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Helaba Volkswirtschaft/Research
WOCHENAUSBLICK
7. November 2014
Hoffnungsträger Liquidität
REDAKTION
Dr. Stefan Mitropoulos
Tel.: 0 69/91 32-46 19
research@helaba.de
HERAUSGEBER
Dr. Gertrud R. Traud
Chefvolkswirt/
Leitung Research
Helaba
Landesbank
Hessen-Thüringen
MAIN TOWER
Neue Mainzer Str. 52-58
60311 Frankfurt am Main
Telefon: 0 69/91 32-20 24
Telefax: 0 69/91 32-22 44
1 Die Woche im Überblick............................................................................................................. 1
1.1 Chart der Woche .................................................................................................................... 1
1.2 Wochen-Quartals-Tangente ................................................................................................... 2
1.3 Finanzmarktkalender KW 46 mit Prognosen .......................................................................... 3
2 Im Fokus...................................................................................................................................... 4
2.1 Rückenwind für den Dollar von überall ................................................................................... 4
2.2 Deutschland: Konjunkturpessimismus übertrieben ................................................................ 5
3 Charttechnik ............................................................................................................................... 6
4 Prognosetabelle ......................................................................................................................... 7
1
Die Woche im Überblick
1.1 Chart der Woche
Markus Reinwand, CFA
Tel.: 0 69/91 32-47 23
Kursrückgang bei Zeitarbeitsfirmen als Warnsignal
Index
Index
1200
2000
MSCI World Industrieländer
(rechte Skala)
1000
1800
1600
800
1400
600
1200
1000
400
800
200
600
Kursentwicklung Zeitarbeitsfirmen* (linke Skala)
0
400
95
Die Publikation ist mit größter
Sorgfalt bearbeitet worden.
Sie enthält jedoch lediglich
unverbindliche Analysen und
Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen
Marktverhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen,
die wir für zuverlässig halten,
für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir
aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in
dieser Publikation getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht
als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden.
97
99
01
03
05
07
09
11
13
15
* gleichgewichteter Index aus Adecco, Randstad und Manpower
Quellen: Bloomberg, Helaba Volkswirtschaft/Research
Die Aktienkursentwicklung von Zeitarbeitsfirmen gilt als konjunktureller Frühindikator. Schließlich
trennen sich die Unternehmen als erstes von den Leiharbeitern, wenn die Geschäfte nicht mehr so
gut laufen. Seit dem Hoch im Januar dieses Jahres hat der Index, bestehend aus den drei größten
international tätigen Zeitarbeitsfirmen, um fast 30 % an Wert verloren. Auch wenn die Wachstumsängste zuletzt offensichtlich wieder etwas in den Hintergrund gerückt sind und die US-Leitindizes
sogar neue Höchststände erreicht haben, ist es für eine Entwarnung bei Aktien zu früh. Gerade in
den letzten Zyklen haben Kursrückgänge bei Zeitarbeitsfirmen frühzeitig eine bevorstehende deutlichere Korrektur am Aktienmarkt vorweggenommen. Die Chancen auf eine Jahresendrally stehen
zumindest demnach nicht besonders gut.
