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Auf keinen Fall wie eine Statue dastehen - Riemenschneider

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Mittwoch 18. JANUAR 2012 / Seite 15
Kostümprobe: Im Bernhardsaal von Kloster Bronnbach begann gestern das Einkleiden der Komparsen und Kleindarsteller für den Spielfilm „La Religieuse – Die Nonne“
Produktionsleiter Darko Lovrinic in
seinem „Büro“ auf der Galerie.
Auf keinen Fall
wie eine
Statue dastehen
Von unserem Redaktionsmitglied
Heike v. Brandenstein
BRONNBACH. Anaïs ist eine energi-
Ob Gewänder oder Hauben: Zu bügeln
gibt es im Bernhardsaal genug.
sche Frau. Die Kostümbildnerin
weiß genau, worauf es ankommt.
Jasmin ist die Erste am gestrigen
Morgen, die zur Kostümprobe in den
zur Anprobe-, Bügel- und Schneiderstube umfunktionierten Bernhardsaal von Kloster Bronnbach gekommen ist. Sie ist eine Komparsin
von rund 120, die beim Casting im
Dezember für den Film „La Religieuse – Die Nonne“ ausgewählt wurden.
Damals hatten sich über 550 Leute
eingefunden, die beim Film mitwirken wollten.
„Keine Schminke, kein
Nagellack und bloß nicht
stylen.“
MAX FENNER, REGIEASSISTENT
Da steht sie nun: hellblaues WollMax Fenner beim Studium des riesigen
Ablaufplans.
gewand, naturfarbener Umhang,
weiße Haube. „Du darfst nicht dastehen wie eine Statue“, sagt Anaïs.
Schnell schnappt sie sich eines der
weiten blauen Gewänder, die an einer langen Stange hängen und streift
es sich über den Kopf. Darüber
kommt der Umhang. „Die Nonnen
haben sich damit ganz normal bewegt, sie haben damit gearbeitet, gekocht, gebetet. Das war ihre Alltagskleidung“, erläutert sie.
Rigoros greift sie in den Wollstoff,
Wie eine richtige Nonne auszusehen hat,
zeigen die Skizzen.
gesehen ist. Darüber hinaus verteilt
er die Texte.
Doch am ersten Tag – wie sollte es
anders sein – klappt eben noch nicht
alles perfekt. Der neue Drehplan
kam erst einen Tag zuvor. Ob sich
damit auch etwas an den Besetzungsterminen geändert hat, weiß
Max am Vormittag noch nicht. Erst
um 13 Uhr, so wurde ihm gesagt,
käme die aktualisierte Liste aus
Frankreich.
Überhaupt geht es im Vorfeld der
deutsch-französischen
Spielfilmproduktion nach einem Stoff von
Denis Diderot recht international
zu. Französische, englische und
deutsche Sätze flirren durch die Räume. Anaïs beherrscht die Fähigkeit,
mitten im Satz die Sprache zu wechseln.
Immer mal wieder gibt es Überle-
gungen zum Prozedere. Max soll jedem Komparsen einen Zettel in die
Hand drücken, damit die Kostümspezialisten auch wissen, wie sie den
Akteur einzukleiden haben. Alles
muss sich eben erst einspielen.
Während Jasmins Ornat passgenau abgesteckt wird, haben sich
draußen bei Max schon etliche Darstellerinnen eingefunden. „Eines
muss ich Euch mit auf den Weg geben“, sagt Max „keine Schminke,
kein Nagellack, nicht mal farbloser,
und bloß nicht stylen. Ein bisschen
Wasser ins Gesicht und das war’s.“
Christina Bähne aus Dittigheim
und Sandrine Ittig aus Wertheim
sind als nächste an der Reihe. Genau
Handarbeit: Bei der Kostümprobe wird der Umhang von Jasmin Sille von Kostümbildnerin Anaïs (links sitzend) und Garderobiere
Ulrike abgesteckt. Kostümassistentin Pascalle aus Belgien (stehend) achtet auf die Gleichmäßigkeit.
BILDER : HEIKE V. BRANDENSTEIN
wie zuvor Jasmin hat auch Christina
einen Zettel von Max bekommen.
Ein lateinisches Gebet steht darauf,
dass die Nonnen vor sich hinsprechen sollen. Sandrine Iittig, gebürtige Französin, hat ebenfalls einen
Text. Als Schwester beobachtet sie
Hauptdarstellerin Suzanne (Pauline
Étienne), wie die etwas im Kamin
verbrennt und fragt, ob das denn mit
den Ordensregeln konform sei. Sandrine hat das Drehbuch in Mini-
rafft ihn ein wenig, um sich Beinfreiheit zu verschaffen und geht dann
stramm ein paar Schritte. Jasmin
staunt nicht schlecht, macht es ihr
vorsichtig nach und erlangt so schon
eine viel natürlichere Ausstrahlung.
