close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

1 Faszination Roter Planet Wieso wird der Mars „Roter Planet

EinbettenHerunterladen
1
Faszination Roter Planet
Wieso wird der Mars „Roter Planet“ genannt?.............................................................1
Die Mars-Forschung – eine aufregende Geschichte....................................................1
Was ist ein „Startfenster“?............................................................................................2
Amerikanisch-europäisches Wettrennen zum Roten Planeten (Stand Februar 2004) 2
Wieso wird der Mars „Roter Planet“ genannt ?
Wir wissen heute, dass die Erde vom All aus, wegen der Ozeane ganz blau aussieht.
Im 19. Jahrhundert glaubte man aber, dass die vielen Pflanzen die Erde grün wirken
lassen. Also glaubte man damals, der Mars sei rot, weil er von roten Pflanzen
bedeckt sei.
Rot ist aber der Staub, der auf der Marsoberfläche liegt. Die rote Farbe wird von
eisenhaltigen Mineralien verursacht, welche wir auf der Erde in vielen Gesteinen,
besonders in Wüsten nahe des Äquators kennen.
Die Mars-Forschung – eine aufregende Geschichte
Durch die Erfindung des Fernrohrs am Anfang des 17. Jahrhunderts ist die
Beobachtung der Planeten möglich geworden. Der berühmte italienische Astronom
Galileo Galilei war der Erste, der den Mars durch das gerade erfundene, noch
einfache Fernrohr beobachtete. Aber erst die Entwicklung der Elektronik und der
Raketentechnik der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts ermöglichte die genaue
Erforschung der Planeten. Nun konnten automatische Raumsonden direkt zu den
Planeten geschickt werden und sie aus der Nähe erforschen. (Eine Raumsonde ist
ein Flugobjekt, welches ohne Menschen, nur mit wissenschaftlichen
Messinstrumenten ins All geschickt wird, um die Planeten, die Sonne oder den
Weltraum zu erforschen).
Von 1962 bis 2001 starteten die USA und die Sowjetunion 26 Missionen zum Mars,
16 davon waren Fehlschläge. Die Sonden kamen von den Bahnen ab, explodierten
im All oder verglühten bei der Landung; von 9 geschickten Landegeräten erreichten
nur 3 den Roten Planeten.
Die ersten Sonden wurden möglichst nahe an dem Planeten vorbeigesteuert und
übermittelten dabei Bilder und Daten der Oberfläche und der Zusammensetzung der
Atmosphäre. Weiterentwickelte Sonden schwenkten in eine Umlaufbahn des Mars
ein und schickten Landekapseln auf die Oberfläche des Roten Planeten.
Man entdeckte vielfältige und faszinierende Landschaften.
Die bisher wichtigsten Erkenntnisse über den Mars:
•
1965 - erster wissenschaftlich nutzbarer Vorbeiflug am Mars durch die
amerikanische Sonde Mariner 4; die Sonde sendete 21 Bilder zur Erde.
•
1972 – amerikanische Sonde Mariner 9 lieferte erste Farbaufnahmen; Es
wurden unter anderem fotografiert:
der höchste Berg des Sonnensystems, der 27 km hohe Vulkan Olympus
Mons (dreimal höher als der Mount Everest), im Durchmesser um 600 km
am Fuss und 80 km in der Gipfelregion;
der Riesencanyon Valles Marineris, der 4000 km lang, 200 km breit, 6.5
km tief ist (100 mal grösser als der Grand Canyon).
2
•
1976 – die US-Sonden Viking 1 und 2 landeten auf dem Mars, lieferten Bilder
und Resultate der biologischen Experimente.
Unter anderem wurde eine Felsengruppe fotografiert, welche die Form eines
menschlichen Gesichtes hat und die sogenannten Pyramiden, die an
diejenigen in Ägypten erinnern. Deswegen phantasierte man über die
intelligenten Marsbewohner. Dazu glaubten einige Wissenschaftler, dass
eines der Experimente biologische Spuren im Marssand nachwies.
•
1993 – ein in der Antarktis im Jahre 1984 gefundener Mars-Meteorit wird
untersucht. Er ist 4.5 Milliarden Jahre alt und soll versteinerte Spuren von
winzigen Lebewesen enthalten haben.
•
1997 - mit den US-Sonden Global Surveyor und Pathfinder begann eine neue
Zeitalter der Marsforschung. Der kleine Roboter Sojourner steuerte fast drei
Monate lang Steine in der Umgebung des Pathfinder-Landeplatzes an und
analysierte ihre chemische Zusammensetzung.