H E L A B A V O L K SW I R T S C H A F T / R E S E A R C H · 7 . N O V E M B E R 2 0 1 4 · © H E L A B A
1
W OCHENAUSBLICK
Claudia Windt
Tel.: 0 69/91 32-25 00
1.2 Wochen-Quartals-Tangente
Zuletzt ging es wieder aufwärts an den Aktienmärkten. Günstige US-Konjunkturdaten sowie die
Hoffnung auf weitere expansive Maßnahmen durch die europäische Notenbank sorgten für kräftige
Kursgewinne. Der deutsche Leitindex DAX konnte trotz schwacher Konjunktur immerhin rund 3 %
dazugewinnen, während sich der S&P 500 wohl in Nähe seines jüngsten Allzeithochs aus der
Handelswoche verabschieden wird. Das Thema geldpolitische Liquidität befördert – neben dem
US-Dollar (S. 4) – auch die Rentenmärkte. So hielten sich die Kursverluste auf der US-Seite, gemessen an der Option einer nahenden Zinswende, in Grenzen. Zur Erinnerung: Als das erste Mal
eine Leitzinswende in den USA eingepreist worden war, rentierten 10-jährige US-Treasuries um
3 %, allerdings bei zu dem Zeitpunkt höheren Inflationserwartungen. Der Ölpreisrückgang von fast
26 % in diesem Jahr trägt zwar erheblich zu den verminderten Preiserwartungen bei, ist aber zugleich ein Konjunkturprogramm für den US-Konsumenten. Die US-Einzelhandelsumsätze dürften
in der Berichtswoche diese Effekte spiegeln: Der seit Juli anhaltende Benzinpreisrückgang vermindert einerseits die Tankstellenumsätze, schafft aber andererseits bei gegebenen Einkommen
Spielraum für mehr Konsum im beginnenden Vorweihnachtsgeschäft. Aufgrund des hohen Steueranteils sind die Benzinpreisvorteile beim deutschen und europäischen Konsumenten viel weniger
spürbar.
In der Berichtswoche werden die Daten zum BIP im Euroraum für das 3. Quartal veröffentlicht. Sie
dürften belegen, dass die Wirtschaft weiter auf der Stelle tritt und das Konjunkturgefälle groß
bleibt: Spanien hat bereits ein Quartalsplus von 0,5 % gemeldet und die Daten aus Frankreich
lassen auf einen Zuwachs um 0,2 % hoffen. Schlusslichter bilden wohl die Schwergewichte Italien
und Deutschland (S. 5). Kein Wunder also, dass sich die Investoren auf die EZB stürzen. Präsident
Draghi hat jüngst bestätigt, dass die Geldpolitik eine Ausweitung ihrer Bilanzsumme auf etwa
1 Billion Euro anstrebt. Sie wird damit expansiver werden müssen, auch wenn im Dezember zunächst der zweite TLTRO durchgeführt wird. Auf die bereits bestehenden Anleihekaufprogramme
(CBPP3 und ABSPP) könnte demnach recht schnell ein Kaufprogramm für Unternehmensanleihen
folgen. Wenn die Bilanz dann nicht im angestrebten Umfang reagiert und die Inflationserwartungen
weiter fallen, sind selbst breit angelegte Staatsanleihekäufe nicht mehr auszuschließen. Ob dies
konjunkturell die erwünschten Impulse bringt, bleibt offen. Aber es bringt zumindest viel Liquidität.
Finanzmarktrückblick und -prognosen
Veränderung seit...
aktueller
31.12.2013 30.10.2014 Stand* Q4/2014
(in %)
DAX
Q1/2015
Q2/2015
8.900
8.900
8.700
Index
-1,8
2,9
9.377
(in %)
(in Bp)
3M Euribor
-21
0
0,08
0,10
0,10
0,10
3M USD Libor
-1
0
0,23
0,40
0,80
1,30
10 jähr. Bundesanleihen
-110
-2
0,83
0,80
1,00
1,20
10 jähr. Swapsatz
-110
-3
1,05
1,00
1,20
1,40
-64
8
2,39
2,50
2,90
3,00
10 jähr. US-Treasuries
(jew eils gg. Euro, %)
(jew eils gg. Euro)
US-Dollar
10,8
1,7
1,24
1,25
1,20
1,20
Japanischer Yen
1,6
-3,1
142
135
131
132
Britisches Pfund
6,1
0,7
0,78
0,79
0,78
0,78
1,9
0,1
1,20
1,25
1,25
1,25
-25,2
-3,9
83
80
85
80
-5,3
-4,7
1.142
1.200
1.200
1.100
Schweizer Franken
(in %)
Brentöl $/B
Gold $/U
*Schlusskurse vom 06.11.2014
Bei Prognoseänderungen sind die vorherigen Werte in Klammern gesetzt
Quellen: Bloomberg, Helaba Volkswirtschaft/Research
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W OCHENAUSBLICK
1.3 Finanzmarktkalender KW 46 mit Prognosen
Zeit
Land
Periode
Indikator
HelabaBloom berg
Vorperiode
Prognose Consensus
Montag, 10.11.2014
Dienstag, 11.11.2014
Veterans Day - Rentenmarkt
geschlossen
US
Mittw och, 12.11.2014
09:00
US
Philadelphia Fed Präsident Plosser
11:00
EZ
11:30
UK
BoE Inflationsbericht
18:00
US
Minneapolis Fed Präsident
Kocherlakota
Sep
Industrieproduktion
% m/m, s.a.
