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BAUSTELLE
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DEUTSCHES BAUBLATT
Nr. 327, März/April 2007
Mietmaschinen im Einsatz für die Mode
Baugrund für Distributionszentrum von Hennes & Mauritz von BTV DYNIV verbessert
HAMBURG (GM). Die Vorbereitungen für den Bau des neuen Hennes & Mauritz
(H&M) Distributionszentrums im Gewerbegebiet Hamburg-Allermöhe laufen
auf Hochtouren. Auf dem circa 120 000 Quadratmeter großen Grundstück wird
auf zirka 70 000 Quadratmeter ein zweigeschossiges Lager mit Produktionsbereich und ein angrenzendes Hochregallager gebaut. Ab 2008 will der schwedische
Mode-Konzern seine Filialen in Deutschland und den Niederlanden vom neuen
Standort aus beliefern. Den Auftrag für die Gründung erhielt die BVT DYNIV
GmbH, ein Unternehmen von Ménard Soltraitement und der FRANKI-Gruppe.
BVT DYNIV ist spezialisiert auf wirtschaftliche Gründungskonzepte bei
schwierigen Bodenverhältnissen und
konnte seine Kompetenz bereits bei
einer Vielzahl von Projekten unter Beweis stellen. Um den Großgeräten des
Spezialtiefbaus das Material zuzuführen,
werden schwere Erdbaugeräte angemietet. Dabei greift das Unternehmen aufgrund seiner positiven Erfahrungen auf
die Mietlösungen von MVS Zeppelin
zurück. Mit mehr als 42 000 Maschinen
und Geräten bietet der Vermietspezialist
seinen Kunden den Vorteil einer breiten
Auswahl und hohen Verfügbarkeit. „Ein
Spezialtiefbauunternehmen verfügt zwar
über entsprechende Großgeräte, braucht
aber starke überregionale Partner für die
Vermietung der Erdbaugeräte, um die
Baustellen wirtschaftlich einrichten und
ausführen zu können“, wie Johannes Kirstein von BVT DYNIV erklärt.
Zur Vorbereitung des Baugrundes und
fachgerechten Gründung des geplanten
Distributionszentrums müssen locker
gelagerte Bereiche verdichtet und bindige Bodenformationen verbessert werden.
Das Unternehmen wendet dazu das Verfahren der so genannten DYNIV-Säulen
an. Die Säulen sind eine Weiterentwicklung der klassischen Dynamischen Intensivverdichtung DYNIV für bindige
und organische Bodenformationen.
Unter Materialzugabe in den Verdichtungspunkten (Schlagtrichtern) werden
großformatige Säulen aus verdichtungsfähigem Material hergestellt und so die
Voraussetzungen für die Flachgründung
der Fundamente – auch für besonders
setzungsempfindliche Bauwerke – geschaffen. In Hamburg-Allermöhe wurde
das Verfahren zur Verbesserung der weichen Kleischichten gewählt, um hohe
Stützenlasten ohne Pfähle flach gründen
zu können.
Die Lage der Verdichtungspunkte ist in einem Raster festgelegt. Bei dem ersten Verdichtungsdurchgang wird mit einem größeren Abstand der Schlagtrichter begonnen.
Nach Auffüllung der Schlagtrichter und
Abklingen des Porenwasserüberdrucks erfolgt der nächste Verdichtungsübergang.
Mit Zunahme der Übergänge verkleinert
sich der Abstand zwischen den Schlagpunkten stetig und der Boden wird gleichmäßig verdichtet. Die Wirkungsweise des
Verfahrens ist abhängig von der Größe des
Fallgewichts, der Aufschlagfläche sowie der
Sie bewegen 150 000 Tonnen Füllmaterial: die beiden Cat-Radlader.
Fotos: MVS Zeppelin
Mietmaschinen von MVS Zeppelin sind nicht älter als zwei Jahre, davon profitierte
auch die BVT DYNIV.
Fallhöhe. Umfangreiche Untersuchungen
im Vorfeld geben Aufschluss über die erforderlichen Werte.
Das Material für die Verfüllung der Schlagtrichter wird eigens aus Schottland eingeschifft, per Lkw zur Baustelle transportiert,
auf Haufen aufgeschüttet und von dort
mit zahlreichen Maschinen aus der MVS
Zeppelin-Mietflotte nach und nach an die
benötigten Stellen befördert. Um die insgesamt zirka 150 000 Tonnen Füllmaterial
zu bewegen, sind unter anderem zwei CatKettenlader 963, je ein Cat-Radlader 966 H
und 950 H, je ein Cat-Kettenbagger 325
und 330 sowie ein Cat-Dozer D6N im
Einsatz. Betreut wird der Mietauftrag von
der MVS-Zeppelin-Mietstation Hamburg Harburg, die auch den Service der
Maschinen auf der Baustelle übernimmt.
„Die routinemäßigen Wartungsarbeiten
werden alle nach Feierabend durchgeführt,
um den Betrieb auf der Baustelle nicht zu
stören und Stillstandszeiten zu vermeiden.
