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IG-alternativ-Uster - Besuchsdienst Uster

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Die
weisen
Zwerge
In der Vor-Vorschule wird
spielerisch gelernt.
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viele Ecken hat denn nun der
W ieGarten
– drei, fünf oder doch neun?
Das ist gerade die Frage in der Villa Kindertraum in Dresden-Weißer Hirsch. Auf dem
Boden liegen mehrere Stücke unterschiedlich zurechtgeschnittener Rasenteppich,
wie man ihn sich auf den Balkonboden
legt, um ein bisschen Wiesengefühl hinaufzuholen. Kinder wuseln herum, suchen sich Murmeln und Schablonen
heraus, um die Ecken ihres „Gartens“, wie
sie ihr Teppichstück nennen, zu markieren.
Denn um die geht es gerade. So viele
Ecken der Garten hat, so viele Murmeln
sollen verteilt, so viele Papierkreise zusammengesammelt und auf den Garten
gelegt werden. Zu jeder Zahl wird noch ein
Liedchen gesungen. Plötzlich aber kommt
ein Geist namens Kuddelmuddel und
bringt alles wieder durcheinander. Und die
Kinder beginnen von Neuem.
Das ist Mathematik in ihrer Anfangsform,
ganz spielerisch vermittelt, findet Ulrike
Iwanow, Qualitätsmanagerin der sechs
Kindertraum-Villen in Dresden, Leipzig und
Markkleeberg. Genau darum geht es nämlich beim „Zahlenland“: mit Spaß das ken-
nenlernen, was in der Schule Ernst werden
wird. „Doch die Kinder auf all das vorzubereiten, braucht mehr Zeit als nur das eine
Jahr Vorschule“, sagt Iwanow. Und daher
beginnen ihre Schützlinge schon ein Jahr
früher als andere, sich an Mathematik und
Co. heranzutasten. Mit vier Jahren werden
aus Kindergarten-Kindern einmal in der
Woche „ABC-Zwerge“. Die Kleinen sollen
aber weder bereits lesen, noch schreiben,
noch rechnen lernen, sondern „einfach
Lust aufs Lernen kriegen“, wie Iwanow es
ausdrückt. Seit einem Jahr gibt es diese
Vor-Vorschule in den Einrichtungen. Die
Zwerge malen geschwungene Linien nach,
um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie
man später schreibt. Sie bekommen ein
Forscherdiplom, um die Neugier und Konzentration zu belohnen, die sie beim Klebstoff-Herstellen gezeigt haben. Sie
besuchen Feuerwehr und Teddykrankenhaus, um über den eigenen Tellerrand zu
schauen. Sie suchen Gegenstände im
Haus, die mit demselben Buchstaben wie
ihr Name beginnen, um das Alphabet kennenzulernen. Sie machen sich auf ins „Farbenland“, nicht nur, um zu malen, sondern
auch, um Rot, Grün oder Blau zu besingen
und Farben genauer im Alltag zu entdecken. Wenn die Zwerge dann nach einem
Jahr in die echte Vorschule kommen,
haben sie bereits eine volle Mappe, selbst
gestaltet, die von allem Gelernten erzählt.
Zwerge sind sie dann aber nicht mehr. Die
Kinder sind nun zweimal in der Woche
„ABC-Riesen“. Und nun auch so weit, selbst
das „Zahlenland“ zu spielen.
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Seele and Geist
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