% y/y, s.a.
0,6
-0,3
0,9
k.A.
-1,8
-0,8
280
k.A.
278
Donnerstag, 13.11.2014
14:30
US
08. Nov
Erstanträge auf
Arbeitslosenunterstützung, Tsd
Freitag, 14.11.2014
08:00
DE
Q3
BIP 1. Schätzung
% q/q, s.a., kalenderbereinigt
% y/y, s.a., kalenderbereinigt
0,0
1,0
0,1
1,1
-0,2
1,3
11:00
EZ
Q3
BIP 1. Schätzung
% q/q
% y/y
0,1
0,7
0,1
0,6
0,1
0,8
14:30
US
Okt
Einzelhandelsumsätze, % m/m
0,1
0,2
-0,3
14:30
US
Okt
Einzelhandelsumsätze ohne Pkw s,
% m/m
0,0
0,2
-0,2
15:10
US
15:55
US
Nov
Verbrauchervertrauen (UoM); vorl.
Index
87,0
87,5
86,9
16:00
US
Sep
Lageraufbau; % m/m
0,3
0,3
0,2
St. Louis Fed Präsident Bullard
Quellen: B lo o mberg, Helaba Vo lkswirtschaft/Research
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3
W OCHENAUSBLICK
2
Christian Apelt, CFA
Tel.: 0 69/91 32-47 26
Im Fokus
2.1 Rückenwind für den Dollar von überall
Die Dollar-Hausse beschleunigte sich zuletzt wieder. In den kommenden Monaten dürfte der
Euro-Dollar-Kurs noch weiter fallen, wenngleich der Rückgang an Dynamik verlieren sollte.
Der US-Dollar schreitet voran. Seit Jahresmitte wertet der Greenback nicht nur gegenüber dem
Euro, sondern auch vielen anderen Währungen spürbar auf. Der Aufwertungstrend gönnte sich im
Oktober eine Atempause, nahm zuletzt aber wieder an Fahrt auf. So fiel der Euro-Dollar-Kurs unter
1,24. Gegenüber dem Japanischen Yen kletterte die US-Währung auf ein Sieben-Jahres-Hoch.
Auch gegenüber dem Australischen und dem Kanadischen Dollar erreichte der Greenback mehrjährige Höchststände. Fallende Rohstoffpreise setzten die Währungen aus Kanada, Australien und
Norwegen unter Druck. Beim größten Verlierer, dem Russischen Rubel, kommt noch die politische
Komponente hinzu.
US-Zinswende rückt
langsam näher
Die US-Konjunktur läuft insgesamt rund. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im dritten Quartal annualisiert um 3,5 %. Die Indikationen für das laufende Vierteljahr deuten auf einen ähnlichen Zuwachs.
Die US-Notenbank hat nun tatsächlich – manch einer konnte sich das nicht vorstellen – ihr Wertpapierkaufprogramm beendet. Die aufgrund globaler Wachstumssorgen aufgekommenen Zweifel
an einer Zinswende 2015 haben sich reduziert. Die zweijährigen Treasuries rentieren fast wieder
auf dem Niveau vom September. Der genaue Zeitpunkt der ersten Leitzinserhöhung ist offen, aber
die Chancen auf einen solchen Schritt noch im ersten Halbjahr 2015 wachsen. Dass die Republikaner bei den Kongresswahlen auch im Senat die Mehrheit bekommen haben, ist zumindest kein
Argument gegen eine Zinswende.
