogs
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/online-debatten-die-bunte-welt-der-wirtschaftsblogs-11526402.html
Handelsblatt: Die wichtigsten deutschsprachigen Wirtschaftsblogs
http://www.handelsblatt.com/politik/oekonomie/nachrichten/die-wichtigsten-deutschsprachigen-wirtschaftsblogs/4611356.html
Süddeutsche Zeitung: Lesenswerte Wirtschaftsblogs Viel los im Affenkäfig
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/lesenswerte-wirtschaftsblog-viel-los-im-affenkaefig-1.1103865
38
Mindmap der Wirtschaftsblogs
http://www.mindmeister.com/35349483/mindmap-der-deutschsprachigen-wirtschaftsblogs-byhttp-www-blicklog-com
39
Steht die Finanzbranche vor einem Umbruch?
Zitate
•
"Banking is necessary, banks are not.” Bill Gates
•
„Im Internet wächst eine neue Herausforderung für Finanzinstitute heran. Die Kreditvergabe wird
verlagert, das Geld kommt direkt aus dem Netz. Die Bank wird überflüssig.“ Herbert Walter (letzter Chef
der Dresdner Bank im Handelsblatt)
•
“Die kritische Haltung der breiten Öffentlichkeit infolge der Krise kann den unglücklichen Effekt haben, die
Weiterentwicklung des Finanzsystems zu bremsen. Die Ironie dabei: Wir brauchen bessere
Finanzinstrumente und nicht weniger finanzwirtschaftliche Aktivität, um die Wahrscheinlichkeit künftiger
Finanzkrisen zu verringern.” (Robert Shiller)
40
v
41
42
43
Begründung der Jury für finanzblog award 2012
1. Preis: Blick Log
„Bei Ökonomie-Themen ist es schwer, die Waage zu halten: Wie tief darf es gehen, damit
Nicht-Experten einen Text noch verstehen? Und wie tief muss es gehen, damit Fachleute
sich nicht gelangweilt abwenden? Dirk Elsner schafft mit seinem „Blick Log“ täglich den
Tanz über den Schwebebalken der Bedeutungsschwere. Er erklärt komplexe
wirtschaftliche Zusammenhänge so kompetent und prägnant, wie es in Deutschland kaum
eine Großredaktion schafft – egal, ob es um Derivate, seltene Erden oder eine US-Lotterie
geht. Und dabei belässt Elsner es nicht beim Schreiben: Er diskutiert mit seinen Lesern
und ist auch in anderen Blogs (und natürlich auf Twitter) präsent. Wie gut er schreibt, ist
inzwischen auch Wirtschaftsmedien aufgefallen: Egal, ob Handelsblatt Online oder CFOWorld – der Blick-Log-Macher ist ein gefragter Gastautor. Damit ist der Bielefelder ein
Rollenmodell für den digitalen Journalismus. Nur: Elsner ist kein Journalist – sondern
Mittelstands- und Bankberater, das „Blick Log“ also keine arbeitsvertragliche Pflicht,
sondern pure Leidenschaft. Ein Grund mehr, dieses bemerkenswerte Blog auszuzeichnen.“
http://finanzblog-award.de/preisverleihung-comdirect-finanzblog-award-2012-begrundung-der-jury/
44
Document
Kategorie
Bildung
Seitenansichten
2
Dateigröße
1 988 KB
Tags
1/--Seiten
melden