Unsere Kunden sollen so effizient und
wirtschaftlich wie nur möglich arbeiten
können“, erklärt Mietstationsleiter Lars
Käselau. „Der Dienstleistungsgedanke
steht bei uns an erster Stelle. Das fängt bei
unserem Qualitätsversprechen an, beinhaltet die Beratung hinsichtlich der richtigen
Maschinen und Geräte, auf Wunsch mit
Lieferung, Abholung und Versicherung
und hört erst auf, wenn alle Kundenwünsche erfüllt sind.“
Die Kunden profitieren bei MVS Zeppelin von einer Baumaschinenflotte, die im
Schnitt nicht älter als zwei Jahre ist und
sich durch modernste Technik und beste Qualität auszeichnet. Darüber hinaus
erhalten sie neben Baumaschinen zahlreiche weitere Produkte für ihre Baustelle.
Das Angebot reicht von Baugeräten über
Raum- und Sanitärsysteme, Baustellenund Verkehrssicherung bis hin zu Fördertechnik, Teleskopstaplern und Fahrzeugen. Auch BVT DYNIV hat die Vorteile
dieses Komplettangebots – eine deutliche
Verringerung des Logistik- und Verwaltungsaufwandes – genutzt und zusätzlich
eine mobile Flutlichtanlage, einen Kompressor und diverse Pumpen angemietet.
Parallel zu den Gründungsarbeiten wird
bereits mit dem Bau der Hallen begonnen. Nach Fertigstellung des neuen Distributionszentrums Nord-Europa wird
der bisherige Standort in HamburgBillbrook geschlossen. Die dortige Belegschaft zieht nach Hamburg-Allermöhe
um, 250 bis 400 neue Arbeitsplätze werden entstehen. Die Entscheidung, auch
beim neuen Logistikstandort auf Hamburg zu setzen, erklärt sich mit der Bedeutung Hamburgs als ladungsstärkstem
Fernosthafen in Europa. H&M bezieht
seine Ware primär per Seefracht aus Fernost und wird die Anlage auch als Transitlager für die weltweite Warenbelieferung
verwenden.
„Wie am Fließband“
Doka schalt Schüttgutlagerhalle im Elbehafen Brunsbüttel
BRUNSBÜTTEL. Im Elbehafen Brunsbüttel mit einem Seegüterumschlag von
jährlich rund sieben Millionen Tonnen baute die Niederlassung Oldenburg der
Ludwig Freytag GmbH & Co. KG, eine neue Schüttgutlagerhalle mit beeindruckender Dimension von 66 Meter mal 242 Meter mit Doka-Schalungstechnik.
Hier werden Kupfererz-Konzentrate aus Südamerika für die Norddeutsche Affinerie umgeschlagen.
22 Schottwände mit 7,50 Meter Höhe waren herzustellen – praktisch „wie am
Fließband“ im Drei-Tagestakt.
Fotos: Doka
Lediglich sechs Monate Bauzeit standen
für insgesamt 20 000 Quadratmeter zu
schalende Wandflächen zur Verfügung,
um 2 200 Tonnen Betonstahl und 18 000
Kubikmeter Beton fachgerecht zu verbauen. Die hauptsächlichen Schalarbeiten fanden an den 7,50 Meter hohen und
50 Meter langen Schottwänden statt. Sie
verjüngten sich von unten 70 Zentimeter
auf oben 30 Zentimeter. Geschalt wurde
mit der Doka-Rahmenschalung Framax
Xlife, weil ihre konisch-ovalen Ankerhülsen diese Schrägstellung ohne besondere Maßnahmen erlaubten. Es waren
22 Schottwände im Abstand von zehn
Metern herzustellen – praktisch „wie am
Fließband“ im Drei-Tagestakt.
Bauleiter Stefan Kalvelage und DokaFachberater Rainer Lueßmann hatten
sich intensiv mit dem Bauablauf und der
knappen Bauzeit befasst, mit dem Ergebnis, dass eine zusätzliche Vorstellschalung
für die Eisenflechter die Personalplanung
vereinfacht und den Bauablauf beschleunigt. Die Framax Xlife reduzierte die
Schalzeit durch große Umsetzeinheiten
mit bis zu 75 Quadratmeter Fläche. Die
nötige Schalungshöhe wurde mit Systemlogik erreicht. Jeweils zwei neben- und
übereinander stehende Elemente mit
3,30 Meterr mal 1,35 Meter waren mit
einem quer liegenden Framax-Grundelement 2,70 Meter mal 1,35 Meter aufgestockt. Dadurch waren lediglich sechs
Ankerlagen im Beton einzubauen. Durch
das 1,35 Meter breite Ankerraster der
Framax-Elemente musste die Schalkolonne entsprechend weniger Anker setzen,
was bei dieser Schalungshöhe eine erhebliche Kostenersparnisbedeutete. Elementstützen und Justierstützen Eurex 60
sorgten für die zuverlässige Ausrichtung
der Schalung, einfach in der Bodenplatte
befestigt mit wiedergewinnbaren DokaExpressankern.
Trotz extremer Witterungsunterschiede
bei den Betonagen, ist das Betonergebnis
überzeugend. Die 21 Millimeter starke
Xlife-Platte mit ihrer speziellen Kunststoffoberfläche garantiert bei allen Betonierabschnitent eine hohe Oberflächenqualität. Polier Richard Geiken ist ganz
angetan und wird von unabhängigen
Fachleuten der BetonMarketing Nord
bestätigt: „Mit den leuchtend gelben
Doka-Elementen haben wir ein tolles Ergebnis erreicht.“
Die hauptsächlichen Schalarbeiten fanden an den 7,50 Meter hohen und 50 Meter
langen Schottwänden statt.
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