EZB-Bilanzsummenausweitung fast schon eingepreist
Zinsvorteil des US-Dollar gibt den Weg vor
Bio. EUR, invertiert
USD
USD
Quellen: Macrobond, Helaba Volkswirtschaft/Research
Abwertung des Euro,
aber kein Absturz
%-Punkte
Quellen: Macrobond, Helaba Volkswirtschaft/Research
EZB-Chef Draghi redet erfolgreich den Euro nieder. die Notenbank strebt – allen Zweifeln zum
Trotz – eine Bilanzausweitung um eine auf dann drei Billionen Euro an. Dass die Devisenmärkte
auf solche Maßnahmen reagieren, untermauerte die Yen-Abwertung, nachdem die Bank of Japan
in der letzten Woche eine Ausweitung ihrer Geldbasis um nun 80 statt 70 Bio. Yen für das nächste
Jahr verkündete. Damit spricht einiges für die Fortsetzung der breiten Dollar-Hausse. Allerdings
sollte dieser Aufwertungstrend nicht in alle Ewigkeiten interpoliert werden. Denn mittlerweile haben
die Wechselkurse schon kräftig reagiert. So sind die quantitativen Maßnahmen der europäischen
bzw. japanischen Zentralbanken fast schon bzw. sogar mehr als eingepreist, zumal bis vor kurzem
auch die Fed ihre Bilanz noch ausweitete. Der zunehmende Zinsvorteil der US-Währung dürfte
den Euro in den kommenden Monaten auf 1,20 US-Dollar reduzieren. Die Fed wird jedoch nur
einen sehr behutsamen Zinserhöhungszyklus vornehmen, was gegen eine extreme Dollar-Stärke
spricht. Außerdem sind an den Terminmärkten die spekulativen Positionen pro US-Währung zwar
noch nicht überall extrem, aber schon sehr ausgeprägt. Auch dies begrenzt das Aufwertungspotenzial des Greenback.
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4
W OCHENAUSBLICK
Dr. Stefan Mütze
Tel.: 0 69/91 32-38 50
2.2 Deutschland: Konjunkturpessimismus übertrieben
Die deutsche Wirtschaftsleistung dürfte im dritten Quartal stagniert haben. 2015 wird die Dynamik
aber wieder zulegen, so dass in diesem und im nächsten Jahr ein Wachstum von jeweils 1,3 %
erreicht wird.
Konsum trägt zum
Wachstum bei
Unter Konjunkturbeobachtern geht ein Gespenst um: Das Gespenst des Pessimismus. Ist das
gerechtfertigt? Eher nein. Sicherlich, das Geschäftsklima in Deutschland hat sich verschlechtert.
Aber die Geschäftserwartungen hatten zuvor auch eine Blase ausgebildet. Der starke Anstieg bis
Anfang 2014 hatte sich nicht in realen Wachstumsraten niedergeschlagen. Waren die Unternehmen der Annahme, dass mit den „Hilfsaktionen“ der EZB auch die Strukturprobleme wichtiger
Länder wie Frankreich und Italien gelöst seien? Dies ist nicht der Fall. Der Blick auf die Einkaufsmanager verrät, dass der Dienstleistungssektor in der Summe lebhaft wächst. Der Index für die
Industrie war mit zuletzt 51,4 Punkten ebenfalls im Wachstumsbereich. Impulse für die deutsche
Wirtschaft gehen weiterhin von den privaten Konsumausgaben aus. Die Beschäftigungsschwelle
ist zurzeit niedrig. Auch bei relativ geringem Wachstum steigt die Zahl der Erwerbstätigen in
Deutschland. Zugleich nehmen die Einkommen zu, da die Tariflöhne mit 3 % deutlich erhöht werden und die Inflationsrate mit 1 % in diesem Jahr niedrig ausfällt.
Industrieprodukton nochmals leicht gesunken
Wenig dynamische Wirtschaft – schwächere Importe
gg. Vq. in %
Index: Q1 2012 = 100, nominal
Quellen: Macrobond, Helaba Volkswirtschaft/Research
Quellen: Macrobond, Helaba Volkswirtschaft/Research
Importe wachsen 2015
weniger stark als Exporte
Deutschland leidet zurzeit unter der schwachen Exportentwicklung in wichtigen Absatzmärkten.