•
2001 – die amerikanische Sonde Odyssey kreist um den Mars und beginnt
eine komplette mineralogische Kartierung des Planeten; im Nord- und Südpol
wurden grosse Mengen gefrorenen Wassers entdeckt.
Was ist ein „Startfenster“?
Man kann nicht auf dem direkten Weg zum Mars fliegen. Der Energieaufwand für
eine solche Flugbahn wäre viel zu hoch. Deshalb muss man eine günstige
Konstellation beider Planeten zueinander abwarten. Der kurze Zeitraum in dem der
Start von der Erde oder der Rückflug vom Mars aus erfolgen muss, nennt man
„Startfenster“. Diese Gelegenheit bietet sich ungefähr alle zwei Jahre.
Amerikanisch-europäisches Wettrennen zum Roten Planeten
Am 27. August 2003 haben sich die Planeten Mars und Erde auf „nur“ 55.76
Millionen Kilometer genähert, der rot schimmernde Planet war das hellste Objekt des
Nachthimmels.
Näher war der Mars der Erde vor über 56`000 Jahren in der Steinzeit, und näher
kommt er erst wieder in einigen tausend Jahren. Diese Nähe macht den roten
Planeten zurzeit besonders leicht erreichbar. Folgende Sonden sind auf die Reise
geschickt worden:
Sonde
Mars Express/Beagle 2 (ESA)
Mars Exploration Rover A
« Spirit », (NASA)
Mars Exploration Rover B
« Opportunity », (NASA)
Start
Marslandung
2.06.2003
25.12.2003
10.06.2003
4.01.2004
7.07.2003
25.01.2004
(ESA – Europäische Raumfahrtagentur, NASA – Amerikanische Luft- und
Raumfahrtbehörde).
3
Das europäische Landegerät wurde Beagle 2 genannt, nach dem Segelschiff
„Beagle“, mit dem Naturforscher Charles Darwin im 19. Jahrhundert die
südamerikanische Küste erforschte. Resultate dieser Forschung haben Charles
Darwin auf die Idee gebracht, dass alle Lebewesen ihren Anfang in einfachen
Formen hatten und sich mit der Zeit weiter entwickelt haben. 1859 veröffentlichte er
diese Lehre, welche Evolutionstheorie genannt wird. Die Resultate der Forschung
von „Beagle 2“ könnten auch grosse Bedeutung für die Wissenschaft haben, falls die
Lebensspuren auf dem Mars gefunden werden. Es sollten folgende Fragen
beantwortet werden:
gab es einmal Leben auf dem Mars?
existiert sogar noch heute Leben unter der Wüsten-Oberfläche des Roten
Planeten?
Leider blieb „Beagle 2“ seit der Trennung von der Hauptsonde verschollen. Wir
wissen nicht, was mit dem Roboter passiert ist. Der Orbiter „Mars Express“ konnte
beim fotografieren der Marsoberfläche aus der Höhe von 300 km kein Signal von ihm
empfangen.
Mit Hilfe verschiedener Messinstrumente und Kameras gelang dem „Mars Express“
im Januar 2004 den Wasserdampf in der Mars-Atmosphäre und Wassereis am
südlichen Pol zu identifizieren.
Die beiden amerikanischen Roboter „Spirit“ und „Opportunity“ sind glücklich auf dem
Mars gelandet. Sie sind die „kleinen Geologen“, welche Bodenproben untersuchen
werden. Im Februar 2004 hat „Spirit“ unter anderem die erste Bohrung in einem
Basalt-Stein gemacht. Der Bohrer hat eine Probe mit einem Durchmesser von 45
Millimetern und der Dicke von 2.7 Millimetern gebohrt. Nach der Analyse dieser
Probe wird „Spirit“ nach Hinweisen suchen, ob es auf dem Mars einmal Wasser gab.
Er wird zu einem 240 Meter entfernten Krater fahren. Diese Fahrt könnte bis zu
einem Monat dauern.
Auf der anderen Mars-Seite fährt in dieser Zeit der Roboter „Opportunity“ zu den
Felsen, die auf dem Bild so aussehen, wie die Schichten, die auf der Erde durch
Wasser angespült werden. Die Sonde wird diese Gesteine untersuchen, sowie den
rostfarbenen Boden. Die Farbe lässt ein eisenhaltiges Mineral vermuten, das Hämatit
heisst und auf der Erde in Gewässern entsteht.
Document
Kategorie
Reisen
Seitenansichten
9
Dateigröße
72 KB
Tags
1/--Seiten
melden