Auch Komparse will eben gelernt
sein.
Regieassistent Max Fenner, der
Damit sich auch niemand verläuft und
jeder den Weg findet.
im Dezember beim Casting bereits
Schwerstarbeit geleistet hatte, sitzt
derweil im Foyer vor dem Saal. Bei
ihm melden sich die ausgewählten
Komparsen. 23 standen gestern auf
seinem Plan, bis Freitag will man
durch sein. Max hat dafür zu sorgen,
dass alles wie am Schnürchen läuft:
die Kostümbildnerin und ihre Mitarbeiter kontinuierlich etwas zu tun
haben und jeder genau weiß, wann
er laut Terminplan für den Dreh vor-
Bei Sandrine Ittig wird an der Haube genestelt. Schließlich soll sie passgenau sein,
damit beim Filmen auch ja nichts verrutscht.
für das Jahr 2011.
Der Zentralversand der Steuererklärungsvordrucke war eine besondere Serviceleistung des Landes Baden-Württemberg für die Bürgerinnen und Bürger, die ihre Steuererklärung auf amtlichen Vordrucken
abgegeben haben. Dieser Service
war für den Bürger kostenlos und
wurde ohne gesetzliche Verpflich-
tung erbracht.
Der zentrale Vordruckversand
verursachte in den letzten Jahren einen sehr hohen Aufwand. Die Versendung der Erklärungsvordrucke
hat jährlich durchschnittliche Kosten in Höhe von rund 860 000 Euro
verursacht. Aufgrund der Vielfalt der
mittlerweile für die individuellen
Verhältnisse notwendigen Vordrucke wurde deren spezifische Zusammenstellung für den einzelnen Steu-
In zwölf anderen Bundesländern
ist er nicht üblich. Für die Bürger des
Landes Baden-Württemberg, die
auch zukünftig ihre Steuererklärung
auf den amtlichen Papiervordrucken abgeben möchten, werden die
Vordrucke wie bisher in den Finanzämtern und in vielen Stadt- und Gemeindeverwaltungen zur Abholung
vorgehalten.
Dazu hat die Finanzverwaltung
zusätzlich (zu den in Vorjahren zur
Verfügung gestellten Formularen)
ein „Standard-Vordruckpaket“ zusammengestellt, in dem die für die
Steuerbürger wichtigsten Vordrucke
enthalten sind. Eine Übersendung
der Vordrucke durch das Finanzamt
auf Anfrage des Bürgers ist grundsätzlich nicht vorgesehen. Neben
der Abholung der Steuererklärungsvordrucke bei den Finanzämtern
und Gemeinden haben die Bürgerinnen und Bürger auch folgende
traut mir nicht. Alle spotten nur, dass
sie mich in Cannes sehen werden“,
berichtet Patricia. Deshalb will sie
ihren Verwandten auch so schnell
wie möglich ein Foto von sich in
Nonnentracht schicken. Richtig gefreut hat sie sich darüber, dass ihre
Idee mit den Schülern aufgegangen
ist. Eine nämlich wurde als Komparsin ausgewählt und hat in der AG für
neuen Schwung gesorgt.
In den Fluren des Klosters
herrscht reger Betrieb. Es gibt viel zu
tun und zu organisieren, bevor die
Dreharbeiten
am
kommenden
Dienstag beginnen. Den Überblick
dabei behält Produktionsleiter Darko Lovrinic. Sein Schreibtisch steht
auf der Galerie im ersten Stock. „Hier
wird alles geplant, hier laufen die Fäden zusammen“, erläutert er. Vom
24. Januar bis zum 10. Februar wird
in Bronnbach gedreht, dann geht es
für vier Tage nach Maulbronn.
Lovrinic fühlt sich in Bronnbach
wohl. „Das ist die ideale Infrastruktur hier“, meint er. Der Höhepunkt
eines jeden Arbeitstages sei das Mittagessen in der Orangerie. Filmtechnisch die größte Herausforderung in
Bronnbach sei die Kirche. „Eine Kirche auszuleuchten,
ist richtig
schwierig“, erklärt er und spricht von
Helium gefüllten Ballons, die an einem Seil befestigt sind und dann
„richtig schönes Licht geben“.
Obgleich der Film jetzt gedreht
wird, kommt er erst im kommenden
Jahr in die Kinos. „Das ist ein Festivalfilm“, so der Produktionsleiter.
Ziel sei sicherlich Cannes, aber auch
Venedig oder Berlin seien denkbar.
Jetzt aber steht erst einmal die Produktion im Vordergrund.
BLICK IN DIE STADT
„Elster“ auf dem Vormarsch
erbürger immer schwieriger. Mit der
Abschaffung des Zentralversands
folgt Baden-Württemberg der Mehrheit der Länder.