Dies gilt insbesondere für die Eurozone, aber auch für Schwellenländer wie Russland oder die
Türkei. Trotzdem konnten die Warenausfuhren im dritten Quartal um nominal 2,9 % gegenüber
den drei Monaten zuvor gesteigert werden, während die Einfuhren um nur 1 % zulegten. Letztere
stiegen auch aufgrund des gesunkenen Ölpreises nur moderat. In realer Rechnung dürfte der
Abstand geringer ausfallen. Der Außenhandel sollte im dritten Quartal das Wachstum aber zumindest nicht belastet haben. Eine Reihe von Prognostikern erwartet für das Gesamtjahr 2015 nur ein
Wachstum von unter 1 %, vor allem weil davon ausgegangen wird, dass die Importzuwächse stärker ausfallen als die Exportzuwächse. Wir halten dies nicht für plausibel. Deutschlands Einfuhren
bestehen im Wesentlichen aus Vorleistungs- und Investitionsgütern. Nur ein Fünftel der Waren
sind Konsumgüter. Auch der Import wird also von der Industrie geprägt. Eine schwächere Produktionsentwicklung hierzulande zieht folglich weniger stark steigende Importe nach sich. Die deutliche Abwertung des Euro verbessert zudem die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie.
Im dritten Quartal dürfte die Wirtschaftsleistung in etwa stagniert haben. Auch wenn zurzeit keine
große Dynamik zu verzeichnen ist, sollte das deutsche BIP 2014 und 2015 um jeweils 1,3 % zulegen. Trotz gleicher Raten impliziert dies, dass die Dynamik im Jahresverlauf 2015 wieder zunimmt.
Die expansive Geldpolitik, eine europaweit nicht mehr bremsende Fiskalpolitik und der schwächere
Euro verbessern das Wachstumsumfeld. Während die USA und China weiterhin lebhaft expandieren, sollten die Schwellenländer ihren Wachstumstiefpunkt in diesem Jahr erreichen.
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W OCHENAUSBLICK
3
Charttechnik
Bund-Future: Risiken vorhanden
Widerstände:
151,45
151,83
152,49
MACD
Unterstützungen:
150,67
150,06
149,49
Bund-Future (daily)
Die Risiken nachgebender Notierungen dominieren. Das
Mitte Oktober erreichte Doppeltop bei 152,47/49, negative
Divergenzen im Wochenchart und ein intaktes MACDVerkaufssignal mahnen zur Vorsicht. Eine erste Unterstützung zeigt sich bei 150,67 in Form der Unterstützungslinie
des September-Aufwärtstrends. Darunter sind die Marken
150,06/08 und 149,49 zu nennen. Hier liegt das 61,8 %Retracement des Aufwärtsimpulses von 147,63 bis 152,49.
Erst ein Kurs darunter wäre ein klares Signal für eine dauerhafte Trendwende.
Quellen: Reuters, Helaba Volkswirtschaft/Research
Ulrich Wortberg (Tel.: 069/9132-1891)
Wichtige Unterstützungen finden sich um 150,00.
Euro: Abwärtsszenario intakt
MACD
EUR-USD (weekly)
Widerstände:
Unterstützungen:
1,2577
1,2285
1,2770
1,2240
1,2885
1,2040
Der Druck auf den Euro hat zugenommen. Mit Kursen unterhalb von 1,24 liegt er auf dem niedrigsten Niveau seit
mehr als zwei Jahren. Zwar kann es zu einer vorübergehenden Erholung kommen, das übergeordnete Bild bleibt
aber getrübt. So richten sich MACD und Stochastic unterhalb ihrer Signallinien nach unten und der RSI lässt trotz
der jüngsten Verluste nicht auf eine überverkaufte Marktlage schließen. Fernziel bleibt das bei 1,2040 liegende zyklische Tief von Mitte 2012. Unterstützungen auf dem Weg
dorthin liegen bei 1,2285 und 1,2240.