Auch Patricia Steinam aus Hoch-
hausen, die schon eine Stunde wartet, ist Französin. Eigentlich wollte
sie gar nicht zum Casting, sondern
mit dem Angebot an ihre Schüler,
daran teilzunehmen, für Motivation
im Fach Französisch wirken. An der
Riemenschneider
Realschule in
Tauberbischofsheim leitet sie die
Französisch-AG. Doch als sie mit ihren Eleven in der Casting-Warteschlange stand, entschied sie sich,
auch einen Bewerbungsbogen auszufüllen. Et voilà: Sie wurde genommen.
„Meine Familie in Frankreich
Finanzamt: Vordrucke werden nicht mehr versandt
MAIN-TAUBER-KREIS. Die Steuerverwaltung des Landes Baden-Württemberg stellt ab sofort den Zentralversand der Steuererklärungsvordrucke ein. Das gilt erstmals für die
Formulare für die Steuererklärung
schrift auf ihrem Smartphone. Ihre
beiden Sätze beherrscht sie bereits
aus dem Effeff. „Ich war froh, als ich
hörte, dass ich auch Text habe. Sonst
wäre ich schon ein wenig enttäuscht
gewesen“, meint sie.
Möglichkeiten: Elektronische Abgabe der Steuererklärung. Die elektronische Steuererklärung setzt sich
mehr und mehr durch. Die Finanzverwaltung empfiehlt die elektronische Abgabe der Steuererklärung.
Der Anteil der elektronisch abgegebenen Erklärungen hat sich in den
letzten sechs Jahren um über 25 Prozentpunkte verbessert und beträgt
heute rund 33 Prozent. Sie bietet viele Vorteile.
So brauchen zum Beispiel Belege
und Bescheinigungen nur auf Anforderung des Finanzamts vorgelegt zu
werden. Im Übrigen können, falls
„Elster“ bereits im Vorjahr genutzt
wurde, die Vorjahresdaten übernommen werden. Hierzu stellt die
Steuerverwaltung kostenlos ihr Verfahren „Elster“ zur Verfügung. Nähere Informationen hierzu gibt es
unter www.elster.de
Zum anderen können die Vordru-
cke zum Ausfüllen und Ausdrucken
können im Internet unter www.fabadenwuerttemberg. de aufgerufen,
ausgefüllt und ausgedruckt werden.
DFB-Trainingsmobil
Auf Betreiben des
Jugendfußballvereines „Dorfkickers
Mainschleife 2010“ konnte für
Samstag, 28. Januar, ein DFB-Trainingsmobil verpflichtet werden. 30
solcher vom Deutschen Fußballbund eingerichteten Fahrzeuge sind
permanent in Deutschland unterwegs zu den Vereinen, um vor Ort
das kind- und jugendgerechte Training in Theorie und Praxis aufzuzeigen. Von 10 bis 14 Uhr findet diese
Aktion in der Dertinger Halle statt.
Alle Trainer/Betreuer und weitere
Interessenten von den „Dorfkickers“
sind dazu willkommen.
DERTINGEN.
Mitgliederversammlung sind alle
aktiven und passiven Mitglieder mit
ihren Frauen und Freunden des Vereins willkommen.
Winterwanderung der Ruderer
Eine Wanderung im Spessart findet für die Mitglieder der
WERTHEIM.
„Hochspessart“ eine Rast vorgesehen. Der Rückweg führt über den
Hohen Knuck zum Parkplatz zurück.
Die gesamte Wegstrecke beträgt
rund 16 Kilometer. Anmeldung für
die Wanderung bei Christian Fischer
unter der Telefonnummer 09342/
3402 oder per E-Mail: bcfischer @tonline.de.
ANZEIGE
Ehrungen beim Gesangverein
Die Jahreshauptversammlung des Männergesangvereins Frohsinn findet am Sonntag, 29.
Januar, um 14 Uhr im Bürgerhaus
statt. Neben den üblichen Regularien stehen auch Ehrungen und
Wahlen auf der Tagesordnung.
Wünsche und Anträge können bis
Donnerstag, 26. Januar beim Vereinsvorsitzenden Erhard Goldschmitt eingereicht werden. Zur
DÖRLESBERG.
Rudergesellschaft und andere Interessierte am Sonntag, 22. Januar,
statt. Treffpunkt ist um 9.30 Uhr am
Spitzen Turm. Die Teilnehmer fahren in Privat-Pkw ins Hafenlohrtal
zum Parkplatz Steinthor. Von hier
gehtesentlangdesHafenlohrbaches
bis Lichtenau. Dort ist im Gasthaus
Secondhandbasar
Ein Secondhandbasar
„rund ums Kind“ findet am Samstag,
11. Februar, von 14 bis 16 Uhr in der
Mandelberg-Halle statt. Die Nummern werden unter Telefon 09397/
929033 vergeben.
DERTINGEN.
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