Quellen: Reuters, Helaba Volkswirtschaft/Research
Ulrich Wortberg (Tel.: 069/9132-1891)
DAX: Wird die 55-Tage-Linie nachhaltig überwunden?
Widerstände:
9.460
9.506
9.588
DMI / Ichimoku
Unterstützungen:
9.302
9.212
9.160
DAX (daily)
Der DAX schloss gestern erstmals seit dem 24.09. wieder
über der für den mittelfristigen Trend wichtigen 55-TageLinie bei 9.325. Diesen Bruch gilt es heute nochmals auf
Schlusskursbasis zu bestätigen. Dies ist besonders wichtig,
da Warnsignale für eine nicht idealtypische, technische
Konstellation in Form von negativen Divergenzen vorhanden sind. Spätestens im massiven Widerstandsbereich von
9.460/9.467 Zählern wird sich zeigen, ob der Markt über
weitere Kraft verfügt, um neue Impulshochs zu etablieren.
Eine erste Unterstützung findet sich bei 9.302 Zählern.
Quellen: Reuters, Helaba Volkswirtschaft/Research
Christian Schmidt (Tel.: 069/9132-2388)
Die Ausführungen auf dieser Seite basieren ausschließlich auf einer charttechnischen Analyse.
Unsere fundamentalen Analysen gehen in diese Betrachtung nicht ein.
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W OCHENAUSBLICK
4
Prognosetabelle
Euroland
Bruttoinlandsprodukt
Verbraucherpreise
reale Veränderung gg. Vorjahr in %
Veränderung gg. Vorjahr in %
2012
2013
2014p
2015p
2012
2013
2014p
2015p
-0,7
-0,4
0,7
1,1
2,5
1,4
0,6
1,2
Deutschland*
0,6
0,2
1,3
1,3
2,0
1,5
1,0
1,6
Frankreich
0,4
0,4
0,4
1,0
2,2
1,0
0,7
1,1
Italien
-2,3
-1,9
-0,2
0,7
3,3
1,3
0,3
1,0
Spanien
-2,1
-1,2
1,2
1,7
2,4
1,5
0,1
0,8
Niederlande
-1,6
-0,7
0,9
1,5
2,8
2,5
0,5
1,5
Österreich
0,9
0,3
0,8
1,2
2,6
2,0
1,6
1,7
Griechenland
-6,6
-3,3
0,5
1,5
1,0
-0,9
-1,0
0,3
Portugal
-3,3
-1,4
0,5
1,0
2,8
0,4
0,0
0,5
Irland
-0,3
0,2
4,0
2,5
1,9
0,5
0,6
1,2
Großbritannien
0,7
1,7
3,0
2,4
2,8
2,6
1,6
2,2
Schw eiz
1,0
1,9
1,3
1,8
-0,7
-0,2
0,2
0,8
Schw eden
-0,3
1,5
2,0
2,4
0,9
0,0
0,3
1,5
Polen
1,8
1,7
2,8
3,0
3,7
0,9
0,2
1,3
Ungarn
-1,7
1,1
2,9
2,5
5,7
1,7
0,2
2,5
Tschechien
-0,8
-0,8
2,2
2,4
3,3
1,4
0,5
1,7
Russland
3,5
1,3
0,5
0,7
5,1
6,8
7,7
7,3
USA
2,3
2,2
2,3
3,0
2,1
1,5
1,5
1,2
Japan
1,5
1,5
1,0
1,0
0,0
0,4
2,9
1,9
Asien ohne Japan
5,5
5,5
5,3
5,3
4,5
4,5
4,1
4,3
China
7,7
7,7
7,4
7,3
2,6
2,6
2,2
3,0
Indien
4,7
5,0
5,5
6,0
9,7
10,0
8,5
7,8
2,9
2,6
1,5
2,7
7,6
8,3
10,3
9,5
1,0
2,5
0,5
1,5
5,4
6,2
6,5
6,5
2,8
2,8
2,9
3,3
3,1
2,9
3,1
3,1
Lateinamerika
Brasilien
Welt
p = Prognose; * kalenderbereinigt
Quellen: EIU, Macrobond, Datastream, Helaba Volkswirtschaft/Research
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